******************************************************* **********---------A N L E I T U N G---------********** **********----------------für----------------********** **********--Reversi V1.3 von Wolfram Schenk--********** ******************************************************* 1880 wurde in England das Brettspiel Reversi erstmals veröffentlicht. Seit Anfang dieses Jahrhunderts wird es bei uns von der Spielwarenfirma »Ravensburger« verkauft. Da dieses Brettspiel sich seither großer Beliebtheit erfreute, blieb auch dieses Spiel nicht vor Computerumsetzungen verschont. Doch die Pro- gramme, die mir bisher zu Gesicht kamen, hatten eine spartanische Benutzeroberfläche. Dies wollte ich ändern. Nach langer mühevoller Arbeit kam dabei Reversi V1.3 heraus. Es ist vielleicht nicht gerade die spiel- stärkste, so doch jedenfalls die komfortableste Computerumsetzung, die ich kenne. Übrigens: !!!!! D I E S I S T P U B L I C D O M A I N !!!!! Es darf also frei kopiert werden. Nicht erlaubt hingegen ist der kommerzielle Verkauf. Im Interesse aller sollte aber die Anleitung immer mitkopiert werden! Diese Meldung gleich am Anfang für diejenigen, die meine Anleitung nicht ganz lesen wollen, weil sie das Brettspiel schon kennen. Dank meiner perfekten (?) Benutezeroberfläche erklärt sich auch das meiste von selbst. DIE REGELN Gespielt wird auf einem 8x8 Felder großen Spielfeld. Am Anfang wird D5 und E4 mit Rot belegt, während Grün mit D4 und E5 auskommen muß. Diese Vorbereitungen übernimmt der Amiga. Rot beginnt immer. Bei meinem Programm zumindest. Man kann ja auswählen, welche Farbe man übernimmt. Gezogen wird abwechselnd. Hierbei legt der Spieler eine Scheibe mit seiner Farbe oben auf ein freies Feld. Hierbei gilt es, eine gegnerische Reihe durch diesen Zug an beiden Enden mit Scheiben eigener Farbe einzuschließen. Nun darf der Spieler alle Scheiben dieser Reihe umdrehen, also in seiner Farbe ein- färben. Diese Reihe kann in waagrechter, senkrechter oder diagonaler Rich- tung verlaufen. Falls der Spieler eine Reihe umdrehen kann, muß er dies auch tun. Er darf also nicht einfach eine Scheibe hinlegen und nichts tun. Ist unglücklicherweise mal kein Zug möglich, muß er aussetzen. Ziel des Spieles ist es (was wohl nicht schwer zu erraten ist), am Ende des Spieles die meisten Scheiben in seiner Farbe zu haben. Das Ende des Spiels ist gekommen, wenn alle Felder besetzt sind oder wenn keiner mehr eine Reihe umdrehen kann. Ganz selten wird auch mal eine Farbe voll- ständig ausgerottet. Falls Sie mich ärgern wollen, schicken Sie mir einen Spielstand aud Diskette, wenn Sie das gegen den Computergegner geschafft haben. Aber da besteht wohl keine Gefahr. Nie im Leben kriegen Sie das hin!!! Meines Wissens gibt drei Varianten für Reversi: 1) Es darf pro Zug nur eine Reihe umgedreht werden, auch wenn mehrere eingeschlossen werden. 2) Alle eingeschlossenen Reihen müssen umgedreht werden. 3) Die Wahl steht frei, welche der eingeschlossenen Reihen umgedreht werden. Natürlich mindestens eine. Damit jeder seine Lieblingsvariante spielen kann, beherrscht Reversi V1.3 alle drei. DAS STARTEN Reversi sollte möglichst von der Workbench gestartet werden. Dies geschieht wie üblich durch doppeltes Anklicken des Bildchens (niemand hätt's gewußt !?!). Wer es doch vom CLI starten will, muß darauf achten, daß der Stack auf mindestens 20000 steht. Ansonsten kann ich nicht für absturzfreies Spielen garantieren. Von der Workbench aus sollte ein Absturz nicht vorkommen, solange niemand auf die Schnapsidee kommt, den Stack-Wert in der .info-Datei zu erniedrigen. Sofort nach dem Einladen wird dann ein eigener Screen geöffnet, und Sie werden von der wahnsinnigen Grafik von Reversi V1.3 erschlagen (hüstel). AUSFÜHREN EINES ZUGES Nach reiflicher Überlegung fassen Sie den Entschluß, einen genialen Zug zu tätigen. Doch wie teilen Sie dies dem Amiga mit? Gaaaanz einfach: Variante 1: Sie klicken ein Feld an, worauf dieses durch einen schwarzen Kasten gekennzeichnet wird. Nun wählen Sie mithilfe der acht Pfeile rechts unten am Bildschirm die gewünschte Richtung an. Sofort wird der gewünschte Zug auf dem Feld schraffiert. Außerdem wird rechts über den Pfeilen die Anzahl der durch diesen Zug gewonnen Scheiben angezeigt, wobei die gelegte Scheibe hinzugezählt wird. Noch kann der Zug geändert werden. Sind Sie fertig, geben Sie dem Computer das Stichwort »Ausführen« (rechts ganz unten). Für die ganz Schnellen gibt es noch die Möglichkeit, den Zug durch den von der Workbench bekannten Doppelklick zu beenden. Dies ist bei der Auswahl sowohl des Feldes als auch der Richtung möglich. Variante 2: Da bei dieser Variante bei der Richtung sowieso keine Wahlmöglichkeit besteht, übernimmt der Computer die Berechnung aller möglichen Richtungen. Die Richtungen können vom Spieler natürlich nicht geändert werden. Ansonsten gilt das gleiche wie oben. Variante 3: Da hier mehrere Richtungen gleichzeitig angewählt werden können, kann man die einzelnen Richtungen durch mehrmaliges anklicken ein- und auschalten. Beim zweiten Klick eines Doppelklicks geschieht natürlich nichts, da dies nur Verwirrung stiften würde. Trotzdem hat hier der Doppelklick nach eigenen Erfahrungen so seine Tücken. Deswegen rate ich Ihnen, hier auf das »Ausführen«-Gadget auszuweichen. Sonst gilt das gleiche wie unter Variante 1 beschrieben. Falls es Ihnen gar nicht möglich ist, auch mit noch so viel Phantasie und Verrenkungen zu ziehen, erkennt dies der Amiga natürlich im Vorfeld und spuckt eine entsprechende Meldung aus. Sie müssen dann einmal aussetzen. Dem Computer kann das natürlich auch passieren. INFORMATIONEN AUF DEM BILDSCHIRM Rechts oben findet sich die wohl wichtigste Anzeige, nämlich die, welcher Spieler gerade dran ist. Dies läßt sich sowohl an der Farbe des Kastens als auch für Farbenblinde am Text erkennen (Ähäm, Farbenblinde dürften wohl generell beim Spielen von Reversi Probleme bekommen). Zusätzlich färbt der Amiga netterweise noch den Mauszeiger in der entsprechenden Farbe ein. Direkt unter dem genannten Kasten wird der momentane Spielstand grafisch dargestellt. Noch weiter unten zeigt der Computer die Anzahl der gewonnenen Scheiben bei dem momentan angewählten Zug, wie oben schon beschrieben. In dem grauen Kasten, auf dem »Zug Nr.« zu lesen ist, wird, wer hätt's gedacht, ständig die aktuelle Zugnummer angezeigt. Da kann man auch eine andere Nummer eintippen, doch mehr dazu weiter unten. Apropos Mauszeiger: Sieht der plötzlich aus wie ein Pfeil mit einer Scheibe, dann steht er gerade über einem Feld, wo ein Zug möglich ist. VOR- UND ZURÜCKBLÄTTERN Mit dem oben erwähnten grauen Kasten hat es noch eine besondere Bewandnis. Wenn man hier eine andere Nummer eintippt, erscheint auf dem Bildschirm der Spielstand zu diesem Zeitpunkt. Der durch die Nummer gekennzeichnete Zug ist schon angewählt und schraffiert. Auf diese Weise kann ein Spielverlauf angeschaut und zu einem früheren Zeitpunkt fort- gesetzt werden. Auf diese Weise kann man einen oder gleich mehrere Züge zurücknehmen. Ist der eingegebene Zug gerade ein Computerzug, kann dieser allerdings nicht verändert werden. Der Computer speichert zu jedem Zug außerdem die gerade eingestellte Variante, die Spielstärke des Computers und ob der Computergegner eingeschaltet ist oder nicht. All diese Informationen vom ersten bis zum letzen Zug werden auch beim Sichern des Spielstandes auf Diskette mitgegeben. Sie können also auch noch nach Jahren ein geniales Reversimatch Zug für Zug anschauen, sofern Sie es gesichert haben. Wenn Sie sowieso nur einzelne Züge vor- und zuückblättern wollen, oder wenn Sie schreibfaul sind, können Sie dies auch mit den beiden Pfeilen links und rechts vom Kasten erledigen. DIE MENÜS 1) Das Projektmenü: a. Seite wechseln: Dies bietet sich zu Beginn des Spieles an, um zu wählen, welche Farbe der Spieler und welche der Computer übernehmen soll. Voreingestellt ist, daß Grün vom Amiga übernommen wird. b. Neues Spiel: Dies erklärt sich wohl von selbst. c. Spiel laden: Ein Filerequester erscheint, in dem Sie nach Amiga-Basic-Manier den Namen des Files mit dem kompletten Pfad eingeben müssen. Ok, ok, der Filerequester ist nicht gerade der Weisheit letzter Schluß, aber ich hatte einfach keine Lust, noch einen tollen Requester hinzubasteln. Vielleicht folgt dies in einer der nächsten Versionen. Aber die Fehlerauswertung bei Diskettenfehlern ist, finde ich, echt ausführlich, wohingegen sich die meisten anderen Programme, selbst die kommerziel- len, sich mit nichtssagenden Meldungen begnügen. Übrigens: Falls Sie versuchen, ein File zu laden, das kein Reversi-Spielstand ist, beschwert sich der Amiga natürlich. An die Reversi-Spielstände wird immer automatisch die Dateierweiterung ».REV« angehängt (falls nicht schon eingegeben), damit man sie von den anderen Files unterscheiden kann. d. Spiel sichern: Derselbe Spar-Filerequester erscheint, in dem sie den Namen mit Pfad eingeben können, unter dem Sie Ihren Spielstand sichern wollen. Ein evtl. unter gleichem Namen schon existierender Spielstand wird ohne Vorwarnung überschrieben. Also Vorsicht! Bei auftretenden Fehlern wird ebenso ausführlich wie beim Laden Meldung erstattet. Tritt kein Fehler auf, schweigt sich der Amiga aus. e. Programm beenden: Dieser Punkt erklärt sich von selbst. Der Spielstand im Speicher ist dann natürlich im Eimer, falls Sie nicht vorher abgespeichert haben. 2) Das Spielmodusmenü: a. Computergegner: Steht ein Stern (*) vor dem Menüpunkt, ist der Computergegner eingeschaltet; ansonsten können zwei menschliche Spieler gegeneinander spielen. b. Spielstärke 1: In dieser Spielstärke zieht der Computer, ohne lange zu überlegen. Das heißt natürlich nicht, daß er deswegen schlecht spielt. Aber er denkt nun mal nur zwei Züge voraus. Spielstärke 2: Falls dem Amiga nun eine Situation nicht eindeutig erscheint, zieht er sich noch einmal zurück und überlegt noch eine Weile. Dies kann unter Umständen ein paar wenige Sekunden dauern. Eigentlich sollte er so besser spielen. Nichts- destotrotz unterlaufen dem Computer in dieser Einstellung ab und zu mir unerklärliche Fehler. Falls Ihnen einer auffällt, können Sie den Spiel- stand abspeichern und mir zuschicken. Dank der Protokollfunktion kann ich dann den Fehler genau untersuchen. Sie erhalten dann auf Wunsch die neuste Version und auch den Sourcecode (Aztec C V3.6) auf dieser Diskette zurückgeschickt, falls sich nicht gleich Hunderte melden (So viel Zeit und Geld hab' ich nun auch wieder nicht). Ihre Erfolgs- chancen erhöhen sich jedenfalls dramatisch, wenn Sie gleich das Rückporto und eine Diskette beilegen. Meine Adresse finden Sie am Ende der Anleitung. c. Variante 1-3: Hier kann die Variante eingestellt werden, auch mitten im Spiel. Die momentan aktive Variante ist, wie auch die aktive Spielvariante, durch einen Stern (*) gekennzeichnet. 3) Hilfenmenü: a. Mögliche Züge: Falls Sie mit Tomaten auf den Augen geschlagen sind, können Sie als letzte Rettung die Funktion einschalten, daß Ihnen der Computer ständig alle möglichen Züge auf dem Spielfeld durch kleine farbige Pfeile anzeigt. Wenn dies auch schön anzusehen ist, betrachte ich dies als eine Mogel- packung, die nur für Anfänger gedacht ist. Deswegen kann man diese Funktion durch erneutes Anwählen auch wieder auschalten. Der Stern (*) zeigt wieder an, ob sie ein- oder ausgeschaltet ist. b. Info: Es erscheint ein Requester mit ein paar kurzen Informationen zum Programm. c. Spielprotokoll Damit Reversifans gegenüber Schachspielern zeigen: nicht zu kurz kommen, gibt es bei Reversi V1.3 die Möglichkeit, ein Spielprotokoll im Stil der Schach- protokolle auszugeben. Es erscheint ein Fenster, in dem links die roten und rechts die grünen wie folgt dargestellt werden: Spalte-> A3 X ^ ^ Zeile Richtungen (in Form von winzigen Pfeilen) Es passen 10 Züge in das Fenster. Falls Sie schon mehr hinter sich haben, können Sie den Aus- schnitt mit dem Schiebebalken und den beiden Pfeil- schaltern am rechten Fensterrand verschieben. Aus- drucken läßt sich die Liste leider (noch) nicht. Während Sie das Spielprotokoll bewundern, können Sie sonst keine Funktion anwählen. Hierfür müssen Sie das Fenster mit dem Schließschalter in der linken oberen Ecke schließen (Damit's auch jeder kapiert). Falls Sie Fragen haben oder einen Fehler finden oder einfach mit mir Kontakt aufnehmen wollen, schreiben Sie an folgende Adresse: Wolfram Schenk Neckartenzlinger Str. 16 D-7445 Bempflingen Tel.: 07123/32170 Wenn Sie Interesse an dem Sourcecode (Aztec_C V3.6) oder an einer neuen Version haben, schicken Sie mir bitte eine Leerdiskette komplett mit frankiertem Rückumschlag, damit ich mich nicht in Unkosten stürzen muß. Verbesserungsvorschläge sind auch jederzeit willkommen. Wer mein Reversi so gut findet, daß er meint, dieses Spiel müßte eigentlich teuer verkauft werden, den möchte ich nicht zurückhalten, mir eine kleine finanzielle Anerkennung für die monatelange Arbeit zu schicken, obwohl ich meist viel Spaß beim Programmieren hatte. Als Zivi schwimme ich nicht gerade in Geld. Vielen Dank noch an meinen kleinen Bruder Heiko und an meinen Freund Jojo, die mir durch Austesten und Verbesserungsvorschläge geholfen haben. Jetzt bleibt mir nur noch, Ihnen viel Spaß beim Spielen zu wünschen. Auf daß Ihnen Reversi V1.3 die Wartezeiten beim Kompilieren und beim Berechnen von Grafiken verkürzt!