* HAUSROTSCHWANZ * (Phoenicurus ochruros) Der Hausrotschwanz, ursprünglich ein Bewohner felsiger und hoch- gelegener Gebiete, zeigt sich in der Nähe menschlicher Siedlungen oft schon Ende März. Sein Nest aus Zweigen, Wurzeln, Halmen, usw., dessen Boden er meist mit Laub und Lehm verstärkt und mi Haaren auspolstert, baut er in Mauerlöchern, hinter einer Dachrinne und oft auch am Fenstersims. Er verschmäht auch einen Halbnistkasten nicht, selterner nistet er in einer Baumhöhlung. Seinem Nist- revier bleibt er treu und kehrt immer wieder dorthin zurück, und jedes Jahr baut er sein Nest fast genau an derselben Stelle. Das Weibchen legt etwa 5 Eier, die es allein in 13 bis 14 Tage erbrütet. Die Umgebung von Ställen und Senkgruben sind seine bevorzugten Jagdgründe, denn hier gibt es genügend Insekten, die der Haus- rotschwanz im Flug fängt und damit seine Jungen füttert. Er läßt sich auch durch die unmittelbare Nähe des Menschen nicht stören. Die Jungen verlassen das Nest oft bereits nach 12 Tagen - allerdings noch flugunfähig - und halten sich am Boden ver- borgen. Im Oktober ziehen die Hausrotschwänze in ihre Winter- quartiere im Mittelmeergebiet. Nur einzelne Exemplare aus West- und Südeuropa sind Standvögel. Länge: 14 cm Geschlechtsdimorphismus Lockruf: "hui tze, huid tze tze tze" "fuid, teck teck" Gesang: Knarrend und zirpend manchmal mit flötenartigen Tönen Eiergröße: 17,0 bis 21,5 X 13,2 bis 16,2 mm Die Eier sind in der Regel weiß manchmal mit leicht ausgeprägten rostbraunen Flecken.