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MOUNT

Mit diesem Befehl wird ein an das System angeschlossenes Gerät verfügbar gemacht.

Format

MOUNT {Gerät} [FROM <Dateiname>]

Schablone

DEVICE/M,FROM/K

Pfad

C:

Vom Befehl MOUNT werden die Gerätekonfigurationsparameter aus einer Datei gelesen. Anschließend werden diese Parameter zum Anmelden des Geräts bzw. Bereitstellen des Geräts im System verwendet. Über einen Befehl können mehrere Geräte angemeldet werden. Mit dem Argument {Gerät} werden die Namen der anzumeldenden Geräte angegeben.

Vom Befehl MOUNT können sowohl DOSDrivers-Anmeldedateien als auch herkömmliche MountList-Dateien mit mehreren Einträgen verarbeitet werden. Die Verarbeitungsmethode hängt dabei davon ab, mit welcher der folgenden drei Methoden die Argumente angegeben werden:

  1. Bei Angabe eines Gerätenamens wird nacheinander in den Verzeichnissen "DEVS:DOSDrivers" und "SYS:Storage/DOSDrivers" eine Anmeldedatei mit diesem Namen gesucht. Ist keine Anmeldedatei dieses Namens vorhanden, wird in der Datei "DEVS:MountList" nach einem entsprechenden Eintrag gesucht. Dies ist die beste Methode, wenn auf Ihrem System nur eine Konfiguration für das jeweilige Gerät vorhanden ist.
  2. Bei Angabe eines Pfads wird im angegebenen Verzeichnis nach der entsprechenden Anmeldedatei gesucht. Zum Anmelden von mehreren Geräten können Jokerzeichen verwendet werden (z.B. MOUNT DEVS:DOSDrivers/-(#?.info)). Verwenden Sie diese Methode, wenn die Anmeldedateien nicht in den DOSDrivers-Verzeichnissen (bzw. DOSDrivers-Schubladen) gespeichert sind oder gleichzeitig mehrere Anmeldedateien verarbeitet werden sollen.
  3. Bei Angabe des Schlüsselworts FROM und eines Pfads wird über den Befehl MOUNT der genaue Standort der zu verarbeitenden MountList-Datei angegeben. Verwenden Sie diese Methode, wenn eine MountList-Datei nicht im Verzeichnis DEVS: gespeichert ist oder mehrere MountList-Dateien vorhanden sind.
  4. Hinweis:

    Die Merkmale des Piktogramms für eine Anmeldedatei setzen ggf. die Parameter außer Kraft, die in der Anmeldedatei selbst angegeben sind.

Beispiel 1:

1> MOUNT PIPE:

Bei diesem Befehl wird die Datei "DEVS:DOSDrivers/PIPE" gesucht und ggf. verarbeitet. Wenn die Datei "DEVS:DOSDrivers/PIPE" nicht vorhanden ist, wird nach der Datei "SYS:Storage/DOSDrivers/PIPE" gesucht. Ist diese ebenfalls nicht vorhanden, wird in der Datei "DEVS:MountList" nach dem Eintrag "PIPE:" gesucht.

Beispiel 2:

1> MOUNT Arbeit:Geräte/PIPE

Bei diesem Befehl wird im Verzeichnis "Arbeit:Geräte" nach der Anmeldedatei PIPE gesucht.

Beispiel 3:

1> MOUNT PIPE: FROM SYS:MeinGerät/MountList

Bei diesem Befehl wird in der Datei "SYS:MeinGerät/MountList" nach dem Eintrag PIPE: gesucht.

Anhang B enthält weitere Informationen zu MountList-Dateien.

NEWCLI

Mit diesem Befehl wird ein neues Shell-Fenster geöffnet.

Format

NEWCLI [<Fensterspezifikation>] [FROM <Dateiname>]

Schablone

WINDOW,FROM

Pfad

Intern

Mit dem Befehl NEWCLI wird wie mit dem Befehl NEWSHELL ein neuer Shell-Prozeß gestartet (siehe dort).

NEWSHELL

Mit diesem Befehl wird ein neues Shell-Fenster geöffnet.

Format

NEWSHELL [<Fensterspezifikation>] [FROM <Dateiname>]

Schablone

WINDOW,FROM

Pfad

Intern

Das neue Fenster wird automatisch das aktive Fenster und wird zum aktiven Prozeß. Das aktuelle Verzeichnis, die Eingabeaufforderung, der Pfad, die lokalen Umgebungsvariablen und die Stack-Größe stimmen mit dem Ausgangsfenster überein. Die Shell-Fenster sind aber dennoch voneinander unabhängig und ermöglichen separate Ein-/Ausgabe sowie Programmausführung.

Wie die meisten anderen Amiga-Fenster kann dieses Fenster vergrößert, verkleinert, verschoben, gezoomt und vor oder hinter anderen Fenstern plaziert werden.

Soll ein individuell angepaßtes Fenster geöffnet werden, verwenden Sie das Argument WINDOW. Sie können dann bei <Fensterspezifikation> die Ausgangsgröße, die Position und den Titel des Fensters angeben. Die Syntax lautet wie folgt:

CON:x/y/Breite/Höhe/Titel/Optionen

Dabei gilt:

x

Anzahl der Bildpunkte vom linken Bildschirmrand zum linken Rand des Shell-Fensters. Wenn Sie keinen Wert (//) angeben, wird die niedrigsmögliche Anzahl von Bildpunkten verwendet.

Y

Anzahl der Bildpunkte vom oberen Bildschirmrand zum oberen Rand des Shell-Fensters. Wenn Sie keinen Wert (//) angeben, wird die niedrigsmögliche Anzahl von Bildpunkten verwendet.

Breite

Breite des Shell-Fensters in Bildpunkten. Wenn Sie keinen Wert (//) angeben, wird die niedrigsmögliche Anzahl von Bildpunkten verwendet.

Höhe

Höhe des Shell-Fensters in Bildpunkten. Wenn Sie keinen Wert (//) angeben, wird die niedrigsmögliche Anzahl von Bildpunkten verwendet.

Titel

Text in der Titelleiste des Shell-Fensters.

Trennen Sie die Parameter und Optionen durch Schrägstriche voneinander. Falls die Fensterspezifikation Leerzeichen enthält, müssen Sie das gesamte Argument in doppelte Anführungszeichen setzen (").

Folgende Optionen sind zulässig:

AUTO

Das Fenster wird automatisch angezeigt, wenn für das Programm Eingabedaten erforderlich sind oder Daten ausgegeben werden. Nach Öffnen des Shell-Fensters können sofort Daten eingegeben werden. Das Fenster kann nur mit dem Befehl ENDSHELL geschlossen werden. Bei Auswahl des Schließsymbols wird das Fenster zwar geschlossen, aber sofort wieder geöffnet, da Eingaben erwartet werden.

ALT

Wenn Sie das Zoom-Symbol anklicken, wird das Fenster in der angegebenen Position mit der angegebenen Größe angezeigt. Die vier Parameter müssen durch Schrägstriche voneinander getrennt sein (z.B. ALT30/30/200/200).

BACKDROP

Das Fenster wird im Hintergrund hinter allen Workbench-Fenstern angezeigt. Dieses Shell-Fenster kann nicht in den Vordergrund geholt werden. Sie müssen die Größe der anderen Workbench-Fenster ändern, damit sie es sehen können.

CLOSE

Das Fenster verfügt über alle Standardsymbole einschließlich des Schließsymbols. Dabei handelt es sich zwar um die Vorgabe für Shell-Fenster, aber wenn Sie das Argument WINDOW verwenden, müssen Sie diese Option zum Aufrufen eines Standard-Shell-Fensters angeben.

INACTIVE

Das Fenster wird zwar geöffnet, aber nicht zum aktiven Fenster gemacht.

NOBORDER

Das Fenster wird ohne linken und unteren Rand geöffnet. Es stehen nur das Zoom-Symbol, das Vorder-/Hintergrundsymbol und das Größensymbol zur Verfügung.

NOCLOSE

Im Fenster wird kein Schließsymbol angezeigt. Wenn Sie ein Konsolenfenster auf normalem Weg öffnen, ist kein Schließsymbol vorhanden. Wenn Sie jedoch ein Konsolenfenster unter Angabe der Option AUTO öffnen, wird automatisch ein Schließsymbol im Fenster angezeigt.

NODEPTH

Im Fenster wird kein Vorder-/Hintergrundsymbol angezeigt.

NODRAG

Das Fenster kann nicht verschoben werden. Es verfügt zwar über das Zoom-Symbol und das Vorder-/Hintergrundsymbol, hat aber kein Schließsymbol.

NOSIZE

Das Fenster verfügt nur über ein Vorder-/Hintergrundsymbol.

SCREEN

Das Fenster wird auf einem Public-Schirm geöffnet. Dieser Public-Schirm muß dabei bereits vorhanden sein. Hinter dem Schlüsselwort SCREEN müssen Sie den Namen des Public-Schirm angeben.

SIMPLE

Wenn Sie das Fenster vergrößern, füllt der Text den neuen verfügbaren Bereich auf. Sie können jetzt Text sehen, der aus dem Anzeigebereich gerollt war. Dies ist die Vorgabe für Standard-Shells.

SMART

Wenn Sie das Fenster vergrößern, füllt der Text nicht den neuen verfügbaren Bereich auf. Dadurch wird weniger Speicherplatz belegt.

WAIT

Das Fenster kann nur durch Auswählen des Schließsymbols oder durch Drücken der Tastenkombination Ctrl-\ geschlossen werden. Ist WAIT die einzige Option, wird kein Schließsymbol angezeigt.

Von NEWSHELL wird normalerweise die Vorgabestartdatei "S:Shell-Startup" verwendet, wenn keine andere Datei mit FROM angegeben wurde. Bei der Datei "S:Shell-Startup" handelt es sich um eine vorgegebene AmigaDOS-Befehlsdatei. Sie können mehrere Startdateien verwenden, die jeweils verschiedene Alias-Namen für Befehle enthalten. Diese individuell angepaßten Shell-Umgebungen können Se mit FROM aufrufen.

Mit diesem Befehl wird wie mit dem Befehl NEWCLI ein neuer Shell-Prozeß gestartet.

Beispiel 1:

1> NEWSHELL

Mit diesem Befehl wird ein neues Shell-Fenster mit der vorgegebenen Fensterspezifikation geöffnet.

Beispiel 2:

1> NEWSHELL "CON://640/200/Meine Shell/CLOSE"

Mit diesem Befehl wird ein Fenster geöffnet, dessen linke obere Ecke in der linken oberen Ecke des Bildschirms liegt ist. Das Fenster ist 640 Bildpunkte breit und 200 Bildpunkte hoch. Das Fenster hat den Titel "Meine Shell" und verfügt über ein Schließsymbol. Das gesamte Argument wurde in Anführungszeichen gesetzt, da der Fenstertitel ein Leerzeichen enthält. Wenn Sie diesen Befehl in die Datei "User-startup" einfügen, wird dieses Shell-Fenster automatisch bei jedem Systemstart geöffnet.

Beispiel 3:

1> NEWSHELL FROM S:Programming.startup

Mit diesem Befehl wird eine neue Shell geöffnet. Es wird aber nicht die Datei "Shell-Startup", sondern die Datei "Programming.startup" ausgeführt. Sie können in dieser Startdatei z.B. Alias-Namen und Eingabeaufforderungsbefehle hinzufügen, die Sie nur beim Programmieren benutzen.

Kapitel 8 enthält weitere Beispiele nur Verwendung des Befehls NEWSHELL.

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