Anleitung zum Programm 'Plotter'
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1.Allgemeines
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Bei vielen Experimenten z.B. in der Physik, Chemie oder der Biochemie
wird ein Wert in Abhängigkeit eines anderen gemessen z.B der zurückgelegte Weg
zu verschiedenen Zeitpunkten bei einer Bewegung. Solche Daten lassen sich
2-dimensional als sogenannter Plot darstellen, in einer Dimension (y-
Achse, z.B. zurückgelegter Weg) wird der eine Wert aufgetragen in der
anderen (x-Achse, z.B. Zeit) der andere.
Plotter erzeugt solche Plots. Es können gleichzeitig mehrere Messreihen
im gleichen Koordinatensystem dargestellt werden, wobei eine Messreihe zu
einer sogenannten Punktmenge zusammengefasst und mit Linien verbunden
wird. Zusätzlich können lineare Zusammenhänge mit einer linearen
Regression ausgewertet werden. Exponentielle Zusammenhänge können durch
logarithmieren der Werte linearisiert werden. Selbstverständlich ist es
möglich, die entstandene Graphik auszudrucken bzw. abzuspeichern. Das Pro-
gramm bietet auch die Möglichkeit, eine Polynom-Interpolation oder Approxi-
mation durchzuführen. Dafür ist ein Stack von 48 KB nötig.
        Das Programm öffnet ein NEWCON-Fenster (Workbench 1.3
erforderlich, dafür können die Cursor-Tasten verwendet werden) auf der
Workbench und einen Bildschirm im Hintergrund. Nach dem Start muss als
Erstes angegeben werden, ob ein Interlace-Bildschirm verwendet werden
soll oder nicht. Interlace ist im allgemeinen zu empfehlen, es sei denn,
man möchte die Graphik in Vizawrite oder ein anderes Textverarbeitungs-
programm importieren, das keine Verkleinerung korrekt durchführt. Der
Bildschirm hat oben rechts ein Tiefen-Gadget, mit dem er im Bedarfsfall
in den Hintergrund befördert werden kann.
Mit dem Eingabe-Fenster ist ein Projekt-Menu verbunden, mit dem das
Programm gesteuert wird. Ein Programmstart aus dem CLI ist nicht zu
empfehlen. Unsinnige Eingaben (z.B. Anzahl Punkte grösser als 50 oder An-
zahl Punktmengen grösser als 15 etc.) werden vom Programm ingnoriert. Das
Programm ist dann nicht abgestürzt, sondern wartet auf eine korrekte Eingabe.

2. Die Menupunkte
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- Eingeben/Hinzufügen: Hier werden die Werte eingegeben. Zuerst muss der
darzustellende Wertebereich angegeben werden. Durch die Eingabe der
Einheit wird bestimmt, in welchem Abstand auf den Koordinatenachsen eine
Markierung gezeichnet wird. Sodann muss angegeben werden, jede wievielte
dieser Markierungen beschriftet werden soll. Werden zu viele
Beschriftungen verlangt, stehen für die einzelnen Beschriftungen zu wenig
Stellen zur Verfügung und es kann zu inkorrekten Ausgaben kommen. Für
jede Koordinatenachse kann noch eine Legende eingegeben werden, das ist
eine Zeichenkette, die dann unter bzw. neben der entsprechenden Achse
angezeigt werden. Für den Darstellungsbereich sind Vorgabe-Werte
vorhanden, die übernommen werden können. Liegt ein Punkt ausserhalb, wird
der Bereich automatisch angepasst.
Nachdem das erledigt ist, muss die Anzahl der Punktmengen eingegeben
werden. In jeder Punktmenge sind dann die Anzahl Punkte und natürlich die
Koordinaten der einzelnen Punte anzugeben. Bei mehreren Punktmengen wird
gefragt, ob die x-Werte der vorangehenden Punktmenge übernommen werden
sollen. Es sind maximal 15 Punktmengen mit 50 Punkten möglich. Wird
dieser Menupunkt aufgerufen, wenn bereits Punkte eingegeben wurden, muss
man angeben, ob man neu beginnen oder bloss zusätzliche Punktmengen
eingeben will. In beiden Fällen muss man angeben, ob die zuletzt
eingegebenen x-Werte übernommen werden sollen. Wird die Exponential-
Schreibweise verwendet, muss ein grosses E eingegeben werden (z.B.
6.5E6).
- Laden: Ein zuvor gespeicherter Plot wird geladen und dargestellt. Pfad
und Filename sind einzugeben. Auf der Diskette sollten sich drei
Beispiel-Files (Beispiel1.plot-Beispiel3.plot) befinden, die geladen
werden können (für Beispiel1 sollte der Interlace-Mode angewendet
werden).
- Speichern: Die Daten werden als ASCII-File gespeichert, zuerst werden
die Grenzen, Einheiten und Beschriftungen sowie die Anzahl Punkte
gespeichert, anschliessend die Koordinaten der Punkte der einzelnen
Punktmengen.
- Grenzen ändern: Der darzustellende Bereich, die Einheiten und
Beschriftungen können verändert werden.
- Punkt ändern: Die Koordinaten eines einzelnen Punktes können geändert
werden. Es muss die Punktmenge und die Nummer des Punktes angegeben
werden. Wird eine Nummer höher als die Anzahl der Punkte in der
entsprechenden Punktmenge eingegeben, wird ein Punkt hizugefügt.
- y logarithmieren: In den angegebenen Punktmengen werden alle y-Werte
durch ihren Natürlichen Logarthmus ersetzt.
- Punkte verbinden: Ist dieser Menupunkt aktiv, werden die Punkte in der
Darstellung durch Linien verbunden und nach der Eingabe (bzw. nach dem
Laden) nach steigenden x-Werten sortiert.
- lin. Regression: Es wird eine lineare Regression mit den Punkten
durchgeführt d.h. mit einem mathematischen Verfahren wird eine Gerade
gesucht, die die Messwerte am besten annähert. Von dieser Geraden werden
Steigung a und y-Achsenabschnitt b angegeben. Wird als Punktmenge 0
angegeben werden die Punkte aller Punktmengen in einer einzigen
Regression ausgewertet.
- Polynom-Fit: Eine Punktmenge wird durch eine Polynom-Kurve angenähert. Der
Grad des Polynoms muss angegeben werden. Ist er um mindestens 1 grösser als die
Anzahl Punkte, geht die Kurve exakt durch alle Punkte (Interpolation), sonst
werden sie optimal angenähert (Approximation). Der maximale Grad ist 12, hohe
Grade neigen zu unsinnigen Ueberschwingungen.
- Drucken: Daten und Graphik können einzeln ausgedruckt werden. Vor dem
Ausdruck der Daten kann noch ein Titel eingegeben werden, der dann
unterstrichen obendran steht. Wenn ein Leerschlag (Space) vorkommt, muss
vor und nach der Zeichenkette ein Apostroph (') stehen.
- IFF-File: Die Graphik wird im IFF/ILBM-Format abgespeichert und kann
mit einem Malprogramm bearbeitet und in ein Textverarbeitungsprogramm
importiert werden.
- Ende: Das Programm wird verlassen, das Eingabe-Fenster kann mit dem
Schliess-Gadget geschlossen werden. Achtung: alle nicht gespeicherten
Daten gehen entgültig verloren.

3. Schlussbemerkungen
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Plotter ist ein Programm, das noch viel Raum für Verbesserungen offen
lässt (eine verbesserte Benutzeroberfläche, weitere Interpolations-
verfahren oder das Umrechnen der Werte mit beliebigen Funktionen wären
durchaus sinnvoll). Jedermann ist dazu berechtigt und aufgefordert,
solange das Produkt Public Domain bleibt. Ansonsten darf Plotter nicht-
kommerziell im Sinne der Public Domain verbreitet werden.


                                             Andreas Mägli
                                             Juraweg 7
                                             CH-4107 Ettingen


