Wenn Sie den Amiga starten, wird die Befehlsdatei "Startup-sequence" ausgeführt. Diese Datei ist im Verzeichnis S: gespeichert. Über die Datei "Startup-sequence" wird Disk-Pufferspeicher zugewiesen. Außerdem werden anhand dieser Datei Gerätezuweisungen durchgeführt und die in den Voreinsteller-Editoren gespeicherten Einstellungen gelesen. Darüber hinaus werden die Funktionen aufgerufen, mit denen der Amiga arbeitsbereit konfiguriert wird.
Da jeder Fehler in der Datei "Startup-sequence" zu einem kaum behebbaren Abbruch des normalen Startvorgangs führen kann, kann nur ausdrücklich davor gewarnt werden, diese Datei zu ändern. Soll der Startvorgang geändert werden, empfiehlt es sich, eine eigene Startup-Datei namens "User-startup" (Benutzerstart) im Verzeichnis S: zu erstellen. Wenn Sie eine Datei "User-startup" erstellen, können Sie den Startvorgang ohne das Risiko anpassen, daß der normale Startvorgang abgebrochen wird oder nicht korrekt arbeitet. Diese Datei wird automatisch aus der Startsequenz heraus aufgerufen, bevor die Workbench geöffnet wird.
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Die ursprüngliche Datei "Startup-sequence" darf nicht geändert werden. Eine Änderung dieser Datei kann zu einem kaum behebbaren Abbruch des Systemstarts führen. |
Die Datei "User-startup" und die anderen Startup-Dateien im Verzeichnis S: können so geändert werden, daß bestimmte Programme beim Systemstart aufgerufen, spezifische Anfangsmeldungen angezeigt oder Shell-Fenster auf dem Workbench-Bildschirm geöffnet werden. In einer Startup-Befehlsdatei sind alle AmigaDOS-Befehle einschließlich Befehlen zum Aufrufen anderer Befehlsdateien zulässig.
Lesen Sie zunächst die kompletten Befehlsbeschreibungen in Kapitel 6 und 7, bevor Sie Änderungen an einer vorhandenen Befehlsdatei vornehmen.
Wenn Sie mit einem Diskettensystem arbeiten, verwenden Sie eine Kopie der Workbench-Diskette (nicht das Original), um Änderungen an den Startup-Dateien vorzunehmen. Wenn Ihnen beim Ändern der Startup-Dateien ein Fehler unterläuft, wird die Ausführung der Datei "Startup-sequence" abgebrochen und nur eine Shell-Eingabeaufforderung angezeigt. Im Normalfall kann allerdings durch den Befehl FAILAT 21 die Datei auch bei einem Fehler bis zum Ende ausgeführt werden.
Solange Sie nicht die vorgegebene Datei "Startup-sequence" ändern, sind schwerwiegende Fehler beim Systemstart unwahrscheinlich. Wenn Sie versuchen, das System von einer Disk zu starten, auf der sich keine Datei namens "S:Startup-sequence" befindet, oder beim Startvorgang ein schwerwiegender Fehler auftritt, wird ein Shell-Fenster angezeigt, das mit dem in Abb. D-2 vergleichbar ist.
Abb. D-2. AmigaDOS-Shell-Fenster bei Startfehler
In diesem Shell-Fenster können Sie zwar Befehle eingeben, aber die üblichen Alias-Namen und der Suchpfad sind möglicherweise nicht verfügbar. In dieser Shell haben Sie die Möglichkeit, die Startup-Datei zu edieren, die zum Fehler geführt hat. Da das System jedoch nicht vollständig konfiguriert wurde, können dabei Schwierigkeiten auftreten. In der Regel ist es einfacher, das System von einer anderen Disk aus erneut zu starten.
Beim Edieren der Datei "User-startup" ist folgendes zu beachten:
ASSIGN T: RAM:T ; Hilfsverzeichnis für Skripts
- Testen Sie Änderungen an der Datei "User-startup". Wenn Sie Änderungen ausprobieren, starten Sie den Amiga nach jeder Änderung erneut, um das Ergebnis zu überprüfen. Warten Sie jedoch mit dem Neustart, bis die Datei vollständig auf die Disk geschrieben wurde. Ansonsten können Daten verloren gehen.
In der folgenden Liste sind einige der Erweiterungen aufgeführt, die normalerweise in den Startup-Dateien vorgenommen werden: