Anleitung zu ProTermRIP V1.0 ================================ Installation: ------------- Um ProTermRIP zu installieren kopieren Sie bitte folgende Dateien und Verzeich- nise aus dem Archiv in Ihr FONTS-Verzeichnis: RIPBold RIPMicro RIPStd RIPBold.font RIPMicro.font RIPStd.font Legen Sie ein Verzeichnis an und binden in die User-startup oder Startup-sequenz folgende Zeile ein: Assign >NIL: RIPFONTS: Anschließend kopieren Sie alle Dateien aus dem Archiv, die auf .CHR enden in dieses Verzeichnis. Weiterhin müssen Sie sicherstellen, daß folgende Dateien vorhanden sind: DEVS:serial.device LIBS:asl.library LIBS:diskfont.library LIBS:iffparse.library Zuletzt muß noch ein Verzeichnis angelegt werden, in dem RIP-spezifische Daten abgelegt werden können. Sie können entweder ein Verzeichnis anlegen, in dem die Daten für alle Mailboxen abgelegt werden oder für jede oder manche Mail- boxen eigene Verzeichnisse wählen. Das ist sinnvoll, wenn eine Mailbox besonders viele Daten benötigt. Booten Sie das System neu und starten ProTermRIP aus einem beliebigen Verzei- chnis. Nach dem Starten: ----------------- Nach dem ersten Start empfiehlt es sich, zuerst die Preferences einzustellen, damit das Terminal optimal mit Ihrer Rechner/Modem Konfiguration funktioniert. Im Prefs-Menü finden Sie die verschiedenen Requester mit deren Hilfe die Prefs eingestellt werden können. Serial: ------- Hier lassen sich die Kommunikationsparameter, wie Baudreate, Handshaking, Stop- bits einstellen. Ausserdem können Sie eine Alternative zum Serial.device, wie zum Beispiel das BaudBandit.device einstellen. Der Schalter Highspeedmode ermöglicht Ihnen in einen Modus zu schalten, mit dem Sie eventuell eine höhere Baudrate benutzen können. Welche Baudrate Ihr Computer verträgt hängt von Prozessor und vom Serial.device ab. Wenn bei der Übertragung Zeichen verschluckt werden, können Sie davon aus- gehen, daß die Baudrate für Ihren Rechner zu hoch ist. Wenn Sie mit einem MC6800 arbeiten, empfehlen wir Ihnen das BaudBandit.device zu verwenden. Die restlichen Parameter sind auf Standartwerte eingestellt und müssen in der Regel nicht verändert werden. Modem: ------ In diesem Requester können Sie diverse Kommandos einstellen, die jeweils Modemspezifisch sind. Die voreingestellten Werte beziehen sich auf Hayeskom- patible Modems. Da dies die meisten Modems sind, dürfte es hier in der Regel keine Probleme geben. Das Modem init Kommando wird jeweils beim Start von ProTermRIP gesendet. Ist das Modem beim Start offline, das heißt Sie haben keine Verbindung zu einer Mailbox, so wird das Kommando Modem init (offline) gesendet. Ist es online wird das Modem init (online) gesendet. Dies ist sinnvoll, wenn Sie Ihr Modem nicht auf DTR-HangUp gestellt haben, und Sie zum Beispiel das Terminal wechseln oder neu starten wollen, da das Modem dann daran gehindert werden kann aufzu- legen. Der Modem exit Befehl wird jeweils bei der Beendigung des Terminals gesendet. Das Hung up Kommando wird immer dann gesendet, wenn Sie den Menü-punkt Hang up aus dem Phone-Menü wählen. Im Feld Dial prefix muß das Kommando ein- getragen werden, daß das Modem veranlaßt eine Nummer zu wählen. Das Dial suffix ist die Sequemnz, die nach Dial prefix und Nummer angefügt wird. Das Wählkomman- do wird also so zusammegesetzt: Außerdem lassen sich noch drei Zahlenwerte einstellen. Redial attempts gibt an, wie oft die Anwahl einer Nummer wiederholt wird, falls die vorherige Anwahl fehlschlägt. Dial timeout gibt die Zeit an, nach der der Anwahlversuch abgebrochen wird. Redial delay gibt die Zeit an, die vor einem neuen Anwahl- versuch gewartet wird. Screenmode: ----------- Hier läßt sich der Bildschirmmodus einstellen, der verwendet wird. Da der Bildschirm für die RIP-Emulation 640x400 Punkte groß sein muß, sind Sie auf folgende Wahlmöglichkeiten beschränkt: Euro:36Hz Hires Interlaced Euro:72Hz Productivity Multiscan:Productivity Ntsc: Hires Interlaced Pal: Hires Interlaced Super72: SuperHires Interlaced Terminal: --------- In den Terminalprefs lassen sich diverse Einstellungen zur Emulation des Terminals festlegen. In der rechten Hälfte des Requester befinden sich vier Checkboxen, in denen Sie festlegen können, ob ein CR (=ASCII 13) als CR und LF oder ein LF (=ASCII 10) als LF und CR empfangen oder gesendet wird. In der linken Hälfte des Requesters befinden sich drei Schalter. Durch den oberen können Sie festlegen, ob das Terminal im VT102 oder RIP Modus arbeiten soll. Stellen Sie hier VT102 ein, so läßt sich das Terminal wie jedes andere normale Terminal auch verwenden und es werden keine RIP Befehle anerkannt. Der mittlere Schalter bezieht sich auf die Umlaute. Befinden Sie sich in einer Box, die die Umlaute nach IBM-Standart sendet, stellen Sie hier PC charset ein. Andernfalls verwenden Sie Amiga charset. Der dritte und unterste Schalter legt die Größe des Zeichensatzes und somit die Bildschirmausmaße fest. Unter den drei Schaltern finden sich noch zwei weitere Checkboxen. Die Check- box Text wrap legt fest, ob Zeichen, die über den Bildschirmrand hinaus gehen, automatisch in die nächste Zeile gesetzt oder verschluckt werden. Ist die Checkbox gesetzt so werden die Zeichen in die nächste Zeile gesetzt. Die Checkbox Destructive Backspace legt fest, ob bei einem Backspace nur der Cursor zurückgesetzt oder das Zeichen unter dem Cursor auch gelöscht wird. Paths: ------ In diesem Requester lassen sich vier Pfade einstellen, die für die Funktion des Terminals sehr wichtig sind. Der erste Pfad Default ASCII-Send dir gibt an, aus welchem Verzeichnis Sie für gewöhnlich ASCII-Texte senden wollen. Dies kann Ihnen bei häufigem Gebrauch von ASCII-Send einiges an Arbeit ersparen, da Sie dann nicht jedesmal den kompletten Pfad neu eingeben müssen. Gleiches gilt für das Default upload dir, das sich allerdings auf die Uploadfunktion bezieht. Durch Default download dir können Sie festlegen, in welches Verzeichnis die Empfangenen Dateien abgelegt werden. Der letzte Pfad Default RIP-Dir legt fest, welches RIP-Verzeichnis für alle Mailboxen verwendet werden soll, die kein eigenes Verzeichnis haben. Im RIP-Ver- zeichnis werden alle Daten abgelegt, welche die Mailbox für die RIP-Emulation benötigt. Diese Files sind entweder Bilder oder vorgefertigte RIP-sequenzen. Durch die Daten wird die Geschwindigkeit bei der RIP-Emulation beträchtlich erhöht. Wenn eine Mailbox solche speziellen Daten benötigt, werden Sie für gewöhnlich von der Mailbox darüber informiert und bekommen die Daten transfe- riert. Transfer options: ----------------- Hier lassen sich das Übertragungsprotokoll und die Wartezeit für ASCII-Send fest- legen. Als Übertragungsprotokoll empfehlen wir es bei der voreingestellten xprzmodem.library zu belassen, da dies das gebräuchlichste Protokoll ist. Wie oben angesprochen können Sie weiterhin bestimmen, wie lang jeweils gewartet wird, wenn eine Zeile per ASCII-Send gesendet wurde. Die Angabe erfolgt in Vier- telsekunden. Macros: ------- In diesem Requester können Sie 10 Zeichenketten festlegen, die jeweils dann gesendet wird, sobald die entsprechende F-Taste gedrückt wird. Neben den Zei- chen, die Sie über die Tastatur erreichen können durch Angabe folgender Kombi- ationen beliebige andere Zeichen gesendet werden: \b Backspace (ein Zeichen rückwerts) \d Fügt ein beliebiges Zeichen ein, dass durch eine ein- bis dreistel- lige Dezimalzahl definiert wird. \e Escape \f Form feed (seite löschen) \n New line (eine Zeile tiefer) \r Return (Sprung zum Zeilenanfang) \t Tabulator (einen Tabulatorschritt vorwärts) \v Vertical tabulator ~ Wartet eine halbe Sekunde Diese Codes können Sie übrigens auch bei den Modembefehlen verwenden. Außerdem können Sie ein Modem aus einem Bildschirmausschnitt definieren. Drücken Sie dazu die Helptaste sobald Sie das entsprechende Feld angeklickt haben. Dann wird der alte Inhalt durch den Bildschirmausschnitt ersetzt. Open prefs: ----------- Mit dieser Funktion können Sie eine Prefsdatei laden, die sich nicht im Stan- dartverzeichnis befindet. Beim Start von ProTermRIP wird jeweils die Datei DEVS:ProTermRIP.prefs gelesen, sofern vorhanden. Save prefs: ----------- Save prefs speichert die momentanen Einstellungen in der zuletzt verwendeten Prefsdatei. Sofern Sie Open prefs oder Save prefs as nicht verwendet haben, ist dies die Standartdatei DEVS:ProTermRIP.prefs. Save prefs as: -------------- Speichert die momentanen Einstellungen in einer selbstdefinierten Datei ab. Diese kann später nur durch manuelle Auswahl von Open prefs wiederhergestellt werden. Wählen und auflegen: -------------------- Nachdem Sie die Einstellungen vorgenommen haben, können Sie in die erste Mail- box gehen. Zum wählen gibt es hier drei Möglichkeiten. Entweder Sie wählen manuell eine Nummer, indem Sie im Phone-Menü Dial number wählen, oder Sie wählen einen Eintrag aus dem Telefonbuch. Außerdem können Sie die zuletzt gewählte Nummer über Redial noch einmal wählen. Wollen Sie eine Nummer manuell wählen, bekommen Sie einen Requester, in dem Sie die Telefonnummer und das Verzeichnis für die RIP-Dateien einstellen können. Wenn Sie kein RIP-Verzeichnis angeben wird das Default RIP-Dir aus den Path-Pefs verwendet. Wenn Sie eine Nummer aus dem Telefonbuch wählen wollen, gehen Sie auf Phonebook, wählen den gewünschten Eintrag aus der Liste und klicken Dial an. Haben Sie noch keine Einträge im Telefonbuch können Sie mit New entry einen neuen Eintrag erzeugen. Danach können Sie noch Name der Mailbox, Telefonnummer, Kommentar und wieder ein RIP-Dir angeben. Der Name und der Kommentar sind ledig- lich für Sie als Orientierungshilfe gedacht, Sie haben für das Terminalprogramm keinerlei Bedeutung. Auch hier wird das Default RIP-Dir verwendet, sofern kein spezielles Verzeichnis angegeben wird. Haben Sie Ihr Telefonbuch erstellt, speichern Sie es mit Save list ab. Bitte sichern Sie, nachdem das Telefonbuch das erste mal espeichert wurde, nocheinmal die Preferences mittels Save prefs, damit ProTermRIP beim nächsten Start das Telefonbuch automatisch laden kann. SIe können das Telefonbuch in einem belie- bigen Verzeichnis unter einem beliebigen Namen sichern. Wenn Sie eine Mailbox verlassen wollen, wählen Sie einfach den Menüpunkt Hang up. Up- und Download: ----------------- Möchten Sie einer Mailbox ein Programm schicken, können Sie dies mittels Upload tun. Nachdem Sie den Menüpunlkt gewählt haben, werden Sie nach dem Namen der Datei gefragt und der Transfer wird gestartet. Möchten Sie eine Datei empfangen gehen Sie auf Download. Nähere Anweisungen zum Dateitransfer werden Ihnen in den meisten Mailboxen gegeben. Möchten Sie eine Textdatei senden, können Sie dies mittels Send ASCII tun. Die Daten werden so übertragen, als wenn Sie es per Hand über die Tastatur eingeben würden. Es kann nach jeder Zeile eine Pause eingelegt werden (siehe Transfer options). Review: ------- MNöchten Sie zum Beispiel wärend eines Chats nochmal nachlesen was vor einiger Zeit geschrieben wurde, können Sie im Menü Review den Punkt Display wählen. Es wird ein Fenster geöffnet, indem Sie alles noch einmal nachlesen können. Ver- wenden Sie den Schieberegler am Rand um den Text zu scrollen. Ausserdem können Sie den Text mit Hilfe der Pfeiltasten nach oben unt unten verschieben. Halten Sie zu der Pfeiltaste noch die Shift-Taste gedrückt, so wird der Text Seiten- weise verschoben, oder Sie gelangen an Anfang oder Ende des Textes, wenn Sie die Control-Taste gedrückt halten. Verlassen Sie den Requester entweder durch einen Druck auf das X in der linken oberen Ecke oder durch betätigen der Taste x. Möchten Sie den Text löschen, wählen Sie Clear, oder Freeze, wenn der Text nicht mehr verändert werden soll. Sie können den Text auch auf Diskette speichern, in dem Sie Save as wählen. Project: -------- Sie haben nun alle wichtigen Funktionen kennen gelernt. Aber ProTermRIP bietet noch ein paar Extras. So können Sie den Bildschirminhalt entweder als IFF-Datei "Save screen (IFF)" oder als Textdatei "Save screen (Text)" abspeichern. Außerdem können Sie den Bildschirminhalt "Print screen" oder einen Bildschirm- ausschnitt "Print snap" auch auf dem Dricker ausgeben. Oder Sie können ein Protokoll führen lassen. Entweder auf dem Drucker "Capture to printer" oder in eine Datei "Capture to File". Edit: ----- Es wurde schon mehrmals der Bildschirmausschnitt angesprochen. Diesen können Sie setzen, indem Sie einfach die linke Maustaste über dem ersten Zeichen, das Sie ausschneiden wollen, klicken, und dann die Markierung setzen. Alle Zeichen unter der Markierung werden in den Bildschirmausschnitt übernommen. Diesen Bildschirmausschnitt können Sie später mittels Paste wieder einsetzen, als Makro verwenden (s.o.) oder auf dem Drucker ausgeben (s.o.). Nun bleibt uns nur noch, Ihnen mit dem Programm viel Vergnügen und einen komfor- tableren Umgang mit den Mailboxen zu wünschen. Falls Sie Fehlermeldungen, Verbesserungsvorschläge oder Fragen haben, schreiben Sie an: Raphael Koch Zugspitzstr. 7 D-82061 Neuried