ARBEITSGRUPPE ZUM SCHUTZ DER MEERESAUGER (ASM) ================================================= ZIELSETZUNG ------------- WELTWEITE ANERKENNUNG UND RESPEKTIERUNG DER RECHTE AUF FREIHEIT UND WOHLERGEHEN DER MEERESAEUGER Wir verurteilen und setzen uns mit allen uns zur Verfuegung stehenden, legalen Mitteln ein gegen: - die Verwendung von Treib-, Ring- und Kunstoffnetzen in der Fischindustrie - die Abschlachtung von Meeresaeugern aus kommerziellen, wissenschaftlichen, traditionellen oder anderen Gruenden - die Gefangennahme und Gefangenhaltung von Meeresaeugern fuer kommerzielle und wissenschaftliche Zwecke und zur Bereicherung - bestehende und geplante Delphinarien sowie das Schwimmen mit in Gefangenschaft lebenden Delphinen - den Handel sowie die Ausbildung von Meeresaeugern fuer den Einsatz in der Marine und fuer die Meeresforschung - alle wissenschaftlichen Untersuchungen und Tests an Meeresaeugern, welche zu momentanen oder bleibenden Schmerzen, koerperlichen oder geistigen Stoerungen fuhren - die Verschmutzung und Zerstoerung der Lebensraume der Meeresaeuger. WER WIR SIND UND WAS WIR WOLLEN --------------------------------- Die "Arbeitsgruppe zum Schutz der Meeresaeuger - Schweiz" wurde im Maerz 1990 gegruendet, um den Bau des geplanten Delphinariums "Tropical World" bei Martigny zu verhindern. Inzwischen befassen sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe so intensiv mit der Problematik der Delphinarien und anderen Quaelereien an Meeresaeugern, dass sie nicht mehr zurueck koennen - und auch nicht wollen. Die Arbeitsgruppe hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, sich ueberall dort einzusetzen, wo Wale, Delphine und Robben von sogenannten "zivillisierten" Menschen ausgebeutet, gequaelt und getoetet werden. Unsere Arbeit besteht vor allem darin, die Oeffentlichkeit durch Vortraege, Standaktionen, Initiativen, Protestschreiben und Medien ueber die grausamen und brutalen Vorgaenge aufzuklaeren. ------------------------------------------------------------------------- | Wir danken der "Arbeitsgruppe zum Schutz der Meeresaeuger - Schweiz" | | fuer die aktive Teilnahme am Bellerive-Symposium ueber Wale und | | Delphine in Gefangenschaft. | | Wir schaetzen ihren Beitrag und wuenschen weiterhin viel Erfolg | | in ihren Bemuehungen fuer die Meeresaeuger und deren bedrohte Umwelt. | | | | | | Bellerive Foundation, Geneva | | Prinz Sadruddin Aga Khan | ------------------------------------------------------------------------- -------------------------------------------------------------- | Der Schweizer Tierschutz STS ist fuer die engagierte und | | professionelle Arbeit der "Arbeitsgruppe zum Schutz der | | Meeresaeuger - Schweiz" sehr dankbar. Wir arbeiten eng mit | | dieser Gruppe zusammen. Als Binnenland duerfen wir uns vor | | den Problemen der so stark gefaehrdeten Meeresaeuger nicht | | verschliessen. | | Schweizer Tierschutz STS | | H.P. Haering, Geschaeftsfuehrer | -------------------------------------------------------------- Immer wieder werden wir gefragt, warum Wale, Delphine; Warum nicht Menschen ? Unsere Antwort: Der Mensch ist nicht die einzige Kreatur, die faehig ist zu lieben, zu denken, Mitgefuehle zu zeigen oder ueber den Verlust von Nahestehenden zu trauern. Es ist keine Frage des Wertes und Einflusses, Mensch oder Wal. Die Frage ist Leben oder Tod. Leben ist die Antwort fuer einen Planeten voller Vielfalt, einen lebenswerten Planeten. WALE ------ 77 Arten von Walen und Delphinen gibt es in der Welt. Elf (11) von ihnen - die groessten - sind 1985 von der Internationalen Walfangkommision (IWC) vor den Walfaengern geschuetzt worden. Die ueberigen 66 Arten aber werden meist vergessen, obwohl sie zu Hunderttausenden erbarmungslos gefangen oder abgeschlachtet werden. Zum Beispiel: - Die Japaner toeten jaerlich zwischen 30`000 und 40`000 Dall`s Schweinswale. Das Walfleisch endet in japanieschen Kochtoepfen oder als Hundefutter. - Einige Zehntausend Kleinwale werden jaerlich an Stelle der nicht mehr vorhandenen Sardellen durch peruanische Fischer getoetet. - In Chile werden alle Jahre einige Tausend der seltenen und stark bedrohten Delphinarten getoetet, um sie als Krabbenkoeder zu verwenden. - Aus Sport, Tradition und zur billigen Nahrungsbeschaffung werden auf den zu Daenemark gehoerenden Faeroeer-Inseln jedes Jahr bis zu 2000 Grindwale auf brutalste Weise abgeschlachtet.Grosse Mengen der getoeten Wale verotten anschliessend auf dem Abfallhaufen. - Auf der japanischen Insel Iki spielen sich jedes Jahr graessliche Szenen sinnloser und bestialischer Tierquaelerei ab.Dies mit der Begruendung, dass Delphine die Fischer konkurrieren.Die getoeten Delphine werden kurzerhand zu billigem Duengemittel verarbeitet. - Ueber sechs Millionen Delphine sind in den letzten 30 Jahren in Ring- und Treibnetzen der Thun- und Tintenfischfaenger zugrunde gegangen.Noch sterben jaerlich ueber 120`000 Delphine im oestlichen tropischen Pazifik in den Ring-Netzen der Gelbflossen-Thunfischfaenger. ALLE VIER MINUTEN STIRBT EIN DELPHIN !!! DELPHINE ---------- PROBLEMATIK DER DELPHINARIEN Delphine sind fuer Delphinarienbesitzer ein gutes Geschaeft: Sie locken Zuschauer an und lassen die Kassen klingen. Delphinarien vermitteln den Eindruck einer heilen Welt, waehrend hinter den Kulissen der scheinbar spielerischen Darbietung ein unerbitterliches, fuer den Delphin toedliches Geschaeft ablaeuft. Viele Tiere sterben bereits waerend des Fanges und des Transports. Im chemisch aufbereiteten Wasser der engen, kahlen Becken und dem fehlenden biologischen und sozialen Umfeld leben die Tiere unter Stress und Haftpsychose. Die Sterblichkeit der gefangenen Delphine ist ausserordentlich hoch. Die Tiere sterben haufig an Lungenentzuendung, Herzversagen, Kreislaufkollaps und Vergiftungen. Nach Zahlen der UNO-Organisation FAO lebt zum Beispiel der Grosse Tuemmler, der am haeufigsten in Delphinarien gehaltene Delphin, in Gefangenschaft durchschnittlich nur 5,4 Jahre. In Freiheit wird dieses Tier 25-37 Jahre alt. MISSBRAUCH VON DELPHINEN FUER MILITAERISCHE ZWECKE Seit Jahren ist bekannt, dass die Marine der USA und der UDSSR Delphine gefangen haelt, um diese fuer militaerische Zwecke auszubilden und entsprechend einzusetzen. Aus Geheimhaltungsgruenden ist es aber auch fuer uns sehr schwierig, immer wieder neuste Informationen zu diesem hoechst verwerflichen Missbrauch von Delphinen zu erhalten. ROBBEN -------- Die Robben gehoeren zu einer Gruppe von Saugetieren, die seit je unter den Nachstellungen des Menschen gelitten haben. Von den 35 Robbenarten blieb kaum eine ungeschoren. Nicht nur Kuestenbewohner machten Jagd auf die Tiere, um den Bedarf an Speck, Fleisch, Hauten und Fellen zu decken. Wegen ihrer zum Teil riesigen Massenansammlungen waerend der Paarungszeiten wurden die Robben auch von kommerziellen Faengern aufgesucht und auf grausamste Art abgeschlachtet, nicht selten ersatzweise fuer Wale. Heute wird vielmals von Fischern behauptet, dass Robben ihnen die Fischbestaende wegfressen. Aber es ist begruendet, dass man mit solchen Angaben nur vom jahrelangen Raubbau der Menschen ablenken will. Jaerlich werden tausende von Tieren getoetet, zum Beispiel: - bis 9000 von den Suedlichen See-Elefanten - 10`000 Walrosse - 15`000 von den Suedafrikanischen Seebaeren. (Die Genitalien der Bullen werden von Maennern gewisser fernoeslicher Laender als Aphrodisiakum verwendet !) - 60`000 von den Noerdlichen Pelrobben - ueber 500`000 von den Kanadischen Sattelroben VIELE ROBBENARTEN WURDEN DURCH DIE VERFOLGUNG FAST AUSGEROTTET. WAS SIE PERSOENLICH TUN KOENNEN --------------------------------- - Verzichten Sie auf das Essen von Thon, solange dieser nicht eindeutig als "Delphin-Frei" deklariert ist. (Auch dann besser nicht...) - Besuchen Sie keine Delphinarien mehr. - Sprechen Sie mit Ihren Kindern und Bekannten ueber die Problematik der Delphinarien. - Treten Sie unserer Arbeitsgruppe bei, damit wir unsere Arbeit fortsetzen koennen. JAHRESBEITRAEGE: - Jugendliche unter 18 Jahren FR. 15.- - Erwachsene FR. 30.- - Firmen FR. 100.- DAS BIETEN WIR UNSEREN MITGLIEDERN ------------------------------------ - Unseren ehrenamtlichen und uneigennuetzigen Einsatz zum Schutz der Meeresaeuger. - Sporadische Mitglieder-Information ueber unsere Arbeit, laufende Projekte, Resultate von Aktionen usw. - Unterlagen und Beratung fuer Interessierte Mitglieder, die selber wale in FREIHEIT beobachten moechten. ------------------------------------------------------------------------- | Die Grausamkeit gegen Tiere und die Teilnahmlosigkeit gegenueber | | ihrem Leiden ist eine der schwersten Suenden des Menschengeschlechts. | | | | Romain Rolland | ------------------------------------------------------------------------- ARBEITSGRUPPE ZUM SCHUTZ DER MEERESAUGER ------------------------------------------ Postfach 467, CH-8810 Horgen, Schweiz Telefon 01 725 79 38, Telefax 01 725`95`36 Mailbox 01 483 05 02 Postcheckkonto 80-60947-3 Herzlichen Dank fuer Ihr Interesse; ihr Co-Sysop und ihr Sysop...