\magnification=\magstep1
\input nice
\def\mynum#1{\ifnum #1<10 0\the#1\else \the#1\fi}
\def\mymonth#1{\ifcase#1 \or Januar \or Februar \or M\"arz \or April
   \or Mai \or Juni \or Juli \or August
   \or September \or Oktober
   \or November \or Dezember \fi}
\def\fonttab#1#2{
 $$\vbox{\halign{\strut\vrule\vrule##&\hskip 4pt##&  % Quality
   \vrule##&\hskip 4pt\hfil##\hfil&  % mag0
   \vrule##&\hskip 4pt\hfil##\hfil&  % mag0.5
   \vrule##&\hskip 4pt\hfil##\hfil&  % mag1
   \vrule##&\hskip 4pt\hfil##\hfil&  % mag1.5
   \vrule##&\hskip 4pt\hfil##\hfil&  % mag2
   \vrule##&\hskip 4pt\hfil##\hfil&  % mag2.5
   \vrule##&\hskip 4pt\hfil##\hfil&  % mag3
   \vrule##&\hskip 4pt\hfil##\hfil&  % mag4
   \vrule##&\hskip 4pt\hfil##\hfil&  % mag5
   \vrule\vrule##\cr
  \noalign{\hrule}
  \noalign{\hrule}
  & Quality && mag 0 && mag 0.5 && mag 1 && mag 1.5 &&
  mag 2 && mag 2.5 && mag 3 && mag 4 && mag 5 & \cr
  \noalign{\hrule}
  #1
  \noalign{\hrule}
  \noalign{\hrule}
 }}$$
 \centerline{\bf Flib's f\"ur den #2-Treiber} \vskip 3pt
}

\def \DVIprint {DVIprint}
\def \ShowDVI {ShowDVI}

\def\tbw {\hskip 10pt \it to be written $\ldots$}

\article
\contentslevel=3
\contfill={\dotfill}
\contskip=7pt
\let\scstyle=\bf

\titlepage
\vskip 1in
\title{\DVIprint{}, der \TeX-Druckertreiber}
\removelastskip
\smallskip
\title{f\"ur den AMIGA}
\bigskip
\release{Version 1.06}
\smallskip
\release{vom}
\release {\mynum{\day}. \mymonth{\month}\mynum{\year}}
\bigskip
\author{von}
\author{Georg He\ss{}mann}
\vfill
\abstract{
  \DVIprint{} ist ein TeX-Druckertreiber f\"ur drei verschiedene
  Druckertypen. Er unterst\"utzt den NEC P6/P7, den HP DeskJet sowie
  den Epson FX 80. Desweiteren zeichnen ihn Druckgeschwindigkeit
  und flexible Fontverwaltung aus. Dazu kommt noch die M\"oglichkeit,
  Seiten quer auszudrucken oder in einer IFF-Datei zu speichern.
  Auch kann der Treiber schon mit Fonts, die mehr als 128 Buchstaben
  haben, umgehen.
}
\vskip 1.2in
\endtitlepage



\medskip
\plainsection{Inhaltsverzeichnis:}
\medskip
\makecontents
%%\newpage

\section{Copyright und \"ahnliches}

Das Programm \DVIprint{} ist ``freely distributable copyrighted software''.
Das hei\ss{}t, jeder darf es sich kopieren und verwenden. Das
Copyright bleibt jedoch vollst\"andig bei mir.

Das Programm darf ohne meine ausdr\"uckliche Genehmigung nicht kommerziell
verkauft werden. Als PD-Software vertrieben mu\ss{} der Preis unter
5 DM pro Diskette liegen oder genau 5 DM betragen.

Die Weitergabe ist nur in vollst\"andiger und unver\"anderter Form erlaubt.

F\"ur weitere Erkl\"arungen siehe das README-File.

\section{Allgemeines \"uber \DVIprint{}}
\DVIprint{} ist ein \TeX-Druckertreiber.
Da \TeX{} als einzige Ausgabe ein DVI\footnote{device independent}-File erzeugt,
braucht man eigene Programme, um das Resultat zum einen auf den
Bildschirm und zum anderen schwarz auf wei\ss{} zu Papier zu bringen.
Dazu mu\ss{} das DVI-File interpretiert und eine Bitmap der
einzelnen Seiten erzeugt werden. Da im DVI-File lediglich steht, welche
Buchstaben wohin kommen --  aber nicht, wie sie aussehen --,
kann man die Seiten eines DVI-Files in beliebigen
Aufl\"osungen darstellen. Das einzige, was man dazu ben\"otigt, sind
die Fonts in der jeweiligen Aufl\"osung.

Als Besonderheit ist \DVIprint{} nicht nur ein Druckertreiber f\"ur
einen einzigen Drucker, sondern gleich f\"ur mehrere.
Er ist in der Lage, NEC P6/P7, HP-DeskJets, den Epson FX 80 und
kompatibele Drucker korrekt anzusteuern.

Da der druckerabh\"angige Teil des Programms nur relativ kurz ist,
erscheint es \"okonomisch, mehrere Treiber in einem Programm zu vereinen.
Zum \DVIprint{}-Programm wird auch ein C-Modul mitgeliefert, in
dem die druckerabh\"angigen Routinen zusammen gefa\ss{}t sind.
Hat jemand einen Drucker, der nicht zu einem vom Programm
unterst\"utzten Drucker kompatibel ist, so kann er die n\"otigen \"Anderungen
an dem C-File vornehmen und es mir schicken. Ich werde es dann in das
Programm einbauen.

\section{Der Aufruf vom CLI}
In der jetzigen Version von \DVIprint{} kann man das Programm
nur vom CLI aus aufrufen.
Daf\"ur kann man von dort aus das Programm sehr einfach bedienen:

\hskip 1cm{\tt usage: dviprint [-?] [-a {\it fontarea}] [-b {\it bytes}] [-m {\it bytes}] [-f {\it page}]}
\parwithoutskip
\hskip 3cm{\tt                 [-t {\it page}] [-z {\it dpi}] [-o \{0$|$1$|$2$|$3\}] [-d \{1$|$2$|$3$|$4$|$5$|$6$|$7\}]}
\parwithoutskip
\hskip 3cm{\tt                 [-u] [-g] [-i] [-x] [-r] [-p] [-q] [-e {\it bytes}]}
\parwithoutskip
\hskip 3cm{\tt                 [-l] [-s] [-h {\it offset}] [-v {\it offset}] \it dvifile}
\parwithoutskip
\hskip 5cm und offset = real zahl{\tt $\{$pt$|$pc$|$in$|$bp$|$cm$|$mm$|$dd$|$cc$\}$}

\staggered{\tt -d \{1$|$2$|$3$|$4$|$5$|$6$|$7\} }
\key{\tt -?} Zeigt eine kurze Erkl\"arung zu den Optionen an, ohne das Programm
 zu starten. Dazu werden auch die Standard-Einstellungen angezeigt.
\key{\tt -a \it fontarea} F\"ugt {\it fontarea} als zus\"atzliches Directory
 in den Suchpfad der Fontlibraries ein. Mehr dazu siehe Kapitel 7.2
 der \ShowDVI{} Anleitung.
\key{\tt -b \it bytes} Gr\"o\ss{}e des Speicherbereiches, in dem geladene Fonts
 verwaltet werden. Die Einheit der Gr\"o\ss{}e ist Byte. Den Default-Wert kann man
 mit der {\tt -?} Option abfragen.
\key{\tt -m \it bytes} Maximale Gr\"o\ss{}e der allozierten Seiten-Bitmap. Mit Gr\"o\ss{}e
 Null, wird diese Beschr\"ankung aufgehoben. Es wird dann immer versucht,
 die gesamte Bitmap auf einmal in den Speicher zu bekommen.
\key{\tt -f \it page} Start der Ausdrucks bei Seite {\it page}.
\key{\tt -t \it page} Letzte Seite des Ausdrucks.
\key{\tt -z \it dpi} \"Uberschreibt die dpi-Aufl\"osung.
\key{\tt -o \{0$|$1$|$2$|$3\}} Auswahl der Druckqualit\"at.  Mit 'Null' (default)
 bekommt man die beste Qualit\"at. Mit 'Eins' wird auf eine Draft-Qualit\"at gestellt.
 Zwei und drei sind nur f\"ur HP-DeskJet-Besitzer von Interesse.
 Sie sollen den Verbrauch der Tinte mindern. Dazu wird nur jede zweite
 Zeile ausgedruckt. Ansonsten entspricht zwei der High-Quality und
 drei dem Draft-Modus.
\key{\tt -d \{1$|$2$|$3$|$4$|$5$|$6$|$7\}} Auswahl des Druckertypes.
 Eins und zwei schaltet den NEC-P6/P7-Modus ein. Dabei optimiert die Option
 zwei weniger, ist aber f\"ur manchen NEC-P6/P7 kompatiblen besser
 geeignet.
 Drei und vier sind beide f\"ur den HP-DeskJet.
 Sie unterscheiden sich darin, da\ss{} mit Modus vier keine Optimierungen
 vorgenommen werden, und die Menge der produzierten Datenmenge erheblich
 gr\"o\ss{}er ist im Modus drei. Im Normallfall ist Modus drei
 vorzuziehen.
 Die M\"oglichkeiten f\"unf, sechs und sieben sind f\"ur die
 Epson kompatibelen 9-Nadel-Drucker. Diese unterscheiden sich darin,
 da\ss{} mit 6 und 7 der Druckertreiber keine {\tt ESC-\$}-Kommandosequenzen
 erzeugt, da es Drucker gibt, die dieses Kommando nicht verstehen.
 Bei 6 werden Leerr\"aume noch mit Spaces geskipt.
\key{\tt -u} Mit diesem Schalter l\"a\ss{}t sich ausw\"ahlen, ob
 bidirectional oder nur unidirectional gedruckt werden soll.
 Null entspricht unidirectional und eins bidirectional.
\key{\tt -g} Diese Option aktiviert den ``Landscape''-Modus.
 Das hei\ss{}t, da\ss{} die Seite um 90 Grad gekippt ausgedruckt wird.
 Dieser Modus funktioniert aber leider nur auf Druckern mit
 gleicher horizontaler und vertikaler Aufl\"osung,
 also nur mit einem HP-DeskJet und NEC-P6/P7-Druckern.
 Zu beachten ist, da\ss{} dieser Modus verlangt, die gesamte Bitmap
 einer Seite auf einmal im Speicher zu halten. Dies erfordert also
 einen besonders gut ausgebauten Speicher.
\key{\tt -i} Diese Option verhindert die normale Ausgabe an den Drucker.
 Statt dessen wird jeweils eine Seite in ein IFF-File geschrieben.
 Das IFF-File wird im aktuellen Directory unter dem Namen
 {\it $<$dvi-File$>$\tt .p\it$<$page number$>$} angelegt.
 Ebenso wie bei der Landscape Funktion, mu\ss{} auch hier eine
 Seite vollst\"andig in den Speicher passen.
 F\"ur diese Funktion wird die ``iff.library'' von Christian A. Weber
 ben\"otigt.
\key{\tt -x} Wenn gesetzt, wird nach dem Ausdruck der
 letzten Seite kein Form Feed ausgegeben. Dies ist dann n\"utzlich,
 wenn man kleinere Sachen, wie zum Beispiel Diskettenaufkleber
 ausdrucken m\"ochte.
\key{\tt -r} Druckt die Seiten in umgekehrter Reihenfolge aus.
\key{\tt -p} L\"adt alle Fonts, die im Dokument verwendet werden, schon beim
 Programmstart in den internen Fontspeicher.
\key{\tt -q} Unterdr\"uckt die Ausgabe der Seitennummer der aktuellen Seite.
\key{\tt -e \it bytes} Gr\"o\ss{}e des internen Druckerpuffers. Da
 davon zwei ben\"otigt werden, verbraucht das Programm auch doppelt
 soviel Speicher f\"ur diese Puffer.
\key{\tt -l} Verhindert das Anlegen eines Logfiles.
\key{\tt -s} Gibt zus\"atzliche Informationen in das Logfile aus.
 Siehe auch Kapitel 8 der \ShowDVI{}-Anleitung.
\key{\tt -h \it rxx} Setzt den horizontalen Offset auf {\it r}. {\it xx} ist hierbei
 die Einheit.
 Folgende Einheiten stehen zur Auswahl:
 \staggered{\qquad\tt mm }
 \key{\qquad\tt pt} point (wird von \TeX{} verwendet)
 \key{\qquad\tt pc} pica $1 pc = 12 pt$
 \key{\qquad\tt in} inch $1 in = 72.27 pt$
 \key{\qquad\tt bp} big point $72 bp = 1 in$
 \key{\qquad\tt cm} centimeter
 \key{\qquad\tt mm} millimeter
 \key{\qquad\tt dd} did\^ot point $1157 dd = 1238 pt$
 \key{\qquad\tt cc} cicero $1cc = 12dd$
 \endstaggered
\key{\tt -v \it rxx} Setzt den vertikalen Offset auf {\it r}. {\it xx} ist
 eine Einheit wie bei der {\tt -h} Option.
\key{\it dvifile} Das auszudruckende DVI-File.
\endstaggered

\section{Ben\"otigte Fonts}
 Welche Fonts bzw.\ welche Aufl\"osungen ben\"otigen die einzelnen
 Druckertreiber? Hier soll nur auf die Fontlibraries eingegangen
 werden. Man kann die gleichen Fonts nat\"urlich auch einzeln
 auf der Festplatte halten.

\subsection{F\"ur den NEC P6/P7}
 Folgende Libraries ben\"otigt der NEC-P6/P7-Treiber:
 \fonttab{
  & Draft&& 180&& 197&& 216&& 237&& 259&& 284&& 311&& 373&& 448&\cr
  \noalign{\hrule}
  & High-Q&& 360&& 394&& 432&& 473&& 518&& 568&& 622&& 746&& 896&\cr
  }{NEC-P6/P7}
 Die Angaben sind alle in {\it DPI}\footnote{dots per inch}. Dabei
 bedeutet 180, da\ss{} eine Library mit dem Namen PK0180
 existieren mu\ss{}/sollte.

 Die Libraries der Vergr\"o\ss{}erungen {\it magstep 1.5} und
 {\it magstep 2.5} ben\"otigt man nicht unbedingt, aber hin und
 wieder treten auch diese Vergr\"o\ss{}erungsstufen auf.

\subsection{F\"ur den HP DeskJet}
 Diese Libraries werden f\"ur den HP-Deskjet-Treiber ben\"otigt.
 Dabei ist zu erw\"ahnen, da\ss{} f\"ur den Draft-Modus die selben
 Libraries verwendet werden, wie f\"ur den Bildschirmtreiber.
 \fonttab{
  & Draft&& 100&& 110&& 120&& 131&& 144&& 158&& 173&& 207&& 249&\cr
  \noalign{\hrule}
  & High-Q&& 300&& 329&& 360&& 394&& 432&& 473&& 518&& 622&& 746&\cr
  }{HP-DeskJet}

\subsection{F\"ur den Epson FX-80}
 Die f\"ur den Epson FX 80 verwendeten Libraries haben eine
 Besonderheit: Sie sind nicht quadratisch in ihrer Aufl\"osung.
 Die kleinste Fontlibrary der Draft-Aufl\"osung hat 120dpi in
 der Horizontalen und 72dpi in der Vertikalen.
 Bei der High-Quality-Aufl\"osung ist das Verh\"altnis 240dpi
 horizontal zu 216dpi vertikal.
 \fonttab{
  & Draft&& 120&& 131&& 144&& 158&& 173&& 189&& 207&& 249&& 299&\cr
  \noalign{\hrule}
  & High-Q&& 240&& 263&& 288&& 315&& 346&& 379&& 415&& 498&& 597&\cr
  }{Epson FX-80}

 Durch diese Asymmetrie und der Tatsache, da\ss{} die
 Draft-Aufl\"osung in den Bereich der Bildschirmaufl\"osung reicht,
 ergibt sich das Problem, da\ss{} es Fontlibraries gibt, die
 zwar den selben Namen haben, aber einen grundverschiedenen
 Aufbau. Dies sind zum bei einer Bildschirmaufl\"osung von 100dpi
 zum Beispiel die Libraries PK0120, PK0131, PK0144, PK0158,
 PK0173, PK0207 und PK0249. Bei einer anderen verwendeten
 Aufl\"osung f\"ur den Previewer ergeben sich nat\"urlich andere
 \"Uberschneidungen. Dieses Problem kann man mit dem
 Fontdefinitions-File recht schnell und effizient l\"osen, da es
 je eines f\"ur den Previewer und Druckertreiber gibt.
 Man kopiert die Libraries, die doppelt existieren,
 in ein beliebiges Directory und \"andert das
 Konfigurations-File entsprechend. Da Libraries, die dort definiert sind,
 erst an dem angegebenen Ort gesucht werden, werden die Previewer-
 Libraries im {\tt TeX:fontlib}-Directory nicht verwendet.
 
 Man kann dieses Problem auch l\"osen, in dem man alle Fonts umbennent und
 die horizontale und vertikale Aufl\"osung in den Font- Library-Namen
 mit aufnimmt. Dazu existieren die Modifier ``\%h'' und ``\%v'' sowie
 ``\%x'' und ``\%y''. Man kann also die Formatstrings folgenderma\ss{}en
  definieren:

 $$\vbox{
 \halign {#\quad&#\quad&#\quad&#\quad&#\qquad\hfil\cr
 flib\_str &&PK\%04hx\%04v  &&; formatstring for flib's\cr
 pk\_str  &&\%hx\%v/\%s.\%dpk  &&; formatstring for pk-files\cr
 }}$$

 Damit wird der Font {\tt cmr10} der Gr\"o\ss{}e {\tt magstep1} bei einer 
 Aufl\"osung von $240\times 216$ in der Library {\tt PK0288x0259} oder
 als PK-File mit dem Namen {\tt 288x259/cmr10.288pk} gesucht.

\section{Internas}
 Wie funktioniert das Programm? Was gibt es zu beachten
 und wie kann man die Fontverwaltung m\"oglichst effizient gestalten
 und seinen eigenen Anspr\"uchen anpassen? Diese Fragen sollen
 in diesem Kapitel beantwortet werden, wobei allerdings auf die
 Anleitung zum \ShowDVI{}-Programm verwiesen werden mu\ss{}, da
 die Fontverwaltung dort genau beschrieben wird, hier aber
 nur auf die kleinen Unterschiede zu der Verwaltung des Previewers
 eingegangen wird. Es empfiehlt sich also zuerst die \ShowDVI{}-Anleitung
 durchzulesen.


\subsection{Erzeugung nichtgefundener Fonts mittels Metafont}
Falls der Drucker Treiber einen ben\"otigten Font nicht finden kann
und falls die Environtment Variable ``CALLMF'' gestetzt ist, so wird
der Inhalt dieser Environment Variable als Name einer ARexx Script Datei
verwendet.

Diese wird zur Erzeugung des nicht gefundenen Fonts mit folgenden drei
Parametern aufgerufen:

\itemlist{-- }
\next mit dem Fontnamen des zu erzeugenden Fonts,
\next mit der Aufl\"osung des Fonts in DPI und
\next und mit der Aufl\"osung, in dem \DVIprint{} druckt.
\enditemlist

Dies bedeutet, dass nach

\qquad{\tt setenv CALLMF callmf}

\DVIprint{} die Script mit

\qquad{\tt callmf cmr10 360 300}

aufrufen w\"urde, falls der Font ``cmr10'' mit der Aufl\"osung
``magstep1'' nicht zu finden w\"are und der Drucker im HP-DeskJet Modus
zur Zeit mit eine Aufl\"osung von 300dpi drucken w\"urde.

\subsection{Wohin mit dem Speicher?}
 Die Tatsache, da\ss{} mehr verf\"ugbarer Speicher immer besser
 ist als weniger, d\"urfte sich schon herumgesprochen haben.
 Wof\"ur braucht das \DVIprint-Programm den (relativ vielen) Speicher?

 Da wird nat\"urlich einmal Platz f\"ur das Programm.
 Dies ist aber noch nicht allzuviel. 
 Das Programm ist (zur Zeit) etwa 65 KByte gro\ss{}.

 Dann mu\ss{} aber noch die auszudruckende Bitmap im Speicher
 gehalten werden. Das Programm nimmt sich dazu so viel Speicher
 wie m\"oglich, um im Idealfall die gesamte Bitmap f\"ur eine
 Seite in den Speicher zu bekommen. Dieser Speicherhunger kann
 aber mit der {\tt -m}-Option begrenzt werden. Dann teilt das
 Programm die Bitmap in Streifen auf und druckt einen Streifen nach
 dem anderen. Wird allerdings mit der {\tt -g}-Option im
 Landscape-Modus gedruckt, mu\ss{} die gesamte Bitmap im
 Speicher stehen und die {\tt -m}-Option wird ignoriert.
 Dabei kann es schon leicht vorkommen, da\ss{} das Programm
 dann einen zusammenh\"angenden Speicherbereich von bis zu
 einem Megabyte ben\"otigt.

 Ein weiterer, nicht unbedeutender Speicherfresser ist
 der Fontpool. In diesen werden die Fonts geladen. Wird
 dieser Bereich zu klein gew\"ahlt, so mu\ss{} das Programm
 st\"andig Fonts ein- und auslagern, was die Druckgeschwindigkeit
 doch um ein gutes St\"uck verlangsamt. Standardm\"a\ss{}ig ist
 ein Speicherbereich der Gr\"o\ss{}e 100 KByte eingestellt.
 Dieser kann aber mit der {\tt -b}-Option noch vergr\"o\ss{}ert oder
 verkleinert werden. Wie gro\ss{} der Fontpool g\"unstigerweise
 zu w\"ahlen ist, h\"angt von der Aufl\"osung des Ausdrucks, sowie
 von der Anzahl der verwendeten Fonts im \TeX-Dokument ab.

 Dagegen sind die zwei Druckerpuffer, die den Ausdruck m\"oglichst
 gleichm\"a\ss{}ig (schnell) machen sollen, nur minimal.
 Defaultm\"a\ss{}ig haben diese jeweils eine Gr\"o\ss{}e von
 10 KByte. Insgesamt werden also 20 KByte daf\"ur ben\"otigt.
 Man kann sie aber auch guten Gewissens mit der {\tt -e}-Option
 kleiner machen. Wenn die Gr\"o\ss{}e allerdings unter etwa 1 KByte
 f\"allt, wird der Ausdruck doch sehr langsam.

 Mit den Default-Einstellungen ben\"otigt das Programm also
 maximal 700 KBytes. Mit der {\tt -m}- und der {\tt -b}-Option
 kann man aber leicht noch einige (je nach Aufl\"osung; $\approx200$)
 KByte einsparen.

\subsection{Fontverwaltung}
 Die Fontverwaltung entspricht bis auf eine Kleinigkeit der
 des \ShowDVI{}-Programms. Diese ist der Name des Font-Konfigurations-Files.
 Bei dem Previewer ist der Name {\tt showdvi.fnt}, folglich hei\ss{}t
 es bei dem Druckertreiber {\tt dviprint.fnt}.

 Da sonst keine Unterschiede existieren, wird hier nicht
 weiter darauf eingegangen. Bitte lesen Sie hierzu die
 Anleitung zum \ShowDVI{}-Programm.

\section{Ben\"otigte Soft- und Hardware}
An Software ben\"otigt man zuerst einmal ein Programm, das DVI-Files
erzeugt. Im allgemeinen hei\ss{}t dieses Programm {\tt virtex} oder einfach
{\tt tex}. Von gro\ss{}em Nutzen ist auch noch die ``arp.library'', da man
sonst auf Environment-Variablen verzichten mu\ss{}.

Hin und wieder kann auch das Utility {\tt cmd} von Nutzen sein, mit dem
man die Ausgabe, die sonst zum Drucker geschickt wird, in eine Datei
umlenken kann.

An Hardware ben\"otigt man vor allem einen Amiga. Die wichtigste
Erweiterung ist eine Speichererweiterung. Ein MByte an Hauptspeicher
ist das absolute Minimum. Eine Festplatte ist zwar nicht unbedingt
notwendig, m\"ochte man allerdings vern\"unftig arbeiten, so ist
auch diese ein Mu\ss{}. Je nach verwendeten Druckertreiber und
Anzahl der ben\"otigten Fonts kann man bis zu 10 Mbyte an
Plattenplatz ben\"otigen.

\section{Bekannte Fehler}

Bei meinem NEC-P6 ist es in der High-Quality-Aufl\"osung
einmal vorgekommen, da\ss{} er einen vertikalen Skip eingef\"ugt
hat. Dies lie\ss{} sich durch eine Verkleinerung des
horizontalen Offset ({\tt -h}-Option) abschalten. Die Fehlerursache
habe ich nicht entdecken k\"onnen.

Hin und wieder, je nach Drucker \"ofters oder gar nicht, kommt es dazu,
da\ss{} das Betriebssytem eine Requester mit ``Printer-Trouble'' anzeigt
und der Drucker keine Daten mehr bekommt. Nach dem Bet\"atigen des
RETRY Gadget druckt der Drucker ohne Probleme weiter. Falls der
Requester h\"aufiger auftritt, hilft meist ein verkleinern des Drucker
Puffers mittels der {\tt -e} Option, um diese St\"orungen aus der Welt
zu schaffen.

Sonst ist mir bisher noch kein Fehler untergekommen.
Wenn aber jemand einen findet, so m\"oge er ihn mir doch bitte
(m\"oglichst reproduzierbar, mit Log- und DVI-File)
mitteilen.
\bye
