Vorwort ~~~~~~~~~~~~~~ Die Datenfernübertragung hat in den letzten Jahren besonders im privaten Bereich einen außerordentlich starken Boom erfahren. Waren vor drei Jahren Modems mit 1200 Baud schon etwas besonderes, so nehmen heute HST-Modems ihre Stellung ein. Gleichermaßen sind aber auch die Ansprüche an die Mailboxsoftware gestiegen. Diese Entwicklung hat auch Phobos in den mittlerweile 3 1/2 Jahren Entwicklungszeit durchgemacht. Davon wurde es ca. 3 Jahre in der Praxis erprobt. Es ergaben sich viele kleinere und größere Verbesserungen, die das heutige Programm ausmachen. Geschwindigkeit, Flexibilität und Komfort des Programms sind vor allem in dieser Kombination einzigartig. Die einzelnen Leistungsmerkmale sollen hier jedoch nicht aufgezählt werden. Schauen Sie selbst! Diese Anleitung beschreibt die Bedienung des Mailboxprogramms. Die Bedeutung der einzelnen Schaltelemente der Konsole (Phobosbildschirm) erfahren Sie teilweise über das "Hilfe"- Gadget rechts unten am Screen. Mit einem Doppelklick kommen Sie dort weiter. Lesen Sie auf jeden Fall zuerst Kapitel 1 und 2 dieses Handbuchs. Den Rest sollten Sie dann zunächst wenigstens einmal überflogen haben um ihn dann bei Bedarf nochmal genauer zu lesen. An einigen Stellen werden Sie über Levelangaben stolpern. Diese entsprechen in der Regel nur den bereits vorgegebenen Daten. Sie können meist aber nach Belieben im PhobosPref bei "Level" nachträglich geändert werden. Diese Bedienungsanleitung wurde sorgfältig erarbeitet. Dennoch sind Fehler möglich, zumal sich das Programm ständig weiterentwickelt und nicht sofort jede Änderung in die Anleitung übernommen werden kann. Viel Spaß mit dem Programm ! Ulrich Simon Inhaltsverzeichnis ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Vorwort 1. Nutzungsrecht 2. Hardware-Voraussetzungen 3. Installation 4. PhobosPref 4.1. Hauptbildschirm 4.1.1. Allgemein 4.1.2. Zugriffspfade 4.1.3. Dimensionierungen 4.1.4. Telefongebühren 4.1.5. Floskeltasten 4.2. Netz 4.3. Speicher 4.4. Userdaten 4.4.1. Userdaten-Voreinstellungen 4.4.2. Maximale Loginzeit 4.4.3. Zeit-Ratio 4.5. Farben 4.5.1. Bildschirm 4.5.2. Farbeinstellung 4.6. Zeiten 4.7. Packer 4.7.1. Archivierungs-Programme 4.7.2. Automatische Packererkennung 4.8. Alias 4.9. Modem 4.9.1. Modem-Setup 4.9.2. Wandlung der CONNECT-Meldungen 4.9.3. Telefon besetzt 4.10. Extern 4.11. Levels 4.11.1. allgemeine Befehlszugriffe 4.11.2. andere Funktionen & Kombinationen 4.12. Transfer 5. Bildschirm 5.1. Menüs 5.2. Unterer Bildschirmteil 5.2.1. Angaben 5.2.2. Gagdets 5.3. Infoboxen während des Wartezustandes (rechts) 5.3.1. Obere (rote) Box 5.3.2. Untere (blaue) Box 5.4. Text-Clicking 6. Wartezustand und Login 6.1. Allgemein 6.2. Direktlogin 6.3. Null-Modem-Verbindung 7. Die Standard-Bretter 7.1. "Hilfstexte" 7.2. "Systemtexte" 7.3. "Logintexte" 7.4. "Sprueche" 7.5. "Netzmuell" 7.6. "Zermuell" 7.7. "MAPS-Hilfstexte" 8. Programmierbare Texte 9. Editoren 9.1. Bretteditor für Konsole 9.1.1. Einträge 9.1.2. Gadgets 9.2. Bretteditor für Fernwartung 9.3. Usereditor für Konsole 9.3.1. Einträge 9.3.2. Gadgets 9.4. Usereditor für Fernwartung 9.5. Netzeditor für Konsole 10. Hilfstexte 10.1. Befehle für User 10.2. Spezielle Sysopbefehle 11. Netz 12. Multiuser 12.1. Start der Ports 12.2. Technische Angabe 13. Glossar 1. Nutzungsrecht ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Mit dem Erwerb von Phobos, oder einem verwandten Programm aus dieser Reihe, erhalten Sie eine Seriennummer. Diese ist auf Ihren Namen eingetragen und darf weder weitergegeben werden, noch mehrmals zur gleichen Zeit verwendet werden. Ebenfalls sind jegliche Änderungen in Programmen oder Programmteilen genauso wie die eigene Erstellung von gültigen Seriennummern verboten! Es kann leider keine Garantie auf eine 100%ige Fehlerfreiheit des Programmes gegeben werden, da einige Fehler meist erst nach längerer Testphase erkennbar werden. Dennoch erhalten Sie mit Phobos ein zuverlässig funktionierendes Mailbox-System das bei Normalbedingungen Dauerbelastungen gewachsen ist. Zu dem Programmpaket gehört eine Reihe von Public-Domain- oder Free-Ware-Programmen. Deren Autoren verzichten in aller Regel auf eine Gebühr. Dieses sind: Arc File-Packer (Raymond S. Brand) Zoo File-Packer (J. Brian Waters) LHarc File-Packer (Paolo Zibetti) Lz File-Packer (Jonathan Forbes) xprzmodem.library Zmodem-Protokoll nach Xpr-Standard (Rick Huebner) xprymodem.library Y/Xmodem-Protokoll nach Xpr-Standard req.library Befehls-Bibliothek zur Erstellung dieses feinen File-Requesters (Colin Fox und Bruce Dawson) Copyright © 1989 bis 1992 Phobos Softwareentwicklung Programmautor: Ulrich Simon 2. Hardware-Voraussetzungen ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Computer Ein beliebiger Amiga vom A500 bis zum A3000 Tower. Betriebssystem Jedes AmigaDOS (Kickstart) ab Version 1,2. RAM-Speicher Mind. 2 MByte. Für ein professionelles Arbeiten auch im Multitasking des Amigas sind 4 oder mehr MByte sinnvoll. Massenspeicher Festplattenspeicher, je nach größe der zu verarbeitenden Daten. Achten Sie beim Erwerb eines Contollers, daß dieser beim Zugriff keinen Interrupt sperrt, so daß die Übertragung vom Modem gestört wird. Sie werden es ggf. daran merken, daß beim Empfangen von Daten z.B. per ZModem-Protokoll gehäuft Fehler auftreten. Modem Ein beliebiges Hayes-kompatibles Modem, wie sie auf dem Markt üblicherweise angeboten werden. Es wird über ein Handelsübliches RS-232-Kabel mit dem Amiga verbunden. Dabei unterstützt Phobos bis zu 57600 Baud Übertragungsgeschwindigkeit von Modem zum Rechner. Das ist wichtig, wenn Sie die Leistungs eines Modems mit 14.400 Baud (V.32bis) voll ausnutzen wollen. Schnittstellenkarte Diese benötigen Sie auf jeden Fall wenn Sie mehrere Modems mit Phobos per Multiuser (siehe Kapitel 10) betreiben wollen. Dazu hat sich die MultiFaceCard von BSC in der Praxis bewährt. Sie unterstützt außerdem Baudraten bis 57600 und stellt zwei weitere Modemanschlüsse bereit. Weiterhin ist die 7-fach- Schnittstelle von Commodore zu empfehlen. Sie unterstützt jedoch lediglich 19200 Baud, so daß sehr schnelle Modems nicht mit voller Geschwindigkeit von Phobos unterstütz werden können. Aber prinzipiell ist jede Schnittstellenkarte verwendbar, die kompatibel zum serial.device des Amigas sind. Sie alle haben den Vorteil gegenüber dem eingebauten Port des Amigas, daß sie weniger Rechenzeit verbrauchen, so daß Ihrem Rechner mehr Zeit z.B. für andere Anwendungen, die Sie im Hintergrund benutzen möchten bleibt. Im übrigen geht Phobos recht sparsam mit den Hardwareressourcen um. Z.B. werden Mailboxtexte von vorneherein nicht in jeweils ein File geschrieben, sonden gebündelt in Files mit einer Größe von etwa 30 KByte abgelegt. Das hat zur Folge, daß Sie auf Ihrer Festplatte nicht, wie bei anderen Systemen üblich, z.B. 10.000 Files in 500 Directories (für jedes Brett eins) liegen haben, sondern etwa nur 500 Files und 5 Directories. Das vermindert einerseits den Speicherbedarf und beschleunigt andererseits den Zugriff z.B. beim Durchsuchen von Texten und einsortieren von Netzdaten. Auch der Bildschirmtreiber ist bedeutend schneller als üblich. Er unterstützt die Emulationen ANSI, VT100 und TTY. Dabei wird der 32Bit-Bus des A3000 unterstützt, so daß die Bildschirmausgabe nochmal doppelt so schnell wird. 3. Installation ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Sie haben zu Phobos zwei Disketten bekommen. Gehen Sie folgende Schritte durch: * Starten Sie ihren Rechner von Festplatte und stellen Sie sicher, daß die Workbench gestartet wurde. * Legen Sie die Diskette 2 ein. * Klicken Sie auf der Workbench das Diskettenicon an, an danach das sich darin befindliche mit Namen PhobosInstall. * Es erscheint ein Fenster, auf dem Sie nochmal auf bestimmte Punkte hingewiesen werden. Befolgen Sie die Anweisungen... * Sie können Phobos auf einer beliebigen Festplattenpartition installieren lassen. Die erste heißt normalerweise DH0:, was das Installationsprogramm auch als Wert vorgibt. Wenn Sie damit einverstanden sind drücken Sie einfach die Return-Taste. * Sie werden nun befragt, ob Sie das Installationsprotokoll nur auf dem Bildschirm ausgegeben werden soll, oder ob es auf einen Drucker umgeleitet werden soll. Wenn Sie sich für den Drucker entscheiden, so achten Sie darauf, daß die entsprechenden Einstellungen dafür in den Prefernces Ihrer Workbench eingestellt sind. Drücken Sie entsprechend "B" für Bildschirmausgabe oder "D" für Drucken. * Es erfolgt eine letzte Abfrage, ob Sie die Installation mit den eingestellten Daten durchführen lassen wollen. Drücken Sie "J" wenn alles korrekt eingestellt ist, ansonsten können Sie mit "N" wieder abbrechen. * Sie Installation geht ansonsten fast automatisch. Wechseln Sie die Disketten je nach Anforderung am Bildschirm. Die Diskette "PhobosBoot" ist die Nr. 1 und "PhobosDaten" Nr. 2. * Nach erfolgter Installation muß in Ihre startup-sequence, ein Befehl wie etwa Assign Phobos: DH0: eingebunden werden, der ein logisches Device mit Namen "Phobos:" erzeugt. Dadurch weiß Phobos später beim Start von Festplatte wo sich nun die neuen Daten befinden. Auf Wunsch hängt Ihnen das Installationsprogramm diesen Befehl automatisch an den Anfang der Datei an. * Führen Sie nun einen Reset mit das Tastenkombination Ctrl-Amiga-Amiga aus. * Wenn Sie sich nun den Inhalt Ihrer Festplattenpartition ansehen (Doppelklick auf das Symbol), werden Sie den Ordner mit Namen Phobos wiederfinden. Dort sind auch die entsprechenden Icons zum Start von Phobos zu finden. Hinweise: Bei der Installation werden auch bestimmte Dateien, die ggf. bereits auf Ihrer Festplatte existieren überschrieben. Das sind zum einen Packer, aber auch die eine oder andere Library. Wenn Sie aktuellere Versionen, die zu den alten kompatibel sind, haben so können Sie diese wieder überschreiben. Jedoch sollten Sie die xprzmodem.library mit der Version 2.0e nicht ersetzen. Die meisten nachfolgenden Versionen (z.B. V2,5) erzeugen Abstürze wenn sehr kurze Files übertragen werden sollen. Der Fehler wird durch die Library erzeugt, und kann deshalb durch Phobos nicht verhindert werden. Der vermeintliche Vorteil neuerer Versionen ist damit hinfällig. 4. PhobosPref ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Das Programm PhobosPref dient zur Editierung der Voreinstellungen zum Mailboxprogramm Phobos. Es wird ausschließlich über Gadgets gesteuert. Die Bedienung sollte daher auch für Laien kein Problem darstellen. Jedoch sind selbst vielen Profis folgende Tastenkombinationen bei String- bzw. Textgadgets unbekannt: * R-Amiga + X Löscht das Eingabefeld * R-Amiga + Q Stellt den Inhalt des Gadgets wieder her, bevor es angewählt wurde. Sie können das Programm mit dem Gadget "Exitus" oder "Abbruch" im Hauptmenü verlassen. Er- steres bewirkt das Abspeichern der eingestellten Daten in das File S:Phobos.Conf. Dieses wird bei jedem Neustart von Phobos neu eingelesen. Sie brauchen nicht gleich die ganze Anleitung durchzulesen, die meisten Einstellungen sind schon vorgegeben. Wenn Sie jedoch Änderungen machen wollen, so lesen Sie sich bitte immer zunächst das entsprechende Kapitel durch um unnötigen Komplikationen vorzubeugen. Dieser Editor ist recht sicher zu bedienen und Fehlbedienung führt nur selten zu ernsthaften Problemen, dennoch gilt, daß keine unsinnigen Werte eingegeben werden dürfen. Z.B. sind negative Zahlen NIE einzusetzen. Vielleicht noch ein letztes Wort zur Schreibweise der Syntax z.B. von Befehlen. Die Darstellungen entsprechen weitgehend der Backus-Naur-Form. Dabei gelten u.a. folgende Regeln: [...] "..." darf 0- oder 1mal wiederholt werden. {...} "..." darf beliebig oft wiederholt werden (auch 0mal). a|b Es darf entweder "a" ODER "b" benutzt werden, aber nicht beides. Bem.: bei der Beschreibung des erweiterten Verteilers ([Extended], siehe unten) ist der "|" (auch "Balken" genannt) selbst einzugeben und ist keine Operation! (...) Runde Klammern werden zur Strukturierung verwendet, z.B. um ODER-Ausdrücke mit "|" zusammenzufassen: Beispiel: (a|b|c) : Entweder a oder b oder c. 4.1. Hauptbildschirm ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 4.1.1. Allgemein ~~~~~~~~~~~~~~~~ Mailboxname Der Mailboxname darf eine maximale Länge von 15 Zeichen haben und wird in der Einschaltmeldung bei jedem Login eines Users angezeigt. Wollen Sie Netzbox werden, so wird er, technisch bedingt, auf 8 Zeichen gekürzt und automatisch groß geschrieben. Aus demselben Grund darf er keine Sonderzeichen, wie Umlaute o.ä. enthalten. Serien-Nr. Die Seriennummer hat eine Länge von genau 16 Zeichen. Davon dienen die ersten 8 Stellen der hexadezimalen Nummer als Kennung (Serial-ID). Sie erscheinen automatisch bei Aufruf des Befehls "VERSION" oder als erste Zeile beim Login. Die letzten 8 dienen als "Prüfsumme". Sie gibt Ihnen letztendlich die Legitimation (Lizenz) das Programm zu benutzen. Sie zu verbreiten kommt einer Raubkopie gleich. Für jeden weiteren Port müssen Sie hier jeweils eine neue Seriennummer eintragen. Bleibt das Feld leer, so ist dieser Port zwar startbar, jedoch nur über Konsole zu bedienen. Bei jedem Port ist die Kennung gleich, nur die Prüfsumme ist unterschiedlich. Seriennummern für weitere Ports erhalten Sie dort, wo Sie auch die Hauptlizenz gekauft haben. RAM Intern Der in diesem Feld einzugebende RAM-Speicher wird speziell für Phobos beim Hochstart des Ports reserviert und dient vor allem als Variablenspeicher für temporäre Daten. Die meisten Daten zu Texten, Brettern und Usern werden jedoch außerhalb dieses RAM-Bereiches verwaltet! Ein Wert von 150 KByte ist meistens ausreichend. Zur Überprüfung schauen Sie und zu auf die "RAM"-Anzeige des Mailboxprogramms ganz unten am Mailboxbildschirm. Sie gibt an, wieviel interner Speicher noch zur Verfügung steht. Als Faustregel kann man sagen, daß er dauerhaft nicht unter 80.000 fallen sollte. Während der Laufzeit des Programms können Warnungsmeldungen im CLI und auf dem Mailboxscreen ausgegeben werden, wie z.B.: Zu wenig internes RAM! (14858) Der Wert in Klammern schwankt zwischen 0 und 20000, ist jedoch nicht so wichtig. In diesem Fall setzen Sie die Zahl für das interne RAM herauf, bis keine Warnungen mehr auftreten. Eine kritische Situation dafür ist z.B. das Löschen von Texten. Lesepuffer Der Lesepuffer wird von Phobos beim Auslesen von Dateien jeglicher Art verwendet. Er beschleunigt den Datenzugriff von Festplatte oft erheblich, da immer große Blöcke gleichzeitig gelesen werden um den Puffer zu füllen. Die weiteren Lesezugriffe erfolgen dann in der Regel aus diesem Puffer im RAM-Speicher. Geben Sie hier an, wieviel KByte Puffer beim Lesen eines Files benutzt werden sollen. Werte bis zu 100 KByte sind sinnvoll, können aber in bestimmten Situationen auch zu einem knappen RAM-Speicher führen. Kann Phobos die gewünschte Menge nicht allozieren, d.h. ist der RAM-Speicher voll, so wird die Puffergröße ggf. halbiert bis zu einer minimalen Größe von ca. 20 Bytes. Sind diese auch nicht vorhanden, so schlägt der Lesezugriff auf die Datei automatisch fehl. Der angeforderte Speicher wird nicht aus dem internen Speicher belegt. Schreibpuf. Hier trifft dasselbe wie beim Lesepuffer für das Schreiben von Daten zu. Wenn sehr viel RAM- Speicher zur Verfügung steht, sollte dieser Puffer höher eingestellt werden, als der für das Lesen. Werte von bis zu 500 KByte sind hier sinnvoll. TaskPrio. Die Taskpriorität von Phobos ist in Verbindung mit der Ausnutzung des Multitaskings des Amigas zu sehen. Jedes ablaufende Programm hat einen Prioritätswert, der normalerweise 0 ist. Anhand dessen teilt das Betriebssystem jedem Programm Rechenzeit zu. Je höher die Priorität ist, desto sicherer ist, daß das Programm flüssig ablaufen kann, aber desto mehr werden auch andere Programme in den Hintergrund gedrängt. Um Seiteneffekte für das Betriebssystem zu vermeiden darf der Wert nicht über 4 steigen. Doch auch wenn das Mailboxprogramm eine solch hohe Priorität bekommt, brauchen Sie keine Angst zu haben, daß andere Tasks deshalb stehen bleiben. Phobos gibt jegliche nicht benutzte Rechenzeit an andere Tasks weiter, so daß im Ruhezustand nur eine Prozessorauslastung von ca. 2% erreicht wird. ExternTerm. Sie habe die Möglichkeit ein eigenes, frei wählbares Terminalprogramm von Phobos aus über die Tastenkombination Amiga-X zu starten. Dazu geben Sie in dieses Feld den Programmaufruf, wie z.B. "C:PhobosTerm" ein. Das Terminal darf den belegten Task nicht vor Beendigung zurückgeben, da sonst Phobos davon ausgeht, daß es wieder seine Arbeit aufnehmen soll! Dies trifft leider bei einigen sehr verbreiteten Terminals zu. Wählen Sie nun im Wartezustand des Mailboxprogramms den Menüpunkt "ExternTerminal" (oder über Amiga-X) so wird das Fenster iconfiziert (verkleinert), die Schnittstelle zum Modem wird freigegeben und das gewünschte Programm gestartet. Nachdem Sie dieses wieder beendet haben öffnet Phobos wieder Fenster und Schnittstelle, das Modem wird initialisiert und Ihre Mailbox ist wieder online. Beachten Sie, daß der Speicher knapp werden kann, da Phobos weiterhin geladen ist! Anz.Ports Mit "Anz.Ports" geben Sie an, wieviele Ports (maximal 8) Ihre Mailbox verwalten soll. Für jeden Port wird dabei eine eigene Phobos.Conf-Datei im "S:"-Verzeichnis erstellt. Nachdem der Wert geändert wurde, können Sie durch Klicken auf "akt. Port" jede Datei verändern. Alle in Geisterschrift dargestellten Felder werden vom Hauptport übernommen und sind damit nicht speziell editierbar. Beachten Sie, daß jeder Port, der keine eigene Seriennummer (s.o.) besitzt, keine Modemdaten einstellen kann, da diese grundsätzlich ignoriert werden. MB-Status Hier kann zwischen "Public" und "Privat" umgeschaltet werden. Ein System ist dann public, wenn sich Gäste, d.h. noch nicht eingetragene User, von außen einloggen können. Andernfalls ist es privat. Letzteres wird vor allem bei geschlossenen Usergruppen oder Clubs verwendet. akt. Port Hier können Sie nun die einzelnen Ports im PhobosPref durchwählen. Wurde kurz vorher die Anzahl der Ports verändert, so muß ggf. mehrmals angewählt werden, bis der gewünschte Port erreicht ist. Zusätzlich können Sie ihn auch über die Tastatur eingeben. Eine "0" entspricht dem Hauptport und die Tasten "1"-"7" den zugehörigen Nebenports. Zu beachten ist jedoch, daß kein Cursor in einem Eingabefeld steht. 4.1.2. Zugriffspfade ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Die Zugriffspfade stellen Directories auf Ihrer Festplatte dar, in denen Phobos während des Be- triebes Daten aller Art ablegt. Geben Sie in einem Feld einen Namen eines nicht existierenden Pfa- des an, so versucht PhobosPref nach einer Sicherheitsabfrage diesen selbständig einzurichten. Temp. Files Hier legt Phobos kurzzeitig Zwischendateien aller Art an. Z.B. wird an der Stelle bei Ausführung eines CLI-Befehls die Ausgabe zwischengespeichert. Außerdem wird hier automatisch für jeden Port ein Directory Namens "UploadX" erstellt. Das X steht dabei für die Portnummer, wobei eine "0" weggelassen wird. Hier werden alle Files während eines Uploads zwischengespeichert, bevor sie in die Bretter einsortiert werden können. Weiterhin werden hier Directories für neu eigerichtete Zerberus-Bretter, die Files enthalten sollen, eingerichtet. Sie erhalten den Namen ZerDirXXX.TMP, wobei XXX eine mit 0 beginnende laufende Nummer darstellt. Kommen also bei einem Netztransfer Files für ein Brett an, für das noch kein Directory angegeben wurde, so richtet hier Phobos automatisch eines ein und legt das File ab. Dies ist jedoch nur eine Notlösung. Sie sollten den Directories im Bretteditor nachträglich einen neuen, sinnvollen Namen geben! Außerdem wird hier das File "PHOBOS.TXT" beim Optimieren der Boxtexte abgelegt. Dieses wird in der Regel sehr lang. Legen Sie diesen Pfad deshalb möglichst nie in die RAM-Disk! Systemfiles Dieses Directory stellt gewissermaßen das Herzstück von Phobos dar. Es nimmt alle Brett- und Userdaten auf, alle Inhaltsverzeichnisse, alle Daten für das Onlinespiel Galactic Empire und andere Dinge auf: * "Textinfos" Es enthält die gesamten Inhaltsverzeichnisse der Mailbox. Wird es zerstört, so kann es innerhalb der Mailbox durch den Befehl "KORRIGIEREN" neu erstellt werden. * "Bretter" Hier werden alle Einstellungen zu den Brettern abgelegt. Diese Daten können bei Zerstörung nicht wieder neu berechnet werden! * "Adressen" Wie der Name schon sagt, werden hier die Adressen der eingetragenen User abgelegt. * "UserConfigI", "UserConfigII", "UserConfigIII" In diesen drei Files befinden sich die persönlichen Einstellungen der User. Hinweis: Die Files "Adressen" und "UserConfigX" können während des Mailboxbetriebes nicht gelesen werden, da Phobos darauf einen Schreib- Lesezugriff hat. D.h. um einen korrektes Festplattenbackup zu machen muß die Mailbox zuvor heruntergefahren werden! * "Brett_User_Flags" Dieses File enthält für jeden User Informationen, welche Bretter er markiert hat und welche besonderen Zugriffe er auf bestimmte Bretter besitzt. * "Brett_Box_Flags" Genauso wie bei "Brett_User_Flags" werden hier die speziellen Zugriffe der Mailboxen auf bestimmte Bretter abgelegt, * "Protokoll" Hier wird das aktuelle Login- und Netzprotokoll abgespeichert. Die maximale Anzahl der Einträge wird in "Protokoll" und "Netzprot." bei den Dimensionierungen festgelegt. * "PrgHilfe", "PrgHilfe.IDX" Diese beiden Files enthalten die Onlinehilfen für die Bedienung des Mailboxprogramms von der Konsole aus. Sie sind auch die einzigen Dateien, die nicht vom Programm aus selbständig eingerichtet werden! * "Empire.AuswertungX", "Empire.DATX" Diese Dateien enthalten für jeweils eine von zehn Spielrunden die aktuelle Auswertung und die aktuellen Daten zum Online-Spiel Galactic Empire. Das "X" kennzeichnet die jeweilige Partie. * "ChatProtokoll" In dieses File schreibt Phobos ein Protokoll aller Chats die in der Mailbox gemacht werden hinein. Es kann mit einem gewöhnlichen Texteditor angesehen und geändert werden. Sie können es auch, wenn es zu lang wird, löschen um Speicher zu sparen. Es wird darauf hingewiesen, daß jegliche Manipulation dieser Daten unvorhersehbare Folgen für das Funktionieren von Phobos haben kann. Es darf einzig und allein und ohne Bedenken das File "Textinfos" gelöscht werden, da es bei Fehlen automatisch wieder hergestellt wird. Binäre Post Nehmen wir an, Sie haben an der Stelle als Pfad "Phobos:BinPost" eingegeben. Dann könnte der Inhalt des Verzeichnisses nach längerer Benutzung des Mailboxprogramms so aussehen: BinPost (Dir) TextIn (dir) UserFiles (dir) 0 (dir) 1.File 2.File 3.File 1 (dir) 2 (dir) TEXT.TXT 3 (dir) 4 (dir) 5 (dir) 6 (dir) 7 (dir) 8 (dir) 9 (dir) Phobos richtet also zwei Unterdirectories ein: * "UserFiles" Dieses Verzeichnis wird nun wirklich für die binäre Post (Files) von Usern benutzt. Dazu enthält jeder User (in diesem Fall sind es 10) ein eigenes Directory in das die Files abgelegt werden. Sie werden genauso verwaltet wie Download-Bretter. D.h. jedes File, das dort steht erscheint auch in dem Postfach des Users und umgekehrt. * "TextIn" Kurz bevor Phobos auf Anrufe wartet, wird dieses Directory auf das File "TextInhalt" überprüft. Dort erwartet Phobos ggf. Namen von Files, die jeweils einen Text folgenden Formats enthalten: Zeile 1 : Zeile 2 : Zeile 3 : Zeile 4 : (leer) Zeile 5 : text, . : . . : . Zeile x : text. Nun wird versucht das entsprechende Brett zu finden. Groß- und Kleinschreibung spielt keine Rolle, jedoch muß der gesamte Brettpfad angegeben werden. Der Text wird dann unter dem Usernamen und Betreff abgespeichert. Wurde der Brettname nicht gefunden so untersucht Phobos die Namen der User und sortiert den Text ggf. in deren Postfächer. Ist dies geschehen, wird das File wieder aus dem Directory gelöscht. Beispiel: » Inhalt des Files "TextInhalt": Hilfstext1 Hilfstext2 » Inhalt des Files "Hilfstext1": Hilfstexte SYSOP Mein Hilfstext Nr.1 Und nun meine Hilfe: abc, dsdfashf etc.. » Inhalt des Files "Hilfstext2": Hilfstexte ANDERER-USER 2.Hilfstext Dies ist mein 2. Hilfstext Nach dem Hochstart von Phobos oder nach einem Logoff werden die beiden Texte in das Brett "Hilfstexte" abgelegt. Ist dies geschehen, so ist das Directory wieder leer. Um Texte aus einem Brett zu löschen können Sie einen auch Text folgenden Formats anlegen: Zeile 1 : Zeile 2 : Zeile 3 : Zeile 4 : #Loeschen Es werden dann alle Texte des Brettes mit dem Betreff gelöscht, bzw. zum Löschen markiert. Netzdaten Beispiel für den Inhalt des Directories, "Netz" benannt: Netz (dir) IN (dir) IN1 (dir) OUT (dir) OUT1 (dir) FLATTER (dir) PUFFER MOONBASE (dir) OUT.TXT Kopien_Empfangen (dir) 09.14!MOONBASE!22.23 09.17!FLATTER!01.33 Kopien_Senden (dir) 09.14!FLATTER!01.32 BinDatum ID-Archiv Zer_LfdNr "IN" dient wiederum als Zwischenspeicher für ankommende, gepackte Texte. Es wird für jeden Port getrennt geführt, so daß jeder Nebenport mit 1 bis 7 durchnumeriert wird. Gleiches gilt für "OUT". Hier werden jedoch während des Netztransfers alle zu sendenden Daten abgelegt. "FLATTER" und "MOONBASE" sind die Namen der über das Netz direkt angeschlossenen Boxen. Werden Eilmails versendet, so richtet Phobos dafür zusätzliche Directories ein, die jedoch nach dem Transfer wieder gelöscht werden. Darin befinden sich ggf. das Puffer-File, das die zu sendenden Nachrichten im Zerberus- Netzformat beinhaltet. Sein Name wird im Netzeditor für jede Mailbox getrennt eingestellt. Beim Netztransfer wird es dann in das Directory "OUT" durch Umbenennen verlagert, auf Wunsch gepackt, und versendet. Die beiden Verzeichnisse "Kopien_Empfangen" und "Kopien_Senden" enthalten die Sicherheitskopien, die Phobos nach bzw. vor dem Netztransfer anlegt auf Wunsch (siehe Netzeditor) anlegt. Die Kopien werden immer im ungepackten Zustand unter einem Namen mit folgendem Aufbau abgelegt: » MM.TT!-!SS.MM MM : Monat der Erstellung TT : Tag der Erstellung Boxname : Name der anderen Mailbox SS : Stunde MM : Minute Monat und Tag wurden in der Reihenfolge vertauscht, damit Sie im Filerequester alle Kopien der Chronologie nach geordnet haben. Tip: Legen Sie zwei Bretter z.B. mit Namen Netzkopien_Empfangen und Netzkopien_Senden an, das seine Files in diesem Directory (z.B. "Phobos:Netz/Kopien_Empfangen") verwaltet. Dann benutzen Sie den Autoeditor um z.B. alle Kopien, die älter als 7 Tage sind, automatisch löschen zu lassen. Oder bestimmen Sie einfach im Bretteditor, wieviele Kopien zurückbehalten werden sollen, oder wieviel Festplattenspeicher die Files einnehmen dürfen. Wichtige Kopien können als archiviert markiert werden und sind damit vor dem Löschen ge- schützt. Das File "BinDatum" ist genau 4 Byte lang und enthält in kodierter Form die Zeit, bei der das letzte mal binäre Files aus einem Brett in das Zerberus-Netz gelangt sind. Es ist lediglich für den internen Ablauf von Phobos wichtig. Dennoch kann es hier zu Komplikationen kommen: Haben Sie z.B. einmal die Mailbox gestartet, obwohl die Systemzeit des Amigas falsch bzw. zu hoch ist und ändern sie beim nächsten mal auf die richtige, so erkennt Phobos, daß das letzte mal die binären Files in der Zukunft überprüft wurden, was schwerlich stimmen kann. In diesem Fall löschen Sie bitte dieses File und starten die Mailbox neu hoch! Nach dem Transfer, bis zu dem Zeitpunkt an dem die Netznachrichten einsortiert werden, wird ein File "NetzNameX" (X=Portnummer wie oben) erstell. Es beinhaltet als Text 3 Zeilen (mit LF am Ende) folgenden Aufbaus: Der Netztyp von dem dieses Pufferfile stammt. Momentan ist nur die Kennung "ZERB" für Zerberus zulässig. Der Name der Box, von der das Pufferfile (im "IN"-Directory) gesendet wurde. Die Nummer unter der die Box im Netzeditor eingetragen wurde. Dort erscheint sie neben dem Eingabefeld für den Boxnamen. Soll ein File manuell einsortiert werden, so muß es, egal unter welchem Namen, in das entsprechende "IN"-Directory kopiert werden und das File "NetzNameX" mit einem Texteditor erstellt werden. Achten Sie darauf, daß für das Directory und das File dieselbe Portkennung verwendet wird (z.B. "IN" und "NetzName" oder "IN2" und "Netzname2". Sobald der entsprechende Port gestartet wird oder sich dort ein User ausloggt, werden die Daten einsortiert. Das manuelle Einsortieren sollte in der Praxis von unerfahrenen Sysops möglichst vermieden werden, denn es treten immer wieder in diesem Zusammenhang Probleme auf, daß Nachrichten aufgrund falscher Daten nicht korrekt sortiert werden! 4.1.3. Dimensionierungen ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Einige Daten für die Mailbox müssen dimensioniert werden, um unnötigen Speicherplatzverbrauch vorzubeugen. Daher sollten Sie die Daten Ihren Bedürfnissen anpassen: User Max. Anzahl verwaltbarer User (höchstens 10.000) Bretter Max. Anzahl verwaltbarer Bretter (höchstens 10.000) Netzboxen Max. Anzahl verwaltbarer Netzboxen (höchstens 10.000) Texte Max. Anzahl verwaltbarer Texte (höchstens 65.000) Protokoll Max. Anzahl Protkolleinträge (höchstens 32.000) Netzprotokoll Max. Anzahl Einträge im Netzprotokoll (höchstens 32.000) Editorzeilen Max. Größe von Texten in Zeilen (höchstens 32.000) Die Zahl der User, Bretter und Netzboxen darf auf keinen Fall später wieder heruntergesetzt werden, wenn Phobos die Daten mit neuen Dimensionen bereits abgespeichert hat! Werte, die vermutlich nie erreicht werden verschwenden unnötig Speicherplatz. Ein Puffer von 100 bei Netzboxen und Usern bzw. 200 bei Brettern sollte allen Anfordungen genügen. Die maximale Anzahl der Texte muß immer groß genug sein, um alle Nachrichten (Texte und Files) aufnehmen zu können. Bei Verminderung des Wertes sollte sicherheitshalber das File "Textinfos" in den Sytemfiles gelöscht werden. 4.1.4. Telefongebühren ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Wenn bei der Deutschen Bundespost Gebührenänderungen anstehen, so können Sie diese auch bei Phobos einstellen. Das 2 x 3 große Feld nimmt die Zeitdauern für eine Gebühreneinheit auf. Die linke Spalte gilt für den Normaltarif und die rechte für den Billigtarif. Zusätzlich besteht die Möglichkeit die Kosten einer Einheit in Pfennigen unten anzugeben. 4.1.5. Floskeltasten ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Vielleicht haben Sie sich schon einmal geärgert, wenn Sie ständig immer wieder gleiche Texte oder Befehle eingeben müssen - z.B. bei der Unterschrift und der Eingabe von "s" für Speichern. In den zehn Feldern des Editors können Sie die Floskel- bzw. Funktionstasten ihrer Tastatur mit festen Tastendrücken, d.h. Texten belegen. Dabei hat die Pfeiltaste "^" ein besondere Bedeutung. Sie wird zunächst nicht ausgegeben sondern dient gewissermaßen als CTRL-Tasten-Ersatz für das nächste Zeichen. Beispiel 1: PHOBOS^M gibt den Text "PHOBOS" und ein CTRL-M bzw. aus. Soll ein Pfeil selbst ausgegeben werden, so muß er wiederholt eingegeben werden: "^^". Beispiel 2: MfG,^M Mr.X^M.^Ms Wenn Sie im Texteditor die entsprechend belegte Taste drücken, so schreibt das Programm den Abschiedsgruß "MfG, Mr.X" in zwei Zeilen, beendet die Eingabe mit dem Befehl "." und simuliert den Druck der S-Taste zum Speichern. 4.2. Netz ~~~~~~~~~ Max. Anzahl IDs auf HD Gibt die maximale Anzahl der IDs an, die Phobos zurückbehält um doppelte Nachrichten (sog. Dupes) aus dem Netz ausfindig zu machen. Jede ID benötigt 24 Bytes an Speicher und wird zusammen mit den anderen in dem File "ID-Archiv", das sich im Netzverzeichnis befindet, verwaltet. Diese Zahl sollte etwa dem durchschnittlichen Mail-Aufkommen eines Monats (oder mehr) entsprechen. D.h. wenn Ihre Mailbox täglich etwa 500 Nachrichten per Netz erhält, so ist hier 15000 einzutragen. Min. Anzahl IDs auf HD Wird das File "ID-Archiv" zu lang, so daß es die max. Anzahl der IDs (s.o.) übersteigt, dann schneidet Phobos automatisch die ältesten ID-Einträge am Anfang der Datei ab, bis die hier angegebene Zahl erreicht wird. Ein guter Wert ist 1/2 bis 2/3 des Maximums. Write-Back-Cache (KByte) Phobos kann beim Einsortieren von Netznachrichten einen Pufferspeicher (Cache) anlegen, was eine bedeutende Zeiteinsparung bewirken kann. Dabei werden neue Nachrichten nicht sofort auf Festplatte gespeichert, sondern zunächst im RAM-Speicher gepuffert. Ist der Puffer voll, so wird er in einem Rutsch auf Festplatte entleert. Dies erkennen Sie an den Punkten ".", die durch Balken (auch engl. Pipe genannt) "|" getrennt werden. Z.B.: |....|..........|.....|...............|.......| Jeder Balken entspricht dem Öffnen eines Files. Jeder Punkt bedeutet das Abspeichern eines Textes. D.h., je mehr Punkte hintereinander auftreten, desto effektiver arbeitet das Cache. Ein Wert von über 100 KByte ist nicht unbedingt sinnvoll, da jedes Phobos-Textfile max. 32KByte lang werden kann und damit ohnehin getrennt wieder gespeichert wird. 4.3. Speicher ~~~~~~~~~~~~~ In der Mitte des Bildschirms befinden sich 25 Eingabefelder, die jeweils den Pfad eines Massen- speichers aufnehmen können. In dem linken Feld "Files pro Gerät" können Sie bestimmen wieviele Textfiles diese jeweils maximal aufnehmen sollen. Ein solches Textfile kann beliebig viele Texte beinhalten, solange es nicht größer als ca. 31 KByte wird, in jedem Fall aber mindestens einen. Die Namen der Files beginnen mit "PHOBOS", gefolgt von einer Nummer. Auch wenn eine Festplatte theoretisch 1000 Files aufnehmen könnte, so sollte man doch mehrere Directories mit jeweils maximal 100 einrichten, um das Auffinden eines Files zu beschleunigen. Gehen einige Files verloren oder verändert sich die Reihenfolge etc., so muß der Befehl "KORRIGIEREN" angewendet werden. Er liest alle Files und liest die Positionen der Texte. Wichtig: Diese Zugriffspfade verwalten nur die Mailboxtexte, aber keine Files! Für diese müssen Sie extra Directories anlegen (lassen). Lesen Sie dazu bitte das entsprechende Kapitel zum Bretteditor in der Hauptanleitung. 4.4. Userdaten ~~~~~~~~~~~~~~ 4.4.1. Userdaten-Voreinstellungen ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Trägt sich ein User neu in die Mailbox ein, so erhält er die hier eingetragenen Daten als Voreinstellung. 4.4.2. Maximale Loginzeit ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Hier läßt sich levelabhängig die maximale Loginzeit für User eintragen. Ist jedoch im Usereditor eine maximale Loginzeit ungleich 0:00:00 eingtragen, so hat diese Vorrang. Für die Dauer eines Logins kann sie jedoch während des Mailboxbetriebes auch mit dem "+"- und "-"-Gadget für die Dauer des Logins verändert werden. 4.4.3. Zeit-Ratio ~~~~~~~~~~~~~~~~~ In der Regel will aber der Sysop Uploads (senden von Files) belohnen, und nicht damit bestrafen, daß dem User hinterher kaum noch Loginzeit zur Verfügung steht. Deshalb kann hier für jeden Level getrennt ein Faktor eingetragen werden mit dem die Zeit für den Transfer vergütet wird. Stellen Sie hier also z.B. eine 2 ein, so bedeutet dies, daß der User die Zeit, die er für den Upload benötigte wieder 2fach zurückbekommt. Dies geschieht jedoch nur dann, wenn die Online-Zeit (siehe 6. Zeiten) Ihrer Mailbox nicht überschritten wird. Damit wird garantiert, daß die Mailbox auf jeden Fall z.B. für den Netztransfer bereit steht. 4.5. Farben ~~~~~~~~~~~ 4.5.1. Bildschirm ~~~~~~~~~~~~~~~~~ Sie sehen zwei umschaltbare Gadgets. Das erste bestimmt die Anzahl der Farben, die Phobos benutzen soll. Je mehr Farben eingestellt sind, desto bunter ist für den Sysop die Textdarstellung. Andererseits wird mehr (Chip-) Speicher gebraucht und die Geschwindigkeit der Textausgabe läßt nach. Haben Sie ein Modem, das Baud- raten von mehr als 2400 unterstützt so ist eine maximale Farbanzahl von Acht zu empfehlen. Die Einstellung beeinflußt aber nicht die Ausgabe für den User. Das zweite Gadget besitzt vier Positionen. Diese bestimmen auf welche Weise der Screen von Phobos beim Hochstart geöffnet wird. Bei "Halb" wird der Interlace-Modus des Amigas benutzt. Dadurch nimmt der Screen nur die halbe Bildschirmfläche ein. Andererseits wird die Schrift kleiner, und das Monitorbild flimmert. Diese Funktion ist insbesondere für Besitzer einer Flickerfixer-Karte oder eines Amiga 3000 interessant. Dann nämlich können Sie ohne Qualitätseinbußen in Verbindung, mit dieser Einstellung den oberen Teil des Bildschirms für die Workbench benutzen, und können gleichzeitig den Mailboxbetrieb unten beobachten. Während Phobos läuft kann dieser Modus durch das "Interl"-Gadget unten jeweils in den anderen Zustand geschaltet werden. "Icon" veranlaßt das Programm beim Start nur das kleine ikonifizierte Fenster zu öffnen. Stel- len Sie "Halb+Icon" ein, so wird zunächst das kleine Fenster geöffnet und sobald Sie es wieder anklicken, öffnet sich der Screen wieder in halber Höhe. Es folgen zwei Integer-Gadgets "Y-Position". Diese geben die vertikale Position an, an der jeweils der normal- und halbhohe Screen geöffnet wird. In der Regel sind hier die Werte 0 und 256 einsetzen. 4.5.2. Farbeinstellung ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Auf der rechten Seite sehen Sie die 16 Farben von Phobos. In dem 6-teiligen Feld in der Mitte des Bildschirms können die Rot- Grün- und Blaufarbwerte verändert werden. Die hexadezimale Zahl gibt jeweils die Intensität des Farbwertes an. Je nachdem wieviele Bitplanes der Phobos-Screen enthält, werden nur bestimmte Farben überhaupt benutzt. 4.6. Zeiten ~~~~~~~~~~~ Mit diesem Editor kann auf einfache Weise das Verhalten der Mailbox bei Anruf gesteuert werden. Jedes Feld repräsentiert sie Dauer einer halben Stunde eines Tages. Ein grünes Feld bedeutet daß alle Anrufe angenommen werden. Ein gelbes bewirkt, daß nur andere Boxen zum Netztransfer zugelassen sind und ein rotes bedeutet, daß externe Logins nicht möglich sind. Auf jeden Fall führt Phobos zu den gegebenen Zeitpunkten den Pollvorgang durch (indem es *selbst* anruft). Loggt sich kurz vorher ein User in Ihre Mailbox ein, so wird seine Loginzeit entsprechend gekürzt, so daß er zur Einhaltung der Logoff-Zeiten ggf. rausgeworfen wird. 4.7. Packer ~~~~~~~~~~~ 4.7.1. Archivierungs-Programme ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Ein Ziel bei der Entwicklung von Phobos ist es, das Programm möglichst flexibel gegenüber externen Programmen aber möglichst einheitlich gegenüber dem Benutzer, d.h. dem User, zu machen. Daher können Sie bis zu 16 Packer, die Sie auf der rechten Seite anwählen können (siehe Netzeditor), selbst einbinden. Die Daten des angewählten Packers werden jeweils in der linken Box angezeigt. Oben steht der Name unter dem er in der Mailbox geführt werden soll. Darunter kommen jeweils die Programmaufrufe für die einzelnen Funktionen des Packers. Natürlich müssen den Programmen noch verschieden Parameter wie z.B. Archivnamen übergeben werden. Dafür stellt Phobos je nach Funktion einige Variablen zur Verfügung. An dessen Stelle werden die benötigten Daten automatisch eingefügt. Packen Wird beim Packen von Netzdaten und Textfiles durch die "!"-Funktion (siehe Mailboxbefehle LESEN und SCANNER) benutzt. Variablen: $a : Archivname $f : zu entpackende Files Entpacken Z.Z. werden damit nur Netzdateien entpackt. Variable : $a : Archivname Inhalt Dient zum Anzeigen des Archivinhalts (Inhalts-Funktion) beim Lesen binärer Files. Variable : $a : Archivname Lesen Dient zum Lesen eines Textes im Archiv. Die entpackten Daten müssen an die Standard- ausgabedatei geschickt werden. D.h. beim Aufruf im CLI müßte der entpackte Text in das Fenster gesendet werden. Variablen : $a : Archivname $t : zu entpackender Text Weiterhin gibt es noch zwei Eingabefelder: Joker Phobos benötigt in seltenen Fällen eine Schablone nach der Dateien gepackt werden sollen. Z.Z. ist dies nur beim Packen der Netzdaten der Fall. Der Joker ist nach Amiga-Standard "#?". Viele Packer sind jedoch zu MS-DOS-Packern kompatibel, welche als Joker lediglich ein "*" verwenden. Endung Dies ist die Endung an der Archive des Packers erkannt werden können. Dabei unterscheidet Phobos nicht unter Groß- und Kleinschreibung. 4.7.2. Automatische Packererkennung ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Phobos kann nach einem Zerberus-Netztransfer aufgrund der hier eingestellten Daten selbständig erkennen, ob das empfangene Netcall-File gepackt wurde und ggf. dessen Bezeichnung feststellen. Anhand dieser Bezeichnung versucht dann das Prgramm mit den oben eingestellten Daten kann es dann das Archiv entpacken und weiter verarbeiten. Die Erkennung beschränkt sich auf die Untersuchung der ersten 16 Bytes des zu untersuchenden Files. Dort sind in der Regel immer eindeutige Hinweise, wie Buchstaben und andere Codes, zu finden, die auf den verewendeten Packer schließen lassen. Möchten Sie einen Packer automatisch erkennen lassen, dann tragen Sie links ein Muster ein, auf das die ersten 16 Bytes dies Files passen müssen. In der zweiten Spalte geben Sie den entsprechenden Namen des Packers an. Der Name muß wie unter 7.1. beschrieben eingetragen sein. Insbesondere die Zeile zum entpacken ist wichtig. Beispiele: 1. LHarc ??-lh1-* LHarc Dieser etwas ältere Packer wird durch die -lh1- Kennung ab der dritten Stelle im Archiv erkannt. Die ersten beiden Zeichen spielen bei der Erkennung keine Rolle. Der "*" bedeutet, daß die restlichen Zeichen ohne Belang sind und daher jede Form haben dürfen. 2. LHA ??-lh[0-9]-* LHA Der neuere Packer LHA, kann noch einiges mehr. Er beherrscht auch die anderen Pack-Modi -lh0- bis -lh9-. Ansonsten ist die Erkennung dieselbe wie bei LHarc. Die Angabe, daß das sechste Zeichen zwischen 0 und 9 variieren darf wird durch die Mengenklammer [ ] angezeigt. Darin steht der gewünschte Bereich, in dem sich der Code des Zeichend bewegen darf. 3. Shrink FORM**??CDAFNAME* Shrink Statt des * drücken Sie bitte die Tastenkombination Ctrl-A! Es wird dann in dem Eingabefeld des PhobosPref ein Kasten dargestellt, weil es sich dabei um kein druckbares Zeichen handelt. Die ersten 16 Zeichen eines Shrink-Archivs enthalten also des Text FORM und CDAFNAME an den entsprechenden Stellen. Die beiden Fragezeichen passen wieder auf zwei beliebige Zeichen. das Ctrl-A ist eine Ausnahme. Es paßt ausnahmsweise auf genau zwei verschiedene Codes, nämlich ASCII-Code 0 und 1. Die 1 entspricht dem Ctrl-A. Die Null ließe sich aber nicht in das Feld eingeben, darum diese Doppelbelegung. Und tatsächlich steht in jedem Shrink-Archiv auch eine ASCII-0 an 5. und 6. Stelle. Der * am Ende des Musters ist prinzipiell nicht nötig, denn ab Position 17 sind keine Zeichen mehr, da Phobos nur die 16 am Anfang untersucht. Dennoch sollten Sie es setzen, um die Kompatibilität zu späteren Phobos-Versionen zu gewährleisten, die evtl. 20 oder 30 Zeichen prüfen müssen. Ablauf der Erkennung: Wenn Phobos ein Archiv untersucht, so beginnt es mit der Überprüfung des ersten Eintrages und geht solange die nächsten Einträge durch bis ein passendes Muster erkannt wurde ode kein Eintrag mehr vorhanden ist. D.h., wenn ein Packer auf mehrere von Ihnen angegebene Muster paßt, so nimmt Phobos den ersten von ihnen. In dem Beispiel in der LHarc eine Untermenge des LHA. Der LHA könnte ohne weiteres auch die LHarc-Archiv entpacken, dennoch verwendet Phobos dann den LHarc, weil dieser zuerst in der Liste steht. 4.8. Alias ~~~~~~~~~~ Neben dem festen Befehlssatz von Phobos können Sie weitere sog. Alias-Befehle definieren. Diese werden durch einen eigenen Namen aufgerufen, führen dann jedoch lediglich einen bereits vorhandenen Befehl evtl. mit zuätzlichen Parametern aus. Im Einzelnen geht Phobos bei der Auswertung von Befehlen folgendermaßen vor: 1. Handelt es sich bei dem ersten Zeichen um eine Ziffer oder ein spezielles Zeichen, wie z.B. "+", so wird je nach Situation der Befehl BRETT oder LESEN ausgeführt. 2. Ist es ein bekannter Befehl, so wird er aufgerufen. 3. Paßt die Zeichenkette auf den Anfang eines Brettnamens, so wird ebenfalls der Befehl BRETT aufgerufen. 4. Entsprechend wird nun überprüft, ob es sich um einen Alias-Befehl handelt. Wenn ja, so wird der eingestellte Ersatzbefehl aufgerufen und die Überprüfung beginnt bei Punkt 1, es sei denn es handelte sich bereits um einen Ersatzbefehl. 5. Führt keiner der oben genannten Tests zu einem Ergebnis, so gibt Phobos eine entsprechende Fehlermeldung aus. Alle Alias-Befehle erscheinen nicht in der allgemeinen Befehlsliste! Sie sollen in erster Linie neuen Usern, die sich bereits an andere Mailboxsysteme gewöhnt haben, den Umstieg erleichtern, so daß auch Befehle wie CHAT statt OPERATOR oder ANTRAG statt POSTFACH von der Mailbox verarbeitet werden. Alias-Befehl Tragen Sie hier den Namen des neuen Befehls ein, den Phobos erkennen soll. Ersatz-Befehl Entsprechend in derselben Zeile des Alias-Befehls wird hier der von Phobos ersatzweise zu bearbeitende Befehl eingetragen. 4.9. Modem ~~~~~~~~~~ 4.9.1. Modem-Setup ~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Heutzutage sind fast alle Modems (wenn sie nicht gerade von der Telekom stammen) "Hayes- kompatibel". D.h. alle grundsätzlichen Befehle (AT-Kommando-Satz) und modem-interne Register sind standardisiert. Dennoch gibt es immer wieder Schwierigkeiten, z.B. wenn die Post bei ZZF- Zulassungen Funktionen, die international längst Standard sind, verbietet oder verfälscht. Die folgenden Einstellmöglichkeiten sollen solche Anpassungen ein wenig unterstützen: Init-Baud legt fest mit welcher Baudrate die serielle Schnittstelle zur Initialisierung des Modems geöffnet werden soll. Dies ist normalerweise die höchstmögliche Ihres Modem. Bei jedem Modem-Kommando wartet Phobos maximal 2 Sekunden auf ein "OK" oder ein "ERROR". Sendet das Modem ein "OK" zurück so geht Phobos davon aus, daß es für einen weite- ren Befehl bereit ist. Dies ist aber leider nicht immer so, so daß Sie hier eine Init-Pause in 1/50 Sekunden angeben können, die nach einem "OK" zusätzlich gewartet wird. Das Modemreset-Kommando wird vor jeder Initialisierung des Modems gesendet. Es soll dabei einen definierten Zustand erhalten. Ist dies geschehen und das Modem hat ein "OK" zurückgesendet, so tritt der Kommandostring Modem-Init in Aktion. Mit ihm können sie nochmals bestimmte Funktionen, die speziell für den Mailboxbetrieb notwendig sind, setzen. Folgendes ist dabei zu beachten: * Ein Befehl beginnt mit einem AT. Danach folgen die Einstellungen. * Das Modem muß für seine Meldungen ein Wort und nicht eine Zahl senden. Dies geschieht nach Hayes-Standard mit V1. * Es darf nicht automatisch bei Anruf den "Hörer abnehmen" (Auto-Answer aus: S0=0). * Es sollte nicht jedes Zeichen wieder zurückgesendet (ECHO) werden (Einstellung: E0) * Die Baudrate muß bei der "CONNECT"-Kennung mitgesendet werden, was mit dem "X"-Kommando (siehe Manual des Modems!) gechieht. In der Regel folgt dem "X" eine Ziffer ungleich Null, z.B. X1. * Der Escape-String muß von "+++" auf die drei Zeichen mit dem ASCII-Code 1 geändert werden. Dazu muß das Register 2 des Modems auf 1 gesetzt werden. Einstellung: S2=1. Geschieht dies nicht, so kann das Modem nach einem Logoff nicht auflegen. Bei Modemwahl können Sie den Anfangstext für das Wählkommando Ihres Modems eingeben. Normalerweise steht hier ein ATDP. Wenn Ihr Telefonanschluß es zuläßt können Sie hier auch ATDT eintragen. Damit können Sie im sogenannten Mehrfrequenz-Wahl anrufen, was etwas schneller geht als bei dem sonst üblichen Puls-Wahl-Verfahren. Nun folgen zwei zweiteilige Felder Namens Con-Login und Con-Logout. Dort können Modembefehle eingetragen werden, die vor bzw. nach jedem internen Login gesendet werden. Normalerweise veranlaßt man damit das Modem die Telefonleitung zu belegen, um nicht von anderen Anrufern gestört zu werden. Im Mailboxprogramm existiert jedoch ein Menüpunkt, mit dem man die Funktion ("Tel.leitung belegen") nachträglich wieder ausschalten kann. Das Modem wird standardmäßig über die eingebaute serielle Schnittstelle des Amigas angesteuert. Als Vermittler tritt hier ein Ser.Device Namens "serial.device" ein. Haben Sie jedoch eine Schnittstellenerweiterung oder eine Modemkarte (für A2000 und A3000), so muß ein anderes Device benutzt werden um die Hardware anzupassen. Diese muß im Hardware-Paket enthalten sein. Im Falle der Multi-Face-Card von BSC z.B. ist es das "duart.device". Wichtig ist, daß es komaptibel zum "serial.device" ist und auch Shared-Mode unterstützt. Bitte schauen Sie diese Spezifikationen in der Benutzerbeschreibung Ihres Hardware-Zusatzes nach. Es folgt die Unit-Nummer. Sie ist normalerweise Null. Haben Sie jedoch eine Schnitt- stellenerweiterung mit mehreren Ports (Anschlüssen), so können Sie hiermit einen speziellen ansprechen. Auch hierzu entnehmen Sie bitte genauere Informationen aus der Hardware-Beschrei- bung. Mit Mind.Baudrate bestimmen Sie, mit welcher Mindest-Baudrate ein CONNECT in Ihrer Box stattfinden darf. Wenn Sie hier z.B. ein 9600 eintragen, so werden alle Logins, deren CONNECT-Baudrate unter 9600 liegt abgefangen. Es erscheint nach der Einschaltmeldung der Systemtext mit dem Betreff BAUDRATE , sofern Sie diesen eingestellt haben. Danach legt das Modem auf. 4.9.2. Wandlung der CONNECT-Meldungen ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Viele Modems geben ihre CONNECT-Meldungen auf die verschiedensten Arten aus. Phobos versteht jedoch nur solche folgender Form: » CONNECT []{/(ARQ|HST|V42BIS|LAPM|V32|MNP|MNP5|SYNC)} Beispiele: » CONNECT » CONNECT 2400 » CONNECT 9600/ARQ/HST/MNP etc... Viele Modems senden jedoch völlig andere CONNECTs, so daß diese vorher in eine für Phobos verständliche Form gebracht werden müssen. In der linken Spalte können nun die entsprechenden Originalstrings eingetragen werden und in der rechten Spalte jeweils den für Phobos auszuwertenden Text. Das "CONNECT " darf dabei nicht mit angegeben werden. Beispiel Einträge: 9600/ARQ/HST/HST -> 14400/ARQ/HST 9600/REL -> 4800/MNP5 4.9.3. Telefon besetzt ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Hier können Sie einstellen in welchen Fällen Phobos zusätzlich die Telefonleitung belegen soll: Consolen-Login bei jedem Direktlogin. Diesen Wert können Sie auch nachträglich in der Mailbox per Menü Tel.Leitung belegen verändern. Netz Sortierung bei der Sortierung von Netzdaten. Dies geschieht in fast immer nach einen Netcall. Korrigieren bei einem Korrektur-Vorgang von Phobos, wenn die Textinfos neu erstellt werden müssen. Dies wird teilweise von Phobos selbständig gestartet, wenn Fehler in den Daten entstanden sind. Die Modem-Kommandos dafür entnimmt Phobos dabei aus den Feldern Con-Login und Con- Logout, die Sie bei den Modemeinstellungen (siehe 11.1) eingegeben haben. 4.10. Extern ~~~~~~~~~~~~ Eine der wichtigsten Eigenschaften von Phobos ist es möglichst flexibel gegenüber anderen Utilities, die für die DFÜ verwendbar sind, zu sein. Dies trifft auch auf die Benutzung externer Programme zu. Normalerweise sind dies absolut eigenständige Programme, denen lediglich einige Parameter über durch Befehlsaufruf übergeben werden (siehe dazu weiter unten "Phobos-Port"). Sie können über den Mailboxbefehl "EXTERN" gestartet werden. Unten am Bildschirm sehen Sie 30 Felder, die jeweils ein externes Programm repräsentieren können. In dem Kasten darüber können dann die genaueren Daten eingestellt werden. Der Programmname ist beliebig. Er dient lediglich als Identifikation für den Anwender. Zusätzlich können Sie das Programm noch einmal mit maximal 50 Zeichen Länge genauer beschreiben. Weiterhin kann ein Mindestlevel angegeben werden, ab dem der User das Programm über "EXTERN" aufrufen kann. Es folgen zwei Stringgadgets, die jeweils einen Programmaufruf aufnehmen können. Wie dies geschieht hängt ganz von den externenen Programmen ab. Zur Anpassung können in dem Programmaufruf wieder Variablen gesetzt werden, die mit "$" beginnen: u Name des aktiven Users l Level des Users d benutztes serielles Device n Unit-Nummer des Devices p Nummer des Phobos-Ports Rechts neben dem Eingabefeld kann jeweils eine Schnittstellenart gewählt werden mit der das Programm aufgerufen werden soll: 1. [ Normal ] Dies ist eigentlich gar keine Schnittstelle. Der Programmaufruf geschieht einfach durch Ausführen des Befehls als ob er im CLI eingegeben würde mittels der DOS-Funktion Execute(). Der Standardausgabekanal ist derselbe den auch Phobos benutzt. Die serielle Schnittstelle wird nicht freigegeben! Das serial.device kann jedoch mittels Shared-Mode weiterhin von dem externen Programm geöffnet werden. 2. [ Phobos ] Phobos verfügt über eine sehr leistungsfähige und intelligente Schnittstelle. Sie ermöglicht es die wichtigsten Routinen, z.B. zur Ein- und Ausgabe von Text, für das externe Programm zu nutzen. Dies hat mehrere Vorteile: * Die Schnittstellenroutinen u.ä. müssen nicht erneut programmiert werden. * Dadurch wird der Programmcode verkürzt und weniger Speicher wird verbraucht. * Es wird eine höchstmögliche Kompatibilität erreicht. Z.B. haben Programme ohne Phobosport das Problem, daß sie nur über das serial.device laufen. Funktionen wie Fenster schließen, Userlevel ändern, Rauswerfen des Users oder das Blinken beim Operatorruf funktionieren wie gewohnt. * Umlaute werden korrekt gewandelt (Einstellung über "SET"-Befehl), Funktionstasten reagieren wie gewohnt und das Textclicking funktioniert weiterhin. Der Programmaufruf muß über das DOS-Kommando "Run" oder "RunBack" geschehen. Wichtig ist, daß Phobos nach dem Aufruf weiterarbeiten kann. Dies ist deshalb nötig damit die Mailbox vom Befehle vom externen Programm ausführen kann. Dies geschieht über den Phobos-Port der über die phobos.library komfortabel und systemgerecht angesteuert werden kann. Technische Hilfen und Includes für GFA-Basic, C und Assembler sind bei mir (SYSOP@PHOBOS) erhältlich. 3. [ AmNet ] Programme für die Mailboxprogramme AmNetII oder EuroMail benötigen zum Aufruf eine Datei in der RAM-Disk Namens "Userparam". Sie ist folgendermaßen aufgabaut: ; Userlevel bei Phobos und AmNetII 0-9, bei EM 0-255 ; Anzahl Minuten ; Anzahl Minuten ; 0 für Seriell, 1 für Console ; z.B. TTY, VT100, ANSI oder ...? Vor dem Start wird diese Datei erzeugt und das serielle Device freigegeben. Dabei wird zwangsläufig das DTR-Signal des Modems auf LOW gesetzt. Möglicherweise reagiert Ihr Modem dann darauf indem es auflegt. Um dies zu verhindern muß die Modemeinstellung geändert werden. Bei Modems der Marke "Discovery" geschieht dies durch Eingabe von "AT&D0" (ignore DTR) z.B. im PhobosMicroTerm. Speichern Sie die Einstellungen dann mit "AT&W0" in den nicht- flüchtigen (engl.: non-volatile) Speicher! Es sind maximal zwei Programmaufrufe möglich. In der Regel benötigen Sie jedoch nur einen. Phobos belegt während des Betriebes die Userdaten mit einem Schreib-Leseschutz (RW-Lock). Werden diese Daten jedoch von einem externen Programm ohne Phobos-Port benötigt, so können Sie diesen Schutz mit dem Gadget "Userdaten" aufheben. Aus noch nicht bekannten Gründen jedoch können bei bestimmten Hard- und Softwarekonstellationen trotzdem diese Files geöffnet werden. Ob dies an den Festplattentreibern liegt, ist nicht klar. Sie können dies leicht testen indem Sie versuchen Phobos zweimal zu starten. Klappt dies, dann trifft der eben geschilderte Fall für sie ein, andernfalls werden Sie eine Fehlermeldung "Phobos bereits gestartet!" bekommen, was der Normalfall ist. Bemerkung: Die eben genannten technischen Details sind in der Regel nur für Programmierer wichtig. Jedes externe Programm sollte daher eine ausführliche Installationsbeschreibung enthalten - kleiner Aufruf an die Programmierer! 4.11. Levels ~~~~~~~~~~~~ Die Zugänge aller User zu bestimmten Funktionen werden über Levels, die von 0 bis 9 variieren können, geregelt. Sie werden normalerweise in folgender Art gruppiert: Level User 0 Gäste (und wirklich nur die!) 1 neu eingetragene, aber noch nicht überprüfte User 2-6 mehr oder weniger aktive, überprüfte User 7 Stammuser mit besonderem Vertrauen 8 Co-Sysop 9 Sysop Sie sehen in dem Editor-Fenster die Funktionen mit den entsprechenden Mindestleveln aufgeführt. "Mindestlevel" deshalb, weil sie auch für alle User mit einem höheren Level zugänglich sind. Dort können Sie Werte von bis zu 10 eingeben. Der höchste Level verbietet also selbst dem Sysop den Zugriff. In den linken zwei Spalten sind alle Mailboxbefehle, bis auf "VERSION" aufgeführt. Besitzt der User einen zu kleinen Level, so erscheint der Befehl nicht im Verzeichnis, das er mit dem Mailbox-Befehl "?" aufgelistet bekommt. Außerden ist er für ihn mit allen Variationen unzu- gänglich. 4.11.1. allgemeine Befehlszugriffe ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ In der rechten Spalte können Sie nocheinmal bestimmte Befehlsvariationen mit Mindestleveln be- setzen. Zu beachten ist aber, daß sie gar nicht erst überprüft werden, solange nicht der Hauptbefehl erreichbar ist! 4.11.2. andere Funktionen & Kombinationen ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Erklärungen: 1) "!" (Texte lesen & packen) Funktion bei Verwendung in den Befehlen LESEN und SCANNER 2) Adresse - alle Angaben Es werden auch die nicht freigegebenen Daten angezeigt. 3) Archivieren - beliebig Auch Nicht-Verwalter dürfen alle Texte archivieren. 4) Brett ** Die Befehlskombination 5) Brett Neu Die Befehlskombination 6) Brett Alt Die Befehlskombination 7) Brief Level xx Schicken eines Textes an User mit bestimmtem Level 8) Brief ins Netz Erklärt sich von selbst 9) - keine Verteilerüberprüfung Bei Phobos kann nach den ";" des Empfängernamens ein beliebiger Verteiler angegeben werden. Es prüft dabei nach, ob eine solche Box im Netz vorhanden ist. Ist sie es nicht, so wird normalerweise abgebrochen. Ab dem hier einzustellenden Level gibt Phobos dann jedoch nur eine Warnung aus und überläßt die Verantwortung dem Benutzer. 10) Editieren Brett - jedes Erlaubt den Befehl "ED BRETT" auch Nicht-Verwaltern. 11) - Zugriffspfad ändern Normalerweise sollte nur der Sysop die Directories für Download-Bretter verändern, da hiermit auf Systemebene hantiert wird und dies nicht 100%ig abgesichert werden kann. Diese Sperre kann hiermit levelabhängig aufgehoben werden. 12) - Verwalter ändern Erlauben Sie auch Co-Sysops den Befehl "ED BRETT" für jedes Brett, so ist es sinnvoll es ihnen nicht zu erlauben den Verwalter zu verändern, da sie sich damit selbst eintragen können und gewissermaßen jede Narrenfreiheit besitzen. 13) Galactic Empire Neu Der entprechende Befehl 14) Galactic Empire Quit Der entprechende Befehl 15) Galactic Empire Exe Der entprechende Befehl 16) Level - volle Funktion Zunächst dürfen bei Aufruf des Befehls Levels von Usern mit Level von 1 bis 6 geändert wer- den. Hier kann jedoch ein Level gesetzt werden, ab dem diese Beschränkung aufgehoben ist. 17) Loeschen - beliebig Es wird dem User erlaubt einen beliebigen Text (oder File) in irgendeinem Brett, auf das er Zugriff, hat zu löschen 18) Netz Protokoll Der entprechende Befehl 19) Netz Pollen Der entprechende Befehl 20) Protokoll Aus Der entprechende Befehl 21) Protokoll Loeschen Der entprechende Befehl 22) Senden - auch Spezialtexte Erlaubt es sogenannte "spezielle Texte" zu schreiben. Diese werden bei der Betreffeingabe mit einem "*" gekennzeichnet. 23) Weiterleiten - beliebig Es dürfen Texte aus beliebigen Brettern weitergeleitet werden. 24) Zugriff - beliebig Es kann mittels des Befehls "ZUGRIFF" anderen User gesonderte Lese- und Schreibzugriffe gegeben werden. 4.12. Transfer ~~~~~~~~~~~~~~ Genau wie bei den Packern können Sie Phobos an nahezu alle externen Programmen zur Unter- stützung von externen Übertragungsprotokollen anpassen. Auch hier repräsentiert jedes der 16 Gadgets auf der rechten Seite ein Protokoll. Phobos gibt jedem Eintrag eine Nummer zwischen 0 und 15. Diese dient zur Abspeicherung des gewünschten Protokoll eines Users. Ändern Sie also ein Feld, so ändert sich damit auch die Einstellung aller User, die das alte Protokoll gewählt haben, es sei denn das Feld war vorher leer. Oben können Sie wieder den Protokollnamen einstellen. Danach folgen jeweils zwei Befehlszeilen zum Senden bzw. Empfangen von Files. Diese werden nacheinander von Phobos ausgeführt. Ist das jeweilige Feld leer, so geschieht nichts. Ein Befehlsaufruf startet normalerweise die eigentliche Übertragung. Der andere kann z.B. für weitere Protokollanpassungen oder zur Erstellung eines Logbuchs etc. verwendet werden. Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Senden Wird bei allen Gelegenheiten, bei denen Phobos ein gesichertes Übertragungsprotokoll benötigt benutzt. Variablen: $d : Name des benutzten seriellen Devices $u : Unitnummer (in der Regel : 0) $f : Filenamen der zu sendenden Files $s : Ist 0 wenn der PhobosScreen geschlossen, und 1 wenn dieser geöffnet ist. $U : Username des aktuellen Users Empfangen Siehe "Senden" Variablen: $d : Name des benutzten seriellen Devices $u : Unitnummer (in der Regel : 0) $s : Ist 0 wenn der PhobosScreen geschlossen, und 1 wenn dieser geöffnet ist. $U : Username des aktuellen Users Es ist weiterhin möglich das Auswerten von Texten abhängig von dem Zustand von Variablen zu machen: Beispiel: $?s1{-f } Das "$" dient, wie bei Variablen, als Kennung, daß der folgende Text gesondert behandelt werden muß. Das "?" leitet eine bedingte Ausgabe ein. Es folgt der Name der Variablen, hier "s", die getestet werden soll. Nun wird deren Inhalt auf den Text bis hin zur geschweiften Klammer "{" überprüft. Liegt Gleichheit vor, so wird der Text innerhalb der Klammern weiterverarbeitet, ansonsten aber ignoriert. Diese Funktion läßt sich beliebig verschachteln! Beispiel 1: Einbindung des Programmes XPRD von Oliver Wagner: Senden 1. C:XPRD -oSN $?s1{-f }-s -d$d s "$f" Senden 2. Empfangen 1. C:XPRD -oRN $?s1{-f }-s -d$d r Dummy Empfangen 2. Max. Anzahl Files 8 Max. Filenamenlänge gesamt 200 Device schließen Nein Bildschirm Phobos Weiterhin besitzt Phobos einen integriertern Xpr-Treiber. Der Aufruf geschieht nach folgendem Format: Senden 1. !XprS || Senden 2. Empfangen 1. !XprR || Empfangen 2. Die Angabe des Filenamens beim Empfangen ist nur bei Protokollen nötig, bei denen er nicht automatisch, wie z.B. bei Zmodem, mit übertragen wird. Beispiel 2: Einbindung von Zmodem über den Treiber : Senden 1. !XprS xprzmodem.library|SN|$f Senden 2. Empfangen 1. !XprR xprzmodem.library|RN|Dummy Empfangen 2. Max. Anzahl Files 20 Max. Filenamenlänge gesamt 1000 Device schließen Nein Bildschirm Aktueller Wichtig dabei ist, daß beim Senden das "$f" nicht in Anführungszeichen gesetzt wird! Das jeweils 2. Feld bei Senden und Empfangen bleibt frei für andere Programme, die z.B. eine Statistik über die Up- und Downloads erstellen. 5. Bildschirm ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 5.1. Menüs ~~~~~~~~~~ Bretteditor.., Usereditor.., Netzeditor.. Es wird der Brett-, User- bzw. Netzeditor zur Bedienung von der Konsole gestartet. Dies kann 1. im Wartezustand (siehe auch Kapitel 6) gemacht werden. In diesem Fall erhalten Sie die Brett-, User- bzw. Netzdaten des ersten Eintrags in der Liste. Und 2. kann dies während der Befehlseingabe eines Users in der Box geschehen. In diesem Fall erhalten Sie die Daten des aktuell angewählten Brettes bzw. die Daten des eingeloggten Users. Beim Netzeditor gilt dasselbe wie bei 1. Während der Editierung der Daten ist der User ausgeschlossen, er bekommt währenddessen die Meldung "Moment bitte, Brett-/ User-/ Netzdaten werden editiert! .....". Genauere Informationen können Sie in Kapitel 9 "Editoren" erfahren. About Gibt ein Infofenster mit Copyright-Vermerk und Versionsnummer aus. Steht dort "Phobos- Demo" statt "P H O B O S", dann läuft das Programm mit eingeschränkten Fähigkeiten. Z.B. ist kein Netzbetrieb möglicht, die Anzahl der Bretter und User ist auf 10 und die Anzahl der Texte auf 100 begrenzt. Abhhilfe schafft eine gültige SerienNummer, die im "PhobosPref" einzutragen ist. Diese erhalten Sie automatisch beim Kauf von Phobos. Sollte sich Phobos trotz vorhandener Seriennummer als Demo starten, so überprüfen Sie nochmal die genaue Ziffernfolge. Evtl. ist die Seriennummer auch nicht mehr für diese Version von Phobos zugelassen. Neustart Startet das Mailboxprogramm neu. Dadurch werden nochmals die Voreinstellungen des PhobosPref eingelesen. Außerdem wird nochmal kurzzeitig der gesamte Speicher freigegeben und wieder neu belegt. Durch die neue Belegung des RAMs entstehen evtl. größere freie Speicherblöcke, die für viele Programme, die im Hintergrund laufen sollen benötigt werden. Ende Beendet das Programm. Müssen noch wichtige Mailboxdaten gesichert werden, so geschieht dies spätestens an dieser Stelle. Die Belegung der seriellen Schnittstelle und der benötigte RAM-Speicher werden freigegeben. Wichtig: Bevor Sie den Computer ausschalten, beenden Sie das Programm und warten Sie bis die Mailbox vollständig heruntergefahren ist! Sonst kann es passieren, daß wichtige Daten noch nicht gesichert wurden und damit verloren sind! 300 bis 57600 Diese sechs Zahlen stellen Baudraten für die serielle Schnittstelle dar. Es steht jeweils ein Häkchen vor der aktuell eingestellten Rate. Normalerweise ist es nicht nötig hier selbständig Veränderungen vorzunehmen, da Phobos alle Anpassungen automatisch macht. Außerdem hat diese Anzeige keine Wirkung wenn Sie Ihr Modem mit einer festen Baudrate (siehe Voreinstellungen PhobosPref) betreiben. Sie hat jedoch manchmal bei einer Null-Modem- Verbindung zur "manuellen" Bedienung einen Sinn. Außerdem zeigen die Einstellungen auch im PhobosMicroTerm Wirkung, z.B. um Ihr Modem zu testen, etc... Console besetzt Dieser Menüpunkt ist wie die drei folgenden eine Flagge, d.h. sie sind entweder aktiv (Häkchen), oder ausgeschaltet (kein Häkchen). Sie hat keinen direkten Einfluß auf das Verhalten von Phobos. Sie kann aber in einem programmierbarem Text (Kapitel 7) abgefragt werden, so daß Sie z.B. im OPERATOR-Text entsprechend die Textausgabe für den User verändern können. Operator-Blink Will ein User den Sysop sprechen (OPERATOR-Befehl) läßt Phobos mit einer Wiederholrate von einem Hertz alle vorhandenen Screens des Amigas aufblinken. Wenn Sie dies stört, so kann dies über den Menüpunkt gesteuert werden. Nach jedem Logoff wird diese Flagge wieder gesetzt. Der OPERATOR-Text wird dadurch nicht beinflußt. D.h. der User bekommt denselben Text zu Gesicht, es sei denn Sie fragen diese Flagge explizit in einem programmierbaren Text wie "Console besetzt" ab. Telefon-Leitung belegen Nehmen Sie einen Direktlogin (Sysop) vor, so führt Phobos zu Beginn und am Ende der Sitzung jeweils zwei Befehle an das Modem aus. Diese können Sie selbst in den Voreinstellungen festlegen. Sie regeln normalerweise das Belegen der Telefonleitung, damit Sie während Ihres Logins ungestört sind. Diese werden nur ausgeführt, wenn dieser Menüpunkt aktiv ist. Die Einstellung bleibt bis zum Herunterfahren der Mailbox erhalten. Den Wert beim Hochstart der Mailbox können Sie im Untereditor Modem des PhobosPref unter "Telefonleitung belegen" einstellen. Ram-Buffer Dieser Menüpunkt besitzt dieselbe Eigenschaft wie der Mailboxbefehl "RAMBUFFER". Er kann jedoch dadurch zu beliebiger Zeit ein- und ausgeschaltet werden, ohne auf eine Befehlseingabe warten zu müssen. Er wird ggf. automatisch nach jedem Logoff wieder zurückgesetzt. Der RAM-Buffer protokolliert alle Ausgaben für den User in einem File Namens Buffer. Dieses wird in dem Directory für Zwischendateien abgelegt. Private Post lesbar Normalerweise können Sie die Post von Usern bei der Erstellung oder beim Lesen nicht am Bildschirm mitverfolgen. In bestimmten Fällen kann es aber sinnvoll sein, so z.B. bei Gästen oder neuen Usern die noch Schwierigkeiten haben mit der Software zurecht zu kommen. Die Sysoppost ist immer lesbar wenn kein Schloß (siehe unten) aktiviert ist! Passwörter zeigen In der Grundstellung werden keine Passwörter der User dargestellt und verdeckte Eingaben durch Ausgabe von "*"en unkenntlich gemacht. Auch dies kann über den Menüpunkt ausgeschaltet werden, z.B. wenn Sie den Verdacht haben, daß sich ein Hacker oder ähnliches in Ihre Mailbox eingeloggt hat. MicroTerm Startet den im Programm integrierten PhobosMicroTerm. Dieses ist ein einfaches Terminal, daß alle Ihre Eingaben an das Modem sendet und die empfangenen Daten auf dem Bildschirm ausgibt. Damit lassen sich auf die Schnelle verschiedene Modemparameter eingeben und testen. Auch ein Login in andere Mailboxen ist zur Not noch möglich. Erfolgt 2 Minuten lang keine Tastatureingabe, so wird der MicroTerm beendet. Dadurch wird gewährleistet, daß die Box nicht ausversehen keine Anrufe mehr entgegennehmen kann, weil der Sysop in der Eile vergessen hat den Wartezustand wieder zu aktivieren. ExternTerminal Haben Sie im PhobosPref einen Befehlsaufruf für ein Terminalprogramm eingetragen, so können Sie dieses hierüber aufrufen. Dabei wird der Phobosbildschirm ikonifiziert (verkleinert), die serielle Schnittstelle freigegeben und das externe Terminal aufgerufen. Phobos bleibt dabei vollständig im Speicher. Wird das Terminal dann wieder beendet, so öffnet Phobos wieder den Screen, belegt die Schnittstelle, initialisiert das Modem neu und wartet wieder auf Anrufe. Diese Funktion ist nur im Wartezustand (siehe dort) aufrufbar. Dabei kann ein technisches Problem auftauchen: Viele Terminalprogramme besitzen mittlerweile die Fähigkeit, selbständig einen eigenen Task zu erstellen, so daß das aufrufende Programm (Phobos) weiterarbeiten kann. Das beudeutet aber, daß Phobos sofort wieder das Fenster öffnet und auf Anrufe wartet, weil es meint das Terminalprogramm wurde beendet. Dann laufen beide Programme auf derselben Schnittstelle, was verständlicherweise etwas Verwirrung stiftet. Eine direkt Abhilfe ist leider nicht möglich. Zum Glück machen das nicht alle Programme, und bei einigen läßt sich dies per Option auch ausschalten. Login-Protokoll, Netz-Protokoll Phobos führt unter anderem Protokolle über die Loginzeiten aller User und Netztransferverbindungen. Diese sind bei einem Login über "PROTOKOLL" und "NETZ PROTOKOLL" erreichbar. Diese bekommen Sie im Wartezustand über das Menü auch angezeigt. Zur Darstellung schaltet das Programm ein Paging von 20 Zeilen ein, so daß der Inhalt nicht direkt wegscrollt. Sie kommen jeweils mit einem Tastendruck weiter, genauso wie bei den eigentlichen Mailboxbefehlen. Ein CTRL-X beendet die Ausgabe. Beide Protokoll werden für jeden Port getrennt geführt! 5.2. Unterer Bildschirmteil ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 5.2.1. Angaben ~~~~~~~~~~~~~~ Userame Der Name des aktiven bzw. zuletzt eingeloggten Users. Vorname Der reale Vorname des aktiven bzw. letzten Users. Loginzeit Die aktuelle Loginzeit. Sie startet mit Erstellung der Telefonverbindung und endet mit dem Logoff. Nach ihr wird auch die Telefongebühr berechnet und die Restloginzeit ermittelt. Die Anzeige reicht bis 999:59 (1000 Minuten), intern kann aber auf bis zu acht Tage weitergerechnet werden. maximal Hier wird angezeigt, wie groß die Loginzeit maximal werden darf, bis der User aus der Box herausgeschmissen wird. Dieses muß nicht immer die von Ihnen eingestellte Dauer sein. So kann sie z.B. geringer sein, wenn die Mailbox zu einer bestimmten Zeit offline gehen soll oder für den Netzbetrieb frei sein muß (siehe "Onlinezeiten" in PhobosPref-Anleitung). Der Wert wird ebenfalls verändert wenn einem User wegen eines File-Uploads Zeit gutgeschrieben wird. Die eingestellte Online-Zeit wird jedoch garantiert eingehalten. Weitere Informationen sind in der Anleitung zum PhobosPref unter "4.3. Zeit-Ratio" vorhanden. Mit den Gadgets "+" und "-" (siehe unten) können Sie die Loginzeit manuell verstellen. RAM Anzeige des intern verfügbaren Programm-Speichers. Nach dem Logoff sollte immer eine Reserve von ca. 90-100 KByte vorhanden sein. Zeit Die aktuelle Zeit. U-Nr. Jeder User wird bei Phobos intern mit einer Nummer verwaltet. Diese bestimmt auch das Directory in dem sich die binären Files des Users befinden. In dieses können Sie im Hintergund z.B. Files kopieren oder löschen, ohne daß der User in der Mailbox etwas direkt davon merkt. (Siehe "Zugriffspfade" in PhobosPref-Anleitung). Baud Hier wird bei einem externen Login die Übertragungsgeschwindigkeit über das Telefon in Bps. angegeben, es wird dafür das CONNECT-Kommando des Modems ausgewertet. Die Baudrate zwischen Computer und Modem kann aber höher sein, wenn Sie ein Modem mit eingebautem MNP-Protokoll besitzen. Zusätzlich werden dann auch Kürzel für die Art der Verbindung angehängt: Kürzel von Modem wird ersetzt durch ARQ A HST H V42BI Vb LAPM L V32 V MNP M MNP5 M5 SYNC S Das Modem muß diese Kürzel durch "/" getrennt senden, damit Phobos diese auswerten kann. Beispiel: CONNECT 9600/ARQ/HST/LAPM -> 9600AHL Ist dies nicht der Fall, so kann im PhobosPref bei den Modemeinstellungen eine Wandlung eingestellt werden. Dazu muß praktisch zu jedem Modemconnect, der nicht dem erwarteten Format entspricht, ein gültiger Ausdruck zugewiesen werden. Außerdem kann damit die Übertragungsgeschwindigkeit angepaßt werden, da manche Modems z.B. ein "CONNECT 9600..." liefern, obwohl es eigentlich ein 14400er ist. Kommt ein Kürzel mehrmals in der CONNECT-Meldung vor, so wird nur eines davon verwertet. Logins Gibt an, wieviele Protokolleinträge für den aktuellen Tag vorhanden sind. U-Logs. Gibt an, wie oft der User seit seinem Eintrag die Box besucht hat. Passwort Das Passwort des letzten Users - wird nur angezeigt wenn das Flag "Passwörter zeigen" im Menü aktiv ist. Status Hier wird ständig ein kurzes Info über die momentan ablaufende Aktion der Mailbox eingetragen. Dies ist in der Regel das angewählte Brett. Weiterhin werden dort manchmal Fehlermeldungen ausgegeben. Z.B. kann der Phobos- screen nicht geschlossen werden, wenn der interne Bretteditor gestartet wurde. 5.2.2. Gagdets ~~~~~~~~~~~~~~ Hilfe Mit "Hilfe" können Sie die Online-Hilfen zu Phobos abrufen. Diese beziehen sich zur Zeit nur auf die Bedienungselemente an der Konsole. Wenn Sie zu einem Menüpunkt oder zu einem Gadget eine Hilfe haben wollen, so klicken Sie zuerst das "Hilfe"-Gadget und dann die entsprechende Funktion an! Dann wird der Text in einem Fenster angezeigt. Ist der Text so lang, daß er nicht vollständig angezeigt werden kann, so können Sie mit den Cursor-Tasten scrollen. Beendet wird die Funktion mit Return oder mit "A". Letzteres bewirkt, daß die beschriebene Funktion anschließend auch wirklich ausgeführt wird. Con Dieses Gadget zeigt grundsätzlich an, ob Phobos die serielle Schnittstelle für Ein- und Ausgaben nutzt oder nicht. Führen Sie einen Direktlogin durch, so wird "Con" automatisch eingeschaltet (inverse Darstellung). Bei externen Logins von Usern ist es dementsprechend gelöscht (weiße Schrift auf grünem Grund). In Ausnahmefällen können Sie dieses Gadget auch selbst bedienen. Z.B. können alle Ausgaben an einen User während des Logins auf die Console beschränkt werden, so daß z.B. vertrauliche Daten oder spezielle Befehle ausgeführt werden können, ohne daß der User darauf Einluß nehmen kann. Außerdem ist es ganz praktisch wenn man einem User, der bereits in die Box eingeloggt ist, eine File geben will. Dann geht man für ihn in sein Postfach, gaukelt dem Mailboxprogramm mit einem Klick auf das "Con"-Gadget einen internen Login vor, gibt den Befehl "SCHREIBEN" und ein "F" für File-Upload ein und kann das gewünschte File über den Filerequester auf komfortable Art in das Postfach des Users kopieren. Aber vergessen Sie nicht den alten Zustand wieder herzurichten! Der User würde sich sonst wundern... +, - Wie oben schon beschrieben, besitzt jeder User eine maximale Loginzeit. Wollen Sie diese für die Dauer eines Logins herauf- oder heruntersetzen, so klicken sie "+" bzw. "-" an. Dies geschieht immer in 5-Minuten-Schritten, wobei negative Werte abgefangen werden. Beachten Sie, daß jeweils die Anzahl der Minuten maximal 3-stellig angezeigt wird! Die Loginzeit eines Users wird immer pro Tag abgerechnet. D.h. jede Hinzugabe von Loginzeit wirkt sich auch auf nachfolgende Logins am selben Tag aus, sofern es sich um einen User und nicht um einen Gast handelt. Direktlogin Führt einen "Direktlogin", das heißt auf die Konsole (Computer) beschränkten Login aus. Dies ist in der Regel der Sysop, es kann aber auch ein User sein, der beim Sysop zu Besuch ist. Der Direktlogin unterscheidet sich prinzipiell nicht von jeder normalen Sitzung. Jedoch nimmt Ihnen in diesem Fall das Mailboxprogramm die Arbeit ab, das Passwort einzugeben, es sein denn das Schloß (siehe unten) ist aktiviert. Und da das Programm nicht durch die Ausgabe an das Modem gebremst wird, sind alle Mailboxfunktionen erheblich schneller. Chat Wollen Sie mit einem User über die Mailbox sprechen, z.B. weil Sie dieser mit dem Befehl "OPERATOR" gerufen hat, so können Sie ihn hiermit in den "Chat" (dt.: "reden", "quasseln" etc.) holen. Davon gibt es bei Phobos zwei verschiedene. Ein Zeilen-Chat, bei dem Sysop und User nacheinander schreiben können, und ein Double-Chat, bei dem beide in jeweils einer Bildschirmhälfte gleichzeitig tippen können. Grundsätzlich wird jeder Chat im File ChatProtokoll mitgeschnitten. Dabei gibt es bei dem Double-Chat Probleme mit der Chronologie, da Dialogwechsel mehrmals während der Eingabe einer Zeile auftreten. Die einzelnen Tastendrücke können nicht in ein sinnvolles Protokoll eingebaut werden. Es wird stattdessen nach jedem Return eines Dialogpartners der Inhalt der letzten Zeile verwandt. Wie dies im Einzelnen aussieht sehen Sie am besten wenn Sie selbst einige Tests durchführen, und sich nachträglich das ChatProtokoll ansehen. RAUS DA ! Dieses Gadget ist mit Vorsicht zu gebrauchen. Es führt mit einem Doppelclick zum direkten Rauswurf eines Users aus der Box. Dabei verhält sich das Programm genauso, als hätte der User sein Modem abgeschaltet. Es gibt jedoch noch eine andere interessante Anwendung. Sind Sie über Konsole in Ihrer Mailbox, so können Sie sich über dieses Gadget sehr schnell ausloggen. Allerdings wird der Login dann nicht protokolliert und die Bezugszeit für neue Texte bleibt unverändert. Hires/Lores Schaltet zwischen Interlace- und Non-Interlace-Darstellung um. Ersteres erhöht die vertikale Bildschirmauflösung auf das doppelte. Dadurch wird der Screen nur noch halb so hoch. Allerdings fängt der Bildschirm bei normalen Amigas an zu flimmern. Für beide Modi können Sie die Anzahl der Bildschirmzeilen angeben. So stehen im Interlace z.B., je nach Monitoreinstellung, bis zu 60 Zeilen und mehr Textzeilen zur Verfügung. Weiteres erfahren Sie in der Beschreibung von PhobosPref unter "Bildschirm". 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Gibt den jeweiligen aktuellen Level eines Users an. Dieser Level bestimmt welche Befehle der User ausführen darf und auf welche Bretter er Zugriff hat (siehe "Bretteditor" und in PhobosPref : "Levels"). Sie können den Level für den aktuellen User für die Dauer eines Logins verändern, so daß er für diese Zeit die entsprechenden Funktionen ausführen kann. Beachten Sie, daß Sie keinem Gast einen Level ungleich 0 geben! Und umgekehrt, geben Sie nie einem eingetragenen User diesen Level! Es wird darauf hingewiesen, daß ein sorgloser Umgang mit Level 9 Gefahren in sich birgt. Beobachten Sie den User, dem Sie kurzzeitig diesen Level gegeben haben, nicht mehr, so kann er sich durch den Befehl "LEVEL" einen festen Level 9 geben. Außerdem hat er vollen Zugriff auf alle Userdaten - auch auf Ihre! Schloß Phobos verfügt über ein Schloß mit dem der Zugriff auf alle internen Daten für die Konsolenbedienung versperrt wird. Schalten Sie das Schloß durch anklicken des Gadgets ein, dann erscheint darüber ein Textgadget mit der Bezeichnung "Code". Das Eingabefeld ist nur ein Zeichen breit, so daß nur der Cursor dargestellt wird. Geben Sie hier Ihr Sysop-Passwort ein, um das Schloß wieder zu entriegeln. Wenden Sie diese Funktion immer an wenn fremde Personen ohne Ihr Beisein in der Nähe des Mailboxcomputers sind um den Datenschutz zu gewährleisten. Es werden folgende Bedienungselemente gesperrt: * Das gesamte Menü * Änderung der maximalen Loginzeit durch die Gadgets [+] und [-] * Userrauswurf "Raus da!" * Leveländerung [0 1 2 3 4 5 6 7 8 9] * Consolen-Gadget [Con] Die Flags im Menü Private Post lesbar und Passwörter zeigen werden für die Dauer des Schutzes ausgeschaltet. Weiterhin ist auch die Sysoppost nicht lesbar und die automatische Passworteingabe bei einem Consolenlogin ist gesperrt. CloseWindow (Symbol) Schließt das Mailboxfenster. Als Indiz für das laufende Programm erscheint ein anderes kleines Fenster oben links auf der Workbench. Sobald es erneut angeklickt wird, wird der alte Zustand mit allen seinen Funktionen wieder hergestellt. Die Fenster für weitere Ports werden jeweils nach rechts hin aufgereiht. Sie enthalten ebenfalls als Endung die Nummer die Ports. Bei geöffnetem Screen wird diese in der Titelleiste direkt vor "V3.xx" als Ziffer angezeigt. Die Anwendung liegt vor allem im ungestörten Arbeiten im Hintergrund (Multitasking) für den Sysop. Einerseits stört der Screen nicht weiter durch sein Vorhandensein, und andererseits benötigt Phobos durch die eingesparte Textausgabe wesentlich weniger Rechenzeit, die dann für andere Aufgaben genutzt werden kann. Auch in dem "eingeklappten" Zustand erfüllt das Programm alle nötigen Funktionen um einen geregelten Mailboxbetrieb zu gewährleisten. Sollte Sie ein User per OPERATOR rufen und alle Mailboxscreens sind eingeklappt, so erkennen Sie den Chat-Ruf an dem Invers (optisch eingedrückt) dargestellten Feld, mit dem Sie immer den Screen aufklappen. 5.3. Infoboxen während des Wartezustandes (rechts) ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 5.3.1. Obere (rote) Box ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Hier werden das aktuelle Datum und folgende Daten zur Mailbox-Konfiguration angezeigt: Mailbox-Name Std Baudrate Max Texte Max Bretter Max User Max Protokoll Textzeilen Anzahl Farben RAM gesamt Hochstart "RAM gesamt" zeigt, im Gegensatz zur Anzeige unten am Bildschirm, den Rest des System-, d.h. nicht-programminternen, Speichers an. "Hochstart" gibt den Zeitpunkt des Programmstartes an. 5.3.2. Untere (blaue) Box Die folgenden Daten beziehen sich in erster Linie auf den aktuellen Zustand der Mailbox: Texte Bretter User Logins heute Logins gesamt Letzt.Anrufer Sysop gerufen Sysop-Post Der "Letzte Anrufer" bezeichnet den User, der als letztes in das Protokoll eingetragen wurde. Dagegen bezieht sich die Angabe ob der Sysop gerufen wurde auf den tatsächlich letzten Login, was nicht dasselbe ist, da das Protokoll ausgeschaltet werden kann. Dort wird dann "Ja" angezeigt, wenn der User keinen Erfolg mit seinem Sysopruf hatte. 5.4. Text-Clicking ~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Solange der Ausgabe-Screen von Phobos geöffnet ist wird das sogenannte "Text-Clicking" unterstützt. Dabei können Sie innerhalb des Text-Ausgabebereichs einen beliebigen Text, in der Regel Wörter, anklicken. Dieser wird dann so behandelt als käme er von der Tastatur. Solche Wörter dürfen beliebige Buchstaben und Zahlen enthalten. Zeichen wie z.B. "(" werden wie Leerzeichen interpretiert. Wenn Sie beispielsweise auf das "A" von "(A)bbruch" klicken, so wird nur der Druck der A-Taste simuliert. Ein Doppel-Klick schließt noch ein an. Auf diese Weise können Sie viele Funktionen der Mailbox mit der Maus steuern. Z.B. führt ein Doppel-Klick auf einen Namen im Brettverzeichnis (siehe Hilfstext BRETT) zur Anwahl des Brettes. Außerdem können Sie sich einige Befehle in den Eingabe-Prompt legen, so daß sich diese auch per Maus anwählen lassen. 6. Wartezustand und Login ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 6.1. Allgemein ~~~~~~~~~~~~~~ Der Wartezustand bezeichnet die Zeit, in der die Mailbox auf ankommende Anrufe wartet. Dabei wird ständig das Modem abgefragt, ob ein User anruft. In diesem Falle wird dem Modem der Befehl gegeben den Anruf anzunehmen und die Verbindung aufzubauen. Erst wenn das alles korrekt verläuft wird der Login erkannt. 6.2. Direktlogin ~~~~~~~~~~~~~~~~ Weiterhin kann sich der Sysop durch Druck auf das "Direktlogin"-Gadget (siehe dort) über die Konsole, d.h. über die Tastatur, einloggen. Die sonst übliche Passwortabfrage entfällt wenn kein Schloß aktiv ist. 6.3. Null-Modem-Verbindung ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Eine dritte Möglichkeit des Logins besteht in einer Null-Modem-Verbindung. Dabei wird der Mailbox-Computer mit einem anderen über Kabel an der seriellen Schnittstelle direkt verbunden. Dadurch können Sie über den 2. Rechner einen Login über Telefon simulieren. Wenn die Verbindung besteht achten Sie dabei darauf, daß die "Standard-Baudrate" mit der des Terminals übereinstimmt, dann geben Sie dort folgendes blind ein : CONNECT 0xxxx "xxxx" ist eine Zahl zwischen 300 und 57600 und ein Vielfaches von 300. Sie bestimmt die Übertragungsgeschwindigkeit in Bps (Bit pro Sekunde, oder kurz Baud). Nach Drücken der Return-Taste ( ), muß diese Baudrate wieder im Terminal eingestellt werden und Sie befinden sich praktisch von außen in Ihrer eigenen Mailbox. Nach dem Logoff versucht Phobos das nicht vorhandene Modem zu initialisieren und wartet auf ein "OK". Unterbrechen Sie dies durch evtl. mehrmaliges Drücken der Escape-Taste. Wenn dann wieder das Modem angesteckt wird, achten Sie darauf, daß dieses unter Umständen noch nicht initialisiert ist! Abhilfe schafft ein kurzer Gang in den MicroTerm (2mal Amiga-T eingeben). 7. Die Standard-Bretter ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Phobos verwaltet viele Texte, die bei anderen Mailbox-Programmen vom CLI aus mit einem zusätzlichen Editor geschrieben werden müssen, durch sein eigenes Text-System in den vier Standard-Brettern. Diese müssen exakt so benannt sein wie unten gezeigt. Das Einrichten ist jedoch bei Ihrer Phobos-Version geschehen, so daß Sie nur noch über deren Funktion bescheid wissen müssen. In der Regel werden die sich in diesen Bretter befindlichen Texte als Information während der Loginzeit ausgegeben. Dabei ist es kaum von Interesse wann oder von wem der Text geschrieben wurde. Daher sollte stets der Textkopf mit Hilfe des Brett-Editors ausgeschaltet werden. Andererseits bietet sich die Verwendung von programmierbaren Texten geradezu an. Diese haben die Eigenschaft, daß in ihnen eine Art von Variablen verwendet und an die Ausgabe von Textteilen Bedingungen geknüpft werden können. Weiteres lesen Sie bitte unter "Programmierbare Texte"! 7.1. "Hilfstexte" ~~~~~~~~~~~~~~~~~ Hier werden alle für den Online-Betrieb notwendigen Hilfstexte abgelegt. Normalerweise sind dies die Beschreibungen der Mailbox-Befehle. Sie können sie aber auch beliebig erweitern oder verändern. Sie werden durch den Befehl "HILFE" gefolgt von einem Suchschlüssel (Abkürzung der zu suchenden Hilfe) ab Userlevel 0 aufgerufen. Ein leeres Argument wird dabei durch "HILFE" ersetzt. Die Hilfstexte müssen so geschrieben sein, daß der Betreff den Inhalt der Hilfe in Großbuchstaben angibt. Dies könnten z.B. die Befehlsnamen sein, die im eigentlichen Text dann erklärt werden. 7.2. "Systemtexte" ~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Die hier enthaltenen Texte werden, mit einem bestimmten Betreff versehen, an bestimmten Stellen während einer Sitzung ausgegeben: Betreff Ausgabe ADRESSE wenn ein Postfach eingerichtet wird BEGRUESSUNG als erstes nach der Namenseingabe BRETTINHALT durch Befehl "BRETT *" im Hauptmenü BR: durch Befehl "BRETT *" in einem Oberbrett LOGOFF nach dem Logoff-Befehl, vor dem Auflegen NETZ durch Befehl "NETZ" OPERATOR durch den Operator-Ruf POSTKASTEN bei Überprüfung des Postkastens auf neue Nachrichten TITELBILD für User mit Level kleiner 2 nach der Begrüßung BAUDRATE wenn ein CONNECT kleiner der mind. Baudrate erfolgt ist KEIN UPLOAD beim Versuch eines Upload bei fast voller Festplatte PRIVAT Beim Loginversuch eines GASTes in eine privaten Port 7.3. "Logintexte" ~~~~~~~~~~~~~~~~~ Das Brett enthält alle Logintexte. Seine Anwahl ist auch Voraussetzung für den gleichnamigen Befehl. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Befehlsbeschreibung. 7.4. "Sprueche" ~~~~~~~~~~~~~~~ Dieses Standard-Brett nimmt, wie der Name schon sagt, grob gesagt, Sprüche auf. Kurz vor Überprüfung des Postkastens wählt das Programm einen Text aus diesem Brett per Zufall aus und stellt ihn dar. Sind weniger als 10 Texte enthalten, so wird manchmal keiner ausgegeben werden, damit sich kein Spruch statistisch nach weniger als 10 Logins wiederholt. Das "Sprueche"-Brett sollte zum Lesen durch einen Mindest-Level von 9 gesperrt werden, sonst hat die Ausgabe während der Login-Phase keinen Sinn. Der Schreiblevel kann runtergesetzt werden, wenn User selbst neue Sprüche eingeben wollen. 7.5. "Netzmuell" ~~~~~~~~~~~~~~~~ Hier schreibt Phobos alle doppelten Nachrichten hinein, die über ein Netz im UNet-Format reinkommen. Ein Text wird dann als doppelt erkannt, wenn er bereits unter demselben User und demselben Brett abgespeichert ist. Zusätzlich wird die "Orig. Zeit" überprüft. Trifft das alles zu, so wird die Nachricht nicht weitersortiert und stattdessen in dieses Brett mit vollständigem Textkopf geschrieben, so daß evtl. am Pfad erkannt werden kann, welche Mailbox die Nachricht falsch weitergeroutet hat. 7.6. "Zermuell" ~~~~~~~~~~~~~~~ Ähnliches gilt hierfür im Falle des Zerberus-Netzes. Allerdings werden hier alle von Phobos beanstandeten Texte im original Zerberus-Format in einem File gespeichert. Der Filekommentar bekommt dann die Art der Fehlermeldung. Der erzeugte Filename endet mit ".TXT". Sie können sich einen Pseudo-Packer in PhobosPref mit dieser Endung einstellen. Wenn Sie das Feld Inhalt so füllen, daß der Text ohne Änderungen ausgegeben wird (ähnlich Type-Befehl im CLI), dann kann der entsprechende Zerberus-Text mit "I" für Inhalt gelesen werden. Die Filenamen selbst haben keine besondere Bedeutung. Die ersten 8 Ziffern stellen die Interne Darstellung der aktuellen Zeit von Phobos in Hexadizimaler Schreibweise dar. Wenn innerhalb einer Sekunde mehrere Mülltexte anfallen, so erhöht sich die nachfolgende Zahl um 1. Zerberus-Texte können aus den verschiedensten Gründen von Phobos in dieses Brett sortiert werden. Z.B. tritt dies ein, wenn eine 2 Nachrichten mit derselben Msg-ID ankommen. Nach der Zerberus-Definition ist dann davon auszugehen, daß derselbe Text das 2te mal angekommen ist, was auf einen Fehler irgendwo im Netz schließen läßt. Wichtig: * Das Brett darf nicht als Netzbrett markiert sein, also kein Verteiler und das Feld [ ] muß leer sein. * Es muß ein File-Dir eingerichtet sein, damit dort die beanstandeten Texte abgeladen werden können. * Achten Sie darauf, daß dieses Brett nicht zu voll wird! Eine Aktualisierung von mehr als 200 FIles kann sehr lange dauern. 7.7. "MAPS-Hilfstexte" ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Phobos verfügt ab Version 3,8 über eigene MAPS-Funktionen. Hier kommen alle dazu passenden Hilfstexte hinein. Diese können dann von anderen Sysops, die bei Ihnen pollen, oder die Sie Serven empfangen werden. Dazu müssen diese einen Brief per Zerberus-Netztransfer an den Pseudo-User MAPS in Ihrer Box schicken. Der Betreff muß "HILFE " lauten. Dann erhält die andere Box alle Hilfstexte aus diesem Brett, deren Betreffs auf dieses Muster passen. Wird kein Muster angegeben, so verwendet Phobos den Joker "*", der auf alle Betreffs paßt. D.h. in diesem Fall erhält der Sysop alle Texte dieses Brettes. Der eingestellte Textkopf spielt hier keine Rolle, da nur der Textkörper versendet wird. 8. Programmierbare Texte ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Die programmierbaren Texte, auch Spezialtexte genannt, sind eine Spezialität von Phobos. Damit kann man Texte in ganz besonderer Form gestalten. So kann in einen Text z.B. die aktuelle Zeit eingebaut werden, die bei jedem Lesen des Textes vom Programm selbst eingesetzt wird. Man kann auch den User, der den Text liest persönlich anreden oder Textteile nur dann ausgeben wenn eine bestimmte Bedingung erfüllt ist. Will man einen solchen Text schreiben, so muß man mindestens Level 8 haben und bei der Betreffeingabe ein "*" an den Anfang setzen, das allerdings nicht im Inhaltsverzeichnis erscheint.Eine "spezielle" Text-Zeile wird mit einem "#" eingeleitet. Darauf folgt ein Zeichen. Ist es eine Zahl, so wird der darauffolgende Text der Zeile nur bei entsprechendem Level ausgeben. Beispiel: #0Du bist Gast! #9Du bist Sysop! Diesen ganz normalen Text kann jeder User lesen... Weiterhin existieren folgende "Variablen": Variable Bedeutung A Nummer des aktiven Ports B Baudrate des CONNECTs G angefallen Telefongeühren des Logins U Aktueller Username V Vorname des Users O Aktuelle Loginzeit P Gesamtanzahl Briefe im Postkasten des Users T Zeit D Datum L Level des Users P Anzahl Briefe im Postkasten W Warten auf eine Taste X Gesamtanzahl von Logins der Mailbox auf jeweiligem Port Y Bisherige Anzahl Logins des Users l Bildschirm löschen p Anzahl neuer Briefe im Postkasten u Uploads bei diesem Login r Zufallszahl von 0 bis 9 x Anzahl Logins an diesem Tag Diese Variablen kann man in den Text, angeführt von einem "`" (ein umgekehrter Apostroph), verwenden. Aber Bitte das "# " am Anfang der Zeile nie vergessen! Beispiel: # Dein Name ist: `U Ausgabe kann z.B. sein: Dein Name ist: SYSOP Ebenfalls lassen sich einfache Bedingungen für die Ausgabe des weiteren Textes setzen. Sie werden am Anfang der Zeile durch ein "#?" eingeleitet. Darauf folgt eine Variable und zwei vierstellige Zahlen, die mit einem "-" verbunden werden. Format: #?Vaaaa-bbbb Das Programm prüft nun beim Lesen des Textes, ob sich der Wert der Variablen ("V") innerhalb des von aaaa und bbbb begrenzten Intervalls befinden. Damit lassen sich komplette IF..ELSE..ENDIF - Konstruktionen bilden. Beispiel: #?A0001-0007 ; * IF Du bist in einem Nebenport! #e ; * ELSE Du bist im Mainport! #! ; * ENDIF Die ELSE-Komponente kann natürlich auch weggelassen werden: #?A0001-0007 ; * IF Du bist in einem Nebenport! #! ; * ENDIF Diese Konstruktion läßt sich auch verschachteln: #?L0000-0008 #?P0010-9999 Du bist User und hast 10 oder mehr Briefe! #! #e #?P0010-9999 Du hast zwar sehr viele Briefe, aber Du bist Sysop. #! #! Wenn eine Variable einen String ergibt, so wird dessen Wert wie bei der VAL()-Funktion in Basic berechnet. Bei der Zeit z.B. würde man die Stunden-Zahl seit Mitternacht erhalten. Beispiel: #?T0004-0006 Es ist 4, 5 oder 6 Uhr #! Diese Art von Texten kann sehr gut für die System-Texte verwandt werden, z.B. als Logoff-Text: # Ciao, `U # Du hattest heute `u Uploads! #?u0000-0000 Schäm Dich ! #! Das "Schäm Dich" wird nur ausgegeben, wenn der User keinen einzigen Text geschrieben hat. Achten Sie dabei auf das Leerzeichen nach dem "#" am Anfang der Zeile! Es bedeutet, daß kein Befehl oder ähnliches in dieser Zeile ausgeführt werden soll, sondern lediglich Variablen verwendet werden. Es existiert ebenfalls eine Befehlszeile, die eine Pause von einer Sekunde einbaut: Ich warte jetzt eine Sekunde... #P OK, Sekunde vorüber In der Praxis werden lediglich Baudrate/10 NULL-Codes ( CHR$(0) ) ausgeben, diese werden aber leider von MNP-Modems gepackt, so daß diese eine Sekunde nicht unbedingt zutrifft. 9. Editoren ~~~~~~~~~~~~~~~~~ 9.1. Bretteditor für Konsole ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Phobos besitzt einen sehr komfortablen Brett-Editor für die Bedienung durch den Sysop. Er wird wie der Usereditor über Menü gestartet. Geschieht dies bei aktiviertem Brett, so werden dessen Daten, ansonsten die des im Alphabet zuerst stehenden Brettes, angezeigt. 9.1.1. Einträge ~~~~~~~~~~~~~~~ Brettname Der Brettname darf alle Textzeichen enthalten, außer Umlauten, da diese nicht unbedingt jedem User zur Verfügung stehen. Den Brettnamen NIE ganz selbständig löschen!! Damit wäre das Brett zwar scheinbar gelöscht, jedoch nicht die darin enthaltenen Texte! Info Der hier eingetragene Text wird am Ende des INHALT-Befehls als kurze Brettinformation angezeigt. Verwalter Für jedes Brett läßt sich ein User als Verwalter einrichten. Dieser muß mindestens Level 5 haben und kann dann beliebige Texte aus dem Brett löschen, was sonst nur dem Sysop oder den Absendern der Texte vorbehalten ist. Außerdem kann er für das Brett den Online-Brett-Editor mit dem Befehl "ED BRETT" aufrufen. Lesen/Schreiben ab Level Diese Felder nehmen einen Mindestlevel im Bereich von 0 bis 9 auf, ab dem User Schreib- bzw. Lesezugriff auf das Brett bekommen. Siehe auch unten "Zugriffe". Verteiler Soll das Brett lokal verwaltet werden so tragen Sie hier nichts ein, ansonsten bestimmt der Verteiler, mit welchen Mailboxen das Brett vernetzt wird. Die Art des Verteilers wird durch das kleine Gadget rechts neben dem Textfeld bestimmt: 1. [ ] (leeres Feld) Das Brett wird nach UNet-Standard vernetzt. Dabei werden alle Boxen, die das Brett erhalten sollen, mit Namen eingetragen. Ein Komma dient als Trennung. Soll es mit allen über Netz angeschlossenen Boxen verbunden werden, so kann auch einfach "ALL" geschrieben werden. Beispiele: MOONBASE,PICCADILLY,SUNSHINE oder ALL 2. [!] Das Brett wird nach UNet-Standard vernetzt, es wird jedoch ein erweiterter (extended) Verteiler benutzt. Dieser ist notwendig, wennSie mehrere Netze nach UNet-Standard fahren wollen, aber unterschiedliche Verteiler haben. Er hat folgenden Aufbau: |: Für jedes Netz kann ein weiterer Eintrag angehangen werden. Beispiel: |VOYAGE:ALL|CONNEX:BOXA,BOXB Siehe dazu genaueres im PhobosPref unter "Netz" 3. [Z] Das Brett wird nach Zerberus-Standard vernetzt. Der Verteiler hat das Format: "Boxen" sind die Namen aller direkt angeschlossenen Mailboxen, die das Brett erhalten sollen (Trennung durch Komma). ist der Name, der im Zereberus- Netz verwandt wird. Er beginnt grundsätzlich mit einem "/". Beispiel: MOONBASE,TRON/Z-NETZ/RECHNER/IBM/BINAER File-Dir Soll das Brett neben Texten auch Binär-Daten (Files) enthalten, so muß hier der Name eines Directories eingesetzt werden, das als Ablage dient. Existiert dieses bereits, so erscheinen automatisch alle darin enthaltenen Files auch in dem Brett. Andernfalls wird es nach einer Sicherheitsabfrage eingerichtet und ist demnach zu Beginn leer. Verwechseln Sie dieses Directory nicht mit den Pfaden die Sie im PhobosPref unter "Speicher" eingeben! Oberbrett Phobos verfügt über ein Unterbrettersystem, ähnlich dem des AmigaDOS. D.h. Sie können in einem Brett wiederum andere Bretter einrichten. Das Oberbrett ist das Brett in dem das bearbeitete Brett liegen soll. Normalerweise liegt es im Hauptmenü. Wollen Sie es aber woanders einordnen, dann klicken Sie auf das Gadget und ein Requester erscheint mit dem Sie das Oberbrett auswählen können. Soll es wie zu Anfang im Hauptmenü verwaltet werden, so wählen Sie "Keines" an. Prinzipiell hat ein Oberbrett alle Funktionen wie jedes andere auch. Ähnlich wie im Dos, wo jedes Verzeichnis sowohl Files als auch weitere Diectories verwalten kann, ist auch ein Oberbrett in der Lage Texte zu verwalten. Um die Übersichtlichkeit Ihrer Mailbox jedoch zu erhalten sollten Sie darauf verzichten. Setzen Sie dort den Level zum Schreiben auf 9 und schreiben dort auch selbst keine Texte hinein. Ist dies der Fall dann behandelt Phobos den Befehl "INHALT" wie "BRETT", d.h. genauso wie im Hauptmenü. Wählt der User dieses Oberbrett an, dann erhält er nicht die Liste der neuen Texte sondern die Tabelle der Bretter mit neuen Nachrichten. Wie für das Hauptmenü kann man einen Systemtext (siehe Kanpitel "Standard-Bretter") einen Brettinhalt schreiben der bei "BRETT *" ausgegeben wird. Das Unterbrettersystem unterstützt nicht nur die Ordnung Ihrer Mailboxtexte, es vereinfacht auch den Zugriff der User auf bestimmte Brettergruppen. Wird der Zugriff auf ein Oberbrett mittels Level o.ä. gesperrt so sind auch alle Unterbretter unabhängig von deren Einstellung nicht erreichbar. Beispiel: Netzbretter Wenn Sie nur bestimmten Usern Zugriff auf ein Netz geben wollen, dann gruppieren Sie diese in ein Oberbrett welches mit den Levels 9 zunächst gesperrt wird. Die eigentlichen Netzbretter sollten dann für jeden Level erreichbar sein. Tragen Sie nun die Usergruppe, die das Netz benutzen darf, mit "Zugriff" über den Bretteditor ein. Diese haben dann auch automatisch Zugriff auf die Unterbretter, die ja selbst keine Beschränkung haben. Die Bretter dürfen beliebig weit verschachtelt werden, achten Sie jedoch darauf, daß kein Oberbrett angewählt wird, das bereits ein Unterbrett ist, so daß im Prinzip jedes Ober- und Unterbrett des anderen wäre. Wenn das passiert, dann müssen Sie derzeit mit einem Absturz rechnen, da Phobos versucht daraus einen Baum zu erstellen, der sich rekursiv in einer Endlosschleife verfängt. Es ist einfacher als es klingt, und auch recht logisch, so daß diese Warnung mehr als Fehlererklärung dient wenn es passiert ist. Textkopf Hier können Sie zwischen drei Textköpfen wählen. "Keiner" wird vor allem bei System-Texten verwandt, der "Diskussions"-Kopf bei Brettern die einen kurzen, kompakten Textkopf sinnvoll machen. Ansi-Texte Steht hier ein "Ja", so können in dieses Brett Ansi-Texte geschrieben werden. Diese unterscheiden sich von den üblichen dadurch, daß bestimmte Codes, z.B. zur Änderung der Schrift verwandt werden. Prinzipiell dürfen es beliebige Zeichen sein, die beim Lesen auch wieder unverändert ausgegeben werden. Umlaute werden ebenfalls nicht auf die Einstellung des jeweiligen Users angepaßt! Texte, Textalter, Speicher Diese drei Felder werden von dem Autoeditor als Kriterium zum Löschen von Nachrichten ausgewertet. "Texte" gibt an, wieviele Einträge das Brett maximal verwalten soll. "Textalter" bestimmt das maximale Alter in Tagen gerechnet und "Speicher" den maximalen Speicherverbrauch der gesamten Einträge. Lesen Sie dazu bitte auch unter "Autoeditor" weiter! 9.1.2. Gadgets ~~~~~~~~~~~~~~ Neues Brett Gibt Ihnen einen leeren Datensatz zum Einrichten eines neuen Brettes vor. Diesen kann nun beliebig, nach den oben beschriebenen Regeln, eingestellt werden. Brett raus Löscht nach einer Sicherheitsabfrage das Brett und markiert die darin enthaltenen Texte zum Löschen. a) << b) Neuaufbau c) >> Die eingestellten Daten werden überprüft und übernommen. Daraufhin wird a) das letzte, b) dasselbe oder c) das nächste Brett editiert, bzw. angezeigt. Wahl Mit einem Mausklick auf dieses Feld erhalten Sie eine Liste aller bereits eingetragenen Bretter. Über einen weiteren Klick mit der Maus kann ein Brett zur Editierung ausgewählt werden. Ansonsten werden vorher dieselben Funktionen wie z.B. bei "Neuaufbau" ausgeführt. Zugriffe Jedem User kann zusätzlich zum Mindestlevel-Kriterium auch speziell ein Lese- und/oder Schreibzugriff gegeben werden. Dazu bekommen Sie eine Liste aller User. Ein "L", links neben dem Namen, bedeutet zusätzlichen Lesezugriff, ein "S" entsprechend Schreibzugriff. Die Einstellung kann mit der Maus durch evtl. mehrmalige Wahl gesetzt werden. Damit lassen sich sogenannte geschlossene "Usergruppen" erstellen, die einzig Zugriff auf das Brett haben. Andere User bekommen es dann nicht einmal zu sehen. Achten Sie darauf, daß jeder User auch durch seinen Level Zugriff bekommen kann, daher sollten beide Mindestlevel auf 9 (Sysop) stehen. 9.2. Bretteditor für Fernwartung ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Er wird mit dem Befehl "ED BRETT" ab Level 5 von Verwaltern, oder allgemein ab Level 8 (Cosysop) aufgerufen. Er unterscheidet sich in seiner Funktion nicht im Besonderen vom Editor für die Konsole. Jedoch kann immer nur das angewählte Brett editiert werden, und die Zugriffe müssen über den entsprechenden Befehl gesetzt werden. Die Angabe eines Pfadnamens für Files ist nur dem Sysop (Level 9) erlaubt. 9.3. Usereditor für Konsole ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Starten Sie den Usereditor im Wartezustand oder während einer Befehlseingabe mit AMIGA-U ! Hat sich gerade ein User eingeloggt, dann bekommen Sie zuerst dessen Daten vorgelegt, 9.3.1. Einträge ~~~~~~~~~~~~~~~ Username Der Username darf nur Buchstaben, Zahlen, Leerzeichen Bindestriche und Punkte enthalten. Passwort Für das Passwort gilt dasselbe wie bei "Username". Normalerweise wird dieses jedoch nicht angezeigt, um evtl. beisitzenden Personen im Raum keine Möglichkeit zu geben, sich Passwörter anderer User zu merken. Über das Menü kann jedoch bei "Passwörter zeigen" dieses Feature angestellt werden. Letzt.Login Hier steht die Zeit des letzten Logins des Users. Bezugszeit Die Bezugszeit ist meist mit dem "Letzten Login" gleich, es sei denn der User benutzte beim Logoff den Befehl "ENDE NEU" oder "LOGOFF NEU". Sie wird für die Bestimmung der neuen Texte herangezogen. Eintritt Der Zeitpunkt an dem der User in das System eingetragen wurde. neues PW Die Zeit an der das letzte mal das Passwort geändert wurde. ges.LogZeit Die gesamte Loginzeit des Users in der Mailbox zusammengerechnet. max.LogZeit Die maximale Dauer eines Logins für den User. Wird diese überschritten, so wird er zwangsweise ausgeloggt. Wird hier "0:00:00" eingetragen, so benutzt das Programm die im PhobosPref eingestellte, levelabhängige maximale Loginzeit. Level Der Userlevel. Er bestimmt, welche Befehle zur Verfügung stehen und welche Bretter angewählt werden können. Logins Die Anzahl der bereits erfolgten Logins in die Mailbox. Fr.Down Die Anzahl der noch freien Downloads. Ratio Die Erhöhung der freien Downloads pro Upload. Eine "0" hat zur Folge, daß keine Überprüfung der freien Downloads stattfindet. Max.Briefe An dieser Stelle wird die maximal zu verwaltende Anzahl von Briefen im Postfach festgelegt. Ist es überfüllt, so löscht der Usereditor eigenständig alle überzähligen Files. Eine Zahl von "0" steht für keine Begrenzung. 9.3.2. Gadgets ~~~~~~~~~~~~~~ Neuer User Gibt Ihnen einen leeren Datensatz zum Einrichten eines neuen Users vor. Diesen kann nun beliebig, nach den oben beschriebenen Regeln, eingestellt werden. User raus Löscht den User und seine noch verbliebene Post nach einer Sicherheitsabfrage. a) << , b) Neuaufbau , c) >> Die eingestellten Daten werden überprüft und übernommen. Daraufhin wird a) der vorige, b) derselbe oder c) der nächste User editiert, bzw. angezeigt. Adresse Es öffnet sich oben rechts ein weiteres Fenster. Es enthält alle Angaben über die Adresse des Users. Verändern Sie die Daten nach Belieben! Mit "OK" werden sie für den User gesichert. Wahl Mit einem Mausklick auf dieses Feld erhalten Sie eine Liste aller bereits eingetragenen User. Über einen weiteren Klick mit der Maus kann ein User zur Editierung ausgewählt werden. Ansonsten werden vorher dieselben Funktionen wie z.B. bei "Neuaufbau" ausgeführt. Zugriffe Diese Funktion ist das Gegenstück zu der im Bretteditor. Allerdings wird hier dem zu editierenden User Zugriff auf die jeweiligen Bretter gegeben. 9.4. Usereditor für Fernwartung ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Dieser Usereditor kann nur über den Befehl "USER" aufgerufen werden. Er kann von außen über jedes Terminal mit VT100- oder ANSI-Emulation über die Tastatur bedient werden. Benutzen Sie ihn nie selbst vom Computer aus, es sei denn Sie wollen, daß der sich in der Box befindliche User den Editiervorgang mitverfolgt. Die einstellbaren Daten entsprechen mit Ausnahme der Adresse denen des Editors für die Konsole. Zunächst erhalten Sie eine alphabetisch sortierte Liste aller eingetragenen User samt Identifizierungsnummer. Geben Sie den Namen oder die Nummer des Users (Abkürzung genügt), dessen Daten editiert werden sollen, ein. Nun werden alle relevanten Daten des Users angezeigt und es erscheint oben ein Balken, der mit den Cursor-Tasten rauf- und runterbewegt werden kann. Drücken Sie die RETURN-Taste um die entsprechenden Werte zu ändern! Zu beachten ist, daß Username und Passwort groß geschrieben werden und außer Buchstaben und Zahlen nur Leerzeichen, Punkte oder Bindestriche enthalten sein dürfen. Das Feld für den Kontostand wird derzeit nicht vom Programm benutzt. Beendet wird der Editiervorgang indem der Balken unten aus den Eingabefeldern hinausbewegt wird und ein "S" für Speichern oder ein "A" für Abbruch eingegeben wird. 9.5. Netzeditor für Konsole ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Zur Zeit existiert lediglich ein von der Konsole aus steuerbarer Netzeditor. Die Gadgetreihen im unteren Teil des Editorfensters sind fast dieselben wie beim Bretteditor. Sie benötigen keiner weiteren Erläuterung. Auch hier können für Netzboxen spezielle Zugriffe auf Bretter vergeben werden wie bei Usern. Rechts neben dem Boxnamen sehen Sie die Datensatznummer, unter der die Daten abgespeichert wurden. Aber nun die Eingabefelder im Einzelnen: Boxname Der Name der Mailbox. Er kann bis zu 8 Zeichen lang sein und darf keine Sonderzeichen enthalten. Hier muß jede Mailbox im Netz eingetragen werden! Anwahlbox Besteht eine direkte Pollverbindung zwischen der einzustellenden und Ihrer Mailbox (handelt es sich also um eine "direkt angeschlossene Mailbox"), so wird hier dasselbe wie bei "Boxname" eingetragen. Anderenfalls muß hier der Name der Mailbox angegeben werden, an die die Mail zuerst gesendet wird bis sie am Ziel anlangt. Wenn also Sie z.B. nur einen Server haben, so wird hier immer dessen Mailboxname eingetragen. Passwort Das vereinbarte Passwort. Dies ist immer bei einer direkt angeschlossenen Mailbox nötig, um einen Netztransfer zu ermöglichen. Es muß mit dem unter den (beiden) Mailboxen abgesprochen sein. Außerdem wird ein Passwort benötigt, wenn Sie eine Eilmail-Strecke aufbauen wollen. Dazu wird ein Passowort, zusammen mit den anderen Daten, vereinbart. Eilmails dienen dem direkten Versenden von Netzdaten nach dem Logoff eines Users. Diese sind in der Regel kostenpflichtig. Die Höhe der Kosten kann der Sysop in den Eingabefeldern "Eilmail-Kosten..." (s.u.) einstellen. Wurde hier ein Passwort eingetragen, so müssen auch alle anderen Felder gefüllt werden! Andernfalls genügen die ersten beiden (siehe oben). Packer Der Name des gewünschten Packers. Dies nur für das zu versendende File. Phobos erkennt alle empfangenen Netzpuffer an den ersten Bytes des Archivs. Die Einstellungen dazu müssen im PhobosPref unter Packer/Automatische Packererkennung eingegeben werden. Wird kein Packer gewünscht, so kann das Feld auch leer gelassen werden. Protokoll Das vereinbarte Übertragungsprotokoll. Das übliche ist ZModem, es können auch auch alle im PhobosPref unter Protokolle eingestellten benutzt werden. Telefonnr. Die Telefonnummer der Mailbox (ohne ATDP o.ä.). Modem-Init Ein Initialisierungskommando (inkl. AT) an das Modem, das jeweils vor der Anwahl beim Netztransfer gesendet wird. Puffer Der Name des Pufferfiles, unter dem Phobos die Netzdaten versenden soll. Der empfangene Filename der Partnerbox spielt keine Rolle. Archiv Wurde ein Packer eingestellt, so muß hier der Name des Archivs angegeben werden. Er muß unbedingt eine Endung mit einem Punkt "." besitzen, wie z.B. "PUFFER.ARC", da ansonsten die Packer eigenständig eine Endung anhängen und Phobos dann das File unter dem gewünschten Namen nicht wieder findet. Wie beim Puffernamen spielt der Archivname für empfangene Files keine Rolle. Baudrate Die gewünschte Baudrate für die Übertragung. Wurde im PhobosPref unter Modem die Baudrate auf "fest" gestellt, so hat diesen Feld keine Wirkung! Level Genauso wie User haben auch Netzboxen eigene Levels, so daß sie nur bestimmte Bretter bestellen können (siehe MAPS). Jede nicht angeschlossene Mailbox sollte Level 0 besitzen, da sie normalerweise keine Nachrichten in Bretter versendet. Dies reicht aus, um Eilmails an User absetzen zu können. ID-Check Die Überprüfung auf doppelte Nachrichten aus dem Netz (der sog. Dupe-Ceck), kann entweder brettbezogen oder global durchgeführt werden. Im ersten Fall erkennt Phobos nur die Nachrchten an, die sowohl dieselbe ID besitzen, als auch in demselben Brett einsrtiert werden sollen. Dies kann dann auftreten, wenn Points ein und dieselbe Nachricht in mehrer Bretter versenden, oder Nachrichten zwischen Brettern weitergeleitet werden und dabei keine neue ID erzeugt wird. Dies ist eigentlich nicht ganz im Sinne des Dupe-Checks wird aber in der Praxis benötigt. Zumindest in einem rein mit Phobos-Boxen betriebenen Netz kann der Check auf global gesetzt werden. Kopie Send. / Empf. Auf Wunsch können hier Kopien aller zu sendenden bzw. empfangenen Pufferfiles eingestellt werden. Die Kopien werden im Netzdirectory in den Verzeichnissen "Kopien_Senden" bzw. "Kopien_Empfangen" angelegt. Eilmail-Kosten: Einmalig / pro KByte Wurde mit der zu editierenden Mailbox ein Passwort vereinbart, so können an sie Eilmails versendet werden. Hier können dazu Kosten an User gestellt werden, die eine Eilmail abschicken möchten. Dies wird vom System beim Schreiben von Netzbriefen ggf. selbst vorgeschlagen, sofern der User zumindest die einmalig fälligen Gebühren von seinem Konto (siehe Usereditor) bezahlen kann. Damit kann er einen max. 1 KByte langen Text versenden. Für jedes weitere KByte muß er den Betrag, der im 2. Feld eingetragen wird bezahlen. Alle Einheiten beziehen sich auf Pfennig bzw. die Einheit die auch im Usereditor bei Konto verwendet wird. 10. Hilfstexte ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 10.1. Befehle für User ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ? Format : ? Gibt eine Liste aller zum aktuellen Userlevel verfügbaren Befehle aus. Es müssen zur korrekten Erkennung mindestens die großgeschriebenen bzw. hellen/farbigen Buchstaben eingegeben werden. ADRESSE Format : ADRESSE Gibt alle freigegeben Daten aller User, auf die die Abkürzung paßt, aus. Der Sysop bekommt alle Angaben zu sehen. oder ADRESSE * Wie oben, nur werden hier alle Userdaten durchsucht. oder ADRESSE Dient zum Editieren der eigenen Adresse. Steht am Anfang eines Eintrags ein '*' so wird diese Angabe für jeden User zur Abfrage freigegeben. Bemerkung : Dieser Befehl wird automatisch beim Neueintrag eines Users in die Box ausgeführt. ARCHIVIEREN Format : ARCHIVIEREN Mit ARCHIVIEREN können Sie beliebige Texte vor dem Löschen schützen. Die auf diese Weise markierten Texte werden durch ein "A" am Anfang jeder Zeile im Brettinhalt gekennzeichnet. Die Markierungen bleiben auch nach einem Logoff erhalten. Wiederholtes Archivieren löscht sie jedoch wieder. Mit diesem Befehl sollen insbesondere wichtige Texte gegen das automatische Löschen mit dem Autoeditor geschützt werden. Soll ein archivierter Text (oder File) gelöscht werden, so ist zuerst der Schutz zu entfernen! siehe auch : AUTOEDITOR BRETT Format : BRETT Wählt ein beliebiges Brett aus, auf dessen Namen die Abkürzung paßt. Welche Bretter angewählt werden können sehen Sie in der Liste, die Sie durch "BRETT *" bekommen. Es genügt ebenfalls nur den Brettnamen einzugeben, solange er mindestens vier Zeichen lang ist und nicht mit einem Befehl verwechselt werden kann. korrekte Beispiele : "BRETT ALLGEMEIN" oder "BRETT AL" oder "ALLG" aber nicht : "A" Letzteres würde mit den Befehlen "ARCHIVIEREN" oder "ADRESSE" verwechselt werden, es besitzt außerdem nur einen Buchstaben. oder BRETT Gibt alle Bretter mit neuen Nachrichten aus und geht in das Hauptmenü. Außerdem wird das Datum des letzten Eintrags und die möglichen Zugriffe (links) angezeigt. Ein 'l' steht für Lesezugriff, ein 's' für Schreib- zugriff und ein 'd' gibt an, ob dort auch Up/Download möglich sind. oder BRETT [Abk.]* Gibt alle für den User zugänglichen Bretter aus. Optional kann eine Abkürzung als Schablone für der Brettnamen verwendet werden. Die Ausgabe entspricht dem Format von 'BRETT' (s.o.) oder BRETT ** Gibt alle sich im System befindlichen Bretter mit Zugriffsberechtigung in Form eines Baums aus, so daß die Bretterstruktur erkennbar ist. oder BRETT [Abk.]# Wie 'BRETT *', jedoch wird statt der Zugriffsmöglichkeiten die Nummer des Brettes angezeigt. oder [BRETT] > bzw. [BRETT] < Wählt das darauffolgende bzw. vorhergehende Brett mit Zugriff in der Liste an. Es reicht in diesem Fall lediglich das Argument "<" bzw. ">" einzugeben! oder [BRETT] + bzw. [BRETT] - Springt in das nächste bzw. vorhergehende Brett, das neue Nachrichten enthält. Vgl. "SCANNER" Wie bei "BRETT >" und "BRETT <" müssen Sie lediglich ein "+" oder ein "-" zur korrekten Befehlserkennung eingeben! oder BRETT NEU bzw. BRETT ALT Richtet ein neues Brett ein bzw. löscht ein altes. Bemerkung : Wird ein Brett oder Postfach angesprungen, so wird automatisch der Befehl 'INHALT' ausgeführt. siehe auch : SCANNER, INHALT BRIEF Format : BRIEF [Username] Versendet einen Brief an einen User. Wurde dessen Name nicht schon im Befehl eingegeben so wird nochmal danach gefragt. Ein Brief kann über ein Netz geschickt werden indem man hinter dem Namen ein ";" und die Mailboxkennung anhängt. oder BRIEF LEVEL Versendet einen Serienbrief an User mit einem bestimmten Level. "" darf ein beliebiger Zahlenausdruck (Bereich 1-9) wie bei dem Befehl "LESEN" sein. Beispiele : BRIEF HUGO BRIEF SYSOP;PHOBOS Siehe auch : LESEN Chat Ein Chat ist in diesem Fall ein Gespräch zwischen User und Sysop per Mailbox. Phobos unterstützt zwei Arten von Chats, die jeder User mit Hilfe des "SET"-Befehls wählen kann : a) Zeilenchat Beim Zeilenchat geben Sysop und User ihren Text getrennt ein, d.h. es kann immer nur einer der beiden tippen. Der Name des Redners (Username oder "Sysop") erscheint jeweils zu Beginn der Eingabeaufforderung. Dieser kann nun solange tippen, bis der User/Sysop drückt. Jeweils am Ende einer Zeile führt das Programm einen Wortumbruch durch und führt die Ausgabe in der nächsten Zeile weiter. Am Anfang der neuen Zeile wird dann jedoch nicht mehr der Name des Gesprächspartners sondern die aktuelle Loginzeit angezeigt. Grundsätzlich kann der Sysop den User mit der RETURN-Taste unterbrechen. Zusätzlich kann der "Zuhörer" sich durch Drücken der SPACE-Taste bemerkbar machen um dem Redner ein Zeichen zu geben. Dabei erhält der User einen Beep (wie bei der im SET eingschaltetem Eingabe-Beep) und der Bildschirm des Users blitzt auf. Sie beenden den Chat durch "."+ Für diesen Chat genügt eine TTY-Emulation. b) Doublechat Dieser Chat ermöglicht die gleichzeitige Eingabe von User und Sysop. Dabei wird der Text des Sysops in der oberen und der des Users in der unteren Bildschirmhälfte (jeweils 10 Zeilen) dargestellt. Wie bei dem Zeilenchat führt das Programm am Ende jeder Zeile einen Wortumbruch aus. Wird das Ende der maximal 10 Zeilen erreicht, so wird der Inhalt um 5 Zeilen nach oben geschoben. Wird der Bildaufbau durch Übertragungsfehler auf der Seite des Users zerstört, so kann er durch Drücken von CTRL-A neu erstellt werden. Durch zweimaligen Druck der ESCAPE-Taste wird der Chat beendet. Für diesen Chat benötigen Sie eine VT100- oder ANSI-Emulation! Siehe auch : SET EDITIEREN Format : EDITIEREN Ermöglicht das Nachbearbeiten eines selbstgeschriebenen Textes. Man gelangt in den Texteditor in dem sich der alte Text, welcher zum Löschen markiert ist, bereits befindet. Beendet man sofort die Eingabe und "sendet" den Text, so erhält man eine Kopie des alten Textes. Um diesen aber für den nächsten Login zu retten kann dieser mit "LOESCHEN " wieder demarkiert werden. oder EDITIEREN POST Listet alle bereits verschickten, aber noch nicht vom Empfänger gelesenen Briefe auf und fragt, ob ein Text nochmals gelesen oder gelöscht werden soll. oder EDITIEREN BRETT Erlaubt dem Brettverwalter oder dem Sysop die Bretteinstellungen nachträglich zu verändern. Siehe auch : LOESCHEN ENDE Format : ENDE [NEU] Ist kein Brett angewählt so wird ein Logoff ausgeführt, ansonsten gelangt man hiermit wieder in das Hauptverzeichnis. Das Argument "NEU" hat nur im ersten Fall eine Bedeutung und verhindert das aktualisieren der Bezugszeit für neue Nachrichten. "ENDE NEU" wird auch ausgeführt wenn die Telefon- verbindung unterbrochen wurde. Siehe auch : LOGOFF EXTERN Format : EXTERN Die Mailbox listet alle installierten und für den Userlevel zugänglichen externe Programme auf. Dieses sind oft Spiele oder andere Hilfsprogramme, die aus dem Mailboxprogramm ausgelagert wurden. Geben Sie die entsprechende Kennummer an um es zu starten. Der Aufruf kann einen Moment lange dauern, da das Programm zuächst von Festplatte geladen und gestartet werden muß. GALACTIC EMPIRE Bedienungsanleitung GALACTIC EMPIRE Allgemeine Einführung : Galactic Empire ist ein Weltraumstrategiespiel für etwa 6 Spieler. Kriegs- schauplatz ist eine sich irgendwo im Weltall befindliche Galaxie, die aus 40 - 100 Sternen besteht. Ziel des Spiels ist es alle befeindeten Spieler auszuschalten bzw. in deren Einflußbereich möglichst weit zurückzudrängen. Dabei erweist es sich bei mehr als zwei Spielern als sinnvoll wenn zwei oder drei Parteien gebildet werden, die gemeinsam um die Herrschaft kämpfen. Hier wird in der Regel das Spiel durch die limitierte und vorher abgesprochene Anzahl von ca 50-120 Jahren, sprich Spielrunden, beendet. Jeder Teilnehmer besitzt zu Anfang einen Heimatstern, den er sich auf der Sternenkarte selbst aussuchen kann. Dieser besitzt bereits eine Industrie, die 5 Schiffe in einem Jahr produzieren kann, und eine bestimmte Anzahl Raumschiffe. Diese können zu sich in der Nähe befindlichen Sternen mit verschiedenen Aufträgen verschickt werden. Eine solche Reise darf bis zu 3 Jahre dauern. Treffen sie am Ziel eine eigene Welt, so schließen sich die Raumer den eigenen an, andernfalls, wenn es ich um einen anderen Spieler oder um Piraten handelt, kommt es zum Kampf. Der Sieger daraus übernimmt die Herrschaft. Eine Ausnahme bildet der Auftrag seine Raumschiffe zur Verbündung zu verschicken. Dann nämlich werden sie automatisch dem Befehl des dort herrschenden Spielers unterstellt. Bedienung : a) Erstellen einer neuen Galaxie : Dies geschieht durch den Befehl GALACTIC EMPIRE NEU. Dann werden Sie (Sysop) aufgefordert die Jahre für Beginn des Spiels einzugeben. Dies kann eine beliebige Jahreszahl sein, z.B. 2100. Das Jahr hat für den Verlauf des Spiels keine Bedeutung. Danach folgt die Abfrage nach der Anzahl der Welten. Hier sollte man keinesfalls übertreiben, da sonst eine Galaxie zu groß wird und viel Zeit vergeht bis sich die Kontrahenten im Spielverlauf überhaupt treffen und es zu Kämpfen kommt. Bei 6 Spielern sind 60-80 Sterne sinnvoll. Daraufhin werden die Sterndaten initialisiert und nach Nummern sortiert, so daß später die Zahlen auf der Sternenkarte besser gefunden werden können. b) Sternenkarte lesen : Mit dem Befehl GALACTIC EMPIRE KARTE kann man sich die Sternenkarte ausgeben lassen. Diese sollte für den Spielverlauf ausgedruckt werden. Die Karte ist dann maßstabsgerecht, wenn man den Drucker auf Elite (96 Spalten) und 8 LpI (Lines per Inch) einstellt. c) Spieldaten erfragen Der Befehl dazu heißt GALACTIC EMPIRE DATEN. Mit ihm werden in einer Tabelle die Sternendaten der letzten Runde ausgegeben. Die Daten bleiben solange gleich, bis die nächste Runde beginnt. d) Eingabe eines Zuges Der entsprechende Aufruf ist GALACTIC EMPIRE EINGABE und ist nur für die eingetragenen Mitspieler zugänglich. Zuerst wird die Datentabelle wie eben beschrieben nochmals ausgegeben, so daß sie während der Eingabe normalerweise ständig zu sehen ist. Es können so lange Züge gemacht werden bis der Spieler ein "X" drückt. Außerdem kann dieser Befehl beliebig oft aufgerufen werden. Bis der Spielleiter (Sysop) die nächste Auswertung startet bleiben die eingegebenen Züge und Daten erhalten. Jedoch können dann keine Eingaben mehr zurückgenommen werden. Die Eingabeschleife, die im folgenden beschrieben wird, kann durch Eingabe von 'X' beendet werden : 1. Eingabe von welchem Stern Raumschiffe verschickt werden sollen. Dies geschieht durch Eingabe der Nummer des gewünschten Sterns. Dieser muß existieren und in Besitz des Spielers sein. Will man nur eine Entfernung zwischen zwei Welten erfragen so muß man der Zahl ein '?' voranstellen, dabei darf jede beliebige Welt gewählt werden. Wird ein 'V' vorangestellt so wird die Flotte zur Verbündung mit dem Besitzer der Zielwelt gewählt. Dies geschieht immer, auch dann wenn der Herrscher sich während der Reise geändert hat! Mit 'L' kann der letzte Auftrag wieder storniert werden. 2. Einstellen der Zielwelt. Bedingung : Die Welt muß existieren und wenn Schiffe gesendet werden sollen darf die Reise nicht länger als 3 Jahre dauern. 3. Eingabe der Größe der Flotte. Die sich noch auf dem Stern befindlichen Raumer können hierdurch entgültig ihre Reise antreten. Statt der genauen Anzahl kann man auch 'A' für ALLE eingeben. e) Auswertung anfertigen Der Befehl heißt GALACTIC EMPIRE EXEC und ist nur dem Spielleiter (Sysop) zugänglich. Der Ablauf ist voll automatisch und nicht beeinflußbar. f) Anschauen der Auswertung Die Auswertung der letzten Runde erhält man durch den Befehl GALACTIC EMPIRE AUSWERTUNG. Diese kann sich jeder User beliebig oft ansehen. g) Sterne nachträglich verschieben Ist die generierte Karte ungünstig, so daß z.B. bestimmte Welten nicht wegen der maximalen 3-Jahres-Distanz erreichbar sind, so kann diese der Sysop nachträglich horizontal verschieben. Dazu dient der Befehl GALACTIC EMPIRE BEWEGEN. Geben Sie zuerst die Nummer des zu bewegenden Sterns ein und dann, um wieviel Zeichen dieser nach rechts zu verschieben ist. Dabei ist auch ein negativer Wert für Linksverschiebung zulässig. Es ist darauf zu achten, daß die Welt nicht links oder rechts über den Kartenrand hinwegbewegt wird. Außerdem darf sich nichts an der Reihenfolge der Welten ändern! Ansonsten kann es zu Programmfehlern kommen. h) Spiel beenden Sobald der Sysop den Befehl "GALACTIC EMPIRE QUIT" eingibt, wird eine Auswertung angefertigt, die Punktzahl der User gezählt und ausgegeben und das Spiel wird endgültig beendet. D.h. es können keine Züge mehr eingegeben werden, nur der Befehl "GALACTIC EMPIRE AUSWERTUNG" funktioniert noch! Bemerkung : Der Befehl "GALACTIC EMPIRE" kann einfach mit "G" abgekürzt werden. Für die Argumente genügen drei Buchstaben. Also reicht es z.B. "G KAR" und "G EIN" einzugeben. HILFE Format : HILFE Gibt alle auf die Abkürzung passenden Nachrichten aus dem Brett "Hilfstexte" aus. oder HILFE * Gibt alle Hilfstexte aus. oder HILFE Gibt den Hilfstext "HILFE" aus. INFO Format : INFO Der Befehl "INFO" zeigt allgemeine Angaben und Statistiken zum angewählten Brett. Zusätzlich kann ein Text vom Sysop oder vom Brettverwalter in dieses Brett mit dem Betreff "-INFO-" geschrieben werden. Dieser wird dann ggf. nach Aufruf des "INFO"-Befehls mit ausgegeben. INHALT Format : INHALT Durchsucht das Inhaltsverzeichnis nach Texten mit den aufgeführten Nummern und gibt jeweils Informationen über Textnummer, Bytelänge, Absender, Zeit der Erstellung und den Betreff aus. oder INHALT Wie oben, nur werden hier alle neuen Texte ausgesondert und angezeigt. Ausnahmen : Ist kein Brett angewählt verhält sich dieser Befehl wie BRETT. KOMMENTAR Format : KOMMENTAR Setzt nachträglich Kommentar und Absendernamen für ein File in einem Download-Brett. Nur für Sysops zugänglich. Derselbe Befehl wird auch nach jedem Upload durchgeführt. LESEN Liest einen Text aus einem angewählten Brett. Format : LESEN [Nr,] [Nr-,] [-Nr,] [Nr-Nr,].... Liest die durch die Nummern eingegebenen Texte. Beispiele : LESEN 4 LESEN 1,2,3 LESEN 5- LESEN -3,7-8 oder LESEN * Liest alle Bretteinträge. oder LESEN Liest alle Neueinträge seit dem dem letzten Login, bzw. dem Bezugsdatum. oder LESEN MERKEN Liest alle Texte, die sich das Prg beim letzten Lesen von Texten "gemerkt" hat nocheinmal. oder LESEN ! bzw. LESEN MERKEN! Das "!" am Ende der beiden Befehle bewirkt, daß die normalerweise gelesenen Texte erst in ein File geschrieben werden und dann optional mit einem beliebigen Archivierungsprogramm gepackt werden. Diese werden dann mit dem eingstellten Übertragungsprotokoll gesendet. Enthält die Liste neben Texten auch Files, so werden diese, wenn es das Übertragungsprotokoll erlaubt, als separate Dateien mitversendet. Wird ein weiteres "!" angehängt, so führt das Programm zusätzlich noch einen Autologoff nach dem Transfer durch. Kurz vorher läuft ein Countdown von 10 Sekunden. Der Autologoff kann in der Zeit durch Drücken von "Z" verhindert werden. Mit einem Space kann der Countdown verkürzt werden, so daß sofort der Logoff folgt. Bemerkung : Der "!"-Operator ist auch am Ende des "SCANNER"-Befehls zulässig. Siehe auch : LESEN ALLGEMEIN, ENDE, LOGOFF, SCANNER LESEN allgemein Das Lesen von Texten geht weit über das einfache Darstellen des Textes hinaus. Zu unterscheiden sind Funktionen während und nach der Ausgabe. I.) Während des Lesens Es gibt insgesamt 4 Tastenkombinationen mit verschiedenen Auswirkungen: a) XOFF bewirkt das Anhalten der Textausgabe. Es ist in der Regel über die Tastenkombination CTRL-S (andere Darstellung : "^S") zu erreichen. b) XON setzt die Textausgabe, falls angehalten, wieder fort. XON entspricht normalerweise CTRL-Q bzw. "^Q". c) CAN führt zum Abbruch des Textes. Eine möglicherweise eingstellte Nonstop-Funktion wird dabei ausgeschaltet. Der übliche Code dafür ist CTRL-X bzw "^X". d) Skip Wie bei CAN, wird wird hier die Nonstop-Funktion eingeschaltet. Üblicher Code : CTRL-C bzw. "^C" Die Codes für die oben genannten Funktionen können im SETUP-MENÜ geändert werden. Außerdem gelten sie für praktisch alle längeren Textausgaben, sei es die Userliste, das Protokoll oder die List-Funk- tion im Texteditor. II.) Nach Ende eines Textes ohne Nonstop Jenachdem ob es sinnvoll oder zulässig ist hat der User folgende Möglichkeiten : (?) Gibt die abgekürzten Eingabemöglichkeiten in Wortform aus. (A)bbruch Wenn mehrere Texte gelesen werden sollen, so kann hiermit abgebrochen werden. (M)erken Mit dieser Funktion "merkt" sich das Programm diesen Text, so daß er mit "LESEN MERKEN" nocheinmal aufgeführt werden kann. (N)onstop schaltet diese interaktive Abfrage aus, so daß alle folgenden Texte durchgehend ausgegeben werden bis evtl. CTRL-X gedrückt wird. (T)hema markieren Insbesondere wenn viele Texte zu einem Thema vorhanden sind kann es sein, daß man genau diese Texte zu diesem Thema nicht mehr lesen will. Hierzu kann man ein Thema markieren. Das Programm erkennt dies an den Betreffs eines jeden Textes. Es können alle Texte richtig erkannt werden die mit der Funktion Kommentar geschrieben werden. Wurde der Betreff von einem User eigenständig umgeändert, so können diese nicht immer erkannt werden. Alle Markierungen ver- fallen sobald das Senden der Text-Reihe beendet wurde. (K)ommentar ermöglicht es zu einem Text einen Kommentar in dasselbe Brett zu schreiben. Bei der Betreffeingabe bekommt man als Vorgabe den alten Betreff mit einem "Re:" für Reply (Antwort). Diese kann man ändern oder, was der Normalfall sein sollte, einfach mit RETURN bestätigen. Wollen Sie, während Sie den Kommentar schreiben, noch einmal das Original lesen, so können Sie im Texteditor den Befehl ".c" eingeben! (B)rief schickt einen Brief an den Schreiber des Textes. Bis auf den Adressaten ist der Verlauf wie bei Kommentar. Mit der darauf- folgenden Abfrage kann das Löschen des alten Briefes veranlasst werden. Bzgl. des Original-Textes gilt dasselbe wie bei "Kommentar" (oben). (L)öschen Die eigene Post kann so gelöscht werden, auch wenn der gleichnamige Befehl aufgrund des Userlevels unter Umständen nicht erreichbar ist. Es erfolgt aber immer eine Sicherheitsabfrage. (+) nächstes Brett Werden Texte mit dem "SCANNER" gelesen, so kann hiermit zu den neuen Nachrichten im nächsten Brett übergewechselt werden. (D)ownload Ist der betreffende Eintrag ein File, so kann dieses hierüber mit Hilfe eines gesicherten Protokolls (siehe "SET") empfangen werden. (I)nhalt gibt den Inhalt eines gepackten Files aus. siehe auch : LESEN, SCANNER, HILFE, SET LEVEL Format : LEVEL Ändert den Userlevel eines Users. Co-Sysops können nur User mit einem Level von 1 bis 6 erreichen. Ebenfalls können sie ihnen keinen Level außerhalb dieses Bereiches geben. Achtung ! Man sollte einem User nie Level 0 geben. Er erhält damit die Funktion eines Gastes. Daher ist die Funktion nur für erfahrene Sysops zu empfehlen. LOESCHEN LOESCHEN [!] Dieser Befehl dient zum Löschen von Nachrichten. Sie werden allerdings vorerst nur mit einer Markierung, die man an dem "*" am Eintrag des Brett- inhaltes erkennt, versehen. Ist der Text bereits zum Löschen markiert, so wird diese wieder aufgehoben. Mit können beliebige Bereiche entsprechend dem Befehl "LESEN" angesprochen werden. Optional kann dem Befehl ein "!" nachgehängt werden. Er bewirkt daß das Löschen aller markierten Nachrichten sofort ausgeführt wird. Beispiele : LOESCHEN 2 LOESCHEN * LOESCHEN 10-100 LOESCHEN ! LOESCHEN 12! oder LOESCHEN X Löscht alle Textmarkierungen in allen Brettern und Postfächern der Mailbox. Siehe auch : LESEN LOGINTEXTE Allgemein : Bei Phobos kann für jeden Logintext bestimmt werden welche User ihn wie oft lesen sollen. Damit entfällt das ständige Neuanzeigen für Stammuser. Voraussetzung für diesen Befehl ist, daß das aktuelle Brett "Logintexte" heißt. Es können maximal 15 Texte verwaltet werden. Format : LOGINTEXTE ? Gibt die Liste aller Logintexte mit dem Zeitpunkt an dem sie spätestens aus der Liste gestrichen werden aus. oder LOGINTEXTE SCHREIBEN Dient zum Eintragen eines Textes, der sich bereits im Brett befindet, in die Liste. Für alle User mit demselben Level und Gäste kann angegeben werden, wie oft dieser maximal gelesen werden soll. 3 bedeutet dabei, daß er dauernd gelesen wird. oder LOGINTEXTE LOESCHEN Löscht einen Eintrag aus der Liste vorzeitig. LOGOFF Format : LOGOFF Nach einer Sicherheitsabfrage wird der User aus der Mailbox "ausgeloggt" und das Modem legt auf. oder LOGOFF NEU Wie oben, nur wird hier die Bezugszeit für neue Texte nicht aktualisiert. MARKIEREN Format : MARKIEREN Markiert jedes Brett auf das die Abkürzung paßt und auf das der User Zugriff hat. Ist das entsprechende Brett bereits markiert, so wird sie aufgehoben. oder MARKIEREN ? Listet alle z.Z. markierten Bretter auf. Siehe auch : BRETT, SCANNER MITTEILUNG Format : MITTELUNG Mit diesem Befehl läßt sich ein Mitteilungstext von einer Zeile eingeben, der jedem Briefschreiber vor der Eingabe des Textes vorgelegt wird. Dieser könnte z.B. einen Hinweis enthalten, daß der User z.Z. im Urlaub ist. NETZ Format : NETZ Gibt einen Informationstext über das Netz, mit dem die Mailbox betrieben wird aus. Diesen muß der Sysop mit dem Betreff "NETZ" in das Brett "Systemtexte" geschrieben haben. oder NETZ PROTOKOLL Gibt das Protokoll über die letzten Netztransfers aus. oder NETZ POLLEN ermöglicht dem Sysop einen Netztransfer nach dem Logoff zu starten. Dazu fragt das Programm nach dem Namen der anzurufenden Mailbox. Eine Leereingabe bricht die Funktion ab. OPERATOR Format : OPERATOR Mit diesem Befehl kann ein User den Sysop rufen. Dabei wird ein Ton und ein vom Sysop festgelegter Text ausgegeben. Weiterhin blinkt der Bildschirm des Mailboxcomputers als Erkennungssignal einmal pro Sekunde auf. Eine wiederholte Eingabe von "OPERATOR" schaltet dieses Signal wieder aus. PASSWORT Format : PASSWORT Dient zur nachträglichen Änderung des Passwortes. Evtl. sollte dies alle paar Wochen geschehen, da sonst die Gefahr besteht daß es von anderen Usern herausgefunden werden kann. Ist die letzte Passwortänderung länger als 30 Tage her, dann fragt Phobos beim Login automatisch, ob es zur Sicherheit geändert werden soll. POSTFACH Format : POSTFACH Ist man eingetragener User so gelangt man hiermit in sein Postfach. Ansonsten hat der Befehl die Bedeutung eines Userantrags. PROMPT Format : PROMPT [PromptString] Hiermit kann man den Prompt der Eingabezeile (das ist der Text hinter dem der Cursor steht) nach seinen eigenen Vorstellungen verändern. Wurde kein Argument eingegeben, so fragt das Programm nochmals danach. Wird ein Leerstring eingegeben so wird der Standard-Prompt benutzt. Man könnte z.B. scheiben: "Was wünschest Du ?" Man kann aber auch noch folgende Steuersequenzen in den String einsetzen. Steuerseuqenz | wird ersetzt durch... --------------+-------------------------------------------------- $T | die aktuelle Zeit $D | das aktuelle Datum $B | das aktuelle Brett, falls angewählt $O | die aktuelle Onlinezeit $L | den eigenen Userlevel $N | den eigenen Usernamen $C | einen Sprung an den Anfang der nächsten Zeile Den Standardprompt bei nicht angewähltem Brett könnte man durch folgende Zeile ersetzen : $O > PROTOKOLL Format : PROTOKOLL Gibt das Loginprotokoll seit dem letzten Login aus. oder PROTOKOLL * Gibt das gesamte Protokoll aus. oder PROTOKOLL LOESCHEN löscht alle Einträge im Protokoll. Dies ist in aller Regel jedoch nicht nötig, da automatisch der letzte Eintrag gelöscht wird wenn das Protokoll zu groß wird. Die Anzahl der Einträge hängt von der Voreinstellung des Programms ab. oder PROTOKOLL AUS Verhindert den Eintrag des laufenden Logins im Protokoll (für Co-/Sysops). RELOGIN Format : RELOGIN Führt einen Logoff durch, ohne die Telefonverbindung zu unterbrechen. SCANNER Format : SCANNER [+|!|!!] Liest alle neuen Texte aller Bretter mit Lesezugriff und gibt sie auf dem Bildschirm aus. Wird ein "+" angehängt so wird automatisch der "Nonstop"- Modus eingeschaltet. Ist man Vertreter eines anderen Users, so wird zuerst dessen Postfach nach neuen Nachrichten durchsucht. Zum Löschen markierte Texte werden nicht ausgegeben. Wird der Befehl mit einem "!" beendet, so werden die Texte nicht online gelesen, sondern erst in ein File geschrieben, gepackt und dann mit dem eingestellten Übertragungsprotokoll gesendet. Wird ein weiteres "!" angehängt, so führt das Programm zusätzlich noch einen Autologoff nach dem Transfer durch. Kurz vorher läuft ein Countdown von 10 Sekunden. Der Autologoff kann in der Zeit durch Drücken von "Z" verhindert werden. Mit einem Space kann der Countdown verkürzt werden, so daß sofort der Logoff folgt. oder SCANNER [+|!|!!] Wie oben, nur wird hier nicht die Bezugszeit für neue Text herangezogen sondern das angegebene Datum. Siehe auch : LESEN SENDEN Schreibt einen Text oder ein File in ein Brett oder Postfach. Format : SENDEN Je nach Bretteinstellung fragt das Programm, ob ein normaler Text, ein ANSI-Text oder ein binäres File abgespeichert werden soll. Im ersten Fall ruft es den Texteditor auf und speichert Ihre Eingabe daraufhin ggf. ab. Im zweiten Fall wird ein ASCII-Upload durchgeführt und letzteres startet einen Upload mit einem gesicherten Übertragungsprotokoll, z.B. Zmodem. Jedes "upgeloadete" Programm kann dann mit einem Kommentar versehen werden, der bei den Befehlen "LESEN" und "INHALT" mit angezeigt wird. oder SENDEN Wie bei SENDEN, nur wird hier der Text an einen User geschickt. Bemerkung : Dieser Befehl hieß früher SCHREIBEN, wurde aber wegen der ZNetz-Kompaitibilität in SENDEN umbenannt. Siehe auch : Texteditor, BRIEF, KOMMENTAR, LESEN, INHALT SET Dient zum Einstellen der persönlichen Boxkonfiguration. Format : SET Erklärung der Menüpunkte : E)mulation Dient der Eingabe der gewünschten Terminal-Emulation. 'Keine' Emulation entspricht TTY. Hier sind alle Ausgaben einfarbig, es wird keine Statuszeile (siehe BEFEHLSEINGABE) dargestellt und die Cursor- funktionen sind abgeschaltet. VT100 ergibt eine weiß- oder hellweiße Ausgabe. Die Ansi-Emulation dagegen ermöglicht farbige Texte. Eine Einstellung von VT100 oder ANSI ist für das Spiel 'GALACTIC EMPIRE' nötig. U)mlaute Hiermit wird die gewünschte Umlauteumwandlung eingestellt. Bei IBM- Umwandlung wird zusätzlich zu den Umlauten auch, so gut wie möglich, andere Sonderzeichen konvertiert. P)aging Stellt die Anzahl der Zeilen ein, nach denen die Ausgabe eines Textes für einen Tastendruck angehalten wird. ein oder '0' schaltet diese Funktion aus. G)ebührenzone Es wird der Tarif zur Bestimmung der Telefonkosten eingestellt. B)eep Ist 'Beep' eingeschaltet, so wird bei jeder Eingabeaufforderung ein Signal gesendet. Dieses kann jedoch bei jedem Terminal verschieden Auswirkungen haben. In der Regel sind es jedoch ein Ton oder ein Aufblitzen des Bildschirms. L)ogbuchsteuerung Manche Terminal-Programme, wie AmigaCall oder PhobosTerm unterstützen diese Funktion. Mit ihr kann das Mailbox-Programm veranlassen, daß nur Texte oder andere wichtige Ausgaben im Protokoll stehen. D.h. z.B. Befehls-Eingaben erscheinen dann nicht mehr im Protokoll. X)on-Xoff CHRs Dient zur Eingabe individueller Tasten zur Steuerung der Textausgabe. Normalerweise sind dies : CTRL-Q / CTRL-S / CTRL-X / CTRL-C. Z)eilen Die Befehlszeile wird bei VT100- oder ANSI-Emulation an der eingegeben Zeilenposition ausgegeben. L) LF = LF + CR Für die Textausgabe ist es nicht nötig LineFeed und CarriageReturn getrennt zu behandeln. Um Übertragungsgeschwindigkeit zu sparen kann hier eingestellt werden ob nur ein LF gesendet wird. Damit die Ausgabe auf dem Terminal funktioniert muß dieses aber darauf vorbereitet sein. D)oubleChat schaltet den DoubleChat ein bzw. aus, ansonsten wird der normale Chat benutzt. F)ile-Protokoll legt das zu benutzende Protokoll zur Übertragung von binären Files fest. C)hronologie Ist sie eingeschaltet, so werden alle Texte in chronologischer, andernfalls in achronologischer Reihenfolge gelesen. Siehe auch : LESEN ALLGEMEIN, BEFEHLSEINGABE, Chat STATUS Format : STATUS Gibt den Status über den User und die Konfiguration der Mailbox aus. SUCHEN Format : SUCHEN Durchsucht die Mailboxtexte und -Files nach einem bestimmten Begriff. Dabei kann angegeben werden ob der Inhalt der Texte oder nur deren Betreffs untersucht werden sollen. Bei Files wird aber auf jeden Fall nur der Name überprüft. Befindet sich der User in einem Brett, so wird nur dessen Inhalt untersucht, andernfalls alle die für den User zugänglichen Texte/Files. Es wird dabei grundsätzlich nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden. Wird ein Text oder ein File gefunden in dem der Suchbegriff enthalten ist, so fragt das Programm ob er/es gelesen oder übergangen werden soll. Das Suchen ist besonders interessant in Verbindung mit der "Merken"-Funktion beim Lesen der Texte. Damit kann der User schonmal einige Texte in die engere Wahl nehmen und diese nachher mit "LESEN MERKEN" nochmal bearbeiten oder auch mit "LESEN MERKEN!" als gepacktes File downloaden. oder SUCHEN Wie oben, jedoch fragt hier das Programm nochmal speziell nach dem Suchbegriff. Siehe auch : LESEN MERKEN TEILNEHMER Format : TEILNEHMER Gibt eine alphabetisch sortierte Liste aller in der Mailbox eingetragenen User mit den Angaben des Zeitpunktes des letzten Logins, des Eintrittsdatums, des aktuellen Levels und der gesamten Anzahl von Logins aus. Texteditor Allgemein : Phobos besitzt einen Universal-Texteditor der je nach eingestellter Terminal-Emulation verschiedene Editierfunktionen unterstützt : So verhält er sich bei TTY wie ein herkömmlicher Zeileneditor. Das heißt es stehen zur Korrektur nur die BACKSPACE-Taste und die Punkt-Kommandos (siehe unten) zur Verfügung. Grundsätzlich führt Phobos jedoch einen Wordwrap (Zeilenumbruch) durch sobald bei der Eingabe das Ende der Zeile erreicht wird. Außerdem wird ein automatisches Einrücken unterstützt. Wollen Sie z.B. Ihren "PS"-Text einrücken, so brauchen Sie dies nur bei der ersten Zeile zu tuen und das Programm setzt bei jeder neuen Zeile automatisch den Cursor an die vorige Anfangsposition. Haben Sie jedoch eine VT100- oder ANSI-Emulation eingestellt, dann können zusätzlich alle Cursortasten benutzt werden. Außerdem stehen die Tastenkombinationen CTRL-N zum Einfügen und CTRL-Y zum Löschen einer Zeile zur Verfügung. CTRL-U fügt die mit CTRL-Y gelöschte Zeile wieder ein. Benutzen Sie CTRL-A, wenn der Bildaufbau durch Übertragungsfehler zerstört wurde! Er wird dann nochmal völlig neu aufgebaut. Die Punkt-Befehle : (die in Klammern gesetzten Buchstaben dienen nur der Erläuterung) .j(ump) Springt an die angegebene Zeilennummer und gibt deren Inhalt zur Editierung aus. Wird kein Argument angegeben, so zeigt das Programm den gesamten bisher geschriebenen Text an. .l(ist) Listet alle angegebenen Zeilen. "" hat dasselbe Format haben wie beim Mailbox-Befehl "LESEN" .d(elete) Löscht die angegebenen Zeilen, so daß der nachfolgende Text nachgerückt wird (wie CTRL-Y). Die Nummern müssen in aufsteigender Reihenfolge angegeben werden. .e(dit) Haben Sie sich bei der Editierung einer Zeile vertan, so können Sie den alten Inhalt hiermit nochmal hervorholen. "Edit" ist also gewissermaßen eine Undo-Funktion für eine Zeile. .h(elp) oder .? Gibt einen kurzen Hilfstext zu den Punktbefehlen und CTRL-Funktionen aus. .u(pload) Startet einen ASCII-Upload. Der empfangene Text wird an der Zeilenposition des Cursors eingefügt. Das Senden wird mit CTRL-X vom User beendet. Bei Bedienung von der Konsole aus erscheint ein File-Requester mit dem man die gewünschte Text-Datei auswählen kann. .b(etreff) Editiert den zuvor eingegeben Betreff nachträglich. .n(umbers) Schaltet die Ausgabe der Nummern am Anfang jeder Zeile ein bzw. aus. Ist die Nummerierung ausgeschaltet, so können längere Zeilen eingegeben werden. Dies kann dann besonders wichtig sein, wenn ein Text nacheditiert (siehe "EDITIEREN") werden soll, dessen Zeilen mehr als 75 Zeichen enthalten. .c(omment) Gibt den Originaltext zu dem Sie ggf. einen Kommentar oder einen Brief schreiben aus. .q(uote) Mit diesem Befehl können Sie Teile aus dem Bezugstext (siehe .c(omment)) zitieren (engl.: quote). Dieser wird Zeilenweise aufgelistet. Möchten Sie die jeweilige Zeile zitieren, so drücken Sie , andernfalls einfach . Mit CTRL-X, bzw. der im SET-Befehl eingestellten Taste, können Sie den Vorgang beenden. Der zitierte Text wird dann an der aktuellen Cursorposition, mit einem "> " am Anfang versehen, eingesetzt. TITELBILD Format : TITELBILD Wird das Titelbild beim Login durch einen höheren Level nicht angezeigt, so kann kann dieses durch den gleichnamigen Befehl nochmal gelesen werden. USER Format : USER ALT Löscht einen Useraccount. USER Startet den Online-Usereditor. VERSION Format : VERSION Gibt die z.Z. laufende Versionsnummer des betriebenen Phobos-Programms mit Copyright-Vermerk und Seriennummer aus. Handelt es sich um eine Demo-Version so wird dies unten bei der Seriennummer vermerkt. Dieser Befehl ist grundsätzlich ab Level 0 aufrufbar. VERTRETER Format : VERTRETER Löscht einen gewählten Vetreter oder VERTRETER Ernennt einen User zum Vertreter so daß dieser die Post des aktuellen Users, die nicht älter als die Bezugszeit ist, mit dem Befehl SCANNER lesen kann. oder VERTRETER ? Gibt den gewählten Vertreter und die Bezugszeit aus. WEITERLEITEN Format : WEITERLEITEN Leitet einen Text aus dem aktuellen Brett bzw. Postfach weiter in ein anderes. Normale User, bis zu einem bestimmten Level, haben diese Möglichkeit nur in ihrem Postfach. Der Text wird danach in unveränderter Form in dem gewählten Brett/Postfach nach der Chronologie eingeordnet. ZUGRIFFE Allgemein : Bei Phobos ist es möglich zu jedem Brett jedem anderen User Lese- bzw. Schreibzugriff zu geben, sofern dieser ihn nicht schon durch seinen Level oder die Funktion des Vertreters hat. Lese- und Schreibzugriff werden getrennt behandelt. Format : ZUGRIFFE [] Ermöglicht dem Sysop/Brettverwalter das Ändern aller Userzugriffe auf das aktuelle Bretter auf die "" zutrifft. oder ZUGRIFFE ? Gibt alle User mit speziellem Zugriff auf das aktuelle Brett aus. Siehe auch : BRETT ZURUECK Format : ZURUECK Geht aus einem Unterbrett gegebenenfalls das dazugehörige Oberbrett, ähnlich dem CLI-Befehl "CD /" oder bei MS-Dos "CD ..". 10.2. Spezielle Sysopbefehle ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ AUTOEDITOR Format : AUTOEDITOR Der Autoeditor dient zum automatischen Löschen von Texten nach insgesamt drei verschiedenen Kriterien, die Sie für jedes Brett einzeln per Bretteditor bestimmen können : Texte Bestimmt wieviele Texte das Brett maximal aufnehmen soll. Textalter Bestimmt wie alt die Texte maximal sein dürfen, bevor Sie mit diesem Befehl gelöscht werden Speicher Bestimmt wieviel Speicher alle Nachrichten, also Texte und Files, in dem Brett belegen dürfen. Der Autoeditor durchsucht nun alle Bretter und überprüft deren Inhalte auf die eben genannten Kriterien hin. Voraussetzung ist, daß keine "0" als Wert gewählt wurde. Es werden nun solange Texte, mit dem ältesten angefangen, zum Löschen markiert bis alle Kriterien erfüllt wurden oder bereits alle vorhandenen Nachrichten markiert bzw. archiviert(!) sind. Zu jeder vom Autoeditor markierten Nachricht gibt das Programm eine Zeile über den Inhalt aus. Am Ende einer Liste wird jeweils nochmal die aktuelle Einstellung zu dem Brett angezeigt. Außerdem kann mit Hilfe des RAM-Buffers im Menü ein Mitschnitt gemacht werden. Sind Sie sich nicht ganz sicher, ob alles korrekt verlaufen ist, oder ein paar Texte doch nicht gelöscht werden sollten, dann können Sie diese nachträglich wieder einzeln demarkieren (nochmal den LOESCHEN-Befehl anwenden) oder alle Markierungen mit "LOESCHEN X" wieder aufheben. Siehe auch : ARCHIVIEREN, LOESCHEN, "Bretteditor" in dieser Anleitung CLI Format : CLI Phobos besitzt ein eingebautes CLI, das auch von außen, das heißt über Modem bedienbar ist. Als Prompt wird jeweils immer der Name des aktiven Directories mit einem nachgestellten ">" angezeigt. Befanden Sie sich gerade in einem Postfach oder in einem Download-Brett so wählt Phobos zuvor immer das Directory an, das die Files beinhaltet. Das bedeutet, daß Sie mit "Dir" direkt die Files in dem Brett angezeigt bekommen. Sie können alle Befehle wie im normalen CLI benutzen. Es ist jedoch darauf zu achten, daß der aufgerufene Befehl während des Ablaufs keine Tastaureingaben fordert! Ansonsten hängt das Programm. Das CLI kann mit "EndCli" oder "." wieder verlassen werden. KORRIGIEREN Format : KORRIGIEREN Es werden alle Texte in der Mailbox gelesen und das Inhaltsverzeichnis völlig neu generiert. Der Befehl ist dann sinnvoll wenn Files evtl. durch Fehler auf Festplatte/Floppy zerstört wurden und demnach die Inhalts- verzeichnisse falsch sind. Dieser Befehl wird auch dann nach einem Login ausgeführt wenn das Prg von selbst einen Fehler in der Datenstruktur der Texte gefunden hat. Auch wenn Texte geschrieben wurden und das Prg nicht mehr dazu kommt die Textinfos abzuspeichern ist dieser Befehl sinnvoll. Achtung ! Dies ist kein Ersatz für einen Diskdoctor ! AmigaDOS darf keinen keinen Schreib/Lese-Fehler produzieren. Erst nach einer Reinigungsprozedur darf dieser Befehl angewendet werden. MBA KONVERTER Format : MBA KONVERTER Viele Käufer von Phobos betrieben vorher Ihre Mailbox mit Mailbox_Amiga (MBA). Um die Umstellung zu erleichtern können Sie diesen Befehl von der Konsole aus benutzen. Dieser kann den ganzen Inhalt von Textbrettern (kein Ansi!) in das bereits eingerichtete Phobos-Brett übernehmen. Dabei wird auch das Datum korrekt gesetzt. Haben Sie also das Brett in Phobos eingerichtet, so wählen Sie es mit "BRETT " an und geben Sie den Befehl "MBA" ein! Nun erscheint ein Filerequester. Stellen Sie diesen per Maus auf das Directory in dem bei MBA die Texte verwaltet wurden und klicken Sie "OK" an. Der Kopiervorgang geht dann vollautomatisch vonstatten. Leider kann es hier zu Fehlern kommen wenn unter MBA ein Text nicht korrekt mit einem LF abgeschlossen wurde. Achten Sie also bitte darauf! RAMBUFFER Format : RAMBUFFER [Objektdatei] Mit diesem Befehl wird der RamBuffer ein bzw. ausgeschaltet. Ist dieser aktiv wird ein Protokoll in den Zwischenspeicher (siehe Preferences) mit dem Namen Buffer gespeichert. Ein CR wird dabei herausgefiltert. Wird eine Objektdatei angegeben, so erfolgt die Ausgabe dahin. Beispiel : RAMBUFFER PRT: gibt das Protokoll auf den Drucker aus. Bemerkung : Die Logbuchsteuerung zeigt hier keine Wirkung! RUECKRUF Format : RUECKRUF Veranlaßt die Box unter einer einzugebenen Telefonnummer und Baudrate anzurufen. Dies geschieht nach dem Logoff, wenn die Box wieder bereit ist Anrufe anzunehmen. Der Anzurufende mu, wenn sein Telefon läutet oder das Modem ein "RING" sendet den Befehl "ATA " eingeben, damit die Verbindung aufgebaut werden kann. Die Telefonkosten gehen dann auf Rechnung des Mailboxbetreibers. 11. Netz ~~~~~~~~~~~~~~ Phobos ist kompatibel zu einem ehemalig existierenden Netz "UNet". Es besitzt einen einfachen Aufbau, der jedoch den wichtigsten Anforderungen genügt. Damit lassen sich praktisch alle Netzstrukturen wie z.B. Ring- und Sternnetz erstellen. Weiterhin ist ein Zerberus-Netztransfer integriert, der nach dem alten Standard bereits vollständig implementiert ist, jedoch zur Zeit (Okt. 1991) nicht zugelassen ist. Alle allgemeinen Eigenschaften eines Netzes sind auch auf Zerberus zu übertragen. Die folgenden Skizzen zeigen die Arten der möglichen Vernetzungen. In der Regel werden einmal am Tag (oder Nacht) Daten ausgetauscht. Welche Box dann mit welcher in Verbindung kommen muß zeigen die Linien: * Beispiel Aufbau eines Ringnetzes: [ Bild fehlt im ASCII-Text ] Zum Austausch neuer Nachrichten ruft BoxA BoxB an. Daraufhin ruft diese BoxC an, usw., bis BoxA angerufen wird. Also muß jede Mailbox einmal pollen, d.h. Nachrichten abholen. Die Mailbox, die angerufen wird nennt man Server, obwohl diese Bezeichnung beim Sternnetz deutli- cher wird. Der Zeitplan für den Transfer ist recht einfach: "->" entspricht: "ruft an bei" 1:00 BoxA -> BoxB 1:20 BoxB -> BoxC 1:40 BoxC -> BoxD 2:00 BoxD -> BoxE 2:20 BoxE -> BoxA * Beispiel Aufbau eines Sternnetzes: [ Bild fehlt im ASCII-Text ] Die Zahlen hinter den Boxbezeichnungen geben den Level an, d.h. die Anzahl der nötigen Ver- bindungen um eine Nachricht zum Hauptserver zu senden. Zunächst beginnen die Boxen (hier: C und D) mit dem höchsten Level mit dem Transfer zu einer festen Zeit, indem sie bei ihrem Server (hier: "Nebenserver") anrufen und Daten austauschen. Nach etwa einer halben Stunde kann man sicher sein, daß dies geschehen ist. Dann beginnen die Boxen mit Level 1 bei ihrem Server wiederum anzurufen. In der Regel macht man dies leicht zeitversetzt, damit nicht alle Boxen gleichzeitig versuchen denselben Server zu erreichen. Nun geht das ganze Spiel rückwärts. Boxen mit Level 1 rufen beim Hauptserver an und Boxen mit Level 2 danach beim Nebenserver. Ein Zeitplan für die Anrufe könnte folgendermaßen aussehen: Zeitplan: "->" entspricht: "ruft an bei" 1:00 BoxC -> Nebenserver 1:05 BoxD -> Nebenserver 1:20 BoxA -> Hauptserver 1:25 BoxB -> Hauptserver 1:30 Nebenserver -> Hauptserver ; Dasselbe rückwärts: 1:40 Nebenserver -> Hauptserver 1:45 BoxB -> Hauptserver 1:50 BoxA -> Hauptserver 2:00 BoxD -> Nebenserver 2:05 BoxC -> Nebenserver Die Zeiten könnten mit Sicherheit noch optimiert werden, ich hoffe jedoch, daß das Prinzip klar ist. Übrigens spielt es keine Rolle wer wen anruft. Es ist nur zu beachten, daß der angerufene die Funktion eines Servers (siehe unten) übernimmt. In der Praxis hat sich das Sternnetz durchgesetzt, obwohl es zwei Anrufe pro Durchlauf statt einem beim Ring-Netz benötigt. Der Vorteil liegt darin, daß nicht alle Boxen eine Nachricht weiterleiten müssen, bis sie Ihr Ziel erreicht. Gewichtigere Gründe sind jedoch, daß sich wesentlich größere Netze erstellen lassen und bei Ausfall einer einzigen Box, wenn es nicht gerade der Hauptserver ist, nicht der gesamte Netzverkehr zum Erliegen kommt. 12. Multiuser ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Phobos ist ab Version 3,6 multiuserfähig. D.h. Sie können über einen Rechner mehrere Ports, sprich Telefonleitungen, benutzen. Damit ist es möglich, daß verschiedene User gleichzeitig in der Box in verschiedenen Ports sind. 12.1. Start der Ports ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Das Installationsprogramm auf Ihrer Original-Diskette stellt Ihre Daten nur für den Aufruf des ersten Ports (Mainport) ein. Wollen Sie weitere starten, so müssen zuerst die Daten im PhobosPref (siehe auch Anleitung) entsprechend eingestellt werden, so daß eine eigene "Phobos.Conf"-Datei erzeugt wird. Gestartet wird Phobos allgemein vom CLI aus mit : Run Phobos [] Die Portnummer darf Werte zwische 0 und 7 einnehmen, wobei eine "0" auch weggelassen werden kann. Wichtig ist, daß die entsprechenden Einstellungen im PhobosPref gemacht wurden und zuerst der Mainport (Port 0) gestartet wird. Der Mainport kann auch auf folgende Weise gestartet werden: Run Phobos W Das "W" steht für "Warten". D.h. der Mainport startet hoch bis kurz vor dem Lesen der Textinfos. Dort wartet er solange bis der angegebene Port hochgefahren ist, und lädt dann erst die Textinfos ein.Sinn und Zweck der Übung ist es ein evtl. zu Verfügung stehendes, schnelles 32-Bit-Ram für die Programme zu verwenden, und die Daten der Textinfos ggf. im langsameren 16-Bit-Ram abzugelegen. Das Warten auf den anderen Port kann mit abgebrochen werden. Wollen Sie viele Ports starten, so ist hier einfach der letzte anzugeben. Beispiel: Aufruf für 3 Ports (Batch-Datei): Run Phobos w2 Wait 3 Run Phobos 1 Wait 3 Run Phobos 2 Der "Wait"-Befehl ist nötig, da ansonsten aus tieferen Gründen des Amiga-Multitaskings evtl. der 2. vor den 1. Port hochfährt. Aufruf über Workbench: Laden Sie das File "Phobos" (11 Bytes lang) im "PHOBOS:"-Directory ein. Dort müßte folgendes stehen: Bin/Phobos Ändern Sie den Text auf dieselbe Weise wie beim Beispiel der Batch-Datei oben. Und speichern Sie ihn wieder ab. Dadurch werden automatisch per Klick auf das Icon alle drei Ports hochgefahren. 12.2. Technische Angaben ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Speicherverbrauch: Jeder zusätzliche Port benötigt rund ein halbes MByte weiteres RAM. Das setzt sich zusammen aus dem Hauptprogramm, das ja mehrmals gestartet wird, den internen RAM-Speicher, z.B. für den Texteditor, dem Speicher für den Phobos-Screen und kleineren Speicherblöcken für Anwendungen aller Art. Verbrauch von Rechenzeit: Grundsätzlich benötigt Phobos sehr wenig Prozessor-Rechenzeit. Leider besteht der Amiga aber nicht nur aus der CPU, sondern unter anderem auch aus einem Blitter und aus einer Festplatte. Diese beiden Komponenten sind die Schwachstellen des Amigas. Während man die CPU um ein vielfaches schneller machen kann (z.B. von A500 auf A3000), wird der Blitter bzw. allgemein die Grafikausgabe kaum beschleunigt. Änliches gilt für die Festplatte. Die Grafikausgabe kann man einfach umgehen, indem entsprechende Screens ikonifiziert werden. Mehr als zwei offene Bildschirme kann der Sysop ohnehin nicht gleichzeitig auf dem Monitor darstellen lassen. Zudem sind selten alle Ports mit dem Darstellen von Grafik gleichzeitig beschäftigt. Die Festplatte kann sich in manchen Situationen störend auf das Multitasking auswirken. Das heißt nicht, daß der Amiga deswegen abstürzt, sondern daß andere Tasks kurzzeitig keine Rechenzeit bekommen können. Grund ist eine etwas unglückliche Weise, nach der der Amiga Rechenzeit an die Tasks vergibt. Solange jeder Port auf derselben Priorität läuft gibt es keine Probleme. Wenn einer jedoch einen Zugriff auf die Festplatte macht, dann arbeitet der Festplattentreiber, der fast immer Prioritäten von ca. 10 hat. Und dieser nimmt dann den anderen Ports die Rechenzeit weg. Abhilfe schafft, deren Priorität ebenfalls im PhobosPref auf 10 zu stellen. Das funktioniert der Erfahrung nach wunderbar. Probleme gibt es dann wieder, wenn ein externes Programm aufgerufen wird. Diese bekommen standardmäßig eine Priorität von 0, so daß hier wieder Probleme auftreten können. Das soll hier nur die Problematik des Multitaskings etwas näher bringen. In der Praxis stellen sich jedoch Erfahrungswerte ein, die ein reibungsfreies Arbeiten ermöglichen. Aber hier heißt die Devise "probieren geht über studieren"! 13. Glossar ~~~~~~~~~~~~~~~~~ Baudrate Die Daten zwischen Computer und Modem werden mit einer festen Geschwindigkeit übertragen. Diese wird offiziell in "Bps" (bits per second) angegeben. Der Begriff "Baudrate" besagt nichts anderes. Download Das Empfangen von Files mittels eines Übertragungsprotokolls wird "Download genannt. Konsole Die Bedienungsoberfläche des Mailboxcomputers. Von der Konsole loggt sich der Sysop in seine Box ein. Der Unterschied zum Terminal ist, daß kein Modem benutzt werden muß und bestimmte Fuktionen über Gadgets und Menü erreichbar sind. MNP MNP steht für "Microlink Networking Protocol". Es gibt z.Z. davon 7 Levels. Es sichert vor allem die übertragung gegen Fehler ab, die durch Störungen in der Telefonleitung entstehen. Ab Level 5 werden die Daten ebenfalls gepackt, so daß Datenraten von etwa dem Doppelten erreicht werden. Dieser Level (5) ist der meist verbreitetste. (Siehe auch V.42bis) Netztransfer Jede Mailbox sammelt die neu in die Netzbretter geschriebenen Texte zuerst auf der Festplatte. Zu einem betimmten Zeitpunkt, meist ein oder zweimal früh Morgens, werden diese Nachrichten über den "Verteiler" an die anderen Boxen entsandt. Dabei "pollt" (anrufen) die Box bei ihrem Server und erhält die Nachrichten, die dieser bereithält und sendet die eigenen neuen Daten. Pollen Das Abholen und Senden von Nachrichten beim Server nennt man "pollen". Server Der Server wird beim Netztransfer von der (den) Mailbox(en) angerufen, bekommt die neuen Texte und verteilt sie in die entsprechenden Directories für andere Boxen. Upload Entsprechend wie bei "Download" bezeichntet "Upload" das Senden eines Files in die Mailbox. V.42bis Ein Protokoll, ähnlich MNP5. Der verwandte Packalgorithmus ist jedoch weitaus effektiver. Außerdem ist dies eine Norm des CCITT.