Wenn Sie eine einzelne Datei von einem Verzeichnis in ein anderes kopieren, müssen Sie nur die Pfade für die beiden Verzeichnisse eingeben, die Schlüsselwörter FROM und TO sind nicht erforderlich. Zur klareren Darstellung ist in den Beispielen dieses Handbuchs das Schlüsselwort TO meistens genannt, das Schlüsselwort FROM nicht.
Zum Kopieren einer Datei (unter Verwendung der wahlfreien Schlüsselwörter FROM und TO) in ein vorhandenes Verzeichnis namens Bilder geben Sie folgendes ein:
1> COPY FROM DF0:Pix/Fractal3 TO Arbeit:Bilder
Eine Datei wird wie folgt ohne wahlfreie Schlüsselwörter kopiert:
1> COPY DF0:Pix/Fractal3 Arbeit:Bilder
Zum Kopieren und gleichzeitigen Umbenennen einer Datei geben sie den neuen Namen im Argument TO ein:
1> COPY DF0:Pix/Fractal3 TO Arbeit:Bilder/BestPic
Zum Kopieren aller Dateien aus einem Verzeichnis in ein anderes Verzeichnis, ohne das Verzeichnis selbst bzw. die darin enthaltenen Unterverzeichnisse zu kopieren, geben Sie folgendes ein:
1> COPY DF0:Pix TO Arbeit:Bilder
Der Inhalt des Verzeichnisses "DF0:Pix" wird im Verzeichnis "Arbeit:Bilder" abgelegt und nicht in einem eigenen Verzeichnis gruppiert. Wenn das Verzeichnis "Pix" Unterverzeichnisse enthält, werden diese nicht mitkopiert, sondern nur die .info-Dateien für möglicherweise im Verzeichnis "Pix" enthaltene Schubladen (Verzeichnisse). Dadurch entsteht zunächst der Eindruck, daß auch die Schubladen mitkopiert wurden.
Sollen alle Dateien von einem Verzeichnis in ein anderes kopiert und dabei das Verzeichnis selbst ohne darin enthaltene Unterverzeichnisse mitkopiert werden, geben Sie folgendes ein:
1> COPY DF0:Pix TO Arbeit:Bilder/Pix
Wenn es nicht bereits vorhanden ist, wird das Verzeichnis "Pix" im Verzeichnis "Arbeit:Bilder" angelegt. Das Zielverzeichnis muß nicht denselben Namen erhalten wie das Quellverzeichnis. Als Zielverzeichnis können Sie z.B. "Arbeit:Bilder/Fractale" angeben.
Soll das vollständige Verzeichnis einschließlich des Inhalts seiner Unterverzeichnisse in ein anderes Verzeichnis kopiert werden, verwenden Sie das Schlüsselwort ALL:
1> COPY DF0:Pix TO Arbeit:Bilder/Pix ALL
Das Verzeichnis "Arbeit:Bilder/Pix" ist danach ein Duplikat des Verzeichnisses "DF0:Pix".
Sollen nur bestimmte Dateien in ein anderes Verzeichnis kopiert werden, geben Sie bei ähnlichen Namen Namensmuster an:
1> COPY DF0:Pix/Fractal [3-7] TO Arbeit:Bilder/Pix
Die Dateien im Verzeichnis "DF0:Pix", deren Namen mit "Fractal" beginnt und auf die Ziffern 3 bis 7 endet, werden kopiert.
Sollen spezifische Dateien in ein anderes Verzeichnis kopiert werden, geben Sie die Namen aller gewünschten Dateien ein. Wechseln Sie zunächst in das Quellverzeichnis, damit Sie nicht bei jedem Namen den vollständigen Pfad eingeben müssen:
1> CD DF0:Pix
1> COPY Fractal3 Julia Dragon TO Arbeit:Bilder/Pix
Wenn mehrere Dateien ohne Angabe des Schlüsselworts TO gleichzeitig kopiert werden, wird davon ausgegangen, daß es sich beim letzten Namen um den Namen des Zielverzeichnisses handelt. Während des Kopiervorgangs (Kopieren eines vollständigen Verzeichnisses, mehrerer Dateien oder mit Namensmuster) werden die Namen der kopierten Dateien und Verzeichnisse angezeigt.
Die Datei "User-startup" (Benutzerstart) ist die Shell-Entsprechung der Workbench-Schublade "WBStartup". Dabei handelt es sich um eine Textdatei, die von der ursprünglichen Startsequenz (engl. Startup-sequence) aus wie eine Befehlsdatei aufgerufen wird. Schreiben Sie alle Konfigurationsbefehle, z.B. ASSIGN-Befehle, sowie die Namen aller Programme, die beim Systemstart ausgeführt werden sollen, in diese Datei.
Zum Erstellen einer Datei "User-startup" geben Sie folgendes ein:
Nach Öffnen des ED-Fensters geben Sie die gewünschten Befehle in aufeinanderfolgenden Zeilen ein. Zum schnelleren Zugriff auf Disketten können beispielsweise einige Cache-Puffer hinzugefügt werden. Fügen Sie Verzeichnisse mit häufig verwendeten Befehlen dem Suchpfad hinzu. Außerdem kann angegeben werden, daß das Programm "Blanker" gestartet werden soll. Für die in diesem Beispiel genannten Punkte können Sie folgendes eingeben:
ADDBUFFERS >NIL: DF0: 25
PATH >NIL: SYS:MeinBefehl ADD
RUN Blanker CX_POPUP=NO SECONDS=600 ANIMATION=YES
Anschließend speichern Sie die Datei und verlassen das Programm durch Drücken der Tasten Esc,X,Eingabetaste. Beim nächsten Systemstart bzw. Neustart werden die genannten Befehle ausgeführt. Sollen weitere Befehle hinzugefügt werden, geben Sie erneut RUN ED S:User-startup ein, um die Datei zu edieren.
Bei Diskettensystemen bedeutet ein wie in Abb. 8-1 dargestelltes Dialogfenster, daß Sie die angegebene Diskette einlegen müssen.
Abb. 8-1. Systemdialogfenster (Beispiel)
Der häufigste Grund für die Anzeige eines solchen Dialogfensters bei Festplattensystemen ist mit Ausnahme eines falsch positionierten Doppelpunkts (:) das Fehlen einer Zuweisung (Befehl ASSIGN) vor einer gerade aufgerufenen Anwendung. Die Zuweisungen erfolgen oftmals durch ein Installationsprogramm, aber nicht alle Anwendungen verfügen über ein Installationsprogramm oder nur über ein Installationsprogramm, das nicht auf allen Systemen ausgeführt werden kann.
Über die Zuweisung wird der Anwendung mitgeteilt, daß die erforderlichen Daten nicht auf Diskette, sondern auf der Festplatte gespeichert sind. Wenn Sie die Anwendung regelmäßig verwenden, fügen Sei eine entsprechende ASSIGN-Anweisung an Ihrer Datei "User-startup" hinzu. Wenn das Dialogfenster zum ersten Mal angezeigt wird, können Sie jedoch die Zuweisung über die Shell eingeben. Anschließend wählen Sie im Dialogfenster "Wiederholen" aus.
Zum Fortsetzen Ihrer Arbeit mit einem Programm, das von der Disk "ProFusion" auf den Datenträger "Work:" kopiert wurde, geben Sie folgende Anweisung ein:
1> ASSIGN ProFusion: Work:ProFusion
Dabie gibt das erste Argument den Namen des erforderlichen Datenträgers an. Das zweite Argument enthält den Namen des Geräts und des Verzeichnisses, auf dem bzw. in dem "ProFusion" installiert wurde. Nach Eingabe des Befehls klicken Sie im Dialogfenster "Wiederholen" an. Falls die Anweisung fehlerfrei ist, wird die Anwendung ordnungsgemäß ausgeführt. Fügen Sie anschließend die eingegebene Anweisung in der Datei "User-startup" hinzu. Schlägt die Anweisung fehl, müssen Sie das zweite Argument ändern.