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4. Erfahrungsbericht: Scanner-Software »FxScan« (von Andreas Volkmann)

FxScan ist momentan das einzige Programm für den Amiga, welches eine Texterkennung beinhaltet. Gerade diese Fähigkeit war der Grund, dass ich mir das Programm zulegte.

FxScan selbst ist eigentlich nur die Oberfläche, da es auf die Scannertreiber von ScanQuix, das ich besitze, oder auf Betascan aufsetzt. Als Testobjekt nahm ich aus der aktuellen AmigaPlus das Workshop über "Video auf dem Amiga".

Ich startete das Programm, das sich auch normal auf einem eigenen Screen öffnete und schaute mir erst mal die Oberfläche an. Da die alte Version schon bei meinem ScanQuix dabei war, fiel mir außer ein paar dazugekommenen Icons nicht viel auf.

Also los, dachte ich und legte die AmigaPlus unter den Scanner. Ich klickte auf das Icon, das wie ein kleiner Scanner aussieht und schon öffnete sich das Scannertreiberfenster von ScanQuix auf der Oberfläche von FxScan. Dieses passiert natürlich nur, wenn man mehrere Treiber unter ScanQuix installiert hat (ich habe zusätzlich noch den Treiber "Scan to File"). Nach der Auswahl öffnet sich dann das gewohnte Fenster der ScanQuix- Vorschau.

Screenshot

Ein Bekannter hatte sich das Programm schon vorher bestellt, auf sein Anraten hin nahm ich erst mal den Scan in Graustufen vor. Ich aktivierte den Vorschauscan, setzte den Rahmen für die ganze Seite und klickte auf Scannen.

Als Einstellung ließ ich die Standardauflösung bei mir von 150 x 150 Pixel. In der Vorschau konnte ich noch erkennen, dass ich die Zeitschrift versehentlich verkehrt herum in den Scanner gelegt hatte, aber selbst für solche Fehler weiß FxScan Rat. Es gibt eine einfache Form der Bildbearbeitung. Als das ganze Blatt nun eingescannt war, erschien am linken oberen Rand ein kleines Bild des eingelesenen Bereiches. Ich klickte auf das Bild, um es anzuwählen.

Danach erfolgte das Auswählen des Icons, welches wie ein Farbenbrett von Malern aussieht. Das eingescannte Bild erschien ungefähr in der Mitte des Bildschirmes vier mal größer in zweifacher Ausführung: Auf der linken Seite das Original, auf der rechten Seite eine Vorschau, die sich je nach ausgewähltem Filter veränderte.

Ich nahm also aus dem Pulldownmenü unter dem Original den Punkt "Rotieren", stellte "180°" ein und schon drehte sich das Bild. Danach nur noch ein Klick auf "Einrechnen" und der Vorgang war abgeschlossen.

Screenshot

Noch eine kurze Kontrolle durch Anwählen des kleinen Monitoricons (Ansicht) und die Vorarbeit zur Texterkennung war damit erledigt.

Da das mein erster Text war und ich auch noch nichts in der Datenbank von FxScan eingegeben hatte, erwartete ich eigentlich kein gutes Ergebnis.

Nun aktivierte ich die Texterkennung durch Auswählen des Icons mit dem großen "A". An der linken Bildschirmseite erschien ein neues Iconmenü. Es bestand aus vier Symbolen: Einem Mauspfeil zum Bearbeiten, einem Rahmensymbol zum Setzen der Textboxen, einem Mülleimer und dem Wichtigsten, dem Symbol zum Starten der Erkennung.

Da das Symbol des Rahmens schon angewählt ist, kann man auch gleich mit dem Setzen der Textboxen anfangen. Ich wählte die drei Spalten Text auf dem Scan an und aktivierte danach die Texterkennung.

Es erschien ein Prozessfenster, welches den Fortschritt bei der Arbeit anzeigte. Nun, ich muß sagen, das Ganze funktionierte auch ziemlich schnell, ich würde aber mindestens zu einem 68040/40 raten. Alles das auf PPC wäre wirklich gut, ich habe leider keinen.

Als die Bearbeitung fertig war, öffnete sich ein Fenster, in dem man die Wörter, die FxScan nicht erkannt hatte, nachbearbeiten konnte. Oben stand der Ausschnitt des Scans, darunter zeigte FxScan, wie es das Wort sieht, als unterstes erschien das Korrekturfeld.

Screenshot

Die Nachbearbeitung per Hand mit dem Korrekturfenster in FxScan dauerte für die DIN-A4-Seite ca. 40 Minuten, wobei ich immer überlegt habe, ob ich das Wort auch der Datenbank des Programms zum Lernen übermitteln sollte.

Danach kann man den Text im ASCII-Format speichern.

Ich öffnete Amigawriter, das ich gleich mitbestellt hatte, legte drei Textboxen für die Spalten in dem neuen Projekt an und lud dann das neue File.

Der ASCII-Text wurde korrekt übernommen und eingeladen. Danach ging die Rechtschreibprüfung drüber und nach weiteren ca. 30 Minuten war das Dokument fertig.

Nun kann man sicher sagen, das Dokument hätte man in der Zeit auch mit der Hand getippt! Stimmt wahrscheinlich, man sollte aber bedenken, dass die Datenbank des Programms wirklich noch am Anfang ist, Fehler bestehen hauptsächlich in der Verwechslung der einander ähnlichen Buchstaben "l = f", "I = t" usw. Aber ich glaube, die Fehler werden wohl nach einer gewissen Lernphase auch verschwinden.

Als Abschluß möchte ich sagen:

Die Auswahl ohne normales Menü nur mit den Icons ist ein wenig gewöhnungsbedürftigt. Allerdings erscheint ein Hilfetext, wenn man den Mauspfeil ein paar Sekunden nicht bewegt.

Im Großen und Ganzen ist das Programm wirklich zu empfehlen und für 69.-DM nicht zu teuer.

Testsystem: A4000/060, 118 Mb Fastram, Picasso IV usw.

Andreas Volkmann <Andreas-V@t-online.de>

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