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Verzeichnis L:

Dieses Verzeichnis enthält die Geräte-Handler. Bei diesen handelt es sich um Softwaremodule, die als Zwischenstufe zwischen AmigaDOS und den vom Amiga verwendeten Geräten dienen. Die meisten Handler werden allerdings so behandelt, als wären sie tatsächliche, physische Geräte. Sie werden auch mit ihrem Gerätenamen angesprochen.

Handler müssen in den Anmelde- bzw. MountList-Dateien für ihre jeweiligen Geräte benannt sein. Handler werden im allgemeinen nicht vom Benutzer direkt aufgerufen oder manipuliert, sondern von Programmen. Zum Lieferumfang einiger Geräte oder Anwendungsprogramme gehören eigene Handler. Diese müssen ebenfalls in das Verzeichnis L: kopiert werden.

Aux-Handler

Der Aux-Handler ermöglicht ungepufferte serielle Ein- und Ausgabe. Er ist in erster Linie ein Konsolen-Handler, der nicht den Bildschirm und die Tastatur des Amiga verwendet, sondern die serielle Schnittstelle.

Die DOSDrivers-Anmeldedatei für AUX lautet:

Handler = L:Aux-handler
Stacksize = 1000
Priority = 5

Mit dem Aux-Handler können Sie an Ihrem Computer ein serielles Terminal benutzen. Beispiel:

1> NEWSHELL AUX:

Queue-Handler (PIPE:)

Der QUEUE-Handler ist ein E/A-Mechanismus für die E/A-Kommunikation zwischen Programmen. Über den QUEUE-Handler wird ein Kanal namens PIPE: für die Kommunikation zwischen Prozessen erstellt. Weitere Informationen zu PIPOE: können Sie Anhang D entnehmen.

Port-Handler

Der Port-Handler ist die AmigaDOS-Schnittstelle zu den Geräten SER:, PAR: und PRT:.

Für den Zugriff auf SER: können Sie Einstellungen für die Baudrate und Steuerinformationen angeben. Das zugehörige Format lautet SER:<Baud/Steuerung>. Dabei steht "Baud" für die Baudrate (numerischer Wert) und "Steuerung" für eine Zeichenfolge aus drei Zeichen. Die einzelnen Zeichen haben folgende Bedeutung:

Bits pro Zeichen

Erstes Zeichen, entweder 7 oder 8.

Parität

Zweites Zeichen, N (keine Parität - no parity), O (ungerade Parität - odd parity), E (gerade Parität - even parity), M (Markierungsparität - mark parity), S (Leer-Parität - space parity)

Anzahl der Stoppbits

Drittes Zeichen, entweder 1 oder 2.

Beispiel:

SER:9600/8N1

Bei dieser Angabe wird die Verbindung zur seriellen Schnittstelle hergestellt. Dabei wird die Baudrate auf 9600 eingestellt. Die Daten werden im 8-Bit-Format dargestellt. Es ist kein Paritätsbit und ein Stoppbit vorhanden.

Wenn Sie beim Zugriff auf SER: keinen Wert für die Baudrate oder die Steuerung angeben, werden die Einstellungen aus dem Seriell-Voreinsteller (Serial) verwendet.

CrossDOSFileSystem

Das CrossDOSFileSystem ist zur Verwendung von CrossDOS erforderlich.

FileSystem_Trans

Das Verzeichnis "FileSystem_Trans" enthält folgende Dateien, die für die CrossDOS-Textumsetzung erforderlich sind:

DANSK.crossdos

Dient als Filter für dänische Textdateien.

INTL.crossdos

Konvertiert internationale Zeichen.

MAC.crossdos

Konvertiert ASCII-Dateien des Apple Macintosh.

CDFileSystem

Das CDFileSystem ist zur Verwendung von CD-ROM-Laufwerken erforderlich.

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