M y B B S Version 1.7a Ein Zerberus (tm) kompatibler Maileditor Copyright (c) 1990 Frank Schummertz Alle Rechte vorbehalten Änderungen sind möglich und auch wahrscheinlich 1. Vorwort 1.1. Übersicht Zum Zerberuspointsystem für den Amiga gehören folgende Programme : * MyBBS - die Benutzeroberfläche * Recover - stellt eine defekte Indexdatei wieder her bzw. richtet ein Indexdatei ein sowie * PkaZip - Packer mit Shell * Lharc 1.10 - Packer * Arc - " * Zoo - " * Pkxarc - schneller ent-Arcer * DME - Editor (siehe dazu auch 2.2.3.) * XprTransmit - Steuerprogramm für die Zmodem-Library * xprzmodem.library - die Zmodem-Library * arp.library * SyncCed - Zum Aufruf des Cygnus Ed Pro (siehe 2.2.3.) und diverse Dokumentationen Kenntnisse des AmigaDos werden bei den Benutzern vorausgesetzt. 1.2. Copyright Das Copyright von MyBBS mit allen selbstgeschriebenen Programmen liegt auschliesslich bei mir. Die Rechte der anderen o.a. Programme sind bei den jeweiligen Autoren. Ich bitte, die entsprechenden Dokumentationen zu beachten. 1.2.1. Special Credits Andreas Schildbach (GOONIE@MUSIKBOX.ZER) für XprTransmit und SyncCed so- wie natürlich an alle Betatester. Ebenso Danke an Ralf Kaiser für seine Hinweise zur WaitPort()-Routine im Iconify-Befehl und der Tastatureingabe- routine 1.3. Garantiebestimmungen Ich übernehme keinerlei Garantie für den korrekten Ablauf der Programme oder für Konsequenzen, die aus dem Gebrauch dieser Pro- gramme entstehen, sowohl für Soft- als auch für Hardware. 1.4. Shareware... Dieses Programmpaket darf frei kopiert werden, sofern nicht mehr als Kopiergebühr als der Preis für den Datenträger verlangt wird, (ich meine damit einen Preis von bis zu 3,-- oder 4,-- DM). Kommer- ziellen PD-Händlern ist der Vertrieb untersagt. Am liebsten wäre es mir natürlich, wenn das Paket durch die Datennetze weitergegeben würde. Jeder, der diese Programme regelmäßig benutzt, sollte mir einen kleinen Obulus zukommen lassen, ich dachte dabei an DM 30,-- (das heißt natürlich nicht, das besonders Begeisterte auch mehr zahlen dürfen 8^)), und sich registrieren lassen. Registrierte Benutzer bekommen jeweils nach einem Update die Möglichkeit, die neueste Pro- grammversion bei mir per Modem (HST) abzuholen, bevor sie in der TTB veröffentlicht wird und dort zum Download bereit steht. 2. Vorbereitungen 2.1. Anlegen eines logischen Devices Vor dem Start der Programme muss ein Verzeichnis Zerberus: bzw. eine Diskette mit diesem Namen angelegt werden. Beispiel für Festplatten : 1> assign Zerberus: dh2:ZPointDev/Zerberus 2.2. Anlegen notwendiger Dateien und Konfigurationsfiles Alle Dateien und Konfigurationsfiles von MyBBS gehören nach Zerberus:. Ausnahmen : PkaZip c: Lharc c: Pkxarc c: Zoo c: Arc c: XprTransmit c: SyncCed c: arp.library libs: xprzmodem.library libs: zip.help s: zip.prefs s: zip.license s: Ausserdem werden die CLI-Befehle execute und makedir in c: benötigt. 2.2.1. Anlegen von areas.zer In areas.zer werden alle Bretter eingetragen, die in der Serverbox bestellt sind und dort abgeholt werden. Die Eintragungen in dieser Datei haben folgendes Format : Brettname_der_Z-Box=Zerberus:eigenes_Verzeichnis z.B. für /Z-NETZ/AMIGA/ALLGEMEIN könnte dies sein /Z-NETZ/AMIGA/ALLGEMEIN=Zerberus:ZAmiAll Wichtig : Underscores ("_") haben in den Verzeichnissen nichts zu suchen. Die werden in ex.zer als Trennzeichen verwendet und könnten somit zu Problemen führen. Die Brettnamen müssen groß geschrieben werden. Unter dem Namen ZAmiAll wird dieses Brett später in MyBBS ange- wählt. Die Brettnamen in den Zerberusboxen beginnen immer mit /. Areas.zer kann mit jedem beliebigen Editor erstellt werden. Für jedes Brett muss ein Verzeichnis mit dem Namen des eigenen Ver- zeichnisses angelegt werden. Für das oben genannte Beispiel hiesse dies, man müsste in Zerberus: das Unterverzeichnis ZAmiAll anlegen. Werden neue Bretter hinzugefügt, so müssen diese nach den bereits vorhandenen eingetragen werden. Der erste Eintrag in areas.zer MUSS der Name der Pointsysops sein, der zweite Eintrag /UNZUSTELLBAR für nicht einzuordnende Mail, z.B. NAME_DES_SYSOPS=Zerberus:Privat /UNZUSTELLBAR=Zerberus:Unz Der Name des Pointsysops beginnt nicht, wie bei den Brettern mit einem Slash. Um eine gewisse Übersichtlichkeit zu bewahren, sollte man bestimmte Brettergruppen in eigene Unterverzeichnisse legen, z.B. alle Z-Bretter nach Zerberus:Bretter/Z/, die T-Bretter nach Zerberus:Bret- ter/T/ u.s.w. 2.2.2. Anlegen von areas.index Die Indexdatei areas.index wird mit Hilfe des Programm RECOVER er- stellt. RECOVER scannt alle Bretter, die in areas.zer eingetragen sind, durch erstellt daraufhin areas.index 2.2.3. Config.zer Config.zer erkennt z.Zt. folgende Schlüsselwörter : LOGON (Pfad und Name der Logontextmeldung) ORIGIN (frei wählbarer Ursprungsvermerk) POINT (Kurzname des Points) SERVER (Kurzname der Serverbox) UMLAUTE (Umlautstufe) WANDELN (Umlautwandlung bei eigenen Texten) EDITOR (Wahl des Texteditors) ROUTE (Eintrag in den Routestring JA / NEIN) FRONT (Vordergrundfarbe) BACK (Hintergrundfarbe) STOP (Stop-Taste) SPRUNG (Sprung-Taste) ABBRUCH (Abbruch-Taste) WEITER (Weiter-Taste) PASSWORT (Pointpasswort) SERIE (Seriennummer des Points) DIAL (Wählstring für das Modem (inkl. notwen- diger Einstellungen, z.B. S7=40 etc.) SPEED (Baudrate) DELAY (Wartezeit zwischen zwei Anrufen in Sek.) RETRY (Anzahl der Wählversuche) DEVICE (Devicenamen für das Modem) FILES (Filenamen für die Übertragung) CTRLX (Senden eines Ctrl-X direkt nach dem Einloggen?) IMPORT (Wahl des Arcers für eingehende Mail) EXPORT (Wahl des Arcers für abgehende Mail) ARCHIV (Angabe des Archivverzeichnisses) PRINT (Device für den PRINT-Befehl) DEFAULT (Defaultbefehl für leere Eingaben) Die Schlüsselwörter werden mit einem "=" von den Zuweisungen getrennt. Kommentarzeilen beginnen mit ; und werden beim Einlesen ignoriert. LOGON beschreibt den Pfad und den Namen der Textdatei, die beim Start von MyBBS als Loginmeldung auf den Bildschirm gebracht wird, z.B. Zerberus:Logon.txt. Beispiel : M Y B B S V1.7 Copyright 1989/90 Frank Schummertz ORIGIN ist der Text, der zusammen mit einer kurzen Copyrightmeldung des Programms an alle Nachrichten angehängt wird (Ausnahme : Persön- liche Nachrichten, also auch solche an MAPS und Binärdateien). Die Länge dieser Zeile sollte 80 Zeichen nicht überschreiten. POINT ist das Kürzel, unter dem dieser Point in der Serverbox eingetragen ist. SERVER beschreibt den Kurznamen der Serverbox ohne die Kennung .ZER. UMLAUTE gibt die Umlautefilterstufe an. Diese kann die Werte 0 bis 2 annehmen (siehe dazu auch 3.3.21) WANDELN bestimmt, ob auch eine Umlautwandlung beim Versenden von eige- nen Texten vorgenommen werden soll. Dies geschieht bei WANDELN=JA, bei allen anderen Zuweisungen findet keine Wandlung statt. Es ist dann sinnvoll, keine Wandlung vorzunehmen, wenn der Point an einem Euromail System angeschlossen ist. EDITOR enthält den Pfad und den Namen des Texteditors, mit dem die Nachrichten geschrieben werden sollen. Dieser Editor darf sich beim Start nicht von dem Task abkoppeln, in dem er gestartet wurde. Dies ist z.B. bei Cygnus Ed Professional der Fall. Txed und DME arbeiten problemlos mit MyBBS zusammen. Wer genug Speicher hat, kann den Cygnus Ed zusammen mit dem Utility SyncCed benutzen. Dieses Programm startet den Editor ganz normal und wartet so lange, bis er beendet wird und macht dann erst weiter. ROUTE entscheidet, ob der Point sich in den Routestring einer Nach- richt einträgt oder nicht. Bei ROUTE=JA trägt er sich ein, sonst nicht. Meiner Meinung nach spricht nichts dagegen, dass sich der Point im Routestring steht, sollte jedoch mal eine Regelung kommen, die Points dies verbietet, so kann dies hiermit geändert werden (damit will ich nicht gesagt haben, daß eine solche Regelung zu erwarten ist !). Die Farben (FRONT und BACK) werden durch Zahlen dargestellt, deren Wert sich wie folgt berechnet : Rotanteil * 512 + Grünanteil * 16 + Blauanteil BACK erhält die Farbeinstellung für den Hintergrund, FRONT die Rahmenfarbe von Windows etc. Bei den Schlüsselwörtern STOP, SPRUNG, ABBRUCH und WEITER werden die ASCII-Codes für diese Tasten eingetragen. Die STOP-Taste hält die Ausgabe beim Lesen von Nachrichten, bei der Ausgabe der Bretterverzeichnisse und beim Auflisten der Bretter- inhalte an und lässt die Ausgabe bei erneutem Druck fortfahren. SPRUNG ist vergleichbar mit CTRL-C in einer Mailbox. Damit wird die Ausgabe der aktuellen Nachricht gestoppt und die Frage `Abbruch oder Weiter` gestellt. Diese Frage wird dann entweder mit der ABBRUCH-Taste oder der WEITER-Taste beantwortet. ABBRUCH bedeutet beim Lesen von Nachrichten dasselbe wie SPRUNG, sorgt aber beim Anzeigen der Bretter oder der Bretterinhalte für einen sofortigen Abbruch der Ausgabe. WEITER dient zur Beantwortung der Frage zwischen den einzelnen Nachrichten beim Lesen mehrerer Mails. Sind die Schlüsselwörter nicht definiert, so gelten folgende Default- werte : STOP : Space SPRUNG : c ABBRUCH : x WEITER : CR PASSWORT ist das Passwort, unter dem sich der Point bei der Serverbox identifiziert. Es muss nicht unbedingt mit dem Passwort des Users übereinstimmen, mit dem er online die Box geht. SERIE enthält die Seriennummer des Points. Es ist eigentlich gleich- gültig, was hier steht, solange es nicht mir der Seriennummer der Serverbox übereinstimmt. In diesem Falle kommt keine Übertragung zustande. DIAL enthält den Wählstring für das Modem, inklusive eventueller Einstellungen wie z.B. &D0 S0=0 S7=40 etc. SPEED gibt die Baudrate an, mit der die Übertragungen stattfinden. DELAY beschriebt die Wartezeit zwischen zwei Wählversuchen in Sekun- den. RETRY sagt aus, wie oft gewählt werden soll, wenn keine Verbindung zustande kommt. Danach legt das Modem auf und MyBBS kehrt in die Kommandoebene zurück. DEVICE enthält das Device, das für die Kommunikation mit dem Modem zuständig ist. Bei externen Geräten ist dies das serial.device, beim internen Supra 2400zi ist es das modem0.device. FILES : Es gibt noch Zerberussysteme, die kein Bimodem installiert ha- ben. Hier werden die von MyBBS verwendeten Dateinamen OUTMAIL und cal- led.xxx (je nach Arcer) nicht verarbeitet. In diesem Fällen heisst die von der Serverbox versandte Datei OUT.TXT, die vom Point verschickte Datei heisst OUT.IMG. Bei FILES=JA werden diese Namen verwendet, bei FILES=NEIN die vorher genannten. Soll direkt nach dem Einloggen ein Ctrl-X gesendet werden, um das Intro der Serverbox abzubrechen, muss CTRLX=JA eingestellt werden. Da manche Modems, z.B. US Robotics Courier HST bzw. HST Dual Standard in dieser Zeit noch damit beschäftigt sind, sich auf ein evtl. vorhandenes Fehler- protokoll mit dem anderen Modem zu einigen, würde ein Ctrl-X die Ver- bindung sofort wieder beenden. In diesem Fall muss in config.zer CTRLX= NEIN stehen. IMPORT gibt den Pfad und den Namen des Arcers mitsamt Parameter aus, um eingehende Mail auszupacken, z.B. IMPORT=c:lharc x. Ein Space dahinter ist nicht notwendig. Es wird nicht überprüft, ob die gewählten Programme wirklich in den angegebenen Verzeichnissen vorhanden sind ! Zur Zeit werden ARC, LHARC, PKXARC und ZOO unterstützt. MyBBS überprüft, welcher Arcer angegeben ist und benennt bei FILES=JA die eingehende Arcmaildatei vor dem Auspacken entsprechend um : called.arc bei ARC und PKXARC, called.lzh bei LHARC und called.zoo für ZOO. MyBBS ist auch schon für Zip-Programme vorbereitet, die nicht, wie PkaZip, mit einer Shell arbeiten. Wird der Stirng "ZIP" erkannt, wird die Datei in called.zip umbenannt und ausgepackt. Das gleiche gilt sinngemäß für EXPORT. Mit dem ARCHIV-Schlüsselwort wird das Verzeichnis bestimmt, in dem Nach- richten mit dem ARCHIV-Befehl abgespeichert werden. Der Eintrag muss mit einem : oder / enden, fehlt dies, wird immer ein : eingesetzt. Zerberus: ist als Defaultwert eingestellt. PRINT gibt an, auf welches Device Nachrichten mit PRINT geschrieben wer- den sollen. Dabei ist jedes AmigaDOS Device möglich (SER:, PAR:, PRT:, PIPE: etc.). Defaultwert ist PAR:. Das Schlüsselwort DEFAULT gibt einen gültigen MyBBS-Befehl an, der dann ausgeführt, wenn bei der Eingabe lediglich CR gedrückt wird. Sinnvoll ist z.B. B +. Bei mir sehen die Eintragungen folgendermassen aus : BACK=0 FRONT=240 LOGON=Zerberus:Logon.txt ORIGIN=1. Amiga-Point der TTB, Wuppertal POINT=LUKA SERVER=TTB UMLAUTE=1 WANDELN=JA EDITOR=dh0:CLI/dme ROUTE=NEIN DEVICE=serial.device PASSWORT=Pointpasswort SERIE=9999 DIAL=AT&D0&M0&K0DP473086 SPEED=2400 DELAY=60 RETRY=15 FILES=NEIN CTRLX=NEIN ; IMPORT gibt es nicht, da ich meine Post gezipt erhalte, einen ; unziper für den Amiga gibt es zwar (Zippy), der ist aber quälend ; langsam EXPORT=C:lharc a ARCHIV=Zerberus:Archiv/ PRINT=PAR: DEFAULT=B + Die Reihenfolge dieser Eintragungen ist beliebig. Sollten einige Schlüsselwörter mehrfach auftreten, so ist immer die letzte Zuweisung gültig. 2.2.4. FKeys.zer In dieser Textdatei sind die Funktionstastenbelegungen von MyBBS ab- gespeichert. Die F-Tasten werden folgendermassen definiert : Fnn=Tastenbelegung wobei nn eine Zahl zwischen 01 und 20 ist, z.B. F01=B + F12=B Neu^m Durch ^m oder ^M wird sichergestellt, das der Befehl sofort nach Be- tätigung der Taste ausgeführt wird, ein zusätzliches RETURN wird nicht mehr benötigt. Es werden 20 Funktionstasten unterstützt, zum einen die normalen Tasten (F1-F10) und dann noch Shift-F1 bis Shift-F10 (F11-F20). 2.2.5. Filter.zer Die Datei Filter.zer enthält die Namen der User, deren Nachrichten (aus welchem Grund auch immer) nicht in die Bretter einsortiert werden. Jede Zeile enthält einen Usernamen, z.B. ABCDE@TTB.ZER FGHIJKL MNO@INFINET Somit kann man sowohl einen bestimmten Netzuser ausschliessen oder, im Falle der Namensgleichheit in verschiedenen Boxen, gleich alle mit diesem Namen. Die Nachrichten werden in /UNZUSTELLBAR einsortiert, beim Einsortieren erscheint zusätzlich die Meldung "(Zensierter User!)". 2.2.6. Hilfstexte Zu jedem gültigen MyBBS-Befehl kann eine separate Hilfsdatei in einem Verzeichnis Zerberus:Hilfe angelegt werden. Die einzelnen Dateien heissen BEFEHL.HLF, z.B. MAILER.HLF oder LESEN.HLF. Um das MyBBS-Archiv nicht unnötig aufzublähen, habe ich die Hilfstexte nicht dazugepackt. Diese müssten einzeln aus dieser Anleitung entnommen werden. Die Länge eines Hilfstextes darf 32 KB nicht übersteigen. 2.3. Mögliche Komprimierungsverfahren für eingehende und abgehende Mail Zerberusmailboxen bieten folgende Arc-Verfahren an : Server Point ------ ----- Arc Arc Zip Zip Zip Lharc Die Befehle EXPORT und IMPORT sind daraufhin ausgelegt, auch an- dere Kombinationen als die oben erwähnten zu verarbeiten. 2.4. Übertragungsverfahren Das Übertragungsprogramm Mailer arbeitet mit ZModem. Ich habe mich für dieses Protokoll entschieden, da es am schnellsten und am sichersten arbeitet. Es wird die XprZmodem.library von Fish 261 eingesetzt. Es existiert auch eine veraenderte Version der Library von DBB@BDB.ZER, die aller- dings nicht mit XprTransmit zusammenarbeitet. 3. MyBBS 3.1. Aufgaben Mit MyBBS werden die empfangenen Nachrichten gelesen, Briefe und Antworten geschrieben und Nachrichten gelöscht. Dazu steht dem Benutzer eine zerberusähnliche Benutzeroberfläche zur Verfügung. 3.2. Start des Programms MyBBS wird ohne Prameter im CLI gestartet. Kann MyBBS eine oder mehrere der notwendigen Konfigurationsfiles nicht finden, erscheint ein Alert mit entsprechender Fehlermeldung. 3.3. Befehlsübersicht In der vorliegenden Version versteht MyBBS folgende Befehle : * Antworten * ARchiv * BAck * BEtreff * Binaer * Brett * EDIt * EXport * FRont * Hilfe, ? * ICOnify * IMport * INfo * Inhalt * KILlbrett * Lesen, Read * LOEschen * LOGoff, Exit, Quit * MAiler * NEUbrett * ORigin * PAntwort * PRint * PM * RESet * ROute * SEnden * Umlaute * UPdate * WEIterleiten Es reicht, wenn die grossgeschriebenen Buchstaben eingegeben werden, damit die Befehle erkannt werden. 3.3.1. Antworten Beantwortet eine vorhandene Nachricht. Bei persönlichen Nachrichten richtet sich die Antwort an den betreffenden Autor, bei öffentli- chen Mails kommt die Antwort ins betreffende Brett. Syntax : ANtworten oder AN AN Wird nur ANTWORTEN ohne Parameter eingegeben, wird die letzte in diesem Brett gelesene Nachricht beantwortet. Wurde in dem Brett noch nicht gelesen, erscheint eine entsprechende Meldung. Nach dem Antworten wird der "Lastread-Zeiger" (siehe Befehl LESEN) gelöscht. Der Betreff bekommt den Zusatz "re: ", falls nicht schon ein "re:" bzw. "RE:" am Anfang des Betreffs gefunden wird. Die Nachricht wird in den Editor geladen, wobei jede Zeile mit " > " zitiert (gequotet) wird. Bei überlangen Zeilen findet ein Zeilenumbruch statt. Ist der Empfänger kein Brett, sondern ein User, wird nicht überprüft, ob der User in der Serverbox eingetragen ist, da in diesem Falle davon auszugehen ist, das dies der Fall ist. Der Editor wird mit "Save" und "Quit" verlassen, die geschriebene Nachricht wird temporär in RAM: abgelegt. Der Nachricht wird die Zeile " schrieb am um Uhr :" vorangestellt und erhält als Ursprungsvermerk die Zeilen Leerzeile ** MyBBS V1.7a (c) by FS feststehende Zeile Origin freiwählbare Originzeile Leerzeile Eventuell im Text enthaltene Amiga-Umlaute werden gemäß Schlüsselwort WANDELN in config.zer in IBM-Umlaute gewandelt. 3.3.2. Archiv Syntax : Archiv archiviert ein Nachricht AR -5 archiviert alle Nachrichten bis 5 AR 12- archiviert alle Nachrichten ab 12 AR 3-7 archiviert alle Nachrichten von 3 bis 7 AR die letzte im Brett gelesene Nachricht wird archiviert Der Befehl Archiv speichert Texte als separate Files ab. Dabei wird der Betreffstext von ":", "/" und " " gereinigt (werden durch "_" er- setzt) und als Name benutzt. Um Verwechselungen zu vermeiden (falls mehrere Nachrichten mit dem gleichen Betreffstext existieren), wird noch die Nummer der Nachricht angehängt. Die Nachrichten werden in Zerberus:Archiv abgespeichert. Sie haben das gleiche Format wie bei der Ausgabe auf dem Bildschirm. 3.3.3. Back Syntax : Back Back ändert die Hintergrundfarbe des MyBBS-Screens und speichert die neue Farbe unter dem Schlüsselwort BACK in config.zer ab. 3.3.4. Betreff Mit Betreff kann nachträglich der Betreffstext von eigenen Nachrichten verändert werden. Syntax : Betreff Be Im Gegensatz zu EDIT ist dieser Befehl auch bei Binärdateien erlaubt. 3.3.5. Binaer Mit diesem Befehl werden Binärdateien verschickt. Syntax : BInaer : BI Fehlende Angaben werden nachträglich abgefragt. Drückt man bei der Eingabe lediglich wird der Befehl abgebrochen. Es können binäre Dateien in Bretter oder an User verschickt werden. Bei BI in einem Brett wird immer das Brett als Empfänger angenommen. Der Name der zu versendenden Datei inklusive Pfad steht im Nach- richtentext. Der Copyrightvermerk und die Originzeile werden nicht angefügt. 3.3.6. Brett Brett wählt ein neues Brett an oder zeigt alle vorhandenen Bretter an. Syntax : Brett zeigt alle vorhandenen Bretter an Brett wählt ein Brett B + nächstes Brett mit neuen Nachrichten B NEU zeigt alle Bretter mit neuen Nachrichten ist das Kürzel, das in areas.zer angelegt wurde. Bei Eingabe von B + wird gefragt, ob das nächste Brett mit neuen Nachrichten angewählt werden soll. Brett oder B alleine gibt die Liste aller eingetragenen Bretter in der Reihenfolge aus, in der sie in areas.zer stehen. BRETT NEU (oder B N bzw. B NEU o.ae.) zeigt alle Bretter mit neuen Nachrichten an. 3.3.7. Edit Mit dem Befehl Edit werden vorhandene Nachrichten editiert. Syntax : EDIt EDI Es können nur eigene Nachrichten editiert werden. Beim Versuch, fremde Texte zu verändern, erscheint eine entsprechende Meldung. 3.3.8. Export a) Aufgaben Export sucht die geschriebenen Nachrichten zusammen, so daß sie ge- packt werden können. b) Aufruf Der Befehl Export wird ohne Parameter gestartet. Alle notwendigen Infor- mationen sind durch die Schlüsselwörter in config.zer gegeben. Export liest ex.zer ein, das einen Verweis auf alle zu exportierenden Nachrichten enthält und kopiert die Briefe in die Datei PUFFER. Anschliessend wird diese Datei mit dem gewählten Packer komprimiert. Das Archiv wird dann in OUTMAIL (bzw. bei FILES=JA in OUT.IMG) umbenannt. c) Binärfiles Binärdateien werden wie normale Texte in die PUFFER-Datei eingebun- den und verschickt. Dabei sollte beachtet werden, daß diese Dateien nur minimal gepackt werden, wenn die Binärdatei bereits komprimiert wurde. d) Anmerkung Nach dem Verpacken der PUFFER-Datei wird PUFFER gelöscht. Ex.zer wird nicht gelöscht, sondern bleibt bestehen. Sollte nach dem Exportieren noch neue Nachrichten geschrieben werden, wird ex.zer erweitert und EXPORT kann erneut aufgerufen werden. Die alte Versanddatei wird dann gelöscht und neu erstellt. Ex.zer wird erst nach einem erfolgreichen Netzcall gelöscht. 3.3.9. Front Syntax : Front Ändert die Vordergrundfarbe des MyBBS-Screens und speichert die Änderung unter dem Schlüsselwort FRONT in config.zer ab. 3.3.10. Hilfe bzw. ? Syntax : HILFE bzw. ? oder : HILFE Befehl HILFE oder ? alleine zeigt alle vorhandenen Befehle alphabetisch sortiert an. Folgt hier noch ein gültiger MyBBS-Befehl, so wird eine externe Hilfs- datei aus dem Verzeichnis Zerberus:Hilfe geladen, sofern sie existiert. Siehe auch 2.2.6. 3.3.11. Iconify Mit diesem Befehl kann man MyBBS für kurze Zeit in den Hintergrund legen. Syntax : ICONIFY Der Screen wird geschlossen und ein kleines Fenster in der linken oberen Ecke des Workbenchscreens erscheint. Klickt man das Close-Gadget an, werden MyBBS-Screen und Fenster erneut aufgebaut und man kann weiterarbei- ten. Das Iconifyfenster kann auf Wunsch verschoben und mittels Front/Back-Gad- gets weggeklickt werden. Während der Wartezeit wird keine Rechenzeit verbraucht, der MyBBS-Task wird schlafen gelegt. 3.3.12. Import a) Aufgaben Import liest die empfangenen Netcalldateien ein, packt sie evenuell aus und sortiert die Nachrichten in die einzelnen Unterverzeichnisse. b) Aufruf Der Befehl Import wird ohne Parameter aufgerufen. Die notwendigen Infor- mationen sind durch die Schlüsselwörter in config.zer gegeben. Nach dem Einsortieren wird die PUFFER-Datei gelöscht. c) Textnachrichten Die Textnachrichten werden nacheinander aus PUFFER herausgelöst und einzeln abgespeichert. Es können Textfiles mit einer maximalen Größe von 32 K in die Bretter einsortiert werden, längere Nachrichten werden in Zerberus: als eigenes File gespeichert, im Brett steht dann ein kurzer Verweis darauf. Eine Umlautwandlung findet nicht statt. d) Binärfiles Import ist in der Lage, Binärfiles aus der Pufferdatei herauszu- lösen. Die Dateien werden unter dem Namen, der im Betreffstext angegeben ist, im Verzeichnis Zerberus: abgelegt. Dabei werden Blanks, Doppelpunkte und Slashs durch "_" ersetzt. Außerdem wird eine Textnachricht mit dem Vermerk "Dies ist eine Binärdatei, Länge xxx Bytes" angelegt. 3.3.13. Info Info zeigt die Konfiguration des Programmes und die Funktionstasten- belegung auf dem Bildschirm an. 3.3.14. Inhalt Zeigt den Inhalt des angewählten Bretts an. Syntax : Inhalt * zeigt alle Nachrichten an I 7- zeigt alle Nachrichten von 7 an I 4-9 zeigt die Nachrichten 4 bis 9 I -5 zeigt alle Nachrichten bis 5 I zeigt alle neuen Nachrichten an Die Anzeige entspricht im Großen und Ganzen der Anzeige in den Zerberusboxen. In der PM erscheint eine leicht veränderte Anzeige. In der Spalte `Typ` steht ein IN, wenn es sich um eine einkommende Mail und ein OUT, wenn es sich um eine abgehende Mail handelt. In der Namens- spalte steht im ersten Fall der Name des Absenders und im zweiten Fall der Name des Empfängers. Der Name des Pointsysops taucht hier nicht auf. 3.3.15 Killbrett Der Befehl KILLBRETT löscht alte Bretter. Syntax : KILLBRETT Es wird der Name des Brettes abgefragt, nicht der Pfad des Brettes ! Also im Falle des Eintrages /Z-NETZ/UNSINN=Zerberus:Unsinn in areas.zer wäre dies /Z-NETZ/UNSINN. Areas.zer und areas.index werden nun aktualisiert und gespeichert, dabei bleiben neue Nachrichten, im Gegensatz zu NEUBRETT, als neu erhalten. 3.3.16. Lesen, Read Lesen von Nachrichten im gewählten Brett. Syntax : Lesen 4- liest alle Nachrichten ab 4 L -8 liest alle Nachrichten bis 8 L 3-6 liest die Nachrichten 3 bis 6 L 2 liest die Nachricht 2 L NEU bzw. N oder NE liest alle neuen Nachrichten Das Lesen der Nachrichten wird mit der Stop-Taste angehalten und erneut gestartet. Mit der Sprungtaste wird die aktuelle Nachricht gestoppt und uebersprungen, die Abbruchtaste bricht die Anzeige ab. In beiden Fällen kommt noch die Frage [A]ntwort, [P]M, [D]rucken, A[R]chivieren, [N]ochmal, Abbruch, Weiter : " bzw. in der PM nur [P]M, [D]rucken, A[R]chivieren, [N]ochmal, Abbruch, Weiter : ". Damit kann man direkt eine öffentliche (A) oder private Antwort (P) schreiben, die Nachricht archivieren (R), ausdrucken (D) oder nochmal (N) lesen. Die zuletzt gelesene Nachrichtennummer wird in einem "Lastread-Zeiger" gespeichert, um das Beantworten zu vereinfachen. 3.3.17. Loeschen Löscht Nachrichten. Syntax : LOE 5 löscht Nachricht 5 LOE -4 löscht alle Nachrichten bis 4 LOE 2-8 löscht die Nachrichten 2 bis 8 LOE 6- löscht alle Nachrichten ab 6 LOE * löscht alle Nachrichten im Brett Die jeweiligen Nachrichten werden sofort gelöscht ! Dabei werden die Nummern der bearbeiteten Mails angezeigt. Danach werden alle Nachrich- ten mit größeren Nummern umnummeriert. Ein Restaurieren gelöschter Nachrichten ist nicht möglich. Der "Lastread- Zeiger" wird beim Löschen berücksichtigt. Eigentlich sollte dieser Hinweis ja unnötig sein, aber ein User hat mich eines Besseren belehrt : Alte Nachrichten dürfen nur mit dem diesem Befehl gelöscht werden, nicht im CLI oder mit SID oder ähnlichem ! In diesem Fall werden naemlich die Mails nicht umnummeriert und es kann zu den tollsten Ergebnissen kommen ! 3.3.18. Logoff, Exit, Quit Beendet MyBBS. Zur Sicherheit wird noch die Frage gestellt Wirklich ausloggen (j,N) : alleine hat denselben Effekt wie die Eingabe von "n" oder "N". Bei LOGOFF NEU (oder EXIT NEU oder QUIT NEU) werden alle neuen Nach- richten beim nächsten Mal noch als Neu angezeigt. 3.3.19. Mailer a) Aufgabe Die Aufgabe des Mailers ist die eigentliche Datenübertragung zur und von der Serverbox. b) Start Mailer wird ohne besondere Angaben gestartet. Nun kann die Uhrzeit angegeben werden, zu der der Netzcall gestartet werden soll. Wird bei der Eingabe nur gedrückt, startet der Mailer sofort mit der Anwahl. Die Wartezeit kann mit SPACE übersprungen werden, mit Q wird der Mailer komplett abgebrochen. c) Abbruch des Programms Die Mailerroutine lässt sich bis zum Start der Übertragung (= erster Aufruf von XprTransmit) mit der Taste q beenden. Nach einem kurzem Moment legt der Mailer auf und schliesst alle Dateien. d) Logbuch Zur Kontrolle legt der Mailer eine Datei logbuch.dat im Verzeichnis Zerberus: an, in dem alle notwendigen Vermerke mit Uhrzeit festge- halten sind. Neue Eintragungen in das Logbuch werden an die bereits bestehenden angehängt. e) Modemeinstellungen Folgendes gilt nur, wenn man ein älteres serial.device oder das modem0.device benutzt. Mit dem mitgelieferten serial.device tritt dieses Phänomen nicht mehr auf : Das Modem muss so eingestellt sein, daß es auf eine Abfallen des DTR Signals nicht reagiert, d.h. die Verbindung darf dann nicht unter- brochen werden. Bei einem 1200 Baud Discovery Modem erreicht man dies durch einen DIP-Schalter im Gerät. Beim Discovery 2400C kann man dies mit AT&D0 abstellen. Dies muss mit AT&W in eines der Profile geschrieben werden. Arbeitet man mit einem HST-Modem, die Serverbox jedoch nicht, sollte im Wählstring noch &M0 und &K0 stehen, da hier durch das Einloggen beschleu- nigt wird. Diese beiden erweiterten Hayes-Kommandos schalten die Möglich- keit zur Datenkompression und Fehlerkontrolle (ARQ) ab. Ausserdem sollte CTRLX=NEIN benutzt werden. f) Anmerkung Nach Beendigung des Mailers wird eine Meldung ausgegeben, ob der Netzcall erfolgreich war oder nicht. Dies richtet sich danach, ob von der Server- box eine Datei verschickt wurde oder nicht. Erst wenn der Netzcall erfolgreich verlief, wird ex.zer gelöscht. 3.3.20. Neubrett Der Befehl NEUBRETT dient zum Anlegen neuer Bretter in MyBBS. Syntax : NEUBRETT Der Brettname und der komplette Pfad für das Verzeichnis werden abge- fragt, die Brettliste wird ergänzt und alphabetisch durchsortiert (bis auf die ersten beiden Einträge) und als neues areas.zer abgespeichert. Es können beliebig viele Bretter mit einem Aufruf des Befehls angelegt werden. Anschliessend werden die Verzeichnisse durchgescannt (wie bei dem externen RECOVER), es gibt dann keine neuen Nachrichten mehr. 3.3.21. Origin Mit Origin kann der Origintext (die Unterschriftszeile) geändert werden. Die Änderung wird abgespeichert. Zur Änderung wird der alte Text angezeigt und kann dann editiert werden. 3.3.22. PAntwort Mit diesem Befehl werden private Antworten auf öffentliche Nachrichten geschrieben. Syntax : PAntwort beantwortet Nachricht nr per PM PA beantwortet die letzte gelesene Nachricht Diese Nachrichten werden in der PM abgelegt. Der Betreffstext be- kommt, falls nicht schon vorhanden, wie beim Befehl Antwort den Zusatz "re: ". Ansonsten gilt hier das Gleiche wie beim normalen Antworten. Lediglich die Überschrift in der Antwort lautet Du schreibst am ... um ... : 3.3.23. Print Gibt die Nachrichten auf dem Device aus, das im PRINT Schlüsselwort in config.zer angegeben ist. Syntax : Print 6- druckt alle Nachrichten ab 6 P -3 druckt alle Nachrichten bis 3 P 3-5 druckt die Nachrichten 3 bis 5 P 7 druckt die Nachricht 7 P druckt die letzte im Brett gelesene Mail Die Ausgabe hat dieselbe Form wie die Bildschirmanzeige. 3.3.24. PM Rückkehr ins Brett Persönliche Mail. Als Prompt erscheint der Name des Pointsysops, und zwar so, wie er in areas.zer eingetragen ist. 3.3.25. Reset Syntax : RESet Reset sorgt dafür, das in areas.index in allen Bretter die höchste Nach- richtennummer auch gleichzeitig zur Nummer der letzten neuen Nachricht wird, d.h. es gibt dann keine neuen Nachrichten mehr. Vorher findet noch mal eine Sicherheitsabfrage statt. 3.3.26. Route Syntax : Route JA oder Route NEIN sowie entsprechende Abkürzungen für JA und NEIN Route legt fest, ob der Point sich in den Routestring einträgt oder eben nicht. Die Änderung wird in config.zer abgespeichert. 3.3.27. Senden Schreiben einer Nachricht an einen anderen User oder in ein Brett. Syntax : SEnden : SE Fehlen die Angaben Empfänger oder Betreff im Aufruf, werden sie nachträglich abgefragt. Drückt man bei der Eingabe lediglich wird das Schreiben abgebrochen. Wird der Befehl Senden in einem Brett angegeben, ohne das ein Empfänger genannt wird, dann wird das Brett als Empfänger einge- setzt. Das gilt natürlich nicht für die PM. Bei persönlichen Nachrichten an User in der Serverbox wird mit Hilfe der Userliste überprüft, ob der angeschriebene Empfänger überhaupt existiert. Sollte dies nicht der Fall sein, wird gefragt, ob die Nachricht wirklich verschickt werden soll. Der Nachrichtentext kann nun entweder selbst eingegeben werden oder es besteht die Möglichkeit, vorgefertigte Textdateien einzubinden. Zur Zeit können Textfiles bis zu 32 KB eingebunden werden. Zum Schreiben wird der Editor aufgerufen, der mit und verlassen wird . Die Nachricht enthält nun den gleichen Zusatz, wie beim Befehl Antworten beschrieben (dies gilt nicht für persönliche Mails). Nachdem die Nachricht gespeichert wurde, kann die Nachricht noch an andere User weitergeleitet werden. Auch hier findet eine Überprü- fung der Usernamen statt. Die weitergeleitete Nachricht wird als separates Textfile abgespeichert. Eventuell im Text enthaltene Amiga-Umlaute werden gemäß Schlüsselwort WANDELN in config.zer in IBM-Umlaute gewandelt. 3.3.28. Umlaute Einstellen des Umlautfilters beim Lesen. Möglich sind die Eingaben 0, 1 oder 2. 0 : Schaltet den Umlautfilter ab. 1 : die IBM- und Atari-Umlaute werden in Amiga-Umlaute gewandelt. 2 : die IBM- und Atari-Umlaute werden in ae, oe, ue, Ae, Oe, Ue und sz gewandelt. Die Änderung des Umlautfilters wird in config.zer abgespeichert. 3.3.29. Update Dieser Befehl bringt die Userliste auf den neuesten Stand. Syntax : UPDATE UP nr ist die Nummer der Nachricht von MAPS, die die Userliste enthält. Die Liste wird mit LIST USER * bei MAPS angefordert, nicht mit LIST VERBOSE USER *, da hier die Ansagetexte mitgeliefert werden. Sollte die Nachricht nr nicht den richtigen Absender oder den rich- tigen Betreff haben, wird UPDATE mit einer entsprechenden Fehler- meldung abgebrochen. Die Userliste wird beim Start von MyBBS automatisch eingelesen. 3.3.30. Weiterleiten Weiterleiten gestattet es dem Benutzer, selbst verfasste oder fremde Nachrichten an andere User ausser dem ursprünglichen Empfänger zu verschicken. Syntax : WEIterleiten <:Empfänger> Der Empfängername muss mit einem : eingeleitet werden, fehlende Angaben werden abgefragt. Die Namen werden auch hier in der Userliste überprüft. Es können nur Nachrichten an andere User weitergeleitet werden, ein weiterleiten in Bretter ist noch nicht möglich. Leitet man fremde Nachrichten weiter, dann bekommen diese am Beginn des Textes den Zusatz Originalautor : Originalempfänger : Weitergeleitet am ... um ... ---------------------------------------------------- um den Urheber der Nachricht zu kennzeichnen. Ausserdem wird im Betreffstext "we: " eingefügt. 3.4.1. Tastatureingaben Die Eingaberoutinen wurden in den Versionen 1.4a und 1.6g komplett erneuert. Dadurch wurde es nun auch möglich, eine History-Funktion und die Benutzung von Funktionstasten einzubauen. 3.4.2. History-Funktion Ab Version 1.4a bietet MyBBS dem Benutzer eine History-Funktion, d.h. die alten Eingaben werden zwischengespeichert und können wie- derverwendet werden. Bis zu 30 Befehle werden gespeichert, danach werden die ältesten Einträge entfernt, um Platz für die neuen zu schaffen. Die History-Funktion wird mit den Tasten CURSOR-UP und CURSOR-DOWN angesprochen. So kann der gewünschte Befehl gesucht und erneut eingesetzt werden. CURSOR-UP geht einen Schritt nach hinten,CURSOR- DOWN wieder einen Schritt nach vorne. Die auf diese Weise zurückge- holten Eingaben können bei Bedarf verändert und ergänzt werden. 3.4.3. Funktionstasten MyBBS unterstützt 20 Funktionstasten : F1 bis F10 sowie Shift-F1 bis Shift-F10. Diese F-Tasten können mit freiwählbaren Befehlen belegt werden. Die Belegung der Tasten wird in fkeys.zer eingetragen. Die Funktionstasten werden sowohl bei der Befehlseingabe als auch bei der Eingabe von Empfängernamen beim Senden von Nachrichten unter- stützt. 3.5. Prompt Im Prompt wird immer angegeben, in welchem Brett man sich befindet. Für die Private Mail steht hier der Name des Pointsysops. 3.6. Binärfiles siehe Befehle Import und Export. 3.7. Wie müssen mich die User in anderen Boxen anschreiben ? Da der Point gewöhnlich nur in der eigenen Serverbox eingetragen ist (bei mir z.B. TTB), müssen alle Nachrichten an USER@SERVERBOX bei mir also FRANK_SCHUMMERTZ@TTB.ZER geschickt werden. Damit die Nachrichten auch weitergeleitet werden, muss dieser User als Ver- treter den Sysop des Points angeben. Bis mir ist dies also SYSOP@LUKA.ZER. Sofern die Serverbox richtig eingestellt ist, werden alle Nach- richten nach dem Weiterleiten gelöscht. Achtet aber darauf, daß für das Weiterleiten keine Netmailgebühren bezahlt werden müssen. Sonst könnte jemand auf die Idee kommen und euch KB-weise Nachrichten schicken, für die ihr dann das Wei- terleiten bezahlen müsst. User, die die Texte in der Serverbox selbst eingeben, können ihre Nachrichten auch direkt an den Pointsysop schicken. Das Gleiche gilt auch für andere Points in der gleichen Box. 3.8. Wie schreibe ich andere User an ? Bei Usern in der eigenen Serverbox muss die Endung @SERVERBOX fehlen. Das liegt daran, das sich die Boxen selbst nicht kennen. Antwortet man auf persönliche Nachrichten aus der eigenen Server- box, wird die Endung automatisch entfernt. Bei Usern in anderen Systemen ändert sich nichts. Kann die Server- box die Nachricht nicht weiterrouten, kommt sie beim nächsten Netcall wieder zurueck. 3.9. Fehlermeldungen Sollten Gurus auftreten, wird dem Benutzer angeboten, das Programm zu verlassen oder auf eigene Gefahr weiterzumachen. Normale Fehler werden so nicht abgefangen. Im Falle eine Programmabbruchs wird MyBBS wie bei LOGOFF NEU been- det, d.h. alle ungelesenen Nachrichten sind beim nächsten Start wieder neu. 4. Recover 4.1. Was ist Recover ? Recover ist ein kleines Hilfesprogramm, das die Datei areas.index nach einem Fehler wieder neu herstellt. Ausserdem können damit alte Bretter aus der Indexdatei gelöscht und neue Bretter problemlos engetragen werden. Recover muss auch bei der ersten Installation von MyBBS gestartet werden, damit eine leere Datei areas.index erstellt wird. 4.2. Aufruf Recover wird ohne Parameter im CLI aufgerufen. Es liest areas.zer ein, scannt jedes angegebene Verzeichnis durch und schreibt die höchste gefundene Nachrichtennummer in areas.index. Dabei werden Lücken in der Reihenfolge nicht berücksichtigt (z.B. Nachricht 1 bis 5 und 7 bis 12 sind vorhanden, Nachricht 5 ist in diesem Fall die letzte Nachricht und wird in areas.index ver- merkt. 4.3. Neue Bretter einfügen und alte Bretter entfernen Um neue Bretter in areas.zer und areas.index einzufügen bzw. um nicht mehr gewünschte Bretter zu entfernen, geht man folgender- massen vor : a. areas.zer wird in einem Editor nach Bedarf geändert (neue Zeilen einfügen, alte löschen) und abgespeichert. b. Recover starten. areas.index wird entsprechend geändert. 4.4. Kontrolle Zur Kontrolle legt Recover eine Datei namens areas.recovery. In ihr steht, wieviele Nachrichten in jedem Brett gefunden wurden. 5. MAPS 5.1. Was ist MAPS ? MAPS ist ein Utility von Brian o`Fish@MULI.ZER für MS-DOS Zerberus- boxen. Es ermöglicht Points, sich selbständig und ohne Hilfe des jeweiligen Sysops Bretter zu bestellen und abzubestellen. Ferner kann man von MAPS diverse Informationen und Listen bekommen. Außerdem erleichtert MAPS den Zerberussysops das Eintragen neuer Boxen in die Bretterstruktur. Ich empfehle allen Sysops, die Points oder Terminals angeschlossen haben, dieses Programm zu installieren. Es nimmt ihnen eine Menge Arbeit ab und erleichtert dem Pointbenutzer die Einrichtung der für ihn interessanten Bretter. Nähere Infos zu MAPS gibt es entweder beim Autor (s.o.) oder z.B. auch bei KERSTIN@TTB.ZER. 5.2. Wie schreibt man an MAPS ? Ganz einfach : MAPS ist sozusagen ein User in der Box, in der man Point ist. Dementsprechend wird es mit SENDEN MAPS angeschrieben. Die Befehle stehen entweder im Betreffstext oder in der Nachricht selbst. Die Briefe an MAPS sind neben Binärnachrichten die einzigen Nachrich- ten, die nicht den sonst üblichen Absendervermerk erhalten. 5.3. Welche Befehle versteht MAPS ? Eine Befehlsübersicht bekommt man, wenn man eine Nachricht mit dem Betreff HILFE * an MAPS schickt. Es folgen dann beim nächsten Netz- call einige Nachrichten mit ausführlicher Hilfe zu allen Themen. 6. Wie läuft ein Netzcall ab ? 6.1. Erster Schritt Zuerst werden mit MyBBS die Nachrichten, die verschickt werden sollen, geschrieben. Diese werden durch einen kurzen Eintrag in ex.zer vermerkt. 6.2. Zweiter Schritt Vor dem Start der Übertragung muss mit EXPORT die Ausgangspuffer- datei erstellt werden. Das Programm packt alle Nachrichten, die in ex.zer eingetragen sind in eine Datei PUFFER und komprimiert diese an- schliessend mit dem gewählten Packer nach OUTMAIL (bzw. bei FILES=JA nach OUT.IMG). Falls keine Nachrichten verschickt werden sollen, braucht EXPORT auch nicht gestartet zu werden. Es bricht in diesem Falle mit einer Fehlermeldung ab ("ex.zer nicht gefunden"). 6.3. Dritter Schritt Nun wird der MAILER aufgerufen, der anhand der Eintragungen in config.zer die Serverbox anwählt, sich einträgt und die Übertragung startet. Nachdem das Passwort gesendet wurde, erscheint im MAILER-Fenster die Meldung "Running ARC.....". Das heißt, daß die Serverbox nun online ihre Ausgangsdatei packt. Das Beenden des Vorgangs wird mittels Senden eines Ctrl-U angezeigt, woraufhin der Point seine Seriennummer schickt und auf eine Bestätigung in Form eines Ctrl-F wartet. Nun wird die Datei OUTMAIL gesendet. Falls es keine ausgehenden Daten gibt, wird eine Datei OUTMAIL gesendet, die lediglich ein CR+LF enthält. Anschließend wird OUTMAIL gelöscht. Wenn die Übertragung beendet ist, wird die Datei called.zip bzw. called.arc (bzw. bei FILES=JA OUT.TXT) empfangen (in Abhängigkeit von der Arc-Methode der Serverbox (siehe auch 2.3.). Nach erfolgtem Netzcall legt MAILER auf und kehrt in die Befehlsebene zurück. Ex.zer wird gelöscht. 6.4. Vierter Schritt Erhält man seine Mail gezipt, dann muss die Datei called.zip "von Hand" entpackt werden. Dies ist leider nötig, das es für Amiga noch keinen CLI-Befehl Unzip gibt, der sich mit dem momentan aktuellen Zip der MS-DOS Rechner versteht. Sollte die empfangene Datei OUT.TXT heissen, muss sie vorher entsprechend umbenannt werden. 6.5. Fünfter Schritt Im anderen Fall entpackt IMPORT die empfangene Datei und sortiert die Nachrichten in der Datei PUFFER nun nacheinander in die einzelnen Verzeichnisse ein. Dabei werden die Verzeichnisse und die Nummer der Nachrichten im angegeben. Nach dem Einsortieren wird PUFFER gelöscht. 6.6. Sechster Schritt Jetzt können (endlich) die neuen Nachrichten gelesen werden ... 7. Sonstiges 7.1. Bug Reports "Es gibt keine Bugs, nur undokumentierte Features !" Trotzdem bitte alle `undokumentierten Feature` an mich weitergeben, damit ich sie notfalls entfernen kann, ebenso alle Ideen, Wünsche, Er- weiterungvorschläge etc. Flames bitte nach NIL: 7.2. Addresse etc. Zerberus: FRANK_SCHUMMERTZ@TTB.ZER Fido : Frank Schummertz, 2:244/10.4182 Voice : 02 02 / 59 41 30 von 18-22 Uhr Addresse: Frank Schummertz Emmastrasse 20 5600 Wuppertal 2 Bankverb.: Postscheckamt Essen, Kto. 4328-70-432, BLZ 360 100 43 oder per V-Scheck an o.a. Adresse.