Mit diesem Befehl wird der Wert einer lokalen Variablen abgerufen.
Mit GET wird der Wert einer lokalen Umgebungsvariable abgerufen und im aktuellen Fenster angezeigt.
Lokale Umgebungsvariablen können nur von der Shell interpretiert werden, in der sie definiert wurden, sowie von Shells, die mit dem Befehl NEWSHELL in der Ausgangs-Shell gestartet wurden. Wenn Sie eine Shell über das Shell-Piktogramm oder über den Menüpunkt "Befehl ausführen" öffnen, sind vorher definierte lokale Umgebungsvariablen nicht verfügbar.
1> GET editor
Extras:Tools/MEmacs
Mit diesem Befehl wird der Wert einer globalen Variable abgerufen.
Mit GETENV wird der Wert einer globalen Umgebungsvariable abgefragt und im aktuellen Fenster angezeigt. Globale Variablen werden als Klartextdateien im Verzeichnis "ENV:" gespeichert und können in allen Shells verwendet werden.
1> GETENV editor
Extras:Tools/MEmacs
ICONX wird als Standardprogramm für Projektpiktogramme verwendet. ICONX kann nicht als Shell-Befehl aufgerufen werden.
Bei Verwendung von ICONX kann eine Befehlsdatei mit AmigaDOS-Befehlen durch Anklicken des zugehörigen Piktogramms aufgerufen werden.
Wenn ICONX verwendet werden soll, müssen Sie ein Projekt-Piktogramm für die Befehlsdatei erstellen oder kopieren. Öffnen Sie das Fenster "Information" des Piktogramms und ändern Sie das Standardprogramm des Piktogramms auf C:ICONX. Anschließend wählen Sie "Speichern" aus, um die geänderte .info-Datei zu speichern. Die Befehlsdatei kann jetzt aufgerufen werden, indem Sie das Piktogramm doppelt anklicken.
Wenn das Piktogramm geöffnet wird, wechselt ICONX vor der Ausführung der Befehlsdatei in das Verzeichnis, das das Projekt-Piktogramm enthält. Auf der Workbench wird ein Eingabe-/Ausgabefenster für die Befehlsdatei geöffnet, wenn von der Befehlsdatei Ausgabedaten generiert werden.
Im Piktogramm für die Befehlsdatei können mehrere Merkmale angegeben werden. Mit dem Werkmal WINDOW können Sie z.B. andere Angaben zum Eingabe-/Ausgabefenster machen. Standardmäßig werden folgende Angaben verwendet:
WINDOW=CON:0/50//80/IconX/AUOT/WAIT/CLOSE
Aufgrund der Option AUTO wird ein Fenster neu geöffnet, wenn tatsächlich eine Ausgabe durch die Befehlsdatei erfolgt. Wenn ein Fenster geöffnet wird, bleibt es wegen der Option WAIT auch nach Beendigung der Befehlsdatei so lange geöffnet, bis das Fenster vom Benutzer geschlossen wird. Durch Angabe der Option CLOSE wird ein Schließsymbol im Fenster hinzugefügt.
Mit dem eigenen Merkmal WAIT (nicht mit der Option WAIT des Merkmals WINDOW zu verwechseln) können Sie angeben, wie viele Sekunden das Eingabe-/Ausgabefenster nach Beendigung der Befehlsdatei geöffnet bleiben soll. Wenn Sie diese Option verwenden, können Standardein- bzw. -ausgabefenster erst nach Ablauf des mit WAIT angegebenen Zeitraums geschlossen werden. Das Merkmal DELAY besitzt die gleiche Funktion, sein Parameter wird aber in Einheiten von 1/50 Sekunden anstatt in Sekunden angegeben.
Mit dem Merkmal STACK können Sie angeben, wie viele Bytes bei der Ausführung der Befehlsdatei für den Stack verwendet werden sollen. Wir dieses Merkmal nicht verwendet, wird die Vorgabe 4096 Byte verwendet.
Bei Verwendung des Merkmals USERSHELL wird die Befehlsdatei unter Verwendung der aktuellen Benutzer-Shell und nicht unter Verwendung der normalen ROM-Shell ausgeführt. Geben Sie dazu USERSHELL=YES ein. Bei Benutzer-Shells handelt es sich um Shell-Software von anderen Herstellern, die Sie anstatt der mitgelieferten standardmäßigen Shell-Umgebung auf Ihrem System installieren können.
Mit der erweiterten Auswahl können Sie Dateien, die Piktogramme haben, als Argumente an die Befehlsdatei übergeben. Die Dateinamen werden von der Befehlsdatei als Schlüsselwörter verwendet. Dazu muß am Anfang der Befehlsdatei die Zeile .KEY stehen. In diesem Fall wird die Befehlsdatei mit dem AmigaDOS-Befehl EXECUTE aufgerufen.
Siehe auch: EXECUTE. Kapitel 8 enthält Beispiele zur Verwendung des Befehls ICONX.
Mit diesem Befehl werden bedingte Operationen in Befehlsdateien ausgewertet.
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IF [NOT] [WARN | ERROR | FAIL] [<Zeichenkette> EQ | GT | GE <Zeichenkette>][VAL] [EXISTS <Dateiname>] |
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In einer Befehlsdatei werden mit IF, vorausgesetzt die angegebene Bedingung ist wahr, die nachfolgenden Befehle bis zu den Befehlen ENDIF oder ELSE ausgeführt. IF muß in Verbindung mit ENDIF verwendet werden. ELSE kann verwendet werden. Wenn die Bedingung falsch ist, wird die Ausführung direkt nach dem Befehl ENIDF bzw. ELSE fortgesetzt. Auf IF und ELSE dürfen mehrere Befehlszeilen bis zum abschließenden ENDIF folgen.
Bei einer Verschachtelung von IF-Befehlen wir die Verarbeitung beim entsprechenden ENDIF fortgesetzt.
Die weiteren Schlüsselwörter haben folgende Funktion::
Wenn mehr als ein Schlüsselwort drei Bedingungskennzeichen (WARN, ERROR, FAIL) angegeben wird, wird das mit dem niedrigsten Wert verwendet.
Sie können mit dem Befehl IF lokale oder globale Variablen verwenden, wenn Sie dem Variablennamen ein Dollarzeichen ($) voranstellen.
IF EXISTS Arbeit/Prog
TYPE Arbeit/Prog HEX
ELSE
ECHO "Nicht vorhanden"
ENDIF
Wenn sich die Datei "Arbeit/Prog" im aktuellen Verzeichnis befindet, wird ihr Inhalt angezeigt. Andernfalls erscheint die Meldung "Nicht vorhanden", und die Ausführung wird hinter ENDIF fortgesetzt.
IF ERROR
SKIP errlab
ENDIF
ECHO "Kein Fehler"
LAB errlab
Wenn der vorhergehende Befehl einen Rückgabecode von 10 oder größer erzeugt hat, wird der Befehl ECHO übersprungen. Die Ausführung wird bei der Sprungmarke "errlab" fortgesetzt.
Siehe auch: ELSE, ENDIF, EXECUTE, FAILAT, LAB, QUIT, SKIP. Kapitel 8 enthält weitere Beispiele zur Verwendung des Befehls IF.