<8.7.1990> Anleitung zu SpaceWriter V4.01 ------------------------------ geschrieben von Andreas Signer Das Programmpaket SpaceWriter ist nicht Public Domain, sondern SHAREWARE! D.h. es darf zwar frei kopiert werden, aber es liegt ein Copyright darauf. Falls Ihnen das Programm gefällt und Sie beabsichtigen, damit zu arbeiten, dann denken Sie doch bitte an den Programmierer und lassen Sie ihm einen kleinen Betrag zukommen. Sie können das Geld als SCHECK oder NOTE an folgende Adresse senden: A. SIGNER, BUELACHERWEG 22, CH-8306 BRUETTISELLEN, SCHWEIZ. Oder Sie zahlen ihn auf folgendes POSTSCHECKKONTO ein: ZUERICH 80-180362-8. Sie werden dann bei mir als User registriert und erhalten die neuste Version des SpaceWriters sowie eine gedruckte Anleitung. Ausserdem benachrichtige ich Sie, sobald ich eine neue SpaceWriter-Version oder ein anderes Programme fertiggestellt habe. Sie können es dann bei mir gegen Unkostendeckung (Disk, Porto und Verpackung , ca. 5 DM, bei mehreren Disketten pro weitere Disk ca. 2 DM, NUR SCHECK) beziehen. (Wenn Sie jetzt sagen, PD-Versandhäuser verlangen pro Disk max. 2-3 Mark, dann vergessen sie die üblichen 5 Mark Versandspesen!!). Als eingetragener User haben Sie auch die Möglichkeit, meine Help-Line zu benützen: Bei irgendwelchen Fragen oder Unklarheiten schreiben Sie mir, ich antworte umgehend (aber nur bei eingetragenen Usern!!). Bitte denken Sie daran, dass Ihr Betrag ein Ansporn für den Programmierer ist, weiter Programme zu entwickeln. Ich danke Ihnen für Ihr Verständnis. ------------------------------------------------------------------------------- WICHTIG! WICHTIG! WICHTIG! WICHTIG! WICHTIG! WICHTIG! WICHTIG! WICHTIG! WICHTIG ------------------------------------------------------------------------------- Das SpaceWriter-Paket darf nur dann kopiert werden, wenn... - weder mein Name noch meine Adresse entfernt oder verändert wird - der Name des Programms nicht verändert wird - das Paket komplett bleibt (d.h. SpaceConverter, Dokumentation, _player2d.o, _player3d.o, _soundtracker.o, _soundfx.o, noisetracker.o, _oktalyzer.o, run, BLINK, muchmore, Demo-Brief, alle .info-Dateien) - das Programm nicht gewerblich genutzt wird Ausserdem darf es von KEINEM PD-Händler als "Superpack für nur DM 49.95" (d.h. hoffungslos überteuert) ohne meine schriftliche Erlaubnis verkauft werden!!!! ------------------------------------------------------------------------------- WICHTIG! WICHTIG! WICHTIG! WICHTIG! WICHTIG! WICHTIG! WICHTIG! WICHTIG! WICHTIG ------------------------------------------------------------------------------- 1) Einleitung: -------------- Finden sie es nicht auch langweilig, sich Computerbriefe mit "More" oder - das höchste der Gefühle - "MuchMore" anzusehen? Das ist nun endgültig vorbei! Mit dem SpaceWriter können auch Einsteiger Computerbriefe mit Hintergrundmusik, Sternen-Scrolling (wahlweise 2- oder 3-dimensional) und Laser-Textaufbau verfassen. Alles was Sie brauchen ist ein Song (Sound- tracker, Oktalyzer, SoundFX oder Noisetracker) und das SpaceWriter- paket. 2) Wie erstelle ich einen SpaceWriter-Brief? -------------------------------------------- Zuerst laden Sie einen belieben Editor und geben Ihren Text ein. Sie können dafür natürlich auch eine Textverarbeitung benützen, nur müssen Sie den Text dann unbeding als ASCII-Datei speichern. Zur Not tut es auch der ED-Befehl (Anleitung dazu im Workbench-Handbuch) oder noch besser der MicroEmacs auf der Extras-Diskette. Nachdem Sie Ihren Text eingeben und gespeichert haben, starten Sie den "SpaceConverter". Er befindet sich in der Schublade "SpaceWriter". Nach dem Start werden ein (bei einem Start vom CLI aus) oder zwei Windows (beim Start von der Workbench) geöffnet. In einem Window sehen Sie eine ganze Menge "Dingsda's" (wörtliche Uebersetzung von "Gadgets"). Die obersten drei sind String-Gadgets, in die Sie die Namen Ihrer Textdatei, Ihrer Songdatei und des zu erzeugenden Files schreiben müssen. Dazu klicken Sie einfach in den umrahmten Bereich und schreiben dann den gewünschten Text. Unterhalb dieser String-Gadgets befinden sich die Gadgets für die Songformat-Auswahl. Das gerade aktive Gadget wird orange dargestellt. Diese Gadgets sind sehr wichtig, da nicht jedes Musikprogramm seine Songs im gleichen Format speichert. Vergewissern Sie sich also, dass das richtige Format angewählt ist, da der Amiga sonst unter Umständen eine Reise nach Indien antritt (--> Guru). Folgende Soundeditoren können verwendet werden: (Gadget : Dieser Text steht im Gadget; Programm : So heisst der Editor) Gadget | Programm | Bemerkungen --------+--------------+-------------------------------------------- ST | SOUNDTRACKER | Abspiel-Routine läuft SICHER mit der Soundtracker- | (alte Ver- | version PROPHETS AG V3.0 und allen, die älter sind. | sionen) | (Erkennt man daran, dass nach dem Notenwert nur | | vier Ziffern vorhanden sind (z.B. F-2 0000)) | | WICHTIG: Muss als 'MODULE' gespeichert sein!! --------+--------------+-------------------------------------------- SoundFX| SOUNDFX | Abspielroutinen für SoundFX-Versionen bis 1.8 | | Als 'Data' speichern --------+--------------+-------------------------------------------- Okta- | OKTALYZER | Läuft leider nur mit 4-stimmigen Songs! lyzer | | 8-stimmige Songs würden nämlich 70% der | | Rechnerzeit beanspruchen! --------+--------------+-------------------------------------------- W.O.S. | WIZARD OF | Mit dieser Abspielroutine habe ich leider | SOUND | noch Probleme, deshalb kann man dieses Gadget | | noch nicht anwählen. Sobald die Routine läuft, | | erhält jeder regstrierter Anwender gratis ein | | Update! --------+--------------+-------------------------------------------- NT | NOISETRACKER | Läuft SICHER mit dem NoiseTracker V1.1 von | | Kaktus & Mahoney | | Muss als "MODULE" gespeichert sein -------------------------------------------------------------------- Für den Fall, dass Sie keinen der erwähnten Soundeditoren besitzen, befindet sich auf der Diskette das Soundtracker-Modul "Axel F.". Abschliessend zum Songformat noch eine Bemerkung: Es ist fast unmöglich, alle zur Verfügung stehenden Soundeditoren zu berücksichtigen. Vor allem beim v.a. in Crackerkreisen kursierenden Sound- bzw. Noisetracker werde ich wohl nie auf dem neusten Stand sein, da ich nicht in der Szene bin. Wenn es um die Beschaffung von neuen Abspielroutinen geht, bin ich also auf Ihre Hilfe angewiesen. Den meisten Soundeditoren wird ja die Playroutine als Quellcode beigelegt. Falls Sie also einen Soundeditor benutzen, dessen Playroutine ich nocht nicht implementiert habe, schicken Sie sie mir doch! (Wenn möglich bitte mit einen Modul "zum Ausprobieren") Ich glaube kaum, dass es mit dem Copyright Schwierigkeiten geben wird, da man die Abspiel- routinen ja in eigenen Programmen benutzen darf und ich mit der Abspiel- routine allein nichts anfangen kann. Sollten Sie jedoch Zweifel haben, fragen Sie bei der Firma nach, wo Sie Ihr Programm gekauft haben. Ich bin auf Ihre Unterstützung angewiesen!! Uebrigens: Jeder, der mir eine neue Abspielroutine schickt, wird als Gegenleistung dafür als User eingetragen und geniesst alle Vorteile eines Eintrags! Ueber die nächsten zwei Gadgets wählen Sie den Modus des Sternenscrollings an. Steht der Schalter auf "2-dimensional", dann sehen Sie später im Brief die Sterne von der Seite, während Sie bei "3-dimensional" auf Sie zukommen. Das letzte Gadget ("CONVERT IT") sorgt dafür, dass aus Ihrem Text und Song ein ablauffähiges Programm entsteht, dass Sie dann entweder vom CLI oder der Workbench aus starten können. Nachdem Sie es angeklickt haben, erscheint ein "Schnarch-Zeiger" (äh... naja, nicht die beste Wortwahl, aber ich hoffe, Sie wissen was ich meine...), der Ihnen anzeigt, dass der Amiga am Arbeiten ist. Im rechten Fenster (oder im CLI-Fenster, wenn Space- Converter vom CLI aus gestartet wurde) sehen Sie nach einer Weile die Ausgaben des Public-Domain-Linkers BLink (wenn Sie nicht wissen, was ein Linker ist, ist das nicht so schlimm...), die Sie eigentlich getrost vergessen können. Das einzige, vorauf Sie schauen sollten, ist, dass am Ende der Konventierung BLink die Meldung "BLINK Complete - Maximum code size = ..." ausgibt. Ist das nicht der Fall, dann ging etwas schief. Meistens ist dann zuwenig Speicher (im RAM oder auf der Disk) vorhanden. Schliessen Sie in diesem Fall soviele Fenster wie möglich, leeren Sie die RAM-Disk und/oder lassen Sie den Brief auf einer andere Diskette erstellen. Sollten Sie nicht wissen, wie man das macht, dann lesen Sie Kapitel 7 - Tips & Tricks. Ist die Fehlermeldung von BLink der Art "... not found", dann wurden Dateien, die der Linker braucht, nicht gefunden. Resetten Sie in diesem Fall Ihren Amiga (Tastenkombination CTRL+AMIGA+AMIGA) und booten Sie von der SpaceWriter- Disk. Sollte sonst irgendetwas schief gehen (Sie haben z.B. einen falschen Dateinamen angegeben), erscheint ein Requester, der Sie darauf aufmerksam macht, und der Konvertiervorgang wird abgebrochen. Uebrigens: Sie sollten darauf achten, dass auf der Disk, auf der der Brief erstellt wird, noch etwa zwei- bis dreimal soviel Platz frei ist, wie der Song benötigt. 3) Was kann der SpaceWriter? ---------------------------- Um den Text ansprechend gestalten zu können, kennt der SpaceWriter ver- schiedene Kommandos, die direkt im Text eingeben werden. Sie beginnen immer mit dem @-Zeichen (auf der deutschen Tastatur ALT+2, auf der deutsch- schweizer Tastatur SHIFT+ALT+2), gefolgt von einem oder zwei Zeichen. Folgende Kommandos kennt der SpaceWriter: (n steht für eine Ziffer zwischen 0 und 9) Kommando | Bedeutung ---------+----------------------------------------------------------------- @ | Das @-Zeichen wird ausgegeben. mn | Der Schreibmodus n wird aktiviert (n=0 normal; n=1 Spray; | n=2 Laser). | Bsp.: @m2 schaltet den Laser-Modus ein. cn | Der Bildschirm wird auf verschiedene Arten gelöscht. n muss eine | Ziffer von 1 bis und mit 4 sein. sn | Der Sounddisplay wird aus- (n=0) oder eingeschaltet (n=1). wn | Der SpacePlayer wartet n Sekunden, bevor er weiterfährt. du | Die Farbbalken bewegen sich nach oben. dd | Die Farbbalken bewegen sich nach unten. d- | Die Farbbalken bewegen sich gar nicht. Cn | Die Farbe wird gewechselt. n muss eine Ziffer von 1 bis und mit 5 | sein. Wn | Textschwingung ein (z.B. Sinuswellen) (n=1 oder n=2) bzw. aus | (n=0). Du | Schwingungen bewegen sich nach oben. Dd | Schwingungen bewegen sich nach unten. D- | Schwingungen bewegen sich gar nicht. xn | Die Zeichen werden in X-Richtung um den Faktor n gestreckt | (n MUSS zwischen 1 und 9 liegen) yn | Die Zeichen werden in Y-Richtung um den Faktor n gestreckt | (n muss zwischen 1 und 9 liegen) fn | Der Zeichensatz n wird eingeschaltet (0=Standard, 1=Future, | 2=Digital, 3=Antik) --------------------------------------------------------------------------- ACHTUNG: Der SpaceWriter überprüft die Syntax eines Kommandos NICHT! Sie können also auch z.B. @ma eingeben, obwohl nach @m eine Ziffer erwartet wird. Ein fehlerhaftes Kommando kann einen Systemabsturz auslösen! 4) Abspielen eines SpaceWriter-Briefes: --------------------------------------- Sie können einen vom SpaceConverter erzeugten Brief entweder von der Workbench oder vom CLI aus starten. Dazu klicken Sie entweder das Icon doppelt an, oder Sie geben (im CLI) den Namen Ihres Briefes ein und drücken dann die RETURN-Taste. Der CLI-Befehl RUN (er erlaubt, mehrere Programme gleichzeigtig abzuarbeiten), ist wirkungslos, da der SpaceWriter das Multitasking, das für die gleichzeitige Abarbeitung mehrerer Programme zuständig ist, ausschaltet (am Programmende wird es natürlich wieder eingeschaltet!). 5) Installation auf Festplatte: ------------------------------- Sie können den SpaceWriter natürlich auch auf Ihrer Festplatte installieren. Dazu klicken Sie zuerst das Icon der SpaceWriter-Disk doppelt an. Darauf öffnet sich ein Fenster, in dem Sie alle Programme sehen, die sich auf der Disk befinden, unter anderem auch die SpaceWriter-Schublade. Nun klicken Sie diese einmal an und bewegen sie, WAEHREND SIE DIE MAUSTASTE GEDRUECKT HALTEN, auf das Icon Ihrer Festplatte (unbedingt die Partition, von der gebootet wird) und lassen dann die Maustaste los. Jetzt wird der SpaceWriter auf die Festplatte kopiert und Sie können ihn in Zukunft von dort aus starten. 6) Technische Details: ---------------------- Die Abspielroutine wurde 100% in Assembler geschrieben. Das Programm SpaceConverter ist ein Modula-2-Programm. Die Abspielroutinen für die Songs stammen von verschieden Autoren: -Soundtracker : Autor unbekannt -Noisetracker : Kaktus & Mahoney -SoundFX : LINEL Switzerland -Oktalyzer : A. Sander (-W.O.S. : Jörg Schliesser) Alle Routinen wurden von mir leicht modifiziert. 7) Tips & Tricks: ----------------- In diesem Kapitel finden Sie einige Tips und Tricks, die Ihnen den Umgang mit dem SpaceConverter und dem Amiga erleichtern. Nur ein Laufwerk! Was tun? -------------------------- Am besten geht's mit drei Laufwerken! Text in df1:, Song in df2: und der fertige Brief in df3:! Aber wer hat schon soviel Kohle?? Auch mit einem Laufwerk ist es nicht unmöglich, die Komponenten Text, Song und Brief auf verschiedene Disketten zu verteilen. Geben Sie einfach an Stelle des "df0:" den Namen der gewünschten Diskette, gefolgt von einem Doppelpunkt an. Der Amiga fordert Sie dann auf, die entsprechenden Disketten einzulegen. Bsp.: Sie wollen den Text "MeinText" von der Diskette "Texte" mit dem Song "MeinSong" von der Diskette "Songs" zum Brief "MeinBrief" auf der Diskette "Briefe" umwandeln. Sie müssen also folgende Namen in die String- Gadgets eingeben: Textname : "Texte:MeinText" Songname : "Songs:MeinSong" Zielname : "Briefe:MeinBrief" Die Anführungszeichen müssen Sie natürlich weglassen, ich habe sie nur benutzt, um zu verdeutlichen, was alles zum Namen gehört. Warum findet BLINK die Dateien nicht? ------------------------------------- Falls Sie mit dem SpaceWriter arbeiten, dann sollte sich die SpaceWriter- schublade auf der Diskette befinden, von der Sie gebootet haben, da es sonst nicht sicher ist, dass BLINK alle die Dateien findet. Der erzeugt Brief soll beim Booten gezeigt werden! Wie geht das?? ----------------------------------------------------------------- Falls Sie eine bootfähige Diskette wollen, müssen Sie diese zuerst forma- tieren und einen Bootblock installieren (wenn Sie nicht wissen, wie das geht, dann studieren Sie im DOS-Handbuch die Befehle FORMAT und INSTALL). Danach sollten Sie verschiedene Verzeichnisse einrichten (z.B. C,devs,L etc. Schauen Sie mal auf der Workbenchdisk nach, was da alles drauf ist!), minde- stens aber das S-Verzeichnis. Darauf erstellen Sie eine Batch-Datei, die alle Befehle enthält, die Ihr Amiga ausführen soll und speichern Sie unter dem Namen "Startup-sequence". Damit Ihr Brief nach dem Booten abgearbeitet wird, muss einfach sein Name in der Startup-sequence stehen. ............................................................................ Wichtige Mitteilung: Die W.O.S.-Playroutine funktioniert leider noch nicht. Deshalb bleibt das W.O.S-Gadget ausgeschalten. Ich arbeite an der Routine. Sobald die Routine läuft, erhalten alle registrierten Anwender gratis ein Update. Wie man ein re- gistrierter Anwender wird, steht in der Dokumentation.