Die Shell ist ein Fenster, in dem Sie über eingegebene Befehle mit dem Amiga kommunizieren können. In diesem Fall fügen Sie über die Shell eine ASSIGN-Anweisung in die Datei User-startup (Benutzerdatei) ein.
Die Benutzerstartdatei enthält eine Liste von AmigaDOS-Befehlen, die beim Rechnerstart abgearbeitet werden sollen. Die ASSIGN-Anweisung muß in die Benutzerstartdatei eingefügt werden, damit das Anwendungsprogramm nach dem Rechnerstart betriebsbereit ist.
Die Benutzerstartdatei wird nicht mit der Festplatte mitgeliefert. Sie wird bei der Installation des ersten Anwendungsprogramms erstellt.
Wenn ein der vorigen Abbildung entsprechendes Dialogfenster angezeigt wird, wählen Sie "Cancel" aus. Gegebenenfalls wird das Dialogfenster mehrmals angezeigt. Wählen Sie jeweils "Cancel" aus.
In diesem Abschnitt werden die Arbeitsschritte erläutert, mit denen Sie eine ASSIGN-Anweisung für ein solches Programm auf der Festplatte erstellen. Die Informationen zur Verwendung der Shell finden Sie in Ihrer Amiga-Dokumentation.
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In den AmigaDOS-Befehlen dieses Handbuchs werden die Befehle und ihre Schlüsselwörter in Großbuchstaben geschrieben. In der Amiga-Shell wird die Groß- und Kleinschreibung nicht berücksichtigt. |
Eine ASSIGN-Anweisung wird wie folgt in der Datei "User-startup" hinzugefügt:
In der Shell erscheint eine Texteingabeaufforderung, die mit ">" endet. Sie geben die AmigaDOS-Befehle dahinter ein und drücken anschließend die Eingabetaste.
Über diesen Befehl teilen Sie dem Amiga mit, daß die Datei "User-startup" im Verzeichnis S:ediert (d.h. erstellt oder geändert) werden soll. ED ist der Name des verwendeten Texteditors. Ein Texteditor ist ein Programm, mit dessen Hilfe Sie Textdateien erstellen und ändern können.
Nach Eingabe des Befehls wird ein Fenster angezeigt. Der Texteditor ED wird geladen und die Datei "User-startup" angezeigt. Beim ersten Aufrufen dieser Datei ist sie leer. Geben Sie die ASSIGN-Anweisung in die angezeigte Datei ein. Ist die Datei nicht leer, fahren Sie den Cursor an den Anfang einer Leerzeile.
ASSIGN-Anweisungen sind wie folgt aufgebaut:
ASSIGN Diskettenname: Partition:Unterverzeichnis
Die einzelnen Felder haben folgende Bedeutung:
Im obigen Beispiel wurde das Programm "WriteStuff" in die Schublade "WS" der Partition "Work" kopiert. Daraufhin wurde das Dialogfenster "Please insert volume WriteStuff into any Drive" angezeigt. Dies bedeutet, daß der Rechner die Diskette mit dem Namen "WorkStuff" sucht. Geben Sie folgende ASSIGN-Anweisung ein:
Über die ASSIGN-Anweisung wird der Schublade, in der sich jetzt die Dateien befinden, der Name der Originaldiskette zugeordnet. Wird im Beispiel das Piktogramm für das Programm doppelt angeklickt, sucht das Programm nicht mehr nach der Diskette "WriteStuff" (Diskette mit den Originaldateien), sondern es wird in Work:WS gesucht. (Work: ist der Name der Partition und WS der Name der Schublade.)
Im folgenden Beispiel wird eine ASSIGN-Anweisung für den Fall eingegeben, daß sich das Unterverzeichnis für das Programm in einem anderen Verzeichnis befindet. Wurde das Programm "WriteStuff" in das Unterverzeichnis "WS" des Verzeichnisses "Project" kopiert, müssen Sie folgende ASSIGN-Anweisung eingeben:
ASSIGN WriteStuff: Work:Projects/WS
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Damit die ASSIGN-Anweisung erfolgreich ausgeführt werden kann, müssen Sie die Namen fehlerfrei eingeben. |
Die Änderungen in der Benutzerstartdatei werden mit den folgenden Arbeitsschritten gespeichert. (Wurden die Daten falsch eingeben und möchten Sie die Benutzerdatei ohne Speichern der Änderungen verlassen, gehen Sie wie folgt vor: Geben Sie "Q" ein und drücken Sie die Eingabetaste. Geben Sie in der daraufhin angezeigten Dialogzeile "Y" ein. Das Fenster "ED" wird geschlossen. Kehren Sie zu Schritt 2 zurück.)
Starten Sie zum Überprüfen des Ergebnisses der ASSIGN-Anweisung Ihren Rechner neu. Drücken Sie dazu gleichzeitig die Taste "Ctrl" und die beiden Amiga-Tasten. Klikken Sie zum Starten des Programms das Piktogramm auf der Festplatte doppelt an. Wird das Programm ausgeführt, ist die ASSIGN-Anweisung korrekt.
Bei Fehlern in der ASSIGN-Anweisung (z.B. falscher Name der Software, der Partition oder der Schublade) geschieht folgendes:
Enthält die neue Schublade eine bzw. mehrere der genannten Schubladen, müssen Sie sie den zugehörigen logischen Geräten auf der Festplatte zuordnen. Oft enthält die neue Schublade die Schublade "Fonts" (Zeichensätze). Im folgenden Beispiel werden die Zeichensätze mit Hilfe einer zusätzlichen, erweiterten ASSIGN-Anweisung zugeordnet:
ASSIGN FONTS: Work:WS/Fonts ADD