AmigaDOS-Befehlsstruktur
Jeder AmigaDOS-Befehl verfügt über ein spezifisches Format und eine bestimmte Syntax, die eingehalten werden muß, damit das System den Befehl akzeptiert und ausführt. Für die Arbeit mit AmigaDOS-Befehlen gibt es nur wenige Regeln, aber diese sind strikt einzuhalten:
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Ein gültiger Befehl oder Programmname muß als erstes in der Befehlszeile stehen. Der vollständige Pfad zum Befehl ist nicht erforderlich, wenn der Befehl sich in einem Verzeichnis bindet, das im Suchpfad angegeben ist.
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Argumente werden durch Leerzeichen vom Befehl und voneinander getrennt. Dabei reicht ein Leerzeichen, aber zusätzliche Leerzeichen sind zulässig. Neben den befehlsspezifischen Satzzeichen dürfen keine weiteren Satzzeichen verwendet werden.
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Von AmigaDOS wird die Groß- und Kleinschreibung nicht berücksichtigt. Beliebige, in die Befehlszeile eingegebene Zeichenketten, die sich nur durch Groß- und Kleinschreibung unterscheiden, werden identisch verarbeitet. Die Groß- und Kleinbuchstaben in Datei- und Verzeichnisnamen bleiben erhalten.
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Falls nicht anders angegeben, muß der gesamte Pfad bzw. die vollständige Zeichenkette in doppelte Anführungszeichen (") gesetzt werden, wenn ein Pfad- oder Zeichenkettenargument ein Leerzeichen enthält. Beispiel:
In Abb. 3-3 ist ein Beispiel für die Struktur eines AmigaDOS-Befehls dargestellt. Diese Befehlszeile setzt sich aus dem Befehl COPA und zwei nachgestellten Argumenten zusammen.
Abb. 3-3. Befehlszeile (Beispiel)
Ein Argument ist eine zusätzliche Information, die vom Befehl verwendet wird, z.B. ein Dateiname oder eine Option. Befehlsargumente sind mit den Merkmalen von Piktogrammen der Workbench vergleichbar. Je nach Befehl sind Argumente optional oder erforderlich. Abb. 3-3 zeigt folgende Punkte zu Argumenten:
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Schlüsselwörter für AmigaDOS-Befehle sind in der Regel vollständige Wörter oder einfache Abkürzungen, z.B. FROM (Von) und TO (Zu).
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Ein Argument kann aus mehr als einer Komponente bestehen. Im Beispiel enthält das Dateinamenargument gleichzeitig zwei Namen: Screenmode und Screenmode.info.
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Einige Argumente sind durch ein Schlüsselwort gekennzeichnet. Dabei kann es sich um optionale oder erforderliche Schlüsselwörter handeln.
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Werden optionale Schlüsselwörter in einem Befehl mit mehreren Argumenten ausgelassen, müssen die verbleibenden Argumente in der Reihenfolge eingegeben werden, die in der zugehörigen Befehlsschablone erscheint.