INSTALLATION, BENÖTIGTE HARDWARE/SOFTWARE ----------------------------------------- o Amiga, OS2.04 oder besser, PCL-Drucker (DeskJet, Laser, ...) o die bekannte 'reqtools.library' (Nico François, ©1992-1993) o xpk.library (U. Dominik Müller, Bryan Ford, ...) HiSpeed ist ein an die HDPrint-Programme (4 Seiten Text auf eine Seite) angelehntes Druckutility für DeskJet & Laser-Drucker, das sich durch eine hohe Ausgabegeschwindigkeit auszeichnet: je nach Einstellungen werden 4 und mehr Seiten pro Minute abgearbeitet. Die eingelesenen Textdaten werden dabei von dem Programm verkleinert und mit einstellbarem Layout als "Textblöcke" auf einer A4-Seite montiert; dieses Programm ist damit besonders für den Ausdruck umfangreicher Dokumentationen geeignet: viel Information auf wenig Raum. BETRIEBSVORAUSSETZUNGEN ----------------------- Amiga ab 512K, OS 2.o, DeskJet/Laser/Kompatibler. Sie benötigen eine Softfont-Karte ("RAM Cartridge"), wenn Sie alle Funktionen dieses Programms nutzen möchten. Ohne eine solche Karte ist der Nutzen dieses Programms bei einigen DeskJet-Modellen eingeschränkt. RAM-Cartridges sind ab ca. 160 DM (256 KBytes, HP-Nachbau, z.B. BSC Computer, 0241-572041) zu erwerben. Eine solche Karte kann übrigens auch sehr gut zusammen mit Programmen wie BT-II eingesetzt werden bzw. ist ab dem DeskJet 550C auch als Druckerbuffer nutzbar. FEATURES -------- - einfach zu bedienende WB-Oberfläche; alternativ ist auch eine Bedienung über die Shell oder ARexx möglich. - Option auf ein- oder zweiseitigen Druck. Papierstapel muß nach dem ersten Durchlauf nur einmal gewendet werden. Der Druck erfolgt grundsätzlich in der "richtigen" Reihenfolge. - Druck wahlweise hochkant, im Querformat oder als A5 Heft. Für das Heft wird auf Wunsch auch gleich ein Umschlag gedruckt: COVER. Frei einstellbares Layout: z.B. 4*4 Textblöcke (= A4-Seiten) auf eine Seite, oder 2 Spalten, oder ... - die wichtigsten (ANSI-)ESC-Sequenzen werden unterstützt: Italics, Fettdruck, LQ/EDV, Unterstreichungen, FF (Form Feed) und TAB's. Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Soft- und ROM-Fonts (das Angebot hängt vom Druckermodell ab) - in 8 Stufen einstellbarer Vorschub (LINEFEED) - freie Einstellbarkeit aller Ränder (BORDERS): oben, unten, links, rechts sowie zwischen den Textblöcken; die bevorzugte Konfiguration kann gespeichert werden (SAVE CONFIG). Eine Standardkonfiguration ist mit RESET ALL abrufbar. - HiSpeed-Modus für besonders schnelle Ausgabe - Es können mehrere Dokumente ("Jobs") als Druckauftrag übergeben werden. Die Jobs werden auf Wunsch alphabetisch/nach Größe sortiert Es können in einem Durchgang mehrere Kopien gedruckt werden. - Sleep-Modus: auf Knopfdruck verschwindet das Programmfenster bis auf ein kleines Druckersymbol auf der Workbench (Reaktivierung durch Anklicken). Wird HiSped über die Shell in der Form "RUN HiSpeed SLEEP" gestartet, so erscheint nach dem Start ebenfalls nur dieses Symbol. - PreScan-Möglichkeit zur Ermittlung der insgesamt benötigten Anzahl Blätter (Preview am Monitor ist auch möglich) - jede Seite kann mit einem Header (z.B. Seitennummer plus Name des zugehörigen Dokuments) versehen werden. Ein Inhaltsverzeichnis (falls mehr als ein Dokument in einem Durchgang gedruckt wird) ist abrufbar. Auf Wunsch werden die Zeilen nummeriert - markierte Schlüsselworte werden in einem Appendix zusammengefaßt - kann MS-DOS-Dateien ausdrucken - an alle PCL-Drucker anpaßbar KONFIGURIEREN ------------- HiSpeed muss auf den verwendeten Drucker konfiguriert werden - wählen Sie mit dem entsprechenden Gadget ihr Modell aus. Das RAM-Gadget ist je nach vorhandener Speichererweiterung des Druckers auf 'RAM' bzw. auf '0 K' (= kein Speicher für Softfonts ) einzustellen. In Abhängigkeit von diesen Einstellungen ändert sich der Umfang der angezeigten Fontliste: Ein Standard-DeskJet ohne Softfontkarte wird nur einen Font bieten, ein DeskJet 550C mit RAM-Karte markiert das andere Extrem (4 PortraitFonts, 3 Landscape-Fonts). Kann ihr Drucker Softfonts auch ohne explizite Speichererweiterung benutzen (viele Laserdrucker), so sollte auf 'RAM' geschaltet werden. Taucht ihr Drucker (noch) nicht unter den einstellbaren Geräten auf (und ist zu keinem der angebotenen 100% kompatibel), so muss HiSpeed mit an ihr Gerät angepaßt werden. Eine Beschreibung finden Sie im Text 'Setup'. Zum Abschluss der Konfiguration sollten Sie noch den von Ihnen bevorzugten Bildschirmfont einstellen (Project-Menu/SelectFont), da HiSpeed zugunsten freier Konfigurierbarkeit den Workbench-Font nicht automatisch übernimmt; voreingestellt ist TOPAZ-8. DRUCKEN ------- Die zu druckenden Dateien ("Jobs") werden in der "Jobliste" angezeigt (Mitte unten). Neue Druckaufträge lassen sich mit einem Klick auf das 'Add'-Gadget hinzufügen - es erscheint dann ein Filerequester. Sie können in diesem Requester mehrere Dateien gleichzeitig anwählen: Halten Sie einfach die -Taste gedrückt, während Sie Dokumente mit der Maus anklicken. Natürlich können auch die speziellen Gadgets im Requester benutzt werden. Beispiel: MATCH anwählen und "#?.DOC" eingeben - dann werden automatisch alle Dateien, deren Name auf ".DOC" enden, angewählt. Alternativ zur Auswahl über den Filerequester wird auch das "Ziehen" von Icons über das HiSpeed-Fenster unterstützt (vgl. OS2.04 Icon-Editor). Auch das Ziehen einer Datei über das Sleep-Icon von HiSpeed (erscheint nach Betätigung von 'Zzz') ist möglich - diese Datei wird dann aber sofort gedruckt und nicht in die Jobliste aufgenommen. Die in der Jobliste angezeigten, für den Druck vorgesehenen Dokumente werden auf Wunsch alphabetisch (SORT A) oder der Größe nach (SORT #) sortiert. Das Löschen der Job-Liste ist mit dem Menupunkt möglich. Einzelne Jobs können mit dem DEL-Gadget entfernt werden. Die Jobs werden nach dem Druck nicht automatisch aus der Liste entfernt. Der Druckauftrag kann mit einem Klick auf das PRINT-Gadget gestartet werden. Alternativ genügt das Betätigen der Return-Taste. Die Jobs werden der Reihe nach bearbeitet, wobei für jeden Job eine neue Seite angefangen wird (aber nicht unbedingt ein neues Blatt, da auch zweiseitig gedruckt werden kann). Wurden zuvor noch keine Druckaufträge festgelegt, so erscheint spätestens jetzt ein Filerequester, der nach der zu druckenden Datei fragt. Der Druck kann jederzeit abgebrochen werden (Fenster schließen - vor dem endgültigen Abbruch erscheint eine Sicherheitsabfrage). Es ist auch möglich, mit einzelne Seiten zu drucken. Dies ist besonders praktisch, wenn zerstörte Seiten nachträglich noch einmal ausgegeben werden sollen (etwa wenn mitten in einem größeren Druckjob die Tinte ausgesetzt hat). Auf Wunsch (PAGE HEADER aktivieren) werden alle Seiten mit einer kurzen Titelzeile versehen, aus der neben der Seitennummer auch der Name des Dokuments (Jobname) hervorgeht. Der Text der Titelzeile kann verändert werden (Setup-Fenster); es ist beispielseise möglich, das Datum oder den Wert von Environment-Variablen einfügen zu lassen. Ein Inhaltsverzeichnis (HEADER & INDEX) kann angefordert werden und eine Zeilennummerierung (NUMBER) ist verfügbar - dem übersichtlichen Ausdruck auch gößerer Dokumentensammlungen (z.B. Includes, Compiler- Manuals u.ä.) steht somit nichts mehr im Wege. EINSTELLUNGEN UND EINHEITEN --------------------------- An den Papiereinstellungen sollte nur etwas geändert werden, wenn man GENAU weiss, was man tut; voreingestellt ist A4 mit einem linken Rand von 16 mm, der gerade zum Abheften/Lochen/Binden ausreichen müßte. Entspricht das tatsächlich verwendete Papier nicht den Programm- einstellungen, ist mit einer falschen Sortierung der Blätter zu rech- nen - besonders im Buchdruckmodus fatal. Sollten einmal irrtümlich alle Werte verstellt worden sein, so genügt die Anwahl von "RESET ALL", um an die Grundeinstellungen zu gelangen. Alle Einstellungen können mit SAVE CONFIG dauerhaft gesichert werden. Ab v5.0 werden die Settings in 'ENVARC:HiSpeed' abgelegt; frühere Ver- sionen hatten entweder 'S:' oder 'ENVARC:' benutzt. Das Install-Script wird ältere Konfiguartionsdateien auf Wunsch entfernen. Sie können nicht mit den Programmversionen 5.x benutzt werden. Die verwendete Einheit für Rand- und Blatteinstellungen ist grundsätzlich 'mm'. Eine Ausnahme ist das Block-Größen-Display (neben den LAYOUT-Gadgets): in den beiden Feldern wird die Größe der verkleinerten Textblöcke auf einer Seite in Zeichen (Spalten/Zeilen) angegeben. Diese Werte ergeben sich direkt aus dem Raum, den man den einzelnen Textblöcken über die Randeinstellungen zur Verfügung stellt und hängen indirekt auch vom gewählten Font ab. Mit dem 6p Courier-Font sind nur mäßige Ergebnisse zu erreichen. LAYOUT ------ Von besonderer Bedeutung ist die Wahl des Layouts: die Art der Zeilen bzw. Spaltenanordnung der Textblöcke steht zur Variation bereit. Zu beachten ist, daß mit zunehmender Spaltenzahl die Breite der einzelnen Spalten sinkt. Wird die Spaltenbreite zu klein (z.B. kleiner 80), so müsssen u.U. die Zeilen der Vorlage umgebrochen werden. In der aktuellen Version nimmt HiSpeed dabei "Rücksicht auf Nichts", sprich: die Zeilen werden auch mitten im Wort umgebrochen ;-) Besonders kritisch ist in diesem Zusammenhang der COURIER-6-Font (der einzige an einem Ur-DeskJet verfügbare kleinere Font), dessen Zeichen recht breit sind: bei zweispaltigem Druck liegt die Spaltenbreite unter 75 Zeichen, was für die meisten Texte nicht ausreicht. In diesen Fällen bietet sich die Adjust-LF-Option an: Ist sie aktiviert, werden Zeilenumbrüche im Original (abgesehen von offensichtlichen Absätzen) ignoriert. Formatierte Daten (Blocksatz, Tabellen, Programme, etc.) verbieten allerdings den Einsatz dieser Option. Bei den Textvorlagen sollte es sich im übrigen um normale ASCII-Texte handeln, deren einzelnen Zeilen mit einem LF terminiert sind. Die bei MS-DOS Texten zusätzlich vorhandenen CR-Codes werden erkannt und entfernt. ASCII-Ausgaben von "echten" Textverarbeitungen fehlen LF-Codes oft bzw. sie müssen explizit angefordert werden. Bei Ausgabe von MS-DOS-Texten (die beispielsweise über eine Mailbox empfangen wurden) muß das 'MS-DOS' Gadget aktiviert werden - HiSpeed verwendet dann einen anderen Zeichensatz. Da die Softfonts zur Zeit nur in einer Amiga-Version vorhanden sind, beschränkt sich die Font-Auswahl in dieser Betriebsart auf die eingebauten Druckerfonts. Die Abstände zwischen den Textblöcken in horizontaler/vertikaler Richtung können mit BORDERS-DX bzw. BORDERS-DY eingestellt werden. Zur Erhöhung der Lesbarkeit zeichnet HiSpeed auf Wunsch zwischen zwei Block-Zeilen eine Trennlinie (SEPARATE einschalten); die einzelnen Textblöcke sind von links nach rechts sowie von oben nach unten verkettet. PREVIEW ------- HiSpeed bietet Ihnen zwei Möglichkeiten an, Qualität und Umfang eines Ausdrucks vor dem tatsächlichen Druck vorauszuberechnen: So können Sie mit PREVIEW eine verkleinerte Darstellung der Druckseiten am Bildschirm anfordern - auf diese Weise erhalten Sie einen grundsätzlichen Eindruck vom gewählten Layout und können ggf. Änderungen vor nehmen. Das Preview-Fenster präsentiert sich anders als frühere HiSpeed-Versionen ohne Gadgets - es wird komplett über die Tastatur gesteuert: mit den Cursor-Tasten kann geblättert werden, die HELP-Taste bringt eine statistische Übersicht. Mit ESC oder 'Q' bzw. dem Close-Gadget des Fensters kann der Preview verlassen werden. Die Textstatistik kann auch ohne den zeitaufwendigen Preview über SCAN abgerufen werden. Dieses Kommando erfaßt die wichtigsten Textdaten (z.B. benötigte Blätter) in einer statistischen Übersicht. Besonders interessant ist die DISTORTIONS-Angabe in [%]: Hier wird Ihnen mitgeteilt, wie viele Zeilen des Originaltextes zu lang waren, um in einer Spalte Platz zu finden. Dieser Wert sollte möglichst niedrig ausfallen, da bei vielen erzwungenen Umbrüchen die Lesbarkeit leidet. Als Abhilfe bietet sich ein Verkleinern der Ränder (führt zu größerer Spaltenbreite) sowie die Wahl einer kleineren Schrift an (dazu später mehr). ESC-SEQUENZEN ------------- Im HiSpeed-Modus werden von HiSpeed fast alle ESC-Sequenzen erkannt und ausgefiltert, kommen also nicht zur Ausführung. Die Druckge- schwindigkeit ist dank Draft-Modus entsprechend hoch. Übrigens ist der alte DeskJet+ schneller als ein DeskJet550C. Auch bei ausgeschaltetem HiSpeed-Modus werden auf Wunsch ESC-Sequenzen (Kursiv etc.) gefiltert - eine Kontrolle ist mit dem ANSI-Gadget möglich. Die unter ANSI-Betrieb evtl. für die Ausgabe zusätzlich benötigten Softfonts (Italics-Varianten) werden erst bei Bedarf geladen. Sie befinden sich im Verzeichnis SOFTFONTS. Während der HiSpeed-Modus grundsätzlich mit DRAFT-Ausgaben verbunden ist, kann für die anderen Modi auch LQ- o. fette LQ-Schrift vorgewählt werden. Die Ausgabe erfolgt mit der vorgewählten Schrift (Default-Font), solange im auszugebenden Text keine gegenteiligen ESC Sequenzen entdeckt werden. Bei Einstellung auf ANSI AUS wird das gesamte Dokument mit dem gewählten Default-Font gedruckt. Wer an einem besonders schönen Ausdruck interessiert ist, wähle , und einen mittleren . Sind in der Vorlage FF-Codes (Form Feed= Seitenvorschub) enthalten, so fängt HiSpeed bei Einstellung auf PERFORM FF's mit jedem entdeckten Code einen neuen Textblock an; bei Umschaltung auf PERFORM-FF AUS wird dagegen lediglich eine neue Druckzeile begonnen. Als FF-Code wird 12 (dez) betrachtet. Es ist sinnvoll, vor dem eigentlichen Druck die benötigte Anzahl von Seiten berechnen zu lassen (SCAN DOC), um den Einfluß einer PERFORM-FF-Einstellung abschätzen zu können. Unter Umständen erhöht sich der Papierverbrauch ganz erheblich. Insbesondere Dokumente im AutoDoc-Format (Programmierunterlagen) enthalten oft FF-Codes nach jedem Absatz. SCHRIFTGRÖßE ------------ Unabhängig von den Einstellungen für die gewünschte Behandlung der Schriftstile können Sie zwischen mehreren Font-Größen für die Ausgabe wählen. Das Angebot hängt von ihrem Drucker ab. BesitzerInnen eines DeskJet 550C mit Softfontkarte können zwischen LinePrinter-5, Line Printer-6, LetterGothic-6 sowie Courier-6 wählen. LinePrinter-6 ermöglicht bei zweispaltigem Druck eine Spaltenbreite von knapp über 80 Zeichen und ist damit für die meisten Texte gut geeignet. Liegt die durchschnittliche Zeilenbreite Ihrer Vorlage über 83 Zeichen, so sind dagegen LinePrinter-5 oder LGothic-6 der Übersichtlichkeit halber vorzuziehen (ca. 90 Zeichen/Spalte). Schließlich steht noch Courier-6 zur Verfügung - mit diesem Font können Texte geringerer mittlerer Spaltenbreite übersichtlich gedruckt werden: bei zweispaltigem Layout mit diesem Font sind (nur) etwa 70 Zeichen/Spalte ansprechbar. In der extremsten Einstellung (ein Textblock/Seite, LinePrinter-5, einfacher Zeilenabstand) lassen sich auf einer A4-Seite 196*158 Zeichen unter bringen (= 30968 Bytes). Bei doppelseitigem Druck sind das pro Blatt Papier etwa 60 KByte. LANDSCAPE (Querdruck) / PORTRAIT -------------------------------- Auf allen DeskJet-Modellen mit Ausnahme des Ur-DeskJets kann die Ausgabe auch im Querformat erfolgen. Die Anzahl der dann verfügbaren Fonts hängt vom Modell ab. Der Papierverbrauch steigt bei Querdruck aufgrund geringerer Zeilenzahl um etwa 40% an. BOOK ---- Im Buchdruckmodus können die Blätter nach der Ausgabe direkt zu einem Heft gefaltet werden - das Programm sorgt dafür, daß alle Seiten an der richtigen Stelle zu liegen kommen. Sinnvollerweise wird diese Betriebsart mit LANDSCAPE kombiniert - dann können mit HiSpeed A5-Hefte hergestellt werden. Das Programm verläßt sich bei der Zentrierung der Textspalten auf Ihre Angaben; die eingestellte Spaltenbreite sollte deshalb nicht zu stark von der Spaltenbreite des zu druckenden Textes abweichen (das Arexx-Script AdjustBook.REXX berechnet für Sie die optimale Einstellung). Auf dem Ur-DeskJet ist der Buchdruckmodus mangels Landscape-Unterstützung durch den Drucker leider nicht sinnvoll zu gebrauchen. COVER ----- Wählen sie COVER, wenn Sie für ihr A5 Heft einen passenden Umschlag wünschen; die Ausgabe erfolgt entsprechend der eingestellten Qualität (LQ/EDV). Diese Funktion benötigt die 'Xpk.Library' (FD). Coverdateien sind mit XDrop (Programm aus dem XPK-Paket) im Modus "IMPL" gecrunchte PCL-Dateien - also umgelenkte Druckerausgaben. Zur Erstellung bieten sich Programme wie PageStream an. Die Namen von Farb-PCL-Files sollten auf ".CYM" (DeskJet 500C) bzw. ".CYMK" (DJ-550C) enden. Beispiel- vorlagen im PageStream-Format finden sich im Verzeichnis TEMPLATES. EIN-/ZWEISEITIG --------------- Der Druck erfolgt auf Wunsch einseitig oder zweiseitig (double sided). Lassen Sie sich nicht verwirren, wenn während des Drucks der Vorderseiten auch einmal ein leeres Blatt ausgeworfen wird - es handelt sich dann um die nur einseitig zu bedruckende Abschlußseite eines Dokuments, die für den zweiten Druckdurchgang benötigt wird. Vor dem Druck der Rückseiten sind *alle* ausgeworfenen Seiten wieder einzulegen. ********************************************************************* Beachten Sie beim Wiedereinlegen des Papiers unbedingt die Anwei- sungen des Programms, da sich die Handgriffe nicht immer gleichen ! ********************************************************************* PERFORATE --------- Möchten Sie doppelseitig ausgegebene Blätter später abheften und haben Sie zu diesem Zweck einen größeren linken Rand eingestellt, so sollte die PERFORATE-Option aktiviert werden; das Programm vertauscht dann für alle ungeraden Seiten den linken und rechten Rand, so daß der breitere Heftrand immer auf der zu lochenden Seite zu liegen kommt. SCHNITTSTELLEN, DRUCK IN DATEI ------------------------------ Mit den PORT-Gadgets kann zwischen Parallelport, serieller Schnittstelle bzw. Druck in eine Datei gewählt werden. Bei Ausgaben in eine Datei werden bei doppelseitigem Druck für Vorder- und Rückseiten zwei Dateien erzeugt (Suffix 1 bzw. 2). Später ist auf jeden Fall Datei 1 vor Datei 2 auszugeben, da nur in ersterer die Softfonts enthalten sind. Vor dem zweiten Druchgang die ausgeworfenen Blätter wieder einlegen. BesitzerInnen von Laserdruckern müssen das richtige Einlegen durch Ausprobieren herausfinden. Für DeskJet-Modelle gilt: - bei Ausgaben im Querdruck (Landscape) die Blätter OHNE Drehung wieder einlegen. - bei normaler Ausgabe (Portrait) die Blätter vor dem Einlegen um 180 Grad drehen (bedruckte Seiten bleiben oben). BEDIENUNG ÜBER DIE SHELL ------------------------ HiSpeed kann auch über die Shell bedient werden bzw. indirekt über alle Programme, die einen Shell-Startup simulieren (SID, DirOpus). Das Format der Schlüsselworte hat sich mit OS2.04/OS3.0-konformer Standardisierung gegenüber früheren HiSpeed-Versionen geändert. Die möglichen Schlüsselworte: FILE/M, S=SLEEP/S, D=DOUBLE/K, H=HEADER/K, N=NUMBER/K, H=HISPEED/K, P=PREVIEW/S, C=SCAN/S, L=LANDSCAPE/K, B=BOOK/K, F=FEED/N, I=INDEX/S, LQ/S, EDV/S, BOLD/S, ADJUSTLF/K, SORTNAME/S, SORTSIZE/S, ASL/S, SCREEN/K, PERFORATE/K, CMDFILE/K, MSDOS/K, UNI/K, ANSI/K, PARSEFF/K, FILTER/K, PAR:/S, SER:/S, RESET/S: Für die Syntax der obigen Aufstellung gilt: Der Buchstabe nach dem Querstrich beschreibt den Typ des Schlüsselwortes, der Buchstabe vor dem Gleichheitszeichen (sofern vorhanden) eine Abkürzung des Schlüsselwortes. Beispiel: Der Eintrag I=INDEX/S zeigt, dass es ein Schlüsselwort 'INDEX' vom Typ 'S' gibt, das mit 'I' abgekürzt werden kann. Folgende Typen sind möglich: K ...... Zuweisungen: nach diesen Schlüsselworten ist entweder ON oder OFF anzugeben; Beispielaufruf: 'HiSpeed NUMBER=ON' schaltet die Nummerierung ein. S ...... diese Schlüsselworte werden ohne Argument angegeben und lösen bestimmte Aktionen aus bzw. schalten bestimmte Attribute ein; Beispielaufruf: 'HiSpeed RESET' setzt die Standardeinstellungen. N ...... Nach diesen Schlüssleworten wird ein numerischer Wert erwartet; Beispielaufruf: 'HiSpeed FEED=3' schaltet den Zeilenvorschub auf einen mittleren Wert (0 = minmal, 7= maximal). M ...... Nach diesem Schlüsselwort wird eine Liste von Files er- wartet. Das Schlüsselwort selbst kann entfallen. Beispiel: 'HiSpeed FILE s:user-startup s:startup-sequence'. Sofern die gewünschte Behandlung nicht genauer spezifiert wird (z.B. SCAN = scannen), werden diese Dateien gedruckt. Da die einzelnen Schlüsselworte weitgehend den ähnlich bezeichneten Schaltern des Programms entsprechen, möchte ich hier auf ausführliche Erklärungen verzichten. BEDIENUNG ÜBER AREXX-PORT ------------------------- Details hierzu im begleitenden Text 'ARexxDoc'. Über ARexx ist es beispielsweise möglich, Listing vor dem Ausdruck mit einem Kopf (Datum etc.) zu versehen, Texte vor dem Ausdruck zu formatieren, eine Stichwortliste markierter Begriffe (Appendix) anzulegen, das Programm mit einem Tastendruck auf einen anderen Screen zu legen, etc. MACROS ------ Unter dem Menüpunkt 'MACROS' werden automatisch alle ARexx-Macros eingetragen, die sich bei Programmstart in HISPEED/AREXX/... befinden. INKOMPATIBELITÄTEN ZU VORGÄNGERVERSIONEN o Die Show/Hide-Kommandos wurden mangels praktischem Nutzen entfernt o der Name des ARexx-Ports lautet nun auf HISPEED.1, HISPEED.2, ... o erweiterte Linefeed-Werte von 0 (minimal) bis 7 (maximal) o Das ARexx-Kommando zur Fontauswahl erwartet jetzt den Namen des Fonts FILTER ------ Schalten Sie 'FILTER' ein, wenn alle mit '@' beginnenden Worte des auszudruckenden Textes als Keywords betrachtet werden sollen. Das '@' wird dann aus der Ausgabe gefiltert. Die Keywords selbst werden ausgedruckt und zusaetzlich in eine Datei geschreiben. Verwendung: siehe 'MakeAppendix'-Macro. SLEEP-ICON ---------- Mit dem 'Zzz'-Gadget kann HiSpeed in einen Wartezustand versetzt werden. Das Hauptfenster wird geschlossen, auf der Workbench erscheint ein (App-)Icon. Sie können Textdateien über dieses Icon ziehen - sie werden dann sofort gedruckt. Ein Doppelklick auf das Icon genügt, um das Hauptfenster von HiSpeed wieder zu öffnen. Leider bietet das bisherige Amiga-Betriebssystem keine Möglichkeiten zum Auslesen der Icon-Position an. HiSpeed kann sich deshalb nicht die von Ihnen bevorzugte Iconposition merken. Dennoch gibt es einen Weg, die gewünschte Position dauerhaft zu speichern: Über die Workbench den Ordner PREFS/ENV-ARCHIVE/HISPEED öffnen, das dort vorgefundene AppIcon an die gewüschte Workbench-Position schieben & 'Position fixieren' ('Snapshot') aus dem WB-Menu auswählen. Das Icon kann danach wieder in sein Verzeichnis zurückgelegt werden. Die neue Position wird von HiSpeed mit dem nächsten Programmstart erkannt. SETUP ----- Ab v5.3 kann HiSpeed an beliebige PCL-Drucker und deren Fontausstattung angepaßt werden. Für Einzelheiten sei auf den begleitenden 'Setup'-Text verwiesen. UPDATES ------- Updates werden von mir über Mailboxen (z.B. Mowgli 2:242/7, Aachen, 0241/405949 oder Mailway/Aachen) und evtl. über FD-Serien verbreitet. Mit dem im Paket enthaltenen Befehl UnLock können registrierte Anwender jederzeit aus einer Demo-Version eine Vollversion machen - dazu wird lediglich die HiSpeed-Originaldiskette benötigt; Syntax zur Umwandlung einer Demoversion (hier ram:HiSpeedDemo) in eine Vollversion: Unlock Beispiel: Unlock df0:HiSpeed/HiSpeed ram:HiSpeed/HiSpeed HiSpeed wurde durch Matt Melcher's HDPrint-Programme inspiriert. Für Anregungen & Erweiterungsvorschläge bedanke ich mich bei Jörg Gutzke, Georg Windisch, Stefan Dobelke, Jochen Hauff und ... Registrierung - falls Sie noch nicht registrierter Benutzer sein sollten - für 15DM/15$. Dieser Preis gilt für das HiSpeed Programm und schließt die Support-Libraries (reqtools.library, xpk.library) NICHT ein. Bitte möglichst telefonisch vergewissern, welche der angegebenen Addressen gültig ist; Anschreiben an die 'falsche' Addresse werden um etwa einen Monat verzögert. HiSpeed kann auch kurfristig telefonisch bestellt & per Modem abgeholt werden (9600 bps - 16800 Bps, Zyxel). Dietmar Eilert Dietmar Eilert Mies-v-d-Rohe-Str. 31 Kampstraße 28 5100 Aachen 4720 Beckum 2 Tel. (0241) 81665 Tel. (02525) 7776 E-Mail: DIETMAR@MAILWAY.ZER