Jeder in diesem Handbuch dokumentierte Befehl wird mit folgenden Angaben zur ordnungsgemäßen Verwendung des Befehls beschrieben: Format, Argumente, Optionen, Symbole und Abkürzungen.
Dieses Kapitel und Kapitel 7 enthalten Befehlsspezifikationen für die AmigaDOS-Befehle und die Workbench-Programme, auf die über die Shell zugegriffen werden kann. Jeder Befehl wird nach folgendem Schema erläutert:
Befehle und Argumente müssen durch mindestens ein Leerzeichen voneinander getrennt werden. Andere Satzzeichen dürfen nur dann verwendet werden, wenn es die Syntax des jeweiligen Befehls erfordert.
In der folgenden Liste sind die Sonderzeichen aufgeführt, die in Formatbeschreibungen zur Angabe des Argumenttyps dienen. Geben Sie diese Zeichen nicht als Teil des Befehls ein.
Im folgenden wird am Befehl COPY die Verwendung dieser Konventionen erläutert:
COPY[FROM] {<Name | Namensmuster>}
[TO]<Name|Namensmuster>[ALL]
[QUIET] [BUF / BUFFER=<n>] [CLONE] [DATES] [NOPRO]
[COM] [NOREQ]
[FROM] ist ein wahlfreies Schlüsselwort. Wenn es nicht angegeben wird, findet der Befehl den zu kopierenden Dateinamen oder das Muster aufgrund der Position in der Befehlszeile.
<Name|Namensmuster> ist ein obligatorisches Argument. Sie müssen einen Dateinamen oder ein Namensmuster eingeben. Durch die geschweiften Klammern wird angezeigt, daß mehr als ein Argument eingegeben werden kann.
[TO] ist ein wahlfreies Schlüsselwort. Wenn es nicht angegeben wird, findet der Befehl den Namen der Zieldatei oder des Zielgeräts aufgrund der Position in der Befehlszeile.
<Name | Namensmuster> ist ein obligatorisches Argument. Es kann nur ein Ziel angegeben werden.
[ALL], [QUIET], [CLONE], [DATES], [NOPRO], (COM] und [NOREQ] sind wahlfreie Argumente.
[BUF\BUFFER=<n>] ist ein wahlfreies Argument. Wenn es angegeben wird, können Sie BUF oder BUFFER in Verbindung mit dem numerischen Argument eingeben. So sind z.B. BUT=5 und BUFFER=5 gültige Argumente. Das numerische Argument kann auch ohne Gleichheitszeichen eingegeben werden, dann müssen Sie Leerzeichen als Trennzeichen verwenden.
Die Schablone ist in das System integriert und dient als Online-Erinnerung für die Befehlssyntax. Außerdem können Sie einen Befehl von der Schablonenzeile aus aufrufen, indem Sie hinter der angezeigten Eingabeaufforderung die Argumente des gewünschten Befehls eingeben.
Die Befehlsschablone wird angezeigt, wenn Sie hinter dem gewünschten Befehl ein Fragezeichen (?) eingeben. Die Shell geht davon aus, daß der Befehl aufgerufen werden soll. Vom Benutzer wird erwartet, daß er die Argumente des Befehls hinter dem Doppelpunkt eingibt, der der angezeigten Schablone nachgestellt ist. Beispiel:
1> TYPE ?
FROM/A/M, TO/K, OPT/K, HEX/S, NUMBER/S:
Sind zur ordnungsgemäßen Ausführung eines Befehls keine Argumente erforderlich, wird er nach Drücken der Eingabetaste ausgeführt. Wenn Sie die erforderlichen Argumente und die zugehörigen Schlüsselwörter eingeben und anschließend die Eingabetaste drücken, werden Befehle ebenfalls ausgeführt. Wenn Sie einen Befehl ohne seine erforderlichen Argumente oder mit falschen Argumenten eingeben und anschließend die Eingabetaste drücken, erscheint eine entsprechende Fehlermeldung, die jedoch keinen schwerwiegenden Systemfehler bedeutet. Beachten Sie, daß Sie hinter dieser Eingabeaufforderung nicht das vollständige Befehlsformat eingeben müssen, sondern die erforderlichen Argumente ausreichend sind.
In Befehlsschablonen werden Argumente durch Kommas getrennt. Hinter dem Argument stehen ein Schrägstrich (/) und ein Großbuchstabe, der die Art des Arguments angibt. Diese Kombination aus Schrägstrich und Kennbuchstabe, die nicht als Teil des Befehls eingegeben werden dürfen, sollen Sie an die spezifischen Erfordernisse für ein Argument erinnern. Ein Argument kann mehrere solcher Kennzeichen aufweisen. Die Bedeutung der einzelnen Kombinationen wird in der folgenden Tabelle erläutert:
Im folgenden wird am Beispiel der Schablone des Befehls COPY die Verwendung von Argumenten erläutert:
FROM/M, TO/A,ALL/S,QUIET/S,BUF=BUFFER/K/N,CLONE/S,DATES/S,NOPRO/S,COM/S,NOREQ/S
FROM/M zeigt an, daß ein Argument angegeben werden muß und daß mehrere Argumente möglich sind.
TO/A zeigt an, daß das Argument angegeben werden muß.
ALL/S, QUIET/S, CLONE/S, DATES/S, NOPRO/S und COM/S zeigen an, daß diese Schlüsselwörter als Schalter fungieren. Bei Angabe des Schlüsselworts in der Befehlszeile wird diese Option verwendet.
BUF=BUFFER/K/N zeigt an, daß bei Verwendung von BUF oder BUFFER das Schlüsselwort (/K) und ein numerisches Argument (/N) angegeben werden muß. Dabei sind BUF und BUFFER gültige Schlüsselwörter (=).
Allgemein können Schlüsselwörter und zugehörige Argumente durch Gleichheitszeichen (=) verbunden werden, um in komplexeren Befehlszeilen eine eindeutige Zuordnung sicherzustellen (z.B. BUF=20).