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CHANGETASKPRI

Mit diesem Befehl wird die Priorität des zur Zeit ausgeführten Prozesses geändert.

Format

CHANGETASKPRI <Priorität> [PROCESS<Prozeßnummer>]

Schablone

PRI=PRIORITY/A/N,PROCESS/K/N

Pfad

C:

Mit CHANGETASKPRI wird die Priorität des angegebenen Shell-Prozesses geändert. Wenn keine Prozeßnummer angegeben wurde, bezieht sich der Befehl auf den aktuellen Prozeß. Alle-Shell-Prozesse, die danach aus der <Prozeßnummer> gestartet werden, übernehmen dessen Priorität.

Mit dem Befehl STATUS können Sie die aktuellen Prozeßnummern abrufen.

Für die <Priorität> sind ganze Zahlen im Bereich von -128 bis +127 zulässig, wobei eine größere Zahl für eine höhere Priorität steht (bei einer höheren Priorität wird dem Programm mehr CPU-Zeit zugeordnet). Der Standardwert ist 0. Werte über +10 dürfen aber nicht vergeben werden, da andernfalls wichtige System-Tasks beeinträchtigt werden können.

Beispiel:

1> CHANGETASKPRI 4 Process 2

Die Priorität von Prozeß 2 wird auf 4 geändert. Alle Programme, die von dieser Shell aus gestartet werden, haben ebenfalls Priorität 4. Sie haben daher Priorität vor allen Benutzer-Tasks, die ohne den Befehl CHANGETASKPRI gestartet wurden (diese Tasks haben Priorität 0).

Siehe auch: STATUS. Kapitel 8 enthält ein weiteres Beispiel zur Verwendung des Befehls CHANGETASKPRI.

COPY

Mit diesem Befehl werden Dateien oder Verzeichnisse kopiert.

Format

COPY [FROM] {<Name|Namensmuster>} [TO] <Name> [ALL] [QUIET] [BUF\BUFFER=<n>] [CLONE] [DATES] [NOPRO] [COM] [NOREQ]

Schablone

FROM/M,TO/A,ALL/S,QIET/S,BUF=BUFFER/K/N,CLONE/S,DATES/S,NOPRO/S,COM/S,NOREQ/S

Pfad

C:

Mit COPY wird die im Argument FROM angegebene Datei bzw. das Verzeichnis in die Datei oder das Verzeichnis kopiert, das im Argument TO angegeben wurde. Sie können mehrere Objekte in einem Arbeitsgang kopieren, indem Sie <Name/Namensmuster> entsprechend oft im Argument FROM angeben. Die einzelnen Objekte müssen dabei durch Leerzeichen voneinander getrennt werden. Wenn Sie als FROM-Argument ein Namensmuster oder mehrere Namen angeben, muß es sich beim TO-Argument um ein Verzeichnis handeln.

Wenn der im Argument TO angegebene Dateiname bereits vorhanden ist, wird diese Datei mit der im Argument FROM angegebenen Datei überschrieben. Mit zwei aufeinanderfolgenden doppelten Anführungszeichen ("") können Sie das aktuelle Verzeichnis als Zielverzeichnis angeben. Wenn Sie "" als FROM-Argument verwenden, werden alle Dateien des aktuellen Verzeichnisses kopiert. Geben Sie zwischen die Anführungszeichen kein Leerzeichen ein.

Wenn Sie im Argument FROM ein Verzeichnis angeben, werden nur die Dateien in diesem Verzeichnis kopiert, jedoch nicht die Unterverzeichnisse und die Dateien der Unterverzeichnisse. Sollen die Unterverzeichnisse und die zugehörigen Dateien mitkopiert werden, verwenden Sie die Option ALL. Wenn Sie mehr als eine Datei kopieren, kann beim Kopiervorgang ein Verzeichnis angelegt werden. Geben Sie zum Benennen des neuen Verzeichnisses dessen Name als letzte Komponente des Pfades im Argument TO ein. Sie können einen beliebigen Namen eingeben. Falls sich das Verzeichnis in einem anderen Pfad befindet, können Sie auch den ursprünglichen Namen wiederverwenden.

Während des Kopiervorgangs werden die Namen der kopierten Dateien auf dem Bildschirm angezeigt. Diese Anzeige wird mit der Option QUIET unterdrückt.

Mit der Option BUF= wird die Anzahl der 512-Byte-Puffer angegeben, die beim Kopiervorgang verwendet werden. (Die Vorgabe ist 128 Puffer, was 64 KB RAM entspricht.) Wenn nach RAM: kopiert wird, sollte die Anzahl der Puffer gering gehalten werden. Bei der Einstellung BUF=0 ist der Puffer so groß wie die zu kopierende Datei.

Standardmäßig werden der im Argument TO angegebenen Datei die Erstellungszeit und das Erstellungsdatum der Kopie zugewiesen, und nicht die Zeit und das Datum verwendet, zu dem die Originaldatei erstellt bzw. zuletzt geändert wurde. Kommentare zum im Argument FROM angegebenen Original werden ignoriert. Schutzbits werden mitkopiert. Sie können diese Vorgaben mit verschiedenen Optionen umdefinieren:

CLONE

Uhrzeit und Datum der Erstellung bzw. der letzten Änderung, Kommentare und Schutzbits der FROM-Datei werden mit zur TO-Datei kopiert.

DATES

Uhrzeit und Datum der Erstellung bzw. der letzten Änderung der FROM-Datei werden mit zur TO-Datei kopiert.

COM

Kommentare der FROM-Datei werden mit zur TO-Datei kopiert.

NOPRO

Schutzbits der FROM-Datei werden nicht mit zur TO-Datei kopiert. Die TO-Datei erhält die Standardschutzbits r, w, e und d.

Falls der Kopiervorgang nicht fortgesetzt werden kann, wird in der Regel ein Dialogfenster angezeigt. Wenn Sie jedoch die Option NOREQ angeben, wird die Anzeige von Dialogfenstern unterdrückt. Verwenden Sie diese Option in Befehlsdateien, damit ein Kopierfehler nicht dazu führt, daß die weitere Ausführung der Befehlsdatei gestoppt wird, um auf eine Antwort zu warten. Bei Angabe der Option NOREQ wird in diesem Fall der Befehl COPY abgebrochen und die Verarbeitung der Befehlsdatei fortgesetzt.

Beispiel 1:

1> COPY Datei1 TO :Arbeit/Datei2

Mit diesem Befehl wird "Datei1" im aktuellen Verzeichnis in das Verzeichnis "Arbeit" im Hauptverzeichnis des aktuellen Geräts kopiert. Dabei wird die Kopie in "Datei2" umbenannt.

Beispiel 2:

1> COPY Kapitel#? TO DF1:Sicherung

Alle Dateien im aktuellen Verzeichnis, die mit der Zeichenkette "Kapitel" beginnen, werden in das Verzeichnis "Sicherung" auf der Diskette im Laufwerk "DF1:" kopiert. Falls das Verzeichnis "Sicherung" noch nicht vorhanden ist, wird es jetzt angelegt.

Beispiel 3:

1> COPY Arbeit:Test TO ""

Mit diesem Befehl werden die Dateien im Unterverzeichnis "Arbeit:Test" in das aktuelle Verzeichnis kopiert. Unterverzeichnisse werden dabei nicht mitkopiert.

Beispiel 4:

1> COPY Arbeit:Test TO DF0:Test ALL

Mit diesem Befehl werden alle Dateien und Unterverzeichnisse im Unterverzeichnis "Arbeit:Test" in das Verzeichnis "Test" in Laufwerk "DF0:" kopiert. Falls das Verzeichnis "Test" auf dem Laufwerk "DF0:" noch nicht vorhanden ist, wird es jetzt angelegt.

Beispiel 5:

1> COPY DF0: TO DF1: ALL QUIET

Mit diesem Befehl werden alle Dateien und Verzeichnisse von der Diskette in Laufwerk "DF0:" nach "DF1:" kopiert. Dabei werden die Namen der gerade kopierten Dateien und Verzeichnisse nicht angezeigt. (Bei Disketten, die wenig belegt sind, wird dieser Befehl möglicherweise schneller ausgeführt als der Befehl DISKCOPY.) Bei stark fragmentierten Disketten ist so eine Kopie empfehlenswert, um die Zugriffe auf die Dateien spürbar zu beschleunigen.

Kapitel 8 enthält weitere Beispiele zur Verwendung des Befehls COPY.

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