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9. Das Voreinstellungen-Menü Alle in diesem Kapitel beschriebenen Funktionen dienen zur Veränderung der Programm- und Umgebungsparameter (-einstellungen). Erstere betreffen das gesamte Programm, letztere können für jedes der beiden Bilder unterschiedlich sein (Abschnitt "4.8"). 9.1 Voreinstellungen laden Die meisten Einstellungen von Personal Paint lassen sich in einer Datei abspeichern. Dazu gehören solche, die in anderen Menüs oder Dialogfenstern ausgewählt worden sind (Druckoptionen, Bildschirm- und Bildgröße, usw.) Zum Laden der gewünschten Datei wird das schon in Abschnitt "3.4" behandelte Standard-Dateiauswahlfenster verwendet. Standardmäßig werden Parameter im Verzeichnis "PPaint_Prefs" des logischen Gerätes "PPaint:" gespeichert. Wie schon in den Abschnitten "1.14" und "4.8" beschrieben, verfügt Personal Paint über zwei unabhängige Umgebungen, von denen jede eine eigene Gruppe von (meist bildspezifischen) Einstellungen besitzt. Im Gegensatz dazu werden die Programmeinstellungen für beide Umgebungen verwendet. Wenn also eine Parameterdatei geladen wird, beeinflußt diese die in beiden Umgebungen verwendeten Programmeinstellungen, aber nur die Umgebungseinstellungen der aktuellen Umgebung. Wenn in einer einzigen Parameterdatei einige Umgebungseinstellungen vorhanden sind, die in beiden Umgebungen benutzt werden sollen, so muß diese Datei zweimal (einmal für jede Umgebung) geladen werden. Grundeinstellungen für die beiden Umgebungen befinden sich in den Dateien "Startup_1.Set", "Startup_2.Set" und "Startup_A.Set" im Verzeichnis "PPaint:PPaint_Prefs". Beim Programmstart versucht Personal Paint automatisch, diese Dateien zu laden. Die Datei "Startup_A.Set" wird grundsätzlich bei der Diskkonfiguration (Abschnitt "1.12") angelegt und enthält einige Programmeinstellungen. Eine Parameterdatei kann Einstellungen für die Benutzeroberfläche, für Seiten- und Druckerdaten eines bestimmten Druckertyps, für den Bildschirmmodus oder auch lediglich einen Verweis auf eine bestimmte Palette enthalten (wenn in einer der "Startup"-Dateien eine Palette enthalten ist, wird diese zur Standardpalette gemacht). Bei Personal Paint ist die Anzahl der in einer Parameterdatei enthaltenen Einstellungen weder nach oben noch nach unten begrenzt. Wenn die geladene Datei nur einige Zuweisungen enthält, werden nur die dadurch betroffenen Einstellungen modifiziert. Andere Programm- oder Umgebungsparameter bleiben unverändert. Es ist häufig sinnvoll, nur einen ausgewählten Teil der in einer Parameterdatei enthaltenen Einstellungen zu verwenden. Wenn eine Datei z. B. Definitionen für Bildfarben, Lautstärke, Seitenlayout und Bildbearbeitungsfunktionen enthält, aber nur die letzten beiden geladen werden sollen, müssen die Parameter zunächst einmal "gefiltert" werden. Nachdem die Datei über das Dateiauswahlfenster angewählt und geladen wurde, erscheint aus diesem Grunde ein zweites Dialogfenster, in dem die gewünschten Parameter ausgewählt oder gelöscht werden können. Das Dialogfenster enthält eine normale Dateiliste, in der alle Zeilen der geladenen Datei aufgeführt sind. Ein Häkchen vor jeder Zeile zeigt an, ob diese (und die in ihr enthaltenen Parameter) aktiviert werden sollen oder nicht. Die Parameter in Zeilen, denen ein Häkchen voransteht, werden verändert. Durch wiederholtes Anklicken des Häkchensymbols wird dieses ein- oder ausgeschaltet. Die Symbole mit der Aufschrift "Alle" und "Keine" können zur Aktivierung/Deaktivierung aller Parameter auf einmal benutzt werden. Es werden nur diejenigen Parameter gelesen, die in einer Zeile stehen, der ein Häkchen vorangestellt ist; alle anderen Einstellungen werden ignoriert. Dies erlaubt, nur ausgewählte Einstellungen einer Datei zu laden, ohne dabei zwangsläufig andere zu beeinflussen. Eine Parameterdatei darf sowohl Leerzeilen als auch Kommentarzeilen (mit vorangestelltem Semikolon ";") enthalten. Diese werden vom Programm grundsätzlich ignoriert. Wenn beim Laden der gewünschten Parameterdatei ein Fehler auftreten sollte oder das Anwenden der neuen Einstellungen aus bestimmten Gründen nicht möglich ist (z. B. nicht genug Chip RAM für die gewünschte Bildschirmauflösung), so werden alle Parameter ignoriert und es wird stattdessen eine Fehlermeldung ausgegeben. Syntaxfehler sind bei einer von Personal Paint erstellten Datei eher unwahrscheinlich, können aber bei von Hand erstellten Dateien durchaus vorkommen. Die möglichen Fehlermeldungen erläutert Anhang "A". 9.2 Voreinstellungen speichern Hierbei handelt es sich um das Gegenteil von "Voreinstellungen laden". Die Einstellungen für Programm und aktuelle Umgebung können in einer Datei gespeichert und bei Bedarf später wieder geladen werden. Zunächst wird ein Dateiauswahlfenster angezeigt, das der Auswahl der zu speichernden Parameter dient. Standardmäßig sind in der Datei alle Programm- und Umgebungseinstellungen enthalten. Wie in Abschnitt "9.1" erläutert, können die Häkchensymbole auf der linken Seite durch einen Mausklick auf die Zeile ein- oder ausgeschaltet werden. Es werden nur diejenigen Parameter in die Datei geschrieben, die mit einem Häkchen versehen sind. Grundsätzlich gilt: Alle Einstellungen, die für den Zweck der zu speichernden Parameterdatei keine Bedeutung haben, sind zu deaktivieren. So sollte eine Datei, die hauptsächlich zum Laden von interessanten Bildbearbeitungsfunktionen dient, beispielsweise keine zusätzlichen Drucker-, oder Audioeinstellungen enthalten. Dies erleichtert die spätere Verwendung dieser Dateien für andere Projekte beträchtlich. Bei der Erstellung einer "Startup"-Datei genügt es, nur eine der beiden Dateien mit den Programmeinstellungen zu versehen (normalerweise "Startup_1"). Beim Laden von Personal Paint werden die Startdateien (soweit vorhanden) in dieser Reihenfolge gelesen: "Startup_A", "Startup_2" und "Startup_1". Sollte es einmal vorkommen, daß eine Einstellung zweimal (unterschiedlich) definiert ist, wird die zuletzt gelesene übernommen. Wo und unter welchem Namen die Datei abgespeichert werden soll, wird mit dem Standard-Dateiauswahlfenster (Abschnitt "3.4") bestimmt. Wie in Abschnitt "9.9.4" bemerkt, kann eine Fehlermeldung ausgegeben werden, wenn mit der neuen Datei eine alte gleichen Namens überschrieben würde. Eine Parameterdatei liegt grundsätzlich im normalen ASCII-Format vor. Wenn Personal Paint eine solche Datei abspeichert, wird - der besseren Lesbarkeit halber - nur eine Mindestanzahl von Kommentaren, Leerzeichen und Leerzeilen verwendet. Kommentare, zusätzliche Leerzeichen und Leerzeilen werden entfernt, wenn eine Parameterdatei mit Personal Paint geladen und später wieder gespeichert wird, die mit einer Textverarbeitung oder einem Texteditor erstellt wurde. Kleinbuchstaben in Variablennamen werden in Großbuchstaben umgewandelt. Bei der manuellen Erstellung einer Parameterdatei sind einige Syntaxregeln zu beachten. So muß jede Datei mit der Zeile "PPAINT SETTINGS" beginnen. Optionalen Kommentaren von maximal einer Zeile Länge muß ein Semikolon voranstehen. Als Trennzeichen sind sowohl horizontale Tabulatorzeichen als auch Leerzeichen (ASCII Dezimalcodes 9 und 32) erlaubt. Nützliche Informationen sind sowohl in den vorhandenen Parameterdateien als auch in Anhang "C" zu finden. 9.3 Speicherverwaltung Wenn Ihr Rechner mit einer unbegrenzten Speichermenge ausgestattet wäre, würde dieses Dialogfenster vermutlich seine Existenzberechtigung verlieren. Tatsache ist jedoch, daß RAM ein wertvolles Gut darstellt, dessen optimale Nutzung häufig zu Kompromissen zwingt. In diesem Dialogfenster läßt sich Personal Paint den unterschiedlichen Konfigurationen und Erfordernissen des Benutzers anpassen. 9.3.1 Virtueller Speicher Das Einstellfenster für den virtuellen Speicher erreichen Sie über das "Voreinstellungen"-Menü. Hier läßt sich einstellen, ob virtueller Speicher im RAM und/oder auf Disk verwendet erzeugt werden soll und wieviel Speicher Personal Paint auf den betreffenden Laufwerken in jedem Fall noch freilassen soll. Beachten Sie, daß die voreingestellten Werte im Normalfall nicht verändert werden müssen. Außerdem ist es eine sinnvolle Gewohnheit, Laufwerke nicht bis zum letzten Bit mit virtuellem Speicher zu beschreiben. Für virtuellen Speicher stehen zwei Laufwerkstypen zur Verfügung: RAM und Disk (d. h. Fest- oder Wechselplatte). Das RAM ist üblicherweise erheblich schneller (aber knapper bemessen), während besonders die schnelleren Festplattentypen einen guten Kompromiß zwischen Speicherplatz und Geschwindigkeit darstellen. Selbst ein virtueller Speicher auf Diskette hat jedoch seine Berechtigung: Jede Operation, die zwangsweise auf virtuellen Speicher angewiesen ist, würde ohne dessen Vorhandensein unweigerlich fehlschlagen. Es ist daher gut, daß diese Funktion immer vorhanden ist - selbst bei kleinen Systemen. Personal Paint versucht zunächst immer, das vorhandene RAM auszunutzen. Obwohl der RAM-Speicherpfad (und das Laufwerk, z. B. "RAM", "RAD" oder "VD0") benutzerdefinierbar sind, geht das Programm davon aus, daß Fast RAM zur Verfügung steht; in verschiedenen Fällen ist dies auch unbedingt erforderlich, allerdings hängt das exakte Verhalten vom verwendeten RAM-Laufwerk ab: "RAM" erfordert Fast RAM, "RAD" dagegen nicht (da dessen Größe nicht, wie bei anderen Laufwerken, dynamisch ist). Andernfalls wird der virtuelle Speicher auf Disk erzeugt. Virtueller Speicher wird immer nur dann verwendet, wenn "Speicherknappheit" auftritt. In einem solchen Fall wird ein "Aufräumprozeß" gestartet, um nur die aktuellsten Daten im Chip RAM zu halten und die weniger oft benötigten auf Disk auszulagern (sofern diese im Fast RAM keinen Platz mehr finden). Sobald ein im virtuellen Speicher abgelegtes Objekt dann wieder benötigt wird, lagert Personal Paint es wieder ins Chip RAM aus. Personal Paint speichert Elemente im virtuellen Speicher in speziellen Dateien, die gelöscht werden, sobald sie nicht mehr benötigt werden oder wenn das Programm verlassen wird. Diese Dateien werden durch das Suffix ".vmem" gekennzeichnet. Sollte der Rechner einmal aus irgendeinem Grunde neu gestartet werden, während Personal Paint noch läuft (z. B. wegen eines Stromausfalls oder Absturzes), werden diese Dateien beim nächsten Programmstart gelöscht. Solche Speicherdateien können durchaus nur sehr klein sein, aber auch problemlos eine Größe von mehreren hundert Kbyte oder Mbyte erreichen (wenn dies nicht der Fall wäre, hätte virtueller Speicher ja ohnehin kaum eine Berechtigung). Bei der Auswahl des Speichergerätes für den virtuellen Speicher geht Personal Paint davon aus, daß RAM immer schneller ist als irgendeine Disk im System und virtueller Speicher nicht für Objekte benutzt wird, die erneut verwendet werden sollen (zumindest werden diese Objekte bevorzugt im RAM statt auf Disk abgelegt). Zusammenfassend läßt sich sagen, daß das Programm versucht, die kombinierte Verwendung aller Ressourcen des Systems zu optimieren, um auf die häufiger benutzten Objekte möglichst schnell zugreifen zu können. Obwohl virtueller Speicher besonders zur Senkung des Chip RAM-Verbrauchs dienen kann, verarbeitet er auch die normalerweise im Fast RAM gespeicherten Objekte (z. B. Einzelbilder einer Animation, die vor oder hinter dem aktuellen liegen). So befindet sich auch der Undo-Puffer des Storyboards im virtuellen Speicher; daraus folgt, daß bei ausgeschaltetem oder zu geringem virtuellen Speicher eine Veränderung am Storyboard nicht widerrufen werden kann. Grundsätzlich gilt, daß der Computer mit virtuellem Festplattenspeicher nicht so "frei atmet" wie mit virtuellem Speicher im Fast RAM. Daher ist es außer in Fällen, in denen die Festplatte fast immer ganz voll ist und trotzdem noch von Zeit zu Zeit große Dateien verarbeitet werden müssen, meist sinnvoll, im RAM mehr Speicher zuzuweisen als auf der Festplatte. Bei einem bezüglich seiner Geschwindigkeit stark Ram-abhängigen Multiaskingsystem wie dem Amiga kann es oft sinnvoller sein, RAM freizugeben, als freien Speicher auf der Festplatte zu schaffen. 9.3.2 Undo-Stufen Der Puffer für die einzelnen Undo-Stufen zeichnet alle Veränderungen auf, die am aktuellen Bild und an dessen Farbpalette vorgenommen worden sind. Obwohl Personal Paint dabei recht "intelligent" vorgeht, kann dieser Vorgang sehr viel Speicher benötigen. Darüber hinaus besteht normalerweise auch keine Notwendigkeit, übermäßig weit zurückliegende Arbeitsschritte zu speichern. Die maximale Anzahl von zu speichernden Veränderungen und die maximal für den Undo-Puffer verfügbare Speichermenge lassen sich mit Hilfe zweier Programmparameter einstellen. Sobald die festgelegten Grenzen überschritten werden, löscht Personal Paint die am weitesten zurückliegenden Zustände. Unabhängig von diesen Einstellungen versucht Personal Paint grundsätzlich, zumindest die letzte Undo-/Redo-Aktion zu speichern. 9.3.3 Schließen des Workbench-Bildschirms In bestimmten extrem speicherkritischen Situationen versucht Personal Paint möglicherweise, den Workbench-Bildschirm zu schließen, um dringend benötigten RAM-Speicher freizumachen (Chip oder Fast, abhängig von den Speichererfordernissen und dem aktuellen Anzeigetyp). Obwohl normalerweise nichts gegen dieses Verfahren spricht, kann Personal Paint so programmiert werden, daß der Workbench-Bildschirm nicht automatisch geschlossen wird. Einmal geschlossen, läßt sich der Workbench-Bildschirm jederzeit manuell wieder öffnen (Abschnitt "9.15"). Darüber hinaus wird er automatisch wieder geöffnet, sobald Personal Paint verlassen wird. 9.4 Schlüssel ändern Die Bedeutung und Verwendung des Verschlüsselungswertes in bezug auf das Laden und Speichern von Bildern sind in den Abschnitten "4.1" und "4.2" beschrieben. Dieses Dialogfenter dient zum Einstellen und Verändern des Verschlüsselungswertes. Der zuletzt eingetragene Schlüssel bleibt solange (verschlüsselt) gespeichert, bis ein neuer festgelegt oder Personal Paint beendet wird. Außerdem wird der Verschlüsselungswert immer dann gelöscht, wenn das Dialogfenster zum Eingeben des Wertes aufgerufen wird. Dieses Dialogfenster kann sowohl zum Eingeben eines neuen Verschlüsselungswertes als auch zum schnellen Löschen eines alten verwendet werden. In der Eingabezeile des Dialogfensters sind immer nur zwei Zeichen gleichzeitig sichtbar, was verhindert, daß eine Person schon bei flüchtigem Hinsehen den vollständigen Verschlüsselungswert ablesen kann. Außerdem werden Groß- und Kleinbuchstaben unterschiedlich behandelt (d. h. "Schlüssel" ist nicht gleich "schlüssel"). Die maximale Länge des Verschlüsselungswertes beträgt 49 Zeichen. Wenn unmittelbar nach dem Aufruf des Dialogfensters das "Weiter"- Symbol angeklickt wird, wird kein Verschlüsselungswert im Speicher des Computers abgelegt. Da kein "Abbruch"-Symbol existiert, kann ein vorher eingetragener Schlüssel nicht wiederverwendet werden. Ausnahme: Er wird erneut in die Eingabezeile eingetragen. Sobald ein Verschlüsselungswert eingetragen worden ist, erscheint ein zweites Dialogfenster, welches zur erneuten Eingabe des Wertes auffordert. Dadurch wird verhindert, daß ein Bild mit einem unerwünschten (weil unbeabsichtigt falsch geschriebenen) Verschlüsselungswert abgespeichert wird und dann später mit dem vermeintlich korrekten Wert nicht mehr geladen werden kann. Unterscheidet sich der Kontrollwert vom zuerst eingegebenen, so wird eine Fehlermeldung ausgegeben. Die Textverarbeitung Personal Write aus dem Hause Cloanto genießt unter anderem auch wegen der eingebauten Verschlüsselungsfunktion Anerkennung und wird vielerorts zum Schutz privater Informationen und wichtiger Verschlußsachen verwendet. Die Kombination der Verschlüsselungsfunktion von Personal Paint mit einem der neuen Amiga-Modelle (die durch ihre 256-Farben-Bildschirmmodi über fast fotorealistische Grafikfähigkeiten verfügen) und einem preiswerten Farbscanner kann nun den gleichen Schutz für Bilder bieten. Vertrauliche Sofortbilder, Dokumente und andere Verschlußsachen können nun nach der digitalen Verschlüsselung vernichtet oder an einem sehr sicheren Platz untergebracht werden. 9.5 Tonausgabe Die Tonausgabe von Personal Paint besteht aus den verschiedenen Tonsignalen, die bei der Auswahl unterschiedlicher Funktionen ausgegeben werden und erfolgt in Stereo. Dies bedeutet, daß alle Tonsignale auf den beiden Tonkanälen mehr oder weniger unterschiedlich dargestellt werden. Die Lautstärke von Fehler- und Aktionstonsignalen kann mit Hilfe zweier Schieberegler eingestellt werden. Die Aktionstonsignale werden ausgegeben, sobald eine Taste gedrückt oder ein Symbol, bzw. ein Menüpunkt, ausgewählt wird. Bei allen anderen Tonsignalen handelt es sich um Fehler- (oder Warn-) Signale. Die Zahl rechts vom entsprechenden Schieberegler zeigt die aktuelle Lautstärke an. Diese kann im Bereich von 0 bis 64 liegen. Standardmäßig werden Fehlertonsignale lauter ausgegeben als die übrigen Signale. Wie in den Abschnitten "1.11" ("Laden von Personal Paint") und "1.13" ("Installation von Personal Paint") erläutert, funktioniert die Tonausgabe nur dann, wenn Personal Paint das Modul "CloantoAudio" aktivieren konnte. Wenn die Option für die akustischen Rückmeldungen nicht aktiviert wurde und kein anderes Programm das Audiomodul benutzt, verbraucht "CloantoAudio" kein RAM. 9.6 Koordinaten Mit Hilfe dieser Optionen wird die Anzeige der Mauszeigerkoordinaten in der Titelleiste aktiviert. Der Ursprung (entweder 0:0 oder 1:1, abhängig vom gewählten Untermenüpunkt) liegt immer in der linken oberen Bildschirmecke. Absolute Koordinaten (d. h. "normale" Werte, von der linken oberen Bildschirmecke aus betrachtet) sind durch einen doppelten Pfeil gekennzeichnet, wohingegen relativen ein einfacher Pfeil vorangestellt ist. Dieser gibt außerdem die Richtung des Zeigers vom Ursprung aus (z. B. bei der Definition eines Pinsel) an. Jede der beiden Umgebungen kann mit eigenen Koordinateneinstellungen versehen werden. 9.7 Farbenreduzierung Unter diesen Begriff versteht man einen Vorgang, bei dem ein Bild in ein zweites verwandelt wird, welches über eine Palette mit weniger Farben verfügt. Dazu muß entschieden werden, wie die Farben des Originals am besten mit der neuen Palette darzustellen sind. Durch die Neuverteilung von Farben mit Hilfe von Verfahren wie Rasterung und Fehlerverteilung (Abschnitt "9.8") kann in vielen Fällen die Standardpalette von Personal Paint zur Nachbildung der Originalfarben eingesetzt werden. Trotzdem werden durch geschickte Auswahl von Farben der Originalpalette meist bessere Ergebnisse erzielt. Die zur Verfügung stehenden Optionen werden in den folgenden Unterabschnitten erläutert. Nach der Auswahl der neuen Farben kann das Erscheinungsbild des farbenreduzierten Bildes durch ein passendes Verfahren zur Farbneuverteilung (Abschnitt "9.8") vielfach noch verbessert werden. Kompatibilität von Farbpaletten, Farbenreduzierung und Farbneuverteilung bei Amiga-Modellen mit Advanced Architecture- (AA-) Chipset werden in Abschnitt "11.4" diskutiert. 9.7.1 Quantitativ Bei der Entscheidung, welche Farben der Originalpalette auch für das neue Bild verwendet werden sollten, wird bei diesem Farbauswahlverfahren denjenigen Farben der Vorzug gegeben, die am häufigsten vorkommen. Dazu wird eine neue Palette erstellt, die ausschließlich die im Originalbild am meisten vorkommenden Farben enthält, d. h. die neuen Farben sind eine Untergruppe der Originalfarben. Dieses Verfahren eignet sich besonders für Bilder, die viele verschiedene Schattierungen der gleichen Farbe besitzen (Abschnitt "8.1.3.2"), wie Graustufenbilder oder solche, die auf einer Rasterung zweier Farben basieren (wie es z. B. bei vielen Banknoten der Fall ist). 9.7.2 Qualitativ Die qualitative Methode zur Farbenreduzierung legt mehr Gewicht auf diejenigen Farben, für die in der Palette kein ähnlicher Farbton vorhanden ist (und die daher unter Verwendung anderer Farben nur ungenügend darstellbar wären). Dieses Verfahren versucht, die Farbenvielfalt zu erhalten, dabei aber den Verlust von Farbtoninformationen zu begrenzen. Die Anwendung dieses Verfahrens kann die Erzeugung verschiedener, vorher noch nicht vorhandener Farbtöne zur Folge haben, die das Ergebnis eines Mischvorgangs mehrer Farben der Originalfarbe in eine Zielfarbe sind. Die qualitative Methode eignet sich besonders für Bilder mit vielen unterschiedlichen Farben, wie digitalisierte Fotos oder Computergrafiken. 9.8 Farbneuberechnung Hierbei handelt es sich um einen Prozeß, der bei der Berechnung eines farbigen Bereiches in einer neuen Umgebung (in der die Originalfarbe evtl. fehlt) stattfindet. Die einfachste Lösung wäre in diesem Fall, die der Originalfarbe am nächsten liegende Farbe zu benutzen. Andere Techniken kombinieren die vorhandenen Farben auf verschiedene Arten, um die Originalfarben nachzubilden. Das Programm kann nach einer Farbenreduzierung automatisch eine Farbneuberechnung durchführen, wenn ein Bild geladen oder farbenreduziert wird. Dabei wird die vom Farbenreduzierungsalgorithmus erzeugte Palette durch das Verfahren zur Farbneuberechnung nicht beeinflußt. Daraus folgt, daß das gleiche Bild, auch wenn es mit Hilfe verschiedener Methoden neu berechnet wurde, immer die gleiche Farbpalette besitzt. Dies kann sich besonders dann als nützlich erweisen, wenn verschiedene Bilder mit der gleichen Ausgangspalette (aber evtl. auf verschiedene Art und Weise neu berechnet) auf der gleichen Seite kombiniert werden sollen. 9.8.1 Einfach Dies ist das einfachste (und schnellste) Verfahren zur Neuberechnung. Dort, wo in der neuen Umgebung keine Farbe zur Repräsentation einer alten vorhanden ist, wird die nächstliegende, existierende Farbe verwendet. Die vorhandenen Bildpunkte werden lediglich mit einer anderen Farbe versehen (wenn nötig). Die Anordnung der Bildpunkte wird nicht verändert, auch wenn dadurch Punkte verlorengehen sollten (was der Fall ist, wenn nebeneinanderliegende Bildpunkte, die ursprünglich verschiedene Farben besaßen, nach der Neuberechnung die gleiche Farbe haben). Diese Methode eignet sich hervorragend zur Betrachtung von 256-Farben-Bildern auf Systemen, die eine so große Anzahl von Farben nicht gleichzeitig darstellen können. Betrachtet man dieses Verfahren unter dem Aspekt der Qualität, so kann es z. B. dazu eingesetzt werden, ohnehin schon "künstliche" Farben (wie bei Balkendiagrammen, Histogrammen, usw.) neu zu berechnen. 9.8.2 Dithering Diese Option arbeit fast genauso schnell wie eine einfache Farbneuberechnung, erzielt aber Ergebnisse, die fast an die Qualität von Floyd-Steinberg heranreichen. Der Begriff des Dithering weist auf ein Verfahren hin, bei dem bestimmte Farben (z. B. Orange) durch ein Mischraster aus anderen Farben (z. B. Rot und Gelb) ersetzt werden. Eine Einführung zum Thema Dithering und Drucken enthält Abschnitt "4.3.2.1". Dieses Verfahren eignet sich besonders zur Neuberechnung von Bildern, die größere Bereiche der gleichen Farbe und einfache Farb- oder Grauübergänge enthalten. Da das menschliche Auge sehr gute Fähigkeiten zur Erkennung gleichmäßiger Punktraster besitzt, sieht das Bild aus einige Entfernung subjektiv besser aus. Da regelmäßige Punktraster verwendet werden, lassen sich mit dieser Option bearbeitete Bilder beim Abspeichern in den gängigsten Dateiformaten sehr gut komprimieren. 9.8.3 Floyd-Steinberg Beim sog. Floyd-Steinberg-Verfahren handelt es sich um ein leistungsfähigeres Verfahren zur Rasterung, welches qualitativ hochwertigere Ergebnisse liefert. Dabei werden bestimmte Techniken zur Fehlerverteilung angewendet, bei denen Bildpunkte unterschiedlicher Farben so angeordnet werden, daß das menschliche Auge kein erkennbares Raster wahrnimmt. Floyd-Steinberg kann üblicherweise mehr Farben und weichere Übergänge darstellen als andere Methoden zur Neuberechnung von Farben. Leider schlägt sich dies häufig in einer stark verlängerten Rechenzeit nieder. Die Leistungsfähigkeit dieses Verfahrens läßt sich anhand eines Beispiels verdeutlichen: Es ist interessant, zu beobachten, daß ein 256-Farben-Bild (320 x 200 Bildpunkte) in hoher Auflösung (640 x 400) mit 16 Farben unter Verwendung des Floyd-Steinberg-Verfahrens häufig besser aussieht als mit 64 Farben (320 x 200) und einem anderen Neuberechnungsverfahren. 9.8.4 Beste Qualität Diese Option aktiviert eine Auswahl professioneller Methoden zur Farbneuberechnung. Diese sind zwar langsamer als die voreingestellten Werte, doch sie beruhen auf modernste Fehlerverteilungsalgorithmen, die normalerweise nur im professionellen Bereich üblich sind. Ist diese Option nicht aktiviert, kann weitere Geschwindigkeit hinzugewonnen werden, wenn die Speicherkapazität es zuläßt (bis zu 148 Kbytes können beansprucht werden). 9.9 Dateiauswahlfenster Mit dieser Gruppe von Parametern lassen sich einige Aspekte des Dateiauswahlfensters (Abschnitt "3.4") einstellen. Dabei ist jedem Parameter ein Menüunterpunkt zugeordnet, der mit der Maus aktiviert oder deaktiviert werden kann (Abschnitt "1.9.6", "Menüs"). Die einzelnen Parameter werden in den folgenden Unterabschnitten genauer beschrieben. 9.9.1 Volle Pfadlänge Dieser Parameter legt fest, ob der Inhalt der "Pfad"-Eingabezeile des Dateiauswahlfensters vom Programm verändert werden kann. Wenn diese Option eingeschaltet ist (standardmäßig ist dies der Fall), wandelt Personal Paint Gerätenamen (z. B. "df0:") in Datenträgernamen (z. B. "PPaint_2") um. Dadurch wird der Zugriff auf Dateien erleichtert, die sich auf Disks oder anderen Medien befinden, die von einem Laufwerk in ein anderes gelegt werden können. Außerdem werden logische Gerätenamen (wie "PPaint") in den gesamten Pfadnamen umgewandelt (z. B. "Work:Grafik/PPaint"), dem sie vorher zugewiesen worden sind. Dadurch wird das Auffinden einer Datei erheblich vereinfacht. Die Dateiliste des Dateiauswahlfensters kann mit Hilfe dieser Option effektiver gespeichert werden, da mehrfaches Vorkommen der gleichen Liste automatisch erkannt wird. Solange diese Option ausgeschaltet ist, wird der Inhalt der "Pfad"Eingabezeile vom Programm nicht modifiziert. Dies ist dann sinnvoll, wenn aus einem bestimmten Grund logische Gerätenamen verwendet werden, z. B. bei Verwendung einer Konfiguration, die nicht mit der vorgegebenen Installation identisch ist oder beim Speichern eines Pfades in einer Parameterdatei, die auch auf einem anderen Computer benutzt werden soll. Ein vollständiger Pfad, wie "Work:Grafik/PPaint" mag vielleicht für einen Computer korrekt sein, könnte aber auf anderen Rechnerkonfigurationen (bei denen sich Personal Paint in anderen Verzeichnissen befindet) zu unvorhergesehenen Ergebnissen führen. In einem solchen Fall sind logische Gerätenamen zu verwenden. Die Arbeit mit logischen Geräten wird in den Abschnitten "1.12" ("Umgebungsvariablen und Standardverzeichnisse"), sowie "10.1" ("AskAssign") erläutert. 9.9.2 Verzeichnisse oben Mit dieser Option wird festgelegt, ob die Verzeichnisnamen am Anfang oder am Ende der Dateiliste des Dateiauswahlfensters angezeigt werden sollen. Standardmäßig erscheinen die Dateinamen oben und die Verzeichnisnamen unten. 9.9.3 Nach Datum ordnen Dateien können entweder nach Namen (lexikografische Reihenfolge) oder nach dem Datum der letzten Änderung aufgelistet werden. Damit letztere Option korrekt funktioniert, muß die Systemuhr des Computers ständig die aktuelle Zeit anzeigen. 9.9.4 Doppelklick Wenn diese Option aktiv ist, können die in der Dateiliste aufgeführten Namen durch einen Doppelklick mit der linken Maustaste ausgewählt werden. Daraufhin verschwindet das Dateiauswahlfenster, als sei das "Weiter"-Symbol gedrückt worden. Die Geschwindigkeit, mit der der Doppelklick auszuführen ist, kann in den "Preferences" des Amiga eingestellt werden. Dieser Vorgang wird im Handbuch zum Amiga erläutert. Ist diese Option ausgeschaltet, können die Dateinamen weiterhin mit der Maus ausgewählt werden, allerdings wird ein Doppelklick nicht gesondert interpretiert. 9.9.5 Sicherheitsabfrage Dieser Parameter betrifft nur diejenigen Dateiauswahlfenster, die zur Festlegung des Namens einer abzuspeichernden Datei dienen. Sollte dieser Parameter gesetzt sein, wird ein zweites Dialogfenster angezeigt, falls die Datei schon existiert und durch die folgende Operation überschrieben würde. Das Dialogfenster enthält zwei Aktionssymbole: "Weiter" und "Abbruch". Bei Auswahl von "Abbruch" wird die Funktion abgebrochen und die Datei wird nicht geschrieben. 9.9.6 System (ASL) Im Dateiauswahlfenster-Menü haben Sie die Möglichkeit, das normale Dateiauswahlfenster von Personal Paint durch ein ASL-kompatibles (z. B. Magic File Requester) zu ersetzen. Nach dem ASL-Dateiauswahlfenster kann ein zweites Dialogfenster erscheinen, in dem Sie das voreingestellte Dateiformat beim Speichern eines Bildes festlegen können. Sofern der Bildname nicht bereits auf das Format schließen läßt, wird das hier spezifizierte Format verwendet. Folgende Suffixe werden von Personal Paint automatisch erkannt: ".c", ".png", ".iff", ".ilbm", ".lbm",".gif" und ".pcx". Ein Beispiel: Das Bild "Clown.png" würde automatisch im PNG-Format gespeichert, aber beim Sichern einer Grafik mit dem Namen "Blume.pic" oder einfach nur "Bild" würde ein Dialogfenster zur Auswahl des gewünschten Formates erscheinen. 9.10 Piktogramme Wenn Personal Paint eine Datei speichert, kann optional ein Workbenchpiktogramm (Abschnitt "1.9.5") erzeugt und mitgespeichert werden. Bei einem Piktogramm handelt es sich um ein auf der Workbench dargestelltes Symbol, welches eine bestimmte Datei grafisch repräsentiert. Mit Hilfe von Piktogrammen können die zugehörigen Dateien (oder Verzeichnisse) unter Verwendung der Maus ausgewählt, geladen, umbenannt, kopiert oder gelöscht werden. Piktogramme haben einen - wenn auch kleinen - Nachteil: Sie enthalten Grafikdaten, die ihrerseits eine geringe Menge Speicher verbrauchen. Die von Personal Paint für Bilddateien benutzten Standardpiktogramme verbrauchen weniger als 488 Bytes. Für die technisch Interessierten: Dies bedeutet, daß ein Personal Paint-Piktogramm nur einen einzigen Sektor des Amiga-Dateisystems verbraucht (auf einem Sektor des alten (OFS) Amiga-Dateisystems können 488 Bytes gespeichert werden) plus einen weiteren für den Eintrag im Inhaltsverzeichnis. Auf eine einzige 880 kbyte-Diskette passen also über 800 Piktogramme. Die Personal Paint-Piktogramme enthalten in den "Default Tool"- und "Tool Types"- Feldern zusätzliche Informationen. Sie geben z. B. bei einem Doppelklick auf das Piktogramm dem Betriebssystem an, wo das zum Erstellen verwendete Hauptprogramm zu finden ist und enthalten weitere Informationen (z. B. über das Dateiformat, die Bildgröße, usw.), die durch Auswahl des entsprechenden Piktogramms (einmal anklicken) und nachfolgendes Auswählen des Menüpunktes Information (oder auf einigen Systemen auch Info) ediert werden können. Die standardmäßig gespeicherten Informationen können durch Modifikation der im Verzeichnis "PPaint_Icons" gespeicherten Piktogramme ediert werden. 9.10.1 Nein Wenn der Speicherplatz knapp ist oder Piktogramme nie benutzt werden sollen, dient diese Option zum Abspeichern von Bildern ohne dazugehörige Piktogramme. 9.10.2 Ja (Standard) Diese Option veranlaßt Personal Paint dazu, Bilder mit den Standardpiktogrammen des Programms abzuspeichern. Dabei werden verschiedene Arten von Piktogrammsymbolen benutzt, um zwischen den einzelnen vom Programm gespeicherten Dateiarten (Bilder, Pinsel, Einstellungen, usw.) zu unterscheiden. Diese Piktogramme werden im Verzeichnis "PPaint_Icons" entsprechend den aktuellen Workbenchfarben gespeichert (1.3 oder 2.0 Farben), wo sie mit einem Programm wie z. B. IconEdit (von der Amiga-Workbench) modifiziert werden können. 9.10.3 Ja (Bild) Auch diese Funktion benutzt die Standardpiktogramme, eine Ausnahme bilden lediglich Bilder und Pinsel, bei denen als Piktogramm eine verkleinerte Darstellung des Originals erstellt wird. Dabei wird die Bildgröße verändert, falls das Bild oder der Pinsel der Größe eines normalen Piktogramms und den Anzeigeverhältnissen der Workbench angepaßt werden muß. Zur Neuberechnung der Abbildung nach dem Floyd-Steinberg-Verfahren werden die Workbenchfarben verwendet. Neuere Versionen des Amiga-Betriebssystems lassen die Spezifikation der auf der Workbench darstellbaren Anzahl von Farben zu. Diese Fähigkeit wird von Personal Paint unterstützt, was bei bis zu 256 Farben oft beeindruckende Ergebnisse liefert. Es kann jedoch folgendes Problem auftreten: Nur die ersten und die letzten vier Farben der Workbenchpalette bleiben ständig konstant. Die verbleibenden Farben können für betriebssystemspezifische Prozesse (wie die Darstellung von Bildern oder eines anderen Workbenchhintergrundes) verändert werden. Da die Fähigkeit zur Verarbeitung von 256 Farben nicht unter allen Umständen sinnvoll einzusetzen ist, werden von Personal Paint nur dann mehr als acht Workbenchfarben benutzt, wenn beim Speichern des Piktogramms (d. h. gleich, nachdem die Verlaufsanzeige beim Speichern des Bildes abgelaufen ist) gleichzeitig die <Shift>-Taste gedrückt wird. Außerdem ist zu beachten, daß die Benutzer verschiedener Amiga-Systeme häufig auch unterschiedliche Einstellungen für Workbenchfarben und Anzeigearten (z. B. Interlace/Non-Interlace) einsetzen, was dazu führen kann, daß auf dem einen System erstellte Piktogramme auf einem anderen System unterschiedlich dargestellt werden. 9.10.4 Ja (NewIcons) Diese Option ähnelt der vorgehenden (Bild), eignet sich aber für eine auf "NewIcons" basierende Workbench-Umgebung. In der NewIcons-Spezifikation ist festgelegt, wie sich Piktogramme erstellen lassen, die über mehr Farben verfügen als die der Workbench. Beachten Sie bitte, daß NewIcons nur dann auf der Workbench dargestellt werden können, wenn die entsprechenden frei verteilbaren Erweiterungsdateien installiert wurden. Standardmäßig werden im NewIcons-Format vorliegende Piktogramme von Personal Paint unter Verwendung einer normalen Palette mit 16 Farben gespeichert. Die so erzeugten Bilder zur Benutzung auf der Workbench sind für die NewIcons-Referenzpalette optimiert und besonders dann sehr effizient, wenn mehrere Piktogramme gleichzeitig angezeigt werden, da die Notwendigkeit einer Farbneuberechnung entfällt und Palettenkonflikte vermieden werden. Unter bestimmten Voraussetzungen (z. B. in Verbindung mit Workbench-Screens in 16 Mio. Farben) kann es wünschenswert sein, jedes Icon möglichst genau wie das Orginalbild und dessen Palette abzubilden. Personal Paint bietet daher die Möglichkeit, durch Gedrückthalten der <Shift>-Taste, während das Piktogramm gespeichert wird (d. h. gleich nachdem die Statusanzeige für die Speicherung des Bildes geschlossen worden ist), Piktogramme mit bis zu 256 Farben zu erzeugen. 9.10.5 Original Workbenchpiktogramme werden mit dieser Option nie erstellt. Überschreibt Personal Paint eine Datei, die bereits ein Piktogramm besitzt, wird dieses nicht modifiziert. Nur die "Tool Types"-Felder werden der neuen Version entsprechend verändert. Besonders für Formatkonvertierungen ist dies sehr hilfreich. 9.11 Sprache Die meisten Versionen von Personal Paint verfügen über die Möglichkeit, die Benutzeroberfläche in verschiedenen Sprachen darzustellen. Der Menüpunkt Sprache besitzt für jede verfügbare Sprache einen eigenen Unterpunkt. Mit dieser Option kann die Sprache für alle Menüs, Symbole und Programmtexte festgelegt werden. Die Standardsprache wird normalerweise bei der Konfiguration der Programmdiskette (Abschnitt "1.12") in der Datei "Startup_A" festgelegt. Individuelle Einstellungen in den Dateien "Startup_1" oder "Startup_2" können die Standardsprache jedoch überschreiben. Mehr zu den Texten der Benutzeroberfläche nach Auswahl eines Menüpunktes unter Sprache in Abschnitt "1.14". Wenn die Datei nach dem letzten Programmstart von Personal Paint verändert wurde, läßt sie sich erneut anwählen. Falls sich einige Texte bei einer einfachen Längenüberprüfung als zu lang herausstellen, wird eine Fehlermeldung ausgegeben. 9.12.1 Werkzeugleiste Wie auch in Abschnitt "3.1" erläutert, kann die Werkzeugleiste ausgeblendet werden, um den sichtbaren Bereich zu vergrößern. Dabei bleiben alle Werkzeuge über die ihnen zugeordneten Tastaturkurzbefehle (Anhang "B") weiterhin erreichbar. Erneutes Auswählen dieser Option blendet die Werzeugleiste wieder ein. 9.12.2 Titelleiste Ähnlich wie die Werkzeugleiste, kann auch die Titelleiste (Menüleiste) ausgeblendet werden. Die Menüs sind weiterhin erreichbar, indem der Mauszeiger über die erste Bildschirmzeile bewegt und die rechte Maustaste gedrückt wird. Wie in Abschnitt "3.2" genauer beschrieben, kann der Mauszeiger in einigen der Overscan-Bildschirmmodi nicht in den normalerweise von der Titelleiste verdeckten Bereich bewegt werden. Auch wenn der System-Mauszeiger sich scheinbar nicht in diesen Bereich verschieben läßt, werden Mausbewegungen von Personal Paint intern korrekt verarbeitet. Der pinselförmige Mauszeiger des Programms wird auch an der richtigen Position dargestellt. 9.12.3 Pull-Down-Blättersymbole Bei den herkömmlichen Amiga-Blättersymbolen (Abschnitt "1.9.4.1") werden nicht alle Optionen gleichzeitig dargestellt, vielmehr kann der Benutzer die verfügbaren Auswahlmöglichkeiten lediglich nacheinander durchschalten. Um die Blättersymbole in "richtige" Menüs zu verwandeln, die bei ihrer Aktivierung auf- oder herunterklappen, wurden Hilfsprogramme wie z. B. "CycleToMenu" entwickelt. Personal Paint ist häufig gezwungen, die zur Darstellung von Funktionselementen verwendeten Farben in bereits geöffneten Dialogfenstern zu ändern, was aber leider sowohl von den standardmäßigen Amiga-Blättersymbolen als auch von Erweiterungen wie "CycleToMenu" nicht unterstützt wird. Diese Menüoption bewirkt, daß Personal Paint Blättersymbole mit der Funktionalität von "CycletoMenu" erzeugt, d. h. es wird bei der Auswahl des Symbols mit der Maus unterhalb der angeklickten Option ein Menü mit weiteren Optionen geöffnet. Wenn Sie das kleine Feld auf der linken Seite des Blättersymbols anklicken, bleibt die (ursprüngliche) Funktion des einzelnen "Durchblätterns" erhalten. Anklicken des Textbereichs hingegen führt zum Öffnen eines Auswahlmenüs. 9.12.4 Pop-Up-Blättersymbole Pop-Up-Menüs sind den oben beschriebenen, den Blättersymbolen zugeordneten Pull-Down-Menüs recht ähnlich, werden aber im Gegensatz zu diesen nicht heruntergeklappt, sondern über dem aktuellen Auswahlpunkt zentriert geöffnet. 9.13.1 Magnetgitter Wenn die Option Magnetgitter aktiv ist, kann ein Objekt immer nur so positioniert oder in seiner Größe verändert werden, daß es an den nächstliegenden Schnittpunkten eines (gedachten) "magnetischen" Gitters ausgerichtet wird. Die genaue Einstellung dieses Gitters und der Abstand der Linien kann durch das auswählen der Magnetgitterfunktion mit der rechten Maustaste modifiziert werden. Es wird dann ein Dialogfenster dargestellt, in dem sich der gewünschte Wert (in Pixeln) einstellen läßt. Der "Abstand"-Wert dient zur Feinausrichtung des Gitters an jeder der beiden Achsen und sollte zwischen 0 und (Schrittweite -1) liegen. Auch die Eingabe einer Pixel-Position mit dem Ursprung 0:0 ist möglich, wobei die Koordinaten automatisch dem gültigen Wert angepaßt werden und diese Position dann zu einem der "magnetischen" Punkte wird. Jede der beiden Umgebungen kann über eine eigene Gittereinstellung verfügen. 9.13.2 Grafikmaske Standardmäßig wirken sich alle grafischen Operationen auch auf Bereiche außerhalb des sichtbaren Bildschirms aus. So führt z. B. das Füllen einer blauen Fläche mit weißer Farbe auch zur Einfärbung derjenigen Bereiche, die sich außerhalb des Bildschirmbereichs befinden. Wenn diese Option aktiviert ist, werden die Effekte sämtlicher Mal- und Bildbearbeitungsfunktionen auf den sichtbaren Bildschirmbereich begrenzt. 9.13.3 Farben mit Größe ändern Alle Funktionen, durch die ein Bild in seinen Ausmaßen verringert wird, können einen Verlust von Daten bewirken. Die meisten Funktionen dieser Kategorie bewirken die Größenveränderung von Pinseln und das Strecken von Bildern auf ein anderes Format. Da die Größe der Punkte, aus denen ein Bild besteht, direkt vom Ausgabegerät anhängt und daher nicht verändert werden kann, wird beim Verkleinern ihre Anzahl reduziert. So reduziert z. B. das Halbieren eines Pinsels (Abschnitt "5.11.4") die Anzahl der Bildpunkte auf etwa ein Viertel des Originalpinsels. Selbst für einen Menschen ist es in diesem Fall schwer, zu entscheiden, welche Punkte "geopfert" werden sollen. Wenn diese Option einegeschaltet ist, erfolgt die Berechnung der Bildpunkte für das Zielbild unter Berücksichtigung der "geopferten" Bildpunkte und eine Gruppe aus z. B. zwei roten und zwei gelben Punkten kann zu einem einzigen orangen Bildpunkt zusammengefaßt werden. An Grenzen zwischen zwei stark kontrastierenden Farben wird dieser Effekt auch als "Anti-Aliasing" oder "Kantenglättung" bezeichnet. Die besten Ergebnisse werden erzielt, wenn verschiedene Farben, deren Farbton (Abschnitt "8.1.3.2") dem des Originalbildes ähnelt, auch im Zielbild vorhanden sind. So können beispielsweise beim Verkleinern eines S/W-Bildes (oder von Text) sehr gute Ergebnisse erzielt werden, wenn die Palette des Zielbildes viele Graustufen enthält. Die Änderung der Größe in Abhängigkeit von der Farbanzahl stellt einen sehr viel komplexeren Vorgang dar als eine normale Größenveränderung und stellt daher auch größere Ansprüche an Rechenzeit und -leistung. 9.13.4 Fließende Bewegung Normalerweise werden Signale über Mausbewegungen, die nicht in Echtzeit verarbeitet werden können, vom Betriebssystem des Amiga ignoriert. Ist diese Option aktiv, sorgt Personal Paint dafür, daß diese Signale stattdessen gespeichert werden, um zu ermöglichen, daß Funktionen - wie z. B. diejenige zum Freihandzeichnen - die Mausbewegungen ohne Datenverlust verarbeiten können. Dies ist besonders nützlich beim Arbeiten an Bildschirmen mit hoher Auflösung. 9.13.5 Pixel 1:1 Diese Option zwingt Personal Paint, die von der Amiga Display Database angegebene Information über das Verhältnis von Höhe zu Breite nicht zu berücksichtigen und alle Malfunktionen so auszuführen, als seien die Bildpunkte exakt quadratisch (Verhältnis 1:1). Dies ist immer dann hilfreich, wenn der aktuelle Bildschirmmodus "fast quadratische" Bildpunkte verwendet, die durch das Verändern der Monitor-Einstellungen leicht angepaßt werden können. Ist diese Option aktiviert, werden Kreise, Vierecke und andere mit Personal Paint erstellte Figuren in einem Verhältnis von genau 1:1 (in Bildpunkten gemessen) erstellt, auch wenn die Amiga Display Database etwas anderes mitteilt. 9.13.6 15 kHz Video Diese Option sollte ausgeschaltet werden, wenn der mit dem Computer verbundene Monitor nicht in der Lage ist, bestimmte Videofrequenzen unterhalb von 31 kHz anzuzeigen. Zur Erläuterung: Die ersten Amiga-Modelle konnten lediglich ein 15 kHz-Videosignal liefern, welches zwar zu speziell dafür vorgesehenen Monitoren und auch Fernsehgeräten kompatibel war, aber keinen Betrieb der gängigen Computermonitore (wie z. B. für VGA, SVGA oder Mac) erlaubte. Die neueren Geräte (mit ECS- oder AGA-Grafikchipsatz) und Grafikkarten von Drittanbietern sind jedoch technisch in der Lage, auch Videomodi mit Frequenzen von 31 kHz und höher auszugeben, was einen Betrieb mit normalen Monitoren erlaubt, die dem Industriestandard entsprechen. Die dazugehörigen Bildschirmmodi lassen sich dann unter Verwendung der entsprechenden Monitordateien (siehe Abschnitt "9.4") zu der Liste verfügbarer Modi hinzuaddieren. Leider können einige der 15 kHz-Modi nicht dauerhaft deaktiviert werden, da sie bei bestimmten Amiga-Modellen bereits beim Rechnerstart durch den ROM-Code aktiviert werden. Wenn die "15 kHz" Option ausgeschaltet ist, erkennt Personal Paint diese Modi nicht als verfügbar. 9.13.7 Amiga Blitter Um bestimmte zeitkritische Vorgänge zu beschleunigen, verwendet Personal Paint standardmäßig die sog. "Blitter"-Funktionalität des im Amiga eingebauten Agnus-Chips. Die aktuelleren Amiga-Modelle verfügen jedoch teilweise über CPUs (z. B. Motorola 68060 oder PowerPC 603), deren Leistungsfähigkeit über die des eingebauten Amiga-Blitters weit hinausgeht, und es gibt mittlerweile sogar Amiga-kompatible Computer (wie den DraCo), die nicht über einen Hardware-Blitter verfügen und dessen Funktionalität lediglich durch Softwareemulation nachbilden. Die in Personal Paint zur Ausführung solch komplexer Funktionen verwendeten Prozeduren liegen als Bestandteile externer Libraries vor, von denen zwei (eine zur Verwendung des Amiga-Blitters, und eine zur Verwendung der CPU) bereits im Lieferumfang des Programms enthalten sind. Dabei ist zu beachten, daß die erstgenannte Library ausschließlich auf echten Amiga-Computern und 100% dazu kompatiblen Systemen lauffähig ist. Die zweite wurde zur Verwendung mit Amiga-kompatiblen Systemen entwickelt, bei denen der Blitter entweder fehlt oder langsamer arbeitet als die CPU. Normalerweise wird zunächst die Standard-Library verwendet. Erst, wenn diese Option ausgeschaltet wird oder Personal Paint ein System ohne Blitter ermittelt (was aus technischen Gründen nicht immer möglich ist), wird die zweite Library zur Grafikausgabe verwendet. Wie diese Option vor dem Programmstart festgelegt werden kann, wird in den Abschnitten "9.1" und "C.1" (Programmeinstellung BLITLIBS) erläutert. 9.14 Transparenz Durch die Änderung des Zustandes dieser Funktion wird die Transparenz schon vorher definierter Pinsel nicht verändert. Die Transparenzbitplane des aktuellen individuellen Pinsels kann mit der Funktion "Neue Transparenz" (Abschnitt "5.9.5") für den neuen Modus aktualisiert werden. Andere Verfahren zur Festlegung transparenter Bereiche werden in den Abschnitten "5.8.1", "5.9.6" und "5.9.7" behandelt. Pinsel, die aus einer Datei geladen werden, erhalten ihre Transparenz grundsätzlich aus der dazugehörigen Transparenzinformation im IFF-ILBM-Format. Wenn die Datei diese Daten nicht enthält, wird der aktuelle Transparenzmodus verwendet. 9.14.1 Keine Diese Option ermöglicht es, bei der Definition eines Pinsels die aktuelle Hintergrundfarbe zu ignorieren. Mit dieser Einstellung erhalten im Rechteckmodus definierte Pinsel keine Transparenz (d. h. in IFF-ILBM-Dateien ist das NO_TRANSP-Bit gesetzt), während im Freihandmodus der gesamte Bereich außerhalb der Markierung als transparent behandelt wird. 9.14.2 Hintergrund-Farbe Wenn diese Option gesetzt ist, werden beim Definieren eines individuellen Pinsels alle Bereiche in der Hintergrundfarbe als transparent markiert. 9.14.3 Umschließen Wenn die "Umschließen"-Option gesetzt ist, werden nur diejenigen Bereiche in Hintergrundfarbe als transparent markiert, die den Pinsel umgeben. Teile des Pinsels, die von anderen Farben umgeben sind, werden nicht transparent. Dies wirkt wie ein "umschließen" des Pinselobjektes. 9.15 Workbench Personal Paint erlaubt das manuelle Öffnen und Schließen des Workbenchbildschirms (der üblicherweise vom Amiga-Betriebssystem zur Darstellung von Disk-Piktogrammen, Shell- und Konsolenfenstern und von Bildschirmen anderer Programme verwendet wird). Beim Schließen eines Workbenchbildschirms mit vier Farben und einer Größe von 640 x 256 Punkten werden mehr als 40 kbyte RAM freigegeben. Wenn der verwendete Computer über weniger als 1 Mbyte Chip RAM verfügt, versucht Personal Paint automatisch, den Workbenchbildschirm zu schließen. Da der Workbenchbildschirm öffentlich ist, kann er auch von anderen Programmen benutzt werden. Dies kann beim Schließen der Workbench zu Problemen führen, da zuerst alle anderen Fenster auf der Workbench geschlossen werden müssen. Dabei werden Fenster, die zur Anzeige des Inhalts von Massenspeichern und Verzeichnissen dienen, durch die Workbench selbst geschlossen. Andere Programme (einschließlich der Amiga-Systemsoftware) müssen vor dem Schließen des Bildschirms grundsätzlich beendet werden. Wenn diese Option bei geschlossenem Workbenchbildschirm aktiviert wird, versucht Personal Paint, den Workbenchbildschirm wieder zu öffnen. Vorausgesetzt, daß genug Chip RAM zur Verfügung steht, werden dann der Bildschirm und die dazugehörigen Fenster wieder geöffnet. |
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