Im folgenden finden Sie einige Hinweise zur Anpassung der AmigaDOS-Umgebung an Ihre spezifischen Erfordernisse.
Durch Änderung der Farbe der Eingabeaufforderung über entsprechende Esc-Sequenzen läßt sich beispielsweise die Eingabeaufforderung leichter vom Rest der Befehlszeile und den Ausgabedaten der Befehle unterscheiden. Auf diese Weise können Sie die Prozeßnummer und das aktuelle Verzeichnis leichter verfolgen, die in der Regel Teil der Eingabeaufforderung sind. Nähere Informationen zur Änderung der Shell-Eingabeaufforderung können Sie unter dem Befehl PROMPT in Kapitel 6 und in einem Beispiel in Kapitel 8 nachlesen.
Da Sie für den Zugriff auf Daten deren Standort kennen müssen, empfiehlt es sich, die Daten Ihrer Disks und Verzeichnisse logisch zu organisieren und Namen zu verwenden, die Aufschluß über den Inhalt geben. Erstellen Sie jedoch nicht ohne guten Grund sehr stark verschachtelte Verzeichnisstrukturen.
Zeichen mit Sonderfunktionen in AmigaDOS, z.B. # und -, sind zwar in Namen zulässig, können aber bei Verwendung in der Befehlszeile zu Problemen führen. Verwenden Sie zur Trennung der Wörter in einem Namen Punkte (.), Unterstreichungszeichen (_) oder Großbuchstaben anstelle von Leerzeichen. Beispiel: "Alte Datei", "Alte_Datei" oder "AlteDatei" anstelle von "Alte Datei".
Wenn sie zusammengehörige Dateien mit einer gemeinsamen Erweiterung oder mit Folgenummern versehen, erleichtern Sie sich dadurch die Verwendung von Namensmustern bei der Bearbeitung solcher Dateien.
Zugeordnete Gerätenamen ermöglichen Ihnen die Verwendung kurzer, eingängiger Namen anstelle von langen Pfaden. Sie können beispielsweise schneller ENVARC: eingeben als SYS:Prefs/Env-archive. Ordnen Sie (mit ASSIGN) häufig verwendeten Verzeichnissen oder stark verschachtelten Verzeichnissen einen sinnvollen, kurzen Namen zu.
Wenn Sie einige Befehle oder Programme häufig aufrufen, fügen Sie die zugehörigen Verzeichnisse mit Hilfe von PATH oder ASSIGN dem Suchpfad hinzu, um den Zugriff zu vereinfachen.
Die beste Methode zum Erlernen der Funktionsweise von AmigaDOS ist das Ausprobieren. Wenn Sie bei möglicherweise "zerstörenden" Befehlen (z.B. dem Befehl DELETE (Löschen) mit Namensmustern) große Sorgfalt walten lassen oder mit Kopien von Dateien in der RAM-Disk arbeiten, können Sie mit AmigaDOS frei experimentieren.