Dokumentation zum ANUBIS SystemEd Version 0.81 von Oliver Graf - T.O.M. Software Wuppertal 0. Einleitung ------------- Der SystemEd dient zum Einstellen aller wichtigen Systemdaten des Mailboxprogramms ANUBIS. Diese werden im aktuellen Pfad im Directory "Anubis:Daten" gespeichert. Für das vollständige Funktionieren des Programms ist es zwingend er- forderlich, daß sich die req.library, die diesem Paket beiliegt, im libs: Verzeichnis befindet. In der nachfolgenden Anleitung sind für alle wichtigen Einstellungen des Systems Beispiele angegeben. Diese sind weitgehend aus der im Paket enthaltenen Beispielkonfiguration entnommen. Es gelten die File ANUBIS.dok festgelegten Urheberrechtsbestimmungen. 1. Die Menügadgets ------------------ Nach dem Aufruf des SystemEd's landet man im System-Teil des Programms. Momentan interessiert uns nur die obere Gadgetreihe. Dies sind die Funktionsgadgets des Programms. Quit - verläßt den SystemEd. Bei neu eingestellten Daten wird eine Abfrage gestartet, ob die Daten gespeichert werden sollen. Ebenso erscheint eine Warnung, wenn kein System-Paßwort ein- gegeben wurde. Save - speichert die eingestellten Daten. Load - lädt die alten Daten und überschreibt ggf. neu eingestellte Daten. Sys - schaltet auf den System-Teil, also der Teil, in dem wir uns nach dem Start befinden. Modem - schaltet in den Modem-Teil. Hier können wichtige Modem-Parameter festgelegt werden. User - schaltet in den User-Teil, in dem verschiedene User-Parameter eingestellt werden können. Netz - dieses Gadget führt später in den Netz-Einsteller, ist aber zur Zeit noch inaktiv. Die Gadgets Quit, Save und Load funktionieren aus jedem Programmteil heraus. 2. Der System-Einsteller ------------------------ In diesem Teil werden die wichtigsten globalen Systemparameter eingestellt. Systemname - Hier können Sie den Namen Ihrer Mailbox eingeben. Dieser Name steht dann später im Hauptbildschirm des Mailbox- programms in der obersten Zeile und wird bei einigen Boxbefehlen ausgegeben. Beispiel : "T.O.M. Software Mailbox". Sysopname - hier können Sie Ihren eigenen Vornamen eingegeben. Allerdings sollte dieser Name auch in der Userliste vorkommen. Damit hat es dann folgendes auf sich : Viele Sysop's benutzen lieber ihren eigenen Namen als das Pseudo "SYSOP". Im Hauptbildschirm befindet sich der Punkt : Sysoppost. Die Zahl hinter dem Doppel- punkt gibt normalerweise die Anzahl der Nachrichten im Postfach des Users SYSOP. Wenn Sie jetzt aber Ihren Namen in dem String- gadget eingegeben, werden sowohl die Nachrichten für SYSOP als auch die für Ihren eigenen Namen gezählt. Beispiel : "Oliver", gezählt werden die PMs für SYSOP und OLIVER PW SystemEd - Hier wird das Paßwort für den Online SystemEditor eingegeben. Dies wird auch vom SystemEd abgefragt. Beispiel : wählen Sie ein beliebiges Paßwort, da nur Sie kennen PM Pfad - Da das persönliche Fach von ANUBIS wie ein Brett verwaltet wird, daß aber nur dem System und nicht dem User bekannt ist, kann man an dieser Stelle den Pfadnamen für das PM Verzeichnis auf der Disk eingeben. Beispiel : "dh0:PM" Sysopruf - In diesem Feld können Sie die Anzahl der Rufversuche eingeben, die ANUBIS bei einer Chatanforderung machen soll. Beispiel : 10 Call-Alarm - steht dieses Gadget auf AN, wird bei einer Meldung vom Modem ein kleiner Ton gespielt, um dem Sysop einen Anruf zu signali- sieren. LocalEd - hier kann der Sysop den Namen eines Editors eintragen, der im Lokalbetrieb aufgerufen wird. Dadurch wird für den Sysop ein wesentlich komfortabeler Editor zur Verfügung gestellt. Achtung : Es muß darauf geachtet werden, daß sich der Ed nicht selber vom CLI Task abhängt. In diesem Fall kehrt ANUBIS direkt in die Kommandoebene zurück. Beispiel : "SyncCED" als FrontDoor für den CEd, um das Abkop- peln zu verhindern. Brettpfad - in diesem Stringgadget wird ein Pfad eingestellt, der von ANUBIS beim Anlegen neuer Bretter vorgegeben wird. Beispiel : "dh1:Bretter" ScreenBlank - hier wird die Anzahl der Sekunden eingetragen, nach denen der Screen auf Schwarz geschaltet werden soll. Ein Wert von 0 schaltet den Blanker ab. Der ScreenBlanker ist nur im Warte- modus aktiv. Der Screenblanker von ANUBIS ist momentan noch ein Provisorium. Er wird in Kürze weiterentwickelt. Momentan läßt er sich nur über einen Tastendruck oder die Anwahl eines Menüpunktes deaktivieren. Beispiel : 30 (Sekunden) LogFile - Mit diesen drei Gadgets kann der Sysop bestimmen, welche Aktionen des Users in das File "Statistik/LogFile" geschrie- ben wird. Jede der Aktionen wird dann gespeichert, wenn das Gadget "reingedrückt" ist. Upload : Jeder Upload wird mit Protokolltyp, Name und Uhrzeit gespeichert. Download : Jeder Download wird gespeichert. Chatcall : Jeder Versuch, den Sysop zu rufen, wird gespeichert. Das Logfile kann dann so aussehen : 06.12.91 20:47:37 : Download durch FRANK, Protkoll: ZSpeed Brett : PD-DFUE File : xprzm250.lha 06.12.91 20:48:33 : Download beendet. 06.12.91 22:04:12 : Chatanforderung durch MAIN 06.12.91 22:13:27 : Upload durch ALCAPONE, Protkoll: ZModem 06.12.91 22:17:54 : Brett : PD-Grafik File : Antiflic.lzh 06.12.91 22:17:55 : Upload beendet. 3. Der Modem/Seriell-Einsteller ------------------------------- In diesem Teil werden alle wichtigen Einstellungen für das Modem und die serielle Schnittstelle festgelegt. Alle Modemkommandostrings werden vom Programm automatisch mit einem abschließenden versehen, das aber nicht angezeigt wird. Modeminit - hier geben Sie alle Kommandos an, mit denen Ihr Modem initialisiert werden soll. Dieser String wird nach jedem Modemreset zum Modem gesendet. Sinnvoll sind auf jeden Fall die Kommandos ATE0M (E0 = Echo der Kommandos abschalten, M = Lautsprecher aus). Modemreset - In diesem String wird das Resetkommando Ihres Modems eingegeben. Für ein Modem mit Hayes Befehlssatz ist dies das Kommando ATZ. Dieser String wird nach jedem Bildauf- bau des Wartebildschirms übertragen. Modemanswer - An dieser Stelle stehen die Kommandos, die zum Modem gesendet werden sollen, wenn das Modem ein RING sendet. Im Normalfall steht hier mind. ATA. Modemhangup - Dies ist das Kommando, daß nach einem Logoff eines Users zum Modem gesendet wird, damit dies auflegt. ANUBIS sendet zunächst ein '+++' (Escape Character), um das Modem in den Kommandomodus zu setzen und dann den Hangup-String. Hier sollte ATH0 als Minimum eingetragen werden. Modemsperre - Dieser String dient dazu, das Modem im Falle eines lokalen Logins zu blockieren. Dies kann beispielsweise mit ATH1 oder mit ATDP5; geschehen. Ein User, der zu dieser Zeit die Box anwählt, erhält dann ein Besetztzeichen. Baudrate - Hier tragen Sie die Baudrate ein, die Ihr Modem zur Kommando- übertragung benutzt, ein (z.B. HST = 19200, 2400 Modem = 2400). HST-Modus - Bei einem Modem der Marke HST oder HST Dualstandard von US Robotics wird die Baudrate nicht geändert, egal mit welcher Baudrate sich der User einloggt. Die feste Baudrate liegt normalerweise bei 19200 oder 38400 Baud. Besitzen Sie ein solches Modem, muß dieses Gadget auf 'An' stehen. Devicename - tragen Sie hier den Namen des Devices ein, das Ihr Modem ansteuert ein. Für externe Modems steht hier 'serial.device', bei internen Modems ziehen Sie bitte Ihr Handbuch zu Rate. Unit - Für externe Modems steht hier eine 0, bei internen Modems ist dies wieder von Ihrem Modem abhängig. 4. Der Uservoreinsteller ------------------------ In diesem Bereich des Programms werden die Daten für User festgelegt, die für Useranträge und Überprüfungen zuständig sind. Dieses Menü besteht im Prinzip aus zwei Teilen, der linke Teil ist für Daten direkt nach dem Antrag, der rechte für die Daten nach der Überprüfung. Alle Daten, die links eingestellt werden, werden in die neue Userstruktur übernommen, nachdem der neue User das komplette Antragsverfahren durch- laufen hat (ANUBIS Meldung : "neuer Userlevel : ..."). Alle Date der rechten Seite werden in die Userstruktur eingetragen, wenn der Sysop im UserEditor den Punkt "U)eberprüfen" wählt. Userlevel - Der Level nach der jeweiligen Aktion. Hier sollte man einen nicht zu hohen Level eintragen. Beispiel : 1 und 10 Userstatus - Hier sind lediglich die Einstellungen 'Gast' und 'User' mög- lich, da in der Regel kein User nach dem Eintrag in die Box mit dem Status CoSysop oder Sysop belegt wird. Zu empfehlen ist die Kombination 'Gast' für nach dem Antrag und 'User' nach der Überprüfung. Downl.limit - Hier können die freien Bytes für den Download des Users bestimmt werden. Ein Wert von -1 gilt dabei als unbegrenzter Downloadfreiraum. Gruppen - Defaultwerte für die Gruppenbits, wird zur Zeit noch nicht vom SystemEd unterstützt. UL/DL - hier wird die Upload/Downloadratio eingetragen. Für jeden Upload, den ein User macht, werden die Anzahl an Bytes des neuen Programms mit diesem Wert multipliziert und dann dem Downloadkonto des Users gutgeschrieben (sofern nicht unbegrenzt). Beispiel : 3 und -1 5. Versionsnummern ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯ Version Datum Bemerkung ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯ 0.80 30.12.91 erster öffentlicher Release 0.81 09.01.92 Bugfix : Das Ändern des Downloadfreiraums im User- menü klappte nicht und wurde immer auf -1 gesetzt.