8611 ÀDas kleine Wirtshaus, in dem du abgestiegen bist, macht keinen gutbürgerlichen Eindruck, genau wie die beiden ärmlich gekleideten Wirtsleute, die mißtrauisch jeder deiner Bewegung nachstarren.ßDie Dorfstraße setzt sich von hier zur Dorfmitte im Norden und zum südlichen Ende des Dorfes fort. Im Osten steht das kleine Wirtshaus, zu dem auch der Schuppen im Südwesten gehört. Ringsum stehen kleine Häuser und Hütten.ÉDies ist das nördliche Ende der Dorfstraße. Östlich der Straße sind hinter hohen alten Bäumen ein paar weitere Häuser am Hang verstreut. Westlich der Straße liegt der kleine, verwahrloste Dorffriedhof.úDu befindest Dich auf dem kleinen Friedhof, dessen Gräber zum großen Teil von Gras überwuchert werden. Umgestürzte Grabsteine liegen auf den schmalen Wegen zwischen den Gräbern. Ein merkwürdiger Ort, der dir trotz des Tageslichts unheimlich vorkommt.ÀDu bist in das offene Grab hinabgestiegen. In der Grube liegt ein neuer Sarg, der allem Anschein nach aufgebrochen worden ist. Erdreich ist von den unbefestigten Seiten in die Grube gerutscht.·Dein Zimmer gleicht eher einer schäbigen Kammer denn der erhofften Fürstensuite. Die ganze Einrichtung besteht aus einem viel zu kurzen, unbequemen Bett und einem kleinen Schränkchen.ÙIn dem kleinen Schuppen stapeln sich allerlei alte verrostete Gartengeräte und anderer Krimskrams. Scheinbar wird der Schuppen nicht allzu häufig betreten, worauf schon die zahllosen Spinnweben in den Ecken hindeuten.¥Du bist auf einem Pfad, der durch einen düsteren, mit Nebelschwaden verhangenen Wald führt. Hinter den Bäumen im Nordwesten erkennst du undeutlich eine kleine Hütte.áSchwach hallende Schritte geleiten Dich durch die kleine Kapelle. Die Wände sind schief und baufällig, auch die Bänke sind morsch und mit Inschriften übersät. Durch die schmalen hohen Fenster fällt ein schwaches Licht herein.¦Gebückt stehst du in der niedrigen Krypta der Kapelle. Die Luft ist feucht, genauso wie die Wände. In der Mitte der Krypta steht ein großer prächtiger Steinsarkophag.ïIn der Hütte wohnt eine arme alte Frau, die Dich nach deinem Eindringen verwundert, aber nicht unfreundlich anschaut. Der finstere Raum wird durch das kleine Feuer, das im Kamin lodert, ein paar Kerzen und das winzige Fenster kaum erhellt.¶Vor dir ragt ein dunkles altes Gemäuer auf, ein kleines verwittertes Schloß, an dem der Zahn der Zeit nagt. Jenseits des Tores wachsen Büsche und hohe Bäume rings um die Schloßmauer.æNun stehst du in der Eingangshalle des alten Schlosses, die überraschend herausgeputzt und sauber ist. Sogar ein prachtvoller Kronleuchter hängt an der Decke. Eine breite Treppe führt nach oben und Türen führen in alle Richtungen.ØDie Küche ist ein verhältnismäßig kleiner, schmutziger Raum, der fast ganz von einem überdimensionalen Herd eingenommen wird. Auf dem Küchenregal liegt uraltes rostiges Gerät und steinalte, halbverweste Lebensmittel.¶Vorsichtig steigst du die Treppe hinab, die Dich über feuchte Steinstufen hinab in die Gewölbe des alten Gemäuers führt. Eine üble, verfaulte Luft schlägt dir aus der Tiefe entgegen.Im prächtig eingerichteten Salon halten sich ein gutes dutzend unheimlicher Gestalten, deren Mienen allesamt sehr verschlossen sind, bei einem reichlich dekadenten Fest auf. Ständig prosten sie sich mit silbernen Bechern zu, in denen eine dicklich-rote Flüssigkeit schwappt.õDu stehst auf der breiten Treppe, die in den ersten Stock des Schlosses hinaufführt. Die Treppe ist mit einem Teppich belegt, der jedoch, wie dir auffällt, seine besten Tage hinter sich hat. Scheints haben hier schon Mottengenerationen getafelt.¯Hallenden Schrittes gehst du den hohen Flur entlang, dessen Wände von einer schaurigen Ahnengalerie »geziert« werden. Der Gang endet an einer schmalen Treppe, die hinab führt.ÔDas große Schlafzimmer wäre ein freundlicher, gemütlicher Raum, hätten nicht endlose Ungezieferscharen hier ihr Lager aufgeschlagen. Die Einrichtung selbst ist spärlich: Ein großes Himmelbett und ein Schränkchen.ÒDu stehst auf der Galerie, die sich nach Süden weiter fortsetzt. Etwa ein Meter hohe Holztäfelung verkleidet die Wände. »Verkleidete«, denkst du, denn das morsche Holz hängt an vielen Stellen lose von der Wand.ÌDie Galerie setzt sich nach Norden fort. Vor der getäfelten Wand steht eine lange Kiste. Die Bodenbretter, zwischen denen zahlreiche breite Ritze zu sehen sind, knarren entsetzlich laut bei jedem Schritt.ÎDies ist die kleine Bibliothek des Schlosses. Auf zwei langen Regalen stehen Unmengen alter, verstaubter Büchern. Vor dem vergitterten Fenster steht ein kleiner wackeliger Schreibtisch und ein Polsterstuhl.üEin breiter Kleiderschrank, eine niedrige Kommode und ein einstmals prächtiges Himmelbett mit verschlissenen Vorhängen sind die einzigen Einrichtungsgegenstände des Gästezimmers. Der Staub, den dein Eintreten aufgewirbelt hat, kitzelt Dich in der Nase.ÛVon irgendwoher hörst du gelegentlich das Piepsen einer Ratte. Jemand hat zwei Fackeln entzündet, die den engen Kellerflur in einem diffuses Licht erscheinen lassen. Ein Hauch übelriechender Luft streicht an dir vorbei.ÓDurch das kleine Gitterfenster fällt etwas Licht in den kleinen Kellerraum, in dem ein schmales und äußerst karges Holzbett steht. Auf dem Lager liegen dreckige Lumpen und neben dem Bett steht eine breite Kiste.õDu steht nun in einem kleinen Geheimraum mit einem vergitterten Fenster, durch das der Raum nur wenig erhellt wird. In der Mitte des Zimmers befindet sich ein steinernes Podest mit einem Buch darauf und im Halbdunkel einer Ecke steht eine Truhe.íEin unangenehmer Modergeruch liegt in der Luft. Du bist in einem langen Gang mit einer rundgewölbten Decke, von der unablässig Wasser auf den Boden tropft. An den feuchtschimmernden Wänden sind zwei flackernd brennende Fackeln befestigt.ADies ist die Gruft. Ein bestialischer Gestank von Fäulnis und Moder steigt dir in die Nase. Der Raum ist unheimlich, voller alter, morsche Särge, von denen einer erhöht auf einem Podest steht. Ringsherum sind Fackeln, deren unstetes Licht weniger beleuchtet, als vielmehr groteske Schattenspiele auf die Wände projeziert.îDu stehst nun oben auf dem Podest, auf dem sich ein breiter Sarg befindet. Seltsamerweise ist dieser Sarg gut erhalten und wirkt alles in allem recht edel. An der Fußseite des Sarges ist inmitten von Ornamenten ein großes 'D' eingraviert.ÊDu stehst vor dem Bett im Schlafzimmer der Wirtstochter. Da liegt das arme Kind, mit einem hübschen und so jungen Gesicht. Doch die leblosen Augen blicken ins Leere, in eine weite, unergründliche Ferne.øInsektenscharen krabbeln an den klammen Wänden der Geheimpassage herum. Der Gang, der hier einstmals herführte, ist eingestürzt und nunmehr unbegehbar. Nur über eine schräge Wand, die unter einer Öffnung in der Decke endet, gelangt man hier heraus.šDu stehst nun auf einem dunklen Kellerflur, von dem zwei schmale Türen in Kellerräume abzweigen. Eine steinerne Treppe führt nach oben zum Erdgeschoßflur.íDies ist ein kleiner Kohlenkeller, ein Raum, der außer den hölzernen Boxen, in denen sich die Kohlen befinden, völlig leer ist. Durch ein kleines Fenster dringt Licht in den Raum und beleuchtet den dunklen Staub, der in der Luft schwebt.õDu bist in einem kleinen Weinkeller, der jedoch zu Deiner Enttäuschung einen ziemlich geplünderten Eindruck macht. Zwar stehen auf einem der Regale noch manche edle Tropfen, aber im Gros der hölzernen Fächer ist außer Spinnweben nichts zu sehen.íEine schmale, schlechtgeteerte Straße führt nach Norden in das Dorf hinein. Auf den Hügeln und deren Hängen verteilen sich etliche kleine Häuser und auf dem höchsten auszumachenden Hügel der Umgebung kannst Du ein altes Gemäuer erkennen.ýDu bist nun im Zentrum des kleinen Dorfes, das größtenteils aus ärmlichen kleinen Hütten, die sich auf den Hängen jenseits der Straße verteilen, besteht. Im Südwesten liegt die Polizeistation und nach Westen führt ein Weg zu einem verlassenen Bauernhof.ÝEin verlassener Bauernhof liegt vor dir. Von der Ferne schön anzusehen, zeigt die Nähe den schlechten Zustand des Hauses, vor allem das Schindeldach scheint von einem argen Sturm in Mitleidenschaft gezogen worden zu sein.ÀDu befindest Dich in einer kleinen Scheune, in der Stroh und Brennholz aufbewahrt werden. Der Zustand des Holzgebäudes ist sehr schlecht, die tragenden Balken sind reichlich morsch und feucht.èDu bist nun in dem kleinen Büro der Polizei. Der Dorfpolizist, der keinen sonderlichen aufgeweckten Eindruck macht, sitzt Dir gegenüber und scheint irgendwelchen Träumereien nachzuhängen. Gelegentlich kratzt er sich genervt am Kinn.