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Aufrufen von Programmen

Die meisten Programme können sowohl von der Workbench als auch von der Shell aus aufgerufen werden. Soll ein Programm von der Shell aus gestartet werden, geben Sie in der Regel hinter der Shell-Eingabeaufforderung den Programmnamen ein. (Befindet sich die Programmdatei nicht im aktuellen Suchpfad, müssen Sie zusätzlich den vollständigen Pfad zur Datei eingeben.) Dadurch wird AmigaDOS angewiesen, das Programm zu laden und auszuführen.

Bei den meisten Programmen können Sie nach dem Programmnamen noch zusätzliche Informationen angeben, wie z.B. den Namen einer zu ladenden Datei oder andere Startoptionen. Diese zusätzlichen Elemente werden als Argumente bezeichnet. Lesen Sie in der Dokumentation zum jeweiligen Programm nach, welche Argumente zulässig sind und wie sie einzugeben sind.

Beispiele:

1> Memacs

Der Editor Memacs wird geladen und gestartet. Fügen Sie wie folgt ein Argument hinzu:

1> Memacs S:User-startup

Memacs wird geladen und gestartet, wobei automatisch die Datei "User-startup" (Benutzerstart) aus dem Verzeichnis "S:" zum Edieren geladen wird.

1> CLOCK WIDTH 200 HEIGHT 100 SECONDS

Die Systemuhr wird mit der Fenstergröße 200 x 100 Bildpunkte geladen und die Option SECONDS (Sekunden) aktiviert.

Die Möglichkeit, Argumente zu übergeben, wird häufig zur Arbeitsersparnis zur Verfügung gestellt. Auf diese Weise können Sie Argumente, die sonst nur über mehrere Menüoptionen erreichbar sind, direkt in der Befehlszeile angeben. Bei vielen Programmen, besonders denjenigen, die nur von einer Shell aus gestartet werden können, ist es sogar erforderlich, daß Dateinamen und/oder andere Argumente zusammen mit dem Programmnamen in die Befehlszeile eingegeben werden.

Ausführen von Programmen im Hintergrund

Sie können einen Programmnamen auch als Argument des Befehls RUN eingeben. In diesem Fall wird das Programm im Hintergrund geladen und ausgeführt. Sobald das Programm gestartet ist, wird wieder die Shell-Eingabeaufforderung angezeigt.

Geben Sie beispielsweise folgendes ein:

1> MEmacs

Daraufhin wird der Editor MEmacs geöffnet. Sie können aber erst wieder Befehle eingeben oder das Shell-Fenster schließen, wenn Sie MEmacs verlassen haben.

Wenn Sie dagegen den folgenden Befehl eingeben, wird der Editor MEmacs geöffnet, und die Shell-Eingabeaufforderung erscheint wieder, d.h. Sie können weitere Befehle eingeben:

1> RUN MEmacs

Wird ein Programm mit dem Befehl RUN aufgerufen, wird dem Programm eine eigene Prozeßnummer zugeordnet und eine Meldung mit der neuen Prozeßnummer angezeigt (z.B. [CLI 2]).

Alle vom Programm generierten Ausgaben werden im Shell-Fenster angezeigt, von dem aus das Programm gestartet wurde.

Solange Programme geladen sind, die vom Shell-Fenster aus ausgerufen wurden, können Sie dieses Fenster nicht schließen. Wenn Sie z.B. MEmacs über die Shell geöffnet haben, können Sie das Shell-Fenster erst nach Verlassen von MEmacs schließen. Dies können Sie durch Verwendung des Geräts NIL: vermeiden. In Kapitel 8 finden Sie ein Beispiel für diese Methode.

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