Mit diesem Befehl kann eine Befehlsdatei mit variablen Argumenten aufgerufen werden.
EXECUTE wird zum Ausführen von Skripts (Befehlsdateien) verwendet, die AmigaDOS-Befehle enthalten. Die einzelnen Zeilen in einer Befehlsdatei werden wie Befehlszeilen ausgeführt, die hinter der Shell-Eingabeaufforderung eingegeben wurden. Wenn das Schutzbit "s" der Datei aktiviert ist und die Datei im Suchpfad befindet, brauchen Sie nur den Dateinamen einzugeben. Das Befehlswort EXECUTE muß in diesem Fall nicht eingegeben werden.
In Befehlsdateien können durch spezielle Schlüsselwörter variable Parameter verwendet werden. Wenn diese Schlüsselwörter benutzt werden, können Sie Variablen an die Befehlsdatei übergeben, indem Sie diese in der Befehlszeile von EXECUTE angeben. Bevor die Befehlsdatei ausgeführt wird, werden die Parameter in der Befehlsdatei mit den Argumenten in der Befehlszeile verglichen. Bei Übereinstimmung werden die Parameter in der Befehlsdatei durch die Werte in der Befehlszeile ersetzt. Sie können auch Vorgabewerte angeben, die verwendet werden, wenn beim Aufruf keine Variablen angegeben werden. Wenn Sie keine Variablen angegeben haben und auch kein Vorgabewert in der Befehlsdatei vorhanden ist, wird diesem Parameter kein Wert zugeordnet (leere Zeichenkette).
Die zulässigen Schlüsselwörter für variable Parameter werden in Kapitel 5 erläutert. Vor jeder Befehlszeile mit Schlüsselwort muß ein Punkt (.) stehen.
Siehe auch: IF, SKIP, FAILAT, LAB, ECHO, RUN, QUIT. Kapitel 8 enthält Beispiele zur Verwendung des Befehls EXECUTE.
Mit diesem Befehl wird angegeben, daß eine Befehlsfolge erst abgebrochen wird, wenn ein bestimmter Rückgabecode (Fehlerbedingung) gesendet wird.
Wenn bei der Ausführung eines Befehls ein Fehler aufgetreten ist, wird ein Rückgabecode ungleich Null angegeben. Darüber hinaus zeigt der Rückgabecode - in der Regel 5, 10 oder 20 - an, wie schwerwiegend ein Fehler ist. Wenn der Rückgabecode größer oder gleich einen bestimmten Grenzwert (dem Fehlergrenzwert) ist, werden nichtinteraktive Befehle beendet. (Nichtinterkative Befehle sind Befehle, die hinter RUN oder in Befehlsdateien verwendet werden.)
Sie können mit dem Befehl FAILAT für den Fehlergrenzwert RCLIM (Return Code Limit = Rückgabegrenzwert) einen anderen als den Vorgabewert 10 festlegen. Wenn Sie den Wert erhöhen, geben sie damit an, daß eine bestimmte Kategorie von Fehlern nicht als schwerwiegend angesehen werden soll und daß die Ausführung nachfolgender Befehle nach dem Auftreten solcher Fehler fortgesetzt werden soll. Das Argument muß eine positive Zahl sein. Beim Verlassen der Befehlsfolge wird der Fehlergrenzwert wieder auf den anfänglichen Wert von 10 zurückgesetzt.
Wenn Sie kein Argument angeben, wird der aktuelle Fehlergrenzwert angezeigt.
Eine Befehlsdatei enthält folgende Zeilen:
COPY DF0:MeineDatei to RAM:
ECHO "MeineDatei wird kopiert."
Wird "MeineDatei" nicht gefunden, wird die Befehlsdatei abgebrochen, und im Shell-Fenster erscheint folgende Meldung:
COPY: Objekt nicht gefunden
COPY failed retuncorde 20:
Wenn Sie aber den Fehlergrenzwert auf einen höheren Wert als 20 eingestellt haben, wird die Befehlsdatei weiter ausführt, selbst wenn der Befehl COPY nicht ausgeführt werden kann:
FAILAT 21
COPY DF0:MeineDatei to RAM:
ECHO "MeineDatei wird kopiert."
Folgende Meldung wird angezeigt:
COPY: Objekt nicht gefunden
MeineDatei wird kopiert.
Mit diesem Befehl werden die Meldungstexte für den angegebenen Fehlercode ausgegeben.
Mit FAULT werden die den angegebenen Fehlercodes entsprechenden Meldungstexte ausgegeben. Dabei können Sie beliebig viele durch Leerzeichen voneinander getrennte Fehlercodes angeben, deren Meldungstexte gleichzeitig ausgegeben werden sollen.
Folgende Fehlermeldung wurde angezeigt:
Error when opening DF1:TestDatei 205
Wenn sie nähere Informationen benötigen, geben Sie folgenden Befehl ein:
^1> FAULT 205
FAULT 205: Objekt nicht gefunden
Damit wird der Grund für den Fehler angegeben: "TestDatei" konnte nicht gefunden werden.
Anhang A enthält eine vollständige Liste der Fehlermeldungen.
Mit diesem Befehl wird einer Datei ein Kommentar hinzugefügt.
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FILENOTE [FILE] <Datei | Namensmuster> [COMMENT <Kommentar>] [ALL] [QUIET] |
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Mit FILENOTE können Sie der angegebenen Datei oder allen Dateien, die dem angegebenen Muster entsprechen, einen beliebigen Kommentar mit einer maximalen Länge von 79 Zeichen hinzufügen.
Wenn der <Kommentar> Leerzeichen enthält, muß er in doppelte Anführungszeichen gesetzt werden. Wenn im eigentlichen Kommentar Anführungszeichen verwendet werden sollen, müssen Sie diesen jeweils ein Sternchen (*) voranstellen. Der gesamte Kommentar muß dann zwischen Anführungszeichen stehen, auch wenn er keine Leerzeichen enthält.
Wenn Sie das Argument <Kommentar> nicht angeben, werden alle Kommentare der angegebenen dabei gelöscht.
Das Erstellen eines Kommentars mit FILENOTE entspricht der Eingabe eines Kommentars im Feld "Kommentar" des Fensters "Information" für das Piktogramm. Änderungen, die mit FILENOTE vorgenommen wurden, werden im Informationsfenster angezeigt und umgekehrt.
Mit dem Befehl LIST können Sie über FILENOTE erstellte Kommentare auflisten. Hat eine Datei Kommentare, werden diese bei Verwendung des Befehls LIST unterhalb des Dateinamens angezeigt.
Wenn mit dem Argument TO des Befehls COPY Daten in eine bestehende Datei kopiert werden, wird diese überschrieben; der ursprüngliche Kommentar bleibt jedoch erhalten. Kommentare, die zu der mit FROM angegebenen Datei gehören, werden nur mitkopiert, wenn Sie den Befehl COPY mit der Option CLONE oder COM verwenden.
Bei Angabe der Option ALL wird der <Kommentar> allen Dateien und Unterverzeichnissen angefügt, deren Namen dem angegebenen Namensmuster entsprechen. Wenn Sie die Option QUIET angeben, wird die Bildschirmausgabe unterdrückt.
1> FILENOTE Sonata "allegro non tropo"
Mit diesem Befehl wird der Datei "Sonata" der Kommentar allegro non tropo hinzugefügt.
1> FILENOTE Toccata "*"presto*""
Mit diesem Befehl wird der Datei "Toccata" der Kommentar "presto" hinzugefügt.