ANLEITUNG ZU SID Dem ultimativen CLI-Tool 1. Starten von SID ---------------------- Von der Workbench: Ganz einfach das SID Icon doppelklicken. Start vom CLI: (Achtung: Es ist eine Version von SID im Umlauf, die aus dem CLI heraus nicht läuft (GURU !!). Meines Wissens nach ist die Version 1.06 ok !!) SID [-c] [dir1 [dir2]] SID kann ohne und mit Parametern aufgerufen werden. Ohne Parameter, wird keine Directory geladen; die beiden Listen sind leer. Bei Aufruf mit '-c' wird in die linke Liste das aktuelle Directory geladen. Wird ein spezielles Verzeichnis angegeben, so wird dieses in die linke Liste geladen. Bei zweien werden beide, Verzeichnis1 in die linke und Verzeichnis2 in die rechte, geladen. SID braucht nicht mit 'RUNBACK oder ARUN' gestartet zu werden. Es löst sich selbst aus dem CLI-TASK heraus. Das CLI-Window kann daher mit 'ENDCLI' geschlossen werden. 1.1 Die Directory-Listen -------------------------- Bemerkung: Die im weiteren benutzten Farben entsprechen denen der Standard-Workbench von Commodore. Diese sind: Blau ..... Farbe 0 Weiss .... Farbe 1 Schwarz... Farbe 2 Orange.... Farbe 3 Diese können natürlich anders sein. Gegebenenfalls muß man eben in den Preferences nachsehen. Die AKTIVE oder auch SOURCE-Liste --------------------------------- Sie wird hervorgehoben durch Orangefarbene Linien am oberen und unteren Rand der Liste. Alle Kommandos, die sich auf markierte Files beziehen, arbeiten mit der AKTIVEN Liste. Die INAKTIVE oder auch DESTINATION-Liste ---------------------------------------- Logischerweise die andere (keine Orangefarbenen Linien). Sie wird von Kommandos benutzt, die sich auf zwei Verzeichnisse beziehen (z.B. COPY, MOVE). Sie kann aber auch für den sogenannten EXPLORE-MODE benutzt werden; dazu aber später mehr. Die AKTIVE List kann aktiviert werden, indem man - die entsprechende Liste mit der linken Maustaste anklickt. Dabei wird automatisch das unter dem Mauszeiger befindliche (so dort eins ist) File markiert bzw. wieder freigegeben. - die rechte Maustaste irgendwo in dem Fenster drückt. Die Liste, die sich auf der angeklickten Seite befindet wird dann aktiviert. Oberhalb der Listen aktiviert die rechte Maustaste, wie gewohnt, den Menübalken. - irgendein Gadget anklickt, das zu einer der Listen gehört. Dieses wären die Pfeil-, das Proportional-, Parent-, PreviousDir- oder Reaktivierungs-Gadget. (Keine Angst, wir alles noch erklärt !) 1.2 Directory-Einträge ------------------------ Ich sprach vorhin schon einmal von »markierten« und »freigegebenen« (highlighted, unhighlighted) Directory-Einträgen. Es dürfte zwar eigentlich klar sein, was damit gemeint ist, der vollständigkeit halber sei es hier aber noch einmal erklärt: Freigegeben...... Normale Darstellung, d.h. weiße Schrift auf schwarzem Grund Markiert......... Inverse Darstellung, also schwarze Schrift auf weißem Grund Directories Freigegeben...... Normale Darstellung, also orange Schrift auf schwarzem Grund Markiert......... Inverse Darstellung, d.h. schwarze Schrift auf orangem Grund Um nun Files und/oder Directories zu markieren bzw. wieder freizugeben, klickt man den entsprechenden Eintrag in der Liste mit der linken Maustaste an. Man kann auch mehrere Einträge in einem Zug markieren bzw. freigeben, indem man bei gedrückter linker Maustaste den Maus- pfeil über die zu markierenden bzw. freizugebenden Einträge bewegt. Ein unmarkierter Eintrag wird auf diese Weise markiert bzw umgekehrt. 1.3 Verzeichnis-Meldungen --------------------------- - Meldungsfenster oder auch Message Box Das Feld am unteren Rand des SID-Fensters. Alle Meldungen, die SID für den User hat, werden hier ausgegeben. - Verzeichnis-Meldung Sie wird jedesmal ausgegeben, wenn eine Listenseite aktiviert wird. Beispiel: 001/023 Files 002/004 Dirs 6.3K Free Die Zahlen in der oberen Zeile bedeuten: 001 ... (Weiß) ..... Anzahl der markierten Files 023 ... (Weiß) ..... Anzahl aller Files in diesem Verzeichnis 002 ... (Orange) ... Anzahl der markierten Verzeichnisse 004 ... (Orange) ... Anzahl aller Verzeichnisse in dieser Liste 6.3 ... (Schwarz) .. Dies ist der frei Speicherplatz auf dem entsprechenden Device. Die Angabe erfolgt in K-Byte oder M-Byte; angepaßt an den freien Speicher. 1.4 Das Laden von Directories ------------------------------- In der AKTIVE-List Um eines der aufgelisteten Directories zu laden, muß dieses einfach "doppelgeklickt" werden In die INAKTIVE-List -> Der Explore-Modus In der Mitte der oberen Windowhälfte befindet sich ein großer weißer Pfeil. Um nun in den Explore-Modus (Erkundungs-Modus) zu kommen, muß man diesen anklicken. Er wird daraufhin Orange. SID befindet sich nun im Explore-Modus. Was bedeutet das; nun das ist sehr einfach. Jedes Verzeichnis, welches nun in der AKTIVE-List aktiviert wird, lädt sich nun in die INAKTIVE-List. So hat man beide Verzeichnisse gleichzeitig vor Augen. Das ist eine große Hilfe wenn man viele Directories untersuchen will, und man kein Tool wie FACCII zur Verfügung hat (Disketten sind nun einmal verdammt langsam (18kB/s !!!)). Jedesmal: Neues Directory, Parrent Directory, Neues Directory, ... (sehr nervig) Um den Explore-Modus wieder zu verlassen, ist der Pfeil abermals anzuklicken. Der Pfeil stellt übrigens die Arbeitsrichtung von AKTIVE nach INAKTIVE dar. 1.5 Der STOP! Requester ------------------------- Diesem Requester bekommt man sehr häufig zu sehen. Er erscheint immer dann, wenn SID einen Befehl ausführt. Nun, was macht man damit; natürlich kann man damit jeden Befehl abbrechen. Wir wollen uns den Requester einmal genau anschauen: Der Requester wird in der Mitte des SID-Fensters eröffnet. In ihm befinden sich zwei Gadgets: - Das STOP! Gadget Um ein laufendes Kommando abzubrechen, ist dieses Gadget anzuklicken. Alle markierten Files, die bis dahin noch nicht bearbeitet wurden bleiben markiert. - Das PAUSE Gadget Nach anklicken dieses Gadgets wird in dem aktuellen Arbeitsablauf eine Pause eingelegt. Um an der gleichen Stelle wieder fortzufahren, muß dasgleiche Gadget, welches sich in der Zwischenzeit in ein RESUME-Gadget verwandelt hat, wieder angeklickt werden. Eine sehr sinnvolle Anwendung für das STOP! Gadget ist die Möglichkeit eine Menge Zeit zu sparen. Nehmen wir einmal an, wir wollten einige Utilities von einer PD-Disk auf unsere Harddisk kopieren. Als Ziel suchen wir uns die C: Directory aus. Nun würde es wahrscheinlich (auf einer HD geizt man ja nicht gerade mit Files im C:) sehr lange dauern, bis das C: Directory eingelesen ist. Es ist für unsere Zwecke aber völlig uninteressant zu wissen, was sich alles in dieser Directory befindet. Nun kommt die Bedeutung des STOP! Gadgets: Wir können das Einlesen des Verzeichnisses sofort unterbrechen. Das Verzeichnis ist jetzt zwar nur Bruchstückhaft angezeigt worden, das interessiert uns aber auch nicht. Wir können jetzt sofort anfangen unsere Tools zu kopieren. 1.6 Der Input Requester ------------------------- Dieser weiße Requester wird in der Mitte des SID-Fensters eröffnet. Dieses geschieht durch einige Kommandos die noch Benutzereingaben benötigen. Er hat ein einzeiliges String-Gadget und kann zwei oder vier zusätzliche Boolean-Gadgets haben. - Das Accept Gadget Nun dieses Gadget wird normalerweise nicht so dargestellt werden. Es beinhaltet vielmehr den Namen des gerade ausgeführten Kommandos. Wird dieses Gadget angeklickt, dann wird das Kommando, zusammen mit der Eingabe, ausgeführt. - Das STOP! Gadget Nun, man kann einfach sagen: siehe oben !! - Das PREVeious Gadget Dieses Gadget erscheint nur bei Kommandos, die sich auf ein einzelnes File beziehen. Sollte es aktiv sein (nicht schraffierte [ghosted] Gadgetfläche), dann bewirkt das Anklicken einen Rücksprung zum vorherigen, markierten File. Das aktuelle File wird nicht beeinflußt. - Das NEXT Gadget Es verhält sich wie das PREVious Gadget, mit dem Unterschied, daß das nächste, markierte File benutzt wird. Wie bei fast allem in SID, gibt es auch Möglichkeiten diese Gadgets mit der Tastatur zu simulieren: Accept Gadget ... RETURN Taste STOP! Gadget .... ESCape Taste PREV Gadget ..... CTRL Cursor-links NEXT Gadget ..... CTRL Cursor-rechts 1.7 Der Directory Requester ----------------------------- Einige Kommandos, wie z.B. COPY, DELETE und BYTES beziehen sich auf komplette Directories. Wird solch ein Kommando ausgeführt, dann erscheint ein schwarzer Directory-Requester in der Mitte des SID-Fensters. In diesem werden die gerade bearbeiteten Verzeichnisse ausgegeben. Da der STOP! Requester diesen Requester überdecken würde, wurden die Funktionen STOP! und PAUSE in dem Directory Requester integriert. Die Funktion ist exakt dieselbe. 1.8 Der Error Requester ------------------------- Dieser orange-farbene Requester erscheint sobald bei der Ausführung eines Kommandos ein Fehler auftritt. Er beinhaltet die folgenden Gadgets: - Das WHY? Gadget Der Fehler wird in der Message-Box erklärt - Das STOP! Gadget Das aktuelle Kommando wird abgebrochen - Das CONTINUE Gadget SID überspringt das aktuelle File und fährt mit der Ausführung des Kommandos fort - Das RETRY Gadget Das aktuelle Kommando wird nochmals auf das aktuelle File angewandt Die Tastaturbelegung hierfür ist: WHY? Gadget ....... 'W' STOP! Gadget ...... 'S' oder ESCape CONTINUE Gadget ... 'C' RETRY Gadget ...... 'R' 2. Die Gadgets ================= 2.1 Die Window-Gadgets ------------------------ Close Gadget, Depth Gadgets, Drag Bar Diese verhalten sich, wie man es von ihnen erwarten würde. Der 'Drag Bar' erscheint nicht, wenn SID auf seinem eigenen SCREEN eröffnet wird (siehe Konfigurationsdatei). Sizing Gadget Es kann nur benutzt werden, wenn SID »schläft« (der übliche ZZ-Mauszeiger, wie bei der Workbench). Das bietet dem Benutzer die Möglichkeit an die Icons auf dem Workbenchscreen heranzukommen. Wenn SID wieder »erwacht«, dann wird das Fenster wieder auf die alte Größe gebracht. REQ Gadget Wird dieses Gadget aktiviert, dann erscheint bei jedem Kommando ein Eingabe Requester. Dieses ermöglicht eine Änderung des Kommandos oder/und der Parameter. Dies ist sehr nützlich, wenn man ein in der Konfigurationsdatei angegebenes Tool, zeitweilig verändern möchte. Solange die Kongfiguration nicht neu geladen wird, bleibt die Änderung aktiv. Beispiel: Nehmen wir an das Tool für das VIEW Kommando ist in der Konfigurationsdatei 'LOOK'. Nun könnte es sein, daß wir uns ein Bild momentan lieber mit dem Programm 'SEE' anschauen möchten. Das können wir nun mit REQ machen. OUTPUT Gadget Dieses Gadget veranlaßt SID ein Ausgabe-Fenster für jedes gestartete Programm zu öffnen. In diesem kann man dann die Ausgaben dieser Programme überprüfen. Das ist eigentlich nur sinnvoll, wenn SID von der Workbench gestartet wurde (Momentan leider auch die einzige Möglichkeit). SHRINK Gadget Nach dem Anklicken dieses Gadgets wird das SID-Fenster auf einen sehr kleinen Bereich verkleinert (iconify). Dieser Teil verhält sich dann sienerseits wie ein Gadget und trägt den Namen EXPAND. Wird dieser dann angeklickt, vergrößert SID sein Fenster wieder auf die ursprüng- lichen Ausmaße. Die "Verteil" Gadgets Hiermit meine ich die drei Pfeilsymbole in der Titelzeile. Mit ihnen kann man die Directories zwischen den beiden Listen hin und her schieben und auch auf beide verteilen. - <- : Das rechte Verzeichnis wird in die linke Liste geschoben - -> : Das linke Verzeichnis wird in die rechte Liste geschoben - <> : Beide Listen werden auf dasselbe Verzeichnis gesetzt 2.2 Directory Gadgets ----------------------- Dies sind die Gadgets, die der Steuerung der beiden Verzeichnislisten dienen. Als erstes sind das Porportional-Gadget und die darüber und darunter angebrachten Pfeilgadgets zu nennen. Mit den Pfeilgadgets kann man das Verzeichnis rollen: - Pfeil oben Einmal angeklickt und die Liste rollt einen Eintrag nach unten. Wird die linke Maustaste gehalten, dann wird wiederholt gerollt. (logo) - Pfeil unten Einmal angeklickt und die Liste rollt einen Eintrag nach oben. Wird die linke Maustaste gehalten, dann wird ebenso wiederholt gerollt. Desweiteren kann man die Maus bei gedrückter linker Maustaste noch vertikal bewegen. jeweiter der Mauszeiger in die Mitte der Liste rückt, desto langsamer rollt die Liste. Kommt man über die Mitte hinaus, dann wird die Rollrichtung geändert. Dasselbe kann man auch noch mit der rechten Maustaste machen. Dazu muß sich der Mauspfeil in dem betreffenden Listenfeld befinden. Die rechte Maustaste gedrückt und schon rollt die Liste. Vertikales Mausbewegen bestimmt dann die Richtung und die Geschwindigkeit. - Das Proportional-Gadget (Slider Bar läßt sich blöd übersetzen: »Gleiter Balken« ??) Einmal angeklickt, wird die Liste seitenweise gerollt. Linke Maustaste gedrückt halten und die Maus vertikal bewegen veranlaßt SID zum Schnell-Rollen. (klingt blöd, ist aber so) Jetzt kommt der wichtige Rest, der hervorragend versteckt wurde. - Das Parent Gadget Diese durchaus wichtige Funktion, um im Verzeichnispfad eine Ebene zurückzugehen, wurde am jeweiligen Listenrand angebracht. Genauer: Die weißen Linien links, bzw rechts (je nach Liste), der Listen sind anzuklicken. Ich weiß nicht, was dieses Versteckspiel soll. Die Funktion: Wer nicht so genau verstanden hat, was ich mit dem ersten Satz gemeint habe, der lese dies: Beispiel: Nehmen wir einen gewählten Pfad an DH0:ED/DME Das sogenannte ParrentDir dieses Pfades ist DH0:ED Das nächste wäre dann DH0: Und dann... Logisch, keins mehr da - Das Reaktivierungs oder Wieder-Markierungs Gadget Nehmen wir einmal an, daß wir ein Textfile markiert haben und uns dieses mit READ (kommt noch, man sinnig) anschauen. Haben wir uns nun genug an dem Text ergözt und wollen diesen nun kopieren fällt uns mit Schrecken auf, daß das File nicht mehr markiert ist. Nun bei einem File ist das noch nicht besonders tragisch, aber das kann ja auch anders sein. Um nicht alle Files noch einmal markieren zu müssen, klickt man einfach das Reaktivierungs-Gadget an; schwups.. und schon ist alles wieder markiert. Wo finden wir nun dieses Gadget; nun auch dieses ist sehr gut versteckt: Links und rechts neben den Kommandogadgets (die Befehlsgadgets: Edit, Read, usw...) ist jeweils ein wenig Platz zum Bildschirmrand. Das ist das Gadget. Das Linke für die linke, das Rechte für die rechte Liste. - Das Pfadfeld Dieses befindet sich oberhalb der jeweiligen Verzeichnisliste. In diesem wird der DOS-Pfad des aktuellen Directories eingetragen. Das macht SID automatisch, wenn man durch anklicken von Directories das Verzeichnis wechselt. Man kann den Pfad aber auch selber dort eingeben. Dazu wird das Stringgadget mit der linken Maustaste angeklickt. Daraufhin erscheint in dem Feld ein Cursor. Nun kann man den gewünschten Pfad wie im CLI eingeben. Nach drücken von Return wird das Verzeichnis geladen. Ein leeres Pfadfeld lädt das aktuelle Verzeichnis. Sollte man aus Versehen in dieses Gadget gelangt sein, dann kann man mit der ESC-Taste wieder herauskommen. ANMERKUNG: Das Pfadfeld schein ein üblicher System-Stringgadget zu sein, ist es aber nicht. Deswegen sind die Möglichkeiten etwas besser als in einem Stringgadget vom System. Die genaue Erklärung der Tastenbelegung für dieses Gadget folgt später. - Das Previous- oder auch Vorheriges Directory Gadget SID merkt sich die zwei zuletzt ausgewählten Directories. Möchte man nun von einem Directory in das vorherige gelangen, so klickt man einfach dieses Gadget an. Es befindet sich links, bzw rechts neben den Pfadfeldern (der kleine, blaue Bereich zum Windowrand hin. Auch toll versteckt.). Nun könnte man denken, dieses wäre doch dasselbe wie die ParentDir Funktion. Das kann zwar so sein, muß aber nicht. Man kann ja durch eine Eingabe im Pfadfeld, oder durch die VOLUME-Auswahl (kommt auch noch) in ein ganz anderes Directory kommen. Dann geht die Parentfunktion nur einen Eintrag im Pfad zurück, während PreviousDir den gesamten Pfad zurückspringt. Klickt man dieses Gadget danach noch einmal an, dann springt SID wieder in das vorherige zurück. Das kann ParentDir nun überhaupt nicht. (Wenn das zu kompliziert klingt, einfach mal ausprobieren. Wirklich sehr praktisch !) 2.3 Das spezielle SID-Stringgadget ------------------------------------ Wie ich schon erwähnt habe, ist das SID-Stringgadget kein übliches Intuition Stringgadget. Es ist vielmehr eine Erweiterung eines eigenen Stringgadget von Software Ingenuity mit dem schönen Namen SmartFieldsII. Deswegen hat der Benutzer eine ganze Reihe von Möglichkeiten, den eingegebenen Text zu editieren. Hier kommen nun die Editierfunktionen: Cursor Bewegungen mit den Cursortasten Links ........... Cursor ein Zeichen nach links Rechts .......... Cursor ein Zeichen nach rechts SHIFT Links ..... Cursor um ein Wort nach links SHIFT Rechts .... Cursor um ein Wort nach rechts ALT Links ....... Cursor an den Anfang der Eingabe ALT Rechts ...... Cursor an das Ende der Eingabe TAB ............. Cursor um eine Tabulatorweite nach rechts SHIFT TAB ....... Cursor um eine Tabulatorweite nach links Editierung DEL ............. löscht das Zeichen unter dem Cursor BACKSPACE ....... löscht das Zeichen links vom Cursor CTRL-X .......... löscht die gesamte Eingabe Rechte_Amiga-X .. " " " " CTRL-R .......... macht CTRL-X rückgängig Rechte_Amiga-Q .. " " " CTRL-F .......... löscht alles hinter dem Cursor CTRL-B .......... löscht alles vor dem Cursor Clipboard (»Klemmbrett«) Kommandos CTRL-C .......... kopiert das Feld in den Zwischenspeicher CTRL-K .......... wie CTRL-C, nur daß das Feld danach auch gelöscht wird CTRL-P .......... holt den Text wieder aus dem Zwischenspeicher Weitere Kommandos CTRL-I .......... Einfügemodus eingeschaltet CTRL-T .......... Überschreibmodus eingeschaltet RETURN .......... Eingabe abschließen ESC ............. Eingabe abbrechen Mit Hilfe des Cliboards kann man Eingaben zwischen den verschiedenen Stringgadgets hin und her kopieren. Sehr unpraktisch ist allerdings, daß CTRL-P den Text nicht an eine bestehenden Text anklebt, sondern diesen überschreibt. Somit ist diese Funktioneigentlich relativ sinnlos. Der TAB-Abstand kann übrigens eingestellt werden, indem man CTRL-TAB und danach die Sprungweite zwischen 1 und 9 eingibt. z.B.: CTRL-TAB 5 setzt die TAB-Weite auf 5 Zeichen. 2.4 Die Geräte- (Device) Gadgets ----------------------------------- Für jede der beiden Listen existiert eine Leiste von 10 Gadgets, die der Geräteauswahl dienen. Diese befinden sich direkt unterhalb jeder Liste. Dieses sind im einzelnen: - 8 Gadgets zur direkten Auswahl von im System vorhandenen Geräten. Dieses können physikalische (Diskettenlaufwerke, Ramdisks, Harddisks etc.) und logische (mit ASSIGN erstellte) Geräte sein. Die vordefinierte Einstellung ist DF0 DF1 RAM RAD DH0 DH1 DH2 DH3. Diese Einstellung kann in der Konfigurationsdatei geändert werden. - Das VOLume Gadget listet die angemeldeten Devices in der jeweiligen Liste auf. Dieses sind physikalische und logische. - Das DIR Gadget lädt das im Pfadfeld angegebene Verzeichnis nocheinmal. Diese Funktion ist nötig, da SID das aktuelle Verzeichnis nicht aktualisiert, nachdem ein Kommando ausgeführt wurde. Ebenso wird nicht von SID festgestellt, wenn ein anderes im Multitasking laufendes Programm in der aktuellen Directory Änderrungen vornimmt. Sollte das Pfadfeld leer sein, so wird das aktuelle Verzeichnis geladen. 2.5 Die Kommando Gadgets -------------------------- Diese 30 Gadgets befinden sich im unteren Bereich des SID-Fensters. Einige dieser Kommandos benötigen markierte Files und/oder Directories, einige wenige benötigen keine weiteren Parameter. Sollte ein Kommando auf ein ungültiges Directory im AKTIVE-Window angewandt werden, dann meldet sich SID mit einer Fehlermeldung in der Message Box. Ich will die Kommandos hier in Abhängigkeit ihrer Filebeeinflussung darstellen: - Die System-Kommandos Sie beeinflussen markierte Files in keinster Weise: MEMORY TIME - Die Listen-Kommandos Sie markieren bzw geben Files in der AKTIVE-List frei: ALL NONE PATTERN - Die Directory-Kommandos Sie beeinflussen Verzeichnisse in der AKTIVE-List: DISK MAKEDIR - Die Einzelfile-Kommandos Sie beeinflussen jedes einzelne markierte File bzw Verzeichnis in der AKTIVE-List. Es wird nur ein File auf einmal bearbeitet: COMMENT EXECUTE OTHER RUN XREAD DELETE HEAR PROTECT UNARC DUP INFO READ VIEW EDIT LISTARC RENAME XEDIT - Die Multi-File-Kommandos Sie beeinflussen alle in der AKTIVE-List markierten Einträge auf einmal: ARC BYTES PRINT SET - "Zwei-Listen"-Kommandos Sie benötigen beide Listen als Quellen- und Ziel-Liste um Einträge zu verschieben bzw zu kopieren: COPY MOVE Ich möchte hier noch einmal darauf hinweisen, daß jedes Kommando, was sich auf einen Eintrag in einer Liste bezieht, dieses nach der Bearbeitung wieder demarkiert. Eine Ausnahme bildet INFO. Sollte man die alten Markierungen nach der Kommandoausführung noch einmal benötigen, dann kann dazu das Reaktivierungs-Gadget benutzt werden. (s.o.) Nun folgt, im Einzelnen, die Erläuterung der Kommandos: ------------------------------------------------------- 2.5.1 Die System-Kommandos -------------------------- MEMORY Zeigt den Größe des freien Speichers (CHIP, FAST, Total) in Bytes an. TIME Zeigt den Tag, das Datum und die Zeit 2.5.2 Die Listen-Kommandos -------------------------- ALL Einmal angeklickt, werden alle Files in der AKTIVE-List markiert. Doppelgeklickt, werden alle Einträge (Files und Verzeichnisse) in der AKTIVE-List markiert. NONE Alle markierten Einträge in der AKTIVE-List werden freigegeben. PATTERN Dieses Kommando markiert alle Files, die einem gewissen Muster entsprechen. Es wird aber kein markierter Eintrag freigegeben, der dem Muster nicht entspricht. Mehrfacheingaben sind somit möglich. Dieses Muster wird durch den Input-Requester vom Benutzer erfragt. Das Muster wird mit Hilfe der AmigaDOS Platzhalter (Wildcards) eingegeben: #c Entspricht irgendeiner Anzahl des Buchstaben 'c'. Der Buchstabe kann auch überhaupt nicht vorkommen. Beispiel: TI#M repräsentiert TI, TIM, Tim, und TimmMMM ? Beschreibt einen einzelnen Buchstaben. Dieser muß allerdings vorhanden sein. Beispiel: T?MMY entspricht TAMMY, TimmY, TOMMY, aber nicht TMMY () Beschreibt eine Gruppe von Buchstaben, die als ein einzelnes Zeichen behandelt werden soll. a|b Beschreibt wahlweise 'a' oder 'b'. Beispiel: #?.(C|O) entspricht Files mit den Endungen .C oder .O % Entspricht einem 'NULL' Platzhalter. Beispiel: DISK(S|%) entspricht DISK oder DISKS ' Das Apostroph muß vor einen Platzhalter gesetzt werden, wenn dieser als direktes Zeichen benutzt werden soll. Beispiel FILE'(?') entspricht FILE(1) und FILE(2) und nicht FILE1 Die Platzhalter können auch kombiniert werden: #(MENGE) Beschreibt die Möglichkeit der vielfachen Wiederholung von MENGE. BOW#(WOW) entspricht BOW, BOWWOW, und BOWWOWWOW #? Beschreibt eine unbestimmte Anzahl irgendeines Zeichens. Dieses entspricht dem MS-DOS Platzhalter '*'. Dieser ist allerdings auch als Ersatz für #? erlaubt. Beispiel: #?.C beschreibt alle Files, die die Endung .C haben H#?D enspricht HD, HEAD, und HARVARD * Entpricht '#?' !! (?|%) Entspricht einem oder keinem Zeichen. Beispiel: (?|%)ICK beschreibt LICK, SICK, oder ICK 2.5.3 Directory-Kommandos ------------------------- DISK In einem Requester werden die wichtigen Daten des Devices der AKTIVE-List dargestellt: NAME ..... Gerätename SIZE ..... Speicherkapazität in kByte oder MByte TOTAL .... Gesamtanzahl der Blöcke und Bytes USED ..... Anzahl der benutzten Blöcke und Bytes FREE ..... Anzahl der freien Blöcke und Bytes FULL ..... Belegte Kapazität in Prozent (100% = Voll) DENSITY .. Bytes pro Block ERRORS ... Anzahl der eingetragenen Fehler STATUS ... Zustand des Schreibschutzes DATE ..... Datum der Formatierung TIME ..... Uhrzeit der Formatierung In der Zeit, in der der Requester eröffnet ist, kann mit der die Anzeige mit der rechten Maustaste zwischen dem AKTIVE und INAKTIVE Device hin und her geschaltet werden. Ein Druck auf irgendeine Taste oder die linke Taste läßt den Requester verschwinden. MAKEDIR Es wird ein Verzeichnis in der AKTIVE-List erstellt. Der Name des Verzeichnisses wird in einem Input Requester eingegeben. Es ist nicht möglich einen bereits vorhandenen Namen zu benutzen. Es besteht ebenfalls die Möglichkeit, das erstellte Directory sofort zu laden. Dieses kann nur über die Tastatur erfolgen: CTRL-< oder CTRL-, (je nach Tastatur. Die erste Angabe ist die amerikanische Tastatur) Erstellt ein Verzeichnis und lädt es in die linke Liste. CTRL-> or CTRL-. (s.o.) Erstellt ein Verzeichnis und lädt es in die rechte Liste. 2.5.4 Einzelfile-Kommandos -------------------------- COMMENT Dieses Kommando ermöglicht das Anhängen bzw das Editieren einen File-Kommentars. Da SID, im Gegensatz zum AmigaDOS, die Kommentare ebenfalls mitkopiert, ist die Erstellung von Filekommentaren vielleicht ganz nützlich. Der Kommentar eines Files kann mit Hilfe der INFO Funktion gelesen werden. DELETE Es werden alle markierten Files und Directories in der AKTIVE-List gelöscht. Dabei können die folgenden Requester erscheinen: - Der Delete Requester Dieser Requester erscheint nachdem das DELETE-Gadget angeklickt wurde. Er erscheint direkt unterhalb der Liste, die vom DELETE betroffen ist. Wird das in dem Delete-Requester vorhandene DELETE-Gadget angeklickt, beginnt SID mit dem Vernichten der markierten Einträge. STOP! bricht das Kommando sofort ab. Wenn man sich sicher ist niemals einen Fehler zu begehen, dann kann man diese Sicherheitsabfrage auch abschalten. Dazu setzt man das entsprechende Flag im Flags-Menü (s.u.) - Der Directory Delete Requester Sollte SID während des DELETE-Vorgangs auf ein Verzeichnis stoßen, dann wird dieser Requester eröffnet. DELETE löscht dann das Verzeichnis. STOP! überspringt das Directory und SID geht zum nächsten, markierten Eintrag. Auch dieser Requester kann im Flag-Menü abgeschaltet werden. DUP Mit dieser Funktion können markierte Files in der AKTIVE-List dupliziert werden (Zur Zeit ist diese Funktion nur auf Files und nicht auf Verzeichnisse anwendbar.). Der Name des Duplikats muß vom Benutzer eingegeben werden. Ein bereits in der AKTIVE-List vorhandener Name kann nicht benutzt werden. EDIT Die markierten Files werden nacheinander in den, im Konfigurationsfile festgelegten, Texteditor geladen. Die Filegröße, in der zugehörigen Liste, wird auf den neuesten Stand gebracht. EXECUTE Die markierten Files werden durch das AmigaDOS "Execute" Kommando ausgeführt. Es obliegt dem User sicherzustellen, daß es sich dabei um Batchdateien handelt. HEAR Spielt einen digitalisierten Sample mit Hilfe eines, in der Konfigurationsdatei festgelegten, SamplePlay-Programm. INFO Die Filerelevanten Informationen werden in einem Requester für alle markierten Einträge dargestellt. Dies sind: NAME ..... Name des Files / der Directory TYPE ..... Entweder "File" oder "Directory" DATE ..... Datum der Erstellung TIME ..... Zeit der Erstellung SIZE ..... Größe des Files in Byte (0 für Directories) BLOCKS ... Anzahl der durch das File belegten Blöcke (0 für Directories) DESC ..... Art des Files STATUS ... Fileprotect Maske (siehe PROTECT Kommando) COMMENT .. Filekommentar PREV Gadget Vorheriges File Next Gadget Nächstes File STOP! Gadget Verlassen des INFO-Requesters Wie alle Gadgets in SID, können auch diese über die Tastatur gesteuert werden: PREV Gadget .... 'P' STOP! Gadget ... 'S' oder ESCape NEXT Gadget .... jede andere Taste. Ebenso können auch die beiden Maustasten an irgendeiner Stelle des Fensters gedrückt werden (Natürlich nicht auf dem PREV oder STOP! Gadget) LISTARC Der Inhalt eines File-Archives wird durch das Textlese Unterprogramm ausgegeben. SID stellt automatisch fest, ob es sich um ein ARC oder ein ZOO Archiv handelt. Um die Funktion zu gewährleisten, müssen die Programme ARC und ZOO im Konfigurationsfile angegeben werden, da SID sie in der angegebenen Form aufruft. Diese Option funktioniert momentan nur für ARC und ZOO, da LHARC, WARP und PAK nicht in der Lage sind, eine Archivliste aufzustellen. (Das wäre ja auch recht schwierig, da beide Programme eine Diskette Trackweise archivieren.) Es kann vorkommen, daß SID nicht erkennt, mit welchem Programm das Archiv erstellt wurde. Es wird daraufhin dem User überlassen, daß richtige Programm einzugeben, bzw den Vorgang abzubrechen. Dieses ist nötig, weil bereits ein weiteres Programm dieser Art, Namens ZIP, existiert, welches SID nicht erkennen kann. OTHER Diese Funktion kann der Benutzer mit einem Kommando seiner Wahl belegen (siehe Konfigurationsdatei). Es wird dann auf alle markierten Files in der AKTIVE-List angewandt. PROTECT Die Schutzflags aller in der AKTIVE-List markierten Files können geändert werden. Dazu eröffnet SID für jedes File einen Requester, in dem die aktuellen Schutzflags aufgelistet werden. Von diesen acht Flags werden von AmigaDOS zur Zeit aber nur vier genutzt. SID hingegen beachtet sie !!!! : H - Hidden ..... Das File wird nicht im Directory gelistet. (nicht genutzt) S - Script ..... Eine Batchdatei, die ohne Execute gestartet werden kann. (Nur SHELL1.3, ASHELL) P - Pure ....... Das Programm kann durch das RESIDENT-Kommando geladen werden. (WB 1.3) A - Archived ... Das File ist seit dem letzten Backup nicht verändert worden. R - Read ....... File kann gelesen werden. (nicht genutzt) W - Write ...... Das File kann geändert werden. (nicht genutzt) E - Execute .... Das Programm kann gestartet werden. (nicht genutzt) D - Delete ..... Das File kann gelöscht werden. In dem Requester befinden sich acht Gadgets, die die acht Flags repräsentieren. Wird eines angeklickt, ändert sich sein aktueller Zustand. Wird die linke Maustaste gedrückt gehalten und die Maus über die anderen Gadgets bewegt, dann nehmen sie den Zustand des zuerst angeklickten Gadgets an. Sollen alle Flags denselben Zustand eines einzelnen einnehmen, dann kann auch einfach über diesem die rechte Maustaste betätigt werden. Der gewählte Zustand erscheint unterhalb der Gadgets in dem Feld 'New:'. Soll der alte Zustand wiederhergestellt werden, dann ist das Wort 'Old:' anzuklicken. Old: ----RWED New: -S--RWED Die weiteren vier Gadgets bedürfen eigentlich keiner weiteren Erläuterung. PROTECT Gadget .... Setzt die gewählten Flags PREVious Gadget ... Nimmt das vorherige File NEXT Gadget ....... Nimmt das nächste File STOP! Gadget ...... Bricht PROTECT ab Dasselbe über die Tastatur: PROTECT Gadget .... RETURN PREVious Gadget ... 'P' NEXT Gadget ....... 'N' STOP! Gadget ...... ESCape READ Die markierten Files in der AKTIVE-List werden in einen SID-eigenen Text-Reader, ähnlich MORE, geladen. Dabei ist es für SID unerheblich, ob es sich dabei um ein Binär-File oder um ein Textfile handelt. Bei einem Binärfile werden alle nicht darstellbaren Zeichen zu Zwischenräumen. Der Text kann auf verschiedene Arten und Weisen gerollt werden. - Mit der Maus: Hier ist die Steuerung ähnlich der Steuerung der Listen. Der einzige Unterschied besteht darin, daß die rechte Maustaste keine Funktion hat. Das erledigt hier die linke Maustaste. - Über Tastatur: Cursor rauf ........... Eine Zeile zurück Cursor runter.......... Nächste Zeile SHIFT-Cursor rauf ..... Eine Seite zurück SHIFT-Cursor runter ... Eine Seite weiter ALT-Cursor rauf ....... Anfang des Files ALT-Cursor runter ..... Ende des Files Zusätzlich gibt es noch vier (die Tiefen-Gadgets verhalten sich wie immer) weitere Gadgets. Diese haben folgende Funktionen und Tastaturequivalente: GADGET |TASTE(N) | FUNKTION --------------------------------------------------------------------- PREVious Gadget ................. 'P' ....... Liest das vorherige File NEXT Gadget, WindowClose Gadget . 'N' ....... Liest das nächste File STOP! Gadget .................... 'S','ESC' . Beendet READ RENAME Alle markierten Files im der AKTIVE-List werde umbenannt. Für jedes File muß der neue Name vom Benutzer eingegeben werden. Ein bereits vorhandenener Name ist nicht erlaubt. RUN Markierte Files in der AKTIVE-List werden gestartet. Werden für ein Programm Aufruf-Argumente benötigt, dann muß das REQ-Gadget vorher angeklickt werden. Muß mit dem Programm interaktiv gearbeitet werden, dann ist dafür zu sorgen, daß es im 'Vordergrund' gestartet wird (siehe 'RUN' im Flags Menü). UNARC Diese Funktion dient dazu Filearchive auszulesen. Dazu liest SID die markierten Files aus der AKTIVE-List, stellt die Archivierungsmethode fest und dearchiviert sie mit dem jeweiligen Programm (ARC, LHARC, PAK, WARP, ZOO). Sollte SID nicht in der Lage sein herauszufinden, mit welchem Programm das Archiv erstellt wurde (z.B. ZIP), öffnet SID den Input-Requester und überläßt dem Benutzer die Eingabe des Dearchivierungskomandos. Ist die Identifizierung erfolgt, öffnet SID ein CLI-Fenster, damit die Ausgaben des Archivierers beobachtet werden können. Ist der Vorgang abgeschlossen, wird die AKTIVE-List wieder eingeladen, um die dearchivierten Files aufzulisten. Die Dearchivierung (ich mag das Wort) muß nicht unbedingt in das, in der AKTIVE-List gewählte, Verzeichnis erfolgen. Als Ersatz kann, durch Wechseln in den EXPLORE-MODE (s.o.), das in der INAKTIVE-List gewählte Verzeichnis benutzt werden. Nach der Dearchivierung wird dann die INAKTIVE-List neu geladen. VIEW Zeigt ein ILBM-Bild mit Hilfe eines View-Programms. Dieses muß in dem Konfigurationsfile eingetragen und von DOS zu finden sein. XEDIT Alle markierten Files werden in den, vom Benutzer im Konfigurationsfile eingetragenen, Fileeditor (z.B. Filemaster, ZAP, NewZAP) geladen und können dort editiert werden. Die Länge der bearbeiteten Files wird wieder aktualisiert, um Änderungen aufzuzeigen. XREAD Dieser Befehl entspricht dem READ-Kommando, mit dem Unterschied, daß hier ein File wie durch den CLI-Befehl 'TYPE OPT H' oder durch 'PEEK' (ist von mir) dargestellt wird. Die Bedienung ist entsprechend der des READ-Kommandos. 2.5.5 Multi-File-Kommandos -------------------------- ARC Alle markierten Files werden mit einem Archivierungsprogramm archiviert. Welcher Archivierer benutzt werden soll, muß vom Benutzer im Flagsmenü im Menüpunkt 'Archive Methode' gewählt werden. Der Name des zu erstellenden Archives, wird durch einen Input-Requester erfragt. BYTES Der Länge aller markierten Files und Directories der AKTIVE-List werden addiert. Die Methode, nach der gerechnet wird, kann im Flagsmenü im Menüpunkt 'Bytes' eingestellt werden. Näheres folgt dort. PRINT Alle markierten Files werden mittels eines Druckprogramms ausgedruckt. Dieses Programm muß vom Benutzer in der Konfigurationsdatei eingetragen werden. Welches nun genommen wird, bleibt dem Anwender überlassen; das Programm muß nur in der Lage sein, mehrere Argumente (sprich Files) aufeinmal zu übernehmen. Es ist zu empfehlen das Druckprogramm mit dem Prefix RUN einzugeben, da dann mit SID weitergearbeitet werden kann. Ansonsten 'schläft' SID. SET Dieses Kommando entspricht in der Funktion dem PROTECT Kommando. Wozu ist es dann gut; nehmen wir einmal an wir wollten alle Files in der 'C' Directory vor dem Löschen bewahren und sie als 'Archiviert' (nicht dasselbe wie ARC) deklarieren. Das artet mit dem PROTECT-Kommando mit Sicherheit in Arbeit aus (bei mir wären das 130 Files). Da wir ja alle Files mit der selben Maske belegen wollen, nehmen wir hierzu das SET Kommando. In dem Requester von SET können wir unsere Änderungswünsche eintragen. Hierbei haben wir für jedes Flag drei Möglichkeiten. Beispiel SCRIPT: NOT SCRIPT ... Das Scriptbit wird gelöscht (-) SCRIPT ....... Das Scriptbit wird gesetzt (S) ignore S ..... Das Scriptbit wird ignoriert (*) Wie wir sehen, wird ein gelöschtes Bit durch einen Bindestrich (-), ein gesetztes Bit durch seinen entsprechenden Buchstaben (HSPARWED) und ein ignoriertes Bit durch einen Stern (*) repräsentiert. Unser obiges Beispiel sähe dann so aus: ***A***- Das Archive-Bit wird gesetzt, das Delete-Bit wird gelöscht und die restlichen Bits werden ignoriert. 2.5.6 "Zwei-Listen" Kommandos ----------------------------- COPY Alle in der AKTIVE-List markierten Files werden in die INAKTIVE-List kopiert. Es ist nicht notwendig, daß das Zieldirectory komplett gelesen wurde. Hier weist SID einen riesigen Vorteil gegenüber dem AmigaDOS und vielen anderen Directory-Utilities auf; SID beachtet nämlich vollständig die Schutzbits und kopiert sie auch mit. Ebenso werden auch endlich Filekommentare mitkopiert. MOVE Dieses Kommando macht im Prinzip dasselbe, wie das COPY-Kommando, mit dem Unterschied, daß hier Files (und nur Files, keine Directories !!) verschoben werden. Das heißt, jedes markierte File der AKTIVE-List wird in der INAKTIVE-List kopiert und danach in der AKTIVE-List gelöscht. Bereits in der INAKTIVE-List vorhandene Files werden nicht verschoben und bleiben in der AKTIVE-List markiert. Befinden sich beide Directories auf demselben Device, benutzt SID aus Geschwindigkeitsgründen nicht COPY sondern RENAME; der Effekt ist aber identisch. 2.6 Die File-Extender Gadgets ------------------------------- Als einen File-Extender bezeichne ich die Angaben, die zu einem File gemacht werden können, wie z.B. Länge, Erstellungsdatum, Erstellungszeit usw... Normalerweise wird als Erweiterung die Länge ausgegeben. Das kann man ändern, indem man die letzte versteckte Gadgetleiste aktiviert. Sie befindet sich 'in' den beiden Message-Boxen. Um an sie heranzukommen, ist die betreffende Message-Box mit der linken Maustaste anzuklicken. Daraufhin erscheint die im folgenden erklärte Gadgetleiste. Um wieder an die Message-Box zu gelangen, ist einfach die rechte Maustaste zu betätigen. SIZE Dies ist die Voreinstellung. Die aktuelle Filegröße wird zusätzlich zum File dargestellt. DATE Hiermit wird auf das Erstellungsdatum umgeschaltet. TIME Die Erstellungszeit wird dargestellt. BITS Die Schutzbits werden gezeigt. NOTE Ein möglicherweise vorhandener Kommentar wird angezeigt. Es kann passieren, daß der Kommentar zu lang ist um komplett dargestellt zu werden; er kann dann mit Hilfe des INFO Kommandos komplett gelesen werden. DESC Hiermit wird die Art des Files dargestellt. Hierzu liest SID das betroffene Verzeichnis nochmals ein, und überprüft dabei um welchen Typ es sich dabei handelt. Diese Typen werden im Abschnitt 4 aufgelistet. 3. Die Tastaturbelegung -------------------------- Sehr viele Abläufe in SID lassen sich auch über die Tastatur aufrufen. Hier ist nun eine Zusammenstellung aller Tasten-Kommandos: CTRL-A ....................... ALL CTRL-C ....................... CREATE CTRL-D ....................... DISK CTRL-E ....................... EDIT CTRL-I ....................... INFO CTRL-L ....................... RELABEL CTRL-M ....................... MAKEDIR CTRL-N ....................... NONE CTRL-O ....................... COMMENT CTRL-P ....................... PATTERN CTRL-R ....................... RENAME CTRL-S ....................... SHRINK CTRL-U ....................... DUP CTRL-Z (A) bzw CTRL-Y (D) .... SELECT BY DATE CTRL-1 ....................... DOS COMMAND CTRL-2 ....................... COPY AS CTRL-, ....................... MAKEDIR und Laden in die linke Liste CTRL-. ....................... MAKEDIR und Laden in die rechte Liste CTRL-Cursor rauf ............. Das PARENT-Dir der AKTIVE-List laden CTRL-Cursor links ............ Re-Markieren der linken Liste CTRL-Cursor rechts ........... Re-Markieren der rechten Liste SHIFT-Cursor links ........... Linke Liste zur AKITVE-List machen SHIFT-Cursor rechts .......... Rechte Liste zur AKTIVE-List machen Cursor links ................. Cursor in das linke Pfadfeld setzen Cursor rechts ................ Cursor in das rechte Pfadfels setzen / (A) bzw - (D) .............. LAST ERROR ESC .......................... Abbruch, entspricht dem STOP! Gadget Bemerkung: (A) bedeutet amerikanische Tastatur ---------- (D) bedeutet deutsche Tastatur 4. Die Dateitypen und deren Behandlung ----------------------------------------- 4.1 Die Typen --------------- SID kann die folgenden Arten von Files identifizieren: AmigaBASIC Programm ARC file Assignment ........... Logisches Device,das mit Assign erstellt wurde Directory Executable Object .... Programm, Library, etc. Font Header IFF Graphic IFF Sound IFF Music IFF Text .info Icon ........... Workbench icon image file Lattice Object Manx Object Maxiplan Spreadsheet PageStream Document PAK file ProPage Document Superbase File Defn Superbase Query Volume ............... Diskette, Hard-Disk partition WARP file WordPerfect Text ZOO file Kann SID ein File in keine dieser Kategorien einordnen, dann wird es als ASCII File oder Binary File eingetragen. Ein 'ASCII File' besteht nur aus druckbaren ASCII-Zeichen. Entsprechend beinhaltet ein 'Binary File' mindestens ein nicht druckbares Zeichen. 4.2 Wie werden sie behandelt ------------------------------ Wird ein File mit einem Doppelklick bedacht, ruft SID ein dem Filetyp entsprechendes Kommando auf. Damit kann man z.B. aus einer markierten Liste heraus irgendein File vornehmen, ohne das die anderen Files beeinflußt werden. Folgende Filetypen werden behandelt: ARC File ........... mit LISTARC ASCII File ......... mit READ IFF Graphic ........ mit VIEW IFF Sound .......... mit HEAR WordPerfect Text ... mit READ ZOO File ........... mit LISTARC alle anderen ....... mit INFO Da die drei Archivierer LHARC, PAK und WARP keinen Listmodus besitzen, wird für Archive, die mit ihnen gepackt sind, das INFO-Kommando ausgeführt. 5. Die Menüs ---------------- 5.1 Program ------------- Configuration Nahezu jede Funktion von SID ist einstellbar. Da jeder Anwender seine eigenen Vorstellungen hat, wie er z.B. ein ILBM-Bild sehen möchte, oder wie groß das SID-Fenster sein soll, ist hiefür eine Konfigurationsdatei vorhanden. (Näheres siehe Punkt 6) Edit Die Konfigurationsdatei wird in den, für das EDIT-Kommando festgelegten Texteditor geladen. Diese kann nun nach Herzenslust editiert werden. Load SID lädt die Konfigurationsdatei neu ein. Dies ist sinnvoll, wenn man durch Edit eine Änderung gemacht hat und diese einbinden möchte. Information Ein Informations-Requester wird eröffnet, in dem man die Versionsnummer und die Adresse des Autors erfahren kann. Last Error Der zuletzt aufgetretene Fehler wird in der Message-Box erklärt. Last Message Die zuletzt aufgetretene wichtige Meldung wird in der Message-Box nocheinmal ausgegeben. Das betrifft im Moment aber nur das Ergebnis des BYTES-Kommandos. 5.2 Environment ----------------- Window ------ Half Size (640 × 100) Die Windowgröße wird auf 640 mal 100 Bildpunkte gesetzt. SID kann in diesem Modus 3 Files pro Liste darstellen. Full Size (640 × 200) Die Windowgröße wird auf 640 mal 200 Bildpunkte gesetzt. SID kann in diesem Modus 15 Files pro Liste darstellen. Interlace (640 × 400) Die Windowgröße wird auf 640 mal 400 Bildpunkte gesetzt. Da diese Auflösung nicht mehr auf dem Workbench-Screen darstellbar ist, funktioniert diese Option nur auf einem Interlace-Screen. SID kann in diesem Modus 38 Files pro Liste darstellen. Specify Size Hier kann die Fenstergröße in Abhängigkeit zu den darstellbaren Files eingestellt. Man könnte einfacher sagen, daß die Anzahl der darstellbaren Files eingegeben wird. Die Grenzen, in denen das möglich ist, werden von SID in dem, von der Funktion geöffneten, Requester dargestellt. Laut der Original Anleitung richtet sich diese Obergrenze nach der Größe des Workbench-Screens. Das würde bedeuten, daß z.B. die HiResolution-WB eine größe Anzahl von darstellbaren Files ermöglichen würde. In Ermangelung dieses Programmes, konnte ich das nicht testen. Screen ------ Workbench Screen SID bleibt auf dem WB-Screen. Das spart 32k bzw 64k Speicher. Custom Screen SID eröffnet seinen eigenen HIRES-NonInterlace-Screen. Das SID-Fenster ist auf diesem Screen nicht mehr verschiebbar, so daß man den gesamten Screen verschieben muß. Man erkauft sich noch einen Nachteil mit diesem Screen: Die Anzahl der maximal darstellbaren Files sinkt auf 13! (nicht Fakutltät von 13 !!) ab. Folglich gibt es eigentlich keinen Grund diesen Screen zu benutzen. Interlace Screen SID eröffnet seinen eigenen HIRES-Interlace-Screen. Das SID-Fenster ist auch hier nicht mehr verschiebbar. 5.3 System ------------ Calculator Der, in der Konfigurationsdatei eingetragene, Taschenrechner wird eingeladen und gestartet. Command Über einen Input-Requester kann ein CLI-Befehl eingegeben werden, welcher danach ausgeführt wird. NewCLI Das entsprechende CLI-Kommando wird dazu benutzt. Preferences Das System-Preferences Programm wird gestartet. 5.4 Flags ----------- Archive Method Hier wird die Archivierungsmethode gewählt, mit der das ARC-Kommando arbeitet. Dieses können ARC, LHARC, PAK, WARP und ZOO sein. Es ist wichtig, daß SID das jeweilige Programm im CLI-Suchpfad finden kann. Byte Count Mit diesem Untermenü wird die Funktion des BYTES-Kommandos eingestellt Actual Alle markierten Files, sowie die markierten Directories werden Längenmäßig addiert. Dabei werden alle markierten Verzeichnispfade verfolgt und die Filelängen addiert. Occupied Dieser Punkt bewirkt, daß BYTES, zusätzlich zu den Filelängen, auch noch den Platzverbrauch der Verzeichnisse und der DOS-Filestruktur mit berücksichtigt. BYTES gibt also dann den wirklich benutzten Platz auf dem Device aus. Copy Overwrite Das COPY-Kommando wird beim Kopieren bereits in der Zieldirectory vorhandene Files überschreiben. Only New Bereits in der Zieldirectory vorhandene Files werden nicht kopiert und bleiben in der AKTIVE-List markiert. Delete Requester Der Delete-Requester wird eingeschaltet. No Check Der Delete-Requester wird ausgeschaltet. Directory Delete Requester Der Directory-Delete-Requester wird eingeschaltet. No Check Der Directory-Delete-Requester wird ausgeschaltet. Diskette Auto load Wird eine Diskette eingelegt, wird diese automatisch in die AKTIVE- List geladen Load/Switch Entspricht 'Auto load', mit dem Unterschied, daß nach jedem Einlesen die AKTIVE-List und die INAKTIVE-List ausgetauscht werden. (nicht die Listen, sondern ihr Zustand !) Ignore Es wird kein automatisches Laden mehr vorgenommen. Error Stop Requester Schaltet den Error-Requester ein. No stop Schaltet den Error-Requester aus. Hidden Files Hide Files, in denen das HIDE-Schutzbit (H) gesetet ist, werden nicht mehr aufgelistet. Show Das HIDE-Schutzbit hat keine Bedeutung. Path Name Absolute Der Verzeichnisname im Pfadfeld wird grundsätzlich als absoluter Names-Pfad dargestellt. So würde z.B. mein Assembler-Arbeitsver- zeichnis 'DEVPAC:' als 'Sources:Ass/DEVPAC' dargestellt werden. As Specified Der Verzeichnisname wird in seiner Form belassen. Das ist sehr nütz- lich, wenn man zwei Disketten bearbeiten möchte, die den gleichen Namen haben. Würden die Pfade durch ihre Names-Pfade ersetzt, dann wüßte SID nicht womit wohin. Übrigens, nicht nur SID kommt durcheinander, sondern auch das AmigaDOS; und AmigaDOS hat eine sehr unangenehme Art darauf zu reagieren (El Guru !!). Run Background Dies entspricht dem CLI-Kommando RUNBACK. Das Betreffende, mit RUN gestartete, Programm wird in den Hintergrund gelegt und belastet SID nicht mehr. Man kann dann mit SID weiterarbeiten. Foreground Entspricht dem normalen CLI-RUN. SID wird während der Zeit, in der das Programm läuft, auf Eis gelegt. Sinnvoll ist es RUN-Foreground zu nehmen, wenn man mit dem gestarteten Programm über das OUTPUT-Window arbeiten muß. 5.5 Disk ---------- Fit SID überprüft, ob alle markierten Files in der AKTIVE-List in das Zieldirectory passen. Das Ergebnis wird in der Message-Box ausgegeben. Relabel Entspricht dem CLI-Relabel Kommando. 5.6 File ---------- Copy as Entspricht dem COPY-Kommando, mit dem Unterschied, daß der Name im Zielverzeichnis geändert werden kann. Create Erstellt in der AKTIVE-List ein File mit der Länge 0. Der Name wird vom Benutzer abgefragt. Select by Date Mit dieser Funktion ist es möglich Markierungen in Beziehung zu den Erstellungsdaten zu machen. Hierfür liest SID, über einen Input-Requester, ein bis zwei Argumente ein. Das erste Argument entspricht dem 'VON' Datum, d.h. alle Files mit dem Datum größer/ gleich diesem Argument werden selektiert. Das zweite Argument entspricht dem 'BIS' Datum, d.h. alle Files mit dem Datum kleiner/ gleich diesem Argument werden selektiert. Es werden nur Markie- rungen erstellt. Bereits bestehende werden nicht gelöscht, auch wenn deren Datum anders ist, als in den Argumenten angegeben wurde. Das Eingabeformat des Datums ist sehr flexibel. Es kann in einem der drei folgenden Formate eingegeben werden: - Englisches Datum Es können Tage explizit angegeben werden. Die Menge der Tage hat folgenden Inhalt : TODAY, YESTERDAY, MONDAY, TUESDAY, WEDNESDAY, THURSDAY, FRIDAY, SATURDAY, SUNDAY. Bei den Tages ist zu beachten, daß eine Tagesbezeichnung, die nicht dem aktuellen Tag entspricht, den Tag in der vorherigen Woche meint. Ein Tag in der Zukunft kann somit nicht direkt eingegeben werden. Beispiel: Annahme, heute wäre Freitag, und wir würden als Tag Dienstag angeben, so meint SID dann den Dienstag, der VOR dem heutigen Tag lag, also 3 Tage zurück. - AmigaDOS Datum Dies ist das vom AmigaDOS benutzte DD-MMM-YY Datum. DD entspricht dem Tag als numerischem Wert; MMM besteht aus den drei ersten Buch- staben des ENGLISCHEM Monats; YY besteht aus den beiden signifi- kanten Ziffern des Jahres (89 steht also für 1989). Alle Eingaben, die man nicht machen möchte, können auch weggelassen werden. So braucht z.B. das Jahr nicht angegeben zu wer- den, wenn man das aktuelle Jahr meint. - Normales Datum Dieses entspricht dem MM/DD/YY oder dem DD/MM/YY Format. Die Art der Darstellung ist von dem 'DateMDY'-Flag in der Konfigurationsdatei abhängig (näheres dort). Der Schrägstrich ist nicht zwingend. Er kann durch einen Punkt, ein Komma, einem Minus oder durch kein Zeichen ersetzt werden. Auch hier können nicht erwünschte Eingaben weggelassen werden. Es besteht die Möglichkeit, einen Zeitraum durch einen 'BIS'-Ausdruck, oder einen 'SEIT'-Ausdruck darzustellen. Beispiel: - Wir wollen die Files bis zum 16. August 1989 selektiern. Eingabe: '- 16-Aug-89' oder 'to 16-Aug-89' oder 'upto 16-Aug-89' - Ebenso können wir z.B alle Files von letztem Dienstag an selektieren, indem wir folgende Eingabe machen: 'since tuesday' 6. Die Konfigurationsdatei ----------------------------- Dieser Punkt wirft ein großes Problem auf. Ich kann die Konfigurationsdatei nicht vollständig erklären, weil ich die Originalanleitung von Timm nicht habe. Ich muß mir also aus der Konfigurationsdatei selber meinen Reim machen. Da diese höchstwarscheinlich nicht mehr vollständig ist, erhebe ich mit meiner Dokumentation, diesbezüglich, keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Erläuterungen habe ich, der Einfachheit halber, mit in die Konfigurationsdatei geschrieben. Diese Datei hat den Namen 'SID.CONFIG' und sollte sich in der 'S:' Directory befinden. Um die Datei zu ändern kann sie in einen normalen Editor (z.B. DME) geladen werden. Näheres siehe dort !! (Nachtrag vom 20.04.90: Ich habe die Config.docs jetzt bekommen. Ein deutscher Nachtrag kommt also bald !!) 7. Einschränkungen für SID ----------------------------- Für SID bestehen keinerlei Einschränkungen, die auf das Programm an sich zurückzuführen sind. Mögliche Einschränkungen sind nur durch das System gegeben (Speichermangel, Betriebsystem-Beschränkungen). Zu den bekannten Einschränkungen gehören die Stringlängen, die vom Betriebsystem her ihre Grenzen haben: File Namen ......... 30 Zeichen maximale Länge File Kommentare .... 70 Zeichen maximale Länge Pfad-Name .......... 255 Zeichen maximale Länge (wegen BCPL !) AmigaDOS Kommando .. 255 Zeichen maximale Länge 8. Bekannte Probleme ----------------------- Es kann Probleme geben, wenn Programme, die SID aufruft, sich nicht an die Konventionen halten. Das ist bei den früheren Versionen von TxEd und NewZAP der Fall. Die neueren Versionen funktionieren jetzt hervorragend. Ein weiteres Beispiel ist der FILEMASTER, der sich leider nur bedingt als XEDIT-Tool einsetzten läßt, weil er keine CLI-Parameter übernimmt. Weiterhin muß gesagt werden, daß SID vollständig nur unter WB 1.3 läuft. Unter WB 1.2 sind nicht alle Funktionen lauffähig. Eine Kleinigkeit besteht noch, wenn in der Konfigurationsdatei das Flag SeparateDirs=YES gesetzt wird. Sollte SID dann auf ein Verzeichnis stoßen, welchen mit einem Zeichen beginnt, dessen ASCII-Wert zwischen 128 und 255 liegt (äöüßÄÖÜ und alle ALT-Zeichen), dann wird dieses Verzeichnis zwar korrekt dargestellt, es kann aber nicht mehr darauf zugegriffen werden.