                    ##################################
                    #Kurzanleitung zum CoderMiniClone#
                    ##################################


1. CMC, was ist das?
====================

Der CoderMiniClone ist Bestandteil des Data-Security-Package. Dazu gehören
unter anderem der MasterCoder(der eigentliche Grund, warum es diese
Sammlung überhaupt gibt), die coder.library (ohne die mein Programm gar
nicht funktionieren würde) und mein Programm(der CMC selbst).

Wozu dient nun das Ganze?

- Man kann Texte codieren.

- Man kann Bilder codieren.

- Man kann Programme codieren.

- Mit dem MasterCoder kann man sogar Disketten codieren.

Man kann so ziemlich alles ziemlich sicher codieren (per Codeword), so
daß niemand außer dem der das magische Wort kennt alles wieder decodieren
kann.
Anders als bei einem Onlinecrypter kann man mit dem Coder codierte Programme
nicht mehr starten. Dafür sollte das Ganze aber auch recht sicher sein.

P.S. "Codieren" ist doch ein wundervolles Wort!?!

---------------------------------------------------------------------------




2. Das Erscheinungsbild und andere Unwichtigkeiten
==================================================

Den CMC kann man -wie jedes andere Programm auch- sowohl von der Workbench
als auch vom CLI aus aufrufen.
Er benötigt auf jeden Fall die coder.library im libs-Verzeichnis. Wenn
man die Filerequester benutzen will, sollte man entweder die

                       - reqtools.library

oder die

                       - asl.library

in seinem Libs-Verzeichnis haben.

Der CMC ist so programmiert, daß er eigentlich unter allen Kickstart-
versionen laufen sollte (einschließlich 1.1).
Da ich bisher leider nicht besonders viel Zeit zum testen hatte, weiß ich
nur, daß er sich ganz sicher unter Kick3.0 starten lässt.
Wenn man ihn aufruft, erscheint links oben das Controlwindow. Die leeren
Stellen sind für zukünftige Erweiterungen gedacht.


2.1 Warum den CMC, wenn es doch den MasterCoder gibt?
=====================================================

Diese Frage habe ich mir auch gestellt. Ich sehe im Augenblick eigentlich
nur 4 "Vorteile" gegenüber dem MasterCoder:

- das Window öffnet sich auf dem WB-Screen
  (es soll Leute geben, die haben so ein Window viel lieber als einen
  eigenen Screen)

- er verbraucht weniger Speicher als der MasterCoder
  (weil er weniger Funktionen hat)

- er hat im Gegensatz zum MasterCoder einen LowMemoryMode eingebaut
  (da der durchschnittliche AmigaUser aber 2 MB an Speicher besitzt, dürfte
  das wohl weniger ins Gewicht fallen, denn die meisten Files passen ja in
  den Speicher)

- falls es eine neue coder.library mit neuen Funktionen geben wird, muß
  man nur die lib austauschen.


Dieses Programm ist eigentlich nur ein Beispiel für die Benutzung der
coder.library. Da ich im Augenblick sehr unter Zeitdruck geraten bin,
schaut der Sourcecode noch etwas wüst aus. Aber es ist ja auch erst die
0.8-Version. Wenn nur ein einziges Wesen ein wenig Interesse zeigt, dann
habe ich noch viel vor mit diesem Programm:-)

------------------------------------------------------------------------




3. Bedienung
============

Genaugenommen erklärt sich alles von selbst. Im Window gibt es momentan 8
Gadgets:

Source:
hier kann man ein Verzeichnis oder ein File, das codiert werden soll, mit
Hilfe eines Filerequesters auswählen.

Destination:
wenn man ein File ausgewählt hat, wird es nach dem Codieren unter diesem
Namen abgespeichert

leere Felder neben Source und Destination:
hier kann man die Namen von Hand eingeben, wenn man keinen Requester
benutzen will oder wenn die asl.library bzw. die reqtools.library im
Libs-Verzeichnis fehlt.

Codeword:
In diesem leeren Feld muß man das Codewort angeben, mit dem das File oder
das Verzeichnis verschlüsselt oder (nach dem Codieren) wieder entschlüsselt
werden soll.

Decode AmigaBasic:
Damit kann man alte AmigaBasic-Programme entschlüsseln, die codiert ab-
gespeichert wurden. Eine Funktion die heute wahrscheinlich niemand mehr
benutzen wird? Ich jedenfalls fand es recht witzig, als ich damit neulich
ein uraltes Sharewareprogramm decodiert habe(ich glaube, er wollte 15 DM
dafür). Naja, wer im Glashaus sitzt... andererseits verlange ich ja kein
Geld dafür!

Algorithmus:
Hier kann man seine bevorzugte Codiermethode einstellen:

-Normal:
der schnellste von allen, allerdings auch sehr leicht zu knacken, wenn man
weiß, was das in etwa für ein File ist.

-Blue:
Nicht mehr ganz so schnell dafür aber um einiges sicherer.

-OTPMorph:
Diese Methode ist voreingestellt und die sicherste. Theoretisch ist sie
nicht knackbar, da aus dem Codewort ein Schlüsselcode erzeugt wird, der
die Länge des Files hat und mit dem das File dann auch codiert wird.
Wenn überhaupt, dann können Unbefugte nur durch Erraten des Codewortes
das File entschlüsseln, wozu sie jedoch selbst mit etwas größeren Rechnern
ein paar Jährchen brauchen dürften. Wenn irgendwer vom Gegenteil über-
zeugt ist, soll er doch bitte versuchen, das codierte Beispielfile zu
decodieren. Wenn er es demnächst schafft, darf er mich ein Jahr lang
"Trottel" nennen.

Da die Zeitunterschiede bei den 3 Varianten nicht allzu groß sind, sollte
am besten immer OTPMorph eingestellt bleiben.

Start:
Wenn im Sourcefeld ein Verzeichnis angegeben wurde, verschlüsselt er die
Programme in diesem, ansonsten codiert er das angegebene File.
Beim Verzeichniscodieren versucht er, das File zu codieren und danach
unter gleichem Namen abzuspeichern. Wenn nicht mehr genügend Speicher zur
Verfügung steht (LowMemoryMode), speichert er das verschlüsselte File
mit dem Anhängsel .COD und löscht das Originalfile.
Verschlüsselte Programme werden natürlich decodiert.
Wenn irgendwas schief läuft beim Verzeichnisverschlüsseln, öffnet sich
ein Requester mit der schlechten Nachricht und der Frage ob man trotzdem
mit den nächsten Files weitermachen will.

-------------------------------------------------------------------------




4. Rechtliches
==============

Dieses Programm, der Sourcecode, die Anleitung usw. sind (ebenso wie der
Mastercoder und die coder.library) Freeware.
Jede Privatperson darf es kopieren und weitergeben. Dabei muß das ganze
CMC-Packet nicht zwingend zusammenbleiben.
Die Benutzung geschieht auf eigene Gefahr.
Ich übernehme keinerlei Verantwortung für irgendwelche kaputten Files,
zerstöhrten HDs, durchgebranten FPUs, vergessenen Codewörter oder Sonstiges.
Ich wasche meine Hände also in Unschuld.

Die Rechte an diesem Packet bleiben bei mir.
Für zukünftige Versionen ist geplant, alles als PD herauszugeben.

Die Weitergabe durch PD-Serien, jede Art von BBS usw. ist auf jeden Fall
erwünscht.

------------------------------------------------------------------------




5. Zukunft
==========

Wenn irgendwer Interesse zeigt, werde ich in Zukunft wohl noch folgende
Dinge am CMC ändern(in der Reihenfolge):

- Beseitigung aller Fehler

- Einbau der restlichen Filerequester(req.library und arp.library...)

- Wahlweises codieren der Unterverzeichnisse in einem dir

- reines (de)codieren von Verzeichnissen

- Schaffung einer schöneren Oberfläche

- Unterstützung eines CLI-Aufrufs

- Unterstützung der ToolTypes

- Tastensteuerung

- AREXX-Port

- Unterstützung der locale.library

- englische Anleitung

--------------------------------------------------------------------------




Allgemeines:
============

Anders als der Autor des MasterCoders und der coder.library habe ich bisher
nicht allzuviel Arbeit in dieses Projekt hineingesteckt. Mein Dank gilt
also vor allem ihm, da er mich an diesem Projekt hat teilhaben lassen.
Danke auch für dieses ständige Debugging:-)

Wenn irgendwer fürchterliche Fehler in diesem Programm findet, wäre ich
sehr froh, wenn er mich das wissen lässt.
Ich bin auch sehr dankbar für jede Art von Vorschlägen oder Kritik.

Wenn also irgendwer Anregungen, Ideen, ... hat:
                                                    Denis Markovic
                                                    Rankestr. 10

                                                    90461 Nürnberg

