PCOPY Deutsche Bedienungsanleitung für das Kopierprogramm PCOPY. Diese Anleitung ist eine sehr freie (teils leicht gekürzte, teils ergänzte) Übersetzung der Originalanleitung. Der Autor haftet für keine Schäden, die aufgrund dieser Anleitung eventuell entstehen. G. Heeke 31.03.1990 ----------------------- 1. Was ist PCOPY? Pcopy ist ein multitaskingfähiges Kopierprogramm. Es blockiert nur die Disk-Drives, die zum Kopieren benötigt werden. Somit hat man die Möglichkeit, einen Kopierauftrag quasi nebenbei zu erledigen. PCopy kann -auf Wunsch- automatisch mit Einlegen der Quell- und Zieldiskette starten. Weiterhin zeigt Pcopy an, welche Disketten zuletzt kopiert wurden. Mit Pcopy ist es nicht möglich, kopiergeschützte Disketten zu kopieren. 2. Wie startet man Pcopy? Pcopy kann vom CLI oder auch von der Workbench gestartet werden. Es benötigt mindestens 2 Laufwerke. Nachdem Start fragt das Programm, welche Laufwerke man verwenden möchte. Es müssen zwei (nicht mehr und nicht weniger) angeklickt werden. Danach wird DONE angewählt. PCopy sperrt nun die Drives für DOS. Im CLI können die zu verwendenden Laufwerke direkt angegeben werden, z.B. pcopy df0: df1: 3. So viele Fenster! Rechts oben befinden sich zwei Fenster. In der Titelleiste steht das Laufwerk. Im Fenster selbst der Diskettenname. Ein leeres Fenster zeigt an, daß sich sich keine Disk im Laufwerk befindet. Falls kein Diskettenname ausgegeben werden kann, so wird die Diskette eingestuft, z.b. Non DOS. Diese Art von Text wird in einer anderen Farbe dargestellt. Im Fenster "Copy History" erscheinen die Namen aller erfolgreich kopierten Disketten. Ein Doppelklick in dem Fenster löscht diese Einträge. Im Fenster "Progression" wird der Kopiervorgang angezeigt. Die Nummer gibt an, welchen Track Pcopy zuletzt beschrieben hat. 4. Das "Control Panel" Das Control Panel erlaubt es, den Kopiervorgang zu beeinflussen. Hier die einzelnen Einstellmöglichkeiten. VERIFY ON/OFF In der Stellung wird die Zieldiskette mit der Quelldiskette verglichen. So wird verhindert, daß sich während des Kopierens Fehler auf der Diskette einschleichen. Die Option kann während des Kopierens an- und ausgeschaltet werden. DFx: --> DFy: Dieser Schalter legt fest, welches Laufwerk als Quelle und welches als Ziel verwendet wird. ADAPT DATE DOS unterscheidet die Kopie vom Original anhand des Datums und der Zeit der letzten Änderung. Sind gleichzeitig zwei Disketten mit gleichen Namen und gleichen Datum/Zeit im System, stürzt DOS ab. Um dies zu verhindern, ändert PCopy Datum und Zeit auf der Kopie. Diese Option kann ausgeschaltet werden. START COPY Wird gebraucht, um den Kopiervorgang von Hand zu starten. Das Kommando wird solange angehalten, bis es möglich ist, den Kopiervorgang zu starten. Während des Kopierens wird es in Stop Copy geändert. Eine Bestätigung wird erwartet. Ein Abbruch kann auch durch entfernen der Quell- oder Zieldiskette erreicht werden. AUTO START CONDITION Zeigt die verschiedenen Autostartbedingungen an. (s. AUTO START) DREIECK Neben den Tiefen-Gadgets befindet sich ein Dreieck. In der Normalstellung zeigt das Dreieck nach oben. Dies bedeutet, daß die anderen Laufwerke nicht benutzt werden können. Wenn das Dreieck nach unten zeigt, können die nicht zum Kopieren verwendeten Laufwerke verwendet werden. Dies verlängert allerdings die Kopierdauer. (3 bis über 70 Sekunden) 5. Auto Start ?! Sobald eine Diskette eingelegt wird, erfolgt eine Einstufung. Hierzu wird der "Root Track" eingelesen. Falls dieser fehlerhaft ist, versucht Pcopy ihn zu reparieren. Pcopy unterscheidet vier verschiedene Einstufungen. - New, Unformatted (Neu, Nicht formatiert) Auf der Diskette konnten keine Daten gefunden werden. - Non DOS (Kein DOS) Es sind Daten auf der Diskette. Das Format ist Pcopy aber unbekannt. - DOS, no root Tracks können gelesen werden, aber der Rootsector ist nicht auffindbar. - Der Rootsector wurde gefunden, und der Diskettenname wird ausgegeben. Da nun PCOPY bekannt ist, welche Diskette einliegt, kann es mit dem Kopieren beginnen. Hierfür gibt es verschiedene Einstellungen, die der Benutzer verwenden kann. - Off: Manual Start Pcopy wartet mit dem Kopieren bis das Start-Gadget (s.o.) angeklickt wird. (d.h. Auto Start aus) - Dest must be new Pcopy startet nur automatisch, wenn eine Disk eingelegt wird, die als "New, Unformattet" (s.o.) eingestuft wurde. PCopy kennt die Formate MS-DOS, MSX, Archimedes, Atari und Mac. Möglicherweise werden weitere Formate erkannt. (ausprobieren). - Des may not be DOS Pcopy startet nur, wenn die Disk als "New, Unformatted" ODER "Non, DOS" eingestuft wurde. Wurde die Diskette von einem anderem System formatiert, so wird sie überschrieben. - Unconditional Start Pcopy startet IMMER nach Einlegen der Diskette. Sollte die Disk nicht schreibgeschützt sein, so wird sie überschrieben. Diese gefährliche Option wird durch eine Farbänderung des Gadgets deutlich gemacht. Falls eine Amiga-DOS Disk überschrieben werden sollte, wird ein Ton ausgegeben und drei Sekunden gewartet, bevor der Kopiervorgang beginnt. Wenn Sie die Diskette innerhalb dieser Zeit entnehmen oder das Stop Gadget anwählen, haben Sie Glück gehabt. Im "Progression Window" (s.o.) kann man kontrollieren, ob man innerhalb dieser Zeit lag. (Es ist dann noch kein Balken oder Zahl zu sehen.) Der Programmautor empfiehlt, diese Option nicht zu verwenden. 6. Requester! Falls ein Fehler während des Kopierens auftritt, wird ein Requester ausgegeben. Mit "Abort" wird der Kopiervorgang abgebrochen. Folgende Aktionen werden nach "Retry" (Nochmal!) ausgeführt: Source read error # xx (Fehler beim Lesen der Quelldisk) On Cylinder # yy, head z. (Auf Zylinder Nr., Seite) "Retry" versucht nochmal zu lesen. "Salve" versucht, einen fehlerhaften Track durch mehrfaches Lesen und Analysieren zu reparieren. Danach wird weiter kopiert. Destination write error # xx (Fehler auf der Zieldisk) On Cylinder # yy, head z (s.o.) "Retry" versucht nochmals zu schreiben. Verify error # xx (Fehler bei der Überprüfung) On Cylinder # yy, head z. "Retry" schreibt den Track nochmal und überprüft ein weiteres Mal. Falls Sie nicht wissen sollten, was die Fehlermeldungen bedeuten, ignorieren Sie sie. Versuchen Sie ein paar "Retry", und benutzen Sie "Abort" (Abbruch), falls Sie keinen Erfolg haben. Einige Aktionen erzeugen einen Bestätigungsrequester, z.B. Stop Copy und das Standard Stop-Gadget. 7. Trackreparatur PCOPY kann Daten von beschädigten Tracks restaurieren. Das "History"-Fenster ändert sich in ein "Report"- Fenster (Nachrichtenfenster). Jeder reparierte Track erzeugt zwei Zeilen im Nachrichtenfenster. Die Zeile "L" gibt an, welche Labels (Marken) nicht gerettet werden konnten. In der Zeile "S" stehen die nicht geretteten Sektoren. Hinter "S" und "L" steht die Tracknummer. Falls die Zeile leer bleibt, haben Sie Glück gehabt. Andernfalls stehen dort die nicht geretteten Labels und Sektoren. Normalerweise werden die Labels nicht verwendet. Diskcopy kopiert sie noch nicht einmal. Sie können also die Label-Zeile ignorieren. Die nicht restaurierten Sektoren sind wesentlich wichtiger. Eine Diskette, die zwar kopiert wurde, aber nicht restaurierte Sektoren enthält, wird in Schrägschrift in das "History"- Fenster geschrieben. Die Nachrichten sind solange sichtbar, wie die Zieldisk im Laufwerk liegt. Ein spezielles PCOPY Muster (`Pcopy2',X,0) wird in die defekten Sektoren geschrieben. Falls "Adapt Date" eingeschaltet ist, wird das BMFLAG auf 0 gesetzt. 8. Wie schnell ist PCOPY? PCOPY ist schnell. Bestzeiten: 100/68 Sekunden, Verfiy AN/AUS. PCOPY versucht, zu anderen Task freundlich zu sein. Es läßt ihnen eine Menge Prozessorzeit; ist aber sehr restriktiv in bezug auf die Benutzung der Disketten-Hardware. Deshalb kann man PCOPY anweisen, anderen Task zu den nicht von PCOPY verwendeten Laufwerken, Zugang zu gewähren (Dreieck-Gadget). PCOPY wurde komplett überarbeitet (Fish 151). Der Kopierer wurde hauptsächlich in Assembler geschrieben und hat eine Benutzerschnittstelle in C. Die Benutzterschnittstelle ist ein Exrta-Task. PCOPY benutzt NUR die Original .i- und .h- Dateien. Deshalb müßte es kompatibel zu neueren Versionen des Betriebssystems sein. 9. Urheberrechte Copyright 1989 by D.W. Reisig. PCOPY darf weitergegeben werden (FreeWare). Es dürfen nur die Kosten für die Diskette erhoben werden. Die Originalanleitung (PCopy.doc) muß mit dem Programm (Pcopy) weitergeben werden. Diese Dateien dürfen nicht verändert werden. Der Programmautor freut sich über Post. Also, wenn Sie Anregungen oder Kommentare zu dem Programm haben: Dirk Reisig Woudweeren 10 1151 AV Broek in Waterland Holland 29-Aug-89 ------------------- Diese (deutsche) Anleitung darf selbstverständlich weitergegeben werden, muß aber nicht. G. Heeke 31.03.1990