@DATABASE "VT.doc" @NODE MAIN "VT.doc" Anleitung zum Programm VIDEOTEXT (V4.2) Stand: 26.06.95 "VTX-Terminalsoftware": Videotext-Seiten in den Amiga einlesen, betrachten, verwalten, abspeichern. Die benötigte Hardware entspricht dem Projekt aus der c't 7/92. @{" Table Of Contents " Link Table_Of_Contents} @{" WARNUNG " Link 0.} @{" Hardwareanforderungen " Link 1.} @{" Programmeigenschaften " Link 2.} @{" Installation " Link 3.} @{" Erste Inbetriebnahme " Link 4.} @{" Bedienung " Link 5.} @{" Startparameter " Link 6.} @{" Dienstprogramme " Link 7.} @{" Freeware! " Link 8.} @{" An der Entstehung beteiligt ... " Link 9.} @ENDNODE @NODE Table_Of_Contents " Table Of Contents " MAIN@{" VT.doc " Link MAIN} 0.@{" WARNUNG " Link 0.} 1.@{" Hardwareanforderungen " Link 1.} 2.@{" Programmeigenschaften " Link 2.} 2.1.@{" Was kann Standard-Videotext? " Link 2.1.} 2.2.@{" Was bietet mein Programm? " Link 2.2.} 2.3.@{" Bekannte Probleme " Link 2.3.} 3.@{" Installation " Link 3.} 3.1.@{" Was gehört wohin? " Link 3.1.} 3.2.@{" Installationsvorgang " Link 3.2.} 4.@{" Erste Inbetriebnahme " Link 4.} 4.1.@{" Wenn überhaupt nichts passiert " Link 4.1.} 4.2.@{" Es kommen keine Seite an " Link 4.2.} 4.2.1.@{" Bus: Errx " Link 4.2.1.} 4.2.2.@{" AV: nein " Link 4.2.2.} 4.2.3.@{" VT: nein " Link 4.2.3.} 4.2.4.@{" VT-Uhrzeit " Link 4.2.4.} 5.@{" Bedienung " Link 5.} 5.1.@{" Seiten anfordern " Link 5.1.} 5.1.1.@{" Mausunterstützung " Link 5.1.1.} 5.1.2.@{" Konfigurationsdateien " Link 5.1.2.} 5.1.3.@{" Seitenüberwachung " Link 5.1.3.} 5.1.4.@{" TOP-Text " Link 5.1.4.} 5.1.5.@{" Bearbeiten der Warteschlange " Link 5.1.5.} 5.2.@{" Die eingelesenen Seiten " Link 5.2.} 5.3.@{" Dateioptionen " Link 5.3.} 5.4.@{" Extras " Link 5.4.} 5.5.@{" Programmende " Link 5.5.} 6.@{" Startparameter " Link 6.} 6.1.@{" FILE " Link 6.1.} 6.2.@{" EDITOR " Link 6.2.} 6.3.@{" ICONPATH " Link 6.3.} 6.4.@{" CONFIGPATH " Link 6.4.} 6.5.@{" MAXWAIT " Link 6.5.} 6.6.@{" BURST/SHUFFLE " Link 6.6.} 6.7.@{" BUSDELAY " Link 6.7.} 6.8.@{" PALETTE " Link 6.8.} 6.9.@{" Seitenanforderung " Link 6.9.} 6.10.@{" VT-Format laden " Link 6.10.} 7.@{" Dienstprogramme " Link 7.} 7.1.@{" VTview " Link 7.1.} 7.2.@{" I2Cscan " Link 7.2.} 8.@{" Freeware! " Link 8.} 8.1.@{" Bug-Reports " Link 8.1.} 8.2.@{" Vom selben Autor ... " Link 8.2.} 9.@{" An der Entstehung beteiligt ... " Link 9.} 9.1.@{" Benutzte Programme " Link 9.1.} 9.2.@{" Herkunft der Icons " Link 9.2.} 9.3.@{" Grüße " Link 9.3.} @ENDNODE @NODE 0. "WARNUNG" Keine Haftung, keine Garantie. Sie benutzen dieses Programm auf eigenes Risiko. Ich möchte empfehlen, daß Sie beim ersten probeweisen Programmstart keine anderen wichtigen Applikationen laufen lassen. Entwickelt und getestet wurde "VideoText" unter Kickstart 3.1, auf einem Amiga 2000 mit 5 MB RAM und Festplatte. Es läuft bei mir einwandfrei. Mögliche Probleme, auf die Sie stoßen könnten: - Kickstart 1.3: müßte funktionieren, nur kann ich das nicht überprüfen. - Ein vielleicht etwas ungewohntes Prinzip beim Speichern von Seiten: Es wird immer derselbe Dateiname verwendet, bis Sie ihn ausdrücklich ändern. Voreingestellt ist, sofern in Ihren Icon-ToolTypes unter "FILE=" nichts anderes steht, "RAM:VTdatei" - völlig harmlos. - Achten Sie darauf, daß das DOS-Kommandofragment für den externen Editoraufruf auch wirklich auf einen in Ihrem System existierenden Editor eingestellt ist, Icon-ToolType also z. B. "EDITOR=c:Ed". @ENDNODE @NODE 1. "Hardwareanforderungen" Sie benötigen: 1. einen Videotext-Decoder SAA 5246. (Damit ist nicht der fest eingebaute Dekoder in Ihrem Fernseher/Videorekorder gemeint, der nützt nichts. Ungeeignet ist aber auch die "Sparversion" des Dekoders, SAA 5244, die in der c't 7/92 als Alternative vorgestellt wurde.) 2. ein I²C-Bus Interface vom RS232-Port des Amiga zum Decoder, Pinbelegung wie in der c't 7/92 beschrieben. 3. eine FBAS-Signalquelle, z. B.: - Fernseher mit SCART-Ausgang - Satellitenreceiver - Videorekorder (aber nur zum Empfang des laufenden Fernsehprogramms, das VT-Signal aus Video-Aufzeichnungen ist i. a. unbrauchbar!) Für Details sehen Sie bitte in "Hardw.guide" nach. @ENDNODE @NODE 2. "Programmeigenschaften" Videotext an sich ist bereits eine hübsche Erfindung: ständig verfügbare Kurzinformationen als gratis-Zugabe zum Fernsehprogramm, "billiger als DFÜ, aktueller als BTX, bunter als die Tageszeitung" (Amiga Plus 1/94). Oder um die etwas nüchternere Beurteilung aus den Philips Lehrbriefen zu zitieren (von 1984, so lange gibt es Videotext schon :-): "Der auf jeder Seite verfügbare Raum zwingt zwar zu Kurzinforma- tionen, mit denen eine herkömmliche Zeitung nicht zu ersetzen ist, er genügt aber beispielsweise für Sportberichte, Steuertabellen, Verbrauchermitteilungen, Fahrpläne, Urlaubsadressen, Schlagzeilen der Weltnachrichten, Kinoprogramme oder Wetterberichte." @{" Was kann Standard-Videotext? " Link 2.1.} @{" Was bietet mein Programm? " Link 2.2.} @{" Bekannte Probleme " Link 2.3.} @ENDNODE @NODE 2.1. "Was kann Standard-Videotext?" Das Videotext-Angebot der Sender besteht aus einzelnen Textseiten, durch Nummern von 100 bis 899 unterschieden, die in einem unendlichen Zyklus immer wieder übertragen werden. Der Videotext-Decoder kann nun einzelne dieser durchlaufenden Seiten herausgreifen und festhalten. Die Wartezeit auf einen bestimmten Seiteninhalt ist unterschiedlich, hängt natürlich auch von etwas Glück ab und beträgt für die meisten Seiten im Durchschnitt gerade die halbe Zyklusdauer, und das sind ca. 30 sec. Dann gibt es aber auch einerseits "wichtige" Seiten wie Nr. 100, die mehrmals in den Zyklus eingebaut sind, so daß man höchstens 10 sec. warten muß. Andererseits gibt es Mehrfachseiten, die mehrere Seiteninhalte unter einer einzigen Seitennummer zusammenfassen. Und auf eine bestimmte dieser Unterseiten wartet man dann mehrere Zyklen, also mehrere Minuten lang! Größte Schwäche des Systems ist die Decoder-Hardware beim Fernsehzuschauer, die mit typischerweise nur 8 Seitenspeichern keine echte Cache-Funktion wahrnehmen kann. Klartext: Sie zwingt den Benutzer viel zu häufig, Verzeichnisseiten zu überschreiben, die er eigentlich noch braucht. Und die Möglichkeit, alte Seiten erst während des Wartens auf neu angeforderte zu lesen, ist auch ziemlich eingeschränkt. Eine Komfort-Verbesserung stellt TOP-Videotext dar (Table Of Pages). Dabei wird auf sog. "Pseudo-Seiten" zusätzliche Strukturinformation zum Seitenangebot übertragen, die den Zugriff auf die diversen Indexseiten überflüssig machen soll. (Oder so ähnlich. Ich habe keinen Fernseher mit TOP-Text.) Die beste Lösung ist aber immer noch, wenn ein Computer (natürlich der Amiga ;-) die Kontrolle über den VT-Decoderchip erhält: genug Speicher für Seiten, bessere Bediensoftware, bessere Tastatur. Zusätzlich erhält man die Möglichkeit, Seiteninhalte zu speichern, auszudrucken und weiter zu bearbeiten. @ENDNODE @NODE 2.2. "Was bietet mein Programm?" keine Nachteile: - unterstützt die internationalen Zeichensätze, alle 8 Farben, verdeckte Zeichen, VT-Grafikzeichen massiv und gerastert, doppelthohe Schrift (d. h. alle Textattribute außer "blinkend") einfache Seitenanforderung: - Warteschlange für bis zu 800 angeforderte Seitennummern - Konfigurationsdateien, die jedem Sender bis zu 2mal 800 wichtige, häufig gebrauchte Seitennummern zuordnen - TOP-Text-Unterstützung: automatische Anforderung der sog. "Blockseiten" oder interaktive Auswahl aus dem TOP-Verzeichnis - Anforderung von Folgeseiten durch Mausklick auf eine Nummer im Text Seiten verwalten und speichern: - Anzahl einlesbarer Seiten nur durch Größe des freien RAMs begrenzt, werden als sortierte Liste verwaltet - Speichern als ASCII-Text, IFF-Bild oder VT-Code, letzterer kann wieder eingelesen oder auch von "VTview" als Diashow angezeigt werden - Protokollierung einzelner Seiteninhalte (v. a. für Untertitel und Schlagzeilen interessant) Zusatzinformationen: - Testmodus: Bus-Status, FBAS- und VT-Signalqualität - Abfrage von Sendernamen und VT-Uhr, Systemuhr nach VT stellen - TOP-Text Seitenbelegungsschema Geschwindigkeit: - Effektive Übertragungsrate beim Einlesen ca. 2 Seiten/sec - Bildschirmausgabe: ca. 1 Seite/sec, auf Kosten unvollständigen Seitenaufbaus auch beliebig schnelleres Durchblättern möglich "VideoText" unterstützt CLI- und Workbench-Startargumente (nicht aber Application-Icon) und benutzt Filerequester (vorzugsweise ASL, sonst req.library). Das Programm ist überwiegend tastaturgesteuert (love it or leave it B-), mit kurzem Online-Hilfstext. Ein paar Grundfunktionen (Seiten anfordern/durchblättern, Programmende) lassen sich mit der Maus bedienen. @ENDNODE @NODE 2.3. "Bekannte Probleme" - Manche Commodities fangen F-Tasten ab und kollidieren auf diese Weise mit meiner Tastaturbelegung. Extremstes Beispiel: FKey, das F-Tasten und Shift-F-Tasten anstatt der standarmäßigen ESC-Sequenzen beliebig definierbare Texte zuordnet. Auch ansonsten ist Commodore mit unrühmlichem Beispiel vorangegangen, und hat mehreren Commodities unter WB 2.05 F- bzw. Shift-F-Tasten als Hotkeys zugeordnet (seit WB 2.1 nicht mehr): IHelp benutzte F1 - F5, Blanker SF1. Und einige sind diesem Beispiel gefolgt: MaxonMagic mit SF1/SF2, SuperDark mit SF3/SF4. Aber F-Tasten und Shift-F-Tasten stehen nun einmal eindeutig den Anwendungsprogrammen zu (wie eben "VideoText"), da sie sich über die Keymap abfragen lassen. Und Commodore gibt auch zu, daß man z. B. im Zweifelsfall FKey mal eben killen muß. Den anderen Commodities bleiben noch die exotischeren Qualifier-Kombinationen. IHelp habe ich auf "Alt F1" etc. umgestellt, meine Screenblanker auf "Shift Alt F1" usw. Ist also ein wenig Arbeit, aber nicht meine Schuld. O :-) - Menüs statt F-Tasten: Ja, kommt demnächst. - Für neu eingelesene Seiten wird laufend zusätzlicher Speicher belegt (und für gelöschte Seiten natürlich wieder freigegeben), ca. ein KByte pro Seite. Wenn hier Speichermangel eintritt, steigt das Programm sang- und klanglos aus: schade um die bis dahin gelesenen Seiten. Grund: ich benutze nicht AllocMem(), sondern das New() von Kick-Pascal, und das erzeugt bei Mißerfolg halt sofort einen Laufzeitfehler. - Die Anzeige des Sendernamens funktioniert nicht so richtig für Sender mit magazinverschachtelter Seitenfolge (erkennbar gemacht an der Unterseitennummer in spitzen Klammern, <0000>). Man erhält eine verstümmelte oder ganz leere Titelzeile. Betrifft, glaube ich, nur englische Sender. - TOP-Text-Ziffern sind Hamming-codiert, so daß sich alle einfachen Bitfehler nicht nur erkennen, sondern auch korrigieren lassen. Diese prima Eigenschaft nutzt meine Software *nicht* aus. Ich müßte dafür die Hardware-Paritätsprüfung des Decoders abschalten, und das will ich nicht. Keine ernste Einschränkung, einigermaßen gute Empfangsqualität vorausgesetzt. - Nach DIN 45660 (Begriffe der Fernsehtechnik) soll der Begriff "Videotext" eigentlich vermieden werden, die offizielle Bezeichnung lautet "Fernsehtext". Hintergrund sind die englischen Fachausdrücke: "videotex" ist dort der Oberbegriff für die gesamte Videographie (d. h. Textübermittlung mit Fernsehgeräten), unterschieden in "broadcast videotex" (Fernsehtext) und "interactive videotex" (BTX). Mit diesem Namensmißbrauch befinde ich mich aber in guter Gesellschaft. @ENDNODE @NODE 3. "Installation" Wirklich installieren müssen Sie nur einen Font. Und selbst das können Sie dank einer freundlichen Skriptdatei umgehen, wenn Sie "VideoText" unbedingt rein diskettengestützt laufen lassen wollen. @{" Was gehört wohin? " Link 3.1.} @{" Installationsvorgang " Link 3.2.} @ENDNODE @NODE 3.1. "Was gehört wohin?" "VideoText" benötigt - einen eigenen Font: "videotext.font" und "videotext/9" in FONTS: - dementsprechend auch die "diskfont.library" in LIBS: - die "asl.library" ODER die "req.library" in LIBS: Keine dieser drei sind unbedingte Vorraussetzung dafür, daß das Programm startet. Ohne den eigenen Font liefert es aber recht jämmerliche Ergebnisse. Darüber hinaus unterstützt "VideoText" zwei Sender/Seiten-Konfigurations- dateien - "VT.config" und "VT2.config" im aktuellen Verzeichnis die Sie vermutlich noch selbst erweitern und abändern wollen (s. 5.4., @{"Konfigurationsdateien" Link 5.1.2.}), sowie Standardpiktogramme für die Dateiausgabe, die unter den Namen - "VT.info", "ASCII.info", "IFF.info" in einem Unterverzeichnis "Icons/" des aktuellen Verzeichnisses gesucht werden. @ENDNODE @NODE 3.2. "Installationsvorgang" Für einen kurzen Testlauf ohne große Installation ist die Skriptdatei "AssignFonts" gedacht. Sie verlegt halt FONTS: in das VideoText-Verzeichnis auf der Diskette UND, bei nochmaliger Ausführung, nach "SYS:Fonts/" zurück. Das andere Skript, "Install", kopiert den Font nach FONTS: und die "req.library" nach LIBS:. Die Installation der Library entfällt, falls diese oder die "asl.library" bereits in LIBS: vorhanden ist. Das Programm selbst können Sie von der Workbench aus auf Festplatte installieren: Ziehen Sie einfach das ganze VideoText-Verzeichnis rüber und löschen Sie dann auf der Festplatte die unnötigen Unterverzeichnisse und Dateien, wie "fonts/", "libs/", "source/", "AssignFonts" und "Install". ODER Sie legen auf der Festplatte ein leeres Verzeichnis an und ziehen sich nur die benötigten Dateien und Verzeichnisse hinein, wie "VideoText", "VT.config", "VT2.config", "VTview" und "Icons/". Übrigens enthält das Verzeichnis eine Datei ohne Piktogramm, die Sie auf diese Weise übersehen würden, nämlich das Diagnoseprogramm @{"I2Cscan" Link 7.2.} (s. Abschnitt 7.2.), das Sie hoffentlich aber sowieso nicht benötigen werden. @ENDNODE @NODE 4. "Erste Inbetriebnahme" Sie sollten sich die Abschnitte @{"WARNUNG" Link 0.} und @{"Installation" Link 3.} bereits kurz angeschaut haben. Doppelklicken Sie dann einfach auf das Programm-Icon, und es müßte folgendes passieren: - Das Programm öffnet seinen Screen und begrüßt Sie mit einer Infoseite, unter "Jobs:" wird die Seitennummer 100 eingetragen und rückt gleich darauf ins Feld "Seitensuche:" auf. - Nach einer Weile (<< 1 Minute) müßte Seite 100 eintreffen und in die Liste "Im Speicher:" eingetragen werden. Tippen Sie "Cursor hoch", und die Seite wird auch am Bildschirm angezeigt. Wenn alles in Ordnung ist, können Sie ein bißchen mit dem Programm herumspielen: und sind recht spektakuläre, aber harmlose Funktionen, mit können Sie sich die Kurzanleitung anschauen. @{" Wenn überhaupt nichts passiert " Link 4.1.} @{" Es kommen keine Seite an " Link 4.2.} @ENDNODE @NODE 4.1. "Wenn überhaupt nichts passiert" Wenn das Programm überhaupt nicht starten sollte, haben Sie vermutlich zu wenig Speicher: mindestens 200K, davon 65K Chip sind nötig! Versuchen Sie in diesem Fall einmal einen CLI-Start, Sie müßten eine entsprechende Meldung erhalten. @ENDNODE @NODE 4.2. "Es kommen keine Seite an" Startet das Programm, aber es treffen auch nach einigem Warten keine Seiten ein, so drücken Sie einmal "t", um den Testmodus zu aktivieren. Das Statusfeld oben in der Mitte des Schirms sollten sich daraufhin umfärben und Diagnoseinformationen anzeigen, bis Sie den Testmodus wieder (auch mit "t") ausschalten. Mögliche Probleme, die sich daraus erkennen lassen, die gröbsten zuerst: @{" Bus: Errx " Link 4.2.1.} @{" AV: nein " Link 4.2.2.} @{" VT: nein " Link 4.2.3.} @{" VT-Uhrzeit " Link 4.2.4.} @ENDNODE @NODE 4.2.1. "Bus: Errx" Eine Meldung wie "Bus: Err4" bedeutet ein Kommunikationsproblem zwischen Rechner und Videotext-Decoder. Das kann grob gesagt zwei Ursachen haben: zu schneller Amiga oder fehlerhafte Hardware. Wenn Sie also einen beschleunigten Amiga besitzen, (z. B. A1200, A3000, A4000 oder entsprechende 680x0-Turbokarte), müssen Sie höchstwahrscheinlich nur die Busroutine entsprechend Ihrer Rechenleistung etwas bremsen. Das geht über das ToolType @{"BUSDELAY" Link 6.7.} bzw. den CLI-Parameter "-d", s. Abschnitt 6.6. Überprüfen Sie ansonsten nochmals alle Steckverbindungen (aber bevor Sie ggf. etwas ändern, erst den Rechner ausschalten!), und machen Sie sich schon einmal mit dem Gedanken vertraut, daß irgendwo in ihrer Hardware ein Schaltungsfehler stecken könnte. Ist der Fehler nicht auf Anhieb zu finden, starten Sie am besten einmal das Dienstprogramm @{"I2Cscan" Link 7.2.} (Abschnitt 7.2.), das ihnen zusätzliche Informationen liefert. @ENDNODE @NODE 4.2.2. "AV: nein" Mit "AV: nein" teilt Ihnen der Decoder mit, daß er (an Pin 8) kein Videosignal empfängt. Und damit meint er nicht "kein gutes", sondern wirklich "gar keins". (Ein Videosignal läßt sich am regelmäßigen Eintreffen von Bild- und Zeilensynchron-Impulsen relativ sicher identifizieren.) Vielleicht empfängt Ihre FBAS-Signalquelle gerade nur Rauschen, d. h. Sie haben gar keinen Sender eingestellt? @ENDNODE @NODE 4.2.3. "VT: nein" Die Meldung "VT: nein", also kein Videotext-Signal, erhält man selten einfach in dieser Form, die Anzeige flackert höchstens zwischen "ja" und "nein" hin und her. (Sogar wenn nicht einmal ein Fernsehsender, sondern wirklich nur Rauschen empfangen wird!) Mögliche Ursachen: - Kein Sender eingestellt (s. Feld "AV:") - Sender strahlt keinen Videotext aus (z. B. VOX) - Schlechte Empfangsqualität. Das muß noch nicht einmal sichtbare Mängel am Fernsehbild bedeuten. Die Datenrate des Videotext-Signals ist mit ca. 7 MBit/s nämlich ziemlich hoch, gemessen an den 5 MHz Bandbreite, die dem Fernsehbild normalerweise zugestanden werden. So ist z. B. aus Videoaufzeichnungen, auch wenn sie noch so einwandfrei aussehen, für gewöhnlich kein Videotext mehr decodierbar. - Nicht initialisierter Decoderchip. Ein paar Registerwerte des SAA5246 werden einmal beim Programmstart gesetzt, danach nicht wieder. Diese Initialisierung kann der Decoder verpaßt haben, z. B. weil Sie einen Umschalter am seriellen Port besitzen und erst zu spät umgeschaltet haben. Oder er hat sie wegen kurzzeitigem Spannungsausfall "vergessen". Probieren Sie "F2", das initialisiert den Chip neu. @ENDNODE @NODE 4.2.4. "VT-Uhrzeit" Im zweiten "VT:" beschrifteten Feld steht (über der Amiga-Systemzeit) die Uhrzeit, wie sie von gewöhnlichen Decodern laufend oben rechts in die Seite eingeblendet wird. Prima, um System- oder Armbanduhr danach zu stellen, aber auch, um die Qualität des Videotext-Signales etwas genauer zu beurteilen, als das "VT"-Statusbit des Decoders dies erlaubt. Wenn hier im Prinzip die Uhrzeit lesbar ist, aber häufig wirre Zeichen vorbeiflackern, ist das Videotext-Signal nämlich bereits zu schlecht, um noch wirklich von Nutzen zu sein: Wenn überhaupt noch Seiten gefunden werden, so fehlen ihnen haufenweise Zeichen oder sogar ganze Zeilen. Die Ursache dürfte in so einem Fall die Antennenanlage am verwendeten Fernseher sein (konnte ich z. B. mit meiner Zimmerantenne erleben). @ENDNODE @NODE 5. "Bedienung" Alle Kommandos werden über die Tastatur gegeben, zu einigen wichtigen gibt es Maus-Alternativen. Für das Eintippen von Seitennummern empfehle ich den Ziffernblock (dafür ist er da). @{" Seiten anfordern " Link 5.1.} @{" Die eingelesenen Seiten " Link 5.2.} @{" Dateioptionen " Link 5.3.} @{" Extras " Link 5.4.} @{" Programmende " Link 5.5.} @ENDNODE @NODE 5.1. "Seiten anfordern" Einfach Seitennummern wie 100, 242 oder 525 eintippen, mit Return abschließen, und sie werden in die Job-Warteschlange eingereiht. Für Korrekturen kann die Backspace-Taste ("<-") verwendet werden. Vorsicht, nicht mit "Del" verwechseln (s. u.)! Es können auch einzelne Unterseiten einer Mehrfachseite direkt angefordert werden. Angenommen, Seite 100 hat 7 Unterseiten, und nachdem Sie Ihre Anforderung eintippen, treffe 100/4 als nächste ein. Anforderung eingelesene Seiten 100 100/4 100/5 100/6 100/7 100/1 100/2 100/3 100/1 - - - - 100/1 100/* 100/4 Sie sehen, die Anforderung einer bestimmten Unterseite wie "100/1" spart gegenüber der einfachen Anforderung "100" Speicherplatz, aber kaum Wartezeit. Die Anforderung einer beliebigen Unterseite "100/*" spart beides, ist aber natürlich nur sinnvoll, wenn man weiß, daß auf allen Unterseiten im Prinzip dasselbe steht. @{" Mausunterstützung " Link 5.1.1.} @{" Konfigurationsdateien " Link 5.1.2.} @{" Seitenüberwachung " Link 5.1.3.} @{" TOP-Text " Link 5.1.4.} @{" Bearbeiten der Warteschlange " Link 5.1.5.} @ENDNODE @NODE 5.1.1. "Mausunterstützung" Wenn die gerade angezeigte Textseite Verweise auf andere Seitennummern enthält, können Sie einfach diese Nummern anklicken, um die Seiten anzufordern. Bereits im Speicher befindliche Seiten werden dabei nicht noch einmal angefordert, stattdessen springt das Programm zur betreffende Seite und zeigt diese an. Sie können den Seiteninhalt aktualisieren lassen, also doch noch eine Neuanforderung erzwingen, indem Sie in dieser Seite selbst auf die Nummer in der Kopfzeile klicken. Falls Sie keine Seiten haben, auf denen Sie etwas anklicken könnten, z. B. weil Sie gerade den ganzen Seitenspeicher gelöscht haben, brauchen Sie immer noch nicht zur Tastatur zu greifen: Mit Klick auf die Überschrift "Seitensuche:" fordern Sie die Seite 100 an, von da aus wird es dann schon irgendwie weiter gehen. @ENDNODE @NODE 5.1.2. "Konfigurationsdateien" Um sich das erste Mal einen Überblick über das Videotext-Angebot eines Senders zu verschaffen, wird man vermutlich, ausgehend von der Hauptübersicht auf Seite 100, sich über Verweise von einer Verzeichnisseite zur nächsten vorwärtshangeln. Etwas einfacher wird es, wenn der Sender @{"TOP-Text" Link 5.1.4.} unterstützt (s. nächster Abschnitt), aber das Ergebnis dieser etwas mühsamen Erkundungstour (nämlich, daß man jetzt die wirklich interessanten Seiten kennt, z. B. 112-115, 242-243, 580 auf ARD/ZDF) sollte auf jeden Fall irgendwie festgehalten werden. "VideoText" unterstützt dies mit Konfigurationsdateien, in die Sie Ihre Lieblingsseiten eintragen können (bis zu 800 pro Sender: mehr als Sie je brauchen werden). F10/Shift-F10 ruft die Konfigurationsdatei auf, bzw. die alternative Konfiguration (neu seit V4.0). Es werden automatisch nur die Seiten herausgesucht, die dem gerade empfangenen Sender zugeordnet sind. F9/Shift-F9 ruft einen externen Editor für eine der beiden Konfigurationsdatei auf. Einzelheiten können Sie Über den Startparameter @{"EDITOR" Link 6.2.} einstellen. # speichert Sendernamen und die Nummern der eingelesenen Seiten in einem (beinahe) für die Konfigurationsadteien verwendbaren Format im clipboard.device ab. Wenn Ihr Editor für seine Blockoperationen auch das Clipboard benutzt (wie z. B. AZ oder Edward), können Sie diesen Text direkt mit "Paste" in Ihre editierte Datei einfügen. Ab Workbench 2.0 geht das auch bei Ed: drücken sie rAmiga-V in seinem Fenster, und ConClip schmuggelt ihm den Text unter. Die beiden Konfigurationsdateien tragen die Namen "VT.config" und "VT2.config" (braucht Sie eigentlich nicht zu interessieren) und werden vom Programm im aktuellen Verzeichnis erwartet, sofern nicht über @{"CONFIGPATH" Link 6.4.} etwas anderes eingestellt ist. Das Dateiformat ist einfach: Für jeden Sender ein Stichwort, das in seiner Videotext-Kopfzeile vorkommt, danach zeilenweise Seitennummern, und eine Leerzeile als Abschluß. Beispiel: ARD/ZDF 100 250 252 253 525/1 SAT.1 500 540 543 MTV 102 103 110 112 Achtung: beim Stichwort wird Groß-/Klein-Schreibung unterschieden, deutsche Umlaute müssen leider durch {|}[\\] ersetzt werden, z. B. "S]DWEST". Für eine sinnvolle Aufteilung auf die zwei .config-Dateien könnten Sie z. B. in die erste Datei nur Seiten einzutragen, die sich täglich ändern, also Nachrichten, Sport, Wetter und Abendprogramm, in die zweite die "Wochenendbeilage" mit Fußball-Bundesliga, Technik-Reportagen, Kino, Charts und Buchbesprechungen. Sie brauchen die Seiten nicht nach aufsteigenden Nummern anzugeben, können also die wichtigsten an erste Stelle setzen. Und die Abarbeitung Ihrer Seitenauswahl wird erheblich beschleunigt, wenn Sie ein wenig berücksichtigen, nach welchem System die Seiten ausgestrahlt werden: - aufeinanderfolgende Seitennummern wie z. B. 581, 582, 583, 584, 585, 586 werden vom Sender auch direkt hintereinander ausgestrahlt. Wenn Sie sie in genau dieser Reihenfolge anfordern, werden die ersten vier (oder weniger, je nachdem, was für Seiten sonst noch warten) nahezu auf einen Schlag eingelesen, die übrigen rücken aber nicht schnell genug nach und werden darum erst beim nächsten Durchgang (ca. 1 min später) gelesen. Nutzen Sie diese Wartezeit, indem Sie ein paar Seiten aus einem anderen Magazin dazwischenpacken, z. B. 581, 582, 583, 242, 243, 584, 585, 586. - Mehrfachseiten blockieren die Seitensuche *immer* mehrere Minuten lang: packen Sie sie ans Ende der Liste. (Nicht ganz so wichtig bei "schnellen" Mehrfachseiten wie S. 100 auf ARD/ZDF.) @ENDNODE @NODE 5.1.3. "Seitenüberwachung" Bei der Seitenanforderung können Sie anstelle einer Unterseitennummer auch eine Überwachungsoption /. angeben. Im Gegensatz zur Option /*, die ja bezweckt, eine Seite möglichst bald wieder aus der Seitensuche los zu sein, hält diese sie in der Seitensuche fest. Das ist sinnvoll bei Seiten, die oft ihren Inhalt ändern, z. B. Untertitel, Schlagzeilen, oder die aktuellen Fußballergebnisse am Samstagnachmittag (150/. 111/. 241/.). Jeder neue Seiteninhalt (Änderungen werden an einem Statusflag vom Sender erkannt) wird dann auch sofort am Bildschirm angezeigt, egal welche andere Seite Sie gerade betrachten. Diese zuletzt betrachtete Seite bleibt aber immer noch als aktuelle ausgewählt, so daß Sie mit sofort zu ihr zurückkehren können. (Dadurch ist auch sichergestellt, daß ein Kommando wie Löschen, Speichern, Drucken, das Sie zufällig gleichzeitig mit der Aktualisierung einer überwachte Seite eintippen, nicht versehentlich auf die falsche Seite bezogen wird.) Wenn Sie dagegen bei der neu angezeigten Seite bleiben wollen, klicken Sie in die Seitennummer in der Kopfzeile, und der Auswahlzeiger in der Seitenliste müßte entsprechend umspringen. Untertitelseiten (werden auch an einem Statusflag erkannt) werden Übrigens etwas anders behandelt: Den Benutzer auf jede ihre Aktualisierungen aufmerksam zu machen wäre Überflüssig und lästig und entfällt darum. Noch einen Schritt weiter geht die Option /! zur Seitenprotokollierung. Alle neuen Seiteninhalte werden dann in die eingestellte Ausgabedatei abgespeichert. Die eigene Funktion "Untertitelprotokollierung", die es bis Version 4.1 gab, ist damit überflüssig geworden. Dem entspricht jetzt eine Seitenanforderung 150/! zusammen mit einer auf ASCII-Format eingestellten Ausgabedatei. ASCII-Format bietet sich auch an für die Protokollierung von Schlagzeilen (111/!, 222/!, 333/!). Für die Überwachung von vollen Seiten (z. B. Bundesliga-Spielstände) ist dagegen VT-Format besser, da man dann das Protokoll leichter seitenweise durchblättern kann (mit @{"VTview" Link 7.1.} nämlich). Die Überwachungsoptionen lassen sich nachträglich ändern, und zwar einfach durch Neuanforderung mit einer anderen Option. Beispiel: Sie wollen sich VT-Untertitel anschauen und lassen darum nach 150/. suchen. Nachdem Sie einige Dialogtexte gelesen haben, finden Sie die Sendung großartig und möchten ein Protokoll davon: einfach 150/! anfordern und der Überwachungs- modus wird entsprechend geändert. Sie können übrigens sogar 150/* eintippen, und auf etwas indirekte aber gar nicht so unelegante Weise werden die Untertitel wieder wieder aus der Seitensuche entfernt. @ENDNODE @NODE 5.1.4. "TOP-Text" Wenn Sie eine der beiden TOP-Text Funktionen aufrufen, werden ein paar Pseudo-Seiten 1F0, 1F1 etc. in die Seitensuche eingereiht, und die eigentlich gewünschte Funktion startet, sobald alle diese Seiten gefunden und eingelesen wurden. Das sollte recht zügig gehen (ca. 10 - 20 Sek.), andernfalls strahlt der Sender vermutlich keine TOP-Informationen aus. F6: Nutzt die TOP-Informationen, um die Übersichtsseiten der einzelnen Themenkreise, "Blockseiten" genannt, anzufordern. Dazu gehören die Leitseite 100, die Basisseiten der einzelnen Magazine (200, 300 etc.) und noch ein paar weitere, auf ARD/ZDF insgesamt etwa 20. Gibt einen ganz netten Überblick über das Gesamtangebot und hält sich gerade noch im überschaubaren Rahmen Shift-F6: Baut ein interaktives Inhaltsverzeichnis auf, mit den aus TOP-Text entnommenen Kurzbeschreibungen einiger Seiten. Mit können Sie darin Seiten markieren, mit oder die Markierung wieder aufheben, Auswahl mit Mausklick ist auch möglich. beendet die Auswahl und übernimmt alle markierten Seiten in die Job-Warteschlange, verläßt die TOP-Auswahl einfach so. Während des Auswahlvorgangs wird die Seitensuche angehalten, das dürfte aber normalerweise kein Problem sein. Außerdem wird von beiden Funktionen ein Überblick über die vom Sender verwendeten Seitennummern mit der jeweiligen Anzahl Unterseiten erzeugt. ('-' steht dabei für nicht benutzte Seitennummern, '+' für "mehr als 9 Unterseiten", und '?' sind erkannte Übertragungsfehler in den TOP-Seiten.) Den Überblick finden Sie in Form zweier selbstgemachter VT-Seiten (998/1 und 998/2) am Ende der Seitenliste. @ENDNODE @NODE 5.1.5. "Bearbeiten der Warteschlange" F8: Die Warteschlange hat mit Version 4.0 eine äußerst nützliche Eigenschaft dazugewonnen: Bislang wurde sie immer streng nach FIFO (first in, first out) verwaltet, mit F8 läßt sie sich jetzt auf LIFO (last in, first out) umschalten, so daß sich neu eingegebene Seitennummern "vordrängeln" können. Sehr praktisch, aber unfair. Bei der nächsten unnauffälligen Gelegenheit (sobald die Warteschlange wieder leer ist), wird darum automatisch auf FIFO-Verwaltung zurückgeschaltet. Das Umschalten geht auch mit Mausklick auf die Überschrift "Jobs:". F7: löscht die gesamte Warteschlange. Sehr wichtige Option, da man umgekehrt mit TOP-Text oder Konfigurationsdateien auf einen einzigen Tastendruck das arme Programm ziemlich mit Jobs zuschmeißen kann. Tab: bewegt den Auswahlzeiger ">" von der Seitenliste (wo er normalerweise stehen sollte, weil er dort nötiger gebraucht wird :-) hinüber zur Warteschlange und zurück. Sie brauchen ihn, wenn Sie *einzelne* wartende Seiten löschen wollen. Mausklick auf eine der wartenden Seitennummern bewegt den Zeiger ebenfalls zur Warteschlange hinüber, falls er dort nicht schon steht. (Shift-)Crsr ^/v: bewegt den Auswahlzeiger in 1er (bzw. 5er-)Schritten in der Warteschlange auf und ab. Crsr <->: springt an den Anfang/ans Ende der Schlange. Del: löscht die ausgewählte Seitennummer. (Wichtig v. a. für Seiten, die wegen Anforderung mit der Option /. oder /! in der Seitensuche festgehalten werden und darum weder durch Erfüllung noch durch Zeitüberschreitung rausfliegen können.) Vorsicht! Wenn der Auswahlzeiger ">" noch in der Seitenliste steht, müssen Sie ihn erst mit auf die Warteschlange umsetzen, sonst löscht die gerade angezeigte Seite! @ENDNODE @NODE 5.2. "Die eingelesenen Seiten" Die eingelesenen Seiten sind nach Nummern sortiert spaltenweise in einer Übersichtstabelle dargestellt. Diese Tabelle kann man durchblättern, sie wird seitlich gescrollt, wenn sie nicht vollständig auf den Bildschirm paßt. Die hier ausgewählte Seite wird angezeigt, sie kann auch ausgedruckt, abgespeichert oder gelöscht werden. Tab: setzt, falls nötig, den Auswahlzeiger ">" zwischen Seitenliste und Warteschlange um. Bei Programmstart steht der Zeiger zunächst in der Seitenliste. Crsr ^/v: Eine Seitennummer vorwärts/rückwärts. Dasselbe erreichen Sie, indem Sie in das obere bzw. untere Drittel der angezeigten Seite mausklicken (nur nicht gerade auf eine Nummer, das bewirkt etwas anderes, s. o.). Shift-Crsr ^/v: Ein Magazin (100er-Gruppe) vorwärts/rückwärts. Es wird die niedrigste Nummer im nächsthöheren/-niedrigeren Magazin angesteuert. Crsr <->: Eine Spalte vorwärts/-rückwärts springen. ?: "Rätseltaste", in der momentan angezeigten Seite werden die verdeckten Zeichen aufgedeckt. Space: Die verdeckten Zeichen wieder tarnen. Oder einen Refresh erzwingen, wenn Ihre ausgewählte Seite gerade vom neuen Inhalt einer überwachten Seite überschrieben wurde. Del: Die angezeigte Seite wird aus dem Speicher gelöscht und ihre Nummer aus der Tabelle entfernt. Shift-F7: *Alle* im Speicher befindlichen Seiten werden gelöscht. Zum Glück gibt es zuvor noch eine Sicherheitsabfrage. s: Die angezeigte Seite speichern, je nach eingestelltem Format als ASCII oder VT. Shift-S: Die angezeigte Seite mit allen zugehörigen Unterseiten speichern. Ctrl-S: *Alle* Seiten speichern, dem geht eine Sicherheitsabfrage voraus. i: IFF-Bild der aktuellen Seite speichern. Da naturgemäß nur ein IFF-Bild in eine Datei paßt, kommt vorher ein Filerequester. Der verwendete Dateiname ist unabhängig von dem der Text-Ausgabedatei, auch wenn nach Programmstart beide zunächst identisch vorgegeben sind. Die Falschfarbendarstellung beim Speichern hat übrigens den Zweck, Schwarz als Hintergrundfarbe zu erzwingen, sieht beim späteren Anzeigen der Bilder erheblich besser aus. Shift-P: Die angezeigte Seite ausdrucken (ASCII-Druck über "PRT:"). Mausklick auf eine Seitennummer in der Tabelle: Steuert eine Seite direkt an. Klick auf die Überschrift "im Speicher:" bringt Sie an den Listenanfang zurück (normalerweise Seite 100), mit Mausklick in den freien Raum direkt links bzw. rechts neben der Tabelle können Sie seitliches Scrollen auslösen. @ENDNODE @NODE 5.3. "Dateioptionen" Shift-N: Neuen Dateinamen festlegen, hierzu erscheint ein Filerequester. Falls weder req.library noch asl.library vorhanden sind, kommt ein etwas spartanischer selbstgestrickter Requester. Ich darf zu seiner Benutzung (hoffentlich nicht!) an die Standard-Eigenschaften von Stringgadgets erinnern: rAmiga-X löscht den Inhalt, rAmiga-Q stellt den ursprünglichen Inhalt wieder her. Dasselbe erreichen Sie mit Mausklick auf das Wort "Datei" links unten am Bildschirm. F4: schaltet zwischen zwei möglichen Formaten für die Ausgabedatei um: 1. reiner ASCII-Text (zur Weiterverarbeitung der Seitentexte) 2. rohes VT-Format (Farb- und Grafikinformationen bleiben erhalten, kann mit @{"VTview" Link 7.1.} angezeigt werden, oder nochmal in VideoText eingelesen, um doch noch ASCII-Text zu erzeugen) Mausklick auf das Wort "ASCII" bzw. "VT" schaltet ebenfalls um. F5: schaltet um zwischen den Dateimodi "Überschreiben" und "Anhängen". Alternative: Mausklick auf das entsprechende Wort in der Dateistatus- zeile. Wenn "Überschreiben" gewählt ist, erfolgt vor jedem Speichervorgang noch eine Sicherheitsabfrage. Wenn "Anhängen" gewählt ist, entfällt diese Abfrage, und es wird lediglich grob überprüft, ob das Anhängen sinnvoll ist. Das sieht dann so aus, daß der Speichervorgang einfach verweigert wird, falls die ausgewählte Datei als IFF-, Icon- oder Programmdatei erkannt wurde. ABER: außer diesen dreien gibt es natürlich zahllose weitere Dateitypen, wie Archive, Module usw., die es extrem übel nehmen, wenn man irgendwelchen Müll an ihr Ende anhängt. All diese kann "VideoText" unmöglich erkennen (und soll es auch gar nicht), darum Vorsicht, auch beim Anhängen an Dateien! Shift-F5: bestimmt, ob Icons für die Ausgabedatei erzeugt werden sollen. Diese Option ist bei WBench-Start zunächst aktiv, bei CLI-Start inaktiv. Entsprechender Mausklick: auf den Dateinamen oder rechts daneben. @ENDNODE @NODE 5.4. "Extras" t: schaltet den Testmodus ein/aus. Mausklick auf die Überschrift "Status:" bewirkt dasselbe. Außer der eigentlichen Diagnosefunktion wie in Abschnitt 4., @{"Erste Inbetriebnahme" Link 4.} beschrieben, ist die laufende Videotext-Uhr und der Vergleich zur Amiga-Systemzeit noch ganz nützlich. Wenn man das Programm momentan nicht benutzt, aber noch nicht verlassen will, sollte der Testmodus ausgeschaltet werden, da man sonst unnötig viel Rechenzeit verbraucht! T: stellt die Systemzeit nach der VT-Uhrzeit. Dies entspricht dem DOS- Befehl "Date" mit der VT-Uhrzeit als Parameter (wird natürlich ohne einen solchen Umweg direkt über das "timer.device" geregelt). Die akkugepufferte Uhr bleibt davon unberührt, ein "SetClock SAVE" findet also nicht statt. Funktioniert aus Sicherheitsgründen nur, wenn die Videotext-Uhrzeit auch gerade angezeigt wird. n: zeigt den aktuellen Sendernamen an. l: Seiten laden, müssen als Datei im VT-Format vorliegen. Entspricht der Möglichkeit, solche VT-Seitendateien als Startargumente zu übergeben und auf die Weise einlesen zu lassen. Nur eben diesmal mit Filerequester. F1/Shift-F1: steuern die Bildschirmdarstellung des Videotext-Decoders (aus/ein). Nur von Bedeutung, wenn der SAA 5246 auch mit R, G, B und BLNK an den SCART-Eingang eines Fernsehers angeschlossen ist. F2: initialisiert den Decoder-Chip neu. Das geschieht normalerweise einmal zu Programmbeginn, und das reicht. Aber vielleicht hat der Decoder das verpaßt, da Ihr serieller Port noch aufs Modem umgeschaltet war. Help: Zeigt einen Hilfstext an, in dem alle Tastenbelegungen kurz erklärt sind. Der Text ist, wie das TOP-Seitenbelegungsschema, auf zwei selbstgemachte VT-Seiten aufgeteilt, die unter den Nummern 999/1 und 999/2 ans Ende der Seitenliste gehängt werden. @ENDNODE @NODE 5.5. "Programmende" Tippen Sie "x", und nach einer Sicherheitsabfrage, die Sie mit "j" beantworten, wird das Programm beendet. Alternative: das Pulldown-Menue mit dem Menuepunkt "Quit" (ein Stückchen Intuition-Oberfläche muß schließlich sein!), wobei die Sicherheitsabfrage allerdings entfällt. @ENDNODE @NODE 6. "Startparameter" "VideoText" unterstützt CLI-Parameter und Workbench-ToolTypes. Die meisten Parameter können auf beide Arten angegeben werden. Ausnahme: Direktanforderung von Seiten ist nur vom CLI aus möglich. @{" FILE " Link 6.1.} @{" EDITOR " Link 6.2.} @{" ICONPATH " Link 6.3.} @{" CONFIGPATH " Link 6.4.} @{" MAXWAIT " Link 6.5.} @{" BURST/SHUFFLE " Link 6.6.} @{" BUSDELAY " Link 6.7.} @{" PALETTE " Link 6.8.} @{" Seitenanforderung " Link 6.9.} @{" VT-Format laden " Link 6.10.} @ENDNODE @NODE 6.1. "FILE" FILE= Bsp.: FILE=RAM:VTdatei CLI: -f=RAM:VTdatei ('=' ist optional) Namen der Ausgabedatei festlegen. Kann vom Programm aus jederzeit über Filerequester geändert werden. @ENDNODE @NODE 6.2. "EDITOR" EDITOR= Bsp.: EDITOR=c:Ed CLI: -e=c:Ed ('=' ist optional) Legt den externen Editor fest, der aufgerufen wird, wenn Sie F9/Shift-F9 drücken. Dem angegebenen Kommandostring wird einfach der passende Dateiname ("VT.config" bzw. "VT2.config") nebst Pfadnamen (s. @{"CONFIGPATH" Link 6.4.}) angehängt und das ganze dann als DOS-Kommando ausgeführt. Vergessen Sie im CLI nicht die "", falls Ihr Kommando Leerzeichen enthält, z. B. "-e=c:Run >NIL: c:Ed". @ENDNODE @NODE 6.3. "ICONPATH" ICONPATH= Bsp.: ICONPATH=Icons/ CLI: -i=Icons/ ('=' ist optional) Gibt das Verzeichnis mit den Standard-Icons "ASCII.info", "VT.info", "IFF.info" an, von denen immer eins, abhängig vom eingestellten Dateiformat, als Icon für die Ausgabedatei kopiert wird. Natürlich können Sie auch einen absoluten Pfad angeben, wie z. B. "dh0:misc/icons/". Es werden übrigens keine Icons erzeugt, wenn lediglich an eine bestehende Datei angehängt wird, und natürlich auch nicht, wenn der Benutzer die Erzeugung von Icons ganz abgeschaltet hat (Shift-F5). @ENDNODE @NODE 6.4. "CONFIGPATH" CONFIGPATH= Bsp.: CONFIGPATH=S: CLI: -c=S: ('=' ist optional) Gibt an, wo sich die .config-Dateien mit Ihrer Seitenvorauswahl befinden. Solange Sie nichts angeben, wird im aktuellen Verzeichnis gesucht. @ENDNODE @NODE 6.5. "MAXWAIT" MAXWAIT= Bsp.: MAXWAIT=60 CLI: -w60 Die Zeit, nach der angenommen werden soll, daß eine angeforderte Seitennummer nicht existiert. Ein vernünftiger Wert sind ca. 60-90 Sekunden. @ENDNODE @NODE 6.6. "BURST/SHUFFLE" BURST= Bsp.: BURST=0 SHUFFLE=30 SHUFFLE= CLI: -b0 -s30 Timing-Parameter für die Seiteneinleseroutine, Einheit: 1/50-Sekunden. Veränderungen hieran brauchen lediglich vorgenommen zu werden, wenn öfters unvollständige Seiten eingelesen werden, und zwar unvollständig in dem Sinne, daß ein paar der *untersten* Zeilen fehlen (d. h. die Seite war zum Zeitpunkt des Einlesens in den Amiga noch nicht vollständig im Decoder eingetroffen). Andere Fehler, wie mittendrin fehlende Zeilen oder Zeichen sind *nicht* mit diesen Parametern behebbar! Die zwei Parameter werden alternativ verwendet, für zwei verschiedene zulässige VT-Ausstrahlungsprotokolle. Dabei scheint das Verfahren "serielle Magazinfolge" (BURST) das allgemein üblichere zu sein. Das Programm signalisiert diesen Modus, indem die Unterseitennummer, die es oben links in jede VT-Seite einträgt, in runde Klammern setzt, (0000). "Verschachtelte Magazinfolge" (SHUFFLE) trifft man aber auch gelegentlich, z. B. beim "Children's Channel", angezeigt wird dieser Modus durch spitze Klammern um die Unterseitennummer, <0000>. Das Problem, das diese Parameter überhaupt nötig macht, ist folgendes: Eine Videotextseite besteht bei der Übertragung aus einer Kopfzeile und einigen (normalerweise 23) Folgezeilen. Das Eintreffen der Kopfzeile wird in einem auslesbarem Flag im Decoder gemeldet, nicht aber das *Ende* einer Seitenübertragung. Also muß man einfach blind eine Zeit lang warten, und hoffen, daß die Seite anschließend komplett ist. Die gute Nachricht: im Burst-Modus ist die Seitenübertragung so schnell, daß man normalerweise überhaupt nicht warten muß (BURST=0), der leere Seitenspeicher wird nämlich ungefähr gleich schnell, eher sogar etwas schneller aufgefüllt, als er über den I²C-Bus überhaupt ausgelesen werden kann. Die schlechte Nachricht: der magazinverschachtelte Modus braucht ca. achtmal so lange für die Übertragung einer Seite. Zwar werden hier wie auch beim magazinseriellen Modus typischerweise ca. 13 Seiten/sec. übertragen, aber die Zeilen aus bis zu 8 verschiedenen Seiten (aus den 8 Magazinen) dürfen ineinander verzahnt gesendet werden. Kurzum: hier ist garantiert eine Wartezeit nötig, größenordnungsmäßig eine halbe Sekunde (SHUFFLE=25). Vorsicht: stellen Sie keine unnötig langen Wartezeiten ein, weniger als 1 Sekunde (d. h. <50) müßte immer genügen. Sonst kann es passieren, daß bis zum Beginn des Einlesens bereits ein neuer Seiteninhalt eintrifft, äußerst häßliche Situation. @ENDNODE @NODE 6.7. "BUSDELAY" BUSDELAY= Bsp.: BUSDELAY=0 CLI: -d0 Die Taktrate auf dem I²C-Bus kann vom Master (in diesem Fall dem Amiga) beliebig vorgegeben werden, solange sie nicht mehr als 100 kHz beträgt. Leider ist meine IO-Routine, seit sie in Assembler geschrieben ist, schnell genug, diese 100 kHz auf Standard-68000er Amigas gerade eben zu erreichen, und sie dafür auf allen anderen Modellen (A3000, A1200, A4000) gnadenlos zu überschreiten. Wenn nun darum Busprobleme auftreten (s. o., Inbetriebnahme), können mit BUSDELAY in jedes übertragene Bit kleine Warteschleifen eingebaut werden. Probieren Sie vielleicht die Werte 1, 2, 4, 8, 16, 32, 64, 128, 256, 512, um sich langsam an die richtige Einstellung heranzutasten. Mehr als BUSDELAY=500 dürfte allerdings keinen Sinn machen, ich kann mir keinen Amiga vorstellen, der so schnell ist. Wenn das also nicht hilft, sind die Busprobleme ziemlich sicher von der I²C-Hardware verschuldet. @ENDNODE @NODE 6.8. "PALETTE" PALETTE=,,... Bsp.: PALETTE=000,d00,0d0,ee0,00d,909,0cc,fff CLI: -p000,f00,0f0,ff0,00f,f0f,0ff,fff Die Bildschirmfarben festlegen, in RGB-Komponenten für die 8 Farben Schwarz, Rot, Grün, Gelb, Blau, Violett, Türkis, Weiß. Falls Ihnen aufgefallen sein sollte, daß dies nicht der Numerierung der Screen-Farben entspricht (z. B. ist dort Türkis Farbe 0): gut beobachtet, die Farben werden trotzdem in genau dieser Reihenfolge angegeben. Das Beispiel in der zweiten Zeile erzeugt Farben maximaler Intensität, entspricht den Programm-Defaultwerten, und so ist Videotext wohl auch eigentlich gedacht. Voreingestellt in den Icon-ToolTypes finden Sie dagegen das erste Beipiel, mit etwas gedämpfteren Farben. Da ich seit Version 4.0 nicht mehr Schwarz als Hintergrund verwende, war vor allem ein Türkis nötig, auf dem man auch noch weiße Schrift lesen kann: $0CC statt $0FF. (Nur für eine 9. Farbe, Mittelgrau, öffne ich keinen 16-Farben-Screen.) @ENDNODE @NODE 6.9. "Seitenanforderung" ... Bsp.: 100/* 112 113 114 115 525/1 Alle CLI-Argumente, die nicht mit "-" beginnen und als gültige Seitennummer interpretiert werden können, werden als Seitenanforderung in die Job-Warteschlange eingereiht. Einen entsprechenden Workbench-Parameter gibt es nicht. @ENDNODE @NODE 6.10. "VT-Format laden" ... CLI-Parameter, die nicht mit "-" beginnen und außerdem keine Seitennummer sein können, weil Sie Buchstaben enthalten (um ganz genau zu sein: Zeichen außer Ziffern und "/*.!"), werden als zu ladende Seitendatei im VT-Format angesehen (vgl. Abschnitt 7.1., Dienstprogramm @{"VTview" Link 7.1.}). Nützlich, um derart gespeicherte Dateien doch noch in ASCII oder IFF umzusetzen! Dem entspricht beim Workbench-Start die Möglichkeit, VT-Dateien über erweiterte Auswahl (Shift-Mausklick) als Start-Argumente anzugeben. @ENDNODE @NODE 7. "Dienstprogramme" @{" VTview " Link 7.1.} @{" I2Cscan " Link 7.2.} @ENDNODE @NODE 7.1. "VTview" "VTview" liest von "VideoText" im VT-Format erzeugte Dateien und dient dem Betrachten der darin enthaltenen Videotext-Seiten. Es benötigt dazu (wie "VideoText" selbst) den Font "videotext/9". Die Seiten werden diesmal auf einem LoRes-Bildschirm (und nicht MedRes) dargestellt, was der Wirkung nach eher dem original Fernseh-Videotext entspricht. Es können beliebig viele Eingabedateien übergeben werden, entweder von der Workbench aus durch Extended Select bzw. über Default Tool, oder in Form von CLI-Parametern. Die Dateien müssen mit dem Schlüsselwort "VTPG" beginnen, unterliegen ansonsten aber keinen besonders strengen Format- anforderungen. Z. B. können sie VT- und ASCII-Format gemischt enthalten (auch wenn das nicht viel Sinn macht), es werden dann halt soviele VT-Seiten ausgelesen, wie identifiziert werden können (Schlüsselstring: "VTPG\\n"). Die Seiten werden intern zu einer einzigen Liste zusammengesetzt, ohne daß aber eine Sortierung vorgenommen wird, und Seitennummern dürfen auch doppelt vorkommen. Über ToolTypes oder CLI-Parameter können noch diverse Einstellungen vorgenommen werden. Zunächst die CLI-Parameter: -a[uto]: Normalerweise blättert man die Seiten von Hand durch (Crsr ^/v: seitenweise, Shift-Crsr ^/v: magazinweise), mit diesem Flag wird dagegen eine Art Diashow aktiviert, die alle eingelesenen Seiten nacheinander anzeigt. Durch beliebigen Tastendruck wird die Kontrolle aber an den Benutzer zurückgegeben, ESC beendet das Programm ganz. -c[ycle]: Normalerweise endet VTview, wenn im Diashow-Modus das Ende der Seitenliste erreicht wird. Mit diesem Flag erzwingt man dagegen eine Endlos-Schleife. Wie die gewöhnliche Diashow endet auch diese Schleife auf Tastendruck hin. -r[eveal]: Wie im VideoText-Programm können verdeckte Zeichen mit '?' aufgedeckt und mit ' ' wieder verdeckt werden. Bei Diashows nutzt das natürlich nicht viel, darum kann mit diesem Flag die Anzeige des verdeckten Textes global, für alle Seiten, erzwungen werden. -t: Gibt an, wieviele Sekunden jede Seite in Diashows angezeigt bleibt. Default-Wert ist 2. Noch schnell ein Beispiel: VTview Beispiele/Album RAM:VTdatei -c -t3 Bei den korrespondierenden ToolTypes ist noch zu beachten, daß man zu jedem beteiligtem Icon, also zu jeder Seitendatei und sogar zu VTview selbst, ToolTypes angeben kann. Welche gelten dann? Regel: Es werden zuerst die ToolTypes von VTview selbst ausgewertet, danach die ToolTypes der Dateien, in der Reihenfolge, wie sie angeklickt wurden. Die später ausgewerteten überstimmen dabei die vorangehenden. Damit das auch für alle Optionen möglich ist, existieren zu jedem Flag mindestens zwei Alternativen: MODE=MAN|AUTO|CYCLE FLAGS=REVEAL|CONCEAL TIMING= Beispiel für einen sinnvollen Eintrag: MODE=AUTO FLAGS=CONCEAL TIMING=3 @ENDNODE @NODE 7.2. "I2Cscan" "I2Cscan" wird vom CLI aus gestartet und erlaubt einen Kommandozeilen- Parameter: -d für die Busverzögerung, wie VideoText selbst. Alle Chips, die am I²C-Bus adressieren werden können, werden aufgelistet. Eventuell auftretende Fehler werden im Klartext ausgegeben: Err1: unquittierte Daten Err2: Chip antwortet nicht Err3: gesendete Daten zerstört Err4: SDA auf LO festgehalten Err5: SDA immer HI Err5 deutet auf einen Fehler im I²C-Bus Interface hin, oder darauf daß gar kein Interface im RS232-Port des Amiga steckt. Err4 dürfte auch ein Hardware-Fehler sein: irgendwo im Verlauf des Busses hat die Datenleitung Verbindung zur Masse. Err3 ist ein Kommunikationsproblem: Während man selbst sendet, versucht ein anderer Busteilnehmer dasselbe. Daß er das überhaupt versucht, liegt höchstwahrscheinlich daran, daß er irgendwelche vorausgehenden Signale falsch verstanden hat: entweder wegen zu hoher Busfrequenz oder durch elektromagnetische Störeinflüsse. Diese könnten die Folge einer zu langen Bus-Leitung, bei gleichzeitig mangelhafter Abschirmung sein (z. B. wären 50 Meter Klingeldraht vermutlich tödlich). Versuchen Sie es mit einem einen kürzeren Bus (1 - 2 m). (Bei diesem Test kann der Decoder, wenn nötig, auch zunächst von der Videoquelle getrennt werden.) Err2 wird von I2Cscan niemals gemeldet, sondern vielmehr stillschweigend als Kriterium verwendet, welche Busadressen gültig sind und welche nicht. Wenn dagegen "VideoText" Err2 meldet, sollten Sie überprüfen, ob der Videotext-Chip wirklich unter seiner richtigen Adresse ($22/$23) antwortet. Err1 bedeutet, daß ein Chip zwar auf seine Adresse geantwortet hat, daß ihm aber irgendwelche der nachfolgenden Daten nicht gefallen haben. Dürfte wie Err3 ein Problem von zu hoher Taktrate oder zu langer Busleitung sein. @ENDNODE @NODE 8. "Freeware!" "VideoText" ist Freeware, das heißt, die Nutzung ist kostenlos, und es darf beliebig kopiert und weitergegeben werden, solange die wichtigsten zugehörigen Dateien VideoText VideoText.info VTview VTview.info fonts/videotext.font fonts/videotext/9 VT.guide Icons/VT.info Hardw.guide Icons/IFF.info ¹ VT.config ¹ Icons/ASCII.info ¹ VT2.config ¹ I2Cscan zusammenbleiben und nicht verändert werden. Ausnahmen: 1. Verbesserungen an den mit ¹ gekennzeichneten Dateien sind erlaubt. 2. Kleine Spenden (10-20 DM) sind natürlich immer willkommen B-). Meine Adresse: Wilhelm Nöker Hertastr. 8 D-44388 Dortmund Auch ansonsten würde ich mich über Meinungen und Anregungen zum Programm freuen. Interessant wäre z. B., ob und wie "VideoText" auf anderen Systemen läuft (Systeme mit Kickstart 1.3, ohne Festplatte, oder mit 680x0 Prozessor). Schreiben Sie mir! Und wenn Sie unbedingt wollen, auch per E-Mail: 0231601698-1@btxgate.de @{" Bug-Reports " Link 8.1.} @{" Vom selben Autor ... " Link 8.2.} @ENDNODE @NODE 8.1. "Bug-Reports" Wenn Sie glauben, einen Fehler im Programm gefunden zu haben, benötige ich folgende Angaben, um dem Problem nachzugehen: - Programmversion - bei Abstürzen: Betriebssystem-Version - bei sonstigen Fehlfunktionen: alle ungewöhnlichen Phänomene in der genauen Reihenfolge, wie sie aufgetreten sind - wenn Seiten nicht so aussehen wie sie sollten: Sender und Seitennummer Postkarte genügt, sollte ich allerdings sehr viele Zuschriften erhalten, kann ich keine Antwort garantieren. Und bitte schreiben Sie mir keine Sachen, die ich schon weiß, s. Abschnitt 2.3., @{"Bekannte Probleme" Link 2.3.}. @ENDNODE @NODE 8.2. "Vom selben Autor ..." Andere Programme, die ich geschrieben habe (überwiegend unveröffentlicht): - zum Thema I²C-Bus: VPS liest Senderkennung und VPS-Informationen (SAA 4700) LED.p steuert 4×7-Segment-Treiber an (SAA 1064) LEDgame kleine Glühwürmchen jagen sich im LED-Display - sonstiges: JPC Recherche-Software für das JPC-CDROM (Musikversand-Katalog) Minefield Spiel, mit Studie zur automatischen Minenfeld-Analyse TypingTutor Sätze abtippen, Anschläge/min. werden berechnet matrix.u Pascal-Unit für Determinanten, inverse Matrizen, LGS StrgNForm ermittelt char. Polynom einer Matrix (Kybernetik-Anwendung) function.o Pascal-Modul: Funktionsplotter für Funktionen und Ortskurven spline.p Spline-Interpolation von Meßwertpaaren plot2d.p dasselbe nochmal, aber mit HPGL-Ausgabe für "PLT:" - fremde BASIC-Programme, die ich nach Pascal konvertiert habe: Fractals 3D-Landschaft, interessant, weil nicht dreieckig AmigaPuzzle primitiv, aber mit Sprachausgabe SalesTalk.p humorvoll plumpe Amiga-Werbung, mit Sprachausgabe - in Arbeit/wird möglicherweise nie fertig: bignum.o Arithmetik-Routinen für überlange Integers, in Assembler Graph3D.p Business-Grafik: Säulen- Balken- und Netzdiagramme Programme ohne Suffix (.p, .o, .u) sind direkt lauffähig, die übrigen sind "Labor-Qualität". Gegen Leerdiskette und frankierten Rückumschlag können Sie einzelne Programme oder den ganzen Packen haben. @ENDNODE @NODE 9. "An der Entstehung beteiligt ..." Programmautor von "VideoText" (das bin ich): Wilhelm Nöker Hertastr. 8 D-44388 Dortmund E-Mail: 0231601698-1@btxgate.de @{" Benutzte Programme " Link 9.1.} @{" Herkunft der Icons " Link 9.2.} @{" Grüße " Link 9.3.} @ENDNODE @NODE 9.1. "Benutzte Programme" Compiler: KickPascal 2.12 von MAXON Computer Zwar besitze ich bereits MaxonPascal 3 (und habe auch schon die neuen 3.0-Includefiles installiert) aber "VideoText" läßt sich damit nicht compilieren (danke Jungs, tolles Upgrade :-P ). Ein Bug-Report an Maxon ist abgeschickt, ich warte noch auf Antwort. Außerdem mußte ich (natürlich, wieder einmal) erst Tippfehler in den Includes beseitigen. Ich rate überhaupt davon ab, den Quelltext zu compilieren zu versuchen, er liegt einfach zur allgemeinen Erheiterung bei. Assembler: A86k 2.71 von Brian Anderson/Charlie Gibb (FishDisk 521) Editor: AZ 1.50 von Jean-Michel Forgeas (FishDisk 346) Gibt zusammen mit KickPascal 2.12 eine prima Entwicklungsumgebung ab: Mehrere AZ-Fenster enthalten die Units, der KickPascal-Editor enthält das Hauptprogramm und kann die Units extern übersetzen. Text2Guide 3.10 von Stephan Sürken (Aminet CD-ROM) Spitze! Vergeßt MakeGuide! Naja, zugegeben *ist* das TeXinfo-Format leistungsfähiger und flexibler, aber ich hätte für "VT.guide" damit mindestens doppelt so lange gebraucht %-). Smiley V3 von David Sanderson (Aminet CD-ROM) Ich hoffe, ich hab's nicht übertrieben :-o ;-) :-) :-D B:-) B-]. @ENDNODE @NODE 9.2. "Herkunft der Icons" Selbstgemalte Icons: VideoText.info VTview.info Icons/VT.info Beispiele/Trotzkis.info Die übrigen sind, soweit ich weiß, PD: Icons/ASCII.info: von Dave Turnock (FishDisk 151) VT.guide.info: von Magnus Enarsson (FishDisk 972) VT.config.info: " " Von ein paar weiß ich zwar, woher ich Sie habe, glaube aber nicht so recht, daß sie auch vom Autor des jeweiligen Programmpakets selbst stammen: Icons/IFF.info: FishDisk 426 (Rick Parks?) Install.info: FishDisk 595 (Uwe Röhm?) @ENDNODE @NODE 9.3. "Grüße" Vielen Dank an: - Kai Heesche, den c't-Leser - Stefan Janiszewski, ich glaube die Idee für die .config-Dateien stammt von ihm - Michael Hübbers, einen der wenigen Amiga-User an der Uni und "VideoText"-Benutzer der ersten Stunde :-D - Karsten Seckendorf, für viele gute Ideen, die wesentlich zur Gestaltung des Programms seit V4.0 beigetragen haben - HG Möllenkamp, der den Artikel über TOP-Text in seiner Zeitschriftensammlung zwar bis DZE nicht mehr wiedergefunden hat, aber es ist der Gedanke, der zählt \\:-) @ENDNODE