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RESIDENT

Liste residenter Befehle anzeigen und bearbeiten.

Format

RESIDENT [<residenter Name>] [<Dateiname>] [REMOVE] [ADD] [REPLACE] [PURE | FORCE] [SYSTEM]

Schablone

NAME,FILE,REMOVE/S,ADD/S,REPLACE/S,PURE=FORCE/S,SYSTEM/S

Pfad

Intern

Mit diesem Befehl können Befehle geladen und der Liste residenter Befehle hinzugefügt werden, die durch die Shell verwaltet werden. Dadurch kann der Befehl ausgeführt werden, ohne daß er jedesmal neu geladen werden muß. Wenn RESIDENT ohne Optionen aufgerufen wird, listet der Befehl die Programme auf, die in der Liste residenter Programme stehen.

Nur bestimmte Befehle, die sog. "puren" Befehle, können resident geladen werden. Solche Befehle sind sowohl wiedereintrittsfähig als auch wiederholt ausführbar. Ein wiedereintrittsfähiger Befehl kann von zwei oder mehr Programmen gleichzeitig und unabhängig voneinander benutzt werden. Ein wiederholt ausführbarer Befehl kann erneut ausgeführt werden, ohne neu geladen werden zu müssen. Befehle, die diese Eigenschaften haben, werden als pure Befehle bezeichnet und haben das Schutzbit p gesetzt.

Die folgenden Befehle können nicht resident geladen werden: BINDDRIVERS, CONCLIP, IPREFS, LOADRESOURCE, LOADWB und SETPATCH.

Wenn Sie wissen wollen, welche Befehle pur sind, können Sie sich mit dem Befehl LIST das Verzeichnis C: anzeigen lassen, in dem die puren Befehle mit dem Schutzbit p gekennzeichnet sind.

Viele der Befehle im Verzeichnis C: und der Befehl MORE im Verzeichnis "Utilities" sind pure Befehle und können resident geladen werden. Wenn bei einem Befehl das Schutzbit p nicht gesetzt ist, kann dieser wahrscheinlich nicht ohne weiteres resident gemacht werden. (Auch wenn das Schutzbit p noch nachträglich gesetzt wird, wird dadurch der Befehl oder das Programm nicht automatisch pur.)

Die Option REPLACE ist die Standardoption und muß nicht ausdrücklich angegeben werden. Wenn kein <residenter Name> angegeben wird (sondern z.B. nur ein Dateiname), wird dieser Dateiname in die Liste residenter Befehle eingetragen. Dabei muß der vollständige Pfad der Datei angegeben werden.

Wenn ein <residenter Name> angegeben wird und ein gleichnamiges Programm bereits in der Liste vorhanden ist, wird versucht, diesen Befehl zu ersetzen (engl. replace). Dieser Name muß dann verwendet werden, um auf die residente Version des Befehls zuzugreifen. Das Ersetzen ist nur dann erfolgreich, wenn der bereits in der Liste vorhandene Befehl gerade nicht verwendet wird.

Wenn Sie die Option REPLCACE außer Kraft setzen und mehrere Versionen eines Befehls gleichzeitig resident speichern wollen, verwenden Sie die Option ADD und geben jeder geladenen Version einen anderen <residenten Namen>.

Mit der Option SYSTEM wird der Befehl in den Systemteil der Liste aufgenommen. Die mit dieser Option aufgenommenen Befehle können nicht mehr gelöscht werden. Wenn Sie sich solche Systemdateien anzeigen lassen wollen, verwenden Sie die Option SYSTEM.

Mit der Option PURE werden auch Befehle geladen, die nicht als pur gekennzeichnet sind (Schutzbit o ist nicht gesetzt). Mit dieser Option können Sie testweise andere Befehle und Programme für pur erklären und überprüfen, ob es funktioniert. Bei der Option PURE ist Vorsicht geboten. Stellen Sie sicher, daß die Programme, die Sie RESIDENT laden möchten, die entsprechenden Kriterien erfüllen, und achten Sie darauf, daß Sie diesen Befehl jeweils nur für einen Prozeß gleichzeitig verwenden.

Außerdem kann mit dem Befehl RESIDENT die Verfügbarkeit interner Befehle gesteuert werden. Um einen internen Befehl zu inaktivieren (z.B. für ein Anwendungspaket, das einen eigenen Befehl mit dem gleichen Namen hat), geben Sie folgenden Befehl ein: RESIDENT <Befehl> REMOVE. Der AmigaDOS-Befehl kann mit der Option REPLACE wieder aktiviert werden.

Beispiel 1:

1> RESIDENT C:COPY

Mit diesem Befehl wird der Befehl COPY resident gemacht (und vorhergehende Versionen werden ersetzt).

Beispiel 2:

1> RESIDENT Copy2 DF1:C/COPY ADD

Mit diesem Befehl wird eine weitere Version des Befehls COPY unter dem Namen "Copy2" in die Liste residenter Befehle aufgenommen.

Beispiel 3:

1> RESIDENT Xdir DF1:C/Xdir PURE

Mit diesem Befehl wird der experimentelle, nicht pure Befehl XDIR als residenter Befehl gespeichert.

Beispiel 4:

1> RESIDENT CD REMOVE

Durch diesen Befehl steht der interne Befehl CD nicht mehr zur Verfügung.

Beispiel 5:

1> RESIDENT CD REPLACE

Stellt den Befehl CD im System wieder her.

Siehe auch: PROTECT, LIST.

RUN

Befehle als Hintergrundprozesse ausführen.

Format

RUN <Befehl...> [{+ <Befehl>}]

Schablone

COMMAND/F

Pfad

Intern

Mit diesem Befehl starten Sie Hintergrundprozesse. Für einen solchen Prozeß wird kein eigenes Fenster für die Ein- und Ausgabe geöffnet, so daß auch die übergeordnete Shell freibleibt.

Mit dem Befehl RUN werden der <Befehl> und die zugehörigen Argumente ausgeführt. Sie können mit einem RUN mehrere Befehle aufrufen, indem Sie am Zeilenende ein Pluszeichen (+) eingeben und dann die Eingabetaste drücken. Die darauf folgende Zeile wird als Fortsetzung von RUN interpretiert, aber erst nach Abarbeitung der vorhergehenden Zeile ausgeführt.

Wenn Sie das Shell-Fenster, in dem der Prozeß gestartet wurde, vor dessen Beendigung schließen wollen, können Sie die Ausgabe von RUN mit dem Befehl RUN >NIL: <Befehl> umleiten.

Die neue Hintergrund-Shell hat denselben Suchpfad und dieselbe Stack-Größe wie die Shell, in der der Befehl RUN aufgerufen wurde.

Über den Befehl RUN können Sie auch resident gespeicherte Befehle aufrufen. Um die Geschwindigkeit zu erhöhen, wird die Liste residenter Befehle vor dem Befehlspfad durchsucht. Auch für eine mit RUN NEWSHELL gestartete Shell wird die Standardstartdatei "S:Shell-startup" verwendet.

Beispiel 1:

1> RUN COPY Text TO PRT:+
DELETE Text +
ECHO "Druck beendet"

Mit diesem Befehl wird die Datei "Text" an den Drucker gesendet, ausgedruckt und gelöscht. Die angegebene Meldung wird angezeigt. Mit Pluszeichen werden Befehlszeilen verknüpft, so daß jeweils nach Abschluß eines Befehls der nächste gestartet wird.

Beispiel 2:

1> RUN EXECUTE Comseq

Durch diesen Befehl werden alle Befehle in der Befehlsdatei "Comseq" im Hintergrund abgearbeitet.

Weitere Beispiele zur Verwendung des Befehls RUN finden Sie in Kapitel 8.

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