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Starten von Diskettensystemen

Nach Einschalten eines Amiga-Diskettensystems werden die angeschlossenen Diskettenlaufwerke auf Vorhandensein einer startfähigen Diskette überprüft. Bei dieser Diskette kann es sich um eine Kopie Ihrer Workbench-Diskette oder eine Anwendungsdiskette handeln, von der aus das System gestartet werden kann.

Wird keine startfähige Diskette gefunden, erscheint auf dem Bildschirm des Amiga die Darstellung einer Diskette, die in ein Diskettenlaufwerk eingelegt wird. Nach Einlegen einer startfähigen Diskette wird das Bild vom Bildschirm gelöscht, und der Amiga lädt die erforderlichen Systemdaten von der Diskette. Wenn der Amiga Daten von anderen Disketten benötigt, legen Sie diese den angezeigten Aufforderungen entsprechend ein.

Der Startvorgang von einer Workbench-Diskette aus dauert je nach ausgewählter Sprache und eingestellten Zeichensätzen zwischen 30 Sekunden und einer Minute. Nach Abschluß dieses Prozesses erscheint der in Abb. B-1 dargestellte Bildschirm.

Abb. B-1.

Workbench-Bildschirm bei Diskettensystemen

Verwenden unterschiedlicher Sprachen

Mit Hilfe der Funktionen des Landes- bzw. Eingabe-Voreinstellers (Locale bzw. Input) des Amiga können Sie die von Ihnen gewünschte Sprache für Workbench-Menüs, Symbol- und Feldbeschriftungen sowie Dialogfenster und andere Meldungen auswählen. Wenn Sie also eine andere Sprache als Englisch auswählen, muß der Text für diese Sprache bei jeder Verwendung von der Locale-Diskette oder der Systemdiskette mit der Schublade "Locale" geladen werden. Dies kann bei Diskettensystemen mit nur einem Laufwerk bedeuten, daß Sie die Disketten im Laufwerk häufig wechseln müssen.

Arbeitsschritte zum Starten

In diesem Kapitel wird das erste Starten eines Amiga-Diskettensystems und das Konfigurieren der Voreinsteller-Programme einschließlich der Auswahl einer anderen Sprache als Englisch erläutert. Selbst wenn eine andere Sprache ausgewählt und aktiviert werden soll, müssen Sie die anfänglichen Arbeitsschritte zur Konfiguration des Systems in englischer Sprache ausführen.

Erster Systemstart

Nachdem Sie Ihr Amiga-System nach den Anweisungen im jeweiligen Rechnerhandbuch aufgebaut und alle Geräte angeschlossen haben, benötigen Sie zwischen 30 Minuten und einer Stunde für das erste Starten des Systems, das Erstellen der Sicherungskopien aller Disketten und das Konfigurieren der Voreinsteller-Programme gemäß Ihren Erfordernissen. Der Großteil der Einstellungen erfolgt zwar bei der ersten Konfiguration, aber Sie können später zur Feinabstimmung Ihres Systems unterschiedliche Optionen ausprobieren.

  1. Schalten Sie Ihren Monitor ein.
  2. Legen Sie die Workbench-Diskette in das interne Diskettenlaufwerk des Amiga ein.
  3. Schalten Sie den Amiga ein und warten Sie, bis der Workbench-Bildschirm erscheint.

Kopieren der Systemdisketten

Nach dem Starten müssen Sie zunächst Arbeitskopien Ihrer Amiga-Systemdisketten erstellen, bevor weitere Operationen ausgeführt werden. Zur Erstellung der Kopien benötigen Sie für jede gelieferte Systemdiskette eine leere 3,5-Zoll-Diskette. Achten Sie darauf, daß die Disketten, die für die Sicherungskopie verwendet werden, dieselbe Kapazität (Dichte) haben müssen wie die Originaldisketten. Handelt es sich folglich bei den Originaldisketten um DD-Disketten (engl. double density), dürfen Sie keine HD-Disketten (engl. high density) verwenden. Bei der späteren Arbeit mit Ihrem Amiga verwenden Sie stets diese Arbeitskopien. Bewahren Sie die Original-Workbench-Disketten an einem sicheren Ort auf, um im Bedarfsfall weitere Arbeitskopien erstellen zu können.

Gehen Sie bei Systemen mit einem zweiten Diskettenlaufwerk wie folgt vor:

  1. Legen Sie eine leere Diskette in das zweite Laufwerk ein.
  2. Ziehen Sie das Piktogramm für die Workbench-Diskette auf das Piktogramm für die leere Diskette (mit DF1:???? beschriftet) und lassen Sie die Maustaste los.

Gehen Sie bei Systemen ohne externes Diskettenlaufwerk wie folgt vor:

  1. Wählen Sie das Piktogramm für die Workbench-Diskette aus.
  2. Wählen Sie "Copy" (kopieren) aus dem Menü "Icons" (Piktogramme) der Workbench aus.
  3. Wählen Sie im daraufhin angezeigten Dialogfenster "Continue" (Weiter) aus. Aus einer Grafikleiste ist das Voranschreiten des Kopierprozesses ersichtlich.
  4. Sobald Sie dazu aufgefordert werden, entnehmen Sie die Workbench-Diskette aus dem Laufwerk und legen Sie eine nicht schreibgeschützte Leerdiskette in das Diskettenlaufwerk ein.
  5. Wiederholen Sie diese Arbeitsschritte, bis Sie Sicherungskopien aller mitgelieferten Disketten erstellt haben. Nach dem Kopieren einer Diskette erscheint jeweils ein weiteres Piktogramm mit dem Präfix Copy_of_ (Kopie_von_) auf dem Bildschirm. Entfernen Sie das Präfix mit Hilfe des Menüpunkts "Rename" (Umbenennen) des Menüs "Icons" (Piktogramme).

Versehen Sie die Arbeitsdisketten mit einer eindeutigen Beschriftung. Anschließend stellen Sie bei allen Disketten mit Ausnahme der Workbench-Arbeitsdiskette den Schreibschutz ein. Bringen Sie dazu den Schieber in der Ecke der Diskette in Schreibschutzposition, d.h. die Öffnung darf nicht abgedeckt bzw. geschlossen sein.

Neustart

Legen Sie die neue Workbench-Arbeitsdiskette in das interne Diskettenlaufwerk ein und drücken Sie gleichzeitig die Taste Ctrl sowie die linke und die rechte Amiga-Taste, um den Amiga neu zu starten.

Kopieren der Daten von Disketten

Wenn Sie Ihre Voreinsteller-Programme konfigurieren, muß der Amiga von jeder der Systemdisketten Daten lesen. Dies bedeutet, daß mehrere Diskettenwechsel erforderlich sind. Mit Hilfe der folgenden Arbeitsschritte können Sie die Anzahl der in Diskettensystemen (mit einem Laufwerk) erforderlichen Diskettenwechsel auf ein Minimum reduzieren, indem Sie Daten auf die Workbench-Diskette oder in den Speicher des Amiga kopieren.

Wenn Sie über ein System mit zwei Diskettenlaufwerken und mindestens 2 MB RAM verfügen, belassen Sie die Workbench-Diskette die meiste Zeit in DF0:. Legen Sie die jeweils erforderlichen anderen Disketten in das zweite Laufwerk (DF1:) ein.

  1. Öffnen Sie nach dem Neustart das RAM-Disk-Piktogramm.
  2. Nehmen Sie die Workbench-Diskette aus dem Laufwerk und legen Sie die Diskette ein, die die Schublade "Storage" (Vorrat) enthält.
  3. Öffnen Sie die Schublade bzw. das Diskettenpiktogramm "Storage".
  4. Öffnen Sie die Schubladen "Printers" (Drucker), "Keymaps" (Tastaturbelegungen) und "Monitors" (Monitore).
  5. Ziehen Sie die Piktogramme derjenigen Drucker-, Tastatur- und Monitortreiber, die Sie verwenden wollen, aus den Fenstern "Printers", "Keymaps" und "Monitors" der Schublade "Storage" in das RAM-Disk-Fenster. Da die Kapazität der Workbench-Diskette, auf die diese Dateien kopiert werden, begrenzt ist, wählen Sie nur die wirklich benötigten Dateien aus. Schließen Sie die Fenster "Printers", "Keymaps", "Monitors" und "Storage".
  6. Nehmen Sie die Diskette aus dem Laufwerk und legen Sie die Workbench-Diskette ein. Öffnen Sie das Piktogramm für die Workbench-Diskette.
  7. Öffnen Sie die Schublade "DEVS" (Geräte).
  8. Kopieren Sie die Piktogramme der Druckertreiber in die Schublade "Devs:Printers". Ziehen Sie dazu die Piktogramme der Druckertreiber vom RAM-Disk-Fenster auf das Piktogramm der Schublade "Printers" (Drucker).
  9. Anschließend kopieren Sie mit derselben Methode die Tastaturtreiber und die Monitortreiber in die Schubladen "DEVS:Keymaps" (Tastaturbelegungen) bzw. "DEVS:Monitors".
  10. Nehmen Sie die Workbench-Diskette aus dem Laufwerk und legen Sie die Extras-Diskette ein. Öffnen Sie das Diskettenpiktogramm.
  11. Ziehen Sie die Schublade "Prefs" (Preferences, Voreinsteller) aus dem Fenster "Extras" in das RAM-Disk-Fenster.
  12. Nachdem die Schublade "Prefs" in die RAM-Disk kopiert wurde, nehmen Sie die Extras-Diskette aus dem Laufwerk. Schließen Sie das dazugehörige Fenster.
  13. Legen Sie die Workbench-Diskette ein.

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