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Farben

Über den Schieberegler "Farben" können Sie die Anzahl der auf dem Bildschirm anzeigbaren Farben einstellen. Je weniger Farben angegeben werden, desto schneller werden Bildschirme aktualisiert und desto weniger Speicherkapazität ist erforderlich.

Auto-Rollen

Bei Auswahl von "Auto-Rollen" wird der Bildschirm automatisch gerollt, sobald der Mauspfeil den Rand des sichtbaren Bildschirmbereichs erreicht. Die Verwendung dieser Option empfiehlt sich, wenn Sie für den Bildschirm eine "Breite" oder "Höhe" definiert haben, bei der nur ein Teil des Bildschirms im Anzeigebereich erscheint.

Seriell-Voreinsteller (Serial)

Über den in Abbildung 5-9 dargestellten Seriell-Voreinsteller (Serial) können Sie Einstellungen zur seriellen Kommunikation in Ihrem System vornehmen.

Abbildung 5-9. Fenster "Seriell-Voreinsteller (Serial)"

Die seriellen Daten, die über Modems und Netzwerke gesendet und empfangen werden, müssen zu dem Gerät kompatibel sein, mit dem Sie kommunizieren. Die Informationen zu den erforderlichen Einstellungen finden Sie in der Dokumentation, die zusammen mit Ihrem seriellen Gerät geliefert wurde.

Baud-Rate

Die Baud-Rate legt fest, wie viele Bits pro Sekunde (bps = bits per second) über die serielle Schnittstelle übertragen werden können. Bei der seriellen Kommunikation werden die Bits einzeln nacheinander gesendet bzw. empfangen. Da ein Zeichen in der Regel aus 10 Bits (1 Startbit, 8 Datenbits und 1 Stoppbit) besteht, können Sie die ungefähre Anzahl der pro Sekunde übertragenen Zeichen (cps = characters per second) berechnen, indem Sie die Baud-Rate durch 10 teilen.

Die ausgewählte Baud-Rate muß mit der Baud-Rate des Geräts übereinstimmen, mit dem Sie kommunizieren. Je höher der Wert, desto schneller werden die Daten übertragen. Sie können eine der folgenden Baud-Raten auswählen: 110, 300, 1200, 2400, 4800, 9600, 19200 oder 31250 Baud. Die aktuelle Einstellung wird neben dem Schieberegler angezeigt. Der Standardwert ist 9600.

Eingangspuffergröße

Der Eingangspuffer ist ein Speicherbereich, der für die Zwischenspeicherung ankommender serieller Daten reserviert ist. Sie können eine der folgenden Größen auswählen: 512, 1024, 2048, 4096, 8192, 16384, 32768 oder 65536 Byte. Die aktuelle Größe wird links neben dem Schieberegler angezeigt. Je höher die eingestellte Baud-Rate und Anzahl der vom Amiga ausgeführten Aktionen, desto größer sollte der Eingangspuffer sein. Die Standardeinstellung ist 512.

Protokoll

Über ein Protokoll wird der Datenfluß zwischen der seriellen Schnittstelle und dem angeschlossenen Gerät gesteuert. Damit Daten übertragen werden können, muß im Computer und im angeschlossenen Gerät dasselbe Protokoll aktiviert sein. Sie können eine der folgenden Optionen auswählen:


 

XON/XOFF

Dabei handelt es sich um das am häufigsten verwendete Protokoll. In die zwischen den Geräten übertragenen Daten werden die Sonderzeichen XON und XOFF eingefügt, über die der Datenfluß gesteuert wird.

RTS/CTS

Der Datenfluß wird über separate Steuerleitungen reguliert: RTS (Request to Send = Sendeaufforderung) und CTS (Clear to Send = Sendebereit). Dazu benötigen Sie ein ordnungsgemäß belegtes serielles Kabel.

Kein

Das Protokoll wird inaktiviert, d.h. der Datenfluß erfolgt ohne Einschränkungen und Steuerung. Gehen Sie bei der Verwendung dieser Option sehr vorsichtig vor.

Parität

Anhand der Parität werden Übertragungsfehler festgestellt, indem die Einstellung der Paritäts-Bits überprüft wird. Das Paritätsbit wird zusätzlich übertragen und so gesetzt, daß die Anzahl gesetzter Bits für ein Zeichen immer auf eine gerade (bzw. ungerade) Anzahl ergänzt wird. Sie können zwischen folgenden Paritätseinstellungen auswählen:


 

Keine

Alle Bits werden für Daten verwendet. Wird meistens verwendet, wenn "Bits/Zeichen" auf 8 eingestellt ist. Es erfolgt keine Paritätsüberprüfung.

Gerade

Die Gesamtanzahl der "1"-Bits in jedem Zeichen inkl. Paritätsbit muß stets eine gerade Zahl sein.

Ungerade

Die Gesamtanzahl der "1"-Bits in jedem Zeichen inkl. Paritätsbit muß stets eine ungerade Zahl sein.

Bitwert 1

Das Paritätsbit ist immer "1".

Bitwert0

Das Paritätsbit ist immer "0".

Bits/Zeichen

Unter "Bits/Zeichen" geben Sie die Anzahl der Bits an, die über die serielle Schnittstelle übertragen werden, um ein Zeichen zu senden. Gleichzeitig gibt dieser Wert die Anzahl der Bits an, die für jedes empfangene Zeichen erwartet werden.

Dieser Wert muß der Einstellung für die Parität entsprechen. Ist Parität auf "Gerade", "Ungerade", "Bitwert 1" oder "Bitwert 2" eingestellt, stellen Sie Bits/Zeichen lieber auf 7 ein, da einige Systeme das achte Bit zur Paritätsüberprüfung verwenden. Ist unter Parität "Keine" eingestellt, können Sie "Bits/Zeichen" auf 8 einstellen. Wenn Sie jedoch den vollen 8-Bit-Zeichensatz verwenden und übertragen wollen, müssen Sie auch 8 wählen.

Stoppbits

Stoppbits sind zusätzliche Bits, die am Ende eines Zeichens hinzugefügt werden. Durch diese Bits kann der Rechner den Abstand zwischen Worten erkennen und damit, wann die Übertragung eines Zeichens beendet ist. Dies gilt für alle über die serielle Schnittstelle gesendeten und empfangenen Daten.

Bei Rechnern mit niedriger Verarbeitungsgeschwindigkeit sind in der Regel zwei Stoppbits erforderlich. Bei Rechnern, deren Datenübertragungsgeschwindigkeit bei 300 Baud oder höher liegt, ist in der Regel 1 Stoppbit ausreichend. Wenn acht Datenbits verwendet werden, können Sie nur ein Stoppbit angeben, da ansonsten bei der Datenübertragung Daten verloren gehen.

Mehrere Einheiten

Wenn Ihr System mit mehreren seriellen Schnittstellen ausgestattet ist, können Sie eine Standardeinheit bzw. Vorgabe-Einheit angeben, indem Sie in der Befehlszeit zum Aufruf Serial die Option UNIT hinzufügen oder das Merkmal UNIT für das Programmpiktogramm angeben. Dadurch wird im Fenster "Seriell-Voreinsteller (Serial)" das Feld "Vorgabe-Einheit" angezeigt. In dieses Feld geben Sie die Einheitennummer der zu verwendenden Schnittstelle ein, wenn keine spezifische Schnittstelle über eine andere Methode angegeben wird. Dabei stehen "0" und "1" für die serielle Schnittstelle der Hauptplatine. In der Regel enthält die Dokumentation zu seriellen Zusatzgeräten die für die Schnittstellen zu verwendenden Einheitennummern. Die im Seriell-Voreinsteller (Serial) vorgenommenen Einstellungen wirken sich auf alle Schnittstellen aus.

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