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Clip-Liste

Die Clip-Liste ist eine allgemein zugängliche Einrichtung, die als Zwischenspeicher (engl. "clipboard") für die Kommunikation zwischen verschiedenen Programmen dienen kann. Viele Funktionen benutzen diesen Zwischenspeicher zum Aufrufen verschiedener Arten von Daten, z.B. vordefinierte Konstanten oder Zeichenfolgen.

Die Clip-Liste verwaltet eine Reihe von Begriffspaaren (Name, Wert), die vielseitig verwendbar sind. (Mit SETCLIP) können Sie neue Begriffspaare in die List einfügen.) Jeder Listeneintrag besteht aus einer Namens- und einer Wertzeichenfolge und kann anhand des Namens lokalisiert werden. Im allgemeinen sollten die Namen so gewählt werden, daß sie innerhalb einer Anwendung nur einmal vorkommen, um unbeabsichtigte Namenskonflikte mit anderen Programmen zu vermeiden. Die Anzahl der Listeneinträge ist beliebig.

Eine mögliche Anwendung der Clip-Liste wäre ein Mechanismus zum Laden vordefinierter Konstanten in ein ARexx-Programm. Beispiel:

pi=3.14159; e=2.718; sqrt2=1.414 ...

(also eine Reihe von Wertzuweisungen, jeweils getrennt durch Semikolons). Eine solche Zeichenfolge kann anhand ihres Namens über die integrierte Funktion GETCLIP() abgerufen und danach innerhalb des Programms INTERPRETiert werden. Die Zuordnungsanweisungen innerhalb der Zeichenfolge würden dann die benötigten Konstantendefinitionen bewirken. Beispiel:

/*angenommen, die Zeichenfolge "konstanten" ist verfügbar*/
konstanten = GETCLIP (`konstanten')
INTERPRET konstanten /*. . . Zuordnungen*/

Die Zeichenfolge wäre nicht ausschließlich auf Zuweisungsanweisungen beschränkt, sondern könnte auch beliebige gültige ARexx-Anweisungen enthalten. Die Clip-Liste könnte also eine Reihe von Programmen mit Initialisierungen und anderen Verarbeitungsaufgaben versorgen.

Der residente Prozeß unterstützt Hinzufüge- und Löschoperationen zur Verwaltung der Clip-Liste. Bezüglich der Namen in den Begriffspaaren (Name, Wert) wird angenommen, daß sie Groß- und Kleinschreibung enthalten und innerhalb der Liste nicht mehrmals vorkommen. Der Versuch, eine Zeichenfolge mit einem bereits vorhandenen Namen hinzuzufügen, führt lediglich zur Aktualisierung der Wertzeichenfolge. Wenn ein neuer Eintrag in die Liste gestellt wird, werden die Namens- und Wertzeichenfolgen kopiert, so daß das Programm, das einen Eintrag hinzufügt, diese Zeichenfolgen nicht weiter verwalten muß.

In die Clip-Liste gestellte Einträge bleiben verfügbar, bis sie explizit aus der Liste gelöscht werden. Bei Verlassen des residenten Prozesses wird die Clip-Liste automatisch verlassen.

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