Da das Konzept von Beckertext II die die korrekte Behandlung von Proportionalen Downloadschriften ermöglicht, der Weg zum korrekten Ausdruck dieser Schriften jedoch für den Laien sogut wie nicht zu bewältigen ist, entstand der Treibergenerator, der im wesentlichen 2 Aufgaben erfüllt. 1. Erstellung des ASCII-Textes, der normalerweise von Hand zu erstellen und in den Treiber einzufügen ist. Der ASCII-Text wird an den Treiber angehängt. 2. Patchen einer geeigneten Schrift, sodaß sie als Bildschirmschrift verwendbar und korrekt ist. Die Amigaschrift darf hier mal nicht gepackt (TurboImploder) sein, da die Schrift nicht mittels OpenDiskFont() geöffnet wird. Diese beiden Maßnahmen müßte man ohne den Treibergenerator für JEDE proportionale Downloadschrift VON HAND durchführen. Dazu würden Zeit, Kenntnisse sowie entsprechende Hilfsprogramme zu 2. gehören. Das Programm. Als erstes muß man eine proportionale Downloadschrift wählen. Es wird als erstes Überprüft, ob die wichtigsten Buchstaben definiert, d.h., vorhanden sind. Während der Erstellung des Treibers für diese Schrift in normaler Größe kann man eine Amiga-Schrift wählen, die auf Tauglichkeit überprüft wird. Ist diese Schrift größer als 11 Pixel, sollte man sie nicht verwenden. Da es von Zeichen zu Zeichen Unterschiede in der Breite gibt (Proportionale Downloadschrift), wird jetzt nach der Formel in der Beckertext-Anleitung die Breite in Pixel für jeden Buchstaben der zukünftigen Bildschirmschrift festgestellt und mit der derzeitigen Breite verglichen. Dabei gibt es drei Fälle: 1. Die errechnete Breite in Pixeln ist größer als die derzeitige Buchstabenbreite: Das ist kein Problem, der Space-Wert des Buchstabens kann ohne Probleme vergrößert werden. 2. Die errechnete Breite in Pixeln ist exakt sogroß wie die definierte Breite (Width) des Bitfeldes des Buchstabens. Problem: der Buchstabe ist zwar hinterher noch komplett zu sehen, es kann aber bei bestimmten Buchstabenfolgen dazu kommen, daß Buchstaben sich berühren. Das ist nicht so schlimm, das ist sogar in der von DAta-Becker mitgelieferten NEC_Bold_prop - Schrift schon so. 3. Die errechnete Breite in Pixeln ist kleiner als die Breite des Buchstabens (Width). Um einen korrekten Ausdruck zu gewährleisten, läßt sich das nur durch Abschneiden eines Teiles am linken Rand lösen. Problem: Wenn zuviele Buchstaben beschnitten werden, leidet die Lesbarkeit in Beckertext. Also: Wenn angegeben ist, daß nur bei wenigen Buchstaben (<10) Teilverluste zu befürchten sind, kann man die Schrift getrost nehmen. Ansonsten besteht die Möglichkeit, sich eine schmalere Amiga-Schrift zu suchen. Die von Data Becker mitgelieferte NEC_Bold_prop - Schrift geht meist ganz gut, um den WYSIWYG - Effekt auszunutzen, sollte man aber zunächst vielleicht ersteinmal die Ursprungschrift der geladenen Downloadschrift in einer kleineren Größe probieren. (D.h., bei Diamond.pin sollte man testweise z.b. einmal Diamond/10 anwählen) Im Verlaufe der Eintragerstellung wird nocheinmal nach einer Bildschirmschrift für den Eintrag der Downloadschrift in doppelter Größe gefragt. Es empfehlen sich proportionale Amiga-Schriften bis max. 23 Pixeln. Der Name des Eintrags, d.h., der Name, unter dem die Schrift hinterher im Zeichensatzformat von Beckertext erreichbar ist, wird aus den ersten 7 Buchstaben des Downloadschriftnamens gebildet. Beispiel: Die Downloadschrift "TOLLESCHRIFT.pin" ist hinterher als Druckerschrift im Zeichenformatrequester von Beckertext II unter TOLLESC in Höhe 12 und 24 TOLLESC_breit in doppelter Höhe zu erreichen. Die gewählten Bildschirmschriftfiles werden hinterher in ein neues Verzeichnis (z.b. FONTS:BT-TOLLESC) kopiert, dessen .font - File mittels Fixfonts von der Workbench 1.3 (System-Ordner) erzeugt wird. Nach der Erstellung der Einträge und Auswahl der Bildschirmschriften wird die Weitentabelle (anhand derer Beckertext den Druckkopf positioniert) erstellt, danach wird das Verzeichnis für die Bildschirmschrift angelegt, die Files hineinkopiert, Fixfonts aufgerufen und letztendlich der ASCII-Text an den Treiber angehängt. | Zu beachten: Falls der Eintrag für dieselbe Downloadschrift ein zweites | Mal durchgeführt wird, ist der vorherige Eintrag im Treiber zu löschen und | die Weitentabelleneinträge (.proptab) der anderen Schriften neu zu | nummerieren. Diesen Fall erkennt man meist daran, daß vom | Treibergenerator mitgeteilt wird, daß das Verzeichnis für die | neue, gepatchte Bildschirmschrift schon existiert. | Beckertext ist (selbst wenn es vom aus CLI gestartet wurde) | unfähig, nicht korrekte Treibereinträge zu erkennen oder zu melden. | Die Treibereinträge beziehen sich auf EINE, nämlich genau diese passende | proportionale Downloadschrift. Wenn man über Zeichenformat die | Druckerschrift "diamond" anwählt, muß auch genau diese geladen sein. | Übereinanderdruck von Buchstaben oder unschöne Buchstabenabstände beim | Ausdruck sind ein Hinweis dafür, daß man nicht die proportionale | Downloadschrift geladen hat, für die der gewählte Eintrag erstellt wurde. | (speziell beim P6+ ist dies häufig ein Zeichen dafür, daß man zwar die | richtige Schrift, aber eventuell an die falsche Stelle (d1/d2) geladen | hat. Beim P6 plus wird bei der Erstellung auch nach dem | Downloadzeichenbereich des Druckers (d1 oder d2) gefragt, in den die | gewählte Schrift hinterher geladen werden soll, da diese Information | logischerweise in Folge der Steuerzeichen, die zur Anwahl beim Drucker | notwendig sind, eingeht.) Lange Rede, kurzer Sinn: Am besten beschränkt man sich bei Beckertext auf einige wenige proportionale Downloadzeichensätze. Beim Laden der Downloadschrift in den Drucker muß man unbedingt auf den Namen achten, damit man genau weiß, welcher Schrifteintrag unter Zeichenformat zu wählen ist. (Ich empfehle Festlegung auf eine (immer benutzte) Proportionalschrift (bzw. zwei beim P6 plus), die am besten über eine Batchdatei mittels Pin-Copy vorm Start von Beckertext in den Drucker gebracht wird. (beim P6 plus möglichst noch in der richtigen Reihenfolge = richtiger Downloadzeichenbereich.) LQ10-Downloadzeichensätze kann man jedoch ohne besondere Beachtungen laden, da deren Format einheitlich ist und dafür nur EIN Eintrag im Treiber existiert.