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Amiga-Grundbegriffe

Kapitel 1

1. Amiga-Grundbegriffe

Der Benutzer eines neuen Computers oder Programms sieht sich häufig mit völlig neuen Begriffen und Konzepten konfrontiert. Dieses Kapitel dient dazu, die grundlegenden Konzepte zu erläutern, welche die Basis für die folgenden Kapitel bilden. Außerdem werden nützliche Hinweise zur Bedienung des Amiga und zum Umgang mit evtl. auftretenden Problemen vermittelt.

Derjenige, der mit der Bedienung des Amiga bereits vertraut ist, sollte zumindest den letzten beiden Abschnitten dieses Kapitels "1.12" bis "1.14" (Konfiguration und Installation des Programms) und der Datei "PPaint.man" auf der Datendiskette einige Beachtung schenken. Das zweite Kapitel beginnt mit interessanten und nützlichen Hinweisen.

1.1 Dokumentation

Alle zur Bedienung des Programms benötigten Informationen sollten in diesem Handbuch zu finden sein. Es wurde mit Hilfe von Personal Write, einer von Cloanto entwickelten Textverarbeitung, erstellt.

Wie das Programm mit der spezifischen Umgebung des Amiga zusammenarbeitet, kann den Amiga Benutzerhandbüchern, dem Druckerhandbuch und ggf. den Anleitungen zu anderen Programmen entnommen werden.

Falls nach Fertigstellung dieses Handbuchs noch Änderungen notwendig geworden sein sollten, sind diese in der Datei "PPaint.man" auf der Datendiskette von Personal Paint enthalten (bei der Diskettenversion). Diese Datei kann entweder durch einen einfachen Doppelklick auf ihr Workbenchpiktogramm angezeigt oder mit jedem Editor oder einer Textverarbeitung geladen werden. Auch das Benutzen der im Amiga-Handbuch aufgeführten Befehle "Type" und "Ed" ist möglich.

Die CD-ROM-Ausgabe von Personal Paint enthält zusätzliche Informationen im Hauptteil der Dokumentation.

Das World Wide Web-Angebot von Cloanto (http://www.cloanto.com/amiga/) enthält Referenzinformationen und Supportmaterial für alle Amiga-Produkte von Cloanto.

1.2 Systemkonfiguration

Personal Paint funktioniert auf jedem Amiga, der über mindestens 1 Mbyte Hauptspeicher (RAM) verfügt, allerdings lassen sich viele Funktionen erst dann sinnvoll einsetzen, wenn der Rechner mindestens mit 1 Mbyte Chip RAM (Abschnitt "1.3.2") ausgestattet ist. Bei einem System mit nur 512 kbyte Chip RAM ergreift Personal Paint einige Maßnahmen zum Einsparen von Speicher (Abschnitt "1.12"). Dazu gehört z. B. das Ausschalten der Audiofunktion (wenn nicht anders angegeben), das Schließen der Workbench und eine Reduzierung der Farben des voreingestellten Bildformates. Wenn andererseits genügend freier Speicher vorhanden ist, versucht Personal Paint, das erneute Einlegen der Workbench (z. B. zum Laden eines Druckertreibers) nach dem Programmstart zu vermeiden.

Aktuellere Versionen der Amiga-Systemsoftware (z. B. Version 3) benötigen im Vergleich zu älteren Versionen mehr Speicher. Bei Systemen mit insgesamt nur 1 Mbyte RAM kann dies dazu führen, daß sich Personal Paint nicht mehr starten läßt. In diesem Fall sollten Sie bei der Installation von Personal Paint auf Festplatte oder Diskette zunächst einmal die Option "entpacken" des Installationsprogramms aktivieren, da die dekomprimierte Version des Programms zwar mehr Platz auf dem Datenträger, aber weniger RAM zum Laden erfordert. Es ist grundsätzlich sinnvoller, Rechnersysteme mit nur 1 Mbyte Hauptspeicher mit einer preiswerten Speichererweiterung aufzurüsten als mit einer aktuelleren und speicherintensiveren Systemsoftware.

1.3 Speicher

Wie die meisten Computer, verfügt auch der Amiga über einen Hauptspeicher (RAM) und periphere Massenspeicher. In den folgenden Unterabschnitten werden die Maßeinheiten für Speichergrößen, die verschiedenen Arten von Speicher und einige ausschließlich für den Amiga geltende Konzepte näher beschrieben.

1.3.1 Maßeinheiten

Die kleinste Einheit zur Beschreibung einer Speichermenge wird auch als Bit bezeichnet. Ein solches Bit kann einen von zwei möglichen Zuständen annehmen, vergleichbar mit einem einfachen Lichtschalter. Diese beiden Zustände werden üblicherweise als 0 und 1, aus und an, falsch und richtig oder auch gelöscht und gesetzt bezeichnet. Daraus ergibt sich, daß in einem Bit Informationen gespeichert werden können.

Eine Gruppierung von acht Bits wird auch ein Byte genannt. Innerhalb eines Bytes existieren 256 Möglichkeiten, die Bits anzuordnen. Ein Byte kann also 256 (2 hoch 8) verschiedene Werte speichern, die normalerweise zur Identifikation aller Buchstaben, Zahlen und Symbole eines Textes ausreichen. Ein kbyte enthält 1024 (2 hoch 10) Bytes, während ein Mbyte aus etwas mehr als 1 Million Bytes (1024x1024) besteht.

1.3.2 Wahlfreier Speicher (RAM)

Der Hauptspeicher eines Computers besteht aus elektronischen Schaltkreisen. Damit der Rechner Daten darin speichern kann, muß er eingeschaltet sein und korrekt funktionieren. Schon ein kurzer Stromausfall oder Fehlfunktion eines Programms kann zum Verlust der im RAM gespeicherten Daten führen.

Ein bestimmter Teil des Amiga RAM wird auch als Chip RAM bezeichnet. Während der Mikroprozessor auf den gesamten Hauptspeicher zugreifen kann, ist den Amiga-Spezialchips nur der Zugriff auf das Chip RAM möglich. Diese Spezialbausteine unterstützen den Mikroprozessor bei der Verarbeitung von Grafik, Ton und vielen anderen Dingen. So kann z. B. zum Öffnen eines Fensters oder Bildschirms nur das Chip RAM verwendet werden (Abschnitt "1.9.1" "Bildschirme und Fenster"), das gleiche gilt für die Anzeige eines Bildes. Aus diesem Grunde kann in einigen Fällen ein Fenster auch dann nicht geöffnet werden, wenn augenscheinlich noch genug freies RAM vorhanden ist; in diesem Fall ist nicht mehr genug Chip RAM verfügbar oder der noch freie Teil ist stark fragmentiert, d. h. in zu kleine Teile aufgespalten.

Die leistungsfähigeren Modelle der Motorola-68000-Familie (ab 68020) verfügen über einen schnelleren Rechenmodus, der sich den schnellen Zwischenspeicher des Prozessors, das sog. Cache RAM, benutzt. Bei dieser Art von Speicher handelt es sich um einen sehr schnellen (und teuren) Bereich, in den der Inhalt der am häufigsten benutzten Speicherstellen des Fast RAM kopiert wird (das Zwischenpuffern von Chip RAM ist komplizierter und langsamer). Wenn ein bestimmter Programmteil in einer engen Schleife mehrmals hintereinander ausgeführt wird (ohne dabei externen Code zu benötigen), kann dieser Teil ausschließlich aus dem Cache RAM abgearbeitet werden. Die rechenintensivsten Routinen von Personal Paint wurden so konzipiert, daß evtl. vorhandenes Cache RAM vollständig ausgenutzt wird.

Die verschiedenen Amiga-Modelle können mit unterschiedlichen Spezialchips ausgerüstet sein. Frühe Versionen von Amiga 500, 1000 oder 2000 verfügen nur über 512 kbyte Chip RAM, können aber teilweise durch den Einbau neuer Chips aufgerüstet werden. Neuere Amiga-Modelle können ein oder zwei Mbyte Chip RAM verwalten, teilweise sogar noch mehr.

Personal Paint speichert Bilder unter Verwendung von Bitmaps (oder Bitplanes), d. h. rechteckigen Ebenen von Bits.

Die Anzahl aufeinanderfolgender Bytes im Chip RAM kann wie folgt berechnet werden:

Bytes = (Breite × Höhe × Bitplanes) / 8

Die maximal verfügbare Anzahl von Farben entspricht 2 hoch (Anzahl der Bitplanes).

In Wirklichkeit wird die Anzahl von Bytes pro Linie aus Geschwindigkeitsgründen oder wegen Beschränkungen der Hardware häufig auf das nächste Vielfache von 16, 32 oder 64 aufgerundet.

Ein Beispiel: Ein über 32 Farben verfügender, 320×200 Punkte großer Bildschirm benötigt etwa 40 kbyte Speicher. Je höher der Speicherbedarf eines Bildschirms, desto höher auch die DMA- (Direct Memory Access = Direkter Speicherzugriff) Auslastung. Bildschirme, die höhere Auflösung und mehr Farben bieten, enthalten nicht nur mehr zu berechnende Daten, sondern erhöhen auch die Systemauslastung, d. h. die Spezialbausteine des Amiga benötigen für den Speicherzugriff mehr Zeit. Da aber der Mikroprozessor und die Spezialbausteine nicht gleichzeitig auf das Chip RAM zugreifen können, muß der Mikroprozessor länger warten. Aus diesem Grunde wird der Speicherbereich, auf den die Spezialbausteine nicht zugreifen können, auch Fast RAM (schnelles RAM) genannt.

Die zum Ablegen eines Bildes oder Pinsels benötigte Menge Chip RAM errechnet sich auf die gleiche Weise. Bitmaps werden auch für den Undo-Puffer und die Maskendaten verwendet (immer nur eine Bitplane).

Mehr zum Speicherverbrauch von Personal Paint und dazu, wie man den Speicherverbrauch ggf. reduziert, wird in Abschnitt "4.10.2" erläutert.

Je nach Betriebssystemversion werden Chip RAM-Blöcke entweder für jede einzelne Bitplane oder für alle Bitplanes zusammen allokiert. Letztere Lösung erlaubt schnellere Bearbeitung der Bilddaten durch den Blitter (Betriebssystemversion 3.0 und höher), kostet aber mehr zusammenhängendes Chip RAM. "Zusammenhängend" bedeutet, daß ein einziger Block aufeinanderfolgender Bytes in der benötigten Größe vorliegen muß. Daher ist die Anzeige in der Titelleiste der Workbench oft irreführend, da sie die Summe aller (d. h. auch nicht aufeinanderfolgender, fragmentierter) Blocks angibt. Für eine präzisere Angabe über verbrauchten und noch freien Speicher kann das Programm "Avail" von der Shell aus aufgerufen werden.

1.3.3 Der "Addmem"-Befehl

Einige Speichererweiterungen (dazu gehören z. B. einige alte Karten für den Amiga 1000) werden nach dem Einschalten des Gerätes vom Amiga nicht automatisch erkannt, da zum Zeitpunkt ihrer Entwicklung noch kein Standard für die Autokonfiguration von Erweiterungskarten existierte.

In den meisten Fällen ist der "Addmem"-Befehl die einzige Möglichkeit, den Computer über den zusätzlich verfügbaren Speicher zu informieren. Dazu muß der Befehl in die erste Zeile der "Startup-Sequence" aller Workbench-Disketten geschrieben werden, dies gilt auch für die Personal Paint-Programmdiskette (wenn sie als Startdiskette benutzt werden soll). Vorher muß jedoch der Befehl "Addmem" in das Verzeichnis "c" der jeweiligen Diskette kopiert werden.

Auf den "Addmem"-Befehl müssen in der "Startup-Sequence" zwei hexadezimale Zahlen (Zahlen zur Basis 16) folgen, die dem System Anfangs- und Endadresse des Speicherbereiches anzeigen. Bei einigen Karten mit einer Kapazität von 1 Mbyte lautet der Befehl z. B. "Addmem 200000 2FFFFF". Die Dokumentation zum Amiga und zu der entsprechenden Speichererweiterung enthält detailliertere Informationen zu diesem Thema.

1.3.4 Periphere Massenspeicher

Bei Geräten wie z. B. Diskettenlaufwerken, Festplatten oder Wechselplatten handelt es sich um sog. "periphere Massenspeicher". Diese sind zwar langsamer als der Hauptspeicher (RAM), allerdings bleiben die auf ihnen gespeicherten Daten auch nach dem Ausschalten des Rechners erhalten.

Amiga-Computer werden mit mindestens einem Diskettenlaufwerk ausgeliefert, das 3.5" Disketten lesen und beschreiben kann. Eine 3.5" Amiga-Diskette kann mindestens 880 kbyte Daten enthalten, d. h. daß z. B. auf einer einzigen Diskette dutzende von hochauflösenden Schriften Platz finden können. Neuere Amiga-Modelle verfügen über Diskettenlaufwerke mit mindestens der doppelten Kapazität wie die normalen Laufwerke. Andere Massenspeicher, wie z. B. Festplatten, verfügen im Vergleich zu Disketten über andere Eigenschaften bezüglich ihrer Größe und Geschwindigkeit.

Eine Disk, die entweder neu ist oder fehlerhafte oder nicht mehr benötigte Daten enthält, muß vor der Benutzung formatiert werden. Dieser Vorgang wird im Amiga-Benutzerhandbuch erläutert. Der Formatierungsvorgang löscht alle vorher auf der Disk gespeicherten Daten. Abschnitt "11.2" ("Probleme mit Datenträgern") enthält zusätzliche Hinweise zum Umgang mit Disketten.

1.3.5 Virtueller Speicher

Der Begriff "Virtueller Speicher" wird normalerweise mit der Fähigkeit eines Programms verbunden, einen über die normale Speicherkapazität im RAM hinausgehenden Speicherplatz zu nutzen. Personal Paint ist in der Lage, je nach Einstellung und Verfügbarkeit sowohl Fast RAM als auch Diskspeicherkapazität zur Speicherung von Bilddaten zu verwenden, die normalerweise im "wertvollen", weil knappen, Chip RAM gespeichert würden. Entsprechende Mengen an Fast RAM und/oder Diskspeicher vorausgesetzt, kann Personal Paint alle gerade nicht benötigten Elemente (Bilder, Animationen, Pinsel, Transparenz- und Schablonenmasken, Storyboard und Undo-Puffer für die aktuelle Umgebung und Pinsel) in einen Sekundärspeicher umkopieren. Dies geschieht jedoch nur, wenn das betreffende Element gerade nicht "aktiv" ist, d. h. es darf im aktuellen Moment nicht angezeigt oder verarbeitet werden. Trotzdem muß für den aktuellen Bildschirm, das aktuelle Bild und/oder den aktuellen Pinsel eine genügende Menge an Chip RAM verfügbar sein. Beachten Sie auch, daß bei gewissen Funktionen, wie z. B. "Farben mischen" auf eine größere Anzahl von Objekten gleichzeitig zugegriffen wird, was den Speicherverbrauch erhöht.

Das Speicherinformationsfenster (Abschnitt "4.10.2" zeigt die Menge des gerade verwendeten virtuellen Speichers und ermöglicht es, Daten manuell in den virtuellen Speicher zu verschieben.

Das Voreinstellungen-Menü bietet den Zugriff auf das Dialogfenster für die Speicherverwaltung (Abschnitt "9.3.1", welches Funktionen zum An- und Ausschalten von RAM- oder diskbasiertem virtuellem Speicher enthält.

1.4 Dateinamen und Titel

"Datei" ist ein allgemeiner Ausdruck für alles, was gespeichert werden kann: Programme, Bilder, Parameter, Text und andere Arten von Daten.

Wenn ein Bild (oder irgendeine andere Datei) zum ersten Mal gespeichert werden soll, muß ihm zuerst ein Name gegeben werden, der sog. Dateiname. Um dieses Bild dann später wieder laden zu können, muß der gleiche Name im Dateiauswahlfenster eingegeben oder aus einer Liste ausgewählt werden (Abschnitt "3.4").

Das Betriebssystem des Amiga unterscheidet nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung. Der Dateiname "Beispiel" ist auch als "bEiSpieL" gültig.

Zur Identifikation von Speichergeräten verwendet der Amiga bestimmte Abkürzungen. So wird das Gerät, welches seine Daten im Hauptspeicher ablegt, als "RAM:" bezeichnet, "DF0:" ist das eingebaute Diskettenlaufwerk, "DF1:" ist das zweite, "DF2:" und "DF3:" können zusätzlich angesteckt werden. "RAD:" und "VD0:" entsprechen physikalisch etwa dem Gerät "RAM:", können aber die Daten nach einem Warmstart (Reset) erhalten. "DH0:", "HD0:" und "JH0:" sind einige Beispiele für Namen, die häufig für Festplatten oder Partitionen von Festplatten vergeben werden. Diese Abkürzungen, oft auch als Gerätenamen bezeichnet, können (oder, in einigen Fällen, sollten) vom Benutzer nicht geändert werden. Die meisten Geräte besitzen noch einen zweiten Namen, den Datenträgernamen. Dieser kann in gewissen Grenzen frei gewählt werden. Ein Diskette kann daher entweder durch ihren Gerätenamen (z. B. "DF0:") oder durch den Datenträgernamen (z. B. "Bilder:") angesprochen werden.

Datei-, Geräte- und Datenträgernamen dürfen nicht länger als 30 Zeichen sein. Es sollten nicht mehr als 25 Zeichen verwendet werden, da das Amiga-Betriebssystem ein fünf Zeichen langes ".info"-Suffix für das Workbenchpiktogramm an den Namen anhängt.

Es ist sehr nützlich, Dateinamen mit bestimmten Suffixen zu kennzeichnen, wobei zur Trennung des Dateinamens vom Suffix selbst ein Punkt "." verwendet werden sollte. Das Suffix hilft dem Benutzer, den Inhalt einer Datei allein durch deren Namen zu erkennen. Es gibt viele gebräuchliche Standard-Suffixe: "gif" für Bilddateien im GIF-Format, "pcx" für solche im PCX-Format, "pic" ist ein allgemeines Suffix für Bilddateien, "bsh" steht für Brush (d. h. Pinsel) und "set" für Personal Paint-Dateien mit Programmvoreinstellungen (Preferences). Amiga-Suffixe sind zwar nicht auf drei Stellen begrenzt, dies hat sich jedoch als generelle Gewohnheit etabliert (und stellt eine Begrenzung bei Betriebssystemen anderer Personalcomputer dar).

1.5 Verzeichnisse

Der Inhalt eines Datenträgers kann logisch in bestimmte Teile zerlegt werden. Diese Teile werden oft "Verzeichnisse" oder "Schubladen" genannt. Personal Paint zeigt Verzeichnisse in Dateiauswahlfenstern durch "(dir)" an (Abschnitt "3.4"). In diesem Handbuch, wie auch in den offiziellen Dokumentationen von Commodore, werden die Bezeichnungen "Verzeichnis" und "Schublade" analog vewendet.

Eine Schublade ist der, die wir aus der Realwelt kennen, recht ähnlich. Sie ist ein Behälter, der sowohl Dateien als auch andere Schubladen enthalten kann.

Ein Beispiel: Man kann alle Bilder für Personal Paint auf einer oder mehreren Disketten speichern. Die Diskette kann dann Schubladen mit den Bezeichnungen "Raumfahrt", "Autos" oder "Badeanzüge" enthalten. In der Schublade "Raumfahrt" können sich wiederum weitere Schubladen mit den Namen "Sterne" und "Technik" befinden, um astronomische Untersuchungen von Raumschiffen und Astronauten zu trennen. Diejenigen Schubladen, die keine weiteren Schubladen enthalten, enthalten dann alle Bilder einer bestimmten Kategorie. Es ist möglich, verschiedene Dateien mit identischen Namen zu versehen, solange diese in unterschiedlichen Schubladen gespeichert sind.

Der "Pfad" einer Datei enthält alle notwendigen Informationen, um die Datei auf einem Datenträger zu finden und anzusprechen (z. B. "DF0:Raumfahrt/Technik/Shuttle.gif"). Das Erstellen von Schubladen sowie der Umgang mit ihrem Inhalt und die Interpretation von Pfadnamen sind im Amiga-Handbuch näher erläutert.

Einige Schubladen, wie "c", "devs", "l", "s" oder "t" sind für das Amiga-Betriebssystem reserviert und verfügen ("devs" ab Betriebssystemversion 2.1 ausgenommen) nicht über ein eigenes Workbenchpiktogramm (Abschnitt "1.9.5"). Zum Erstellen einer neuen Schublade kann die "Empty"-Schublade dupliziert, verschoben (auch in andere Schubladen) und umbenannt werden. Daher sollten in der Schublade "Empty" keine Dateien gespeichert werden. Ab Workbench 2.0 werden Verzeichnisse durch die Menüoption "new drawer", bzw. "neue Schublade", erstellt.

1.6 Sicherheitskopien

Besonders, wenn Disks wichtige Informationen enthalten, sollten davon in regelmäßigen Abständen Sicherheitskopien angefertigt werden. Das Auswerfen einer Diskette während eines Schreibvorgangs (Laufwerkslampe an) führt fast immer zum Verlust von Daten. Das gleiche gilt, wenn während eines Schreibvorgangs der Rechner ausgeschaltet wird, abstürzt oder der Strom ausfällt. Abschnitt "11.2" ("Probleme mit Datenträgern") behandelt andere Probleme und mögliche Lösungen.

Wenn der Amiga den Inhalt einer Disk nicht lesen kann, antwortet er mit einer Fehlermeldung. In diesem Fall ist eine Sicherheitskopie häufig die letzte Möglichkeit, die gewünschten Daten zurückzuholen. Ist die Disk neu oder enthält sie unleserliche Daten, so muß sie vor einer (erneuten) Verwendung zunächst initialisiert (formatiert) werden. Anleitungen zum Kopieren oder Formatieren einer Disk sind dem Handbuch zum Amiga zu entnehmen. Für einen durch "DiskCopy" eingeleiteten Kopiervorgang aller Dateien einer Diskette auf eine andere muß die Zieldiskette nicht vorher formatiert werden, da dies beim Kopieren geschieht.

Der Gebrauch von nicht systemkonformen Kopierprogrammen kann häufig Probleme bereiten, da das Amiga-Betriebssystem nicht zwischen zwei identischen Disketten unterscheiden kann. Viele Programme, die eine 1:1-Kopie von Programmdisketten herstellen, erzeugen solche identischen Disketten. Das Einlegen solcher Disks kann zu einem Systemfehler oder zum "Einfrieren" des Computers führen, daraus folgt, daß niemals zwei Disketten, die von nicht systemkonformen Programmen erzeugt wurden, gleichzeitig in den Laufwerken sein dürfen. Der Amiga-Befehl "DiskCopy" versieht die kopierten Disketten mit einer Seriennummer und einem Zeitstempel, um sie von der Quelldiskette unterscheiden zu können.

Es ist darauf zu achten, daß die Quelldiskette beim Kopieren grundsätzlich schreibgeschützt ist, da dies die einzige Möglichkeit darstellt, die Quell- von der Zieldiskette zu unterscheiden. Es handelt sich also um eine Sicherung, die vor dem unbeabsichtigten Überschreiben wertvoller Daten schützt.

Personal Paint kann mit jedem normalen Amiga-Kopierprogramm dupliziert werden. Die Bedingungen, unter denen eine Kopie erstellt werden darf, sind in der Lizenzvereinbarung ( Anlage F) enthalten, die vor der Benutzung des Programms akzeptiert werden muß. Es sollte auf keinen Fall mit den Originaldisketten des Programms herumexperimentiert, sondern stattdessen immer eine Kopie verwendet werden. Wenn dann ein Fehler mit der Kopie auftritt, kann problemlos ein neues Duplikat der Originaldiskette erstellt werden. Außerdem empfiehlt es sich nicht, irgendwelche Daten (wie z. B. Bilder oder andere Personal Paint-Dateien) auf der Programmdiskette abzuspeichern, da diese schon fast 100% voll mit Bildern, Programmen und anderen Daten sind. Der noch verbleibende Teil wird zur Speicherung von Konfigurationsdateien benötigt.

Einige Programme zum Kopieren von Disketten ändern nach dem Dupliziervorgang den Namen der Zieldiskette (z. B. der Workbenchbefehl "Duplicate"). In diesem Fall hieße die Kopie der Personal Paint Originaldiskette "Copy_of_PPaint" und das "Copy_of_" müßte (z. B. mit Hilfe des "Rename"-Befehls) gelöscht werden.

1.7 Viren

An dieser Stelle werden einige Programme beschrieben, die die normale Systemaktivität stören können. Die Aktivität dieser sog. "Viren" entspricht der ihrer biologischen Homonyme. Die Unterschiede zwischen "Viren", "Würmern" und anderen Untergruppen sollen hier nicht Gegenstand der Diskussion sein, d. h. alle Spezies werden hier als "Viren" bezeichnet. Für den Amiga (wie auch für alle anderen Mikrocomputer) existiert eine ganze Reihe von Virusprogrammen. Einige davon werden von einer infizierten Workbenchdiskette geladen, andere werden von einem scheinbar normalen Programm aktiviert (welches meist aus "dunklen" Quellen stammt).

Nicht alle Viren schädigen Programme auf dem Datenträger, vielmehr verstecken sich die meisten unerkannt im Hauptspeicher. Einige zeigen unvermittelt eine Nachricht ihres Programmierers auf dem Bildschirm an, andere dagegen speichern eine Kopie des Virusprogramms auf jeder eingelegten Diskette ab. Es gibt auch ein Programm, das urplötzlich den Bildschirm dunkel schaltet, andere Viren stören normale Laufwerks- oder Druckeroperationen. Die gefährlichsten unter ihnen können eine gesamte Festplatte verwüsten, indem z. B. an jede Datei, auf die zugegriffen wird, einige zusätzliche Bytes angehängt werden.

Trotz allem: Viele Gerüchte, die sich um das Thema Virus drehen, sind unwahr. So ist es z. B. für einen Virus nicht möglich, eine schreibgeschützte Diskette zu infizieren; auch die Register der normalen, batteriegepufferten Uhr des Amiga können einem Virus nicht als Nistplatz dienen.

Es ist zu bedenken, daß Virusprogramme nach einem Ausschalten des Rechners noch einige Sekunden im Speicher "überleben" können. Aus diesem Grund sollte der Rechner immer für mindestens 30 Sekunden ausgeschaltet bleiben, um den RAM-Inhalt vollständig zu löschen. Ein normaler Warmstart mit den Tasten <Ctrl>+<Amiga>+<Amiga> kann einen Virus nicht unschädlich machen, sondern führt in vielen Fällen erst zu dessen Aktivierung, so daß er sich auf die nächste eingelegte Workbench-Diskette kopiert. Es ist daher sicherer, die Workbenchkopie und andere Disketten, von denen nur gelesen werden soll, ständig mit dem Schreibschutz zu versehen. Außerdem sollte (wenn erlaubt und technisch möglich) von jedem Programm immer nur eine Sicherheitskopie verwendet werden. Der Computer sollte außerdem ausgeschaltet werden, nachdem "geliehene" Disketten benutzt worden sind.

Ein Virusprogramm kann nur dann Schaden anrichten, wenn es geladen worden ist. Ein sog, "Bootblockvirus" wird automatisch beim Starten des Systems aktiviert - zum Entfernen eines solchen Virustyps genügt in einigen Fällen der "Install" Befehl des Amiga-Betriebssystems.

Sowohl der "Install"-Befehl als auch einige Viren können den Kopierschutz einiger kommerzieller Programme beschädigen, was zu deren Unbrauchbarkeit führen kann. Einige Viren installieren auch einen Aufruf auf sich selbst in der Startup-Sequence.(Der Befehl "Install" des Amiga-Betriebssystems ist nicht mit der in Abschnitt "1.13.1" beschriebenen Install-Sequenz von Personal Paint zu verwechseln.)

Auch einige zunächst normal erscheinende Programme, wie der "dir" Befehl des Betriebssystems, können einen Virus in sich bergen; überhaupt werden die meisten Viren über den Weg des illegalen Kopierens kommerzieller Programme verbreitet. Nur ein einziger Virus in der Werkstatt eines Raubkopierers kann eine riesige Kettenreaktion auslösen.

Sog. "Linkviren" verbergen sich in normalen Programmdateien und verbleiben dort so lange unerkannt, bis das entsprechende Programm aufgerufen wird. Viele Viren ersetzen Amiga-Systemfunktionen durch ihre eigenen, die häufig zunächst einmal völlig normal arbeiten, bis irgendein bestimmtes Ereignis die programmierte Virusaktivität auslöst.

Zur Erkennung und Vernichtung von Viren im Hauptspeicher und auf Datenträgern existieren nicht nur diverse kommerzielle, sondern auch viele kostenlose "Public Domain-", "Shareware-" und "Freeware-" Programme, wie "BootX" oder "VT", die im übrigen regelmäßig aktualisiert werden.

Einige residente (d. h. nach einem Warmstart noch aktive) "Antivirus"-Programme sind richtigen Viren sehr ähnlich und können sogar einen richtigen Virus beherbergen. Da kein Programm feststellen kann, ob ein solches Programm "gute" oder "böse" Absichten hat (besonders, wenn es sich reproduziert und verhält wie ein Virus), werden solche Virenbekämpfungsprogramme häufig als bösartige Viren erkannt.

1.8 Systemfehler

Wie die allermeisten anderen derart komplexen Programme, ist auch das Betriebssystem des Amiga nicht ohne Fehler. Unter gewissen Umständen, so z. B., wenn der Speicher knapp wird, können unerwartete Situationen auftreten, die im Extremfall zu einer "Software Error" Meldung führen (die bei älteren Versionen des Betriebssystems in einer "Guru Meditation" endete).

Die hier beschriebenen Fehler können u. U. auch bei bestimmten Programmen oder bei Kombinationen verschiedener, gleichzeitig laufender Programme auftreten. Jede Version von Personal Paint wurde vor der Freigabe monatelang harten Tests unterzogen, aber trotzdem kann nicht ausgeschlossen werden, daß ein Systemfehler oder ein anderes Programm zum Absturz des Programms führt.

Falls einmal eine "Software Error"-Meldung auftreten sollte, sind zuerst alle Daten zu sichern, die bei einem Verlust des RAM-Inhaltes verloren gehen könnten. Es ist daher sehr gefährlich, bei dem Auftreten dieser Meldung mit "Cancel" sofort einen Neustart auszulösen.

Nachdem alle Daten gesichert worden sind, sollten alle Programme (soweit möglich) ordnungsgemäß verlassen werden. Dann sind alle Disks aus den Laufwerken zu entnehmen und der Rechner ist auszuschalten. Dies stellt sicher, daß ein evtl. im Speicher befindlicher Virus gelöscht wird.

Einige Amiga-Programme verfügen nicht über Vorder/Hintergrundsymbole in der Titelleiste. Trotzdem kann es in einigen Fällen notwendig werden, auch dann einen anderen Bildschirm anzuzeigen, wenn diese Programme gerade einen Bilschirm geöffnet haben. Der Workbenchbildschirm wird durch Drücken der Tastenkombination +<n> nach vorn geholt. Ab Version 2.0 des Betriebssystems können alle verfügbaren Bildschirme mit +<m> durchgeschaltet werden. Personal Paint läßt sich nach vorn holen, indem bei gedrückter <Shift>-Taste eine Diskette ausgeworfen wird. Andere Cloanto-Programme verwenden dazu die <Help>-Taste.

Wenn der Speicher knapp zu werden droht, wird anstelle eines Dialogfensters in einigen Fällen eine Alarmmeldung ausgegeben. Bei Betriebssystemversionen bis 1.3 ist die Farbe dieser Meldung rot, ab Version 2.0 wird sie in anderen Farben (grün, orange, usw.) angezeigt. Rot ist für die problematischere "Guru Meditation" reserviert (dieser witzige Name wurde bei neueren Versionen des Betriebssystems ebenfalls geändert). Wenn Personal Paint nicht genug Speicher zum Öffnen eines Dialogfensters vorfindet, wird eine entsprechende Meldung ausgegeben. Evtl. werden auch andere Programme abgebrochen oder Fenster geschlossen, um Speicher freizugeben. Alarmmeldungen können durch Drücken einer beliebigen Maustaste abgebrochen werden.

1.9. Die Benutzeroberfläche

Der physikalische, sensorische und intellektuelle Raum zwischen Computer und Benutzer wird auch als "Benutzeroberfläche" oder "User Interface" bezeichnet. Diese kann einen unerfahrenen Computeruser erschrecken oder begeistern, frustrieren oder motivieren.

Die Benutzeroberfläche des Amiga verfügt über Grafiken, Menüs, Dialogfenster, Symbole, eine Tastatur und die Maus, um die Bedienung der Maschine so intuitiv wie möglich zu gestalten. Ziel bei der Entwicklung von Personal Paint war es, dem malenden oder bildverarbeitenden Benutzer eine Umgebung zur Verfügung zu stellen, die so vollständig und bedienungsfreundlich wie nur irgend möglich sein sollte. Die Feinarbeit an der Benutzeroberfläche wurde durch eine ungewöhnlich große Testergruppe und eine Vielzahl von Untersuchungen und Befragungen möglich.

1.9.1 Bildschirme und Fenster

Die Anzeige des Computerbildes enthält einen oder mehrere Bildschirme der gerade laufenden Programme. Jeder Bildschirm kann verschiedene Fenster enthalten (die auch überlappen können), sowie Dialogfenster und Symbole. Jeder Bildschirm kann über eine eigene Auflösung und Farbanzahl verfügen.

Beim Öffnen seiner eigenen Bildschirme paßt sich Personal Paint der grafischen Umgebung an. Das Programm greift dazu auf die Display Database des Amiga zu, um die zur Verfügung stehenden Bildschirmmodi, deren Größe und deren Farbanzahl abzufragen. Bei Systemen, die nicht über die Display Database verfügen (vor Version 2.0), werden andere Verfahren angewendet.

Beim ersten Öffnen des Bildschirms werden eine voreingestellte Auflösung und Farbanzahl benutzt. Diese lassen sich entweder manuell oder durch das Laden eines Bildes modifizieren. Auch die voreingestellten Werte des Programms lassen sich verändern (Abschnitt "1.14" und Anhang "C"). Das Format des angezeigten Bildes muß nicht zwangsläufig mit dem Format des Bildschirmes übereinstimmen, auf dem es angezeigt wird. Bilder, die die Größe des sichtbaren Bildschirmbereiches übersteigen, können verschoben werden (Abschnitt "3.2"). Mehr zum Thema Bildschirmmodi in den Abschnitten "4.1" und "4.5.2".

Bei einigen Amiga-Modellen kommt es von Zeit zu Zeit vor, daß beim Einschalten die Netzfrequenz nicht korrekt erkannt und auf einem PAL-Gerät ein nur 200 Zeilen hoher NTSC-Bildschirm geöffnet wird (PAL = 256 Zeilen). Dies geschieht nicht sehr häufig, außerdem gilt es zu beachten, daß PAL- und NTSC-Modi nicht ausschließlich von der Netzfrequenz abhängen. Es ist z. B. möglich, einen NTSC-Bildschirm auch mit einer Netzfrequenz von 50 Hz 60mal in der Sekunden aufzubauen, wenn das angeschlossene Ausgabegerät dies unterstützt.

Ein Fenster kann so groß wie ein ganzer Bildschirm sein oder kleiner, in diesem Fall kann es mit der Maus auf dem Bildschirm verschoben werden. Personal Paint verfügt über ein Hauptfenster in Bildschirmgröße und über andere Fenster (Dialogfenster), die zur Einstellung der verschiedenen Programmparameter dienen. Auch der Bildschirm von Personal Paint kann verschoben werden, wenn sich der Mauszeiger über der Titelleiste befindet.

1.9.2 Maus und Mauszeiger

Die Maus ist ein mit dem Computer verbundenes Eingabegerät, dessen Bewegung durch einen auf dem Bildschirm dargestellten Zeiger repräsentiert wird. Der Zeiger ist ein grafisches Symbol (standardmäßig ein Pfeil), daß sich bei Bewegung der Maus analog zu deren Richtung bewegt. Wie Form, Größe (bei Amiga mit AA-Chipsatz) und Geschwindigkeit des Standard-Mauszeigers verändert werden können, ist dem Handbuch zum Amiga zu entnehmen.

Wenn verfügbar, unterstützt Personal Paint auch die mittlere Maustaste. Diese Funktion (die meist zum Bewegen des Bildes verwendet wird) kann auch durch die Tastenkombination <Alt>+ emuliert werden.

Personal Paint verwendet verschiedene Mauszeiger, um dem Benutzer zu signalisieren, welche Aktionen an verschiedenen Stellen des Bildschirms ausgeführt werden können (z. B. ein Werkzeug auswählen, eine Farbe übernehmen, füllen, einen Pinsel definieren, usw.)

1.9.3 Dialogfenster

Bei einem Dialogfenster handelt es sich um einen bestimmten Fenstertyp, der Text, Symbole (auch "Werkzeuge") und Schieberegler enthält, mit deren Hilfe sich unter Verwendung der Maus System- oder Programmparameter modifizieren lassen.

1.9.4 Symbole

Ein Symbol (Gadget) läßt sich mit der Maus anwählen. Dazu muß der Mauszeiger über das Symbol bewegt und dann die linke Maustaste gedrückt werden.

Personal Paint verfügt in der rechten oberen Bildschirmecke über ein oder mehrere Symbole. Diese dienen dazu, den Bildschirm vor oder hinter andere Bildschirme zu legen. Es handelt sich um die standardmäßigen Amiga-Symbole zur Änderung der Bildschirmreihenfolge; deren Anzahl hängt von der Betriebssystemversion des Rechners ab.

Symbole werden auch in verschiedenen Dialogfenstern und in Verbindung mit den am häufigsten benutzten Mal- und Bildbearbeitungswerkzeugen eingesetzt. Diese befinden sich an der linken Bildschirmseite, sie werden in Kapitel "3" näher erläutert.

Unterstrichene Zeichen weisen auf Tastaturkurzbefehle zur Aktivierung von Symbolen hin. Siehe auch Abschnitt "1.14" (Externe Dateien der Benutzeroberfläche) und Anhang "B" (Tastaturabkürzungen).

1.9.4.1 Aktionssymbole, Auswahlfelder und Blättersymbole

Aktionssymbole führen nach ihrer Aktivierung einen bestimmten Befehl aus. Sie können z. B. zum Einleiten einer grafischen Operation und zum Aufruf eines Dialogfensters zum Einstellen bestimmter Parameter benutzt werden. Die Aktionssymbole, aus denen sich die Werkzeugleiste zusammensetzt (Abschnitt "3.1"), können verschiedene Funktionen haben - je nachdem, welche der beiden Maustasten gedrückt wird und über welcher (oberer oder unterer) Hälfte des Symbols sich dabei der Mauszeiger befindet.

Auswahlfelder sind entweder mit einem kleinen Häkchen versehen oder nicht. Sie stehen für Optionen, die entweder ein- oder ausgeschaltet sein können.

Blättersymbole werden verwendet, um eine Auswahl aus einer Liste mit mehreren Möglichkeiten zu treffen. Am linken Rand wird dazu ein Zyklussymbol dargestellt. Der aktuell angezeigte Text stellt die aktuell aktive Option dar. Durch das Anklicken des Blättersymbols werden nacheinander die verschiedenen Optionen durchgeblättert, bei zusätzlichem Drücken von <Shift> auch rückwärts.

1.9.4.2 Schiebereglersymbole und Rollsymbole

Schiebereglersymbole werden zur Auswahl eines Wertes innerhalb eines bestimmten Bereiches (Farbintensität, Lautstärke, usw.) benutzt. Während der grafisch dargestellte Knopf angewählt ist, kann er mit der Maus bewegt und damit der zugehörige Wert verändert werden. Das Anklicken des Schiebereglerbalkens erhöht oder verringert den Wert um eine einzelne Einheit.

Bei Rollsymbolen handelt es sich um Schieberegler, die zum Anzeigen aller Optionen einer längeren Auswahlliste dienen. Zwei Rollpfeile können dazu benutzt werden, den Anzeigebereich eines Fensters in kleinen Schritten zu bewegen. Der Gebrauch von Rollsymbolen zum Verschieben eines vergrößerten Bildausschnittes wird detaillierter in Abschnitt "3.1.8" beschrieben, Abschnitt "3.4" behandelt das Rollen einer Auswahlliste im Dateiauswahlfenster.

1.9.4.3 Texteingabefelder

Texteingabefelder sind rechteckige Bereiche innerhalb eines Fensters, in die Text eingegeben werden kann. Nach der Anwahl eines Texteingabefeldes kann der in ihm enthaltene Text über die Tastatur geändert werden. So werden Texteingabefelder z. B. zur manuellen Eingabe von Dateinamen verwendet. Ein aktiviertes Texteingabefeld ist durch die Anzeige des Cursors erkennbar, die Aktivierung wird durch einfaches Anklicken mit der linken Maustaste vorgenommen.

Das Amiga-Betriebssystem unterstützt bei der Manipulation von Text in einem Texteingabefeld verschiedene Tastaturkurzbefehle. So kann <Amiga>+<x> zum Löschen des Textes im Texteingabefeld verwendet werden, <Amiga>+<q> stellt den ursprünglichen Text wieder her. Bei der Eingabe dieser Kurzbefehle sind gleichzeitig die rechte <Amiga>-Taste (gleich neben der Leertaste) und die entsprechende zweite Taste zu drücken.

Die Zahl der Zeichen in einer Texteingabezeile ist grundsätzlich begrenzt. Wenn mehr Zeichen als erlaubt eingegeben werden sollen, wird diese Überschreitung des Höchstwertes durch ein Aufblitzen des Bildschirms signalisiert. In diesem Fall ist der Inhalt des Texteingabefeldes zu löschen (mit Hilfe der <Del>- oder <BS>-Taste) oder zumindest zu verkürzen, bevor neuer Text über die Tastatur eingegeben werden kann. Einige Texteingabefelder (die daher auch als numerische Eingabefelder bezeichnet werden) lassen ausschließlich numerische Eingaben zu. Wird in ein solches Eingabefenster Text eingegeben, blitzt der Bildschirm kurz auf und das Zeichen wird nicht akzeptiert. Die maximal in eine solche Art von Eingabefeld passende Anzahl von Zeichen ist üblicherweise so bemessen, daß ungültige (zu lange) Werte gar nicht erst eingegeben werden können. Wenn also bei der Eingabe von Werten der Bildschirm häufig aufblitzt, zeigt dies an, daß vor der Eingabe einer neuen Zahl zunächst die alte gelöscht werden muß.

1.9.5 Piktogramme

Die Workbench des Amiga-Betriebssystems verfügt über einen weiteren Symboltyp: Piktogramme. Diese können sowohl Datenträger als auch Schubladen oder Dateien repräsentieren. Eine Anwendung kann auch über individuelle Piktogramme verfügen, die als sog. .info-Dateien ebenfalls einen kleinen Speicherplatz auf dem Datenträger benötigen. Dateien oder Schubladen ohne zugehöriges Piktogramm können (ab Betriebssystem Version 2.0) mit einem Standardpiktogramm der Workbench versehen oder durch die Shell aufgerufen werden.

Personal Paint kann den verschiedenen Dateien (z. B. Bildern, Pinseln oder Standardeinstellungen) verschiedene Piktogrammtypen zuordnen. Alle Piktogramme wurden im Hinblick auf größtmögliche Geschwindigkeit bei der Verarbeitung durch das Amiga-Dateisystem entwickelt, daher können auf einer normalen 880 kbyte-Diskette bis zu 900 Personal Paint-Dateipiktogramme gespeichert werden. Abschnitt "9.10" erläutert, wie Personal Paint so programmiert werden kann, daß es zu einer Datei seine eigenen Standardpiktogramme mitspeichert.

Durch Modifikation der Piktogramme in der Schublade "PPaint_Icons" können sowohl die Bilder als auch andere Attribute (Standardprogramm, Merkmale) der Standardpiktogramme verändert werden (es sind verschiedene Ordner zur Anpassung an die verschiedenen Workbenchfarben vorhanden).

1.9.6 Menüs

Das Menüsystem des Amiga stellt einen problemlosen Weg dar, Programme zu untersuchen und Funktionen auszuführen, ohne dazu komplizierte Befehlsketten auswendiglernen zu müssen. Außer den Symbolen sind Menüs der einfachste Weg, einen Befehl von Personal Paint auszuführen.

Wenn sich der Mauszeiger über der Titelleiste (oder über der ersten Bildschirmzeile, wenn die Titelleiste nicht angezeigt wird) befindet und die rechte Maustaste (die Menütaste) gedrückt wird, erscheint die Menüleiste.

Die Menüleiste enthält eine Liste mit Überbegriffen, die als Menüs bezeichnet werden. Sobald der Mauszeiger über ein Menü bewegt wird (rechte Maustaste weiterhin gedrückt), werden unterhalb des jeweiligen Menütitels die verfügbaren Menüpunkte angezeigt, die ihrerseits wieder über Untermenüs verfügen können. Diese Untermenüs erscheinen dann, wenn der Mauszeiger über den übergeordneten Menüpunkt bewegt wird. Um die einem bestimmten Menüpunkt zugeordnete Funktion zu starten, ist die rechte Maustaste über diesem Menüpunkt loszulassen. In vielen Fällen ist auch die Aktivierung durch einen Tastaturkurzbefehl möglich. Mehrere Menüpunkte lassen sich zur gleichen Zeit auswählen, indem bei gedrückter rechter Maustaste über dem gewünschten Menüpunkt die linke Maustaste gedrückt und dann mit der Auswahl fortgefahren wird.

Bei gedrückter rechter Maustaste werden die Titel der verschiedenen Menüs in der Menüleiste angezeigt. Hier eine Auflistung der Kapitel, in denen ihr Inhalt erläutert wird:

  • Kapitel "4" - Personal Paint: Das Projekt-Menü
  • Kapitel "5" - Personal Paint: Das Pinsel-Menü
  • Kapitel "6" - Personal Paint: Das Animation-Menü
  • Kapitel "7" - Personal Paint: Das Text-Menü
  • Kapitel "8" - Personal Paint: Das Farbe-Menü
  • Kapitel "9" - Personal Paint: Das Voreinstellungen-Menü

Durch die Anwahl eines Menüpunktes mit der rechten Maustaste wird eine Programmfunktion ausgeführt oder ein Auswahlfenster angezeigt. Wird die Maustaste losgelassen, während sich der Mauszeiger nicht über einem Menüpunkt befindet, passiert nichts.

Wenn ein Menüpunkt zum Aufruf eines Auswahlfensters führt, wird seinem Namen eine Ellipse "..." angehängt. Folgt dem Namen des Menüpunktes jedoch ein Pfeil, so weist dies darauf hin, daß seine Aktivierung zum Herunterklappen einer Liste mit Untermenüoptionen führt.

Einige Menüpunkte, auch als Attributoptionen bezeichnet (wie "Pinsel/Greifpunkt" oder "Farbneuberechnung"), können links neben ihrem Namen ein kleines Häkchen aufweisen, das kennzeichnet, ob sie aktiviert sind oder nicht. Viele Menüpunkte bleiben so lange mit einem Häkchen versehen, bis Sie durch Anwählen einer anderen Funktion deaktiviert werden.

In einigen Fällen ist die Auswahl bestimmter Menüoptionen nicht sinnvoll. Das Programm erkennt dies und sperrt die Optionen für den Benutzer, was durch eine weniger deutliche Darstellung (in "Geisterschrift") des entsprechenden Menüpunktes erkennbar wird. Ein ausgeschalteter, d. h. in Geisterschrift dargestellter Menüpunkt kann mit der Maus nicht ausgewählt werden. Zu denjenigen Menüs, die über zeitweise gesperrte Optionen verfügen, zählen z. B. die Menüs "Pinsel" und "Text". So ist beispielsweise "Pinsel speichern" nicht anwählbar, wenn sich das Programm nicht im Pinselmodus befindet.

In vielen Fällen lassen sich Funktionen mit ein oder zwei Tastendrücken schneller und effizienter aufrufen als mit der Maus. Die häufiger benutzten Menüpunkte weisen daher rechts neben ihrem Namen auch einen alternativ zu benutzenden Tastaturkurzbefehl auf. Bei Personal Paint für den Commodore Amiga besteht dieses Kürzel aus dem Zeichen für die entsprechende Taste und (optional) eine zweite Taste wie <Amiga>, <Alt>, usw. Auf diese Weise können Funktionen genauso über die Tastatur aktiviert werden wie mit der Maus. Es ist in diesem Zusammenhang zu beachten, daß der Tastaturkurzbefehl genau so eingegeben wird, wie auf der rechten Seite des Befehls dargestellt, da Groß- und Kleinschreibung zum Aufruf unterschiedlicher Funktionen benutzt werden können.

Wenn dem Tastaturkürzel das Symbol einer sog. Qualifier-Taste (<Shift>, <Alt>, <Ctrl>, <Amiga> voransteht, so muß diese Taste zusammen mit dem Tastaturkurzbefehl gedrückt werden, um die gewünschte Funktion zu aktivieren. Das "Num"-Symbol weist darauf hin, daß die angezeigte Taste auf dem Rechenblock der Tastatur zu drücken ist. Nicht alle Amiga-Modelle besitzen einen solchen abgesetzten Rechenblock. Diese Option bezieht sich nicht auf die oberste Tastenreihe des Rechenblocks, da diese Tasten nicht von anderen Tasten auf dem Haupttastenfeld mit den gleichen Funktionen unterscheidbar sind.

Wenn eine Funktion angewählt wird, die eine gespeicherte Datei überschreiben oder zum Verlust von noch nicht gespeicherten Daten führen könnte, erscheint ein Dialogfenster mit einem Warnhinweis.

Die den einzelnen Menüpunkten standardmäßig zugeordneten Tastaturkurzbefehle sind in Anhang "B" aufgelistet. Die Konfigurationsdateien für die Benutzeroberfläche können angezeigt und modifiziert werden (d. h. Tastaturkurzbefehle lassen sich erstellen oder verändern). Nähere Erläuterungen zur Vorgehensweise siehe Abschnitt "1.14".

Eine eingehende Erläuterung aller Menüs und der ihnen zugeordneten Befehle und Fenster folgt in den Kapiteln vier bis sieben.

1.10 Die Tastatur

Die Amiga-Tastatur verfügt über unterschiedliche Tastentypen. Grafischen Tasten ist ein bestimmtes Zeichen zugeordnet, andere Tasten (<Shift>, <Alt>, <Commodore>, <Ctrl>, <Amiga>) zeigen nur dann Wirkung, wenn gleichzeitig eine andere Taste gedrückt wird. Diese sog. "dead-keys" werden zur Modifikation einer Ausgabe der danach gedrückten Taste eingesetzt, dies dient in den meisten Fällen zur Darstellung von diakritischen Zeichen. Andere Tasten erfüllen spezifische Programm- oder Systemfunktionen (<Caps Lock>, Cursortasten, <Tab>, <Return>, <BS>, <Del>, <Help> und Funktionstasten).

1.10.1 Der "SetMap"-Befehl

Die Amiga-Computer werden mit unterschiedlichen Tastaturen ausgeliefert, um den Anforderungen des jeweiligen Landes zu entsprechen. Bei Betriebssystemversionen vor 2.1 mußte in der Datei "s:startup-sequence" ein passender "SetMap"-Befehl eingefügt werden, um dem System den verwendeten Tastaturtyp mitzuteilen, ab Version 2.1 kann der Tastaturtyp aus einer Liste in den "Input Preferences" ausgewählt werden.

Wenn ein "SetMap"-Befehl benötigt, aber nicht ausgeführt wird, verhält sich der Amiga immer so, als sei eine USA-Standardtastatur angeschlossen. Wird ein falscher "SetMap"-Befehl ausgeführt (der eine Tastaturbelegung einstellt, die nicht mit der eingebauten Tastatur übereinstimmt), so richtet sich der Amiga immer nach der (falschen) "SetMap"-Einstellung und nicht etwa nach den Tasten auf der Tastatur.

Falls die benutzte Betriebssystemversion dies erfordert (d. h. bei allen Versionen vor 2.1), muß jede zum Starten des Systems benutzte Workbenchdiskette in der "Startup-Sequence" den korrekten "SetMap"-Befehl enthalten.

1.10.2 Grafische Tasten

Als Grafische Tasten werden diejenigen Tasten bezeichnet, mit denen Buchstaben, Ziffern und andere Symbole angezeigt werden können. Sie werden im Texteditor von Personal Paint (Abschnitt "3.1.3.1" und Kapitel "7"), zur Modifikation des Inhaltes von Texteingabefeldern und als Tastaturkurzbefehle benutzt. Wenn eine grafische Taste gedrückt wird, während ein Texteingabefenster aktiv ist, wird das entsprechende Zeichen dargestellt und der Cursor bewegt sich um eine Stelle nach rechts.

Wenn Sie einen bestimmten Zeitraum gedrückt bleiben, werden grafische Zeichen automatisch wiederholt. Die erste Verzögerung vor der Wiederholung und der Wiederholungsintervall können im Programm "Preferences" (ab Version 2 des Betriebssystems im Programm "Input Preferences") eingestellt werden. Nähere Erläuterungen zu diesem Thema im Amiga-Handbuch.

1.10.3 Akzente

Einige Tastaturen besitzen eine oder mehrere Akzenttasten, die im Texteditor oder in Texteingabefeldern zum Einsatz kommen. Tasten mit Akzenten (und anderen diakritischen Zeichen) werden vor der Eingabe des zu modifizierenden Zeichens (und nicht etwa damit zusammen) gedrückt.

Durch aufeinanderfolgendes Drücken von der Tasten für Akut- und Gravisakzent wird das danach gedrückte Zeichen mit einem Zirkumflexakzent versehen.

Falls die verwendete Tastatur nicht über bestimmte Tasten zum Erzeugen von diakritischen Zeichen verfügt, können diese auch mit Tastenkombinationen <Alt>+<F>, <G>, <H>, <J> und <K> aufgerufen werden, und zwar in der Reihenfolge Akutakzent, Gravisakzent, Zirkumflexakzent, Tilde, Umlaut. Dabei muß die <Alt>-Taste zusammen mit einer der o. g. Buchstabentasten gedrückt werden. Das Zeichen, welches mit dem diakritischen Zeichen versehen werden soll, ist direkt danach einzugeben.

Einige Amiga-Zeichensätze verfügen nicht über akzentuierte Zeichen, d. h. generell fehlen alle Zeichen mit einem ASCII-Code größer als 126. Dies macht sich zwar bei der Benutzeroberfläche von Personal Paint nicht bemerkbar, da diese über ihren eigenen Zeichensatz verfügt, kann aber Einschränkungen beim Gebrauch des Texteditors verursachen. Wenn bestimmte Zeichen unbedingt benötigt werden, aber nicht vorhanden sind, sollte der Zeichensatz mit einem Programm wie dem Personal Fonts Maker von Cloanto erweitert werden.

1.10.4 Die <Shift>-Tasten

Bei den meisten Tastaturen sind die <Shift>-Tasten durch den Umriß eines nach oben gerichteten Pfeils gekennzeichnet, in einigen Fällen auch durch den Schriftzug "Shift". Diese Tasten befinden sich ganz links, bzw. rechts außen auf dem Haupttastenfeld gleich über der Leertaste. Zwischen den beiden <Shift>-Tasten besteht funktional kein Unterschied.

Wenn eine <Shift>-Taste zusammen mit einer grafischen Taste gedrückt wird, wird ein Großbuchstabe oder das Zeichen im oberen Bereich einer Taste an den Computer geschickt. Da man auf diese Art und Weise praktisch zwischen zwei verschiedenen Tastaturebenen umschalten kann, werden die <Shift>-Tasten auch als Umschalttasten bezeichnet.

Beim Arbeiten mit Blättersymbolen (Abschnitt "1.9.4.1") führt das gleichzeitige Drücken der <Shift>-Taste dazu, daß die verfügbaren Optionen rückwärts durchgeblättert werden und nicht mehr vorwärts. Werden auf dem Bildschirm verschiedene Texteingabefelder dargestellt, kann durch <Shift>+<Return> ins vorherige Texteingabefeld zurückgesprungen werden.

Bei gedrückter <Shift>-Taste läßt sich ein Bild mit den Cursortasten jeweils um einen Pixel in die entsprechende Richtung verschieben (Abschnitt "3.2"), anstatt um einen größeren Bereich (wenn kein <Shift> gedrückt wird). Im Texteditiermodus (Abschnitt "3.1.3.1") werden die zusammen mit <Shift> gedrückten Cursortasten dazu verwendet, zum Anfang/Ende einer Zeile oder zur ersten/letzten Zeile des Textes zu springen.

Wenn <Shift> bei der Arbeit mit einem Malwerkzeug gedrückt wird, kann die Maus nur noch entlang der X- oder Y-Achse bewegt werden, je nachdem, in welche Richtung die Maus nach Drücken der Taste zuerst bewegt wird.

Der Bildschirm von Personal Paint läßt sich nach vorn holen, indem bei gedrückter <Shift>-Taste eine Diskette ausgeworfen wird. Hierbei handelt es sich um eine Notlösung, wenn sich der Bildschirm anderer Programme nicht in den Hintergrund legen läßt. Diese Methode mag ein wenig unpassend anmuten, aber die "Disk ejected" (Diskette ausgeworfen) Meldung ist eine der wenigen, die das Amiga-Betriebssystem auch an Programme schickt, deren Fenster nicht aktiv ist.

Die <Shift>-Taste ist ein gültiger Qualifikator für Tastaturkurzbefehle (Abschnitt "1.14"), sollte aber nur für Tasten benutzt werden, die nicht noch über eine grafische Repräsentation für die umgeschaltete Taste verfügen.

Abschnitt "9.10.3" beschreibt, wie mit Hilfe der <Shift>-Tasten Workbenchpiktogramme mit bis zu 256 Farben erzeugt werden können. Abschnitt "6.9" erläutert, wie die <Shift>-Taste dazu verwendet werden kann, einer Animation bei der Farbenreduzierung nur eine einzige Palette zuzuordnen.

1.10.5 Die <Alt>-Tasten

Die beiden <Alt>-Tasten befinden sich gleich unter den <Shift>-Tasten, auch sie sind funktional identisch. Es gibt aber eine Ausnahme: Die Funktion <Ctrl>+<linke Alt> zum Laden von Bildschirmen verlangt nach der linken <Alt>-Taste (Abschnitt "4.4").

Die alternierenden (<Alt>-) Zeichen der einzelnen Tasten werden an den Computer geschickt, wenn <Alt> zusammen mit der entsprechenden Taste gedrückt wird. Sie sind - mit wenigen Ausnahmen - nicht auf der Tastatur dargestellt, werden aber in den Handbüchern von Anwendungen beschrieben und können mit dem Programm "KeyShow" (oder "KeyToy") angezeigt werden. Der alternierende Zeichensatz enthält unterschiedliche Akzente, sowie nationale und andere Sonderzeichen, die nur über die <Alt>-Taste erreichbar sind.

Gleichzeitiges Drücken von <Alt> und linker Maustaste emuliert bei normalen Zwei-Tasten-Mäusen eine mittlere Maustaste.

Diese Taste ist ein gültiger Qualifikator für Tastaturkürzel (Abschnitt "1.14").

1.10.6 Die <Ctrl>-Taste

Die <Ctrl>-Taste befindet sich ganz links außen auf der Tastatur.

Die Funktion "Bildschirm laden" (Abschnitt "4.4") erfordert das Drücken dieser Taste zusammen mit der linken <Alt>-Taste. Der Abstand bestimmter Overscanbildschirme kann mit <Ctrl>+ verändert werden.

Diese Taste ist ein gültiger Qualifikator für Tastaturkürzel (Abschnitt "1.14").

1.10.7 Die linke <Amiga>-Taste (<Commodore>-Taste)

Die <Commodore>-Taste befindet sich direkt links von der Leertaste. Bei einigen Tastaturen weist sie das bekannt Amiga-"A" auf, bei anderen den Schriftzug "Commodore".

Die <Commodore>-Taste wird zur Aktivierung einiger Funktionen des Amiga Betriebssystems benutzt. So bringt die Kombination <Commodore>+<n> den Workbenchbildschirm nach vorn, <Commodore>+<m> legt ihn in den Hintergrund. Bei der Betriebssystemversion 2.0 und höher können die verfügbaren Bildschirme mit <Commodore>+<m> durchgeblättert werden, ohne besondere Unterscheidung für den Workbenchbildschirm.

1.10.8 Die <Amiga>-Taste

Die <Amiga>-Taste befindet sich gleich rechts von der Leertaste. Sie ist durch den Umriß des Buchstabens "A" gekennzeichnet.

Wenn diese Taste zusammen mit einer grafischen Taste gedrückt wird, kann ein Befehl in einer Texteingabezeile ausgeführt werden (Abschnitt "1.9.4.3").

Diese Taste ist ein gültiger Qualifikator für Tastaturkürzel (Abschnitt "1.14").

1.10.9 Die <Caps Lock>-Taste

Die <Caps Lock>-Taste zwischen <Ctrl> und "A" besitzt als einzige Taste eine kleine Leuchte.

Bei jedem Druck auf diese Taste wechselt der Zustand der Leuchte zwischen "an" und "aus". Wenn die Leuchte an ist, verhält sich die Tastatur, als würde gleichzeitig die <Shift>-Taste gedrückt. <Caps Lock> ist, anders als <Shift>, auf die Buchstabentasten beschränkt.

Mit Hilfe des Programms "Nimm3 -c" (Abschnitt "1.10.1") kann jeder Taste die Wirkung der <Caps Lock>-Taste aufgezwungen werden.

1.10.10 Die Cursortasten

Die vier Cursortasten befinden sich links vom numerischen Zahlenfeld.

Die Cursortasten können sowohl zum Bewegen eines Bildes in die gewünschte Richtung als auch zur Bewegung des Cursors im Texteditiermodus dienen. Die Wirkung der <Shift>-Tasten bei diesen Funktionen wird in Abschnitt "1.10.4" erläutert.

Wenn eine Cursortaste nur einen Augenblick lang gedrückt wird, bewegt sich der Cursor (oder das Bild) um eine Einheit in die gewünschte Richtung. Bleibt die Taste gedrückt, bewegt sich der Cursor (oder das Bild) weiter, mit kurzen Pausen zwischen den Einzelschritten. Die Länge dieser Pause läßt sich mit dem Systemprogramm "Input Preferences" einstellen.

In Texteingabefeldern und im Textediermodus kann der Cursor nur ein Feld über den Text hinaus bewegt werden. Wenn gleichzeitig die <Shift>-Taste gedrückt wird, springt er so weit wie möglich nach links oder rechts.

1.10.11 Die <Tab>-Taste

Die <Tab>-Taste (von "Tabulator") befindet sich direkt über der <Ctrl>-Taste. Üblicherweise ist sie mit zwei Pfeilsymbolen versehen. Ältere Modelle tragen auch noch den Schriftzug "Tab".

Im Textediermodus bewegt ein Druck auf <Tab> den Cursor an die nächste Position mit einem Vielfachen von acht (Spalte 8, 16, 24, usw.)

1.10.12 Die <Return>-Taste

Die <Return>-Taste befindet sich rechts auf dem Haupttastenfeld. Personal Paint interpretiert diese Taste genau so wie die -Taste auf dem numerischen Zahlenfeld, wenn dieser Zustand nicht durch die Definition einer individuellen Tastaturbelegung (Abschnitt "1.14") geändert wurde.

Wenn ein Dialogfenster nur ein "OK"-Symbol enthält, kann es mit <Return> geschlossen werden.

Enthält ein Dialogfenster nur zwei Symbole ("Weiter" und "Abbruch"), so entspricht der Druck auf <Return> der Anwahl von "Weiter", die <Esc> Taste bedeutet "Abbruch".

1.10.13 Die <BS>-Taste

Die <BS>- (von engl. "Backspace") Taste befindet sich direkt über <Return>. Bei einigen Tastaturen trägt sie den Schriftzug "Backspace", andere sind nur mit einem Pfeil nach links versehen.

Im Textediermodus (oder wenn ein Texteingabefeld aktiv ist), bewegt <BS> den Cursor über das vorhergende Zeichen, welches dadurch gelöscht wird.

1.10.14 Die <Del>-Taste

Die <Del>-Taste liegt direkt rechts neben der <BS>-Taste.

Wenn im Textediermodus (oder wenn ein Texteingabefeld aktiv ist) <Del> gedrückt wird, wird das Zeichen unter dem Cursor gelöscht. Der Cursor bewegt sich dabei nicht.

Bei Zeichenvorgängen kann mit <Del> die kreuzförmige Anzeige des Mauszeigers ein- und ausgeschaltet werden.

1.10.15 Die <Help>-Taste

Die <Help>-Taste befindet sich oben rechts von den Buchstabentasten.

Mit <Help> können die voreingestellten Programmfarben wiederhergestellt werden. Diese Funktion ist auch in den Auswahlfenstern zur Auswahl und Einstellung von Farben verfügbar.

1.10.16 Die <Esc>-Taste

Mit der <Esc>-Taste (von "Escape", engl. "flüchten") links oben auf der Tastatur kann ein Texteingabevorgang (Abschnitt "3.1.3.1") abgebrochen oder ein Auswahlfenster, das nur eine oder zwei Optionen bietet, verlassen werden.

Wenn ein Dialogfenster nur über ein "OK"-Symbol verfügt, kann anstatt von <Return> zum Schließen des Fensters auch <Esc> gedrückt werden.

Wenn ein Dialogfenster nur zwei Optionen ("Abbruch" und "Weiter") bietet, entspricht ein Druck auf <Esc> der Anwahl des "Abbruch"- Symbols. Die <Return>-Taste kann dementsprechend zur Aktivierung von "Weiter" benutzt werden.

1.10.17 Das numerische Tastenfeld

Dieser Teil der Tastatur stellt die für numerische Operationen am häufigsten benutzten Tasten zur Verfügung. Nicht alle Amiga-Modelle verfügen über dieses Tastenfeld, welches sich ganz rechts auf der Tastatur befindet.

Da die Anzahl der Funktionen, denen ein Tastaturkurzbefehl zugeordnet werden kann, ständig steigt, werden unbelegte Tasten immer wichtiger und ab einem bestimmten Punkt ist es nützlich, zwischen den auf der Tastatur mehrfach vorkommenden Tasten Unterscheidungen zu treffen. Wie in den Abschnitten "1.9.6" und "1.14" beschrieben, können den Tasten auf dem numerischen Tastenfeld (mit Ausnahme der ersten Tastenzeile) verschiedene Funktionen zugeordnet werden.

Ein Beispiel: Die Ziffern des numerischen Zahlenfeldes eignen sich sehr gut dazu, einen von neun benutzerdefinierbaren Pinseln aufzurufen (Abschnitt "3.1.1").

1.10.18 Die Funktionstasten

Die zehn Funktionstasten sind horizontal nebeneinander über dem Haupttastenfeld angeordnet und mit bis beschriftet.

Personal Paint erlaubt die Verwendung von Funktionstasten zum Aufruf bestimmter Programmfunktionen, siehe Abschnitt "1.14" und Anhang "B".

Wenn beim Programmstart von Personal Paint die -Taste gedrückt wird, schaltet dies den Speichersparmodus ein (Abschnitt "1.12").

1.11 Umgebungsvariablen und Standardschubladen

Verschiedene Programmfunktionen, die auf Dateien zugreifen, welche sich auf peripheren Massenspeichern (wie z. B. Disketten) befinden, haben voreingestellte Pfade, unter denen sie die Daten lesen oder schreiben, wenn diese Pfade nicht vom Benutzer verändert worden sind. Die Originaldiskette, auf der sich Personal Paint und einige dazugehörige Dateien befinden, trägt den Namen "PPaint". Aus diesem Grunde ist "PPaint" auch der Datenträgername, der den voreingestellten Pfaden von Personal Paint (siehe auch Abschnitt "1.5") voransteht. Außerdem verwendet Personal Paint noch Standard-Verzeichnisnamen wie "PPaint_Prefs" oder "Pictures", um auf bestimmte Dateitypen zuzugreifen.

Wie auch in Abschnitt "1.13" (Automatische Installation) beschrieben, können Personal Paint und die anderen Dateien problemlos auf einen Datenträger kopiert werden, der nicht "PPaint" heißt. Wenn alle Dateien der PPaint-Diskette gleichzeitig auf den gleichen Datenträger kopiert werden, genügt eine Zuweisung mit "Assign PPaint: NeuerDatenträger". Wenn z. B. Personal Paint innerhalb einer Schublade mit dem Namen "PPaint" auf einer Festplattenpartition mit dem Namen "Work:" installiert wird, lautet der Befehl

  • Assign PPaint: Work:PPaint
Wie ein neues Verzeichnis erstellt wird, erläutert Abschnitt "1.5" (Schubladen). Der "Assign"-Befehl sollte in die Datei "User-Startup" (Betriebssystemversion 2 und höher) oder an den Anfang der "Startup-Sequence" (Betriebssystemversionen bis einschließlich 1.3) desjenigen Datenträgers geschrieben werden, von dem das System gestartet wird (also z. B. der Festplatte). Der "Assign PPaint: ..."- Befehl zeigt dem Amiga-Betriebssystem, wo die unter dem Namen "PPaint" gesuchten Daten zu finden sind. Die neue Schublade wird auch als "logisches Gerät" bezeichnet, im Gegensatz zu einem physikalischen Gerät, wie einer Diskette. Auf diese Art und Weise können Daten auch dann gefunden werden, wenn sie sich nicht auf einer Diskette mit dem Namen "PPaint" befinden. Der "Assign" Befehl kann teilweise nicht benutzt werden, wenn eine Diskette mit dem Namen "PPaint" in Gebrauch ist (d. h. sich in einem Diskettenlaufwerk befindet oder von ihr gestartet wurde), da für den augenblicklich genutzten Namen kein neuer Zuweisungspfad definiert werden kann. Ein physikalisches Gerät mit dem Namen "PPaint" hat vor einem logischen Gerät gleichen Namens immer Vorrang. Wenn also ein logisches Gerät "PPaint" mit dem "Assign"- Befehl definiert wurde und sich eine Diskette mit dem Namen "PPaint" in einem Laufwerk befindet, so wird immer auf die Diskette zugegriffen und nicht etwa auf das logische Gerät.

In Abschnitt "10.1" wird erläutert, wie mit Hilfe des Befehls "AskAssign" Schubladen und logische Geräte mit der Maus anstatt mit dem "Assign"Befehl des Amiga-Betriebssystems erstellt werden können. Die Konfiguration und Installation von Personal Paint ist in den Abschnitten "1.12" und "1.13" beschrieben, die erweiterte Konfiguration in Abschnitt "1.14".

Die einfachste Methode, Personal Paint und alle dazugehörigen Schubladen und Dateien auf ein anderes Gerät zu kopieren, ist das Hinüberziehen der Dateien mit der Maus, da alle Dateien und Schubladen von Personal Paint über ein eigenes Workbenchpiktogramm verfügen. Das Verschieben der Dateien ist also genauso einfach wie das Verschieben ihrer Piktogramme. Die Erfahrung hat gezeigt, daß es sinnvoll ist, alle Dateien von Personal Paint in einer separaten Schublade unterzubringen, die man sinnvollerweise "PPaint" nennen könnte. Wenn ein Teil der "PPaint" Schublade an einen anderen Platz kopiert werden soll, kann eine andere Schublade mit dem gleichen Namen erstellt werden (wie in Abschnitt "1.5" erläutert) und die gewünschten Dateien der Quellschublade können können einzeln kopiert werden.

Bevor Personal Paint nach erfolgreicher Installation zum ersten Mal gestartet werden kann, muß das logische Gerät "PPaint:" zunächst mit Hilfe des "Assign" Befehls korrekt zugewiesen worden sein, wie zu Beginn dieses Abschnittes beschrieben. Dies kann entweder durch Eingabe des korrekten "Assign"-Befehls in der Shell geschehen oder durch ein Zurücksetzen des Systems und anschließenden Neustart von einem Gerät, welches die Zuweisung in der Startup-Sequence oder der User-Startup vornimmt.

1.12 Konfigurieren und Laden von Personal Paint

Vor der Benutzung des Programms ist eine Sicherheitskopie des Originals zu erstellen. Dieser Vorgang wird in Abschnitt "1.6" beschrieben.

Zum Laden von Personal Paint muß der Computer eingeschaltet und funktionstüchtig sein. Wenn das Einlegen einer Kickstartdiskette gefordert wird (Amiga 1000), muß eine Kickstartdiskette in das Laufwerk 0 geschoben werden. Sobald das Einlegen der Workbenchdiskette verlangt wird, kann diese eingelegt werden. Personal Paint läuft mit allen Kickstartversionen ab Version 1.2. Die Version 1.3 (oder höher) der Workbench enthält alle Bibliotheken, die zum Gebrauch von Personal Paint notwendig sind. Dies bedeutet keinesfalls, daß ein Betriebssystem ROM oder eine Kickstartdiskette der Version 1.3 benötigt werden; das Programm läuft auch mit Kickstart 1.2 und einer Workbench 1.3 problemlos.

Wenn der Computer über ausreichend RAM verfügt, kann Personal Paint - wie in der Amiga-Dokumentation erläutert - normal über Workbench oder Shell geladen werden. So wird das Programm gestartet, sobald ein Doppelklick auf das Programmpiktogramm von Personal Paint erfolgt oder in einer Shell der Name "PPaint" eingegeben wird. Alternativ dazu kann das Programm auch durch einen Doppelklick auf ein von PPaint gespeichertes Bild geladen werden. In diesem Fall wird auch die dem Piktogramm zugeordnete Datei (Bild, Pinsel, usw.) mitgeladen. Wenn der Computer über weniger als 1 Mbyte Chip RAM verfügt, wird, um Speicher zu sparen, automatisch der Workbenchbildschirm geschlossen und erst nach dem Verlassen von Personal Paint wieder geöffnet (dies kann auch manuell geschehen, siehe Abschnitt "9.15").

Personal Paint unterstützt vollständig die Amiga Application Icons (AppIcons). Dies bedeutet, daß das Programm auf Amiga-Systemen mit Workbench 2.0 oder höher ein kleines "PPaint"-Piktogramm auf der Workbench plaziert und dann alle Bild- und Animationsdateien lädt, die mit der Maus darübergezogen werden (<Shift>+ = Animation nur abspielen - nicht laden). Ein Doppelklick über diesem Piktogramm bringt den Bildschirm von Personal Paint nach vorn.

Die Syntax zum Laden von Personal Paint aus einer Shell heraus lautet wie folgt (die eckigen Klammern weisen darauf hin, daß optional eine Bild- oder Animationsdatei angegeben werden kann):

  • PPaint [Datei]
Wenn ein Programm aus einem Shell-Fenster heraus gestartet wird, muß normalerweise zum Schließen der Shell zunächst das Programm wieder verlassen werden. Dies läßt sich vermeiden (d. h. man könnte das Shellfenster während des Ladevorgangs von Personal Paint wieder schließen), indem das Programm durch die folgende Befehlszeile gestartet wird:
  • Run >NIL: <NIL: PPaint >NIL: <NIL: [Datei]
Sollte das Programm nicht gestartet werden können, wird eine Fehlermeldung ausgegeben. Beim Start von Personal Paint aus der Shell heraus sind folgende Meldungen möglich:
      Code   Bedeutung
  21 "Intuition.library" kann nicht geöffnet werden.
  22 "Icon.library" kann nicht geöffnet werden.
  23 "DiskFont.library" kann nicht geöffnet werden.
  24 "Graphic.library" kann nicht geöffnet werden.
  25 "Layers.library" kann nicht geöffnet werden.
  26 Bildschirm kann nicht geöffnet werden.
  27 Zuwenig Speicher für Programmstart.
  28 Hauptfenster kann nicht geöffnet werden.

Anhang "A" enthält eine vollständige Auflistung aller möglichen Meldungen des Programms mit Erläuterungen.

Es gibt einige nützliche Tricks zur Reduzierung des Speicherbedarfs, die sich besonders in Situationen als sehr hilfreich erweisen, in denen weniger als 1 Mbyte Chip RAM zur Verfügung steht. Wenn nicht mit der Personal Paint-Programmdiskette gebootet wird, sollte der Bootvorgang so schnell wie möglich mit der Tastenkombination <Ctrl>+ abgebrochen werden. Wenn die Workbench noch nicht geladen wurde (d. h. es erscheint kein Diskettenpiktogramm unter dem Fenster, wenn man es mit der Maus verkleinert), muß der Ladevorgang mit dem Befehl "LoadWB" abgeschlossen werden. Dann ist das Fenster mit "EndCLi" zu schließen (bei der Eingabe der Befehle wird nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden). Nun ist das PPaint-Diskettenpiktogramm zweimal anzuklicken, um das Hauptverzeichnisfenster mit dem Programmpiktogramm von PPaint zu öffnen. Nun kann Personal Paint durch einen Doppelklick auf das Programmpiktogramm gestartet und - während das Programm geladen wird - das Hauptfenster der PPaint-Diskette durch Anklicken des Schließsymbols in der linken oberen Ecke wieder geschlossen werden. Zunächst muß allerdings der Mauszeiger wieder seine normale Pfeilform angenommen haben, da sonst das Schließsymbol nicht betätigt werden kann. Dies erfordert zwar eine schnelle Reaktion, spart aber zusätzlich Speicher. Personal Paint schließt nun automatisch den Workbenchbildschirm, um noch mehr Speicher für sich zu reservieren. Diese Möglichkeiten dienen alle dazu, auch in Situationen mit wenig Speicher noch so problemlos wie irgend möglich arbeiten zu können. Personal Paint funktioniert zwar auch, wenn es auf andere Weise geladen wird, aber wenn der Speicher knapp ist, sollte man dem Programm soviel davon wie möglich verfügbar machen.

Wenn Personal Paint geladen wird, sucht es nach zwei Dateien mit den Namen "Startup_1.set" und "Startup_2.set" in der Schublade "PPaint:PPaint_Prefs", um die Voreinstellungen für die beiden Arbeitsumgebungen festzustellen. Wenn auf diese beiden Dateien nicht zugegriffen werden kann oder sie Fehler enthalten, werden interne Voreinstellungen benutzt. Die Dateien "Startup_A.set" (enthält die Sprache der Benutzeroberfläche) und verschiedene "UIColors"-Dateien (Farben der Benutzeroberfläche) besitzen eine niedrigere Priorität und werden ebenfalls überprüft.

Das Verzeichnis "PPaint:PPaint_Prefs" ist zwar die voreingestellte Schublade zum Speichern von Einstellungen, aber beim Programmstart durchsucht Personal Paint auch das Verzeichnis "ENV:PPaint" (sofern vorhanden). Dabei haben alle in "ENV:PPaint" gespeicherten Dateien eine höhere Priorität als die in "PPaint:PPaint_Prefs".

Die Verwendung von Amiga-Umgebungsvariablen erweist sich besonders dann als sinnvoll, wenn auf den Datenspeicher des Programms nicht geschrieben werden kann. Dies ist z. B. der Fall, wenn Personal Paint von CD-ROM gestartet wird. Um dafür zu sorgen, daß die vorgenommenen Änderungen auch nach einem Neustart des Computers noch aktiv sind, müssen Sie im Verzeichnis "ENVARC:PPaint" gespeichert werden.

1.13 Installation von Personal Paint

In diesem Kapitel wird erläutert, wie Personal Paint in die Hard- und Softwareumgebung integriert wird, in der es später benutzt werden soll. Außerdem wird hier darauf eingegangen , wie Personal Paint auf einem anderen Datenträger als den Original-Programmdisketten installiert werden kann. Hierbei ist besonders der Unterabschnitt am Ende dieses Abschnittes zu erwähnen, der den Gebrauch des Programmes InstallPPaint beschreibt, mit dessen Hilfe alle zur Arbeit mit Personal Paint notwendigen Dateien an einen benutzerdefinierten Platz kopiert werden können.

Wenn Personal Paint auf einen anderen Massenspeicher kopiert wird (z. B. eine andere Diskette), müssen auch einige Hilfsprogramme mitkopiert werden (falls noch nicht vorhanden). Die folgenden Dateien werden zum Betrieb von Personal Paint unbedingt benötigt:

  • FONTS:Personal.font, oder PPaint:Fonts/Personal.font
  • FONTS:Personal/8, oder PPaint:Fonts/Personal/8
  • PPaint:PPaint_Prefs/UIGraphics.pic
  • PPaint:PPaint_Prefs/UIText.xxx

Die folgenden Dateien werden nur von einigen Funktionen verlangt (Personal Paint wird auch dann geladen, wenn diese Dateien nicht gefunden werden können):

  • PPaint:PPaint_Prefs/UIColors.num
  • PPaint:PPaint_Prefs/Startup_x.set
  • Paint:PPaint_Icons/def_Iconname
  • PPaint:PPaint_PS
  • CloantoAudio (Stammverzeichnis d. Datenträgers), oder DEVS:CloantoAudio

Wenn Personal Paint die optionalen Dateien nicht laden kann, wird das Programm trotzdem korrekt starten und funktionieren. Lediglich einige Funktionen (PostScriptausgabe, Audio, Schreiben von Piktogrammdateien, usw.) werden nicht funktionieren, bis die benötigten Dateien geladen werden können.

In Abschnitt "1.11" wird erläutert, wie dem System und PPaint die neue Position des Programms mitzuteilen ist, nachdem man das Programm und dazugehörige Schubladen und Dateien auf einen anderen Datenträger oder in ein anderes Verzeichnis kopiert hat.

Personal Paint und das restliche im Lieferumfang enthaltene Material passen nicht auf eine einzige 880 Kbyte Amiga-Diskette, daher sind einige Schubladen sowohl auf der Programmdiskette (d. h. der Diskette, auf der Personal Paint gespeichert ist) als auch auf einer oder mehreren Datendisketten vorhanden. Andere hingegen sind auf der Programmdiskette überhaupt nicht vorhanden. Wenn Personal Paint auf einem Datenträger mit hoher Kapazität installiert wird, ist es häufig sinnvoll, Daten, die sich in verschiedenen Schubladen gleichen Namens befinden, in einer einzigen Schublade aufzubewahren.

1.13.1 Automatische Installation: Das Programm InstallPPaint

Zur Installation von Personal Paint wird das Amiga Installer-Programm verwendet. Dieses bietet eine kontextsensitive Hilfefunktion, die durch einen Druck auf die <Help>-Taste aktiviert werden kann.

1.14 Externe Dateien der Benutzeroberfläche

Während des Ladevorgangs überprüft Personal Paint die Schublade "PPaint:PPaint_Prefs" auf einige Dateien, welche die Sprache der Benutzeroberfläche, die Farben und die Voreinstellungen für die beiden Arbeitsumgebungen festlegen.

Bei diesen Dateien handelt es sich um "UIText.xxx", "UIColors.num" und "Startup_x.set". Das Suffix hinter "UIText" legt die Sprache fest, auf die sich die Texte und Tastaturkürzel beziehen ("eng", "deu", "ita", "custom", usw.) Die Zahl hinter "UIColors" steht für die Auflösung der Farbpalette der Videomodi, auf die sich diese Voreinstellung bezieht (4 = 4-Bit VGA, 12 = Original Chipset, 24 = Advanced Architecture, usw.) Grundsätzlich sind 12 Bit-Farbpaletten für alle Videomodi (alte und neue) geeignet, mit Ausnahme der 64-Farben-ECS- und der 2024-Modi.

Die "UIColors"-Dateien enthalten ein Bild, um die Modifikation mit Personal Paint zu vereinfachen. Es wird jedoch nur der Color Map Chunk dieser IFF Datei geladen und beim Programmstart ausgewertet. Zu diesem Zweck (und um Speicher auf der Diskette zu sparen) kann diese Datei auch mit der "Palette speichern" Funktion (Abschnitt "8.1.2") erzeugt werden. Das Speichern der Datei als Pinsel ist dann sinnvoll, wenn die ursprüngliche Dateilänge nicht überschritten werden soll. Als Speicherformat muß IFF-ILBM gewählt werden.

Die Dateien "Startup_1.set" und "Startup_2.set" enthalten die Einstellungen für die beiden Arbeitsumgebungen. "Startup_A.set" wird durch die automatische Installationsprozedur erstellt und verfügt über von der aktuellen Sprache abhängige Informationen (z. B. welcher "UIText" geladen werden soll, usw.) Die Dateien werden in dieser Abfolge geladen: "Startup_A", "Startup_2", "Startup_1". Wenn ein für die Arbeitsumgebung irrelevanter (aber für das Programm wichtiger) Parameter in mehr als einer Datei auftaucht, wird der zuletzt gelesene berücksichtigt.

Alle Bilder zur Darstellung der Benutzeroberfläche (Tools, Symbole, usw.) sind in einer separaten, änderbaren Datei mit dem Namen "UIGraphics.pic" im Verzeichnis "PPaint_Prefs" gespeichert. Um den Bedarf an Diskspeicherplatz zu verringern, kann diese Datei im PNG-Format gespeichert werden. Um das Laden des Programms nach der Installation auf Festplatte zu beschleunigen, besteht die Möglichkeit, sie als Pinsel zu laden und danach wieder im IFF-ILBM-Format zu speichern.

Wie die Standard-Workbenchpiktogramme von Personal Paint modifiziert werden können, ist Abschnitt "1.9.5" zu entnehmen.

Zum Herumexperimentieren mit den Konfigurationen der Benutzeroberfläche sollte auf keinen Fall die Originaldiskette, sondern immer die Sicherheitskopie (Abschnitt "1.6") benutzt werden. Da die Personal Paint-Programmdiskette fast vollständig gefüllt ist, müssen ggf. nicht benötigte Dateien (wie z. B. nicht erforderliche Druckertreiber) gelöscht werden, um Platz für zusätzliche Konfigurationsdateien zu schaffen. Unerfahrene Amiga-Benutzer sollten bei der Auswahl von zu löschenden oder zu überschreibenden Dateien und bei der Modifikation der Benutzeroberfläche von Personal Paint mit äußerster Vorsicht vorgehen.

Die Benutzeroberflächentexte werden in Menüs, Symbolen, Dialogfenstern und anderen Meldungen angezeigt. Die meisten dieser Texte sind in speziellen Dateien auf der Personal Paint-Programmdiskette gespeichert. Bei Programmstart wird immer die voreingestellte Datei geladen, allerdings können alle anderen Einstellungen zu jedem Zeitpunkt nachgeladen werden (Abschnitt "9.11"). Wichtig zu erwähnen ist, daß diese Dateien als Fließtext im ASCII-Format mit einem Texteditor oder einer Textverarbeitung (z. B. mit der "Dokument laden"-Funktion von Personal Write) geladen, modifiziert und wieder gespeichert werden können. Auch die Tastaturkurzbefehle für die Menüpunkte sind in diesen Dateien angegeben und können ebenfalls verändert werden. Wenn zum Ändern der Dateien Personal Write verwendet werden soll, müssen die Optionen "TAB Schrittweite" und "TABs in Datei" auf "8" und "JA" gesetzt werden. Die Option zum Erstellen von Sicherheitskopien sollte ausgeschaltet werden, wenn die verwendete Diskette schon fast voll ist.

Beim Erstellen einer neuen Datei mit Texten der Benutzeroberfläche sind einige wichtige Regeln zu beachten. Die einfachste Methode, eine solche Datei zu erstellen, liegt in der Modifikation einer schon bestehenden. Die Datei ist im bekannten ASCII-Format ohne Steuerzeichen abzuspeichern. TAB-Zeichen, die den Menütext vom Tastaturkürzel trennen, müssen erhalten bleiben. Jede Zeile der Datei muß einen oder mehrere gültige Texte (durch TAB getrennt), einen Kommentar oder keine Zeichen enthalten (Leerzeilen können der besseren Lesbarkeit halber eingefügt werden). Leerzeichen und Tabulatoren am Zeilenanfang werden ignoriert. Kommentare beginnen mit einem Semikolon ";" (ASCII Dezimalcode 59) und enden am Schluß der Zeile und jede Zeile (einschließlich der letzten) muß mit einem Zeilenvorschub (ASCII Dezimalcode 10) beendet werden.

Nach jedem Text für eine Menüoption kann ein optionaler Tastaturkurzbefehl festgelegt werden. Dieser ist vom Text durch ein oder mehrere TAB-Zeichen zu trennen und in "<>" (kleiner als/größer als) einzuschließen. Außerdem ist zunächst der Qualifikator (optional), dann die Taste anzugeben. Die folgenden Qualifikatoren werden unterstützt: "Shift", "Alt", "Ctrl", "Amiga" und "Num" (numerisches Tastenfeld). Ein Beispiel: <Shift-Up> würde soviel bedeuten, wie "dieser Befehl ist auszuführen, wenn die <Cursor-Up> Taste zusammen mit der <Shift> Taste gedrückt wird.

"Left", "Right", "Up" und "Down" werden zur Darstellung der vier Cursortasten benutzt. Andere Entsprechungen in Textform: "SP", "Tab", "BS", "Del", "Help", "Esc" und "F1" bis "F10".

Den Tastaturkurzbefehlen am Ende der Datei sind Funktionen zugeordnet, die nicht über ein Menü aufgerufen werden können.

Bei einer Neudefinition sollten alle Texte so gewählt werden werden, daß alle Menüs und Dialogfenster auf einem 320 Pixel breiten und 200 Zeilen hohen Bildschirm niedriger Auflösung dargestellt werden können. Texte für Meldungen (der Abschnitt "TMS" in der Textdatei) können, wenn sie den horizontalen Maximalumfang überschreiten, durch ein Unterstrichzeichen ("_") trennbar gemacht werden, wodurch Personal Paint den überschüssigen Text ggf. in eine neue Zeile schreibt. Normalerweise werden Unterstrichzeichen automatisch durch Leerzeichen ersetzt.

Beim Laden einer Datei mit neuen Benutzeroberflächentexten führt Personal Paint einige einfache Längenüberprüfungen durch und gibt Warnmeldungen aus, falls Texte zu lang sind oder trennbar gemacht werden sollten. Diese Funktion kann zwar beim Testen einer Datei während der Edierphase behilflich sein, aber es gibt nur eine Garantie, daß auch wirklich alles funktioniert wie geplant: Alle Menüs und Dialogfenster müssen manuell aufgerufen werden.

<Shift> sollte nicht als ein Qualifikator für Tasten benutzt werden, denen bereits vom System eine umgeschaltete Entsprechung zugeordnet worden ist. So ist z. B. <Shift-a> falsch, <A> aber korrekt. Für Befehle, die zur Edierung von Text verwendet werden, sollten immer Tastaturkürzel mit der <Amiga>-Taste als Qualifikator verwendet werden. Andere Tasten würden nämlich als zu schreibende Zeichen interpretiert und nicht als auszuführender Befehl.

Bei der Eingabe durch den Benutzer oder die Benutzerin wird bei Blättersymbolen, Schiebereglersymbolen und Listenfeldern zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden. Bei der Eingabe eines kleingeschriebenen Zeichens springt die Einstellung des entsprechenden Symbols oder Feldes um eine Einheit "zurück", bei großgeschriebenen Zeichen hingegen um eine Einheit "weiter". Bei anderen Symboltypen werden groß- und kleingeschriebene Zeichen nicht unterschieden.

Doppelte Zuweisungen des gleichen Tastaturkürzels sind zu vermeiden, da einer Tastenkombination immer nur ein Befehl zugeordnet werden kann. <Ctrl>+<Alt> besitzen in Zusammenhang mit der Funktion "Bildschirm laden" und mit der linken Maustaste eine Sonderfunktion, die nicht umdefiniert werden kann.

Das Zeichen für den Unterstrich kann in den Abschnitten TXW (Fenstertexte) und TXG (Symbol- und Feldtexte) dazu verwendet werden. Dabei wird das darauffolgende Zeichen unterstrichen und in Einklang mit den Richtlinien zur Gestaltung der Amiga-Benutzeroberfläche als Tastaturkurzbefehl benutzt. Folgende Symbol- und Feldtypen werden unterstützt: Blättersymbole, Auswahlfelder, Schiebereglersymbole, Listenfenster und Texte in Aktionssybolen (z. B. "_OK").

Durch die neuen Animationsfunktionen müssen sich mehr Menüs den zur Verfügung stehenden horizontalen Platz teilen. Aus diesem Grunde haben Sie die Möglichkeit, mit Hilfe eines Unterstriches anzugeben, an welcher Stelle ein Menüeintrag getrennt wird, wenn der Platz (z. B. in sehr niedrigen Auflösungen) nicht ausreicht. Ein Beispiel: Das Programm könnte "Anim_ation" als "Anim." abkürzen; in höherer Auflösung würde dies normal als "Animation" angezeigt.

Die Benutzeroberflächendateien sind mit einer Versionsnummer versehen, um die dazugehörige PPaint-Version für die Textdatei ermitteln zu können. Jede Version von PPaint erfordert eine ganz bestimmte Version der Benutzeroberflächendateien, die mit dem AmigaDOS-Befehl "Version" ermittelt werden kann.

Wenn eine Datei nur wenig verändert werden soll (wenn z. B. nur einige Tastaturkürzel modifiziert werden sollen), kann der ursprüngliche Dateiname beibehalten und damit die alte Version überschrieben werden (wenn diese Version aus Sicherheitgründen auch noch an einem anderen Platz gespeichert wurde). Bei der Entwicklung einer völlig neuen Dateiversion sollte ggf. das Suffix "custom" gewählt werden.


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