|
|
AMIGA hat Mitte April ein technisches Update zu den aktuellen Entwicklungen veröffentlicht, das Martina Jacobs von AIDA uns freundlicherweise in einer deutschen Übersetzung zur Verfügung gestellt hat:
Am 31. März 2001 enthüllte der Leiter und CEO von Amiga, Mr. Bill McEwen, die ganze Amiga-Strategie. Während im vergangenen Jahr nur Teile davon bekannt geworden waren, wurde sie diesesmal vollständig und in Einzelheiten erklärt.
Diese Präsentation war eine private Angelegenheit, nur für die wenigen hundert Teilnehmer des Messe-Banketts. Dieses Update greift nun die Informationen, welche auf dem Bankett präsentiert worden sind, auf und macht diese der Welt komplett verfügbar.
Die Zukunft ist eine Zukunft der Inhalte. Informationen und Vorgänge wandeln sich langsam vom physikalisch Analogen, hin zum Digitalen. Unterhaltung, Forschung, Arbeit, Einkauf, Konversation, Bildung; all das verändert sich, um vom digitalen Universum zu provitieren.
Der Zugriff auf dieses digitale Universum geschieht mittels jedem Gerät, das einen Mikroprozessor besitzt, die digitale Sprache versteht und sich mit diesem digitalen Universum verbinden kann. In der Vergangenheit war das auf Millionen-Dollar teure Großrechner beschränkt. Mit vortschreitender Entwicklung wurde dieses Universum für 2000-Dollar-Desktops verfügbar. Heute ist die Technologie so weit vortgeschritten, dass auf das digitale Universum schon mit 300-Dollar-Spielkonsolen und 100-Dollar-Handys zugegriffen werden kann.
Der Anwender hat jetzt eine riesige Auswahl, wenn es um den Zugriff auf die eine Konstante geht; das digitale Universum. Es gibt Workstations, den Desktop, die Set-Tob-Box, Spielekonsolen, das PDA und Handys. Welche Wahl er trifft, hängt von vielen Dingen ab - wo er sich befindet, was er tun möchte, wieviel Uhr es ist. Für Amiga ist das die neue Herausforderung, neues Grenzland, das neue WWW. Was auch immer, wann auch immer, wo auch immer.
Alle diese Geräte können auf das digitale Universum zugreifen, doch jedes davon kommt mit einer Reihe von Fähigkeiten, abhängig von Preis, Markt und Formfaktor. Jedes fügt sich in eine Rolle, die in der Vergangenheit den möglichen Vorgang festlegte, heute aber nur noch ein Profil beschreibt. Der Desktop z.B. war ein Synonym für Textverarbeitung, Bildbearbeitung und Surfen im Internet. Nun haben diese Vorgänge sich von der reinen Hardware befreit, um selbst zu Vorgängen auf vielen anderen Geräten zu werden.
Diese Vorgänge setzen eine Reihe von Dingen voraus; Dienste, die sie brauchen, um stattfinden zu können. Vergleichbar dazu haben Geräte ein Reihe von Fähigkeiten; Dienste, die sie anbieten können, um Vorgänge stattfinden zu lassen. Zukünftige digitale Umgebungen werden Vorgänge einfach nur an Geräte anpassen, basierend auf den Anforderungen und Fähigkeiten die Vorgänge auf ein Maß skalieren, das den Fähigkeiten des verwendeten Gerätes gerecht wird. Vorgänge werden unabhängig von einer bestimmten Art von Hardware sein und das wird den Anwender von den Beschränkungen durch diese Hardware befreien.
In wachsendem Maße wird der digitale Inhalt und der digitale Vorgang selbst zum einzigen Anliegen werden. Dies ist ein traditionelles Zeichen dafür, dass eine Technologie reift, wenn die darunter liegende Technologie für den Anwender unsichtbar wird. Das digitale Leben wird endlich seine Versprechen von was auch immer, wann auch immer, wo auch immer erfüllen.
Amiga beabsichtigt diesen Übergang durch die Erschaffung eines revolutionären Produktes voran zu treiben, dem Amiga Digital Environment - dem AmigaDE. Das AmigaDE wird einen universellen Layer für Inhalte bereitstellen, der auf jedem digitalen Gerät Platz nehmen kann, ungeachtet der Art von Hardware oder Bauteilen, und wird Anwendern wie auch Entwicklern (Inhatlskonsumenten und Inhalsthersteller) einen gemeinsamen Platz geben, in dem sie digitale Vorgänge durchführen können.
Das AmigaDE bittet die einzigartige Fähigkeit sich selbst zu entfalten, entweder dirket auf der Hardware, kooperativ auf einem Host-System (einfach wie eine weitere Applikation auf einem vorhandenen Betriebssystem) oder einzeln auf einem Host-System, wobei der Anwender nur das AmigaDE sieht, aber von den Eigenschaften des Host-Systems profitiert.
Dem Anwender stellt das AmigaDE eine nagelneue Quelle für unwiderstehliche Inhalte bereit; Alles, von Spielen über Internet-Abenteuer, bis hin zur Produktivität, Inhaltserzeugung und ernsthaftem Arbeiten. All Das verfügbar auf jedem Gerät oder Computer. Der Anwender erhält die freie Auswahl zurück. Wenn er das AmigaDE auf seinem vorhandenen Computer haben möchte, so kann er das. Wenn er nur das AmigaDE verwenden möchte, so kann er das.
Der Andwender wählt den Vorgang und das Gerät, auf dem er diesen Vorgang ausführen möchte. Das AmigaDE sorgt dafür, dass die Anforderungen des Vorgangs den Fähigkeiten des Gerätes entsprechen und liefert ihm das optimale Erlebnis.
Dem Hersteller von Inhalten bietet das AmigaDE eine wirklich universelle Lösung: Inhalte können nur einmal erzeugt und dann an jeden AmigaDE-Anwender geliefert werden, ungeachtet des Gerätes, das der Einzelne benutzt. So lange das Gerät die Fähigkeiten besitzt, den Inhalt zu unterstützen, wird es funktionieren. Nie mehr müssen unterschiedliche Versionen vom gleichen Inhalt für Windows, Macintosh und Linux erzeugt werden. Nie mehr wird ein Produkt von den neuen Märkten für Set-Top-Boxen und PDAs ausgeschlossen sein. Das AmigaDE bietet ein vernünftiges Spielfeld und vereint eine Vielzahl kleinerer Einzelmärkte in einen gemeinsamen Markt, mit all den darin enthaltenen geschäftlichen Vorteilen und Möglichkeiten.
Das AmigaDE ist eine wahre Umgebung für Inhalte, die es dem Anwender erlaubt, großartige Inhalte überall, auf jeder Plattform und jedem Gerät zu genießen. Zu Hause können Familien Inhalte sammeln (alles, von Spielen und Arbeitsanwendungen, bis hin zu digitalen Filmen, Bildern, Musik und Dokumentationen) und mit jedem Gerät zu Hause, und schlußendlich mit jedem Gerät auf dem Planeten auf diese Inhalte zugreifen.
Diese Inhalte werden vom Internet, über Satellit und Kabelkänle oder von den guten alten CDs und DVDs in den eigenen Geräten heruntergeladen werden. Wie auch immer, wenn die gesammelten digitalen Inhalte der Familie immer mehr werden, werden sie diese vielleicht gern alle zusammen an einem lokalen Aufbewahrungsort sammeln wollen, wo diese Katalogisiert, geschützt und von wo aus sie von allen ihren digitalen Geräten verwendet werden können, ohne CDs oder DVDs hin und her tragen zu müssen und in Streit zu geraten, weil der älteste Sohn am Familien-Computer sitzt und Mutter nur die Spielekonsole hat.
Amiga beabsichtigt dieses Problem zu lösen und bietet sogar durch noch ein weiteres Produkt eine vollständige Lösung für das digitale Leben an: Das AmigaOS. Dabei handelt es sich um ein vom AmigaDE komplett gesondertes Produkt und wird zum Genuß der wunderbaren Vorteile des AmigaDE nicht benötigt.
Zusammen mit der passenden Hardware wird das AmigaOS ein Produkt darstellen, das im Herzen des digitalen zu Hause sitzen wird. Als Sammelstelle wird es der Familie erlauben, jede Art von digitalen Inhalten ihrer Wahl zu speichern, für sicheren und einfachen Zugriff. Als Server wird es der Familie erlauben, diese Inhalte zu jedem Gerät innerhalb des digitalen Heims zu bewegen, und wenn gewünscht auch darüber hinaus. Dabei ist eine optimale Qualität zu jeder Zeit garantiert. Als Gateway wird das AmigaOS eine einzige Quelle für digitale Inhalte von außen bieten, mit dem Schutz vor Angriffen und Einbrüchen. Es wird Eltern erlauben, den Zugriff auf externe Inhalte zu kontrollieren und alle digtialen Pfade zusammenzulegen.
Bei der Mehrheit der digitalen Familien wird das AmigaOS-Gerät am Rande stehen, dabei ein Minimum an Wartung benötigen, während es still und wirkungsvoll ihre digitales Erlebnis verbessert. Wer sich jedoch für eine neue Stufe der multimedialen Erfahrung interessiert, der kann das AmigaOS-Gerät selbst auch als mächtigen Computer verwenden, und es kommt mit dem zusätzlichen Vorteil des AmigaDE, das kooperativ darauf läuft und direkten Zugriff auf die Inhalte bietet und ebenso damit beschäftigt ist, anderen AmigaDE-fähigen Geräten im Heim zu dienen.
Die Welt verändert sich. Die Art, wie die Menschen arbeiten, spielen, kommunizieren, einkaufen, produzieren und konsumieren. Das Leben als solches bewegt sich hin zu einem neuen Zeitalter. Amiga hat diese Veränderung verstanden; tatsächlich war der Amiga dabei in der Vorhut seit 1984, als er der Welt zum ersten Mal Multimedia vorstellte.
Mit seinen beiden neuen Produkten, dem AmigaDE und dem AmigaOS, müssen sich die Leute nicht länger durch inkompatible Produkte und enttäuschende Inhalte hangeln. Jedes dieser beiden Proukte für sich bietet überragende Leistung und Nutzen fürs Geld. Zusammen bezeichnen sie den Beginn des digitalen Lebens.
Wer sich dafür interessiert, ein AmigaOS-Gerät als Computer zu verwenden oder mehr technisch orientierte Erklärungen der Amiga-Strategie wünscht, möchte bitte Teil 2 dieses technischen Updates lesen.«
Das AmigaDE® und das AmigaOS sind die beiden Produkte von Amiga zur Realisierung des Traumes vom digitalen Leben. Beide können sehr gut unabhängig vom jeweils Anderen existieren, doch zusammen bieten sie eine unschlagbare Kombination von Kraft, Leistung und Eleganz.
AmigaDE & AmigaOS
Das AmigaDE ist eine universelle Umgebung für Inhalte, die nativ auf Geräten mit kleinen bis mittleren Recourcen oder gehosted, als Software, auf mittleren bis Highend-Geräten laufen kann. Sein Ziel ist es, eine einheitliche, interaktive Umgebung für Anwedner vieler verschiedener Geräte und ein einheitliches Entwicklungsmodel für Entwickler für die gleichen Geräte anzubieten.
Das AmigaDE nutzt das Produktpaket intent#174; von der Tao-Group zur sauberen Abstaktion von Diensten, was es dem AmigaDE erlaubt, auf Hardware- und Software-Umgebungen zu laufen. In diesem Zusammenhang sollte das ganze Gerät selbst als ein Layer-Set betrachtet werden, mit der Hardware am einen und das Erlebnis des Andwenders am anderen Ende. Einzeln betrachtet, hat man ein Layer-Set, das die Fähigkeiten der Hardware nimmt, diese abstrahiert und bündelt, und dann dem System und Applikationen Dritter verfügbar macht, welche im Gegenzug vom Anwender über eine Umgebung für Inhalte erfahren und manipuliert werden.
Aus Sicht des Anwenders definieren so statische Begriffe, wie 'Desktop' und 'Workstation', nicht länger unbedingt das digitale Erlebnis. Das AmigaDE ist eine digitale Umgebung in der jeder Inhalt ausgeführt werden kann, gemäß seiner Anforderungen und den Fähigkeiten des Host-Systems, auf dem das AmigaDE läuft. Wenn das AmigaDE auf einem physikalischen Gerät mit einer Geforce 2 Grafikkarte, einem 1 GHz Athlon und 256 MB SDRAM gehostet wird, dann wird es in der Lage sein, diese Leistung jedem Inhalt bereitzustellen, der auf ihm läuft. Wenn es auf einem PDA mit einem 100 MHz Prozessor, 8 MB SDRAM und keinerlei Hardwarebeschleunigung läuft, dann wird es nur die Inhalte starten, die unter den Einschränkungen dieses Gerätes laufen können.
Aus Sicht des Entwicklers erfordert ein so bewegtes Geschäft entweder, dass sie Inhalte für eine bestimmte Stufe erzeugen, wissend dass diese auf Allem darüber hinaus laufen werden, oder sie können einen besonderen Vorteil aus dem Anpassungs-System ziehen und dem AmigaDE erlauben, die Leistung und Präsentation der Inhalte dynamisch an das Profil des Geräte anzupassen. Somit kann er zwischen den kleineren Untermärkten oder dem größeren Markt und mehr Umsatz entscheiden.
Wenn man das Gerät als Ganzes betrachtet, so beginnt das AmigaDE beim User und wächst hinab bis zur Hardware. Da jedes Gerät seine eigenen besonderen, physikalischen Abstufungen hat, setzt das AmigaDE seine saubere Leistungsabstraktion ein, wo immer dies möglich ist, um von anderen Betriebssystemen zu profitieren, die die harte Arbeit der Hardware-Abstraktion bereits erledigt haben. Das erlaubt es dem AmigaDE, sich bei minimaler Anstrengung rasch auf eine maximale Anzahl von Geräten zu verbreiten und bietet dabei den Gerätebauern (und damit dem Anwender) die Wahl, wie sie das AmigaDE präsentieren und erfahren möchten.
Einige Anwender können es kooperativ gehosted auf ein vorhandenes und wohl bekanntes Betriebssystem starten, wie Windows oder Linux, während Andere es allein für sich verwenden und dabei ein darunter liegendes Host-System wählen können, das ihren Bedürnissen am Besten gerecht wird - vielleicht ein kleines Echtzeit-Betriebssystem. In diesem Master-Modus bleibt das Host-System unter dem AmigaDE verborgen und der Anwender entscheidet sich nur für die Interaktion und Zusammenarbeit dessen innerhalb der AmigaDE-Umgebung. Die Betonung liegt bei dieser Vorgehensweise auf dem Wort 'Entscheidung', etwas das kein anderes Betriebssystem in einer so umfassenden Weise wie das AmigaDE bietet.
Amiga arbeitet derzeit hart an der nächsten Version des Software Developer Kit (SDK), welche dem Entwickler einen Einblick auf weitere Fähigkeiten des AmigaDE bietet und zum ersten Mal die Multimedia-Dienste vorstellt. Das wird beim ersten Erscheinen das AmigaDE im Konsumentenmarkt ein Fülle von Inhalten gewährleisten.
Das AmigaOS, Amigas anderes neues Produkt, soll der Server-Kern des digitalen Lebens werden. Dieses wird auf die vorhandene Basis im AmigaOS 3.9 aufgebaut werden, der neuesten Version des beachtenswerten, jedoch vernachlässigten AmigaOS, das 1984 seinen Anfgang nahm.
Das aktuelle AmigaOS, Version 3.9, läuft auf der alten AA-Hardware, die für ihre Zeit damals zwar fortschrittlich war, welche nun aber ihr Alter offenbart. Nach vielen Diskussionen mit der existierenden Amiga-Gemeinschaft brachte Amiga die Zico-Spezifikation heraus. Zico ist eine offene Beschreibung für Hardware, zu deren Verwendung Amiga IHVs ermutigt und welche die Anforderungen zum Starten der ersten Version von AmigaOS4, OS4.0 darstellt. Sie enthält Merkmale wie einen PPC-Prozessor, PCI, AGP, USB, Firewire und weitere Standardmerkmale anderer Computer, sind aber neu für das AmigaOS.
Der PPC wurde gewählt, weil er die Beziehung des Amiga zur Motorola Prozessor-Familie weiter führt, und weil die PPC-Famlie mit den Book-E-Spezifikationen jetzt einen sehr einfachen Übergang von 32 Bit auf 64 Bit Prozessoren bietet.
Alle diese Hardware-Hilfsmittel sind notwendig, um einen ersten Schritt hin zu den physikalischen Anforderungen zu machen, die das neue AmigaOS in seiner Rolle eines digtialen Servers der nächsten Generation stellen wird. Eine saubere Implementierung, ohne Leistungseinbußen durch das Gebundensein an die älteren AA-Systeme, bedeutet vollen Zugriff auf das, wofür der Anwender bezahlt und eine weitaus bessere Leistung überhaupt.
Amiga ist sich ebenso bewußt, dass Drittfirmen in den vergangenen fünf Jahren mit PPC-Beschleunigerkarten in erfinderischen Implementierungen zur Erweiterung der Amiga-AA-Plattform beigetragen haben, um die Prozessorkraft über die eingestellte 68k-Serie hinaus zu erhöhen. Unter Berücksichtigung es Designs von OS4 wurde sehr viel darüber nachgedacht, ob es auch auf diesen Karten laufen können soll. Obwohl Amiga sehr dazu bereit war, die Besitzer solcher Karten für ihre sichtbare Loyalität mit dem Amiga zu belohnen, so war es doch auch schmerzlich offenbar, dass die meisten dieser Imlementierungen auf eine Weise erfolgt waren, dass zwar den AA-Amigas mehr Leistung gebracht worden war, deren Einzelteile aber von der Leistung einer neuen OS-Version nichts mitbekommen, diese verlangsamen und in manchen Fällen lähmen würden.
Vor der Tatsache, dass AmigaOS4 der erste Schritt auf dem Weg zu einem Produkt ist, in dem Leistung von höchster Bedeutung sein wird, wurde entschieden, dass ein sauberer Schnitt gemacht werden muss. Dies geschah durch die Zico-Spezifikation. Und auf Grund der Klarheit dieser Spezifikation wurde das erste Gerät gemäß Zico in Rekordzeit entwickelt - der AmigaOne von Eyetech - der ersten neuen, von Amiga zertifizierten Hardware seit über fünf Jahren - und er wird bald ausgeliefert werden.
Dennoch, Amiga denkt noch sehr an die Tausende von loyalen Anwendern und Entwicklern, die Bedeutendes in die PPC-Erweiterungen investiert haben. Amiga sucht nach Möglichkeiten, Drittfirmen ein Gelegenheit zu bieten, einen Kompatiblitätslayer auf Sofwarebasis zu schaffen, welcher das reine OS4 auf diese PPC-Erweiterungen übertragen kann.
AmigaOS4 selbst wird das vorhandene, auf dem 68k basierende OS3.9 zu einer PPC-Implementierung führen. Wegen der Bedeutung für die Erfahrungen des Anwenders, wird jede Library und jedes Modul untersucht und auf eine Weise neu implementiert, dass der maximale Vorteil aus den neuen Mutterplatinen nach Zico-Standard und deren Sub-System-Karten gezogen werden kann. Das ist ein schrittweiser Vorgang und wird über ein paar Veröffentlichungen des Betriebssystems verteilt werden. Daraus folgt, dass die erste Version (OS4.0) eine Mischung aus nativem PPC- und 68k-Code enthalten wird, der über einen Hochgeschwindigkeits-PPC-68k-Emulator laufen wird. Mit den folgenden Versionen wird der Anteil an PPC-Code zunehmen, bis das OS keinen emulierten Code in sich selbst mehr benötigt.
Zusätzlich wird AmigaOS4 auch die Fähigkeiten des Zico-Standard freigeben und USB, Firewire und vollen Zugriff auf die Welt der Plug-in-System-Karten für PCI und AGP bieten. Amiga-Anwender werden in der Lage sein, vollen Vorteil aus den allerneuesten Grafik-, Audio- und Netzwerktechnologien zu ziehen.
Am aller Wichtigsten ist, AmigaOS4 wird die erste Einführung des AmigaDE für existierende Amiganer erleben, indem dieses kooperativ auf dem Betriebssystem läuft, und dann langsam darin integriert werden wird, bis, beim Erscheinen des AmigaOS5, beide auf wirksame Weise verschmelzen, um Eins zu werden.
AmigaOS4 wird nicht nur in der Lage sein, vorhandene AmigaOS-Applikationen zu starten (dazu bedarf es eines AmigaOne von Eyetech mit einem damit verbundenen AA-System, um den AA-Chipsatz bereitzustellen), sondern auch neue AmigaOS4-Applikationen. Zusätzlich bedeutet die Präsenz des AmigaDE, dass AmigaOS-Anwender auch Zugriff auf die wachsende Zahl der AmigaDE-Applikationen und dabei alle Vorteile von dessen Host-System haben werden (eine der Vorteile von Amiga, ein eigenes Host-System zu besitzen). Und als positiven Nebeneffekt werden sie auch auf eine große Zahl von Java-Applikationen zurgreien können, weil das AmigaDE auch eine hocheffektive Java-Lösung bietet.
Auf einen Steich werden Amiga-Anwender und -Entwickler von einer kleinen, isolierten Plattform zu einer Plattform gehen, die die Welten des AmigaOS, AmigaDE und Java überspannt. Die einen Überfluss an Inhalten und ein gewaltig wachsendes Marktpotential für Entwickler bietet. Sie können entweder für das AmigaDE entwickeln, wobei sie große Möglichkeiten im Markt haben, die weit über die Zahl der AmigaOS-Anwender hinaus gehen, oder sie können sich auf das AmigaOS konzentrieren und maxmialen Vorteil aus den fortschrittichen Merkmalen der neuen Hardware und des neuen OS ziehen. Und wieder liegt die Betonung auf Entscheidung.
Das endgültige Ziel des AmigaOS-Produktes ist es, AmigaOS5 zu erreichen, worin alle die Dienste, die ein digitales Kernprodukt benötigt, implementiert sein werden. Dies schließt brandneue und, in machen Fällen revolutionäre Dienste ein, die das AmigaOS wieder fest in den Vordergund bringen werden. Diese werden intern von Amiga, parallel zur AmigaOS4-Produktserie, entwickelt und später im Jahre 2002 verfügbar sein. Weiter Einzelheiten werden bei Fortschreiten der Arbeiten veröffentlicht werden.
Für die, die einen kleinen Appetithappen wünschen, folgt nun eine vorläufige Feature- und Versions-Liste. Alles kann noch geändert werden. Die erste Veröffentlichung von AmigaOS4 wird für den Sommer angestrebt (in der nördlichen Hemisphere), mit weiteren Veröffenlichungen alle sechs Monate.
AmigaOS 4
AmigaOS4 zeigt, dass Amiga die Kontrolle über das AmigaOS übernimmt und es neu belebt, indem sie es als integralen Teil des Amiga Digital Environment vorantreiben.
Das Ziel der Familie der AmigaOS4-Erscheinungen ist es:
| 1. | Das 68k-OS3.9 zu einem nativen PPC-OS zu führen, es zu verbessern und |
| wo nötig das OS zu reimplementieren, um Vorteil von der PPC-CPU zu | |
| haben. | |
| 2. | Neue Funktionalität hinzuzufügen, um diese und die Leistung des |
| AmigaOS zu erhöhen. | |
| 3. | Volle Abwärtskompatiblität über den AmigaOne von Eyetech zu erlauben |
| (mit eingebautem Classic-Amiga) oder über jeden AmigaOne. | |
| 4. | Die Gemeinschaft zu neuer, State-of-the-Art Hardware zu bringen. |
| 5. | Eine attraktive Computer-Umgebung für nicht-Amiganer zu bieten, um so |
| ein Wachsen der Amiga-Gemeinschaft zu unterstützen. | |
| 6. | Das AmigaDE ins AmigaOS zu integrieren. |
7. Eine Grundlage für die Entwicklung des AmigaOS5 zu bieten. Diese Projekt wird von einer gestaffelten Reihe von Veröffentlichungen begleitet weren, die es Amiga erlauben werden, von Grund auf aufzubauen. Das gibt den Entwicklern maximales Wachstum der Leistung über die Versionen hinweg und stellt sicher, dass die Anwender sich regelmäßig auf bessere Produkte freuen können, statt über eine lange und frustrierende Zeitspanne warten zu müssen, bis sie etwas in der Hand haben.
AmigaOS 4.0
AmigaOS4.0 ist in der ersten Veröffentlichung von AmigaOS4. Es stellt den ersten Schritt auf dem Weg zu einem PPC-AmigaOS dar, enwickelt um aus dem Potential der auf Zico basierenden Computer vollen Vorteil zu ziehen, die sich in der Entwicklung befinden.
Es ist so gestaltet, dass es die Schlüsselelemente des aktuellen AmigaOS herausnimmt und als natives Systeme reimplementiert, um die größte Leistungssteigerung zu bieten. Die verbleibenden Elemente werden in dieser Version als 68k-Code verbleiben und über einen PPC-68k-Emulator ausgeführt werden, der ebenfalls für das Ausführen von Applikationen verwendet werden wird, die auf dem 68k basieren. Zusätzlich wird es neue Features hinzufügen, die noch nie zuvor im AmigaOS verfügbar waren.
Die Reihe der Features des OS4 wird Folgendes umfassen:
Alle weiteren AmigaOS-Libraries werden als 68k-Executables verbleiben und über ExecPPC mittels des 68k-Emulators ausgeführt.
AmigaOS 4.2
AmigaOS4.2 wird auf die Grundlage des AmigaOS4 aufbauen. Es ist gestaltet, um:
Die Reihe der Features des AmigaOS4.2 umfasst:
AmigaOS 4.5
AmigaOS4.5 stellt die letzte Stufe zu einem nativen PPC-OS dar. Seine Aufgabe umfaßt:
AmigaOS 5
AmigaOS5 stellt eine Revolution in der Entwicklung von 'anderen' Betriebssystemen dar und die Weiterentwicklung des AmigaOS, die danach strebt, Anwendern und Entwicklern den besten Weg nach vorn zu bieten. Die Reihe der Features umfaßt: