Preview Test


Es ist immer wieder erstaunlich was noch so alles im Spielebereich des Amiga`s geschieht. Die Zeit in der Spiele für den Amiga so rar waren, wie Wasser in der Wüste haben wir anscheinend überwunden. Einer Ankündigung folgt die nächste und immer wieder erscheinen neue Demos zu vielversprechenden Spielen. Obwohl mehr als ein Drittel der neuen Software 3D-Shooter oder Weltraumsimulationen darstellen, werden auch immer mehr Strategiespiele entwickelt.



Wer kennt nicht die Sid Meier Spiele "Civilization" (1992) oder "Colonization" (1995), die tagelang an den Bildschirm fesselten und auch noch heute begeistern. "Great Nations" kann man eigentlich als einen Clone der beiden erwähnten Spiele bezeichnen, denn viele Details erinnern daran. Great Nations ist ein Multiplayer Strategiespiel, bei dem bis zu 8 Nationen gegeneinander antreten können, natürlich kann man auch allein seine Nation zu Rum und Ehre führen. Anfangs besteht die Möglichkeit, Nation und Herrscher auszuwählen, ist dies getan, wird nach dem Rundenprinzip das Spiel fortgesetzt. Als Spieler befindet man sich nach dem Start schon auf dem Neuen Land, jedoch irgendwo in der Botanik und man weiß nicht, was einen erwartet. Als Colonist können Sie das Land erkunden, Städte bauen, Straßenverbindungen herstellen, oder Naturressourcen ausschöpfen. Ob Gold, Eisen, Diamanten oder aber Büffel, Rehe und andere Tiere, daß Land ist voll von Rohstoffen und Lebewesen. Ist die erste Stadt errichtet, kann man neue Bauaufträge geben, hierbei wird aber kein Geld benötigt, sondern eine bestimmte Anzahl von Runden muß vergehen, bis ein Gebäude oder eine Einheit entstanden ist. Städte bringen nach einiger Zeit automatisch neue Einheiten hervor, hierzu sollte Sie als Herrscher aber die Stadt von Kriegern schützen lassen, damit sie sich gut entwickelt. Das Preview ist schon sehr vielseitig, man kann riesige Landteile erforschen, Fremde Stämme treffen, die sich einem anschließen oder mit Feinden Kämpfe austragen. Ja selbst Kannibalen können sich Ihrer Einheiten bemächtigen. Umfangreiche Tips und Infos zu den Einheiten und Gebäuden gibt es über ein eigenes Menü und so hat man sich binnen kürzester Zeit in "Great Nations" eingearbeitet.




Der erste Eindruck:

Sieht man einmal von den 15 Minuten Wartezeit beim allerersten Start des Spieles (Sie sollten sofort nachher "Speichern") und dem relativ langsamen Bildschirmwechsel und Spielfluß ab, so macht "Great Nations" viel Spaß. Ob das daran liegt, daß im Vergleich zu Civilization bzw. Colonization Bildschirmaufbau, Menüführung, Steuerung und Grafik fast identlisch gehalten wurden und somit eingefleischte Spieler keinerlei Probleme haben werden? Mit Sicherheit ist dies der Hauptgrund für schnell aufkommende Motivation! Die Grafik ist dagegen nicht gerade atemberaubend, doch für ein Spiel solchen Genres ausreichend. Sound gibt es derzeit noch nicht, jedoch kann man schon über das Internet mit anderen Usern spielen. Das für einen A1200 mit AGA, Festplatte und 6 MB Ram ausgelegte "Great Nations" wird hoffentlich nocheinmal in Sachen Spielfluß und Geschwindigkeit überarbeitet, denn selbst mit 030/50 Mhz Prozessor und 20 MB Ram, wie auch Grafikkarte, kann von einem schnellen und komfortablen "Welterobern" im Moment noch nicht die Rede sein. Wenn dieses Manko ausgebessert wird, so erwartet uns hier ein wirklich guter Civilization Clone oder inoffizieller Nachfolger, wie man es gern nennen möchte, den man nicht verpassen sollte. Das vollständige Spiel wird weiterhin unmengen an Land und den verschiedensten Einheiten bieten (abhängig ist dies von dem vorhandenen Speicherplatz Ihres Amiga`s!), realistische Grafiken und ein Terraineditor sind für die Endversion ebenfalls vorgesehen. "Great Nations" wird als Shareware Produkt auf den Markt kommen und die Registrierung soll um die 40,- DM kosten.