MRBackup Version 2.4 Ein Festplattenbackup Hilfsprogramm für den Commodore Amiga August 1988 Mark R. Rinfret Einführung Dieses Schriftstück beschreibt das Programm MRBackup (gesprochen M_R_Backup, nicht wie Mister Backup :-), das ihnen die Möglichkeit verschafft, Sicher- heitskopien von Dateien ihrer Amiga Festplatte auf einem Amiga-Disketten- system abzuspeichern. Ich habe MRBackup hauptsächlich aus dem persönlichen Bedarf heraus geschrieben. Darüberhinaus habe ich es auch als Möglichkeit angesehen, mehr über die Programmierung des Amiga zu lernen. Nehmen sie sich bitte die Zeit, diese Anleitung sorgfältig zu lesen. Es gibt einige interes- sante Punkte an diesem Programm, auf die sie sicher nicht verzichten möchten. MRBackup ist vernünftigerweise flexibel genug, ihnen die Wahl zu überlassen, nur bestimmte Inhaltsverzeichnisse, Bäume von Inhaltsverzeichnissen oder auch eine ganze Festplatte zu sichern. Sie können von einer Verzeichnishie- rachie in eine andere sichern. Sie können aktualisierende Sicherungen auf der Basis des Datums einer Modifizierung einer Datei fahren. MRBackup nutzt nach ihrem Belieben auch das ab der Ausgabe 1.2 der Workbench neu hinzuge- kommene "archive.bit". Nur zum Spaß kann MRBackup auch reden. Obwohl es vielleicht ein wenig leichtfertig scheint, trägt die Sprachfähigkeit dazu bei, sie zum Einlegen einer neuen Diskette und damit zum Formatieren aufzu- fordern. MRBackup ist nicht gerade schnell. Bei der Auswahl der Methode, die zu sichernden Dateien zu komprimieren, wurde zunächst eine spezielle Unterver- zeichnisstruktur in Betracht gezogen. Allerdings beinhaltet eine solch spezielle, auf die immer wiederkehrende Verwendung desselben Programms ange- wiesene Methode einige Gefahren. Ich beschloß also die Struktur des AmigaDOS Systems beizubehalten, welches ein hohes Maß an Datensicherheit gewährleistet und die Möglichkeit bietet, auf das Sicherungsmedium (meistens die Diskette) mit Standardprogrammen zuzugreifen. Sollte ich ein solches Programm noch einmal schreiben, werde ich die spezialisierte Methode nutzen, weil die jetzige einfach viel zu langsam arbeitet. Trotz allem sollte der Benutzer einen sicheren und gut organisierten Weg suchen, eine Festplattensicherung durchzuführen. Ich weise eindringlich daraufhin, daß Backup-(Sicherungs)listen an einem sicheren Platz (ich be- nutze einen Ringordner mit drei Ringen) und die Disketten mit den gesicher- ten Dateien sicher geschützt vor magnetischem Einfluß oder anderen Gefahren (wie etwa vergossener Kaffee) aufbewahrt werden müssen. Ein wirklich sicher- heitsbewußter Anwender wird seine komplette Festplatte einmal pro Monat, einmal in der Woche und wichtige Sachen regelmäßig einmal am Tage sichern. MRBackup versucht den Gebrauch von Disketten wirtschaftlich zu machen, indem es das Verfahren der "Lempel-Ziv" Datenkompression/-Expasion (allerdings un- ter hohem Zeitaufwand) nutzt. Diese Funktion kann über eine entsprechende Menüauswahl sowohl aktiviert, als auch deaktiviert werden. Die zur Kompression benutzte Routine stammt aus dem Unix-Programm "compress", ist allerdings der Amiga-Speicherverwaltung und den AmigaDOS-I/O-Routinen angepaßt worden. Benutzung Um MRBackup zu benutzen, klicken sie mit der Maus entweder das Programm- sinnbild an oder geben im CLI "MRBackup" ein. Es öffnet sich ein neues Fenster, in dem sie ein Stop-Schild, einige andere Auswahlpunkte und eine Reihe von eingebetteten Fenstern sehen. Wenn sie nun die rechte Maustaste betätigen und den Mauszeiger von links nach rechts über die Menüzeile zie- hen, sehen sie die verschiedenen Programmenüs, mit denen sie die Arbeit von MRBackup steuern können. Fenster zum Festlegen der Directory/Unterverzeichnispfade In diesem Fenster können sie MRBackup sagen, aus welchem Verzeichnis es die Daten zur Sicherung nehmen soll und wohin es die Daten kopieren soll.Es ist wichtig zu wissen, daß die Bezeichnungen "Home Path"(Heim-Pfad) und "Backup Path" (Sicherungspfad) bei der Sicherung und der Wiederherstellung gleich bleiben. Das heißt, daß "Home Path" sich immer auf das normale "Zuhause" der Dateien bezieht und mit "Backup Path" immer der Ort gemeint ist, wo die Da- teien als Sicherungskopie vorliegen. Bei "Home Path" darf der Name irgend- eines Festplattenverzeichnisses oder der Name einer Festplatte oder ein dateispezifischer logischer Name angegeben werden. Der "Backup Path" muß dann ein Diskettenlaufwerk sein, wenn der Anwender die Formatierung erlaubt hat (formatting = enabled). In allen anderen Fällen darf auch hier ein be- liebiges Verzeichnis oder ein Diskettenlaufwerk eingetragen werden. Sollten sie den Versuch unternehmen, auf eine serielle oder parallele Schnittstelle zu sichern oder von einer solchen Daten einzulesen, werden sie wohl nicht weit kommen. Falls sie es doch tun, sollten sie mich davon hören lassen. Ich wollte schon immer einmal Daten über eine Schnittstelle wiederherstellen. Die Bezeichnung "Listing Path" gibt die Möglichkeit eine detaillierte Liste der gesicherten Dateien z.B. auf den Drucker auszugeben oder aber diese Ausgabe auch in eine Datei umzuleiten. Unter der Bezeichnung "Exclude Filter"verbirgt sich eine Datei, die einige Zeilen enthält, die solche Dateien bezeichnen, die nicht gesichert werden sollen. Die standardmäßige Pfadangabe für diese Datei lautet "S:MRBackup.xcld". Beachten sie, daß diese Pfadangabe in der Initialisierungsdatei "MRBackup .init" überschrieben werden kann. Jeder Dateiname, der der Beschreibung in dieser Liste entspricht, wird von der Sicherung ausgenommen. Dieser Ausnahme- Filter besteht aus Datei Spezifikationen, - immer eine pro Zeile -, oder Kommentaren (eine Zeile mit dem Doppelkreuz -# - in Spalte eins). Leere Zeilen werden ignoriert. Groß- und Kleinschreibung wird nicht unterschieden. Das heißt, "SYSTEM" und "system" sind hier gleichwertig. Es ist wichtig festzuhalten, daß die Pfadangaben unter "Exclude Filter" relativ zum "Home Path" verstanden werden. Alle Pfadangaben bis zum Doppelpunkt (:) in "Home Path" sollten bei der Bestimmung des Ausnahmefilters unter "Exclude Filter" unterlassen werden. Beispiele: # Ignoriere alle Objektdateien *.o # Ignoriere alle mit "System" beginnenden Dateien system* # Ignoriere alle ".info" Dateien *.info # Ignoriere das Verzeichnis "include" und alle Unterverzeichnisse include # Ignoriere alle Dateien, deren Endung aus einem einzelnen Buch- # staben besteht *.? Die Funktion "Compress Filter" ähnelt der des "Exclude filter". Sie legt den Namen der Datei fest, in der die Dateispezifikationen der Dateien be- schrieben sind, die bei der Datensicherung nicht verdichtet werden sollen, solange die Option "Compress File" auf `enabled' (also ein) steht. Der standardmäßig eingetragene Name des Filters lautet "S:MRBackup.cflt". Es wurde festgestellt, daß einige bestimmte Dateien sich ausdehnen, wenn die "Lempel-Ziv"-Methode der Dateikomprimierung unter MRBackup auf sie ange- wandt wird. Dateien, die in diese Kategorie fallen, sind z.B. Archive, die mit den Programmen ARC und Zoo erstellt worden sind. Ebenso sollte man nicht schon vorher komprimierte Dateien ein zweites Mal komprimieren. Andere Dateien, die das gleiche Verhalten aufzeigten, beinhalteten verr- schiedene Grafiken, in den Formaten IFF ILBM und GIF. Es sind also drei Spezifikationen schon eingebaut. Es sind: *.arc Dateien, die mit ARC erstellt wurden *.zoo Dateien, die mit Zoo erstellt wurden *.Z Dateien, die durch die MRBackup-Komprimierung oder andere einzeln arbeitende Programme ent- standen sind. Weitere Spezifikationen, die sie möglicherweise noch aufnehmen möchten sind: *.GIF Graphics Interchange Format (Grafikaustauschformat) Dateien *.IFF IFF Dateien Sicher, wenn sie diese Möglichkeiten voll ausschöpfen wollen, werden sie einige Namensbeschränkungen für Dateien dieser Art in die Datei aufnehmen müssen. Unter "Preferences" können sie den Namen der Datei angeben, in der sie die von ihnen gewünschten Voreinstellungen eingetragen haben. So können sie die Arbeitsweise von MRBackup durch die Benutzung dieser sogenannten Initiali- sierungsdatei ihren Wünschen anpassen. Wenn sie MRBackup zum ersten Mal starten, sucht das Programm nach einer Datei mit dem Namen "MRBackup.init", Zuerst im aktuellen Verzeichnis, dann im S: Verzeichnis. Jede Zeile dieser Datei stellt entweder einen Befehl zur Festlegung einer bestimmten Funktion dar in der Form: Funktion = Wert oder einen Kommentar dar. Kommentarzeilen beginnen mit einem beliebigen der folgenden Zeichen: #, !, ;, $, %, & oder *. Ein Muster einer sol- chen Initialisierungsdatei zeigt im Folgenden die Benutzung aller gültigen Voreinstellungen. # Dies ist die MRBackup Initialisierungsdatei. # Diese Datei ist vollgestopft mit Einstellungsmöglichkeiten und # den dazugehörigen Kommentaren. # Eine Einstellungsanweisung hat die Form: # = # wobei das die festzulegende Einstellung be- # schreibt und der entweder logisch sein muß (YES/NO) # oder eine bestimmte Zeichenkette etwa eine Laufwerksangabe # mit Suchpfad beinhaltet. # Kommentare beginnen mit einem der folgenden Zeichen:'#!;$%&*'. # Leerzeichen an erster Stelle werden vernachlässigt und eine # Leerzeile wird ignoriert. # Hier nun die aktuellen Einstellungen: # Erlauben/nicht erlauben der "Lempel-Ziv" Dateikomprimierung oder # Expansion. compression = YES # Soll eine Liste der gesicherten Dateien während der Sicherung # angelegt werden? listing = YES # Soll MRBackup sprechen? speech = YES # Müssen während der Sicherung Disketten formatiert werden? format = NO # Sollen zu große Dateien auf mehrere Disketten verteilt werden? bigfiles = YES # Sollen Archivierungs-Bits gesetzt/genutzt werden? archivebits = YES # Welchen Namen hat das "Home"-Verzeichnis? home = DH0:src/mrbackupv2.4 # Wohin wird/wurde gesichert? backup = DF1: # Wohin wird die Liste ausgegeben? list = mrbackup.list # Wie heißt die Datei mit dem Ausnahmefilter ("Exclude Filter")? exclude = MRBackup.xcld # Wie heißt die Datei mit dem Komprisionsfilter? cfilter = S:MRBackup.cflt # Laß MRBackup zu mir sprechen. speech = YES # Soll irgendein Laufwerk formatiert werden? format = YES # Führe einen speziellen Prozeß für "big files" aus. bigfiles = YES # Schaffe spezielles Handeln für das "archive bit". archivebits = YES Wie man eine Festplattensicherung durchführt Grundlage der folgenden Anweisungen ist die Annahme, daß sie eine Sicherung ihrer Festplatte oder eines Teiles derselben auf unformatierte Disketten durchführen möchten. Sie können natürlich die Sicherung auch in ein belie- biges Verzeichnis der Festplatte leiten, wobei dann allerdings zu beachten ist, daß die Funktion format = no gesetzt ist. Um nun ihre Festplatte oder einen Teil davon zu sichern, verschaffen sich sich am besten erst einmal einen Überblick über die Größe des benötigten Platzes mit dem Kommando "ls" (falls sie es haben), List, etc.. Wenn sie dann die Anzahl der Bytes (Blöcke * 512 ) mit 0.65 multiplizieren und danach durch 800000 teilen, können sie ungefähr schätzen, wieviele Disketten sie benötigen werden. Diese Disketten müssen nicht schon vorformatiert sein, da MRBackup sie formatieren wird, wenn das erforderlich ist. Selbstverständlich sollten sie sichergehen, daß sich auf einer Sicherungsdiskette keine wertvollen Daten befinden, da diese vollständig zerstört würden, wenn die Option format = YES gesetzt ist. Haben sie dann die Disketten bereit und in ihrer Nähe (vielleicht besorgen sie sich noch schnell Aufkleber und Schreiber), kann der Spaß beginnen. Zuerst legen sie die Pfadspezifikationen nach ihren Wünschen fest. Nor- malerweise entspricht "Home Path" ihrer Festplatte oder einem Teil davon (also DH0:), wohingegen unter "Backup Path" der Name einer Diskettenstation angegeben wird (also DF0:). Während frühere Versionen von MRBackup nur eine sehr eingeschränkte Auswahl zuließen, können sie nun fast jedes Disketten- laufwerk angeben. ABER SEIEN SIE VORSICHTIG! Viele Anwender wünschten diese höhere Flexibilität. Vergegenwärtigen sie sich, daß nun auch die Gefahr größer ist, durch falsche Pfadangaben einigen Schaden anrichten zu können. Zu guter Letzt können sie noch die Protokolliste für den Drucker festlegen (PRT:) oder in eine Datei auf einer Diskette oder der Festplatte leiten. Der hier angegebene Pfad wird ignoriert, wenn sie im Flags-Menü die Listings- funktion nicht zugelassen haben. Gehen sie sicher, daß sie im Flags-Menü auch die gewünschten Funktionen fest- gelegt haben und wählen sie dann aus dem Projekt-Menü den Punkt Backup. Sie werden um die Eingabe eines Datums gebeten. Der vorgeschlagene Stand- dardwert entspricht dem "Anfang der Zeit" im Amiga Jargon. Es sind also alle Dateien für eine Sicherung vorgesehen. Wenn das ihrem Wunsch entspricht, brauchen sie nur noch Return zu drücken und die Sicherung beginnt. Wenn sie das Datum ändern möchten, dann tun sie es bitte unter Beachtung der für den Amiga gültigen Konventionen. Um den Auswahlpunkt zu leeren, können sie die rechte Amiga-X Taste drücken. Ein Datum mit dem Wert Null (nur Leerzeichen) wird angenommen, wenn sie alle Dateien ungeachtet ihres Entstehungsdatums sicherrn wollen. Das kleinste akzeptierte Datum ist 01/01/78. Das benötigte Datums- und Zeitformat ist MM/TT/JJ HH:MM:SS (24 Stunden Uhr). Die Zeitan- gaben müssen nicht unbedingt gemacht werden. Sie werden feststellen, daß bei jedem Teil der Datumsanzeige aufwärts und abwärts zeigende Pfeile vor- handen sind. Wenn sie nun mit der Maus den entsprechenden Pfeil anklicken, wird der Wert der Zahl entweder zu- oder abnehmen. Obwohl die Werte dann normalerweise einfach nur durchlaufen, egal, ob es einen gültigen Wert er- gibt, so kann doch die Situation entstehen, daß die Vergrößerung eines Wertes für einen Tag den Wert für den Monat größer werden läßt (vergrößert man den Tageswert vom 28. Februar, erhält man den 31. März). Es gibt auch einen "NOW" (jetzt)-Auswahlpunkt. Obwohl er sonst keine tiefere Bedeutung hat, kann man so recht schnell Werte für den "letzten Tag" erzielen. Dazu würde man "NOW" anklicken und dann den oberen Pfeil über den Tageswerten anklicken. Ist einmal ein Datum eingegeben, läuft der Rest automatisch. Sie werden aufgefordert eine Diskette einzulegen. Sobald sie in das vorher von ihnen festgelegt Laufwerk die Diskette eingelegt haben ist das Programm zufrie- den. Wollen sie das Programm abbrechen, klicken sie einfach den Punkt "CANCEL" an. Ebenso können sie während der gesamten Laufzeit das Programm abbrechen, indem sie den "STOP"-Punkt in der linken oberen Hälfte des Bild- schirms anklicken. Ob der Punkt angewählt wurde, wird vom Programm vor jeder Scchreiboperation geprüft. Benutzen sie den Knopf mit Bedacht, er macht seinem Namen alle Ehre! Ist eine Diskette mit Daten gefüllt, sollten sie sie sofort mit einem Auf- kleber versehen. Steht die Option FORMAT auf YES, werden vom Programm auto- matisch Diskettennamen in der Form: Backup MM-DD-YY. vergeben. Noch zu bemerken ist, daß die Dateien auf der Sicherungsdiskette mit einem Entstehungs- /bzw. Änderungsdatum mit Kommentaren und mit den Schutzattri- buten ihrer Gegenstücke auf der Festplatte versehen werden. Sie werden bei der Benutzung dieses Programms von den Möglichkeiten des Multi-Tasking auf dem Amiga begeistert sein. Während der lang dauernden Sicherungsvorgänge können sie jedes Programm starten und MRBackup im Hintergrundfenster weiter- laufen lassen. So sehen sie trotz des anderen Programmes, wann MRBackup eine neue Diskette benötigt. Die Diskettenabfrage erscheint (wenn gewünscht auch laut) an gewohnter Stelle vor allen anderen Anzeigen auf dem Bildschirm. Schließlich vergehtdie Zeit schneller, wenn man etwas anderes zu tun hat. Wie man gesicherte Dateien wieder auf die Festplatte bringt Nein, dieses Unterfangen ist nicht immer von Nachteil. Sichern und Wieder- herstellen kann sehr nützlich sein, wenn die Festplatte überfüllt ist und man mit Daten jonglieren muß. Der Restaurierungsprozeß ist dem der Daten- sicherung sehr ähnlich - er läuft eigentlich nur genau umgekehrt ab. Zu- sätzlich ändern sich die Bezeichnungen der Pfadnamen. So ist nun "Home Path" der Zielort, der zu restaurierenden Dateien und darf wie beim Sicherungs- prozeß nur die Festplatte oder eines der Unterverzeichnisse bezeichnen. "Backup Path" stellt nun den Ort dar, aus dem heraus die gesicherten Dateien zu holen sind; das kann im einfachsten Fall eine einzige Datei sein. Während des Restaurierungsprozesses wird das Entstehungsdatum der gesicherten Dateien mit seinem Gegenstück auf der Festplatte verglichen (falls es existiert). Wenn die Datei auf der Festplatte ein Späteres Datum aufweist, wird sie nicht ersetzt. Falls aber gerade das Ersetzen der Datei gewünscht ist, muß sie zuerst von der Festplatte gelöscht werden. Eine spätere Version von MRBackup wird wahrscheinlich die Möglichkeit bieten, das Ersetzen in jedem Fall oder je nach Abfrage zu erzwingen. Auswahlmenüs Dieser Abschnitt gibt eine kurze Beschreibung der Menüs von MRBackup und ihrer Inhalte. OperationsMenü Dieses Menü bietet Zugang zu den wichtigsten Funktionen von MRBackup. Dazu gehören: About Dieser Punkt gibt eine kurze Beschreibung der Möglichkeiten von MRBackup, meine Adresse und meinen Telefonanschluß an. Backup Dieser Befehl startet den Sicherungsprozeß. Sie sollten vorher sicher gehen, daß alle Pfadangaben und Einstellungen richtig sind. Resume Backup Dieser Punkt gestattet es, die Festplatte in mehreren Schritten durchzuführen nach einer Unterbrechung, wie z.B. nach einem Stromausfall weiterzumachen. Bevor MRBackup eine Diskette beschreibt, werden von MRBackup Informationen über den aktuellen internen Status des Programms in der Datei "S:MRBackup. context" festgehalten. Die erste Zeile in dieser Datei ist immer eine von Diskette zu Diskette ansteigende Kennzahl der Diskette (1..n). Die zweite Zeile enthält den Namen der ersten Datei, die auf dieser Diskette gesichert ist. Die dritte Zeile bezeichnet das Sicherungsdatum. Solange MRBackup die in der zweiten Zeile angegebene Datei wiederfindet, kann es eine einmal unterbrochene Sicherung weiterführen, auch wenn sich in der Zwischenzeit seit der Unterbrechung Änderungen ergeben haben. Sie können diese Context- Datei editieren, wenn sie eine nicht miteinander verbundene Reihe von Ver- zeichnissen sichern möchten. Restore Dieser Punkt ermöglicht es, vorher gesicherte Dateien wieder auf der Fest- platte zu restaurieren. MRBackup wird nach den Disketten fragen. Eine vor- geschriebene Reihenfolge für das Restaurieren gibt es nicht. Load Preferences Dieses Kommando liest ihre Pfadspezifikation und die Voreinstellungen für das Flag Menü aus der Datei S:MRBackup.init. Sie werden dieses Kommando in der Regel benutzen, um die aktuellen MRBackup-Einstellungen auf die Anfangseinstellungen zurückzusetzen. Save Preferences Dieser Befehl schreibt die aktuellen Pfadangaben und Voreinstellungen in die Datei S:MRBackup.init. So können sie eine ständige Einstellung für MRBackup einrichten. MRBackup wird versuchen, eine Kopie der aktuellen Einstellungen in eine Datei gleichen Namens, allerdings mit der Endung ".BAK" zu schreiben. Sollte eine Datei mit von ihnen angegebenen Namen nicht existieren, wird MRBackup melden, daß es keine Dateisicherung durchführen kann. Diese Meldung müssen sie dann einfach ignorieren. Utilities Dieser Befehl bietet Hilfsmittel, um ganz bestimmte Aktionen an einer aus- gesuchten Gruppe von Dateien auszuführen. Es baut ein eigenes Auswahlfen- ster auf. Die hier angebotenen Hilfsprogramme und wie man sie benutzt, werden weiter unten in einem eigenen Abschnitt behandelt. BITTE LESEN SIE DEN ENTSPRECHENDEN ABSCHNITT ÜBER DIE HILFSPROGRAMME GANZ BESONDERS SORGFÄLTIG! Die Arbeitsweise dieser Programme erschließt sich dem Benutzer nicht schon allein aus dem Zusammenhang und sie nutzen bestimmte Verfahren, deren Anwendung man genau überdenken sollte. Auch wenn mit diesen Pro- grammen nicht ein Ersatz der AmigaDOS-Programme geliefert werden sollte, so sollten sie doch eingesetzt werden, solange MRBackup läuft. Quit Alle guten Dinge haben ein Ende. Soviel Freude MRBAckup auch bei der Be- nutzung machen kann, so werden sie es doch einmal beenden wollen. Flags Menü Hier können sie bestimmte Arbeitsparameter von MRBackup festlegen, die die Arbeitsweise beeinflussen. Eine Einstellung (flag) gilt als gesetzt (set), wenn rechts von der Bezeichnung der Einstellung ein Prüfzeichen zu sehen ist. Jedesnmal, wenn ein Punkt angewählt wird, ändert sich sein Status in das Gegenteil. Compress Files Ist dieser Auswahlpunkt gesetzt, werden die Dateien beim Sichern komprimiert und beim Restaurieren wieder auseinandergezogen. Das Komprimieren einer Da- tei kann zwischen 35 und 60 % an Platz einsparen. Obwohl der Komprimiervor- gang viel an Zeit benötigt, werden so natürlich weniger Disketten verbraucht, um den Inhalt der Festplatte zu sichern. Wenn bestimmte Dateien schon eine sehr hohe Datendichte aufweisen (z.B. Grafikdateien) würde ihr Platzbedarf bei einem Komprimierungsversuch eher zunehmen, als abnehmen. MRBackup prüft dies vorher und bricht eine Verdichtung in einem solchen Fall ab. Statt sie zu verdichten, wird eine solche Datei nur kopiert. Do Big Files Sehr große Dateien (mehr als 1756 Blöcke), die mehr Platz einnehmen als auf einer Diskette vorhanden ist, können auf mehrere Disketten aufgeteilt werden. Dazu wird eine spezielle Informationsdatei mit dem Namen "MRBackup.bigfile" auf jede Diskette mit einer aufgeteilten Datei geschrieben. MRBackup benö- tigt noch eine weitere Angabe, die gesetzt werden muß, um so große Dateien zu verwalten, nämlich "FORMAT DESTINATION". Sollten diese Bedingungen nicht erfüllt sein, wird MRBackup sehr große Dateien bei der Sicherung einfach überspringen und eine entsprechende Meldung auf den Bildschirm ausgeben. Generate Listing Dieser Auswahlpunkt gestattet es, den Inhalt jeder Sicherungsdiskette, die mit dem BACKUP-Kommando erstellt wurde in die unten im Fenster "PATH SPECI- FICATIONS" angegebene Datei oder Ausgabeeinheit zu leiten. Speak Wird diese Option gesetzt, spricht MRBackup zum Benutzer. Das ist ganz nütz- lich, wenn während einer Sicherung eine neue Diskette benötigt wird (leider hat der Amiga keinen automatischen Diskettenwechsler). Format Destination Dieser Punkt ist normalerweise gesetzt und zwingt MRBackup jede neue Sicherungsdiskette zuerst zu formatieren. Dennoch kann man diese Vorgehens- weise auch unterbinden, wenn man die Dateien auf einer schon einmal benutzten Sicherungsdiskette nur auffrischen möchte. Use Archive Bits Ein Extra, das seit der Version 1.2 der Workbench eingeführt wurde, ist das Archiv-Bit in der Schreibschutzsicherung einer Datei. Dieses wird immer ge- löscht, wenn die Datei verändert wird und kann von MRBackup gesetzt werden, wenn die Datei gesichert wird. Ist diese Option aktiviert, werden die Da- teien, bei denen dieses Bit gesetzt ist, nicht gesichert. Damit haben sie ein gutes Mittel, Dateien für die Sicherung auszutauschen, wenn sie sorg- fältig mit ihren Sicherungsdisketten umgehen. Windows Menu In diesem Menü können geschlossene Fenster wieder aktiviert werden. Zur Zeit wird allerdings nur das Fenster "Pathname Specification" unterstützt, sodaß sie es schließen können, wenn sie die notwendigen Angaben gemacht haben. Utilities Operation Das MRBackup Utilities-Fenster wird aktiviert, wenn man "Utilities" aus dem Menü "Project" heraus aufruft. Diese Hilfsprogramme bieten eine Reihe von Diensten, welche die Leistung von MRBackup steigern und der Benutzung ein gewisses Maß an Bequemlichkeit verleihen. BITTE LESEN SIE DIESEN ABSCHNITT BESONDERS AUFMERKSAM! Die richtige Funktion dieser Dienstprogramme könnte das Gegenteil dessen, was sie erwarten machen und einige der Möglichkeiten sind ziemlich ausgeklügelt. Der erste Punkt, der bemerkt werden muß, ist der, daß diese Hilfsprogramme an erster Stelle konzipiert worden sind, jenseits der Grenzen von Verzeich- nissen oder Ausgabegeräten zu wirken, obwohl die Komprimierung und die Löschfunktion sich nur auf ein Verzeichnis bezieht. Das Zentrum der Hilfs- programme ist ein interaktives (Frage u. Antwort) Dateiabfragesystem, wel- ches das Konzept einer erweiterten Auswahl befolgt (genau wie auf einem na-Sie-wissen-schon Computer). Mit dieser erweiterten Auswahl können sie eine Gruppe von Dateien, die für ein bestimmtes Verzeichnis aufgelistet sind auswählen, indem sie die SHIFT-Taste während der Wahl gedrückt halten. Ich werde dies weiter unten noch genauer darlegen. Lassen sie uns nun mit dem Aussehen des UTILITIES-Fensters vertraut werden. Falls MRBackup nicht schon gerade auf ihrem Amiga läuft, so starten sie das Programm nun und wählen den Befehl UTILITIES aus dem Menü PROJEKT. Schauen sie hin und wieder auf den Bildscchirm, während sie hier lesen; so können sie sich leichter einen Überblick verschaffen. Das erste, was sie bemerkt haben werden, als das UTILITIES-Fenster aktiviert wurde, war wohl, das das PROGRESS-Fenster seine Größe verändert hat, eine andere Position auf dem Bildschirm eingenommen hat und in den vorderen Teil des Bildschirms gewandert ist, während es das Hauptfenster verdeckte. Dies dient dazu, MRBackup die Möglichkeit zu geben, Fehlermeldungen auch während der Benutzung der Hilfsprogramme auf dem Bildschirm auszugeben. Als nächstes schauen sie sich bitte den kleinen rechteckigen Kasten mit dem Punkt in der Mitte an. Es befindet sich in der Titelzeile des UTILITIES-Fensters. Man kann diese Hilfsprogramme verlassen, indem man diesen kleinen Kasten mit der Maus anklickt. Dann geht auch das PROGRESS-Fenster wieder dorthin zurück, wo es vorher war. Der oberste linke Auswahlpunkt heißt "FILESPEC". Er ermöglicht es, die Da- teisuche auf solche Dateien zu begrenzen, die dem von ihnen gegebenen Muster entsprechen. Normalerweise werden in dem Muster sogenannte Wildcards (Stell- vertreterzeichen) wie "*" und "?" enthalten sein. Zum Beispiel (und damit greifen wir unserem jetzigen Stand ein wenig voraus) ist es sehr empfehlens- wert, wenn man eine bestimmte Gruppe von Dateien auseinanderziehen möchte, daß man zunächst als Muster "*.Z festlegt. Damit sind dann nur noch solche Dateien sichtbar, die die Endung ".Z" aufweisen (das sind die einzigen, die überhaupt auseinandergezogen werden können). Wenn man aber z.B. alle Objekt- Dateien löschen möchte, würde man als Muste hingegen "*.o" festlegen. Haben sie es verstanden? Für alle, denen der Umgang mit diesen Wildcards nicht sehr vertraut ist: ein Sternchen "*" steht stellvertretend für eine belie- bige Zahl von beliebigen Zeichen, wohingegen das Fragezeichen "?" stellver- tretend für ein einziges beliebiges Zeichen steht. Jezt ist alles klar ? Gut. Rechts des Feldes "FileSpec" befindet sich ein Symbol. Es sieht wie eine Kombination aus Festplatte und Laufwerk aus und wird ihnen eventuell einmal die Möglichkeit geben, sich einen Überblick über alle Speicherplätze ihres Systems zu verschaffen. Zur Zeit blinkt es nur kurz auf, wenn es angeklickt wird. Unter dem Auswahlpunkt "FileSpec" befinden sich zwei weitere Dreiergruppen mit Auswahlpunkten und den Überschriften "From" und "To". Unter "From" wird ein Gerät oder ein Verzeichnispfad als Quelle der zu bearbeitenden Dateien angegeben. Unter "To" wird das Ziel der Operationen angegeben. Die seltsam anzusehenden Sachen links neben "From" und "To" (sie deneken wahrscheinlich, daß es Hamburger sein sollen) sind mein schwacher Versuch, geschlossene Augen darzustellen. Wenn sie geschlossen sind, zeigen sie an, daß die zuge- ordnete Dateiliste nicht aktiv ist. Wenn sie offen sind (es darf eigentlich immer nur eins offen sein), zeigen sie an, daß die Liste aktiv ist. In die- sem Zusammenhang heißt aktiv, daß der Lesevorgang gerade vonstatten geht oder auch schon abgeschlossen ist. Rechts von "From" und "To" finden sich eine Reihe von hoch zeigenden Pfeilen. Darüber kann man das nächst höhere Verzeichnis vom aktuell angezeigten Verzeichnis aus erreichen. Wenn z.B. unter "From" gerade der Pfad DH0:Src/Lib angezeigt wird, ändert sich die Anzeige in DH0:Src sobald ein Pfeil angeklickt wird. Der Datei-Anzeigekasten (großer Kasten unten) wird gesäubert und ein neuer Datei-Suchvorgang kann beginnen. Damit das so abläuft, muß das Augen-Symbol nicht geöffnet sein. Das nächste Feld darunter trägt den Namen "Current File". Hat man einmal ein Verzeichnis und eine Liste von Dateien ausgewählt und den Sicherungs- prozeß in Gang gesetzt, wird in diesem Feld der Name der Datei, die gerade bearbeitet wird angezeigt. Nun sind wir beim besten Teil angekommen. Sie sehen einen großen Kasten mit weißem Rand in der Mitte des Bildschirms mit den Auswahlpunkten "All Files" und "Clear" auf der linken und einem kleinen weißen Kasten mit weißem Bal- ken auf der rechten Seite. Das ist das Zentrum der Dateiabfrage, die ich schon vorher beschrieb. Ähnliche Abfragen werden sie auch schon in anderen Programmen gefunden haben. Obwohl ich die Programmsequenz hierfür selbst geschrieben habe, danke ich Charlie Smith (MicroSmiths) und Peter DaSilva für ihre Pionierarbeit auf diesem Gebiet. Ich habe mir einiges von ihren Vorarbeiten ausgeliehen. Um weiter die Arbeitsweise der Dateiabfrage zu behandeln, gehe ich nun zurück zu den schon oben beschriebenen Auswahl- punkten. Um hier etwas machen zu können, müssen sie zunächst einmal eine oder mehrere Dateien auswählen, mit denen sie arbeiten wollen. Diese Dateiengruppe wird in der "From"-Liste beschrieben. Sie können die Suche nach entsprechenden Dteien beginnen, indem sie den gewünschten Anfangspfad unter "From" festlegen und dann die Return-Taste drücken oder das beigefügte Auge anklicken. Wenn sie das richtig gemacht haben, können sie unmittelbar danach wahrnehmen, wie die Festplatte geräuschvoll die Suche beginnt und der Bildschirm mit den Namen gefüllt wird. Sie können nun beobachten, wie der weiße Balken (Slider) in dem Kasten neben der Anzeigebox zu schrumpfen beginnt. Je nachdem, wel- chen Anfangspfad sie unter "From" angegeben haben, werden sie feststellen, daß einige der Dateinamen in weiß und andere in rot erscheinen. Die in weiß sind ganz normale Dateinamen, die in rot sind die Bezeichnungen der Inhalts- verzeichnisse. Wenn sie eine angenehme Anzeige des Ganzen möchten, wählen sie FONTS: oder DEVS: wie den Anfagspfad. Die Dateinamen erscheinen unsor- tiert. Sie bleiben unsortiert, bis sie den weißen Balken anklicken. Lassen sie uns nun über die interaktive und jederzeit abbrechbare Anlage der Abfragebox sprechen. Es ist eine menschliche Tendenz, zunächst den Einlesevorgang zu starten, auf die Fertigmeldung zu warten und dann in der Dateiliste zu arbeiten. So artig müssen sie aber gar nicht sein! Sie dürfen fast alles versuchen, auch mit der Maus die rechten großen Kästen (über die wir noch nicht gesprochen haben) anwählen. Um eine Datei auszuwählen, brin- gen sie den Mauszeiger auf den entsprechenden Dateinamen in der Anzeigebox und drücken einmal die Maustaste. Der Name wird nun invertiert dargestellt. Das bedeutet, daß diese Datei nun ausgewählt ist. Wenn sie dieselbe Datei noch einmal auswählen, wird es wieder normal dargestellt. Wenn sie mehrere Dateien auswählen möchten, halten sie eine SHIFT-Taste gedrückt, da sonst die Anwahl der vorigen Dateien rückgängig gemacht wird. Wenn sie alle Da- teien auswählen möchten, klicken sie den kleinen Kasten rechts von "All Files" an. Um alle früheren Datei-Auswahlen aufzuheben, klicken sie den kleinen Kasten neben "Clear" an. Wie sie sehen, können maximal 12 Dateinamen auf einmal angezeigt werden. Mit Hilfe des weißen Balkens kann man sich auch die anderen Dateien in der Liste ansehen. Dazu kann man den weißen Balken hoch und runter schieben, indem man ihn mit der Maus anklickt und die Maustaste gedrückt hält, während man die Maus herunterzieht. Läßt man die Maustaste dann los, werden die anderen Da- teien in der Liste angezeigt (je nachdem, wieviele Dateien sich in der Liste befinden). Die Größe dieses Schiebebalkens hängt unmittelbar von der Größe der Liste ab. Wenn nur die Hälfte der Dateien angezeigt werden kann, ist der Balken auch nur halb so groß wie die Box in der er sich befindet. Jedesmal, wenn der Balken angeklickt wird, werden die angezeigten Dateinamen neu sor- tiert. Um auf noch tiefere Ebenen der Verzeichnisstrukturen hinabzusteigen, können sie entweder einen neuen Pfadnamen bei "From" eingeben (der schwere Weg) oder einen der roten Verzeichnisnamen zweimal kurz hintereinander anklicken. Der neue Einlesevorgang beginnt unmittelbar, auch wenn der alte noch nicht einmal abgeschlossen war. Um den Verzeichnisbaum hochzuklettern, müssen nur die nach oben zeigenden Pfeile angeklickt werden. Auch hier wird sofort der neue Lesevorgang gestartet. Bis hier ging es bei der Dateianzeigebox nur um die aktivierte "From"-Da- teienliste. Obwohl die Handhabung der "To"-Liste ähnlich ist, gibt es eini- ge große Unterschiede. Zunächst kann für eine "To"-Liste nur ein Zielver- zeichnis und keine Zieldatei angegeben werden. Hier erscheinen also nur Pfadnamen beim Einlesevorgang. Da auch eine Auswahl mehrerer Verzeichnisse mit SHIFT (wie oben) hier sinnlos ist, gibt es diese Möglichkeit hier nicht. Man kann hier nur das Ziel-Verzeichnis festlegen. Ist es gefunden reicht ein Doppelklick mit der Maus, um die Pfadbezeichnung bei "To" hinzuzufügen. Auch dies kann man wieder rückgängig machen. Bevor wir zu den verschiedenen Arbeitsmöglichkeiten kommen, muß noch eine Sache erwähnt werden. Wenn man den Einlesevorgang für eine bestimmte Liste beginnt und dann den für eine andere, bevor der erste beendet worden ist, geht die erste Liste verloren. Wenn allerdings der Einlesevorgang nicht unterbrochen wird, kann man danach die andere Liste aktivieren, etwas da- mit arbeiten und die erste mit dem Auge wieder reaktivieren. Sie wird dann wieder angezeigt, ohne nocheinmal die Dateinamen neu einzulesen. Es kann sein, daß dies nicht das ist, was sie sich wünschen, besonders, wenn sich die "From"-Liste und die "To"-Liste auf Disketten befinden. Um einen neuen Lesevorgang zu erzwingen, müssen sie den Mauszeiger auf die Pfadan- gabe von "From" oder "To" führen und die Return-Taste betätigen. Lassen sie uns zu den Auswahlpunkten auf der rechten Seite kommen. Sie heißen "Command buttons" (Kommandoknöpfe), die MRBackup mitteilen, was es mit den ausgewählten Dateien machen soll. Bei allen Vorgängen wird die aktuelle Datei bei "Current file" angezeigt. Sollte ein Fehler auftauchen, der MRBackup als tolerierbar erscheint, werden sie gefragt, ob es weiter gehen kann oder ob abgebrochen werden soll. Jede Datei, die bearbeitet wurde, wird aus der Liste gestrichen und die Anzeige wird aktuallisiert. Wenn die gesamte Liste abgearbeitet ist, können zwei Dinge passieren: Wenn Fehler aufgetaucht sind, werden in der Anzeigebox die Namen der Da- teien angezeigt, die nicht bearbeitet werden konnten. Wenn alles gut ge- gangen ist, wird für die "From"-Liste ein neuer Lesevorgang gestartet. Augenblicklich wird die automatische Bearbeitung von Unterverzeichnissen nicht vom Programm durchgeführt. Obwohl auch Verzeichnisnamen angewählt werrden können, springt das Programm bei einer solchen Auswahl nicht in das betreffende Unterverzeichnis, um dort die Dateien zu bearbeiten. Ich werde später über eine Lösung dieses Problems nachdenken. Es folgt nun eine Beschreibung der Kommandoknöpfe und deren Funktionen. Compress Die ausgewählten Dateien werden nach der Lempel-Ziv Methode komprimiert, genau wie bei dem Kommando Backup (Sichern). Anders jedoch, als beim Sichern werden solche Dateien, die sich nicht richtig komprimieren lassen, nicht kopiert. Das Datum der Dateien und Kommentare bleibt erhalten. Die Zieldatei wird die Endung ".Z" haben. So wird - und das ist wichtig -, wenn die Pfadnamen in der "From"-Liste und in der "To"-Liste identisch sind, die Originaldatei zerstört, wenn die Kompression erfolgreich durch- geführt werden konnte. Dieses Verhalten entspricht vollkommen dem des Unix-Systems, was mir als durchaus passend erscheint. Decompress Die ausgewählten Dateien werden wieder auseinandergezogen. Beachten sie bitte, das nur Dateien mit der Endung ".Z" so bearbeitet werden, egal wel- che Dateien sonst noch in der Liste sind. Es ist eine gute Idee, als Datei- spezifikation bei "FileSpec" ein ".Z" einzutragen, damit nur komprimierte Dateien angezeigt werden. Damit kann man der persönlichen Verwirrung vor- beugen. Datum und Kommentar der beiden Dateien bleiben erhalten. Genau wie auch bei "COMPRESS" wird die Originaldatei zerstört, wenn die Angaben bei "From" und "To" identisch sind. Copy Ausgesuchte Dateien werden in das unter "To" festgelegte Verzeichnis ko- piert. Datumsangaben und Kommentare bleiben erhalten. Rename Die angewählten Dateien werden in ein neues Verzeichnis kopiert. Dabei müssen die Verzeichnisse bei "From" und "To" verschieden sein. Man kann hier nicht über die Gerätegrenzen hinweg arbeiten. Wenn das gemacht werden soll, empfiehlt es sich, eine Kombination zwischen COPY und DELETE zu be- nutzen. Delete Alle ausgewählten Dateien werden gelöscht. Seien sie vorsichtig mit diesem Befehl, denn es gibt keine Sicherheitsabfrage vor dem Löscchvorgang. SetArcBit Bei allen ausgewählten Dateien wird das AmigaDOS "archive bit" gesetzt. Man kann es benutzen, um die Sicherung von bestimmten Dateien zu verhindern, weenn der Parameter "Use Archive Bits" gesetzt ist. ClrArcBit Bei allen angewählten Dateien wird das AmigaDOS "archive bit" gelöscht. Diese Aktion würde dafür Sorge tragen, daß auch alle Dateien gesichert wer- den können, wenn der Parameter "Use Archive Bits" gesetzt ist. Man kann damit auch alle Dateien, die mit dem Archivbit markiert wurden, weil eine Sicherung dieser Dateien fehlgeschlagen ist, "entmarken". Das sollte aber getan werden, bevor der Befehl "Resume Backup" (Sicherung weiter führen) gegeben wird. Man könnte hier noch weitere Ausführungen folgen lassen, aber wie immer zwingt mich Zeitmangel dazu es erst einmal hierbei zu belassen. Ich würde noch gern einen Befehl zum Schaffen eines neuen Verzeichnisses oder einen Befehl zur Programmausführung hinzufügen. Auch einige Statistiken wären ganz nett. Eine Unterstützung für das Arbeiten mit Unterverzeichnissen wird als Nächstes in Angriff genommen. Schildern sie mir doch die Eindrücke und Vorschläge, die sie haben. Garantieen und Unterstützung Es gibt keine Garantie für die Benutzung dieses Programmes, weder ausdrück- lich noch stillschweigend. Sie haben nichts bezahlt, für was wollten sie also Geld zurückfordern? `Mal im Ernst. Ich habe das Programm getestet und ich benutze es, aber sie wissen ja, wie das läuft. Es kann natürlich der eine oder andere Fehler vorhanden sein. Testen sie also das Programm, bevor sie ihm ihr Leben bzw. ihre wertvollen Daten anvertrauen. Was die Nachlieferungen und den Service angeht, werde ich mein Bestes tun, auf die Meldungen über Programmfehler zu antworten, solange ich einen Amiga habe. Ich werde allerdings immer nur auf die neueste Version eingehen. Wenn sie also anrufen wollen, schauen sie sich vorher ihre Versionsnummer an. Verschiedene Leute haben vorgeschlagen, dieses Programm kommerziell zu ver- treiben oder aber als Sharewareprodukt. Ich glaube nicht, daß das Shareware- prinzip funktioniert und es war nicht meine Absicht, mit diesem Programm Geld zu verdienen. Zurückschauend weiß ich jedenfalls, daß wirklich ein Bedarf für ein solches Programm bestanden hat und daß mit etwas mehr Arbeit (Ok mit viel mehr Arbeit) ein mittelprächtiges Geschäft zu machen gewesen wäre. Na ja, bei meinen Kenntnissen wäre eine ganze Menge mehr an Aufwand nötig gewesen, als ich Zeit gehabt hätte. Sicher wird MRBackup noch schneller werden müssen (und mehr Möglichkeiten bieten müssen), um sich als kommerzielles Produkt bewähren zu können. Ihre Anrufe und Briefe sind sehr anerkennend gewesen und trotz des Anreizes mußte ich hier und dort die Stunden stehlen, um weitere Verbesserungen in das Programm einzubauen. Wenn also jemand einen Handel vorscchlägt für ein preiswertes Anwenderprogramm; ich spitze meine Ohren. Überraschenderweise haben verschiedene MRBackup-Benutzer wesentlich mehr Geld, als die von mir erbetenen $2.00 für Diskette und Versand gezahlt. Dafür möchte ich ihnen öffentlich danken, indem ich ihre Namen in dieser Ehrenliste in der Reihenfolge nach der Höhe der bezahlten Summen aufführe. (Es folgen die Namen): John Sauter, Merrimack, NH <-- aus meinem Heimatstaat! Don Estok, USCG, Kodiak, AK <-- Schöner Brief, Don! Milt Very, Oakdale, CA <-- Vielen Dank! Paul Coene, Rochester, NY Tony Koen, Hutchinson, KS Robert Farrel, Tivoli, NY Ralph Watson, Chesterfield, SC Ray Hulinsky, Lincoln, NE Die Mitglieder dieser Liste erfahren ganz spezielle Informationen (kosten- lose Erweiterungen) über neue Versionen von MRBackup und anderen Public Domain Programmen, die zu schreiben ich die Zeit finde. Alle Benutzer von MRBackup erhalten Antworten auf ihre Fehlerbeschreibungen und Verbesserungs- vorschläge. Ich erwarte nicht, daß sie Geld bezahlen und ich werde meine Hilfe nicht versagen, auch wenn sie nichts bezahlt haben - ich werde dank- bar sein. Konstruktive Kritik ist der beste Freund eines Programmierers. Erlaubnis Dieses Programm soll zum allgemeinen Nutzen sein, als Zeichen der Dankbar- keit für viele gute Programme, die ich über die gleichen Kanäle bekommen habe. Verbessern, zerstören, verkaufen, verteilen sie es oder profitieren sie in anderer Weise von der legalen Nutzung dieses Programms. Ich würde gern von all jenen hören, denen das Programm gefällt oder nicht gefällt, bei den letzteren allerdings bitte mit einer genaueren Kritik. Wenn sie Verbesserungen vornehmen (Platz ist ja genug vorhanden), lassen sie mich und den Rest der Welt daran teilhaben. Man kann mich erreichen unter: mrr@amanpt1.ZONE1.COM ...rayssd!galaxia!amanpt1!mrr oder Mark R. Rinfret 348 Indian Avenue Portsmouth, RI 02871 401-846-7639 (home) 401-849-8900 (work) Änderungen Dieser Abschnitt listet Änderungen in umgekehrter zeitlicher Reihenfolge auf, wie sie in den nachfolgenden Versionen von MRBackup erschienen sind. Ich habe versucht sorgfältig zu sein, könnte aber einige Punkte vergessen haben. Version 2.4 Die Version 2.3 beta gab es nur in einer sehr kleinen Auflage und eine Ver- sion 2.4 beta gab es nicht. Kurz vor Fertigstellung der Version 2.3 bekam ich klagende Anrufe über das Komprimierung/Expandierungs-Problem. Schein- bar sind einige Dateien tatsächlich größer geworden, wenn MRBackup versuchte, diese zu komprimieren. Dies passierte mir auch öfter, wenn ich eine Diät durchführte. Version 2.4 hat nun eine Prüflogik, die dieses Verhalten auf- spürt und dann eine Komprimierung unterbindet. Als ich diese reagierende Lösung in das Programm einbaute, die zeitmäßig sehr kostspielig sein kann, besonders, wenn es eine Reihe sich derart verhaltender Dateien zu bearbeiten gibt, gewann ich die Überzeugung, daß es auch eine vorherige Möglichkeit geben müßte. Die Lösung ist eine neue Datei "MRBackup.cflt", in der solche Dateien angegeben werden können, die nicht komprimiert werden sollen. Es liegt nun in ihrer Verantwortung, die Dateiarten festzulegen, die nicht ver- dichtet werden sollen. Gut genug? Ich bekam einen elektronischen Brief von C. Harald Koch von der Uni Toronto, der mich bat, die Beschränkung, daß der Sicherungspfad unbedingt der Name einer Diskette/Plattenstation entsprechen mußte, aufzuheben. Er wollte seine Sicherungen über eine Ethenet-Verbindung fahren. Seine Sorgen möchte ich haben. Ich bin der Bitte nachgekommen und bedanke mich für diese Anfrage bei ihm. Nun wird nur noch dann ein Laufwerk angesprochen, wenn das Forma- tieren vor der Sicherung erlaubt ist. Darüberhinaus habe ich auch die Be- schränkungen bezüglich des Pfades "Home Path" erleichtert. Wenn sie irgendwann einmal eine Datei als Ausgabeeinheit für den Listing- Pfad deklariert haben, haben sie wahrscheinlich eine mittelschwere Fehler- meldung bekommen, daß die Datei nämlich nicht angesprochen/beschrieben wer- den konnte. Natürlich nicht, denn sie war ja schon für eine Ausgabe geöff- net. Ältere Versionen von MRBackup versuchten, dieses Problem zu umgehen, aber sie machten das nicht gerade gut. Diese Version von MRBackup macht aus der Listing-Pfad-Festlegung eine richtige Pfadangabe. Jetzt wird es wohl keine Probleme mehr geben. Ich habe einige schöne Änderungen eingebaut, was Speichern und Laden der Voreinstellungen für das Programm betrifft. Beim Speichern der Vorein- stellungen wird nun in die aktuellen Einstellungen ein Kommentar einge- streut. Diese Kommentare erklären das generelle Format der Datei und je- der Zeile. Beim Laden der Einstellungen (es geschieht jedesmal, wenn MRBackup gestartet wird) sind verschiedene spezielle Zeichen zugelassen, um eine Kommentarzeile zu kennzeichnen. Ebenso ignoriert es führende Leerzeichen in einer Zeile. Wenn sie eine alte Version von MRBackup er- setzen, achten sie darauf, daß sie den Befehl SAVE PREFERENCES sofort benutzen, wenn MRBackup läuft, damit eine neue Datei mit den Vorein- stellungen erzeugt wird (MRBackup.init). Diese Version von MRBackup nutzt eine einfache Methode der Bildschirmak- tualisierung für alle Fenster bis auf das PROGRESS-Fenster. Dieses Vor- gehen sollte den Speicherbedarf vermindern. Fehler Der einzige bekannte Fehler in dieser Version von MRBackup ist der, daß sie bei jedem Aufruf von MRBackup 64 Bytes ihres freien Speichers verlieren. Wie ich annehme, liegt das Problem an meinem schlechten Haushalten und ich suche nach dem Problem, aber bis jetzt habe ich es noch nicht lokalisieren können. Ich glaube nicht, daß der Fehler scchlimm genug ist, die Freigabe dieser Version weiter aufzuschieben. Es gibt einen Fehler bei der Aktualisierung des Bildschirms, bei dem ich nicht davon überzeugt bin, daß er auf MRBackup zurückzuführen ist. Bei dem Betrieb von DMouse V1.09 habe ich festgestellt, daß die Bildschirmfenster nur noch Unsinn produzieren und das Bild nicht vernünftig aufbauen. Aller- dings war auch festzustellen, daß derselbe Effekt bei der Benutzung der normalen Arbeitsumgebung auftrat, so daß ich annehme, daß DMouse etwas damit zu tun hat. Ich habe dieses Problem noch nicht untersucht, aber ich glaube, daß es Einstellungsmöglichkeiten in DMouse gibt, um diesen Fehler zu korrigieren. BITTE! Wenn sie Probleme mit MRBackup haben, lassen sie es mich wissen. Ich möchte davon wissen und sie so schnell wie möglich entfernen. Wenn man sich nur einige Stunden pro Woche Zeit stiehlt, um an etwas wie diesem zu arbeiten, bleibt nicht mehr so viel Zeit alles zu testen. Ich versuche, sorgfältig zu arbeiten, aber das schaffe ich nicht immer. Also helfen sie mir! Version 2.3 (beta) Die Routine zur Dateiexpandierung (bei dem RESTORE-Kommando eingebaut) löschte seine Statusvariablen nicht. Das führte dazu, daß Fehlermeldungen aus vorherigen Arbeitsabläufen bei den folgenden wieder aufgenommen wurden. Der "Save Preferences"-Befehl speicherte die Komprimierungsvariable falsch. Das hat sich seit der Version 2.3 erledigt. Die Datumsroutinen sind einer gründlichen Überholung unterzogen worden. Besonderen Dank richte ich an Thad Floryan für seine Konvertierungsroutine vom Stempeldatum zum Julianischen Format. Das frühere Limit vom 03/01/84 ist entfernt worden. Die Speicherungsroutinen für die Wiederaufnahme der Sicherung arbeiteten nicht immer korrekt. Das Problem ist gelöst worden. Ein neues UTILITIES- Menü ist hinzugefügt worden. Es beinhaltet verschiedenste Dateibehandlungs- routinen. Fehler: Der Compress-Befehl kann in einigen Fällen größere Dateien als das Original erzeugen. Beim letzten Mal passierte es mit IFF ILBM Dateien (Danke, John Hopf). Ich habe das Problem noch nicht untersucht. Wenn ich es löse, werde ich wahrscheinlich etwas in der Art: Datei komprimieren Ist sie größer? -> Ja -> lösche neues und kopiere altes tun Das könnte allerdings einige Zeit in Anspruch nehmen, wenn eine große Zahl von Dateien dieses Verhalten zeigt. Eine Alternative könnte es sein, Aus- nahmedateien in einer Liste festzuhalten, Ober aber man läßt das Programm frühzeitig prüfen, ob die Komprimierung glatt läuft oder nicht. Ich denke darüber nach. Version 2.2 MRBackup sucht nun im aktuellen Verzeichnis während des Starts nach der Datei MRBackup.init. Damit hat man für verschiedene Projekte gleich die passenden Einstellungen geladen, wenn MRBackup aus einem Verzeichnis mit einer entsprechenden .init-Datei heraus gestartet wird. In der letzten Version wurde nach der Angabe eines neuen Listing-Pfades die alte Datei unmittelbar überschrieben, noch bevor ein neuer Name für die Datei angegeben werden konnte. Das war nicht gerade von Vorteil. Nun testet die Zugriffmöglichkeit. Es wird aber die alte Datei immer noch mit dem Starten der Sicherung überschrieben. Es sind noch einige Meldungen hinzugekommen, die den Benutzer begrüßen, wenn das Programm gestartet wird. Die meisten Leute, die Ärger mit MRbackup hatten, haben den Sinn der Da- tumsabfrage bei Beginn der Sicherung nicht verstanden, da sie es in der Regel auf seinem Standardwert gelassen haben und sich dann darüber wun- derten, warum keine Dateien mehr gesichert wurden. Deshalb werden jetzt in dem Fall grundsätzlich alle Dateien gesichert. Das ist wohl sinn- voller ganz besonders nach Einführung des neuen Archiv-Bits. Version 2.1 Möglichkeiten der Bearbeitung von "archive bits" sind aufgenommen worden. Ein Fehler in der Datei für nicht zu sichernde Dateien ist beseitigt wor- den. Der alte Algorithmus handhabte die Unterverzeichnisspezifizierung nicht korrekt. Datei-Kommentare und Schutzmarkierungen werden genauso gesichert und wieder- hergestellt, wie das Datum. Das Kommando Resume Backup und eine neue Methode zusätzliche Informationen aufzunehmen wurden in das Programm eingebaut. Version 2.0 Neue Benutzerumgebung Bei MRBackup ist ein Facelifting im großen Umfang vorgenommen worden. Es hat nun einen eigenen Bildschirmbereich mit Farbpalette und neu gestalteten Menüs und Auswahlmöglichkeiten. Das alles wurde möglich durch die Verwendung von Powerwindows 2.0 von Inovatronics, einem sehr wertvollen Programmier- werkzeug. Sie werden ganz neue Auswahlpunkte auf dem Bildschirm entdecken. Ich habe eine Art Tankanzeige, die die Füllung der Diskette mit Daten an- zeigt, hinzugefügt. Es wurde eine neue Einrichtung zum Zählen auftretender Fehler geschaffen, sowie eine Anzeige für den Namen der aktuellen Sicherungs- diskette. Das Fenster mit den Pfadnamen-Spezifikationen hat nun eine Box, die dieses Fenster verschwinden läßt. In dem neuen Menü WINDOWS gibt es eine Möglich- keit, dieses Fenster wieder hervorzuholen. Mit dem neuen Befehl Save Preferences lassen sich nun aktuelle Pfadnamen und Einstellungen abspeichern. Das Einstellungsmenü ist ganz neu gestaltet worden. Das neue Menü besteht aus Auswahlpunkten. Verbesserung der Fehlerbehandlung Dies ist in der Regel der schwierigste Teil in jeder Programmierung und dennoch wird diesem Bereich die geringste Beachtung geschenkt. Frühere Ausgaben von MRBackup waren da keine Ausnahme. Bei der Version 2.0 hat sich da jedoch viel getan, besonders im Bereich der Wiederherstellbarkeit. Es wurde ein neues Abfragesystem eingeführt, welches Auswege auflistet, wenn bestimmte Fehler aufgetreten sind. Am wichtigsten ist hier wohl die Ein- führung einer neuen Kontext-Speicherung, die es erlaubt eine Sicherung auf eine Diskette zu wiederholen, wenn ein schwerwiegender Fehler aufge- treten ist. Augenblicklich werden diese Informationen ständig im Speicher gehalten. Ich würde sie allerdings gern auf der Systemplatte/-diskette speichern. Dieses würde also, verbunden mit einem neuen Befehl (RESUME BACKUP), ein Weitermachen sogar nach einem Stromausfall ermöglichen. Verbesserte Flexibilität Frühere Versionen von MRBackup waren recht streng in der Annahme der Pfad- angaben. Version 2.0 erlaubt jede Pfadangabe. Auf Systemen mit zwei Dis- kettenlaufwerken kann man sogar von einer Diskettenstation auf die andere sichern. MRBackup erlaubt nun auch das automatische Formatieren der Sicherungsdis- ketten zu unterdrücken. Damit kann man schon früher benutzte Disketten auf- frischen. Obwohl diese Möglichkeit mit Vorsicht genutzt werden sollte, ver- bessert es die Arbeitsgeschwindigkeit und die Möglichkeit nur eine teilweise Sicherung zu fahren. Handhabung von sehr großen Dateien Dies ist wirklich Nachtrag in letzter Minute! Ich persönlich habe keine Datei, die so groß ist, daß diese Möglichkeit erforderlich gewesen wäre, weshalb ich dieses Problem auch nicht angegangen bin. Dennoch haben viele Benutzer danach gefragt. Sehr große Dateien sind solche, deren Größe die Kapazität einer formatierten Diskette übersteigt. Wenn die Optionen "Do Big Files" und "Format Destination" zugelassen werden wird, wird MRBackup solch große Dateien auf mehrere Disketten aufsplitten. Sind diese Auswahlmöglich- keiten nicht zugelassen, erscheint lediglich eine Fehlermeldung, daß die betreffenden Dateien zu groß sind. Einige werden jetzt denken, daß die Methode dies zu tun, ein bißchen um- ständlich ist, aber es entspricht meiner Bestrebung nach absoluter Amiga DOS-Verträglichkeit. Wenn also eine übergroße Datei gesichert wird, wird eine spezielle Informationsdatei "MRBackup.bigfile" mit Namen der Datei, Positionsangabe etc. auf die Diskette geschrieben. Diese Angaben werden bei dem Restaurierungsvorgang benötigt, um sicherzustellen, daß die Da- teien wieder richtig zusammengebaut werden. Um das zu testen, mußte ich erst ein Programm schreiben, das eine so große Datei (gerade größer als eine Diskette) aufbaut, es archivieren und dann wiederherstellen. Um das alles machen zu können, mußte ich zuerst einmal meine 20MB-Festplatte aufräumen! Der Vorgang scheint nun richtig zu laufen. Sicher könnte es noch einige Probeläufe vertragen und deswegen bitte ich darum, es vor der eingehenden Benutzung noch zu testen. Anmerkung des Übersetzers: Der MRBackup-Anleitung folgt im Original jetzt noch ein etwa 2-seitiger Index. Dieser wurde bei der Übersetzung ins Deutsche aus zeitlichen Gründen weggelassen. Ich bitte um Verständnis! ®UW