PrtWi1.0 ist © 1991 von: Lutz Brueckner Glockseestraße 3A 3000 Hannover 1 Tel.: 0511/15199 (Voice) ZNet: L.BRUECKNER@A-LINK-H.ZER Fido: 2:240/1 PrtWi1.0 und PrtWi1.0.s sind PublicDomain! Programm, Source und Doc dürfen von jedem kopiert und weitergegeben werden, solange dies nicht mit der Absicht geschieht, Profit zu erwirtschaften. Anregungen, konstruktive Kritik und Glückwünsche/Danksagungen nehme ich gern entgegen. Lutz Eine Taste Deiner Tastatur hat bisher vermutlich ein sehr ruhiges Leben geführt. Gemeint ist die <*>-Taste auf dem nummerischen Ziffernblock. Wenn man genau hinguckt, entdeckt man, daß diese Taste eine zweite Aufschrift hat. "PrtSc" heißt es da. Falls Du ab und an einen MSDOS-Kompatiblen benutzt, weißt Du sicher, daß mit "PrtSc" die Möglichkeit gemeint ist, jederzeit per Tastendruck den Bildschirminhalt auf dem Drucker auszugeben. Oft wird diese Funktion benutzt, denn es ist zu praktisch mal eben die Ausgabe eines Programms dokumentieren zu können, einen in eine Anwendung integrierten Hilfe-Text auszudrucken oder fix ein Unterprogramm zu drucken, um es beim Programmieren ständig schwarz auf weiß vorliegen zu haben. Weshalb also haben die Erbauer des moderneren Betriebsystems, des AmigaDOS, diese Taste mit keiner vergleichbare Funktion belegt? Der Grund liegt darin, daß der Amiga Text genauso behandelt, wie er Grafik behandelt. Nachdem ein Buchstabe in ein Fenster geschrieben wurde, läßt sich innerhalb des Rechners nirgends mehr feststellen ob an jener Stelle nun ein Buchstabe steht, oder ob es sich bei den gesetzten Bits in der Bitplane um den Teil einer Grafik handelt. Soll diese Grafik in Text zurückverwandelt werden, steht man vor den selben Problemen, wie bei der Erkennung eines gescannten Textes. Allerdings mit dem Vorteil, daß die Grafikdaten des Zeichensatzes, der in einem Fensters zur Ausgabe von Texten benutzt wird, exakt bekannt sind. PrtWi vergleicht die Zeichensatzgrafik für jedes Zeichen mit jeder Stelle der Bitplane eines Fensters und rekonstruiert so den Text, der dort steht. Damit PrtWi bei der Suche nach Text erfolgreich sein kann, muß der Text einige Anforderungen erfüllen: - Der Text muß mit Farbe Nr. 1, normalerweise weiß, ausgegeben worden sein. - Der verwendete Zeichensatz darf keine Style-Attribute besitzten. (nicht Italic, Underlined, Bold, Extended) - Ist der Text mit Grafik durchmischt oder mit variierendem Zeilenabstand ausgegeben, kann es passieren, daß einzelne Zeilen übersehen werden. - Der Text muß mit dem Zeichensatz ausgegeben worden sein, der in der Rastport-Struktur des Fensters eingetragen ist. Bei der Benutzung des Programms stellt sich heraus, daß diese Einschränkungen nur sehr selten zum Tragen kommen. PrtWi kann vom CLI und von der Workbench gestartet werden. Bei einem Aufruf vom CLI löst sich das Programm vom CLI-Process, so daß das CLI-Fenster, aus dem es aufgerufen wurde, mit endcli geschlossen werden kann. Da nur 4,5 kB Speicher belegt werden, ist es unproblematisch PrtWi bereits in der Startup-Sequence aufzurufen. Vor einem Workbench-Start muß zunächst ein Icon erstellt werden. Das geschieht am schnellsten mit: copy sys:Utilities/GraphicDump.info PrtWi.info Ist PrtWi gestartet, wird nach gemeinsamen Drücken der Tasten und der Inhalt des aktiven Fensters auf dem angeschlossenen Drucker ausgegeben. zusammen mit gedrückt, entfernt das Programm aus dem Speicher. Es sollte darauf geachtet werden, daß die Drucker-Einstellung in der Preferences so gewählt ist, daß mindestens 80 Zeichen pro Zeile gedruckt werden können, da üblicherweise biszu 80 Zeichen in einer Fensterzeile stehen.