Der Prophet Sacharja.



Ruf zur Umkehr.



\1\



$1/1$ Im achten Monat, im zweiten Jahr des Darius, geschah das

Wort Jehovas zum Propheten Sacharja, dem Sohn Berechjas, des

Sohnes Iddos:



$1/2$ Jehova ist heftig erzürnt gewesen über eure Väter. $1/3$

Und du sollst zu ihnen sagen: So spricht Jehova der

Heerscharen: Kehrt um zu mir! spricht Jehova der Heerscharen,

und ich werde mich zu euch umkehren, spricht Jehova der

Heerscharen. $1/4$ Seid nicht wie eure Väter, denen die früheren

Propheten zuriefen: `So spricht Jehova der Heerscharen: Kehrt

doch um von euren bösen Wegen und von euren bösen Taten! Aber

sie hörten nicht und merkten nicht auf mich, spricht Jehova.

$1/5$ Eure Väter, wo sind sie? Und die Propheten, leben sie

ewig? $1/6$ Doch meine Worte und meine Vorhaben, die ich meinen

Knechten, den Propheten, gebot, haben sie eure Väter nicht

erreicht? Und sie kehrten um und sagten: Wie Jehova der

Heerscharen vorhatte, nach unseren Wegen und nach unseren Taten

an uns zu handeln, so hat er mit uns gehandelt.



Erstes Nachtgesicht: Reiter auf verschiedenfarbigen Pferden.



$1/7$ Am 24. Tag, im elften Monat, das ist der Monat Schebat, im

zweiten Jahr des Darius, geschah das Wort Jehovas zum

Propheten Sacharja, dem Sohn Berechjas, des Sohnes Iddos: $1/8$

Ich schaute des Nachts, und siehe, ein Mann, der auf einem roten

Pferd ritt! Und er hielt zwischen den Myrten, die im Talgrund

waren, und hinter ihm waren rote, hellrote und weiße Pferde.

$1/9$ Und ich sagte: Wer sind diese, mein Herr? Und der Engel,

der mit mir redete, sprach zu mir: Ich selbst will dir zeigen,

wer diese sind. $1/10$ Und der Mann, der zwischen den Myrten

hielt, antwortete und sprach: Das sind die, welche Jehova

ausgesandt hat, auf Erden umherzuziehen. $1/11$ Und sie

antworteten dem Engel Jehovas, der zwischen den Myrten hielt,

und sprachen: Wir sind auf Erden umhergezogen, und siehe, die

ganze Erde sitzt still und verhält sich ruhig. $1/12$ Aber der

Engel Jehovas antwortete und sprach: Jehova der Heerscharen, wie

lange willst du dich nicht über Jerusalem und die Städte Judas

erbarmen, die du verwünscht hast diese siebzig Jahre? $1/13$ Und

Jehova antwortete dem Engel, der mit mir redete, gütige Worte,

tröstliche Worte. $1/14$ Und der Engel, der mit mir redete,

sprach zu mir: Rufe aus: So spricht Jehova der Heerscharen:

Ich eifere mit großem Eifer für Jerusalem und für Zion, $1/15$

und mit großem Zorn zürne ich über die sicheren Nationen. Sie,

nämlich als ich [nur] wenig zürnte, [da] haben sie zum Unheil

geholfen. $1/16$ Darum, so spricht Jehova: Ich habe mich

Jerusalem in Erbarmen wieder zugewandt. Mein Haus soll darin

gebaut werden, spricht Jehova der Heerscharen, und die

Meßschnur soll über Jerusalem ausgespannt werden. $1/17$ Rufe

weiter aus: So spricht Jehova der Heerscharen: Meine Städte

sollen noch überfließen von Gutem; und Jehova wird Zion noch

trösten und Jerusalem noch erwählen.



Zweites Nachtgesicht: Hörner und Handwerker.



\2\



$2/1$ Und ich hob meine Augen auf und sah: Und siehe, vier

Hörner! $2/2$ Und ich sagte zu dem Engel, der mit mir redete:

Was sind diese? Und er sprach zu mir: Das sind die Hörner, die

Juda, Israel und Jerusalem zerstreut haben. $2/3$ Und Jehova

ließ mich vier Handwerker sehen. $2/4$ Und ich sagte: Was wollen

diese tun? Und er sprach: Das sind die Hörner, die Juda derartig

zerstreut haben, daß niemand mehr sein Haupt erhob; und diese

sind gekommen, um sie in Schrecken zu setzen [und] um die Hörner

der Nationen niederzuwerfen, die ein Horn gegen das Land Juda

erhoben haben, um es zu zerstreuen.



Drittes Nachtgesicht: Der Mann mit der Meßschnur.



$2/5$ Und ich hob meine Augen auf und sah: Und siehe, ein Mann,

[der hatte] in seiner Hand eine Meßschnur. $2/6$ Und ich sagte:

Wohin gehst du? Und er sprach zu mir: Jerusalem zu messen, um zu

sehen, wie groß seine Breite und wie groß seine Länge ist. $2/7$

Und siehe, als der Engel, der mit mir redete, herausging, da

ging ein anderer Engel heraus, ihm entgegen. $2/8$ Und er sprach

zu ihm: Lauf, rede zu diesem jungen Mann: Eine offene Stadt wird

Jerusalem bleiben wegen der Menge an Menschen und Vieh in seiner

Mitte. $2/9$ Und ich selbst werde ihm ringsherum eine feurige

Mauer sein, spricht Jehova, und ich werde zur Herrlichkeit in

seiner Mitte sein.



Heilsverheißungen.



$2/10$ Wehe! Wehe! Flieht aus dem Land des Nordens! spricht Jehova.

Denn nach den vier Winden des Himmels habe ich euch

ausgebreitet, spricht Jehova. $2/11$ Wehe! Zion, rette dich,

die du wohnst bei der Tochter Babels! $2/12$ Denn so spricht Jehova

der Heerscharen, nachdem die Herrlichkeit mich ausgesandt

hat, über die Nationen, die euch geplündert haben - denn wer

euch antastet, tastet meinen Augapfel an -: $2/13$ Ja siehe, ich

werde meine Hand über sie schwingen, und sie sollen ihren

Knechten zur Beute werden. Und ihr werdet erkennen, daß Jehova

der Heerscharen mich gesandt hat.



$2/14$ Juble und freue dich, Tochter Zion! Denn siehe, ich komme

und werde in deiner Mitte wohnen, spricht Jehova. $2/15$ Und

an jenem Tag werden viele Nationen sich Jehova anschließen.

So werden sie mein Volk sein. Und ich werde in deiner Mitte

wohnen, und du wirst erkennen, daß Jehova der Heerscharen mich

zu dir gesandt hat. $2/16$ Und Jehova wird Juda als sein

Erbteil besitzen im heiligen Land und wird Jerusalem aufs neue

erwählen. $2/17$ Alles Fleisch schweige vor Jehova! Denn er

hat sich aufgemacht aus seiner heiligen Wohnung.



Viertes Nachtgesicht: Der Hohepriester Joschua.



\3\



$3/1$ Und er ließ mich den Hohenpriester Joschua sehen, der vor

dem Engel Jehovas stand; und der Satan stand zu seiner

Rechten, um ihn anzuklagen. $3/2$ Und Jehova sprach zum Satan:

Jehova wird dich bedrohen, Satan! Ja, Jehova, der Jerusalem

erwählt hat, bedroht dich! Ist dieser nicht ein Holzscheit, das

aus dem Feuer herausgerissen ist? $3/3$ Und Joschua war mit

schmutzigen Kleidern bekleidet und stand vor dem Engel. $3/4$

Und der Engel antwortete und sprach zu denen, die vor ihm

standen: Nehmt ihm die schmutzigen Kleider ab! Und zu ihm sprach

er: Sieh, ich habe deine Schuld von dir weggenommen und bekleide

dich mit Feierkleidern. $3/5$ Und ich sprach: Man setze einen

reinen Kopfbund auf sein Haupt! Und sie setzten den reinen

Kopfbund auf sein Haupt und zogen ihm [reine] Kleider an; und

der Engel Jehovas stand [dabei]. $3/6$ Und der Engel Jehovas

bezeugte dem Joschua: $3/7$ So spricht Jehova der Heerscharen:

Wenn du auf meinen Wegen gehen und wenn du meine Anordnungen

befolgen wirst, dann sollst du sowohl mein Haus richten als auch

meine Vorhöfe beaufsichtigen; und ich werde dir Zutritt geben

unter diesen, die hier stehen.



$3/8$ Höre doch, Joschua, du, der Hohepriester, du und deine

Gefährten, die vor dir sitzen - denn Männer des Wunders sind

sie! Ja, siehe, ich will meinen Knecht, Sproß [genannt], kommen

lassen. $3/9$ Denn siehe, der Stein, den ich vor Joschua gelegt

habe - auf einem Stein sieben Augen -, siehe, ich will seine

Gravur eingravieren, spricht Jehova der Heerscharen, und will

die Schuld dieses Landes entfernen an einem Tag. $3/10$ An jenem

Tag, spricht Jehova der Heerscharen, werdet ihr einer den

anderen einladen unter den Weinstock und unter den Feigenbaum.



Fünftes Nachtgesicht: Der Leuchter von Gold und die Ölbäume.



\4\



$4/1$ Und der Engel, der mit mir redete, kam wieder und weckte

mich wie einen Mann, der aus seinem Schlaf geweckt wird. $4/2$

Und er sprach zu mir: Was siehst du? Und ich sagte: Ich sehe:

und siehe, ein Leuchter ganz aus Gold und sein Ölgefäß oben auf

ihm und seine sieben Lampen auf ihm, je sieben Gießröhren für

die Lampen, die oben auf ihm sind; $4/3$ und zwei Ölbäume neben

ihm, einer zur Rechten des Ölgefäßes und einer auf seiner

Linken. $4/4$ Ich antwortete und sagte zu dem Engel, der mit mir

redete: Was sind diese, mein Herr? $4/5$ Und der Engel, der mit

mir redete, antwortete und sprach zu mir: Hast du nicht erkannt,

was diese sind? Und ich sagte: Nein, mein Herr. $4/6$ Da

antwortete er und sprach zu mir: Dies ist das Wort Jehovas an

Serubbabel: Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern

durch meinen Geist, spricht Jehova der Heerscharen. $4/7$ Wer

bist du, großer Berg? Vor Serubbabel werde zur Ebene! Und er

wird den Schlußstein herausbringen unter lautem Zuruf: Gnade,

Gnade für ihn! $4/8$ Und das Wort Jehovas geschah zu mir:

$4/9$ Die Hände Serubbabels haben die Grundmauern dieses Hauses

gelegt, und seine Hände werden es vollenden. Und du wirst

erkennen, daß Jehova der Heerscharen mich zu euch gesandt hat.

$4/10$ Denn wer hat den Tag kleiner [Dinge] verachtet? Und sie

werden sich freuen und den Stein des Senkbleis in der Hand

Serubbabels sehen.



Diese sieben [sind] die Augen Jehovas, sie schweifen auf der

ganzen Erde umher. $4/11$ Und ich antwortete und sagte zu ihm:

Was sind diese zwei Ölbäume zur Rechten des Leuchters und zu

seiner Linken? $4/12$ Und ich antwortete zum zweiten Mal und

sagte zu ihm: Was sind die beiden Zweigbüschel der Ölbäume, die

neben den zwei goldenen Röhren sind, die das Gold[öl] von sich

ausfließen lassen? $4/13$ Und er sprach zu mir: Hast du nicht

erkannt, was diese sind? Und ich sagte: Nein, mein Herr. $4/14$

Da sprach er: Dies sind die beiden Gesalbten, die bei dem Herrn

der ganzen Erde stehen.



Sechstes Nachtgesicht: Die fliegende Schriftrolle.



\5\



$5/1$ Und ich hob wieder meine Augen auf und sah: Und siehe,

eine fliegende Schriftrolle! $5/2$ Und er sprach zu mir: Was

siehst du? Und ich sagte: Ich sehe eine fliegende Schriftrolle,

ihre Länge [beträgt] zwanzig Ellen und ihre Breite zehn Ellen.

$5/3$ Und er sprach zu mir: Dies ist der Fluch, der ausgeht über

die Fläche des ganzen Landes. Denn jeder, der stiehlt, ist

bisher - wie lange [nun schon]! - ungestraft geblieben, und

jeder, der [falsch] schwört, ist bisher - wie lange [nun schon]!

- ungestraft geblieben. $5/4$ Ich habe ihn ausgehen lassen,

spricht Jehova der Heerscharen, und er wird kommen in das Haus

des Diebes und in das Haus dessen, der bei meinem Namen falsch

schwört; und mitten in seinem Haus wird er über Nacht bleiben

und wird es vernichten, sowohl sein Gebälk als auch seine

Steine.



Siebtes Nachtgesicht: Die Frau im Efa.



$5/5$ Und der Engel, der mit mir redete, trat hervor und sprach

zu mir: Heb doch deine Augen auf und sieh! Was ist dies da, das

da hervorkommt? $5/6$ Ich sagte: Was ist es? Und er sprach: Dies

ist das Efa, das hervorkommt. Und er sprach: Das ist ihr

Aussehen im ganzen Land. $5/7$ Und siehe, ein runder Bleideckel

hob sich; und da war eine Frau, die saß mitten im Efa. $5/8$ Und

er sprach: Dies ist die Gottlosigkeit. Und er warf sie [wieder]

mitten in das Efa hinein und warf den Bleideckel auf dessen

Öffnung. $5/9$ Und ich hob meine Augen auf und sah: Und siehe,

da kamen zwei Frauen hervor, und Wind war in ihren Flügeln, und

sie hatten Flügel wie Flügel des Storches; und sie hoben das Efa

empor zwischen die Erde und den Himmel. $5/10$ Und ich sagte zu

dem Engel, der mit mir redete: Wohin bringen diese das Efa?

$5/11$ Und er sprach zu mir: Um ihm ein Haus zu bauen im Land

Schinar. Und ist [dieses] aufgestellt, wird das Efa auf seine

Stelle hingestellt.



Achtes Nachtgesicht: Die vier Wagen.



\6\



$6/1$ Und ich hob wieder meine Augen auf und sah: Und siehe,

vier Wagen, die zwischen den zwei Bergen hervorkamen! Und die

Berge waren Berge aus Bronze. $6/2$ Am ersten Wagen waren rote

Pferde und am zweiten Wagen schwarze Pferde $6/3$ und am dritten

Wagen weiße Pferde und am vierten Wagen scheckige, starke

Pferde. $6/4$ Und ich antwortete und sagte zu dem Engel, der mit

mir redete: Was sind diese, mein Herr? $6/5$ Und der Engel

antwortete und sprach zu mir: `Diese sind die vier Winde des

Himmels, die herauskommen, nachdem sie vor dem Herrn der ganzen

Erde gestanden haben. $6/6$ Die schwarzen Pferde, die daran

sind, ziehen aus ins Land des Nordens; und die weißen ziehen aus

hinter ihnen her; und die scheckigen ziehen aus ins Land des

Südens; $6/7$ und die starken ziehen aus. Und sie trachteten

danach hinauszugehen, um auf Erden umherzuziehen. Und er sprach:

Geht, zieht umher auf Erden! Da zogen sie auf Erden umher. $6/8$

Und er rief mich an und redete zu mir: Siehe, die, welche ins

Land des Nordens ausgezogen sind, lassen meinen Geist Ruhe

finden im Land des Nordens.



Symbolische Krönung des Joschua.



$6/9$ Und das Wort Jehovas geschah zu mir: $6/10$ Nimm [Gaben]

von den Weggeführten, von Heldai und von Tobija und von Jedaja!

Und geh du an diesem Tag, geh in das Haus Josias, des Sohnes

Zefanjas, wohin sie aus Babel gekommen sind! $6/11$ Und nimm

Silber und Gold und mach eine Krone! Und setze sie auf das Haupt

des Hohenpriesters Joschua, des Sohnes Jozadaks! $6/12$ Und sage

ihm: So spricht Jehova der Heerscharen: Siehe, ein Mann, Sproß

ist sein Name! Und es wird unter ihm sprossen, und er wird den

Tempel Jehovas bauen. $6/13$ Ja, er wird den Tempel Jehovas

bauen, und er wird Hoheit tragen und wird auf seinem Thron

sitzen und herrschen. Auch wird ein Priester auf seinem Thron

sein; und der Rat des Friedens wird zwischen ihnen beiden sein.

$6/14$ Und die Krone soll dem Heldai, dem Tobija und Jedaja und

der Gnade des Sohnes Zefanjas im Tempel Jehovas zum Gedächtnis

sein. $6/15$ Und Ferne werden kommen und am Tempel Jehovas

bauen. Und ihr werdet erkennen, daß Jehova der Heerscharen

mich zu euch gesandt hat. Und das wird geschehen, wenn ihr

aufmerksam auf die Stimme Jehovas, eures Gottes, hören werdet.



Die Frage nach dem Fasten und Gottes Antwort.



\7\



$7/1$ Und es geschah im vierten Jahr des Königs Darius: [Da]

geschah das Wort Jehovas zu Sacharja am vierten [Tag] des

neunten Monats, im [Monat] Kislew, $7/2$ als [nämlich] Bethel

[den] Sarezer und Regem-Melech und seine Männer sandte, um Jehova

 anzuflehen $7/3$ und um die Priester, die zum Hause Jehovas

 der Heerscharen [gehörten], und die Propheten zu fragen:

Soll ich weinen im fünften Monat beim Fasten, wie ich es schon

so viele Jahre getan habe?



$7/4$ Und das Wort Jehovas der Heerscharen geschah zu mir:

$7/5$ Sprich zum ganzen Volk des Landes und zu den Priestern:

Wenn ihr im fünften und im siebten [Monat] beim Wehklagen

gefastet habt, und dies siebzig Jahre, habt ihr etwa mir

gefastet? $7/6$ Und wenn ihr eßt und wenn ihr trinkt, seid ihr

es nicht, die da essen, [nicht] ihr, die da trinken? $7/7$ Sind

es nicht die Worte, die Jehova durch die früheren Propheten

[in den Tagen] ausrief, als Jerusalem bewohnt und ruhig war und

seine Städte rings um es her und der Süden und die Niederung

bewohnt waren?



$7/8$ Und das Wort Jehovas geschah zu Sacharja: $7/9$ So

spricht Jehova der Heerscharen: Fällt zuverlässigen

Rechtsspruch und erweist Güte und Barmherzigkeit einer dem

anderen! $7/10$ Und bedrückt nicht die Witwe und die Waise, den

Fremden und den Elenden! Und ersinnt nicht gegeneinander Unglück

in euren Herzen! $7/11$ Aber sie weigerten sich aufzumerken und

zuckten widerspenstig die Schulter und machten ihre Ohren

schwerhörig, um nicht zu hören. $7/12$ Und sie machten ihr Herz

zu Diamant, um die Weisung nicht zu hören, noch die Worte, die

Jehova der Heerscharen durch seinen Geist sandte durch die

früheren Propheten; so kam ein großer Zorn auf bei Jehova der

Heerscharen. $7/13$ Und es geschah: Wie er gerufen und sie nicht

gehört hatten, so werden sie rufen, und ich werde nicht hören,

spricht Jehova der Heerscharen. $7/14$ Und ich verwehte sie

über all die Nationen hin, die sie nicht kannten, und das Land

wurde hinter ihnen verödet, so daß niemand hindurchzieht und

zurückkommt. Und sie machten ein kostbares Land zur schaurigen

Öde.



Verheißung des Heils für Israel und die Völker.



\8\



$8/1$ Und es geschah das Wort Jehovas der Heerscharen: $8/2$

So spricht Jehova der Heerscharen: Ich eifere für Zion mit

großem Eifer, und mit großem Zorn eifere ich dafür. $8/3$ So

spricht Jehova: Ich kehre nach Zion zurück und wohne mitten in

Jerusalem. Und Jerusalem wird `Stadt der Treue genannt werden

und der Berg Jehovas der Heerscharen `heiliger Berg.



$8/4$ So spricht Jehova der Heerscharen: Noch werden Greise

und Greisinnen auf den Plätzen von Jerusalem sitzen, jeder

seinen Stab in seiner Hand wegen der Fülle der Tage. $8/5$ Und

die Plätze der Stadt werden voll von Jungen und Mädchen sein,

die auf ihren Plätzen spielen.



$8/6$ So spricht Jehova der Heerscharen: Wenn [das zu]

wunderbar ist in den Augen des Überrestes dieses Volkes in jenen

Tagen, sollte es auch in meinen Augen [zu] wunderbar sein?

spricht Jehova der Heerscharen.



$8/7$ So spricht Jehova der Heerscharen: Siehe, ich werde mein

Volk retten aus dem Land des Aufgangs und aus dem Land des

Untergangs der Sonne; $8/8$ und ich werde sie [zurück]bringen,

und sie werden mitten in Jerusalem wohnen. Und sie werden mein

Volk und ich werde ihr Gott sein in Treue und in Gerechtigkeit.



$8/9$ So spricht Jehova der Heerscharen: Stärkt eure Hände,

die ihr in diesen Tagen diese Worte aus dem Mund der Propheten

hört, die zu der Zeit [wirkten], als die Grundmauern des Hauses

Jehovas der Heerscharen gelegt wurden, damit der Tempel erbaut

werde! $8/10$ Denn vor diesen Tagen war kein Lohn für den

Menschen, und Lohn für das Vieh gab es nicht. Und wer aus- und

einging, hatte keinen Frieden vor dem Bedränger, und ich ließ

alle Menschen gegeneinander los. $8/11$ Nun aber will ich für

den Überrest dieses Volkes nicht wie in den früheren Tagen sein,

spricht Jehova der Heerscharen, $8/12$ sondern die Saat des

Friedens, der Weinstock, wird seine Frucht geben, und die Erde

wird ihren Ertrag geben, und der Himmel wird seinen Tau geben;

und den Überrest dieses Volkes werde ich all das erben lassen.

$8/13$ Und es wird geschehen: Wie ihr ein Fluch unter den

Nationen gewesen seid, Haus Juda und Haus Israel, so werde ich

euch retten, und ihr werdet ein Segen sein. Fürchtet euch nicht!

Stärkt eure Hände!



$8/14$ Denn so spricht Jehova der Heerscharen: Ebenso wie ich

mir vorgenommen hatte, euch Böses zu tun, als eure Väter mich

zum Zorn reizten, spricht Jehova der Heerscharen, und ich es

mir nicht leid tun ließ, $8/15$ so habe ich mir wieder

vorgenommen, in diesen Tagen Jerusalem und dem Haus Juda Gutes

zu tun. Fürchtet euch nicht! $8/16$ Dies sind die Dinge, die ihr

tun sollt: Redet nur die Wahrheit einer mit dem anderen! Fällt

zuverlässigen und heilsamen Rechtsspruch in euren Toren! $8/17$

Und sinnt nicht - keiner [von euch] - in euren Herzen auf das

Unglück des anderen und falschen Eid liebt nicht! Denn all

dieses ist es, was ich hasse, spricht Jehova.



$8/18$ Und das Wort Jehovas der Heerscharen geschah zu mir:

$8/19$ So spricht Jehova der Heerscharen: Das Fasten des

vierten und das Fasten des fünften und das Fasten des siebten

und das Fasten des zehnten [Monats] wird dem Haus Juda zur Wonne

und zur Freude und zu fröhlichen Festzeiten werden. Doch die

Wahrheit und den Frieden liebt!



$8/20$ So spricht Jehova der Heerscharen: Noch werden Völker

und Bewohner vieler Städte kommen; $8/21$ und die Bewohner der

einen werden zur anderen gehen und sagen: Laßt uns doch

hingehen, Jehova [um Gnade] anzuflehen und Jehova der

Heerscharen zu suchen! Auch ich will gehen! $8/$ Und viele

Völker und mächtige Nationen werden kommen, um Jehova der

Heerscharen in Jerusalem zu suchen und Jehova anzuflehen.



$8/23$ So spricht Jehova der Heerscharen: In jenen Tagen, da

werden zehn Männer aus Nationen mit ganz verschiedenen Sprachen

zugreifen, ja, sie werden den Rockzipfel eines jüdischen Mannes

ergreifen und sagen: Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben

gehört, daß Gott mit euch ist.



Ankündigung des Gerichts über Israels Feinde und des Kommens des

Friedenskönigs zum Heil Israels.



\9\



$9/1$ Ausspruch, Wort Jehovas.



Im Land Hadrach und Damaskus ist sein Ruheplatz - denn Jehova

gehört das Auge von Aram ebenso wie alle Stämme Israels - $9/2$

und auch in Hamat, das daran grenzt, in Tyrus und Sidon - gewiß,

sie sind sehr weise!



V. 3.4: Jes 23,1-14; Hes 26; 27; 28,1-19; Am 1,9.10.



$9/3$ Tyrus hat sich zwar eine Festung gebaut, hat Silber wie

Staub aufgehäuft und Gold wie Straßenkot. $9/4$ [Doch] siehe,

der Herr wird es erobern und seine Streitmacht auf dem Meer

schlagen, und es selbst wird vom Feuer verzehrt.



V. 5-7: Jes 14,28-32; Jer 47; Hes 25,15-17; Am 1,6-8.



$9/5$ Aschkelon wird es sehen und sich fürchten, auch Gaza, und

wird sehr erzittern, und Ekron, weil seine Hoffnung zuschanden

ist. Und der König wird aus Gaza verschwinden, und Aschkelon

wird unbewohnt sein. $9/6$ Und Mischvolk wird in Aschdod wohnen.

So werde ich den Hochmut der Philister ausrotten. $9/7$ Und ich

werde seine blutigen [Fleischbrocken] aus seinem Mund wegreißen

und seine abscheulichen [Stücke] zwischen seinen Zähnen hinweg.

So wird auch er [als ein Rest] übrigbleiben für unseren Gott und

wird sein wie ein Stammverwandter in Juda und Ekron wie ein

Jebusiter. $9/8$ Ich aber werde mich für mein Haus als Wache

lagern [zum Schutz] vor dem, der hindurchzieht und zurückkommt,

daß nie mehr ein Gewalthaber bei ihnen hindurchzieht, denn jetzt

achte ich selbst auf sie.



$9/9$ Juble laut, Tochter Zion, jauchze, Tochter Jerusalem!

Siehe, dein König kommt zu dir: Gerecht und siegreich ist er,

demütig und auf einem Esel reitend, und zwar auf einem Fohlen,

einem Jungen der Eselin. $9/10$ Und ich rotte die Streitwagen

aus Ephraim und die Pferde aus Jerusalem aus, und der

Kriegsbogen wird ausgerottet. Und er verkündet Frieden den

Nationen. Und seine Herrschaft [reicht] von Meer zu Meer und vom

Strom bis an die Enden der Erde.



$9/11$ Auch du - um des Blutes deines Bundes willen lasse ich

deine Gefangenen aus der Grube frei, in der kein Wasser ist.

$9/12$ Kehrt zur Festung zurück, ihr auf Hoffnung Gefangenen!

Auch heute verkündige ich: Doppeltes erstatte ich dir. $9/13$

Ja, ich habe mir Juda als Bogen gespannt, [den Köcher] mit

Ephraim gefüllt. Ich wecke deine Söhne, Zion, gegen die

bewährten [Kämpfer] Griechenlands und mache dich wie das Schwert

eines Helden. $9/14$ Und Jehova wird über ihnen erscheinen,

und sein Pfeil fährt aus wie der Blitz. Und der Herr Jehova stößt

ins Horn und zieht einher in Stürmen des Südens. $9/15$ Jehova

der Heerscharen wird sie beschirmen; und [seine] Schleudersteine

werden fressen und zu Boden strecken, sie werden Blut trinken

wie Wein und [davon] voll werden wie die Opferschale, wie die

Ecken des Altars. $9/16$ So wird Jehova, ihr Gott, sie an

jenem Tag retten als die Herde seines Volkes. Denn Steine an

[seinem] Diadem sind sie, die über seinem Land funkeln. $9/17$

Ja, wie anmutig ist es, wie schön ist es! Das Getreide läßt

junge Männer gedeihen und der Most Jungfrauen.



Zukünftige Stärkung und Sammlung Israels durch Jehova.



\10\



$10/1$ Erbittet euch von Jehova Regen zur Zeit des

Spätregens! Jehova ist es, der die Wetterwolken macht, er läßt

den Regen regnen, er gibt einem jeden Brot, Kraut auf dem Feld.

$10/2$ Denn die Hausgötzen haben Trügerisches geredet, und die

Wahrsager haben Lüge geschaut; und sie erzählen nichtige Träume,

trösten mit Dunst. Darum mußten sie fortziehen wie Schafe, die

elend sind, weil kein Hirte da ist.



$10/3$ Gegen die Hirten ist mein Zorn entbrannt, und über die

Leitböcke bringe ich Heimsuchung, denn Jehova der Heerscharen

nimmt sich seiner Herde, des Hauses Juda, an und macht es

gleichsam zu seinem Prachtroß im Kampf. $10/4$ Aus ihm kommt der

Eckstein, aus ihm der Zeltpflock, aus ihm der Kriegsbogen, aus

ihm wird zugleich jeglicher Gewalthaber hervorkommen. $10/5$ Und

sie werden wie Helden sein, die im Kampf [den Feind] in den

Straßenkot treten; und sie können kämpfen, denn Jehova ist mit

ihnen, und die Reiter auf den Pferden werden zuschanden. $10/6$

Und ich stärke das Haus Juda und rette das Haus Joseph und lasse

sie [wieder in ihrem Land] wohnen, denn ich habe Erbarmen mit

ihnen, und sie werden sein, als hätte ich sie nie verstoßen.

Denn ich bin Jehova, ihr Gott, ich erhöre sie. $10/7$ Und

Ephraim wird sein wie ein Held, und ihr Herz wird sich freuen

wie vom Wein. Und ihre Kinder werden es sehen und sich freuen,

ihr Herz wird frohlocken in Jehova. $10/8$ Ich will ihnen

pfeifen und sie sammeln, denn ich habe sie erlöst; und sie

werden so zahlreich sein, wie sie [einst] zahlreich waren.

$10/9$ Säe ich sie aber ein unter die Völker und denken sie

[dann] in den fernen [Ländern] an mich, so sollen sie mit ihren

Kindern am Leben bleiben und zurückkehren. $10/10$ Und ich lasse

sie zurückkehren aus dem Land Ägypten, und aus Assur sammle ich

sie und bringe sie in das Land Gilead und auf den Libanon, und

es wird für sie nicht ausreichen. $10/11$ Und sie werden durch

die Meerenge hindurchziehen - er hat im Meer ja die Wellen

geschlagen -, und alle Tiefen des Stromes werden versiegen. Und

der Hochmut Assurs wird gestürzt, und das Zepter Ägyptens muß

weichen. $10/12$ So werde ich sie stark machen in Jehova, und

[nur] in seinem Namen werden sie leben, spricht Jehova.



\11\



$11/1$ Tu auf, Libanon, deine Tore, daß Feuer deine Zedern

fresse! $11/2$ Heule, Wacholder, weil die Zeder gefallen ist,

weil die Herrlichen verwüstet sind! Heult, Eichen Basans, weil

der unzugängliche Wald dahingesunken ist! $11/3$ Horch, das

Geheul der Hirten, weil ihre Herrlichkeit verwüstet ist! Horch,

das Gebrüll der Junglöwen, denn die Pracht des Jordan ist

verwüstet!



Das Bild vom erfolglosen Hirtendienst.



$11/4$ So sprach Jehova, mein Gott: Weide die Schlachtschafe,

$11/5$ deren Käufer sie schlachten, ohne es zu büßen; oder wenn

sie sie verkaufen, sagen: Gepriesen sei Jehova, ich bin nun

reich! Und keiner von deren Hirten hat mit ihnen Mitleid. $11/6$

Wahrhaftig, ich werde kein Mitleid haben mit den Bewohnern des

Landes, spricht Jehova. Und siehe, ich lasse die Menschen,

einen jeden, in die Hand seines Nächsten und in die Hand seines

Königs geraten; die werden das Land in Stücke schlagen, und ich

werde [sie] nicht aus ihrer Hand befreien. $11/7$ Und ich

weidete die Schlachtschafe der Schafhändler. Und ich nahm mir

zwei Stäbe: den einen nannte ich `Freundlichkeit, und den

anderen nannte ich `Verbindung, und ich weidete die Schafe.

$11/8$ Und ich tilgte die drei Hirten in einem Monat aus. Und

meine Seele wurde ungeduldig über sie, und auch ihre Seele wurde

meiner überdrüssig. $11/9$ Da sagte ich: Ich will euch nicht

mehr weiden. Was stirbt, mag sterben, und was verkommt, mag

verkommen; und die übrigbleiben, sollen eines des anderen

Fleisch fressen! $11/10$ Und ich nahm meinen Stab

`Freundlichkeit und zerbrach ihn, um meinen Bund ungültig zu

machen, den ich mit allen Völkern geschlossen hatte. $11/11$ So

wurde er an jenem Tag ungültig gemacht. Und es erkannten die

Schafhändler, die auf mich achteten, daß es Jehovas Wort war.

$11/12$ Und ich sagte zu ihnen: Wenn es recht ist in euren

Augen, gebt mir meinen Lohn, wenn aber nicht, laßt es bleiben!

Und sie wogen meinen Lohn ab: dreißig Silber[schekel]. $11/13$

Da sprach Jehova zu mir: Wirf ihn dem Töpfer hin, den

herrlichen Wert, den ich ihnen wert bin! Und ich nahm die

dreißig Silber[schekel] und warf sie in das Haus Jehovas dem

Töpfer hin. $11/14$ Dann zerbrach ich meinen zweiten Stab

`Verbindung, um die Bruderschaft zwischen Juda und Israel

ungültig zu machen.



V. 15-17: Jer 23,1.2; Hes 34,1-10.



$11/15$ Und Jehova sprach zu mir: Nimm dir noch einmal Gerät

eines Hirten [und verhalte dich wie ein] törichter [Hirte].

$11/16$ Denn siehe, ich lasse einen Hirten im Land aufstehen: Um

die verkommenden [Tiere] kümmert er sich nicht, das Versprengte

sucht er nicht, und das Zerbrochene heilt er nicht, das Gesunde

versorgt er nicht, aber das Fleisch des Fetten ißt er und

zerreißt [sogar] ihre Klauen.



$11/17$ Wehe dem nichtigen Hirten, der die Schafe verläßt! Das

Schwert über seinen Arm und über sein rechtes Auge! Sein Arm

verdorre, ja, verdorre, und sein rechtes Auge erlösche, ja,

erlösche!



Jerusalems zukünftige Rettung und Wehklage seiner Bewohner über

ihre Sünde.



\12\



$12/1$ Ausspruch, Wort Jehovas über Israel.



Es spricht Jehova, der den Himmel ausspannt und die

Grundmauern der Erde legt und den Geist des Menschen in seinem

Inneren bildet: $12/2$ Siehe, ich mache Jerusalem zu einer

Taumelschale für alle Völker ringsum. Und auch über Juda: Es

wird in Bedrängnis geraten zusammen mit Jerusalem. $12/3$ Und es

wird geschehen an jenem Tag, da mache ich Jerusalem zu einem

Stemmstein für alle Völker: alle, die ihn hochstemmen wollen,

werden sich wund reißen. Und alle Nationen der Erde werden sich

gegen es versammeln. $12/4$ An jenem Tag, spricht Jehova,

schlage ich alle Pferde mit Scheuwerden und ihre Reiter mit

Wahnsinn. Über das Haus Juda aber halte ich meine Augen offen,

während ich alle Pferde der Völker mit Blindheit schlage. $12/5$

Und die Fürsten von Juda werden in ihrem Herzen sagen: Die

Bewohner von Jerusalem [sollen] Stärke [nur] in Jehova der

Heerscharen, ihrem Gott, haben. $12/6$ An jenem Tag mache ich

die Fürsten von Juda einem Feuerbecken unter Holzstücken und

einer Feuerfackel unter Garben gleich; und sie werden zur

Rechten und zur Linken alle Völker ringsum verzehren. Und immer

noch wird Jerusalem an seiner Stätte bleiben in Jerusalem.

$12/7$ Jehova aber wird die Zelte Judas zuerst retten, damit

der Stolz des Hauses David und der Stolz der Bewohner von

Jerusalem gegenüber Juda nicht zu groß werde. $12/8$ An jenem

Tag wird Jehova die Bewohner von Jerusalem beschirmen; und der

Stürzende unter ihnen wird an jenem Tag wie David sein und das

Haus David wie Gott, wie der Engel Jehovas vor ihnen her.



$12/9$ Und es wird geschehen an jenem Tag, da trachte ich

danach, alle Nationen zu vernichten, die gegen Jerusalem

herankommen. $12/10$ Aber über das Haus David und über die

Bewohnerschaft von Jerusalem gieße ich den Geist der Gnade und

des Flehens aus, und sie werden auf mich blicken, den sie

durchbohrt haben, und werden über ihn wehklagen, wie man über

den einzigen Sohn wehklagt, und werden bitter über ihn weinen,

wie man bitter über den Erstgeborenen weint. $12/11$ An jenem

Tag wird die Wehklage in Jerusalem groß sein wie die Wehklage

von Hadad-Rimmon in der Ebene von Megiddo. $12/12$ Und wehklagen

wird das Land, Sippe um Sippe für sich, die Sippe des Hauses

David für sich und ihre Frauen für sich, die Sippe des Hauses

Nathan für sich und ihre Frauen für sich, $12/13$ die Sippe des

Hauses Levi für sich und ihre Frauen für sich, die Sippe der

Schimiter für sich und ihre Frauen für sich, $12/14$ alle

übrigen Sippen, Sippe um Sippe für sich und ihre Frauen für

sich.



Zukünftige Entsündigung und Läuterung Israels.



\13\



$13/1$ An jenem Tag wird für das Haus David und die Bewohner von

Jerusalem eine Quelle geöffnet sein gegen Sünde und gegen

Befleckung.



$13/2$ Und es wird geschehen an jenem Tag, spricht Jehova der

Heerscharen, da rotte ich die Namen der Götzen aus dem Land aus,

daß sie nicht mehr erwähnt werden; und auch die Propheten und

den Geist der Unreinheit werde ich aus dem Land wegschaffen.



$13/3$ Und es wird geschehen, wenn ein Mann [doch] noch

weissagt, so werden sein Vater und seine Mutter, seine [eigenen]

Eltern, zu ihm sagen: Du darfst nicht am Leben bleiben, denn du

hast Lüge geredet im Namen Jehovas! Und sein Vater und seine

Mutter, seine [eigenen] Eltern, werden ihn durchbohren, wenn er

weissagt.



$13/4$ Und es wird geschehen an jenem Tag, da werden die

Propheten sich schämen, jeder über sein Gesicht, wenn die

Weissagung über sie [kommt]; nie mehr werden sie einen härenen

Mantel anlegen, um zu lügen. $13/5$ So einer wird sagen: Ich bin

kein Prophet, ein Mann, der [seinen] Acker bebaut, bin ich, denn

der Ackerbau ist mein Erwerb von meiner Jugend an. $13/6$ Sagt

man aber zu ihm: Was sind das für Wunden zwischen deinen Händen,

dann wird er sagen: [Sie entstanden,] als ich im Haus meiner

Freunde geschlagen wurde.



$13/7$ Wach auf, Schwert, gegen meinen Hirten und gegen den

Mann, der mein Gefährte ist! spricht Jehova der Heerscharen.

Schlage den Hirten, daß die Schafe sich zerstreuen! Und ich

werde meine Hand den Kleinen zuwenden. $13/8$ Und es wird im

ganzen Land geschehen, spricht Jehova, zwei Teile davon werden

ausgerottet, verscheiden, und [nur] der dritte Teil davon bleibt

übrig. $13/9$ Und ich bringe den dritten Teil ins Feuer, läutere

sie, wie man das Silber läutert, und prüfe sie, wie man das Gold

prüft. Der wird meinen Namen anrufen, und ich werde ihm

antworten, ich werde sagen: Er ist mein Volk. Und er wird sagen:

Jehova ist mein Gott.



Der Tag Jehovas - Das sichtbare Kommen Jehovas zur Rettung

Jerusalems, zum Gericht der Völker und zur Herrschaft über die

Erde.



\14\



$14/1$ Siehe, ein Tag kommt für Jehova, da verteilt man in

deiner Mitte dein Plündergut. $14/2$ Und ich versammle alle

Nationen nach Jerusalem zum Krieg; und die Stadt wird

eingenommen und die Häuser werden geplündert. Und die Frauen

werden geschändet. Und die Hälfte der Stadt wird in die

Gefangenschaft ausziehen, aber der Rest des Volkes wird nicht

aus der Stadt ausgerottet werden. $14/3$ Dann wird Jehova

ausziehen und gegen jene Nationen kämpfen, wie er schon immer

gekämpft hat am Tag der Schlacht. $14/4$ Und seine Füße werden

an jenem Tag auf dem Ölberg stehen, der vor Jerusalem im Osten

[liegt]; und der Ölberg wird sich von seiner Mitte aus nach

Osten und nach Westen spalten zu einem sehr großen Tal, und die

[eine] Hälfte des Berges wird nach Norden und seine [andere]

Hälfte nach Süden weichen. $14/5$ Und ihr werdet in das Tal

meiner Berge fliehen, und das Tal der Berge wird bis Azal

reichen. Und ihr werdet fliehen, wie ihr vor dem Erdbeben

geflohen seid in den Tagen Usijas, des Königs von Juda. Dann

wird Jehova, mein Gott, kommen [und] alle Heiligen mit ihm.



$14/6$ Und es wird geschehen an jenem Tag, da wird kein Licht

sein, die prächtigen [Gestirne] ziehen sich zusammen. $14/7$

Dann wird es einen Tag lang - er ist Jehova bekannt - weder

Tag noch Nacht werden; und es wird geschehen, zur Zeit des

Abends, da wird Licht werden. $14/8$ Und es wird geschehen an

jenem Tag, da werden lebendige Wasser aus Jerusalem fließen, die

[eine] Hälfte zum östlichen Meer und die [andere] Hälfte zum

hinteren Meer; im Sommer wie im Winter wird es so geschehen.

$14/9$ Und Jehova wird König sein über die ganze Erde; an

jenem Tag wird Jehova einzig sein und sein Name einzig.



$14/10$ Das ganze Land wird sich verwandeln, [so daß es wird]

wie die Niederung von Geba bis Rimmon im Süden von Jerusalem.

Jerusalem selbst aber wird erhaben sein und an seiner Stätte

bleiben, vom Tor Benjamin bis zur Stelle des ersten Tores, bis

zum Ecktor, und vom Turm Hananel bis zu den Kelterkufen des

Königs. $14/11$ Und man wird darin wohnen. Und einen Bann wird

es nicht mehr geben, und Jerusalem wird in Sicherheit wohnen.



$14/12$ Und dies wird die Plage sein, mit der Jehova alle

Völker plagen wird, die gegen Jerusalem in den Krieg gezogen

sind: Er läßt jedem sein Fleisch verwesen, während er [noch] auf

seinen Füßen steht, und seine Augen werden verwesen in ihren

Höhlen, und seine Zunge wird in seinem Mund verwesen.



$14/13$ Und es wird geschehen an jenem Tag, da wird eine große

Verwirrung von Jehova unter ihnen entstehen, so daß einer des

anderen Hand packen und sich seine Hand gegen die Hand seines

Nächsten erheben wird. $14/14$ Und auch Juda wird gegen

Jerusalem kämpfen. Da wird dann der Reichtum aller Nationen

ringsum eingesammelt werden: Gold und Silber und Kleider in

großer Menge. $14/15$ Und ebenso, gleich dieser Plage, wird

[auch] die Plage für die Pferde, die Maultiere, die Kamele und

die Esel sein sowie für alle Tiere, die in jenen Heerlagern

sind.



$14/16$ Und es wird geschehen: Alle Übriggebliebenen von allen

Nationen, die gegen Jerusalem gekommen sind, die werden Jahr für

Jahr hinaufziehen, um den König, Jehova der Heerscharen,

anzubeten und das Laubhüttenfest zu feiern. $14/17$ Und es wird

geschehen, wenn eines von den Geschlechtern der Erde nicht nach

Jerusalem hinaufziehen wird, um den König, Jehova der

Heerscharen, anzubeten: über diese wird kein Regen kommen.

$14/18$ Und wenn das Geschlecht Ägyptens nicht hinaufzieht und

nicht kommt, dann [wird der Regen] auch über dieses nicht

[kommen]. Das wird die Plage sein, mit der Jehova die Nationen

plagen wird, die nicht hinaufziehen werden, das Laubhüttenfest

zu feiern. $14/19$ Das wird die Strafe für Ägypten und die

Strafe für alle Nationen sein, die nicht hinaufziehen, das

Laubhüttenfest zu feiern.



$14/20$ An jenem Tag wird auf den Schellen der Pferde stehen:

`Heilig Jehova. Und die Kochtöpfe im Haus Jehovas werden

wie die Opferschalen vor dem Altar sein; $14/21$ und jeder

Kochtopf in Jerusalem und in Juda wird Jehova der Heerscharen

heilig sein; und alle Opfernden werden kommen und von ihnen

nehmen und darin kochen. An jenem Tag wird es keinen

[Vieh]händler mehr geben im Haus Jehovas der Heerscharen.

