AnimFX-Objekte

  1. Einführung
  2. Erzeugung eines neuen AnimFX-Objektes
  3. Information zu speziellen AnimFX-Objekten
  4. Vorschau-Animationen
  5. Vorschau-Rendern
  6. Besonderheiten
  1. Einführung
AnimFX-Objekte dienen zur Erzeugung von Spezial-Effekten (FX) bei Animationen. Diese Objektart ermöglicht Effekte der unterschiedlichsten Art, die über Sequenzen gar nicht oder nur sehr schwer machbar sind. Dort war es möglich, vor dem Bildberechnen durch Beams ein Skript aufzurufen um die Zwischenszene für Beams zu manipulieren. (z.B. über ARexx). Es war allerdings nur ein Skript pro Animation möglich und für Variationen mußte man das Skript selbst editieren, was auch nicht jedermanns Sache ist. Daher wurde das Konzept so weiterentwickelt, daß es sich nahtlos in die Objektstruktur von monzoom einfügt, über Sequenzen mit Snaps steuerbar ist und dem Benutzer Variationsmöglichkeiten läßt, ohne ihn zu zwingen, Skripts zu editieren. Gesteuert wird ein AnimFX-Objekt über ein Skriptprogramm (monzoomkript). Mit dem hat der Benutzer aber nichts zu tun.

Die Steuerung über Skripts hat den Vorteil, daß die Variationsmöglichkeiten nahezu unbegrenzt sind. Es gibt alle Möglichkeiten, zeitgesteuert eigene Objekte zu erzeugen, zu manipulieren und wieder zu löschen.

An Spezialeffekten ist alles möglich, was in monzoom über Skripts selbst zu erreichen ist. Es wird eine Reihe von Effekten mitgeliefert, aber in Zukunft werden sicher noch eine Menge von Effekten nachgereicht werden. Ein neuer Effekt (bzw. ein neues AnimFX-Objekt) läßt sich einfach installieren, indem ein entsprechendes Skript-File in den Ordner skripts/animfx gespeichert wird.

Zu jedem AnimFX-Objekt gehört ein Skript-File im Ordner skripts/animfx/ im monzoom-Ordner, das mit .afx endet.

  1. Erzeugung eines neuen AnimFX-Objektes
Neue AnimFX-Objekte werden im Sequenzeditor erzeugt. Klar, diese Objekte machen nur bei Animationen Sinn. Klicken Sie mit der linken Maustaste den FX-Button im Sequenzeditor an. Es erscheint dann eine Liste mit allen installierten AnimFX-Objektarten. Aus der können Sie eins auswählen. Falls Sie sich über einen Effekt noch nicht klar sind, sollten Sie sich zuvor Informationen zu dem Effekt verschaffen (siehe unten).

Je nach Effekt werden Sie dann nach bestimmten Eingaben gefragt, die der Effekt zu Anfang wissen muß. Oft kommt es z.B. vor, daß Sie Objekte angeben müssen, auf die sich der Effekt bezieht. Beim Rüttel-Effekt werden Sie z.B. gefragt, welches Objekt gerüttelt werden soll.

Danach wird automatisch eine Sequenz für das Anim-FX-Objekt erzeugt und es erscheint auch schon der Parameterfenster für das AnimFX-Objekt. Dort stehen alle Parameter, die Sie beim Effekt beeinflussen können. Dies können Farben sein, oder nur normale Zahlenwerte. Diese Parameter lassen sich auch animieren, d.h. wenn Sie in der Sequenz einen Snap erzeugen, werden die aktuellen Werte der Variablen im Snap gespeichert. Beim Interpolieren werden diese Parameter je nach eingestellter Interpolationsart der Snaps interpoliert.

Falls Sie das ObjektEditFenster geschlossen haben, können Sie es jederzeit wieder öffnen, indem Sie das Bearbeiten-Icon (Hammer) auf die betreffende Sequenz werfen und im erscheinenden Popup-Menü den Menüpunkt "Objektparameter" anwählen.

Oft ist es üblich, daß sich das AnimFX-Objekt beim Erzeugen selbst umbenennt um so leichter identifizierbar zu sein. Das Rüttel-FX nennt sich z.B. "Rüttel-<objekt>", wobei <objekt> der Name des Objektes ist, das Sie zum Rütteln angegeben haben.

  1. Information zu speziellen AnimFX-Objekten
Um einen neuen Effekt auszuprobieren, müssen Sie zuerst wissen, was er bewirkt. Zu den installierten Effekten bekommen Sie Informationen, indem Sie im Sequenzeditor das Info-Symbol auf den FX-Button schieben. Es erscheint dann ein Auswahlfenster mit der Liste aller Effekte, aus der Sie einen auswählen können. Es erscheint dann ein Fenster mit der Text-Information zu dem Effekt. Diese wird aus dem .doc-File gelesen, das zu dem Effekt gehört.

  1. Vorschau-Animationen
Genau wie bei normalen Animationen ist es sinnvoll, sich vor dem eigentlichen Berechnen der Animation durch den Raytracer einen Eindruck zu verschaffen. Dafür gibt es ja die 2 Möglichkeiten, Vorschau (Box) und Vorschau (Plotart). Die Box-Vorschau wird allerdings für AnimFX-Objekte nicht verwendet, da die Abarbeitung der Skriptkommandos doch meistens zu langsam ist, um eine Echtzeit-Vorschau, wie es in dem BOX-Modus angestrebt ist, zu ermöglichen. Bei Box-Vorschau werden daher die AnimFX-Objekte einfach igoriert.

Wenden wir uns also der zweiten Möglichkeit zu, der Vorschau(Plotart). Genau wie bei normalen Sequenzen müssen Sie hier die Sequenzen der Effekte selektieren, damit sie auch wirken.

Die Effekte werden dabei Bild für Bild ausgeführt, nachdem erst alle Sequenzen abgearbeitet wurden. Daher können sich die Wirkungen von Sequenzen und Effekten addieren. So können Sie beispielsweise beim Rüttel-Effekt das Objekt, das gerüttelt werden soll, zusätzlich noch mit einer eigenen Sequenz bewegen. Es wird dann entlang seines Bewegungspfades fliegen und zusätzlich Rütteln. (Das hängt dann natürlich vom speziellen Effekt ab. Der Effekt könnte auch die Bahn des Objektes ignorieren und das Objekt immer absolut positionieren).

Die Vorschau-Animation dient dabei vor allem der Überprüfung des Bewegungsablaufes. Wenn ein Effekt Materialien verändert oder bei Partikeln Farben und Intensitäten beeinflußt, ist das bei der Vorschau-Animation natürlich nicht erkennbar.

  1. Vorschau Rendern
Bei der Animationserstellung kommt es oft vor, daß man sich zu bestimmten Zeitpunkten während der Sequenz ein Bild erzeugen läßt, um zu beurteilen, wie die Position, Ausleuchtung etc. zu diesem Zeitpunkt ist. Dies geht ja bekanntermaßen über das Symbol zur Bildberechnung im Programm-Manager oder den Knopf im Beams-Statusfenster. Dabei werden die Objekte in ihrem aktuellen Zustand gerendert. Bei AnimFX-Objekten kommt es allerdings vor, daß dabei Objekte vor der Bildberechnung manipuliert werden müssen, oder gar nach bestimmten Regeln neue Objekte erzeugt werden müssen. Durch das normale Rendern werden diese Effekte nicht berücksichtigt, denn AnimFX-Effekte werden nur beim interpolieren von Sequenzen angewendet.

Daher gibt im Sequenzeditor eine besondere Methode, um zu rendern. Beim Anklicken der FX-Symbols mit der rechten Maustaste werden alle aktiven Sequenzen, also auch die der AnimFX-Objekte vom Anfang des Intervalls bis zu deren Ende (grüner Balken im Sequenzeditor) interpoliert. Dann wird der Raytracer mit den aktuellen Parametern gestartet um das Bild zu rechnen.

Es stellt sich die Frage, wieso dabei das Zeitintervall ins Spiel kommt. Das liegt daran, das Effekte, die nicht gerade trivial sind, von Zuständen in ihrer Vergangenheit abhängig sind. Als Beispiel stelle man sich den Dampf-Effekt vor. Der erzeugt ständig neue Partikel und läßt sie z.B. mit der Zeit aufsteigen. Um nun einen Eindruck von dem Effekt zu einem Zeitpunkt zu bekommen, muß man den Effekt schon eine Zeitlang vorher wirken lassen. Es müssen zuvor Dampfpartikel erzeugt werden, die dann aufgestiegen sind.

Ein anderes Beispiel ist eine Rauchfahne, die ein Objekt während seiner Bewegung hinter sich her ziehen soll. Um davon ein Bild zu bekommen, muß das Objekt effektiv seine Bewegung vollziehen, damit der Rauch entlang seiner Bahn auch entstehen kann.

  1. Besonderheiten
a) Einmal erzeugt, werden die AnimFX-Objekte wie normale Objekte auch gespeichert und wieder geladen. Die Abfragen beim Initialisieren geschehen nur einmal. Danach sind die benötigten Informationen im AnimFX-Objekt gespeichert.

b) Eine besondere Rolle spielen auch die Objekte, die zum AnimFX-Objekt gehören (z.B. das Geo-Objekt, das gerüttelt werden soll beim Rüttel-Anim-FX).

Wird ein Objekt gelöscht, auf das sich ein AnimFX-Objekt bezieht, so wird das AnimFX automatisch mit gelöscht.

Haben Sie beispielsweise ein Rüttel-AnimFX erzeugt und als Geo-Objekt bei der Abfrage das Objekt Teapot angegeben, und löschen später Teapot, so wird dadurch automatisch auch das Rüttel-AnimFX gelöscht.


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monzoom® HTML-Hilfe, (06.09.1998) © 1998 Oberland Computer