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Befehlsliste

ADDBUFFERS

Mit diesem Befehl wird das Dateisystem angewiesen, für ein Laufwerke Cache-Puffer hinzuzufügen bzw. die verfügbaren Cache-Puffer anzuzeigen.

Format

ADDBUFFERS <Laufwerk> [<n>]

Schablone

DRIVE/A,BUFFERS/N

Pfad

C:

Mit dem Befehl ADDBUFFERS wird die Anzahl der für ein <Laufwerk> verfügbaren Puffer um <n> erhöht. Durch Hinzufügen weiterer Puffer wird zwar der Zugriff auf die Disk erheblich beschleunigt, aber jeder zusätzliche Puffer verringert die Größe des verfügbaren Speichers um ca. 512 Byte. Standardmäßig werden Diskettenlaufwerken 5 Puffer zugewiesen und Festplatten 30 Puffer.

Die Anzahl der Puffer ist immer auf die Kapazität des insgesamt verfügbaren Speicherplatzes abzustimmen. Eine feste Obergrenze gibt es nicht, aber wenn zu viele Puffer zugewiesen werden, wird die Gesamtleistung reduziert, da sie den für andere Funktionen benötigten RAM-Speicherplatz belegen. Wenn Sie eine negative Zahl eingeben, werden entsprechend viele Pufferzuweisungen aufgehoben. Es muß mindestens ein Puffer zugewiesen werden. Dieser Mindestwert ist jedoch nicht empfehlenswert.

In einem 512-KB-System werden für ein Diskettenlaufwerk 20 Puffer empfohlen. Für Festplatten verwenden Sie den durch das Programm "HDToolbox" empfohlenen Vorgabewert (dieser Wert kann durch Auswahl von "Advanced Options" auf dem Bildschirm "Partitioning" angezeigt werden).

Wenn Sie nur das Argument <Laufwerk> angegeben haben, wird die aktuelle Anzahl der Puffer für das jeweilige Laufwerk angezeigt.

Beispiel:

1> ADDBUFFERS DF0:
DF0: has 5 buffers

Kapitel 8 enthält ein weiteres Beispiel zur Verwendung des Befehls ADDBUFFERS.

ALIAS

Mit diesem Befehl können Sie Alias-Namen für Befehle definieren oder anzeigen.

Format

ALIAS [<Name>][<Zeichenkette...>]

Schablone

NAME,STRING/F

Pfad

Intern

Mit dem Befehl ALIAS werden Alias-Namen bzw. alternative Namen für AmigaDOS-Befehle definiert. Dadurch können Sie häufig verwendete Befehle abkürzen oder Standardbefehle umbenennen.

Bei Angabe von <Name> in der Befehlszeile wird der Name durch die definierte <Zeichenkette> ersetzt. Diese wird in die Befehlszeile integriert, die dann wiederum in dieser Form von AmigaDOS interpretiert und ausgeführt wird. <Name> ist der Alias-Name für den Befehl, und <Zeichenkette> ist der Befehl, der für den Alias-Namen eingesetzt wird.

Ein Alias-Name muß am Anfang der Befehlszeile eingegeben werden. Nach dem Alias-Namen können Argumente angegeben werden. Es kann jedoch kein Alias-Name erstellt werden, der nur für eine Folge von Befehlsargumenten steht. Beispiel:

1> NEWSHELL WINDOW=CON:0/250/640/150/2SHELL/CLOSE

In dieser Befehlszeile kann beispielsweise das Argument WINDOW nicht durch einen Alias-Namen ersetzt werden.

Sie können einen Dateinamen oder andere Befehlsteile eines Alias-Namens ersetzen, wenn Sie dazu in der <Zeichenkette> eckige Klammern ([]) ohne dazwischenliegende Zeichen verwenden. Hinter dem Alias-Namen eingegebene Argumente werden später an der Klammerposition eingesetzt.

Mit dem verkürzten Befehl ALIAS <Name> wird die zugehörige <Zeichenkette> angezeigt. Wenn Sie nur ALIAS eingeben, werden alle aktuellen Alias-Namen angezeigt.

Wenn Sie mit dem Befehl NEWSHELL eine neue Shell erstellen, können die Alias-Namen gemeinsam mit der übergeordneten Shell verwendet werden. Wenn Sie jedoch über den Menüpunkt "Befehl ausführen" eine neue Shell öffnen, erkennt diese Shell die Alias-Namen einer anderen Shell nicht. Wenn Sie einen globalen Alias-Namen erstellen wollen, der in allen Shells gültig sein soll, fügen Sie den entsprechenden ALIAS-Befehl in die Datei "S:Shell-startup" ein.

Mit dem Befehl UNALIAS können Sie Alias-Namen löschen.

Beispiel 1:

1> ALIAS d1 DIR DF1:

Wenn Sie "d1" eingeben, wird das Inhaltsverzeichnis der Diskette in Laufwerk DF1: angezeigt. Dies entspricht der Eingabe von "DIR DF1:".

Beispiel 2:

1> ALIAS hex TYPE [] HEX

Der Alias-Name "hex" wird erstellt. Damit wird der Inhalt der angegebenen Datei in Hexadezimalformat angezeigt. Die eckigen Klammern zeigen an, wo der Dateiname einzufügen ist. Beispiel:

1> hex MeineDatei

Mit dieser Eingabe wird der Inhalt von "MeineDatei" in Hexadezimalformat angezeigt.

Siehe auch: UNALIAS. Kapitel 8 enthält weitere Beispiele zur Verwendung des Befehls ALIAS.

ASK

Mit diesem Befehl wird während der Ausführung einer Befehlsdatei eine Ja-/Nein-Entscheidung vom Benutzer erfragt.

Format

ASK <Eingabeaufforderung>

Schablone

PROMPT/A

Pfad

Intern

Der Befehl ASK wird in Befehlsdateien verwendet, um den mit <Eingabeaufforderung> angegebenen Text im aktuellen Fenster anzuzeigen und auf eine Tastatureingabe zu warten. Sie können "Y" (Yes=JA) oder "N" (No=Nein) eingeben oder nur die Eingabetaste drücken (gleichbedeutend mit Nein). Bei Eingabe von "Y" wird das Bedingungskennzeichen auf 5 (WARN) gesetzt. Wenn Sie "N" eingeben oder Eingabetaste drücken, wird es auf 9 gesetzt. Sie können dies anschließend mit dem Befehl IF WARN überprüfen.

Wenn die <Eingabeaufforderung> Leerzeichen enthält, muß sie zwischen Anführungszeichen stehen.

Beispiel:

Es liegt eine Befehlsdatei mit folgenden Befehlen vor:

ASK Weiter?
IF WARN
ECHO Ja
ELSE
ECHO Nein
ENDIF

Wenn der Befehl ASK abgearbeitet wird, erscheint die Eingabeaufforderung Weiter? . Wenn Sie "Y" eingeben (und anschließend die Eingabetaste drücken), wird Ja angezeigt. Wenn Sie nur die Eingabetaste drücken oder "N" eingeben, erscheint Nein .

Siehe auch: IF, ELSE, ENDIF, REQUESTCHOICE, WARN

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