MathPlot ======== © by Rüdiger Dreier 1991/92 Diese Anleitung soll eine Benutzung der ShareWareversion von MathPlot ermöglichen. Abschnitte, die mit "!!" in der ersten Spalte gekenn- zeichnet sind, enthalten wichtige Hinweise und sollten gelesen werden. Bei einer Registrierung erhalten Sie eine gedruckte Version der aktuellen Anleitung. Zur Registrierung siehe "Registrierung.txt" Meine Adresse: Rüdiger Dreier Gustav-Winkler-Str. 40 W-4800 Bielefeld 18 Deutschland Bis auf weiteres bin ich auch per EMail erreichbar: uphya600@unibi.hrz.uni-bielefeld.de Ein wichtiger Hinweis ===================== !! Der Autor übernimmt keinerlei Haftung für Schäden, die aus der sach- !! oder unsach-gemässen Benutzung des Programms entstehen !! !! !! Weiterhin wird keine Haftung für die Fehlerfreiheit des Programms !! übernommen !! !! !! Benutzung auf eigene Gefahr ! !! !! MathPlot ist SHAREWARE. !! Bei regelmäßiger Benutzung ist die Share-Gebühr zu bezahlen. !! Näheres siehe weiter unten. Dazu bitte das Formular aus !! "Registrierung.txt" benutzen ! Zu dieser Version von MathPlot ============================== !! Diese Version des Programms ist eine Demoversion mit leichten !! Einschränkungen (Es erscheint in regelmäßigen Abständen ein !! Nervrequester). Sie darf unter folgenden Bedingungen weiter- !! gegeben werden: - Der Copyrighttext darf nicht verändert worden sein. - Es darf mit dem Vertrieb des Programms KEIN Geld verdient werden (also nur Kosten für Porto, Material und eine KLEINE Gebühr für die Ab- nutzung der Kopieranlage, Strom etc.) - Das Programmpaket darf nicht verändert worden sein. - Das Programmpaket muß vollständig sein, also sämtliche Teile der Anleitung (in mindestens einer Sprache) und eine lauffähige Version von MathPlot sowie eine Version der mtool.library müssen zusammen weitergegeben werden. - Will jemand MathPlot (oder einen Teil davon) oder die mtool.library (oder einen Teil davon) kommerziell nutzen (z.B. in eine sogenannte "PD-Disk-Serie" mit einem Verkaufspreis von über DM 5,-- je Diskette aufnehmen), so ist dafür die schriftliche Genehmigung des Autors nötig. - Es IST erlaubt, die Textdateien in andere Sprachen zu übersetzen und zusammen mit diesem Programm weiterzugeben. Wer sich diese Mühe gemacht hat, sende mir bitte die entsprechende Datei zu. Dann bitte auch mitteilen, ob ich diese Datei bei den Demo-Version und den registrierten Versionen von MathPlot beilegen darf ! - Es IST erlaubt und erwünscht, daß diese Demoversion in elektronischen Netzwerken verbreitet wird. Sharegebühr =========== Wird dieses Programm regelmäßig benutzt, so ist die Sharegebühr zu bezahlen. Sie beträgt DM 30,-- oder (US)$ 20,-- und ist unter Angabe des Programmnamens und der Programmversion (möglichst auch wo man sie gefunden hat) an die oben stehende Adresse zu senden (bitte das Formular aus "Registrierung.txt" benutzen). Dafür erhält man - Die neuste Version von Math-Plot (Vollversion). Diese Version darf NICHT weitergegeben werden. - Eine gedruckte Anleitung (die Vollversion von dieser, bitte angeben, ob Deutsch oder Englisch, andere Sprachen stehen NICHT zur Ver- fügung). - Updateservice. Neuere Versionen können (falls vorhanden) gegen Einsendung einer Leerdiskette, Rückporto und Umschlag unter Angabe der Registriernummer angefordert werden. Bitte die vorhandene Version angeben. Sollte keine neuere Version vorliegen, oder die Veränderungen zu minimal sein, werde ich mit der Antwort warten, bis entsprechende Veränderungen vorhanden sind. Falls Sie per EMail erreichbar sind, kann ich auch in gewissen Abständen die neueste Version als "UUENCODE'd" Version zuschicken. Ich akzeptiere auch gültig, (bundes)deutsche Briefmarken. Der Einzelwert einer Marke sollte nicht über DM 1,-- liegen. Der Quelltext von MathPlot ========================== Der Quelltext ist NICHT frei kopierbar und ist nur gegen Bezahlung erhältlich. Die Gebühr hierfür beträgt DM 30,-- oder (US)$ 20,--. !! Der Quelltext darf nicht weitergegeben oder (ohne schriftliche !! Genehmigung) kommerziell genutzt werden. Der Quelltext ist NUR für !! registrierte Benutzer erhältlich. Anwendungsgebiet ================ MathPlot ist ein Programm zum Zeichnen zweidimensionaler mathematischer Funktionen. Es können bis zu 10 Funktionen eingegeben und gezeichnet werden. Zusätzlich kann man sich von jeder Funktion die erste und zweite Ableitung zeichnen lassen (jeweils numerisch oder symbolisch bestimmt). Weiterhin sucht das Programm Nullstellen, Extrema und Wendestelle. Numerische Integration ist möglich. Ein ARexx-Port zur einfachen Erweiterung des Programms steht zur Verfügung. MathPlot eignet sich zur Unterstützung bei Kurvendiskussionen, um die selbst errechneten Ergebnisse zu kontrollieren. Anforderungen an den Rechner ============================ !! Das Programm läuft nur unter Kickstart 2.04 und höher ! 512 kB !! Speicher sollten eigentlich ausreichen, für große Screens ist 1MB !! Chip-Ram nicht schlecht. Der Stack sollte mindestens 20000 Bytes !! betragen, sonst kommt es zu leicht zu Abstürzen. Im logischen Verzeichnis !! LIBS: müssen sich mehrere Libraries befinden: !! - mathieeedoubbas.library !! - mathieeedoubtrans.library !! - asl.library !! - mtool.library (in diesem Ordner enthalten) !! - diskfont.library (V36 oder höher) !! - ILBM.library (wird für das Abspeichern als IFF-File gebraucht, !! sonst nicht nötig) Und in S: sollten sich befinden (Nicht unbedingt nötig): - Funktionen.fkt, einige vordefinierte Funktionen. - Colours.col, Die Farbdaten des Programms. Falls der ARexx-Port benutzt werden soll, sollte der Inhalt des Ordner "Macros" nach REXX: kopiert werden (bei ARexx scheint ein "assign ..... add" nicht zu funktionieren). Die Menupunkte ============== Es folgt eine kurze Beschreibung der verschiedenen Menupunkte. Die Bedeutung der meisten Menupunkte sollte alleine schon aus dem Namen hervorgehen. Projekt ------- Neu --- Nach einer Sicherheitsabfrage wird der Bildschirm gelöscht. Geschieht automatisch beim Verändern der Intervallgrenzen. Eine evt. vorhandene HP-Plotausgabe wird abgeschlossen. IFF Save As ----------- Dieser Menupunkt benutzt die ILBM.library. Ist sie nicht vorhanden, so erscheint ein Requester. Ist sie vorhanden, so wird nach dem Namen des Files gefragt und der Bildschirm abgespeichert. Sollte ein Fehler aufgetreten sein, so erscheint ein Requester. Falls das Programm von Workbench gestartet wurde, so wird das Icon als Icon für diese Datei benutzt. Funktionen laden/speichern -------------------------- Nach Eingabe eines Namens wird die entsprechende Datei bearbeitet. Die in der Datei enthaltenen Zeilen werden als Funktionen interpretiert, bzw. die aktuellen Funktionen werden gespeichert. Das Demo-File zeigt, wie die Funktionen anzuordnen sind. Macros/Konstanten laden/speichern --------------------------------- Siehe bei Funktionen laden/speichern. Farbe laden ----------- Der Name einer Datei wird abgefragt, die als Farbdatei geladen werden soll. Das Demo-File enthält ebenfalls alle nötigen Daten. Drucken ------- Der Screen wird auf einem Preferences-Drucker ausgegeben. Während des Druckvorgangs ändert sich die Farbe des Screens. Eine HP-Ausgabe wird abgeschlossen. Iconify ------- Der Screen wird geschlossen und auf der Workbench erscheint ein Icon für das Programm. Ein Doppelklick auf das Icon startet das Programm wieder. Die alten Funktionen etc. sind noch erhalten. Sollte nicht genügend Speicher vorhanden sein, um einen Screen zu öffnen, so wird das Programm beendet. Als Icon wird das Icon des Programms benutzt, falls es von der Workbench gestartet wurde. Bei Start von CLI funktioniert Iconify nicht. About ----- Es werden Informationen über das Programm (Versionsnummer) und den Autor angezeigt. Ebenso wird der Name des PublicScreens und des ARexx-Ports angezeigt. Ende ---- Nach einer Sicherheitsabfrage wird das Programm beendet (natürlich nur, falls die Sicherheitsabfrage entsprechend beantwortet wurde). !! Da der Screen von MathPlot ein "Public-Screen" ist, kann es passieren, !! daß zu diesem Zeitpunkt noch ein FREMDES Fenster auf dem Screen !! ist. In diesem Fall wird das Programm NICHT beendet und es erscheint !! eine Mitteilung. Zeichnen -------- Funkionen ändern ---------------- Nach Anwahl dieses Menupunktes erscheint ein Untermenu mit den bisher eingegebenen Funktionen (es werden die ersten 14 Zeichen jeder Funktion angezeigt). Wird eine dieser Funktionen angewählt, so erscheint sie in einem Fenster, so daß sie verändert werden kann. Die Funktion muß mathematisch korrekt eingegeben werden. Wenn unpaarige Klammern vorhanden sind, erscheint das Fenster gleich wieder, damit man die Funktion korrigieren kann. Die veränderte Funktion wird mit RETURN oder durch Anwahl von "Fertig" übernommen; wird "Cancel" angewählt, so wird die ursprüngliche Funktion weiter verwendet. Funkion #? Ableitung -------------------- Bei jedem dieser 5 Menupunkte erscheint wieder das oben beschriebene Untermenu. Durch Anwahl eines Untermenupunktes kann man dann bestimmen, welche Funktion man gezeichnet haben will. Numerische Ableitungen werden nach dem Sekantenverfahren bestimmt, dabei können schon in der ersten Ableitung Ungenauigkeiten auftreten, die in der zweiten Ableitung dann schon recht deutlich werden. Beim symbolischen Ableiten wird erst die Ableitung als Term bestimmt und dann normal gezeichnet. Dabei kommt es dann nach Anwahl der Funktion zu einer kurzen Verzögerung, in der die Ableitung bestimmt wird. Diese Methode ist genauer, hat aber auch ihre Nachteile: - Das Bilden der Ableitung ist ein rekursiver Vorgang. Der Stack sollte daher ausreichend (mind. 20000 Bytes) sein. Kommt es zu unerklärlichen Abstürzen, sollte man ihn noch weiter erhöhen. - Einige der verwendbaren Funktionen sind nicht ohne weiteres abzuleiten. Die Ableitung von sgn ist z.B. fast überall Null, nur um Null herum ist sie nicht definiert. Das Programm setzt dafür aber einfach Null ein. - Außerdem wird z.B. die Ableitung von ln zu 1/x bestimmt und auch so gezeichnet, d.h. auch im negativen Bereich gezeichnet, obwohl ln dort überhaupt nicht definiert ist. Diskussion ---------- Unter diesem Menupunkt kann man sich eine grobe Kurvendiskussion erstellen lassen (Nullpunkte, Wendepunkte und Extrempunkte). Diese Punkte werden nur für das eingegebene Intervall bestimmt. Außerdem wird die Funktion sowie die erste und zweite Ableitung angezeigt. Bei Extremstellen wird angegeben, ob es ein Minimum oder Maximum ist, bei Wendestellen, ob es eine rechts/links "Kurve" oder umgekehrt ist. Vorher wird man noch gefragt, ob das Programm nach jedem Abschnitt stoppen soll. Falls ja, wird man nach jedem Abschnitt gefragt, ob der Bildschirm erst gelöscht werden soll. WICHTIG !!! ============ !! Ich übernehme keinerlei Verantwortung für die Richtigkeit der !! Ableitungen oder anderer Ergebnisse dieses Programms ! Nie blind auf die !! Ergebnisse vertrauen, lieber nochmal von Hand nachrechnen !!!! Num. Integration ---------------- Hier können Sie eine Funktion numerisch Integrieren lassen. In dem erscheinenden Fenster wird die angewählte Funktion angezeigt (sie kann hier auch noch verändert werden !), außerdem werden Start und Ende des Integrationsbereiches abgefragt. Schließlich muß man noch angeben, in wievielen Schritten gearbeitet werden soll. Meist gilt: je mehr Schritte, desto besser. Die Integration startet man mit "Fertig", das Ergebnis wird in dem einem Textgadget angezeigt, Fehler im anderen Text- gadget. Das Fenster schließt man durch Anwahl von "Quit". Die von diesem Programm benutzten Ableitungen ============================================= - +-*/ Das bliche - x^a a*x^{(a-1)} - a^x a^x*ln{a} - f(x)^{g(x)} (g(x)*ln(f(x)))'*f(x)^{g(x)} - trig. Fkt. Das bliche - abs(x) sgn(x) (Für x=0 nicht richtig) - int(x) 0 (Läßt sich drüber diskutieren) - sgn(x) 0 (Laßt sich drüber diskutieren) Die Fehlercodes des Programms ============================= DIVBYZERO & 1 & Es wurde durch 0 geteilt LOGNEG & 2 & log(<=0) SQRTNEG & 4 & sqrt(<0) ATRIG & 8 & asin/acos(x), x<-1 oder x > 1 UNPAKLAM & 16 & Unpaarige Klammern TEST & 32 & Wird nicht benutzt NOFUNC & 64 & Keine Funktion eingegeben NO_KONST & 128 & Keine solche Konstante NO_MEM & 256 & Nicht genug Speicher POWERROR & 512 & < 0 hoch Bruch wurde versucht NO_FUNC & 1024 & Keine Funktion gefunden ER_AHYP & 2048 & Fehler bei acosh(),atanh() Bearbeiten ---------- Achsen/autom. ------------ Es wird ein Koordinatenkreuz mit fest vorgegebenen Unterteilungen gezeichnet. Eine Variation der Anzahl Unterteilungen ist nicht möglich. Achsen/manuell -------------- Ein Fenster zur Abfrage der Anzahl Unterteilungen in x- und y-Richtung und der Textstellen (in der Form: Texte jede x-te Unterteilung) erscheint. Die Einstellungen geschehen über Schieberegler. Die beiden Regler für eine Achse sind miteinander gekoppelt, so daß bei "Text jede ..." kein höherer Wert eingegeben kann, als es überhaupt Unterteilungen gibt. Um das ideale Koordinatensystem zu erhalten, ist es ratsam, vor dem Zeichnen der Funktion die Einstellungen so lange zu variieren, bis die Darstellung gefällt. Ist erst einmal eine Funktion gezeichnet, so kann nur einmal ein Koordinatensystem gezeichnet werden, danach ist der entsprechende Menupunkt nicht mehr anwählbar. Die im Fenster einge- stellten Werte werden beim nächsten Mal NICHT beim automatischen Zeichnen des Systems benutzt, sondern das Programm merkt sich diese Einstellungen und bietet Sie bei der nächsten Anwahl von manuell wieder an. Bevor die Achsen gezeichnet werden, erscheint das Fenster wie unter "Text eingeben" beschrieben, um nach der Farbe für die Achsen zu fragen. Zoom ---- Dieser Menupunkt stellt eine Art Lupenfunktion zur Verfügung. Das Intervall, das als nächstes gezeichnet werden soll, kann mit der Maus ausgewählt werden. Die obere/linke Ecke wird mit der Maus angefahren, die linke Maustaste gedrückt und gehalten und dann die rechte/untere Ecke ausgewählt und die Maustaste losgelassen. Danach wird der Bildschirm gelöscht. Während die Maustaste gedrückt wird, wird um den momentan ausgewählten Bereich ein Kasten gezeichnet. Eine evt. vorhandene HP-Plotausgabe wird abgeschlossen. Text einfügen ------------- Es erscheint ein Fenster mit einem Stringgadget, in dem man einen Text eingeben kann. Nach RETURN wird dieser Text immer an der aktuellen Mausposition angezeigt und kann so positioniert werden. Nach Druck auf die linke Maustaste erscheint ein Fenster, in dem man die Farbe für den Text auswählen kann (1-4, wenn keine HP-Plotausgabe aktiv ist, sonst 1-8). Nur drei der vier Farben sind auf dem Bildschirm sichtbar, die vierte ist die Hintergrundfarbe. Wird eine Farbe >4 angewählt, so wird automatisch für den Bildschirm eine Farbe aus dem Bereich 1 bis 4 gewählt. In der Hp-Ausgabedatei steht natürlich der gewählte Wert. Genauigkeit ----------- Es erscheinen 4 SubMenuPunkte, mit denen die Genauigkeit auf "klein", "mittel", "groß" oder "Sehr groß" gesetzt werden kann. Je genauer gezeichnet wird, desto mehr Zeit wird benötigt. Intervall --------- Nach Anwahl dieses Menupunktes erscheint ein Fenster mit 4 String- gadgets, in denen die alten Intervallgrenzen (der Bereich, für den die Funktion gezeichnet werden soll) anzeigt werden. Diese Werte kann man wie gewohnt verändern. Der eingegebene Term muß nur den An- forderungen entsprechen, die auch für die Funktionen gelten. Außerdem darf die linke/untere Grenze nicht größer/gleich sein als die rechte/obere. In solchen Fällen erscheint das Fenster nach Anwahl des "Fertig"-Gadget wieder. Weiterhin sind zwei Cycle-Gadgets vorhanden (für jede Achse eins). Hier wird eingegeben, wie die für diese Achse eingegebenen Werte zu interpretieren sind. Zur Verfügung stehen *1, *e, *pi, 10^, e^. Konstanten ---------- Es erscheint ein Fenster mit einem Cycle- und einem Stringgadget. Mit dem Cycle-Gadget wird der Name der Konstanten (a-z) eingegeben. Wird der gewünschte Name angezeigt, RETURN drücken. Der Wert für e und x wird später nirgendswo verwendet, sollte also nicht benutzt werden. Das Stringgadget ist zunächst deaktiviert. Wurde ein Name ausgewählt, so wird es aktiviert und eine evt. vorhandene Definition der Konstanten wird angezeigt. Diese kann verändert bzw. neu eingegeben werden. Durch Anwahl des "Fertig"-Gadgets wird die Definition übernommen. Bei Anwahl von "Cancel" vergißt das Programm die Veränderungen, die alte Definition der Konstanten wird weiter verwendet. Macros ------ Siehe auch bei Konstanten. In den Funktionen wird ein Macro als_Macroname oder _Macroname(Parameter) angesprochen (z.B. _a bzw. _a(2*x)). Wird ein Parameter angegeben, so wird in dem Macro der Buchstabe x durch den Parameter ersetzt. Ein Macro kann selbst wieder aus anderen Macros bestehen. Rekursionen werden NICHT automatisch erkannt. HP-Ausgabe ---------- Bei "An" wird der Name eines Files abgefragt, in das die Daten für einen HP-Plotter geschrieben werden sollen. Alle Zeichenvorgänge incl. Text einfügen werden in diese Datei geschrieben. Solange dieser Modus aktiv ist, bleibt die Farbe des Screens verändert. Ausgeschaltet wird dieser Modus mit "Aus" oder durch Ändern des Intervall oder durch normalen Ausdruck (Drucken). Farbe wählen ------------ Das Fenster wie oben beschrieben erscheint. Die hier zu wählende Farbe wird für alle Zeichenvorgänge benutzt (außer Achsen zeichnen). Font wählen ----------- Mit den beiden Subitems "Font für Text" und "Font für Label" kann der Zeichensatz, die Größe und der Style bestimmt werden, der zum Be- schriften der Achsen bzw. bei Text einfügen benutzt wird. Zur Auswahl erscheint der Standart-Font-Requester des Systems. Auflösung ändern ---------------- Ein Fenster erscheint, in dem man die Auflösung und den Darstellungs- modus verändern kann. "Cancel" behält den momentanen Bildschirm bei, "Fertig" schließt den Bildschirm und versucht, einen neuen in der gewünschten Größe zu öffnen. Mit den beiden zusätzlichen Gadgets ist es möglich, die Default-Wert bzw. die Startwerte (die über das .info-File eingegeben wurden), zu erhalten. Sollte beim Öffnen des Bildschirm etwas nicht ganz klappen, so wird versucht, einen Bildschirm mit den Default-Werten (die auf jedem Amiga laufen sollten), zu öffnen. Klappt dies auch nicht, sollte das Programm sich selbst beenden. ARexx-Macro starten ------------------- In dem erscheinenden Requester kann ein Rexx-File ausgewählt werden, das dann ausgeführt wird. Es werden alle Dateien in rexx: mit der Endung ".mapl" angezeigt (im Gegensatz zur Endung ".mpl", die einen zusätzlichen Befehl kennzeichnet und besser nicht von Hand gestartet werden sollten). Optionen und Eingabeformate =========================== Funktionsterme ============== Jeder Funktionsterm darf aus den Rechenarten +,-,*,/,^ und den Funktionen sin, cos, tan, log, int, sgn, abs, sqr, asin, acos, atan, sinh, cosh, tanh, asinh, acosh, atanh, ln und den Konstanten a - z und pi ohne x sowie der Variablen x bestehen. e und pi sind mit den erwarteten Werten vordefiniert. Zahlen dürfen normal (1; 1.1; .1) oder in Potenzschreibweise (3e5,5d-7) eingegeben werden. Bei Potenzen darf vor dem Exponenten ein + oder - stehen, ohne daß der Exponent gleich geklammert werden muß. In der Regel sollte man aber alles so klammern, daß zweifelsfrei festgelegt ist, in welcher Reihenfolge der Term berechnet werden soll. Es gilt natürlich Potenz- vor Punkt- vor Strichrechnung. Optionen ======== Beim Starten lädt MathPlot die Dateien S:Colours.col und S:Funktionen.fkt. Beim Start von der Workbench kann außerdem über das .info-File die Größe der Zeichenfläche eingestellt werden. Dazu sind die Schlüsselworte WIDTH und HEIGHT zu definieren. Weiterhin gibt es noch die Schlüsselwörter VIEW und ROUND. Bei ROUND kann TRUE oder FALSE angegeben werden, entsprechend werden die Ausgaben bei Diskussion gerundet oder nicht (sehr kleine Zahlen werden auf NULL gesetzt). Bei VIEW kann einer der in der Tabelle angegebenen Werte eingegeben werden. Entsprechend wird der Bildschirm dargestellt. Die Größe der Zeichenfläche sollte den ViewMode angepaßt sein (z.B. 640x480 bei Productivity). Die Werte können addiert werden (außer die beiden VGA-Modi). Einen Hires-Interlace- Screen mit 60 Hz Bildwiederholfrequenz (bei entsprechenden Chips, NTSC- Darstellung) erhält man mit 102404. Bei Verwendung entsprechender Chips wird ein NTSC-Screen automatisch in der Höhe gestreckt. Sollte die Darstellungsart auf dem Rechner nicht verfügbar sein, so versucht das Programm zunächste eine Standartscreen zu öffnen. Falls das nicht klappt, endet das Programm kommentarlos. Ein Hires-Screen (ohne Angabe von PAL) sollte aber auf jedem Rechner ver- fügbar sein. Weiterhin gibt es noch das Schlüsselwort TEXT. Hier sollte der Name (und evt. Pfad) der gewünschten Textdatei angegeben werden. Einige mögliche ViewModes ========================= NTSC_MONITOR_ID 69632 PAL_MONITOR_ID 135168 HIRES_KEY 32768 SUPER_KEY 32800 INTERLACE 4 VGAPRODUCT_KEY 233508 VGAPRODUCTLACE_KEY 233509 ARexx-Port ========== Einleitung ---------- MathPlot enthält einen ARexx-Port namens "MPlot_ARexx" (Groß/Klein- schreibung beachten !). Dieser ARexx-Port wurde mit Hilfe der ARexxBox V1.00 von Michael Balzer erstellt. Damit stehen bei allen Kommandos, die Werte zurückgeben, die Schlüsselwörter VAR/K und STEM/K zur Verfügung. Ebenso gibt es die Variable RC2, die evt. eine weitere Fehlernummer oder einen Fehlertext enthält. Die Art der Parameterübergabe und Werterückgabe entspricht den Richtlinien aus den "User Style Guide". Die Standartkommandos, die in diesem Programm eine sinnvolle Bedeutung haben, wurden ebenfalls übernommen. ARexx-Kommandos --------------- Es follt eine Aufzählung und teilweise Erklärung aller vorhandener Kommandos. Dabei wird das Format verwendet, wie es auch das HELP-Kommando erzeugt. Dies ist im wesentlichen das Format, das auch die Shell-Befehle als Schablone benutzen. Um den Griff zum Handbuch zu vermeiden, zuerst eine kurze Erklärung der wichtigsten "Templates" /A - das angegebene Argument MUSS immer vorhanden sein. /K - das angegebene Schlüsselwort MUSS mit angegeben werden, falls dieses Argument angegeben werden soll /S - Einfacher Ein/Ausschalter /N - Numerisches Argument /M - Es können mehrere Argumente folgen Bsp: PROMPT/K/A bedeutet, daß immer ein Argument der Form "PROMPT argument" angegeben werden muß Die Liste der Befehle: BEEP Einfacher DisplayBeep() CLEAR FORCE/S Löscht den Bildschirm. Bei Angabe von FORCE erfolgt keine Sicherheits- abfrage. EVALSTRING VAR/K,STEM/K,FUNCTION/A,X/K => VALUE Wertet eine Funktion aus (Diese Funktion muß immer angegeben werden). Es kann ein Wert für x übergeben werden. Gibt den Wert zurück. FAULT VAR/K,STEM/K,NUMBER/N/A => DESCRIPTION Bisher nicht implementiert. GET1DERIVE VAR/K,STEM/K,NUMBER/N/A => DERIVE Ergibt die erste Ableitung der angegebenen Funktion (die Nummer bezieht sich auf die Stellung im Untermenu, 0 für die erste Funktion, 9 für die letzte). GET2DERIVE VAR/K,STEM/K,NUMBER/N/A => DERIVE siehe oben. GETCOLOR VAR/K,STEM/K,TEXTCOLOR/S,AXISCOLOR/S,PLOTCOLOR/S => TEXTCOLOR/N,AXISCOLOR/N,PLOTCOLOR/N Gibt die aktuellen Farben zurück. GETCONST VAR/K,STEM/K,NAME/A => DEFINITION Gibt die Definition der angegebenen Konstanten zurück. Als Name muß ein Buchstabe 'a' - 'z' übergeben werden. GETERROR VAR/K,STEM/K => NUMBER/N Gibt den letzten aufgetretenen Mathe-Fehler zurück. GETFUNCTION VAR/K,STEM/K,NUMBER/N/A => DEFINITION Gibt die Definition der angegebenen Funktion zurück. GETINTERVALL VAR/K,STEM/K,XAXIS/S,XMIN/S,XMAX/S,YAXIS/S,YMIN/S,YMAX/S => DEFINITIONSTRING,DEFINITIONNUMBER/N Gibt die Definition des Intervall zurück. Es darf immer nur eins der Schlüsselwörter angegeben werden. GETMACRO VAR/K,STEM/K,NAME/A => DEFINITION Gibt die Definition eines Macros zurück. GETPRECISION VAR/K,STEM/K => PRECISION/N Gibt die aktuelle Zeichengenauigkeit zurück. HELP VAR/K,STEM/K,COMMAND,PROMPT/S => COMMANDDESC,COMMANDLIST/M HELP alleine gibt eine Liste aller Kommandos aus. HELP command gibt eine Hilfe zu dem angegebenen Kommando aus. PROMPT wird noch nicht unterstützt. HPGL_ON FILENAME Schaltet die HP-Grafikausgabe ein. LABELPEN COLOR/N Setzt die Zeichenfarbe für die Achsen. LOADCONST FILENAME Lädt Konstantendefinitionen. LOADFUNC FILENAME Lädt Funktionsdefinitionen. LOADMACRO FILENAME Lädt Macrodefinitionen. NEW PORTNAME/K Löscht den Bildschirm. PORTNAME wird zur Zeit noch nicht unterstützt. NUMINT VAR/K,STEM/K,STEPS/N/A,XMIN/A,XMAX/A,FUNCTION/A => VALUE Numerische Integration. PLOT NUMBER/N/A,NORMAL/K/S,DERIVE1/K/S,DERIVE2/K/S,DERIVE1NUM/K/S, DERIVE2NUM/K/S,FORCE/S Zeichnet die angegebene Funktion (NUMBER, 0-9) entsprechend den anderen Schlüsselwörtern. PRINT PROMPT/S Druckausgabe, PROMPT wird noch nicht unterstützt. QUIT FORCE/S Beendet das Programm, FORCE unterdrückt die Sicherheitsabfrage. REQUESTFILE VAR/K,STEM/K,TITLE/K,PATH/K,FILE/K,PATTERN/K,SAVE/S => FILENAME Erzeugt einen Filerequester mit den entsprechenden Vorgaben. SAVE/S ist zusätzlich zu den Vorgaben aus den "User Style Guide" vorhanden und erzeugt eine SAVE-Filerequester (den, bei den man eine Datei NICHT mit einem Doppelclick anwählen kann). REQUESTNOTIFY PROMPT/K/A,BUTTON/K Entspricht in den Templates nicht dem "User Style Guide" und sollte daher nicht benutzt werden. REQUESTNUMBER VAR/K,STEM/K,PROMPT/K,DEFAULT/K/N => NUMBER/N Fragt nach einer Nummer. Zur Zeit so realisiert, daß auch Buchstaben eingegeben werden können, aber nur die Zahl, die sich aus dem ein- gegebenen String ergibt auch zurückgegeben wird. Es werden nur Integer-Werte zurückgegeben. REQUESTRESPONSE VAR/K,STEM/K,TITLE/K,PROMPT/K/A,BUTTON/K => RETURN/N Erzeugt einen Easy-Request. PROMPT ist der angezeigte Text, mit BUTTON (z.B. OK|Cancel) gibt man den Text für die Anwahlfelder an. Es wird die Nummer des angewählten Gadgets zurückgegeben (1,2... = erstes von links, zweites von links...). Falls das rechte Gadget angewählt wurde ist RC=5. REQUESTSTRING VAR/K,STEM/K,PROMPT/K,DEFAULT/K,TITLE/K => STRING Fragt einen String ab. RX VAR/K,STEM/K,CONSOLE/S,ASYNC/S,COMMAND/F => RC/N,RESULT Startet ein externes ARexx-Skript. SAVECONST FILENAME Speichert die Konstanten ab. SAVEFUNC FILENAME Speichert die Funktionen ab. SAVEIFF FILENAME Speichert den Bildschirm als IFF-Grafik ab. SAVEMACRO FILENAME Speichert die Macros ab. SCREENTOBACK Bringt den Screen in den Hintergrund. SCREENTOFRONT Bringt den Screen in den Vordergrund. SELECTMENU MENU/N/A,ITEM/N/A,SUB/N,FORCE/S Wählt ein Menu aus. FORCE unterdrückt einen Teil der Requester, die bei direkter Anwahl des Menus (mit der Maus) erscheinen würden. Das oberste Item/Subitem ist immer die Nummer 0, danach der Reihe nach durchzählen. Unterteilungen werden mitgezählt. SETCOLOR PLOTCOLOR/N/K,AXISCOLOR/N/K,TEXTCOLOR/N/K Setzt die Farben zum Zeichnen, für die Achsen und für den Text. Die letzte Möglichkeit wird z.Z. noch nicht unterstützt. SETCONST NAME/A,DEFINITION/A Setzt eine Konstante auf den neuen Wert. SETFUNC NUMBER/N/A,DEFINITION/A Setzt eine Funktion auf den neuen Wert. SETINTERVALL XAXIS/N/K,XMIN/K,XMAX/K,YAXIS/N/K,YMIN/K,YMAX/K Setzt das Intervall neu. SETMACRO NAME/A,DEFINITION/A Setzt ein Macro neu. SETNUMPRECISION PRECISION/N/A Setzt die Anzahl Nachkommastellen für die Rückgabewerte bei EVALSTRING und NUMINT. VERSION VAR/K,STEM/K => VERSION Gibt einen Versionsstring zurück. ARexx-Macros ------------ Mit diesen Macros (nicht zu verwechseln mit den (Funktions-) Macros im Programm !) bietet sich die Möglichkeit, immer wiederkehrende Aufgaben zu vereinfachen. So können ganze Funktionenreihen erzeugt und als .IFF- oder .PLT-File abgespeichert werden. Ein Beispiel ist vorhanden: - Schar Zeichnet eine Kurvenschar. Der Benutzer wird nach der Nummer der Funktion im Menu (0 - 9), dem Namen der Konstanten, dem Start- und Endwert für diese Konstante und der Anzahl Schritte gefragt. Danach wird die Funktion entsprechend der Anzahl Schritte mit jeweils anderen Wert für die Konstante gezeichnet. Dieses Skript sollte vom Programm aus gestartet werden. Danksagungen ============ Einigen Leuten möchte ich besonders danken. Ohne Sie läge das Programm jetzt sicherlich nicht in dieser Version vor: - Den Leuten von Commodore für Kickstart/Workbench 2.0 (besonders für die gadtools.library). - Joern Clausen, der als beta-Tester eine Reihe von Fehler fand und auch mit Verbesserungsvorschlägen nicht geizte. Das Programmicon stammt ebenfalls aus seiner Feder (Maus ?). - Michael Balzer für seine ARexxBox. Ohne dieses tolle Hilfsprogramm hätte MathPlot noch immer seinen primitiven ersten ARexx-Port. Abschluß ======== Wer Verbesserungsvorschläge, Fehlermeldungen oder ähnliches hat, kann mir schreiben (Adresse am Anfang). Viel Freude mit diesen Programm !!