- KLEINWALE - Die vergessenen Wale 77 Arten von Walen und Delphinen gibt es in der Welt. Elf von ihnen - die groessten - sind 1985 von der Internationalen Walfang Kommission (IWC) vor den Walfaengern geschuetzt worden. Die 66 uebrigen Arten aber werden meist vergessen - obwohl sie zu Hundertausenden erbarmungslos gefangen, zerstuemmelt oder abgeschlachtet werden. Zum Beispiel durch: KOMMERZIELLEN WALFANG: Japan toetet seit jeher hemmungslos Wale und Delphine, bis die einzelnen Arten soweit dezimiert sind, dass sich der Fang nicht mehr lohnt. So erging es den Grosswalen wie Blauwal, Finnwal, Buckelwal, Pottwal oder Brydewal. Seit sie geschuetzt sind, sind die Kleinwale dran: Zuerst die gestreiften Delphine, dann die Grindwale, die Baird's Schnabelwale und jetzt die Dall's Schweinswale: 30'000 bis 40'000 von ihnen muessen alljaehrlich ihr Leben lassen, um in japanischen Kochtoepfen oder als Hundefutter zu enden. Auch in Peru geht es den Kleinwalen an den Speck: Weil es keine Sardellen mehr gibt, fangen die peruanischen Fischer jetzt eben Wale und Delphine - einige zehntausend jaehrlich. In Chile werden alle Jahre einige Tausend Sueddelphine und Chiledelphine getoetet, um sie als Krabbenkoeder zu verwenden. WALSCHLACHT AUS TRADITION: Auf den Faeroeer-Inseln werden jedes Jahr 2000 Grindwale an Land getrieben und unter den aufmunternden Zurufen der belustigten Bevoelkerung auf brutalste Weise getoetet. Dies aus "Sport, Tradition und um billige Nahrung zu bekommen", wie ein Beamter erklaerte. Dies, obwohl das Fleisch der Grindwale grosse Mengen an Quecksilber aufweist und deshalb fuer den menschlichen Konsum nicht geeignet ist. Zudem sind die Faeroeer auf das Walfleisch gar nicht mehr angewiesen und lassen es auf den Abfallhaufen verrotten, wenn sie genug davon haben. Auch auf Taiwan und der japanischen Insel Iki spielen sich jedes Jahr graessliche Szenen sinnloser Tierquaelerei ab. Die Fischer beschuldigen die Delphine, ihnen alle Fische wegzufressen, weil sie nicht einsehen wollen, dass sie selber ganze Fischgruende leergefischt haben. Die Fischer wissen gar nicht, was sie mit den getoeteten Delphinen anfangen sollen - und verwerten sie kurzerhand zu Duengemittel! Die auf diese verschiedenen Weisen umgebrachten Kleinwale haben keine Lobby: Sie fallen nicht in den Kompetenzbereich der Internationalen Walfangkommission (IWC). Mitgliedstaaten wie Japan, Norwegen, Mexiko, Chile, Peru und andere wehren sich mit Haenden und Fuessen dagegen, die Kleinwale der Kompetenz der IWC zu unterstellen. Schliesslich wollen sie sich nicht wegen ein paar Delphinen ihr eintraegliches Geschaeft vermiesen lassen... Wer seine Abneigung gegenueber der Walabschlachtung kundtun moechte, kann dies z.b. durch die Unterschriftensammlung der ASM und anderer Organisationen. Am Ende des Bulletins 10 befindet sich eine Unterschriftenliste, die man ausdrucken, ausfuellen und an die ASM schicken kann. (Jede Unterschrift zaehlt !!!)