Programm-Befehle
Das Skript-System bietet einige Möglichkeiten, um eigene Werkzeuge zu erzeugen und ein wenig zu programmieren. Natürlich ist es nicht so komfortabel wie eine echte Programmiersprache, aber für kleine Werkzeuge bzw. Skript-Programme eignet sich die Sprache durchaus:
Ein Skript-Programm kennt lokale Variablen. Die sind innerhalb des Skripte gültig und können verwendet werden, um bestimmte Werte zwischenzuspeichern oder um z. B. Schleifen zu bilden. Variablen müssen nicht zuvor definiert werden, wie z. B. in der Programmiersprachen C oder PASCAL, sondern sie werden zur Laufzeit erzeugt und manipuliert. Alle Variablen sind String-Variablen, d. h. sie enthalten nur Zeichenketten. Numerische Werte werden auch als Strings gespeichert.
Man kann Variablen explizit Werte zuweisen:
SET_VAR index 1
Diese Anweisung hat die Wirkung, daß eine Variable mit Namen index erzeugt wird, falls es noch keine gibt, und ihr dann der Wert 1 bzw. der String "1" zugewiesen wird.
Wichtig sind Variablen für den GET_RESULT-Befehl. Damit wird das Ergebnis einer vorangehenden Operation abgefragt und dieses muß in einer Variable gespeichert werden. Z. B. veranlaßt der Befehl "GET_STRING wie gehts", daß auf dem Bildschirm ein String-Requester mit der Frage "wie gehts" erscheint, in dem der Benutzer dann etwas eintippen kann. Was dort eingetippt wurde, muß nun zur Weiterverarbeitung in einer Variable gespeichert werden. Dies geht mit dem Befehl "GET_RESULT antwort". Dadurch wird der Inhalt des String-Requesters in der Variable antwort gespeichert.
Variablen und Strings:
Rein äußerlich besteht kein Unterschied zwischen einem String und einer Variable. Der Befehl "MELDUNG test" wird normalerweise den Text "test" in einer Meldungsbox erscheinen lassen. Falls aber eine Variable mit Namen test existiert, so wird statt dessen der Inhalt der Variable test in der Box erscheinen!
Wenn der Befehlsinterpreter einen Befehl bekommt, so schlüsselt er ihn nach Befehlswort und Parametern auf. Sodann werden alle Parameter überprüft, ob sie Variablennamen darstellen. Wenn ja, wird der Variablenname durch den Inhalt der Variable ersetzt. Erst dann wird der Befehl ausgeführt.
Variablennamen werden intern nur in Großbuchstaben behandelt, d. h. die Variablen hugo, HUGO, Hugo und huGO sind alle identisch.
Bei Operationen, die numerische Werte benötigen, wird der String in der Variablen zuerst überprüft, ob er auch eine Zahl darstellt. Falls nicht, gibt es eine Fehlermeldung.
© 1997 Oberland Computer