zurück zum Start weiter

Andere Hilfsprogramme

Kapitel 10

10. Andere Hilfsprogramme

Zum Lieferumfang von Personal Paint gehören einige Hilfsprogramme und Dateien, die zusammen zur Unterstützung des Hauptprogramms dienen.

10.1 AskAssign

Wie schon in Abschnitt "1.12" ("Umgebungsvariablen und Standardverzeichnisse") erläutert, muß für die Zuweisung logischer Gerätenamen von Zeit zu Zeit der Befehl "Assign" des Betriebssystems verwendet werden. Stattdessen kann aber auch das im Lieferumfang von Personal Paint enthaltene Programm "AskAssign", welches auch mit der Maus über die Workbench gestartet werden kann, benutzt werden. "AskAssign" wird auch von der Installationsroutine InstallPPaint aufgerufen.

In Abschnitt "1.13.1" ("Automatische Installation: Das Programm InstallPPaint") wird beschrieben, wie Verzeichnisse erstellt werden und wie man ein Verzeichnis (oder Gerät) auswählt, dem ein logischer Name zugewiesen werden soll. Wenn es von InstallPPaint aufgerufen wird, dient AskAssign zur Auswahl des Verzeichnisses, in dem Personal Paint gespeichert werden soll. Ein unabhängiger Start von AskAssign (durch einen Doppelklick auf sein Workbench-Piktogramm) erlaubt es, einen logischen Gerätenamen des Amiga festzulegen (z. B. "PPaint" oder "Fonts"). Um den Namen des logischen Gerätes zu ändern, ist bei aktiviertem AskAssign-Piktogramm die Workbenchfunktion "Information" zu wählen und dann der Inhalt des "ASKNAME"-Feldes in der Eingabezeile "TOOLTYPES" zu verändern. Standardmäßig wird durch die dem Personal Paint-Programmpaket beiliegende Version von AskAssign das logische Verzeichnis "FONTS" zugewiesen, wenn das Programm von der Workbench aus aufgerufen wird.

AskAssign befindet sich im Verzeichnis "PPaint_Tools".

10.2 ColorText

Wie schon in Abschnitt "3.1.3.2" bemerkt, unterstützt der Texteditor von Personal Paint auch farbige Schriften, die sog. Color-Fonts. Einige davon sind im Personal Paint-Programmpaket enthalten. Das Amiga-Betriebssystem unterstützt ab Version 2.0 Color-Fonts direkt, bei den älteren Versionen muß das Hilfsprogramm ColorText geladen werden, um diese Unterstützung nachträglich hinzuzufügen. Das Programm ColorText ist eine Entwicklung der Firma Inter/Active Softworks, die auch das ursprüngliche Color-Font-Format entwickelt hat.

Bei Betriebssystemversion vor 2.0 muß die "ColorText"-Verarbeitung durch einen Doppelklick auf ihr Workbench-Piktogramm aktiviert werden. Dies ist ab Version 2.0 nicht mehr notwendig.

10.3 HP DeskJet-Druckertreiber

Neue HP DeskJet-Druckertreiber (das Ergebnis einer Gemeinschaftsentwicklung von Cloanto und Commodore-Amiga) liegen Personal Paint mit Genehmigung der Firmen Commodore-Amiga Inc. und Cloanto Italia srl bei. Es handelt sich dabei um die ersten Versionen eines neuen Treibers, der nicht mehr den berühmten RLE-Kompressionsfehler enthält. Der Treiber für den 550C verarbeitet zusätzlich zu Cyan, Magenta und Gelb auch schwarze Tinte und bedruckt eine größere Fläche als die ehemals vorhandene Grenze von 25.4 Zentimetern (= 10 Zoll). Darüber hinaus bietet er im Vergleich zu früheren Amiga-Treibern eine verbesserte Cyan-Berechnung.

Bei den DeskJet-Treibern wird der Schwellwert- (engl. Threshold) Wert dazu benutzt, die druckerinterne Korrekturtabelle zu aktivieren. Wenn Sie mit Personal Paint zum Ausdrucken im 24-Bit-Modus mit diesen neuen Treibern verwenden, sollte der Schwellwert auf 1 stehen bleiben (keine Korrektur). Das Einstellen der Dichte auf 4, 5 oder 6 (Aktivierung der Depletion-Funktion in Verbindung mit verschiedenen Shingling-Werten) ist normalerweise nicht nötig. Stattdessen sollte hier der Wert 7 gewählt werden, da dies lediglich die Shingling-Funktion aktiviert und die Druckqualität verbessert.

Häufig taucht die Frage auf, ob die PPaint beiliegenden verbesserten Druckertreiber für den HP Deskjet auch den Grafikdruck mit 600×300 Dpi unterstützen. Viele Besitzer eines HP Deskjet 560C oder 520 unterliegen hier dem Mißverständnis, daß ihr Drucker hardwaremäßig in der Lage sei, die in der Werbung genannten "600×300 Dpi" auszugeben. Dies ist nicht der Fall: Vielmehr wird die hohe Auflösung mit Hilfe eines speziellen, auflösungssteigernden Verfahrens erzielt, welches nachträglich auf die in 300×300 Dpi vorliegenden Druckdaten angewandt wird. Die angesprochenen Druckermodelle sind keinesfalls in der Lage, Farbgrafiken 600×300 Dpi zu produzieren, darüber hinaus existiert auch kein dokumentierter Befehl, um S/W-Grafiken in dieser Auflösung an den Drucker zu schicken.

10.4 Personal Font

Das Programm Personal Paint und die Farberweiterung des Personal Font Maker benutzen normalerweise den gleichen Font (Personal.font) für ihre Benutzeroberflächen. Dieser Font wurde bereits einige Male überarbeitet. Wenn bei Ihnen beide Programme installiert sind und Probleme auftauchen, weil eines der beiden Programme eine ältere Version des Fonts verlangt, sollten Sie den Personal.font einfach aus Ihrem FONTS:-Verzeichnis löschen. Alle Versionen von Personal Paint und des Personal Font Maker 2 suchen ihn auch in ihrem eigenen Verzeichnis, in das er bei einer automatischen Installation selbsttätig kopiert wird. Verwenden Sie immer noch Topaz 8 für die Texte Ihrer Workbench-Piktogramme? Probieren Sie stattdessen einmal Personal 8 aus.


zurück zum Start weiter