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Systembefehle

Systembefehle werden für den normalen Systembetrieb benötigt. Sie werden von der standardmäßigen Startup-Sequenz verwendet oder vom System automatisch für Anwendungen aufgerufen. Der Benutzer braucht solche Befehle in der Regel nicht selbst aufzurufen.

ADDDATATYPES

Erstellen einer Liste von Datentypen, die die "datatypes.library" interpretieren kann.

Format

ADDDATATYPES [FILES] {Dateinamen} [QUIET] [REFRESH]

Schablone

FILES/M,QUIET/S,REFRESH/S

Pfad

C:

Die Deskriptordateien der Dateitypen werden unter "DEVS:DataTypes" gespeichert. Diese Deskriptoren ermöglichen es Programmen wie z.B. MultiView, unterschiedliche Dateitypen zu interpretieren. Dieser Befehl kann auch von Befehlsdateien zur Installation von Anwendungen aufgerufen werden, die dann der Liste eigene Datentypen hinzufügen.

Mit der Option FILES wird der Name der Dateitypdeskriptoren, mit denen die Liste ergänzt werden soll, angegeben.

Mit der Option QUIET werden Fehler- und Ausgabemeldungen unterdrückt.

Mit der Option REFRESH wird das Verzeichnis "DEVS:DataTypes" auf neue oder geänderte Datentypdeskriptoren geprüft.

BINDDRIVERS

Gerätetreiber werden der entsprechenden Hardware zugeordnet.

Format

BINDDRIVERS

Schablone

(keine)

Pfad

C:

Mit diesem Befehl werden Gerätetreiber für zusätzliche Hardware, die automatisch durch die Erweiterungsbibliothek konfiguriert wird, geladen und gestartet. Diese Gerätetreiber müssen im Verzeichnis "SYS:Expansion" abgelegt sein, und zwar immer mit einer zusätzlichen .info-Datei.

Der Befehl BINDDRIVERS muß in der Datei "Startup-sequence" angegeben sein, damit die Hardware beim Systemstart automatisch konfiguriert wird.

CONCLIP

Übertragen von Daten zwischen Konsolenfenstern und der Zwischenablage (Clipboard).

Format

CONCLIP [CLIPUNIT | UNIT <Einheitennummer>] [OFF]

Schablone

CLIPUNIT=UNIT/N,OFF/S

Pfad

C:

CONCLIP wird von der standardmäßigen Startsequenz aufgerufen. Der Befehl überwacht die Daten, die in die Zwischenablage geschrieben wurden.

Mit der Option CLIPUNIT können Sie die Einheitennummer für clipboard.device angeben. Sie können eine Einheit von 0 bis 255 angeben. Vorgegeben ist die Nummer 0. Diese Option wird vor allem von fortgeschrittenen Benutzern und von Programmierern verwendet, die verschiedene Einheiten für unterschiedliche Daten benutzen wollen (z.B. eine für Text und eine andere für Grafiken). Rufen Sie dazu nur von der Shell aus den Befehl auf, und geben Sie die neue Einheitennummer ein. Beim nächsten Kopieren und Einfügen wird diese Zwischenspeichereinheit benutzt.

Die Verwendung der Option OFF zusammen mit Shell, MEmacs und ED führt dazu, daß diese Befehle keinen Dialogbetrieb mit der Zwischenablage mehr führen, wenn Datenelemente ausgeschnitten und eingefügt werden. Von der Verwendung dieser Option wird abgeraten.

IPREFS

In den einzelnen Editor-Dateien gespeicherte Voreinstellungsinformationen werden an das Betriebssystem übertragen.

Format

IPREFS

Schablone

(keine)

Pfad

C:

IPREFS liest die einzelnen Dateien der Systemvoreinstellung und gibt diese Daten an das System weiter. IPREFS wird normalerweise in der Startsequenz gestartet, nachdem die Voreinstellungsdateien in das Verzeichnis ENV: kopiert wurden. Jedesmal wenn ein Benutzer die Menüpunkte "Speichern" oder "Benutzen" in einem Voreinstellungseditor auswählt, werden durch IPREFS die Informationen dann an das System weitergeleitet. Wenn nötig, setzt IPREFS die Workbench zurück, um die Änderungen zu implementieren. Wenn Shell-, Projekt- oder Programm-Fenster geöffnet sind, wird ein Dialogfenster angezeigt, durch das Sie aufgefordert werden, diese Fenster zu schließen.

SETPATCH

Zum ROM-Teil der Systemsoftware werden Änderungen aktiviert.

Format

SETPATCH [QUIET] [NOCACHE] [REVERSE]

Schablone

QUIET/S,NOCACHE/S,REVERSE/S

Pfad

C:

Mit diesem Befehl werden am Betriebssystem vorübergehende Änderungen vorgenommen. Wenn vorhanden muß er am Anfang der Datei "Startup-sequence" stehen. Der Befehl SETPATCH wird im Zuge der Weiterentwicklung von AmigaDOS erforderlichenfalls angepaßt.

Mit der Option QUIET wird die Bildschirmausgabe unterdrückt.

Mit der Option NOCACHE wird verhindert, daß auf bestimmten 68030er und 6840er Systemen der Daten-Cache aktiviert wird.

Mit der Option REVERSE werden die Änderungen in umgekehrter Reihenfolge gespeichert. Diese Option wird vor allem von CDTV-Entwicklern verwendet.

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