F E N S T E R ============= Diese Funktion befindet sich im Funktionen-Menü und kann auch direkt mit "Amiga-F" aufgerufen werden. Der Name "Fenster" ist wörtlich zu nehmen; die Funktion zeigt den Himmel so, wie er sich beim Blick aus einem Fenster dar- stellen würde. Größe und Position des Fensters sowie einige Schalterwerte werden vorher abgefragt. Wenn das Fenster dann fertig berechnet ist, können durch Anclicken Informationen über Objekte abgerufen und Objekte mittels einer Suchfunktion ermittelt werden. Nach dem Aufruf der Funktion erscheint zunächst ein Window, in dem Position und Größe des Fensters festgelegt werden. Durch Anclicken des Close-Gadgets kann zum Hauptscreen zurückgekehrt werden. Im Fenster sind 7 Gadgets zu se- hen. Die ersten 3 legen die Höhe fest, auf die das Fenster gerichtet ist (0 bis 90 Grad). Alle 3 Gadgets haben die Werte 0 bis 9. Der Wert des ober- sten muß mit 10 multipliziert werden, der des zweiten mit 1 und der des dritten mit einem Zehntel. Beispiel: die Gadgets stehen auf 4, 2 und 5; das Fenster wird dann auf eine Höhe von 42.5 Grad ausgerichtet. Mit den näch- sten 3 Gadgets ist es ähnlich. Sie legen das Azimut (Himmelsrichtung) fest, auf das das Fenster ausgerichtet sein soll. Die Werte reichen von 0.0 bis 359.9 Grad, deshalb besitzt das oberste Gadget die Werte 0 bis 35. Rechts neben den beiden beschriebenen Gadgetgruppen steht jeweils der gerade ein- gestellte Wert. Beim Azimut ist zur Orientierung noch eine verbale Angabe der Himmelsrichtung vermerkt. Das letzte Gadget dient zur Bestimmung der Größe des Fensters. Es sind Werte von 2 bis 60 Grad Durchmesser möglich. Je größer ein Fenster ist, desto mehr Objekte sind zu sehen, desto länger dauert aber im Allgemeinen auch die Berechnung. Die kleinsten Fenstergrößen sind für das nähere Betrachten von Sonne und Mond gedacht. Besonders in- teressant sind hier Sonnenfinsternisse (siehe unten). Wenn alle Gadgets fertig eingestellt sind, wird mit einem Mausclick auf das unten rechts gelegene Rechteck "Position korrekt" das nächste Window geöff- net. In diesem Window werden die Rahmenbedingungen für das Fenster eingestellt. Es handelt sich dabei um 4 Schalter. Mit dem ersten legt man fest, wieviele Höhenlinien zur Orientierung in das Fenster gezeichnet werden sollen. Man hat die Wahl zwischen "keine" (überhaupt keine Höhenlinien), "wenige" und "viele". Dieselbe Auswahl besteht für das Zeichnen von Himmelsrichtungs- hilfslinien. Die letzten beiden Schalter können nur entweder ein- oder aus- geschaltet werden. Der erste der beiden Schalter heißt "Tageslicht". Ist er ausgeschaltet, dann erscheint der Himmel grundsätzlich schwarz und alle Ob- jekte sind zu sehen, auch wenn es eigentlich Tag ist. Ist "Tageslicht" aber eingeschaltet, dann wird der Himmel in der Farbe gezeichnet, die er zum be- treffenden Zeitpunkt tatsächlich zeigt (an einem wolkenlosen Tag). Sterne und Planeten sind in dieser Einstellung nur nachts oder bestenfalls in der Dämmerung zu sehen. Mit zunehmender Dunkelheit erscheinen dabei immer mehr Objekte. Der letzte Schalter heißt "Horizontdunst". Wenn er eingeschaltet ist, erscheinen Sterne und Planeten umso lichtschwächer, je näher sie am Horizont stehen. In der Natur durchläuft ein Objekt ja einen umso längeren Weg durch die staubbelastete Atmosphäre, je näher es am Horizont steht. Wenn der Schalter ausgeschaltet ist, erscheinen Sterne und Planeten grund- sätzlich in ihrer vollen Helligkeit. Wenn alle Schalter in der gewünschten Position stehen, kann durch Anclicken von "Rahmenbedingungen korrekt" die Berechnung des Fensters gestartet wer- den. Während der Berechnung erscheint der blaue Screen (siehe Doc-File "Tages- grafik"). Bei längeren Berechnungen wird die voraussichtliche Zeitdauer der Berechnung eingeblendet und es besteht die Möglichkeit, den Vorgang abzu- brechen. Nach Beendigung der Berechnung erscheint das fertige Fenster. Falls Hilfs- linien gewünscht wurden, erscheinen die Höhenlinien in rot und die Himmels- richtungen in violett. Bei Himmelsrichtungen, die einer der 16 Haupt- Himmelsrichtungen entsprechen, erscheint in grüner Schrift eine Abkürzung dieser Himmelsrichtung, z.B. SSO für Süd-Südost oder NW für Nordwest. Der Abstand zwischen 2 Hilfslinien wird automatisch der Fenstergröße angepaßt. Falls im Fenster der Horizont zu sehen ist, dann erscheint die darunterlie- gende Fläche dunkelbraun. Dies stellt "Land" dar im Gegensatz zum darüber- liegenden blauen oder schwarzen Himmel. Das Window kann durch Anclicken des Close-Gadgets geschlossen werden; das Programm kehrt dann zum Haupt- screen zurück. Alle Objekte werden entsprechend ihrer tatsächlichen Helligkeit als mehr oder weniger helle Punkte dargestellt. Ausnahmen bilden hier nur Sonne und Mond, die abhängig von der eingestellten Fenstergröße einen unterschiedlich großen Durchmesser haben. Ein Objekt wird umso heller dargestellt, je klei- ner die Fenstergröße ist. Eine kleine Fenstergröße entspricht ja gegenüber einer großen Fenstergröße einer Vergrößerung, genau wie bei einem Fernglas oder Fernrohr. Bei einer Vergrößerung erscheint jedes Objekt heller, da das Objekt eine größere Fläche im Gesichtsfeld einnimmt. Clickt man nun auf ein Objekt, dann wird ein Window geöffnet, in dem Informationen über dieses Ob- jekt stehen und das Objekt beginnt rot zu blinken, wenn es ein Stern oder Planet ist. Nach einem weiteren Mausclick wird das Window wieder geschlos- sen. Dieses Informations-Window erscheint allerdings nur, wenn der Modus "Objekt zeigen" eingestellt ist. Auf der rechten Seite des Windows, unter den üblichen Orts- und Zeitinformationen, befinden sich 2 Rechtecke mit den Bezeichnungen "Objekt zeigen" und "Sternbild zeigen". Eines der beiden Rechtecke ist umrandet. Es handelt sich also um einen Schalter. Durch Maus- click auf die Rechtecke kann der Schalter eingestellt werden. Ist der Modus "Sternbild zeigen" eingestellt, dann passiert beim Clicken auf ein Objekt folgendes: wenn es sich bei dem Objekt nicht um einen Stern handelt, wird ganz normal das Informations-Window geöffnet. Wenn es sich aber um einen Fixstern handelt, wird das Sternbild dieses Sterns ermittelt. Alle Sterne dieses Sternbilds, die im Fenster sichtbar sind, beginnen rot zu blinken. Außerdem erscheint ein kleines Window mit dem deutschen und lateinischen Namen des Sternbilds. Nach einem Mausclick wird das Window geschlossen und das Blinken hört auf. Rechts unten im Window befinden sich unter der Überschrift "Suchen" eine Reihe von Rechtecken, die mit den Namen der Planeten und den Bezeichnungen "Fixstern" bzw. "Sternbild" beschriftet sind. Clickt man auf einen der Pla- netennamen, dann schaut STARLIGHT nach, ob der entsprechende Planet im Fen- ster sichtbar ist. Wenn ja, wird er automatisch durch Blinken angezeigt und das zugehörige Informations-Window geöffnet. Wenn nicht, dann erscheint ein Window mit der Meldung "Das Objekt ist nicht sichtbar !". Beim Anclicken von "Fixstern" wird die Sternauswahl-Routine aufgerufen. Nachdem ein Fix- stern ausgewählt wurde, wird dieser genau wie ein Planet im Fenster ange- zeigt oder die oben erwähnte Meldung erscheint. Beim Anclicken von "Stern- bild" schließlich kann man sich aus der Liste der 88 Sternbilder eines he- raussuchen, dessen Sterne dann im Fenster angezeigt werden. Ist kein einzi- ger Stern des gewählten Sternbilds sichtbar, dann erscheint ein Window mit der Meldung "Es ist kein Stern dieses Sternbilds sichtbar !". Zum Schluß noch einige Bemerkungen zum Thema Finsternisse. Mondfinsternisse werden von STARLIGHT nicht berücksichtigt (vielleicht in einer späteren Version). Sonnenfinsternisse dagegen werden relativ realitätsnah simuliert. Je mehr sich der Mond über die Sonne schiebt, desto dunkler wird es (falls der Schalter "Tageslicht" eingeschaltet ist) und desto mehr Sterne erschei- nen. Ein Beispiel für eine Sonnenfinsternis erhält man mit folgenden Daten: Ort = Mexiko City, Datum = 11. Juli 1991, Uhrzeit = ca. 12 Uhr bis 15 Uhr. Die totale Verfinsterung liegt bei ca. 13:25 Uhr. Bevor man "Fenster" auf- ruft, muß mittels der Funktion "Position" die Position der Sonne ermittelt werden. Auf diese Position (Höhe + Azimut) wird das Fenster dann ausgerich- tet. In Deutschland findet die nächste totale Sonnenfinsternis übrigens am 11. August 1999 statt. Die Totalitätszone verläuft ungefähr entlang der A8 (Karlsruhe-Stuttgart-München-Salzburg).