Mit Hilfe Ihrer Festplatte können Sie große Datenmengen schnell und zuverlässig speichern, verwenden und abrufen. Die Daten werden im Festplattenlaufwerk auf rotierenden Platten gespeichert. Im Gegensatz zu Disketten können Festplatten nicht aus dem Laufwerk entnommen werden. Dadurch sind sie vor Abnutzung durch häufiges Einlegen und Entnehmen geschützt.
In der Regel haben Festplatten denselben Durchmesser wie Disketten, d.h. 3,5 oder 5,25 Zoll. Durch die beidseitige magnetische Beschichtung können Daten auf beiden Seiten der Festplatte gespeichert werden. Ein Festplattenlaufwerk enthält eine bis acht Platten. Bei eingeschaltetem Rechner rotieren die Platten ständig.
Die Festplatten sind in kleinere Bereiche unterteilt, um ein schnelleres Auffinden der Daten zu ermöglichen. Jede Festplatte ist in Zylinder, Spuren und Sektoren unterteilt.
Sektoren sind die kleinste Speichereinheit einer Festplatte und haben in der Regel eine Kapazität von 512 Bytes.
Spuren sind mit Schallplattenrillen vergleichbar. Sie unterteilen die Festplatte in konzentrische Kreise. Jede Spur besteht aus mehreren Sektoren.
Ein Zylinder einer einzelnen Festplatte ist der Speicherbereich auf der Ober- und Unterseite einer Spur. Ein Zylinder eines Laufwerks mit mehreren Platten ist der Speicherbereich auf der Ober- und Unterseite der Spuren aller übereinanderliegenden Platten, denen dieselbe Nummer zugeordnet ist.
Die Daten werden mit Hilfe von Schreib-/Leseköpfen auf der Festplatte gespeichert. Die Funktionsweise von Schreib-/Leseköpfen ist mit Tonköpfen in Kassettenrecordern, ihre Bewegung mit Tonarmen von Schallplattenspielern vergleichbar. Zum Lesen von Daten tastet der Kopf den entsprechenden Zylinder auf magnetische Impulse ab, während sich die drehende Platte an ihm vorbei bewegt, zum Schreiben werden magnetische Impulse vom Kopf abgegeben. Für jede "Oberfläche" (Ober- und Unterseite) einer Platte ist jeweils ein Schreib-/Lesekopf erforderlich.
Es gibt viele verschiedene Festplattentypen mit einer Kapazität von 20 MB (20 Megabyte oder mehr als 20 Millionen Zeichen) bis zu 1000 MB (= 1 GB). Eine 20-MB-Festplatte hat ungefähr die Speicherkapazität von 26 3,5-Zoll-Disketten des Amiga. Dies entspricht ungefähr 5700 Schreibmaschinenseiten.
Festplatten werden ggf. logisch (d.h. durch Software) in eigenständige Teilbereiche unterteilt, die "Partitionen". Jede Partition wird mit eigenem Namen wie ein selbständiger Datenträger angesprochen.
Amiga Festplatten verfügen mindestens über eine Partition: Workbench (oder System). Je nach verwendetem Rechner verfügen die Festplatten gegebenenfalls über mehrere Partitionen, beispielsweise der Partition "Work", die zum Speichern Ihrer allgemeinen Daten dient.
Mit dem Programm HDToolbox können Sie Ihre Festplatte Ihren Erfordernissen entsprechend partitionieren. Jeder Partition können Sie einen eindeutigen Namen zuordnen.
Es empfiehlt sich, die Festplatte vor deren Verwendung zu partitionieren, da beim Partitionieren die Daten der betroffenen Partitionen (z.B. Unterteilung einer großen Partition in zwei Partitionen) gelöscht werden. Haben Sie bereits wichtige Daten in den Partitionen gespeichert, erstellen Sie vor dem Partitionieren eine Sicherungskopie (Backup). Nach der Partitionierung können die Daten in die gewünschten Partitionen zurückkopiert werden.